Die Bedeutung von „Nirmala“ 1980

Rahuri (India)

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(Originalsprache: Marathi)

Es ist eine Freude, so viele Sahaja Yogis versammelt zu sehen. Wenn wir so zusammen sind, können wir uns über Themen, die unser aller Wohl betreffen, austauschen. Wir können uns auch gegenseitig erzählen, was wir selbst in Sahaja Yoga gelernt haben. Vor ein, zwei Tagen habe Ich euch erzählt, wie wir uns reinigen und von Schuld befreien können. Der Name eurer Mutter lautet Nirmala und er hat viele Kräfte [Nirmal bedeutet auf Hindi “rein“].

Die erste Silbe des Namens ist Nih, das bedeutet “Nein“. Etwas, das keine Bedeutung hat, aber so scheint, als ob es eine ganz tief liegende Bedeutung hätte, ist eine Mahamaya oder eine Täuschung. Das ganze Universum ist voll von solchen Dingen. Was wir sehen, ist im Grunde gar nicht vorhanden, aber wenn wir uns hineinsteigern, wird es extrem wichtig für uns. Erst dann bekommen wir das Gefühl, unsere finanzielle Lage sei schlecht oder unsere soziale Situation oder unser Familienleben seien unbefriedigend. Alles um uns herum scheint schlecht zu sein, und wir scheinen mit nichts, aber auch gar nichts zufrieden zu sein.

Der Ozean hat eine sehr schmutzige Oberfläche und viele Dinge schwimmen darauf herum.
Wenn wir jedoch tiefer schauen, dann sehen wir die ganze Schönheit, den Reichtum und die
Kräfte. Dann vergessen wir den Anblick der Oberfläche. Was ich sagen möchte ist, dass all das, was wir um uns herum wahrnehmen, im Grunde nur eine Maya, eine Täuschung ist. Zuallererst müssen wir uns klarmachen, dass die Dinge, die wir um uns herum wahrnehmen, nicht wirklich diese Dinge sind. Wenn wir dieses Gefühl des Nih wirklich verinnerlichen wollen, müssen wir eines tun: Immer, wenn Gedanken in unseren Köpfen auftauchen, müssen wir uns sagen, dass sie nichts als eine Täuschung und somit nutzlos sind. Das müsst ihr immer wieder tun. Nur dann werdet ihr die wahre Bedeutung des Wortes Nih verstehen.
Aber all diese Formen der Maya, die ihr seht, sind in Wirklichkeit nicht nur eine Täuschung. Da ist noch etwas anderes. Wir haben aber alle so viele wertvolle Jahres unseres Lebens auf der Suche nach Glück für nutzlose Dinge verschwendet und dabei so viele Sünden gegen unseren Spirit begangen, ohne dabei das wahre Glück, das wir ein Leben lang anstrebten, zu finden.

Deshalb sollte unsere Einstellung sein, dass alles Nih, d.h. “Nichts“ ist. Die einzige Wahrheit ist Brahma oder der Spirit. Alles andere ist nur Fassade. Diese Einstellung müsst ihr für jeden Bereich eures irdischen Lebens entwickeln. Erst dann werdet ihr Sahaja Yoga verstehen. Nach ihrer Selbstverwirklichung haben viele Menschen das Gefühl: “Oh, wir sind realisiert und wir haben Mutters Segen. Warum haben wir trotzdem keine finanzielle Sicherheit?“ Für sie bedeutet Gott Wohlstand und so genanntes gesellschaftliches Ansehen. Wenn ihr durch Introspektion herausfinden wollt, warum sich eure Lebenseinstellung nicht geändert hat, werdet ihr sehen, dass es daran liegt, dass das Swabhav (Wesen) eures Spirits sich auch nach eurer Selbstverwirklichung nicht verändert hat. Das Wort „Swabhav“ ist zusammengesetzt aus „Swa“ oder „Spirit“ und „Bhav“ oder „Erscheinung“. Sagt mir, habt ihr wirklich das wahre Wesen eures Spirits gefunden? Wenn ihr wirklich eins werdet mit eurem Spirit, werdet ihr so viel innere Schönheit finden, dass euch das gesamte Universum wie ein Drama erscheinen wird! Solange diese Erkenntnis, dass ihr nur der Zeuge seid, nicht vollständig in euch erwacht ist, habt ihr die wahre Bedeutung des Wortes Nih nicht begriffen. Und solange nicht all eurer Handeln, jeder Aspekt eures Seins davon durchdrungen ist, werdet ihr emotional, egoistisch und deprimiert über das Leben sein. Wenn man in diesen Extremen gefangen ist, hat dies viel mit einer falschen Verinnerlichung von Nih zu tun. Ihr seid weder hier noch da, eure Situation ist unklar oder ihr hängt einfach in der Luft. Man kann es am einfachsten durch Meditation erreichen. Wenn ihr Nih zu einer Lebensart macht, so wird euch dies auch helfen, den Zustand des Nirvicharita leicht zu erreichen.

