Ausschnitte aus einer Rede anlässlich des Geburtstages von Guru Nanak

Temple of All Faiths, Hampstead (England)


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23.11.1980 – Ausschnitte aus einer Rede anlässlich des Geburtstages von Guru Nanak, am Hampstead

[..] Heute ist der Geburtstag von Guru Nanak. Wir haben schon einmal ein Guru Puja gefeiert und wie ihr wisst, war Guru Nanak eine Inkarnation des Urmeisters. Der gleiche Geist (des Urmeisters) kam noch einmal auf diese Erde und versuchte das Werk Mohammeds fortzuführen.

Mohammed war ebenfalls eine Inkarnation des Urmeisterprinzips. Er kam auf diese Erde, um die Religion (Anm.: im Sinne des Dharmas) zu etablieren. Der Name dieser Religion ist Islam und es ist die Religion jedes Sahaja Yogis, jedes Christen und jedes Hindus. Wir gehören alle einer einzigen Religion an, die daran glaubt, ihr Bewusstsein zu erweitern und so die Kollektivität auf neue Weise wahrnehmen zu können.

Dazu muss das menschliche Bewusstsein aber eine höhere Ebene erreichen. Eine Ebene, auf der ihr die göttliche Kraft wahrnehmen und manifestieren könnt. Das ist die Religion, der wir folgen. Alle Religionen wurden auf dieser Erde etabliert, um Sucher hervorzubringen. Ihr seid diese Sucher. Ihr seid die Mannschaft Gottes und jetzt seid ihr alle Propheten geworden, und dadurch ist das heutige Sahaja Yoga zu einem Mahayoga geworden. Deshalb müsst ihr alle Propheten werden.

Propheten besitzen zwei besondere Qualitäten. Das war bei allen der Fall. Als erstes müssen sie über spirituelle Erziehung sprechen. Das haben alle von ihnen getan. Mohammed Sahib, Raja Janaka, Nanaka, Moses und Abraham. Alle prophezeiten und lehrten euch, wie ihr durch richtiges Handeln und richtige Lebensführung auf dem richtigen Pfad bleiben könnt. Ihr werdet ebenfalls Propheten werden, wenn auch von etwas anderer Natur. Ihr seid Propheten, ihr seid islamisch, jüdisch und Parsen. Die Art Propheten, die ihr werdet, werden im Islam als ‚Pir’, oder in den hinduistischen Schriften als ‚Atma Sakshat Kari’ – ‚Atmajas’ bezeichnet. Nanaka nannte sie ‚Par’. Aber ihr werdet mit größeren Kräften ausgestattet. Früher hatten sie stärkere Neigungen. Ihr habt eine besondere Kraft, durch die ihr die Kundalini von anderen Menschen erwecken könnt.

Ihr werdet Propheten, die andere zu Propheten machen. Ihr etabliert damit nicht nur die Religion (Dharma), sondern macht sie selbst zu Propheten. Das ist das Wichtigste. Es geht nicht nur darum, den statischen Zustand von rechtschaffenen, religiösen (dharmischen) und guten Menschen aufrechtzuerhalten, sondern diese Sucher, diese rechtschaffenen, guten, religiösen Menschen in Propheten zu verwandeln. Und diese Propheten, die ihr damit erschafft, werden genau die gleichen Propheten wie ihr selbst. Sie werden ebenso diese zusätzliche Kraft erhalten, durch die sie sich weiterentwickeln können. Darum ist es ein Maha-Yoga (großes Yoga).

Das ist das Höchste, was in der spirituellen Geschichte erreicht werden kann. Dass ihr die Propheten seid, die sich um die Mannschaft Gottes kümmert und dass ihr sie in Propheten verwandelt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich Ich darüber bin, dass Ich nun so viele Propheten habe.

[…]

Diese neue Generation von großen Propheten sitzt hier vor Mir, aber der große Unterschied zwischen ihnen und euch ist, dass keiner von ihnen eine Mutter hatte, die sie anleiten kann, die sie liebt, die sie ermutigt, wenn sie deprimiert sind und die sie verdirbt. Aber ihr habt eine Mutter, die ihre Kinder anscheinend verzieht. Aber Sie ist die Meisterin aller Meister und Sie weiß, wie weit Sie gehen kann und wie Sie sie korrigieren muss.

