Öffentliches Programm am in Delhi, Die Kraft von Brahma

New Delhi (Indien)

11.03.1981 – Öffentliches Programm am in Delhi, Titel: Die Kraft von Brahma

Ausschnitte:

Diese Vibrationen sind die Brahma Shakti, die Kraft Brahmas. Das ist die Kraft, die erschafft, die wünscht und entwickelt und die Lebenskraft spendet. Es ist nicht ganz leicht zu verstehen, was eine unbelebte Kraft und was eine belebte Kraft ist. Die Lebenskraft ist leicht zu verstehen. Nehmen wir ein Tier, z.B. einen Wurm. Er ist eine lebendige Kraft, da er hinkriechen kann wo er will. Er mag klein sein, aber da er lebendig ist, kann er sich auch in Sicherheit bringen, wenn es nötig ist. Etwas, das unbelebt ist, kann sich nicht selbständig bewegen, da dieser Teil des ‚Selbst’ nicht mehr in ihm enthalten ist.

Wir sind also eine lebendige Kraft, aber wir sollten herausfinden, ob wir eine lebendige Kraft werden oder eine tote. In dieser Welt denken wir an unseren Komfort, daran wo wir leben müssen, was wir tun müssen usw. Bei all diesen Angelegenheiten handelt es sich automatisch um unbelebte Dinge. Wenn ihr jedoch darüber nachdenkt, ein Haus oder einen Ashram zu finden, um lebendige Arbeit zu tun, verleiht ihr diesem Ort Leben. Auf diese Weise sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, die Unbelebtes in Lebendiges verwandelt.

Das ist eine sehr subtile Sache, die nur sehr wenige Menschen verstehen. Angenommen jemand kommt mit einem Foto von Shri Ganesha zu Mir und fragt: ‚Soll ich diesen Shri Ganesha anbeten oder nicht?’ Als erstes sollten wir einmal feststellen, ob von dem Foto Vibrationen ausgehen oder nicht. Angenommen ihr kauft ein Haus. Dann solltet ihr feststellen, ob das Haus gute Vibrationen hat. Wir achten gewöhnlich immer nur auf den Komfort oder z.B. ob sich das Haus für den Empfang von Gästen eignet, aber wir betrachten es nicht von einem vibratorischen Standpunkt. Wir müssen jetzt alles was wir tun aus einer vibratorischen Sichtweise betrachten, mit einem Bewusstsein, dass auf lebendigen Dingen arbeitet. Nehmen wir z.B. eine Zelle an der Wurzelspitze eines Baumes. Sie ist ein lebendiges Ding. Natürlich denkt sie nicht, sondern wird einfach von der lebendigen Kraft geleitet. Sie weiß, welche Möglichkeiten sie in Übereinstimmung mit der lebendigen Kraft hat. Sie versteht den Plan der lebendigen Kraft, führt ihn aus und ist eins mit ihr.

Aber wir Menschen können uns frei entscheiden. Wenn ihr erst einmal eure Selbstverwirklichung bekommen habt, dann wirkt diese lebendige Kraft in euch. Sie ist die Lebenskraft und ihr spürt sie. Ihr müsst wissen, wie ihr diese Kraft gebrauchen könnt, um euren Körper, euren Geist, euer Ego und Superego und all das in einem erleuchteten Zustand zu halten. Dazu müsst ihr den Plan dieser Lebenskraft verstehen lernen.

