Seminar, Zen Void (Ausschnitte aus einem Gespräch zwischen Shri Mataji und einigen Yoginis)

(England)

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First western seminar: „Void, Zen“. Easthampstead Park, Bracknell (UK), 15 October 1978.

Shri Mataji: Ihr müsst verstehen, dass euer eigenes Ich-Empfinden (mind) diese Wolke formt. Wenn ihr in der Wahrheit seid, dann verschwinden diese Wolken. Ihr müsst den Menschen sagen, dass da Wolken sind. Dass müsst ihr tun, weil wir mit Leuten aus aller Herren Länder und mit allen möglichen Typen zu tun haben. Ich bin schon Leuten aus Japan gegenübergestanden, z.B. musste ich zu diesen Zen-Leuten sprechen. Einige von ihnen haben es angenommen, andere wiederum nicht. Was soll Ich da machen?
Einige Yoginis und ein Yogi sagen etwas – konnte nicht übersetzt werden [unverständlich/unklar]
Shri Mataji: Das hört sich zwar recht gut an, es ist aber nicht so. Sie blockieren euren Weg, weil sie auch in unserem Unterbewusstsein sind. Dessen müsst ihr euch klar sein. Ihr müsst sie herausbringen und darum müsst ihr sie auch reinigen. Was passiert mit Sahaja Yoga? Ihr könnt sie erkennen und ihr könnt sie reinigen. Aber wenn ihr nur sagt, dass ihr jetzt selbstverwirklicht seid und dass jetzt alles in Ordnung ist – dann stimmt das nicht. Das ist nicht richtig. Aus diesem Grund wählten sie in den alten Zeiten auf dem Hatha-Yoga Weg eine Person aus. Sie hielten sie von Kindheit an von der närrischen Menge fern, reinigten sie Stufe um Stufe zu und versuchten sie in einem reinen Zustand zu halten, sie gut zu trainieren und ihnen die Selbstverwirklichung zu geben indem sie sie allmählich von einem Chakra zum nächsten führten. Das dauerte viele Zeitalter und viele Leben lang. Sie wurden immer wieder ausgewählt und auf den richtigen Weg geführt. Es war ein sehr langer Prozess.
Aber jetzt, nachdem ihr die Selbstverwirklichung bekommen habt, könnt ihr das selbst tun. Ihr könnt euch selbst reinigen, aber ihr müsst euch gleichzeitig auch euren Problemen stellen. Die meisten von denen die hier sind, haben dieses Problem nicht mehr. Sie glauben nicht mehr, dass sie Buddhisten sind, oder Lamas, Damas oder was sonst. Sie haben sich einem spirituellen Leben zugewendet. Diese Kinder sind realisierte Seelen. Wenn das eine realisierte Seele ist und das Oberhaupt der Zen-Bewegung nicht, was sollen wir dann machen? Das ist aber tatsächlich so und alle die sich im Zen üben, machen in Wahrheit gar kein Zen, weil sie dazu nämlich selbstverwirklicht sein müssten. Das wäre die Voraussetzung dazu. Aber wer soll ihnen die Selbstverwirklichung geben, wenn nicht einmal ihr Oberhaupt selbstverwirklicht ist? Wenn eine Kerze nicht entzündet ist, wie soll sie dann andere Kerzen entzünden?
Konversation zwischen einer Yogini und Shri Mataji – konnte nicht übersetzt werden [unverständlich/unklar]….

Shri Mataji: Nein, nein, nein, nein! Nein, das stimmt nicht. Ich sage euch wie es ist. Ihr glaubt immer, dass ihr geführt werdet (Anm.: zum Ziel), aber das stimmt nicht. Ihr glaubt an eine verborgene Führung, aber in Wahrheit wird euch niemand diesen Weg aufzwingen. Es ist eure eigene Entscheidung. Eure Freiheit ist immer da, und infolge eurer Entscheidungen begeht ihr Fehler. Das einzige was Ich tun Ich kann, ist euch zu sagen, was Sache ist und es dann eurer Freiheit überlassen, es anzunehmen oder nicht. Wenn jeder früher oder später diesen Weg einschlagen muss, hätte Ich nicht kommen müssen?

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[…] „In Sahaja Yoga könnt ihr das ganz klar sehen. Ihr seht das Problem der anderen, aber zuerst einmal müsst ihr es in euch selbst erkennen. Solange ihr nicht erkennt, was ihr euch selbst (eurem Selbst) antut, könnt ihr es nur in anderen sehen. Wenn Ich sage: „Erkennt es in euch selbst“, werdet ihr selbstzentriert. Ihr bezeichnet es vielleicht als verdreht. Wenn ich sage: „Beobachtet euch selbst, neigt ihr zur Ichbezogenheit. Alle eure Aussagen könnten anders ausgelegt werden. Wenn Ich sage, dass ihr das Problem in euch erkennen sollt, meine Ich, dass ihr losgelöst in euch hineinblicken sollt. Wie arbeitet euer Verstand? Ihr könnt es erkennen, weil es bei den anderen das gleiche ist. Nehmen wir als Beispiel jemanden, dem gutes Essen sehr wichtig ist und der erkennt, dass ihn ständig danach verlangt. Er weiß, wie sein Verstand in dieser Angelegenheit arbeitet und weil er es sehen kann, kann er es auch korrigieren. Davon abgesehen würde er so ein Verhalten bei jemand anderem nicht aushalten und versuchen ihn zu korrigieren. Ich habe Menschen gesehen, die andere wegen eines bestimmten Charakterzuges hassen oder sich über sie lustig machen, obwohl sie die gleiche Schwäche haben. Warum ist das so? Dahinter steckt eine Psychologie. Sie hassen etwas, das sie in sich selbst nicht erkennen können, weil es in ihrem Unterbewusstsein verborgen ist. Wenn sie es dann bei anderen sehen, projizieren sie ihren Hass auf diese Personen, in diesem Fall aber ganz bewusst. Würde man diesen Charakterzug in sich selbst erkennen und ihn hassen, würde es nicht zu dieser Verschiebung kommen. Diese Negativität erzählt euch diese Dinge, führt euch in die Irre, verdirbt euch und verdeckt das Selbst in euch. Wenn ihr es schaffen würdet, diesen Teil in euch zu erkennen, würdet ihr sagen: ‚Nein, nein! Nicht das!’ Aber dann beginnt ihr das Ganze gering zu schätzen. Das ist sehr subtil. Ihr bewegt euch immer von der einen auf die andere Seite. Wenn Ich versuche euch anzuschubsen, springt ihr wie eine Sprungfeder sofort auf die andere Seite. Das wichtigste ist jedoch, dass ihr Extreme absolut vermeiden sollt. Wenn ihr spürt, dass ihr negativ werdet, dann nehmt einen Schuh und klopft euch. Schreit in den Wald hinein oder schlagt kräftig gegen ein Kopfkissen. Aber stattdessen leben sie ihre innere Negativität aus, indem sie ihre Ehefrau oder ihren Ehemann schlagen oder was auch immer. Dabei ist es für einen Sahaja Yogi ganz einfach, sich über sich selbst lustig zu machen: ‚Seht euch diesen Herrn Ego an!’ Wenn ihr beginnt, euch auf diese Weise zu beobachten, könnt ihr euch über euch selbst amüsieren. ‚Ok, Herr soundso kommt vorbei. Selbstgefälligkeit und Egoismus, kommt nur her! Ich möchte meine Eitelkeit sehen. Sieh nur, wie Hr. Ego sich aufbläst!’ Wenn ihr das wirklich lustig finden könnt, werdet ihr überrascht sein, wie diese Dinge von euch abfallen.“