Ihr müsst als Erstes immer im Zustand des Nirvicharita sein. Ein einziger Gedanke, ob gut oder schlecht, reicht aus, um einen ganzen Gedankenstrang nach sich zu ziehen. Daraus entsteht ein endloser Prozess, in dem ein Gedanke jeweils einen anderen hervorruft. Manche Leute sagen, man sollte die negativen Gedanken mit positiven bekämpfen. Dies bedeutet mit anderen Worten. wir versuchen einen Zug, der aus der einen Richtung kommt, mit einem Zug aus der anderen Richtung anzuhalten, und beide stoppen irgendwo in der Mitte. Dies ist bis zu einem gewissen Grad richtig, aber manchmal kann es sehr schädlich sein. Wenn ein negativer Gedanke durch einen positiven unterdrückt wird, ist er noch nicht wirklich verschwunden und in gewisser Weise kann er sich erneut und mit noch mehr Schärfe manifestieren. Dies haben schon viele erlebt. Gewöhnlich verbergen sie ihre wirklichen Gedanken und sagen sich immer wieder, dass sie bescheiden sein müssen und einen guten Charakter haben müssen usw. Solche Menschen sind manchmal sehr frustriert, und es kommt zu Problemen. Ganz plötzlich können sie dermaßen von Wut gepackt werden, dass sich andere fragen, wie ein so ruhiger Mensch nur so egoistisch handeln kann. Diese Menschen laufen Gefahr, ihren geistigen Frieden und all ihre innere Schönheit zu verlieren. Deshalb ist es wichtig, immer im Zustand des Nirvicharita zu sein und somit die totale Kontrolle über diese destruktiven und nutzlosen Gedanken zu haben. Auf diese Art und Weise, werdet ihr automatisch immer in der Mitte sein!

Ihr müsst immer versuchen, das Optimum zu erreichen. Vielleicht fragt ihr mich jetzt: “Mutter, wie können wir denn arbeiten, ohne darüber nachzudenken?“ Was sind jetzt eure Gedanken? In Wirklichkeit sind sie einfach leer. Im Zustand des Nirvicharita werdet ihr eins mit der Kraft Gottes. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der Tropfen (oder das Selbst) zum Teil des Ozeans (oder Gottes) wird. Alle Kräfte Gottes gehen in euer inneres Sein ein. Denkt euer Finger? Nein! Erfüllt er deshalb etwa nicht seine Pflicht? Gebt alle eure Gedanken und Zweifel an Ihn ab und überlasst Ihm euer Denken. Am Anfang mag dies schwierig erscheinen, weil ihr selbst nicht im Zustand des Nirvichara seid.
Viele kommen und sagen: „Wir haben alles an Gott abgegeben.“ Gewöhnlich sind das allerdings nur Worte. Sie bedeuten noch lange nicht, dass dem auch so ist. Hingabe ist mehr als Worte. Um das Nirvicharita zu erreichen, d.h. die vollständige Abwesenheit von Gedanken, müssen wir uns vollständig hingeben. Wenn euer Gedankenfluss aufhört, kommt ihr in die Mitte. Wenn ihr in der Mitte seid, werdet ihr Nirvichar und in Folge werdet ihr eins mit Gott. Ist dies geschehen, nimmt Er alle eure Sorgen auf sich! Er kümmert sich um eure kleinsten Bedürfnisse. Ihr werdet überrascht sein. Aber probiert es aus, und ihr werdet sehen, dass es wahr ist und euer bisheriger Weg wirklich falsch war. Wenn ihr diesen Zustand einmal erreicht habt, werdet ihr tatsächlich all die Inspirationen, Kräfte und all den Reichtum, den ihr euch wünscht, erhalten. Jeder Gedanke, der im Zustand des Nirvicharita in euren Kopf kommt, ist eine Inspiration. Alles was ihr euch so sehr wünscht, wird euch auf einem Silbertablett serviert. Vielleicht wollt ihr einen Vortrag halten, und selbst wenn ihr das noch nie getan habt, ist alles, was ihr tun müsst, in den Zustand des Nirvicharita zu gehen. Und wenn ihr den Vortrag beendet habt, werdet ihr erstaunt sein, wie gebannt die Zuhörer von eurem Vortrag waren! Sie werden sich wundern über das außergewöhnliche Wissen, das ihr plötzlich zeigt. Je tiefer ihr euch in das Nirvicharita begebt, desto mehr werdet ihr euch davon überzeugen, dass alles aus diesem Zustand kommt und nicht aus eurem Verstand!

