Brief in Marathi

(Location Unknown)

Brief in Marathi, 1975

Übersetzung eines alten Marathi-Briefes I.

Wahrscheinlich in London geschrieben, ca. 1975.

Mein lieber Modi und andere Sahaja Yogis,

Ich sende euch viele Segnungen. Habe euren Brief erhalten. Ich bin sehr froh zu wissen, dass euer Ida Nadi rein geworden ist, und Ich hoffe, dass die Ida Nadis von allen gereinigt sind, wenigstens bis zu einem bestimmten Ausmaß. Hier habe Ich allen gesagt, dass Ich, während Ich Mich unter Anästhesie befinde, die Ida Kanäle von allen reinigen würde. Ich habe drei Tage lang daran gearbeitet, sie zu reinigen, indem Ich fast 50 Mal am Tag erbrochen habe, und es ist gut, dass eine solche Reinigung möglich geworden ist. Dieses physische Wesen muss für die Mission, für die es bestimmt ist, genutzt werden, und darum macht Mir das Kranksein und andere Mühen nichts aus. Im Gegenteil, es müssen all solche und andere Experimente mit dieser Inkarnation durchgeführt werden. Warum macht ihr euch deswegen solche Sorgen? Wozu nützt dieser Körper denn sonst? Ich erleide nie Schmerzen. Alles, was Ich möchte ist, dass die eine oder andere Sache im Labor dieses Körpers ausgearbeitet wird.

Die Zeit ist kurz, während die Arbeit, die erledigt werden muss, sehr groß ist. Man kann diese Reinigung des Ida Kanals nicht nur aufgrund der Stärke eurer Selbst-Verwirklichung erreichen. Ich habe gewusst, dass er von innen heraus gereinigt werden musste. In früheren Zeiten mussten alle Sucher diese Aktion (kriya) ständig und von Kindheit an bei den Wohnstätten der Gurus an abgelegenen Orten durchführen.

Die Sucher mussten das individuell tun, in vielen Leben. Weil ihr jetzt den Zustand von Kollektivität erreicht habt, habe Ich es im kollektiven Bewusstsein erledigt. Obwohl ihr sagt, dass Ich es getan habe, sollte die Unterscheidung zwischen euch und Mir im kollektiven Bewusstsein nicht existieren. Die Mantras „Twam Bhavani, Twam Durga, Twam Ambika“ etc. sind gut für den Ida Kanal, aber wenn ihr in Sahaja Yoga gefestigt seid, werdet ihr sagen müssen: „Aham Bhavani“. Dieses Mantra kann allerdings nur gesagt werden, wenn eure Reinheit mit der von „Aham Bhavani“ übereinstimmt, und Ich sage euch jetzt, dass genau das geschehen wird.

Nachdem Ich den Ida Kanal gereinigt habe, erwecke Ich nun den Pingala Nadi. Die Sahaja Yogis waren ziemlich lethargisch geworden, was an der Konditionierung das Ida Kanals liegt. Bei ihnen dominierte Faulheit mit der Tendenz, Arbeit zu vermeiden. Ihre Aufmerksamkeit wurde darauf verschwendet, Arbeit zu vermeiden. Aber jetzt habe Ich mit der Arbeit begonnen, den Pingala Kanal zu erwecken. Ihr solltet alle eure rechte Hand von der rechten Seite aus über den Kopf hochheben und sie auf der linken Seite lassen; aber während ihr das tut, müsst ihr eure Willenskraft anwenden, so dass sich euer Wunsch materialisiert.

Durch das Erwecken der Kollektivität werdet ihr viele Leute haben, mit denen ihr eure Arbeit, die ihr sonst allein macht, teilen könnt. Die Sphäre des Sahasraras umhüllt euer Herz. Wenn die Konditionierung des Herzens reduziert wird, so wie wenn das Glas einer Lampe sauber wird, so erwecken die Strahlen des immerwährend leuchtenden Spirits (Atma) die Sahasrara-Hülle, und das Licht der Glückseligkeit breitet sich aus, was man wiederum im Sahasrara spüren kann. Dieses Licht erleuchtet alle Seiten des farbenfrohen Herzens und schmückt es mit Qualitäten, die beschrieben werden können mit: erfreulich, glückselig, etc. Nach und nach wird dieser Zustand in eurem Inneren wachsen und sich stabilisieren. Die meisten der Sahaja Yogis sollten diese Methode ausprobieren, aber man sollte nicht bloß mechanischen Handbewegungen machen.

Was auch immer ihr tut, es sollte mit dem Vertrauen geschehen, das ihr in der Anbetung habt, mit dem Eifer eines Kriegers und dem Feingefühl eines Künstlers. Beim Rezitieren von Mantras sollte absolute Reinheit herrschen, um die Gottheiten (deities) zu erwecken, und man muss es von ganzem Herzen tun. Nur dann wird die Erweckung stattfinden.

Ihr solltet ein einfaches Prinzip verstehen: Wie kann ein großes Feuer mit einem kleinen Streichholz angezündet werden? Wird ein Docht die Flamme tragen, wenn Wasser mit dem Öl (in der Öllampe) vermischt ist?

Wie können jene Sahaja Yogis erleuchtet sein, die Sahaja Yoga nur dazu benutzen, ihre eigenen kleinen und unwichtigen Probleme zu lösen? Und warum sollte Gott ihnen die Erleuchtung geben? Leuchttürme zeigen ihr Licht nicht einmal für einen Moment lang sich selbst. Deshalb erachtet man sie als so wichtig, und sie werden gut gewartet.

Bitte leitet diesen Brief an alle Sahaja Yogis weiter.

Eure Mutter, NIRMALA