Diese Kraft liefert euch Lösungsvorschläge für die meisten eurer Probleme. Hier in Indien und insbesondere in Delhi spüre Ich, dass das linke Nabhi, das rechte Swadishthana, das Herz und auch euer Agnya blockiert. Diese Chakras haben mit eurem Wesen zu tun. Gut, beginnen wir mit der linken Seite. Was passiert? Die Probleme auf der linken Seite beginnen beim linken Swadishtana, weil es das erste Chakra ist, das Negativität in uns abgibt. Das linke Swadishthana wird eigentlich nur von Shri Ganesha kontrolliert, weil Shri Ganesha sowohl den Beginn allen Lebens als auch die Verbindung zwischen Leben und Tod symbolisiert. Shri Ganesha ist jemand, der ‚Vivek’, Gleichgewicht verleiht. Er verleiht euch ein Verständnis dafür, wie weit man in bestimmten Angelegenheiten gehen kann. Das linke Swadishthana blockiert, wenn ihr Leute aufsucht, die euch bestimmte Versprechungen machen oder Ereignisse für euch vorhersagen. Diese linksseitige Blockade kann aber auch entstehen, wenn ihr euch etwas Falsches wünscht. Wir können uns völlig falsche Dinge wünschen, wie z.B. irgendwelche tote Materie oder sonst etwas Besonderes. Angenommen jemand möchte eine Kühltruhe haben und denkt die ganze Zeit daran, wie er es anstellen könnte, eine zu bekommen. Warum will er eine Kühltruhe? Weil sie im mehr Komfort gibt. Aber wenn er sie dann bekommt, erkennt er, dass das gar nicht stimmt. Die beste Art mit unbelebten Dingen umzugehen ist daher, nicht zu weit mit ihnen zu gehen. Wenn ihr materielle Dinge besitzt ist das in Ordnung und wenn nicht, ist es auch in Ordnung. Man kann mit einem Minimum an materiellem Komfort leben und man kann mit einem Maximum davon leben. Wenn wir unseren materiellen Besitz jedoch immer mehr ausweiten, ist das ganz schlecht. In diesem Fall wird sich unsere Aufmerksamkeit immer stärker auf die unbelebte Materie richten, wodurch wir zuerst in unser individuelles Unterbewusstsein und danach weiter in das kollektive Unterbewusstsein eindringen. Wenn sich diese Wünsche zum linken Nabhi ausbreiten, werden wir ganz verrückt nach diesen unbelebten Dingen. Vielleicht wollen wir unbedingt eine Uhr, aber auch die Zeit symbolisiert etwas Totes. Sie ist nicht lebendig und hat nichts mit lebendigen Dingen zu tun. Man kann beispielsweise nicht exakt sagen, wann genau eine Blüte zur Frucht wird. Die Uhr, bzw. die Zeit hat daher mit der lebendigen Kraft überhaupt nichts zu tun. Das wurde alles nur von Menschen erfunden, teilweise auch die (Art der) Zeit. Wir haben z.B. hier eine bestimmte Zeit und in England haben sie eine andere Zeit. In Indien ist es vielleicht vier Uhr, aber in England nicht. Die Zeit ist also nicht wichtig. Es ist nicht wichtig, um welche Zeit ihr ankommt oder geht und wie oft ihr das tut.

Die lebendige Kraft ist unbegrenzt. Sie wird weder durch Zeit noch durch den Raum begrenzt, man kann sie nicht zählen und man weiß nicht wie sie sich bewegt und wie sie alles bewirkt. Das einzige was wir daran verstehen können ist, dass sie spontan wirkt und sich nicht durch unsere unbelebten Vorstellungen beunruhigen lässt. Wir stammen von der toten Materie ab. Anfangs waren wir Steine, dann Einzeller, bis wir im Laufe der Evolution schließlich zu Menschen wurden. Unsere Aufmerksamkeit ist also immerzu auf unbelebte Dinge gerichtet. Wir denken darüber nach, was wir brauchen und möchten und was unsere Bedürfnisse sind. Wir denken immer nur an diesen Körper, der eines Tages sterben wird und kümmern uns nicht um die Bedürfnisse unseres Spirits. Die linke Seite kann man aber nur bezwingen, wenn man den Bedürfnissen des Spirits Vorrang einräumt. Ihr wisst, dass die Vibrationen vom Spirit ausgehen und wenn euer Spirit glücklich ist, spürt ihr Vibrationen. Wenn er nicht glücklich ist, bekommt ihr keine Vibrationen. Es ist so einfach. Wenn ihr an einer Krankheit leidet oder ein Problem mit der linken Seite habt, dann könnt ihr eure Aufmerksamkeit auf die Zukunft richten. Aber wenn Ich das vorschlagen würde, bleiben sie an der Zukunft kleben. Was tot ist, ist tot – es ist ‚Mithya’ (Illusion). Auch die Zukunft ist ‚Mithya’, da es sie noch nicht gibt. Entweder ihr geht nach links oder nach rechts, beides ist das gleiche. Es hat keinen Sinn in die Vergangenheit zu gehen, aber wenn eure Aufmerksamkeit zu viel in der Vergangenheit ist, solltet ihr besser etwas mehr an die Zukunft denken, dadurch werdet ihr etwas stärker in Richtung Zentrum gedrückt. Es ist jedoch schwierig mit den Menschen.