Jetzt möchte Ich euch ein Geheimnis über Mich selbst verraten. Es wird euch überraschen, dass, Ich, wenn ihr Mich in einem Gebet um etwas bittet, nicht wirklich darüber nachdenke. Ich überlasse es einfach Meinem Nirvicharita. Der ganze Vorgang fängt dort an. Es ist wie eine Maschine, in die eure Gedanken und Gebete als Rohmaterial hineinkommen und die Maschine selbst (Nirvicharita) bearbeitet sie, um das Endprodukt herzustellen! Aber ihr müsst die Maschine alleine arbeiten lassen und ihr alle eure Probleme übergeben. Für Intellektuelle ist das wahrhaft eine schwierige Aufgabe, denn sie neigen dazu, über jede Einzelheit nachzudenken. Versucht, in den Zustand des Nirvicharita zu kommen, wann immer ihr etwas Neues verstehen wollt. Versucht, diese Fähigkeit zu entwickeln, und ihr werdet sehen, dass alles ganz von selbst klar und logisch wird. Egal mit welchen Forschungsarbeiten ihr beschäftigt seid, versucht, sie in diesem Zustand durchzuführen. Auf diese Art und Weise werdet ihr immer in der Lage sein, optimal zu arbeiten. Ich halte Reden über eine breite Palette von Themen. All diese komplizierten wissenschaftliche Dinge habe Ich nie im Leben studiert. Wie kann Ich also mit Sachwissen über all diese Themen sprechen? Durch Nirvicharita natürlich. Ich spreche weiter und beobachte gleichzeitig, was um Mich herum vor sich geht. Es ist fast so, als ob alles fix und fertig in meinem formlosen „Sprachcomputer“ vorhanden wäre. Wenn ihr jedoch nicht in diesem Zustand seid, dann benutzt ihr diesen eingebauten Computer namens Nirvicharita nicht und gebt vielleicht eurem Verstand den Vorrang. Anders gesagt ist es so, dass diese gewaltige Kraft in euch weiterschläft und alle Arbeit mit der Kraft des menschlichen Verstandes, der sehr begrenzt ist, geleistet wird. Nirvicharita ist ein uralter Computer, der den Menschen hilft, auch in den schlimmsten Situationen die richtigen Entscheidungen zu fällen. Wenn ihr immer euren eigenen Verstand benutzt ohne seine Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann ist es ganz normal, dass ihr Fehler begeht.

Alles, was im Zustand des Nirvicharita geschieht, ist wie ein Lichtstrahl, ein Segen. Wenn ihr in einem Zimmer das Licht anschaltet, dann wird das Licht nicht sprechen oder euch irgendwelche Gedanken mitteilen. Aber es wird alles in dem Raum erleuchten. Das gleiche gilt für diese Nirvicharita genannte Form des Lichts. Auch Nirvichar, Nirahamkar [auf Hindi bedeutet das “frei von Ego“] und andere Wörter beginnen mit dem gleichen Nih. Das müsst ihr in euch etablieren, erst dann werdet ihr den Zustand des Nirvikalpa erreichen. Erst kommt Nirvicharita, dann Nirvikalpa. Dann werden alle eure Zweifel und Ängste verschwinden, und ihr werdet fühlen, dass die Kraft ganz alleine tätig ist ohne irgendeinen Impuls eures bewussten Verstands. Und ihr werdet überrascht sein, wie dies alles geschieht.

Das gleiche gilt für die Zeit. Ich muss niemals auf eine Uhr sehen. Eine Uhr kann auch falsch gehen und manchmal bleibt sie ganz stehen. Meine richtige Uhr ist das Nirvicharita. Obwohl es stets konstant ist, sind alle Meine Arbeiten immer rechtzeitig erledigt. Und niemals sind da irgendwelche Schuldgefühle, weil etwas nicht rechtzeitig fertig wurde. Ich muss mir darüber überhaupt keine Sorgen machen, denn Ich weiß, dass Ich genau zum richtigen Zeitpunkt fertig werde. Gestern ging Mein Auto kaputt. Aber Ich verlor Mich ganz in der Schönheit des Sternenhimmels. In London sieht man selten so etwas Schönes. Deshalb wollte Ich es genießen Es war der Wunsch des Himmels, dass Ich ihn betrachte. Manchmal ist es notwendig, dass Ich auch dorthin meine Aufmerksamkeit lege. Kurz gesagt: Ihr dürft euch niemals zu Sklaven irgendeiner Sache machen. Im Zustand des Nirvicharita, trägt euch Gott selbst überall hin wie auf Seinen Händen. Er regelt alles. Er weiß alles, und man muss Ihm nichts sagen. Das Einzige, worum ihr euch sorgen müsst, ist, ob ihr im Nirvicharita seid oder nicht. Wenn ihr nicht dort seid, dann steht ihr am Ufer. Vielleicht kommt dann eine Welle und vereinigt euch mit dem großen Strom. Das passiert vielleicht einmal, oder zwei- oder dreimal. Bleibt ihr aber dennoch draußen am Ufer, werdet ihr sagen: “Mutter, nichts klappt so richtig bei mir!“ Es wird tatsächlich niemals wirklich geschehen. Der Grund ist, dass ihr immer noch am Rande des riesigen Ozeans der Liebe Gottes steht!!

