Letter (Translation)

London (England)

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Translation of a Marathi letter. October 1978.

Übersetzung einer Übersetzung eines Briefes in Marathi ins Englische und Übertragung der englischen Version ins Deutsche.

Meine Segenswünsche an alle Sahaja Yogis

Heute ist der erste Tag von Navaratri. An diesem Tag sollte eure Aufmerksamkeit Shri Ganesha gelten. Seine Ergebenheit ist unendlich. Er hat nie jemand anderen verehrt als seine Mutter. Daher ist Er so großartig. Alle die Götter erscheinen so mächtig und jeder besitzt irgendeine Spezialität. Was ist dann die Spezialität der Mutter? Dass niemand Ihr Ego (Aham) wahrnehmen kann. Daher gilt der seiner Mutter so hingegebene Shri Ganesha als so weise und ehrwürdig. Seine Mutter hat nichts Besonderes. Ihr Name beginnt mit „Ni“, z.B. ‚Nishakanchan’ – Sie hat keinen Reichtum, „Nirlepa“ – Sie ist unberührt, „Nirvichara“ – Sie ist gedankenfrei, „Nishprayojana“ – Sie hat keine Ambitionen, „Nigarvita“ – Sie hat kein Ego, „Niriccha“ – Sie ist wunschlos usw. Wenn man sich einer Mutter hingibt, die keinerlei Attribute Ihr Eigen nennt, benötigt das ein sehr subtiles Verständnis, da man eine Mutter, die nichts hat, auch um nichts bitten kann. Das zeigt, dass Shri Ganesha vollkommen mit sich selbst zufrieden ist. Aber woher kommt Seine Zufriedenheit? Sie ist Seine eigene Kraft.

Wenn sich das Tor zum Selbst öffnet, benötigt man nichts anderes mehr. Es ist die Mutter, die dieses Tor öffnet und daher ist Sie Shri Ganesha auch so lieb. Durch die vollständige Selbstverwirklichung erreicht man einen Zustand, wo man nichts anderes mehr braucht. Man erfreut sich einfach an diesem segensreichen Zustand und der damit einher gehenden Erfüllung.

Ihr seid nach dem Muster Shri Ganeshas geschaffen, weshalb auch eure Kräfte unübertroffen sind. Ihr müsst jedoch auch die gleiche Hingabe und Unschuld wie Shri Ganesha zeigen. Dann wird euch die Mutter schätzen und die gesamte Welt wird Zeuge eurer Großartigkeit.

Ich habe daran gearbeitet, wodurch der Ida Nadi von euch allen viel leichter geworden ist. Ida bedeutet Vergangenheit und alle guten und schlechten Eindrücke aus dieser Zeit. Alles Schlechte sollte man entfernen. Es gleicht der Reinigung eines besonders guten Kleidungsstückes, wodurch es seine Farbe zurückbekommt und wieder wie neu aussieht. Die rechte Seite verbessert sich durch Disziplin. Ich werde eure rechte Seite überwachen und reinigen, damit ihr die Sahaja Arbeit mit neuem Elan angehen könnt. Die linke Seite kann man rein halten, indem man zwischen guten und schlechten Taten unterscheidet und ganz strikt nur das macht, was gut ist. Das heißt, dass ihr nur das tun sollt, was gottgefällig und hilfreich ist. Die rechte Seite kann mit Hilfe von Disziplin aktiviert werden, bedenkt jedoch, dass in Sahaja Yoga das Gleichgewicht sehr wichtig ist. Der alte Grundsatz „Ati Sarvatra Varjayet“ (Extreme sollten immer vermieden werden), gilt daher für jeden von euch.

Ich freue Mich schon sehr darauf euch wieder zu sehen.

Eure Mutter Nirmala