Ein weiteres Problem beginnt, wenn das linke Vishuddhi blockiert und wir uns wegen irgendetwas schuldig fühlen. Wir fühlen uns schuldig und denken: ‚Ich hätte dieses oder jenes nicht tun sollen’ und fühlt euch deswegen ganz schlecht. Ihr fühlt euch schuldig und verdammt euch selbst. Auch das ist Unsinn. Was geschieht, wenn ihr das tut? Dadurch geht ihr in Richtung unbelebter, toter Energie. Eine lebendige Kraft würde sich niemals verdammen. Niemals! Eine lebendige Kraft macht weiter und probiert aus, auf welche Seite dann gehen kann. Sie würde sich weder selbst verdammen noch Aggressionen gegen etwas entwickeln. Sie besitzt die Weisheit im Zentrum zu bleiben. Die Menschen müssen ihre linke Seite überwinden indem sie ihre Aufmerksamkeit von toten Dingen abziehen. Wenn ihr links seid, solltet ihr alles aus dem Zentrum heraus betrachten. Dann werdet ihr das was ihr möchtet, nicht mehr sehen. Sobald ihr jedoch wieder herausfallt und gebt ihr euch die Schuld für irgendetwas und fühlt euch schlecht. Auf diese Weise wird eure linke Seite sehr geschwächt, wodurch alle möglichen Anhaftungen entstehen werden. Schließlich werdet ihr denken, dass ihr zu nichts nütze seid und dieses oder jenes nicht hätten tun sollen.

Um diesen Zustand zu überwinden, solltet ihr all die Segnungen zählen, die ihr bekommen habt. Zählt sie einmal. Ihr habt eure Selbstverwirklichung bekommen. Wie viele Menschen haben das in den tausenden Jahren zuvor geschafft? Ihr habt die Vibrationen bekommen. Wie viele Menschen haben das in den vergangenen Jahrhunderten bekommen? Im Zen System hatten sie in acht Jahrhunderten nur 26 Kashyapas (realisierte Seelen). Wie viele Menschen haben nach Buddha ihre Selbstverwirklichung erreicht? Denkt einmal daran, dass es so viele realisierte Seelen gibt, die die gleiche Sprache und mit der gleichen Zunge sprechen. Ihr müsst dankbar sein, dass ihr alles herausfinden könnt.

Wenn ihr jedoch eine Blockade auf der linken Seite habt, geht eure Aufmerksamkeit in die Vergangenheit und ihr sagt: ‚Oh Gott. Ich bin so nutzlos, für nichts gut. Ich bin so nutzlos und ich habe noch immer Blockaden.’ All jene, die Blockaden auf der linken Seite haben, beschweren sich immerzu. Alles was sie tun müssen, machen sie widerwillig und sie leiden immerzu. Das Gegenteil davon ist sich anzupassen, auch das kann sehr gefährlich sein. Nehmen wir als Beispiel die vielen Konditionierungen, die uns in unserem Leben begleiten. Als erstes all unsere Wünsche. Ihr glaubt, dass eure Wünsche exzellent sein müssen und wollt ein Meister, ein Guru oder sonst etwas werden. Vielleicht wollt ihr, dass euch die Leute für einen großen Guru halten. Ihr wollt viele Schüler haben, die eure Füße berühren wollen (Anm.: in Indien übliche Respektbezeugung).