[…]

Guru Nanak hat wie auch William Blake prophezeit, dass die Mannschaft Gottes während des Kali Yugas kommen wird und dass es viele Propheten geben wird, die Menschen in die Zustand von Propheten transformieren werden. Das hat er vorhergesagt. Sie alle haben das über euch vorhergesagt. Nun müsst ihr über jene Voraussagen treffen, die zu Propheten werden.

[…]

Heute gedenken wir eines großen Propheten, der auf diese Erde kam, um zwischen den Hindus und Muslimen ein friedliches Miteinander zu etablieren. Als Mohammed Sahib kam, wusste er nicht, dass ihn diese grausamen Menschen, denen er sich stellte, umbringen würden. In Wahrheit wurde er nämlich von ihnen ermordet. Sie gaben ihm Gift. Als Er starb, sagte Er: „Jetzt besteht keine Veranlassung mehr, dass ein weiterer Prophet kommen muss.“ Aber was würde jemand wohl sagen, wenn man ihn so quält? Er spürte, dass er mit seinen Worten einen Samen gesetzt hatte, der bestimmt sprießen würde und deshalb sagte Er, dass keine Veranlassung für das Kommen eines weiteren Meisters bestehe.

Aber dann stellte sich heraus, dass seine so genannten Anhänger, die nur von (Wort klingt wie: Rehamat ?? unklar) Mitgefühl sprachen, einer großen Aggression anhingen. Vor seinem Tod wurde er von diesen negativen Menschen noch auf alle Arten attackiert. Das war am schlimmsten. Er musste von Ort zu Ort ziehen und die Kinder vor diesen negativen Kräften verbergen. Es ging von Stamm zu Stamm, es war enorm. Sein gesamtes Leben war ein Überlebenskampf.

Als Nanak kam, stellte Er fest, dass Hindus und Muslime gegeneinander kämpften und so sagte er ganz im Geiste Kabirs, dass Ram (Anm.: Shri Rama) und Rahim (Anm.: ‚der Allmächtige/Barmherzige’, ein Name Allahs) das gleiche sind. Warum sollte zwischen den beiden Gottheiten einen Unterschied sein? Ihr gesamtes Bestreben war auf die Integration dieser beiden Hauptreligionen in Indien gerichtet.

Damals stellte sich die Frage die Selbstverwirklichung weiterzugeben nicht. Die Menschen versuchten ihre Überzeugungen zu verteidigen, kämpften gegeneinander und brachten sich um. Stellt euch das nur vor. Obwohl alle Menschen vom gleichen Spirit erschaffen wurden und kämpften sie miteinander. Wie dumm und absurd ist das? Guru Nanak Sahib hat mehrmals bewiesen, dass er (der wiedergekommene) Mohammed war. Als er sich einmal hinlegte zeigten seine Füße in Richtung Mekka. Seine Anhänger um ihn herum, Muselmanen und Hindus machten ihn darauf aufmerksam, dass es sich nicht schickt die Füße gegen Mekka zu richten. Er antwortete, er würde seine Füße dahin legen wo auch immer sie es für richtig hielten. Aber egal in welche Richtung er sie legte, sie zeigten immer gegen Mekka. Seine Leute konnten die Tatsache, dass sich Mekka zu seinen Lotosfüßen befand, nicht begreifen!

Mit Mohammed war es das gleiche. All diese großen Inkarnationen hatten eine besondere Kraft das Wasser betreffend. Ihr wisst ja, dass sich unser Void und unser Nabhi Chakra im Bauch befinden und aus dem Ozean (Element Wasser) bestehen. Das Meer repräsentiert die Inkarnation von Adi Guru Dattatreya. Sie besaßen alle große Kräfte und konnten die Ozeane und das Wasserelement kontrollieren, wie z.B. Moses. Er konnte das Meer durchqueren, indem Er es teilte. Das ist eine sehr signifikante Sache. Sie zeigt, dass man das Void mit Hilfe von Ruh durchqueren kann. Und sogar Mohammed Sahib hatte gewaltige Kräfte über den Ozean.

Nanaka legte einmal Seine Hand auf einen Fels, worauf Wasser daraus hervorquoll. Die Menschen waren erstaunt, wie das möglich sein kann und nannten es Punja-Sahib. ‚Punja’ bedeutet ‚die (gesamte) Hand mit den fünf Fingern’. Das ist Punja – ‚fünf’ und der ‚Punjab’ meint fünf Flüsse. Daher wird dieses Gebiet Pujab genannt.