Das Shri Ganesh Stuthi, das ihr singt, ist wirklich schön. Darin sagt ihr “sich mit dem Hauptstrom verbinden“ (Pra + Vah), d.h. mit dem erleuchteten Hauptstrom. Bitte geht nicht mit euren eigenen Wellen (Gefühlen) hinein. An einer anderen Stelle im Aarti heißt es „Nirvane Rakshave“ oder “Rette mich zu meiner Todesstunde“. Ihr sagt auch „Raksh Raksh Parmashravi“ oder “Lieber Gott, bitte rette mich“. In Wirklichkeit wollt ihr euch aber selbst retten! Wozu braucht ihr also Gott, um euch zu retten? Und Gott sagt: “Wenn er sich selbst retten kann, dann lasst ihn!“ Was Ich betonen möchte, ist, dass ihr lernen müsst, tiefer zu gehen, so dass ihr alles, was ihr wollt, durch das Nirvicharita bekommt. Nur so könnt ihr den Zustand des Nirvikalpa erreichen! Ihr müsst um jeden Preis loslassen. Hier in Indien sagen die Menschen “mein Sohn“ oder “meine Tochter“. In England ist es genau umgekehrt, dort hat niemand solche Verhaftungen. Sie denken nur an sich. Hier ist alles mein, mein, mein. Mein Sohn, mein Haus, und alles, was zum Schluss in den Gedanken übrig bleibt, ist „mein, mein“. Sonst bleibt gar nichts. Eigentlich solltet ihr sagen: “Nichts gehört mir, alles gehört dir!“ Der heilige Kabir (eine realisierte Seele) sagte, dass Schafe bis zu ihrem Tod immer „main, main“ sagen [oder “me“ auf Hindi]. Wenn das Schaf stirbt, werden seine Überreste zu Wolle verarbeitet und der einzige Laut, den man dabei hören kann ist: “Tu hi, Tu hi“ [das bedeutet “nur du, nur du“]. Auch ihr solltet diese Gefühl des “Nur du, Nur du“ haben. Nur wenn ihr dieses Gefühl “ich bin nichts, alleine bin ich völlig ohne Bedeutung“ euer ganzes Sein durchdringen lasst, könnt ihr die wahre Bedeutung, die sich hinter Nih verbirgt, verstehen.

Gehen wir jetzt weiter zur letzten Silbe des Wortes Nirmala: Laa. Mein zweiter Name ist Lalita. Das ist der Segen der Devi (Göttin). Es ist ihre Waffe. Wenn Laa oder die Devi menschliche Form annimmt, wird Sie „Lalita Shakti“ (Kraft) genannt. [Auf Hindi bedeutet Laa “arbeitend“, “tätig“ und das ganze Wort Lalita bedeutet “die arbeitende Form“ oder hier “die Inkarnation“] Das ist genau die Kraft, die ihr im Moment auf euren Handflächen spürt. Sie ist gefüllt mit Schönheit und Liebe. Wenn die Kraft der Liebe erweckt ist, wird sie zur Laa-Kraft. Sie umgibt euch von allen Seiten. Wenn diese Kraft am Werk ist, worüber müsst ihr euch dann Sorgen machen? Was ist eure eigene Kraft im Vergleich dazu? Könnt ihr einen Baum zum Früchte tragen bringen? Was heißt hier “Früchte“? Könnt ihr auch nur ein Blatt oder eine Wurzel selber machen? Nur die Kraft der Laa Shakti ist zu all dem in der Lage. Auch die Selbstverwirklichung, die ihr bekommen habt, ist das Werk dieser Kraft. Das ist die eigentliche Kraft, die die Kräfte Nih und Ma, die ersten beiden Teile des Namens Nirmala, geboren hat. Nih ist die Kraft von Shri Brahmadeva und Shri Saraswati. Ihr müsst die Qualitäten des Nih aus der Kraft von Saraswati verinnerlichen. Die eigentliche Essenz, die sich hinter all den Qualitäten des Nih verbirgt, ist völliges Loslassen. Das ist das Einzige, was ihr alle anstreben müsst.

Laa kommt von „Liebe“ und hilft uns dabei, zu anderen Beziehungen aufzubauen. Das Wort Laa ist von eigener, besonderer Schönheit und ihr solltet versuchen, andere mit dieser Schönheit zu beeindrucken. Wann immer ihr mit anderen sprecht, solltet ihr diese Kraft nutzen. Diese Kraft der Liebe ist allgegenwärtig, selbst im kleinsten Partikel des Universums. Wenn dem so ist, worin besteht dann eure Pflicht? Ihr solltet all eure Gedanken an die Kraft des Nih abgeben, denn alle Gedanken wurden von dieser ersten Kraft geboren. Die letzte oder die Laa-Kraft solltet ihr nutzen, um die Kraft der Liebe eurer Mutter zu genießen. Was müsst ihr dafür tun? Ihr solltet euch der Liebe für andere hingeben und euch ganz von ihr einfangen lassen. Wer von euch hat wirklich ernsthaft darüber nachgedacht, wie sehr er andere liebt? Das muss immer stärker werden! Wie sehr genießt ihr die Gesellschaft von anderen Yogis? Ich kann nicht für andere sprechen, aber von Mir selber kann Ich sagen. dass es Mich mit großer Freude erfüllt, andere zu lieben. Versucht selbst zu fühlen, wie euch diese Liebe umfließt. Sie ist wie der Ganges. Es ist so ein wunderbares Gefühl. Seht euch einen Sänger an, der sich selbst ganz vergisst, wenn er einen Raga singt und fühlt, wie sich seine ganze Umgebung verändert, als ob sie auf die Musik antworten würde. Genauso werdet ihr erleben, wie ihr vom ganzen Universum umschlungen werdet als Antwort auf eure Liebe. Aber zuerst müsst ihr diese Kraft von Laa, die sich als Chaitanya Lehris oder die kühle Brise in euch manifestiert, erwecken. Mit welchen Augen seht ihr die anderen um euch herum an? Die mit den niedrigsten Beweggründen schauen andere an, also ob sie ihnen etwas stehlen oder zumindest Profit aus ihnen schlagen wollten. Manche halten nach Fehlern bei anderen Ausschau. Ich weiß nicht, was sie davon haben. In Wirklichkeit isolieren sie sich selbst und werden danach sehr leiden müssen. Sie selbst ziehen die Probleme an. Ich hingegen treffe mich gerne mit allen möglichen Menschen, ganz egal, wie sie im Inneren sind.

Ihr solltet diese Kraft des Laa oder Laalam, die Kraft der heiligen Liebe immer nutzen. Sobald ihr eine andere Person seht. solltet ihr sofort in den Zustand des Nirvichar übergehen. Auf diese Weise kommt die andere Person ebenfalls in diesen Zustand. So solltet ihr euch und anderen diese Bandhan der heiligen Liebe geben. Lasst die Kräfte des Nih und Laa zusammenarbeiten. Das heißt, ihr müsst versuchen, die Kraft des Laa oder der Liebe, die ihr in der kühlen Brise fühlen könnt, in das Reich des Nih oder Nirvicharita einzubringen. Es ist auch gut, für beides ein Bandhan zu geben. Viele Menschen sind sehr egoistisch und halten sich für großartig in ihrem Beruf. Ich sage ihnen immer, dass sie ihre linke Seite heben müssen. Auf diese Weise verbinden wir die fünf Elemente (Erde, Wasser, Licht, Wind und Himmel) mit unserer aus der Laa Shakti entstandenen Liebe, und lassen sie zirkulieren. Die Liebe in unseren Herzen (in unserer linken Seite) sollte mit der Kraft des Karmas oder der rechten Seite vereint werden. Genau wie wenn wir auf ein Stück Stoff malen. Wenn sich die Karma-Kraft so mit der Kraft der Liebe vereint, werden Menschen extrem ruhig und verständnisvoll. Und letztlich kommt Licht in ihr ganzes Wesen. So jemand beeindruckt andere, und alles, was er tut, wird zu einem wunderbaren Geschenk für Gott. Man fühlt sich bei solchen Menschen so wohl, dass man ihre Gesellschaft Stunden über Stunden genießen kann. Andere sollten eure Liebe genießen können und sie sollte gleichzeitig ihre Herzen erreichen. So werden alle zu euren Freunden, und es entsteht gegenseitige Liebe. Alle spüren bei euch, dass es einen Ort gibt, wo ihnen Liebe und Unterstützung zuteil wird, ohne dass sie beurteilt werden. Ihr müsst also diese Kraft der göttlichen Liebe in euch erwecken.

Wir sollten immer im Zustand des Nirvicharita bleiben. Wann immer ein Gedanke kommt, fragt euch, wie es kommt, dass so der wunderbare Ganges der reinen Liebe Gottes verschmutzt wird. Auf diese Art und Weise wird unsere Aufmerksamkeit immer auf der Kraft des Laa sein und immer werden wir Nirmal prem (reine Liebe) in unseren Herzen fühlen! Bitte kritisiert andere nicht. Wenn ihr mich nach einer bestimmten Person fragt, dann kann ich euch nur sagen, wie der Zustand seiner Kundalini ist oder welches Chakra bei ihm zur Zeit nicht in Ordnung ist. Sonst kann ich euch nichts sagen. Also nichts über seinen Charakter, sein Wesen usw. Wenn ihr mich so etwas fragt, dann frage ich euch, was denn genau das Wesen einer Person ist. Alles ist ständigen Veränderungen unterworfen. Jetzt fließt der Fluss hier, aber wer kann mir sagen, wo dieser Fluss in einiger Zeit fließen wird? Ihr steht jetzt auf dieser Seite des Flusses, deshalb findet ihr es seltsam. Ich stehe in Richtung des Ozeans, das heißt, ich weiß, wo es ruhig und tief ist. Deshalb solltet ihr niemals jemanden als hoffnungslos oder wertlos bezeichnen. Alles unterliegt ständigen Veränderungen, das ist eine Realität des Lebens! Es ist die Aufgabe von Sahaja Yoga, Veränderungen zu bewirken. Wer an Sahaja Yoga glaubt, sollte niemals zu jemandem sagen, er sei wertlos. Jeder sollte seine Freiheit haben. Ihr alle wisst, wo ihr gerade steht. Wenn ihr alle so denkt, dann werdet ihr nicht nur eure eigene Integrität achten können, sondern auch die von anderen. Wenn jemand sich selbst nicht achtet, kann er auch andere nicht achten, egal wie sehr er das auch versucht. Er wird sein ganzes Leben damit verschwenden, andere zu beurteilen! Wir müssen die Kraft des Laa oder Lalaam in uns entwickeln. Die damit verbundene Freude kann ich nicht vollständig beschreiben, selbst wenn ich ein ganzes Buch darüber schreiben würde . Das liegt daran, dass man ihre Schönheit nicht mit bloßen Worten beschreiben kann. Es ist genauso, als ob man ein Lächeln beschreiben wollte. Alles, was man tun kann, ist den Mechanismus erklären, aber über die Wirkung des Lächelns kann man gar nichts sagen, denn das ist etwas, was man fühlen muss, um es wirklich zu verstehen. Alles, was ihr tun müsst, ist diese Kraft in euch erwecken, sie wachsen und zur Blüte kommen lassen!

Die Lalaam Shakti macht Menschen schön und großartig und verleiht ihnen große Bescheidenheit. Versucht, sie in Worten und Taten in euch zu etablieren. Es gibt Menschen, die selbst wenn sie zornig sind attraktiv erscheinen. Dies wird als Lalit-Kraft bezeichnet. Die Menschen haben die eigentliche Bedeutung dieser Kraft völlig falsch interpretiert. Sie sagen, es sei die Kraft der Zerstörung. Das ist völlig falsch. Es ist eine sehr große Kraft. Nehmen wir an, ein Samen wird ausgesät. Einige seiner Bestandteile werden durch die Lalit-Kraft zerstört. Aber dies ist eine sehr sanfte Zerstörung mit einer ganz subtilen Bedeutung. Dann wächst der Samen heran und wird zu einem Baum, der Blätter hat. Die Blätter fallen – ebenfalls ein sehr subtiler Prozess. Als nächstes entstehen die Blüten und wenn sie sich in Früchte verwandeln, fallen einige ihrer Teile automatisch ab. Auch erntet man die Früchte, um sie zu essen. Beim Essen nimmt man einen bestimmten Geschmack wahr. Das wird von der gleichen Kraft bewirkt. Ihr wisst, dass man eine Statue nur durch Schnitzen und Formen erhält, anders geht es nicht. Der einzige Unterschied ist, dass der Künstler unter künstlerischen Aspekten arbeitet, während ein Nicht-Künstler planlos vorgeht. Diese Kraft hängt also davon ab, wie künstlerisch ihr selbst seid.

Manchmal sieht man ein Gemälde und kann seine Augen nicht davon losreißen. Wenn euch jemand fragt, was daran so besonders ist, werdet ihr unfähig sein, es in Worten zu beschreiben. Ihr freut euch einfach nur an seiner Schönheit. Es gibt Bilder, die ihr vielleicht nur ansehen müsst, und schon seid ihr im Zustand des Nirvichara. Der Genuss ist dann noch größer. Das ist der höchste Zustand. Es gibt keine Worte, keine menschenmöglichen Ausdrücke, um diese Freude zu beschreiben. Ihr müsst versuchen, sie in euch selbst zu fühlen. Sehr interessant ist, dass zwischen den Silben Nih und Laa das Wort Ma steckt. Ma ist die erste Silbe von Mahalakshmi. Ma ist die Kraft des Dharmas, des reinen Verhaltens und ebenfalls die Kraft unseres Aufstiegs. Zuerst müsst ihr sie verstehen, sie dann in euch etablieren und sie zum Schluss meistern. Nehmen wir als Beispiel einen Künstler. Die Laa-Kraft ist verantwortlich dafür, dass der Samen des Wunsches in ihm gesät wird (die Idee). Mit der Nih-Kraft entwirft er den Baum, zu dem der Samen schließlich werden soll. Mit der Kraft der Ma Shakti setzt er alles in die Praxis um und verleiht seiner Kunst die ihm vorschwebende äußere Form. In jedem Stadium der Entstehung fragt er sich kontinuierlich, ob das, was er herstellt, seinen Ideen entspricht, und wenn nicht, welche Veränderungen er vornehmen muss. Das tut er immer wieder. Das ist die Ma Shakti. Oder anders gesagt: Wenn etwas nicht richtig ist, ist es der Wunsch, etwas so lange immer wieder zu machen, bis es richtig ist. Diese Verbesserung erfordert sehr harte Arbeit, und genauso hart müssen wir an uns arbeiten, um dies in uns selbst zu erreichen. Wäre dem nicht so, so wäre der Evolutionsprozess praktisch unmöglich gewesen. Und Gott muss dafür sehr hart arbeiten. Wir müssen die Ma-Kraft in uns erwecken, und dafür sorgen, dass sie uns trotz unserer Taten nicht verlässt. Tun wir dies nicht, dann verlassen uns mit Sicherheit auch die anderen beiden Kräfte, denn sie ist diejenige, die ein Gleichgewicht herstellt und das Zentrum der Schwerkraft ist. Wir müssen in Balance bleiben und diese Balance ist die Ma-Kraft. Die anderen beiden Kräfte werden sich nur fest etablieren, wenn ihr bei allem, was ihr tut, immer diese Balance im Blick behaltet. Aber dafür müsst ihr vollständig verstehen, was die Ma-Kraft ist und sie in euch etablieren.

Als ihr noch nicht realisiert wart, wart ihr in der Lage zu sagen, Gott solle zu euch kommen, wenn Er euch wirklich liebt. Nach der Selbstverwirklichung ist es nicht mehr möglich, so etwas zu sagen. Das liegt daran, dass ihr mit der Ma-Kraft die anderen beiden Kräfte in euch ins Gleichgewicht bringt. Selbst wenn ihr malt, müsst ihr ein Gleichgewicht zwischen den Farben herstellen. Genauso wichtig ist es, ein Gleichgewicht zwischen Nih und Laa herstellen. An diesem Gleichgewicht müsst ihr hart arbeiten. Möglicherweise verliert ihr dieses Gleichgewicht oft. Ein Sahaja Yogi, der immer in der Lage ist, dieses Gleichgewicht zu halten, hat die höchstmögliche Stufe erreicht. Sahaja Yogis sollten niemals zu emotional sein. Genauso schlecht ist es, wenn jemand zu viele Dinge auf einmal tun möchte. Ihr müsst die Kraft der Liebe in euch aktivieren und dafür sorgen, dass diese Kraft niemals untätig wird oder einschläft. Ich arbeite zum Beispiel auf eine bestimmte Art und Weise, aber auch dabei ändere ich manchmal etwas. Ihr habt sicherlich bemerkt, dass immer zumindest irgend etwas neu ist. Wenn etwas auf die eine Weise nicht funktioniert, dann probiert es auf eine andere. Und wenn das auch nicht klappt, dann geht nochmals einen anderen Weg. Man darf nicht hartnäckig auf einer Sache bestehen. Morgens steht ihr auf, macht ein Bindi auf eure Stirn und macht Namaskar vor der Mutter. Das geschieht mechanisch. Es ist nicht mit Leben gefüllt. Ihr solltet wirklich nach immer wieder neuen Wegen suchen. Ich bringe immer das Beispiel von den Wurzeln eines Baums. Sie versuchen, immer tiefer in die Erde zu dringen und umgehen dabei alle Hindernisse, ohne gegen sie anzukämpfen. Und es ist tatsächlich so, dass die Wurzeln ohne eben diese Hindernisse den mächtigen Baum gar nicht halten könnten. Das heißt, Probleme und Hindernisse haben ebenfalls eine ganz wesentliche Bedeutung. Ohne sie wärt ihr nicht in der Lage gewesen zu wachsen, euer Aufstieg hätte stagniert! Die Kraft, die euch lehrt, diese Probleme zu besiegen, ist die Ma Shakti. Deshalb ist die Ma Shakti eigentlich die Kraft der Mutter. Unterscheidungsvermögen ist die Qualität, derer ihr am meisten bedürft.

Nehmen wir an, jemand ist sehr schüchtern und fragt mich, was er dagegen tun kann. Ich sage ihm, er soll sich ändern und wie ein Löwe werden. Zu jemandem, der aggressiv ist, sage ich, er soll wie ein Schaf werden. Anders kann das Leben nicht weitergehen. Ihr müsst eure Verhaltensweisen verändern. Jemand, der nicht bereit ist, Dinge zu ändern, kann Sahaja Yoga nicht verbreiten, weil er immer an einer Methode festklebt und damit die Leute letztlich langweilt! Ihr müsst immer nach neuen Wegen suchen. Die Ma Shakti funktioniert ganz genau so. Frauen sind darin oft große Expertinnen. Sie kochen jeden Tag wieder etwas Neues und suchen immer nach neuen Rezepten. Auf diese Weise ist der Ehemann immer ganz gespannt, was seine Frau heute wieder gekocht hat.

Mit dieser Kraft könnt ihr euer Gleichgewicht und eure Standhaftigkeit etablieren. Wenn es euch gelingt, diese Kraft auf die bestmögliche Weise in euch zu etablieren, dann könnt ihr die kühle Brise auch anhand eures Gleichgewichts und eures Verstandes erleben. Ohne Weisheit bleiben diese Qualitäten unberührt, und ihr werdet den Fluss des Chaitanyas nicht spüren können. Normalerweise ist jemand, der Vibrationen fühlt, auch ein weiser Mensch. Es ist tatsächlich eure Weisheit, die ihr in Form der kühlen Brise fühlen könnt. Wenn ihr das als Maßstab nehmt, könnt ihr sehen, wie tief ihr als Sahaja Yogi wirklich seid. Wenn ihr euer Gleichgewicht und euren Verstandessinn verliert, dann fangen eure Chakren natürlich an zu blockieren. Immer, wenn eure Chakren blockieren, könnt ihr sicher sein, dass ihr irgendwo gerade euer Gleichgewicht verliert. Ein Ungleichgewicht zeigt an, dass die Ma-Kraft schwach wird. Der Name Mataji oder andere gottgefällige Namen beginnen mit Ma, und die Ma Shakti stellt diese Qualität auch bereit. Dies wäre nicht möglich, wenn da nur die Nih- und Laa-Kräfte wären. Ich bin mit allen drei Kräften gekommen, aber die Ma-Kraft ist die höchste von ihnen. Ihr seht, dass die Ma Shakti die Kraft der Mutter ist. Und dies muss bewiesen werden. Wenn irgendeine Frau behauptet, sie sei eure Mutter, glaubt ihr das dann einfach? Ihr werdet es nicht glauben. Mutterschaft muss bewiesen werden.

Was ist eine Mutter wirklich?
Mutter hat uns einen Platz in Ihrem Herzen gegeben. Wir haben ein volles Recht aufeinander, denn Ihre Liebe für uns ist riesig. Ihre Liebe ist absolut selbstlos. Immer betet Sie für unser Wohlergehen und in Ihrem Herzen ist nichts als Mitgefühl für uns. Ihr werdet an die Mutter erst glauben, wenn ihr wirklich verstanden habt, dass euer wirkliches Selbst oder euer Atma (Spirit) in Ihr wohnen. Beweist anderen dies durch eure Taten. Ein Sahaja Yogi sollte dazu in der Lage sein! Die Menschen sollten wissen, dass sie mit einer sehr weisen Person sprechen. Dafür muss in euch ein totales Gleichgewicht sein zwischen Liebe und dem Wunsch, für Sahaja Yoga zu arbeiten. Ihr solltet einen so wunderbaren Charakter haben, dass die Menschen sich zu euch hingezogen fühlen, ohne euch überhaupt zu kennen. Ein Sahaja Yogi sollte lernen, sich all diese Qualitäten zu eigen zu machen.

Wenn ihr nach Hause geht, versucht darüber nachzudenken, wie ihr diese drei Kräfte in euch etablieren könnt und wie ihr sie nutzen könnt für euer eigenes Wachsen und das von Sahaja Yoga. Die Nih Shakti wird die Qualitäten von vollkommener Freude, Ernsthaftigkeit und Tiefe in euer Familienleben bringen. Ihr werdet nach immer neuen Wegen suchen, wie ihr die Menschen zusammenbringen und kollektiv machen könnt. Benutzt diese Kräfte, um Sahaja Yoga zu verbreiten. Um sie richtig nutzen zu können, sollte die Nih- oder die Karma-Kraft wirklich sehr stark sein. Auch wenn ihr ebenfalls die Laa-Shakti oder die Kraft der Liebe haben müsst, sollte sie doch immer neben der Nih-Kraft wirken. Wenn eine Methode nicht funktioniert, sucht eine andere. So wie z.B. ein Maler zuerst eine Mischung aus Rot und Gelb probiert, und dann, wenn er damit seine Gefühle nicht zum Ausdruck bringen kann, Rot und Grün nimmt. Und wenn auch das nicht zu funktionieren scheint, versucht er immer wieder andere Farbkombinationen. Es ist kein Zeichen von Weisheit, an einer Sache festzuhalten. So jemand kann nichts für Sahaja Yoga tun. Eure Pflicht besteht darin, Sahaja Yoga zu verbreiten, zu versuchen, neue Wege zu finden. Was auch immer ihr euch von mir wünscht, kann ich akzeptieren, denn ich weiß, dass normale Menschen nicht wie ich sind. Man kann nicht wissen, wann ein starrsinniger Mensch was tun wird. Es liegt an euch, dafür zu sorgen, dass so etwas nicht vorkommt. Ich weiß es durch die Ma Shakti. Aber ihr als Sahaja Yogis solltet niemals auf etwas beharren. Ist eure Mutter jemals so? Egal, wie die Situation auch ist, nehmt sie an. Ihr müsst immer vor Augen haben, dass ihr eine sehr wichtige Arbeit erledigt. Ich habe selbst keine Wünsche. Ich habe nicht die Nih-, Laa- oder Ma Shaktis. Ich habe nichts in Mir. Tatsächlich weiß Ich noch nicht einmal, dass Ich die Personifizierung dieser Kräfte bin. Ich bin lediglich eine Beobachterin dieses ganzen Spiels.

Wenn diese Veränderung eintritt, werdet ihr tatsächlich “realisiert‘ im eigentlichen Sinn des Wortes sein. Erst dann werdet ihr Experten in Sahaja Yoga sein. Wenn ihr das wirklich erreicht, werdet ihr eins sein mit Gott und ihr werdet die totale Kontrolle über Ihn haben. Um das zu tun, müsst ihr alles loslassen und an Ihn abgeben. Ich werde jetzt weggehen, und ihr müsst selbst sehen, wie und wo ihr eure Selbstverwirklichung nutzt. Manchmal sage ich euch, ihr sollt bestimmte Dinge nicht tun. Ihr solltet euch deswegen nicht schlecht fühlen. Nach dem Prinzip der Ma-Shakti solltet ihr wegen gar nichts deprimiert sein, denn es ist meine Pflicht, euch zu führen. Manche sind allerdings deprimiert. Vergesst nie, dass ihr realisierte Seelen seid. Ihr müsst das als eine Tatsache akzeptieren. Auch andere sollten dies sofort bemerken, wenn sie euch sehen. Ihr müsst euch anstrengen, damit das möglich ist. Und wenn das geschehen ist, dann wird auch alles andere gottgefällig sein.

Ich bat euch einmal darum, alle eure Freunde und Verwandten zu euch zu einem Essen oder irgend etwas anderem einzuladen. Ladet gleichzeitig Sahaja Yogis ein und gebt allen euren Gästen die Selbstverwirklichung. Wenn ihr das ein ganzes Jahr lang immer wieder tut, wird es euch allen sehr viel bringen.

Ich segne euch alle.

(Den Lotusfüßen von Shri Mataji gewidmet)