Dazu muss Ich euch aber sagen, dass in Sahaja Yoga einige Dinge verboten sind. Genauso wie Sahaja Yogis die Füße von anderen nicht berühren sollten, sollte auch kein Sahaja Yogi anderen erlauben, seine Füße zu berühren. Das ist eine der großen [? klingt wie ‚Bandhas’] für alle Sahaja Yogis. Niemand sollte die Füße eines anderen berühren und niemand sollte wünschen, dass andere seine Füße berühren, welche Qualität wir auch immer haben mögen. All jene die sich nicht daran halten, werden ihre Vibrationen verlieren und all jene, die diese Ehrerbietung empfangen, werden eine Blockade am Herzen entwickeln. In Sahaja Yoga sollten wir solche Dinge nicht aufkommen lassen.

Da wir ein integraler Bestandteil einer einzigen (großen) Wesenheit sind, müssen wir alle gemeinsam wachsen. Niemand steht höher oder tiefer. Jeder, der solche Gedanken hegt, beschleunigt damit seinen Abstieg. Solche Gedanken zeigen eine Konditionierung der linken Seite, die viele Menschen schwanken lässt. Solche Wünsche müssen in Sahaja Yoga aufgegeben werden.

In Sahaja Yoga müssen unsere Wünsche viel weiter gesteckt sein. Wir sollten uns wünschen, dass wir so vielen Menschen wie möglich die Selbstverwirklichung geben können. Wir sollten versuchen, so viele Menschen wie möglich zu retten. Wir sollten versuchen, uns so gut wie möglich zu verbessern. Wir sind noch nicht sehr weit gekommen. Wir können uns noch verbessern und haben so viele Segnungen bekommen.

Bestimmte Gedanken können wir der linken Seite zuordnen. Angenommen man hat einen Bhoot im Kopf, der einem folgende Gedanken eingibt: ‚Oh, du bist nutzlos und zu nichts zu gebrauchen.’ In diesem Fall hebt mit der linken Hand eure rechte Seite auf und drückt eure linke Seite hinunter. Warum machen wir das? Weil wir auf diese Weise die Gnade von unserer rechten Seite auf die linke Seite hinüberbringen. Wenn jemand an Problemen der linken Seite leidet, sollte er das versuchen. Wenn solche Gedanken in einem aufsteigen, kann man sich auch selbst Shoebeaten. Singt und preist Gott und werdet euch klar, dass ihr glücklich seid und alles bekommen habt, was ihr euch je gewünscht habt.

Die zweite Sache betrifft die rechte Seite. Auf der rechten Seite blockiert man meistens in Höhe des Swadishthanas. Die Ursache dafür ist das Denken. Gedanken der rechten Seite, solche die das rechte Swadishthan blockieren, sind jedoch anders. Denken belastet aber immer die Leber, egal ob die Gedanken von der rechten oder der linken Seite kommen. Am schlimmsten ist es, wenn die Gedanken von beiden Seiten kommen. Es gibt einige Bhoots, die die Vorstellung in euch erzeugen, dass ihr für nichts gut seid usw., während wir auf der anderen Seite denken, dass wir großartig sind. In diesem Fall beginnen wir hin und herzuschwanken und es kommt zu einem ziemlichen Durcheinander.

Ihr müsst verstehen, dass ihr in Sahaja Yoga eine scharfe Kante aufbaut, einen zentralen Punkt, von dem ihr nicht mehr nach links oder rechts abweicht. Wenn ihr links seid, ist das etwas sehr Subtiles, aber ihr bleibt nicht dort. Morgen könnt ihr dann rechts sein. Es kann wirklich sein, dass ihr morgen mit einem Problem der rechten Seite zu Mir kommt. Ihr müsst daher lernen, euch auszubalancieren. Es ist genauso als würdet ihr Radfahren lernen. Da könnt ihr auch auf diese oder die andere Seite fallen.

Wann habt ihr Radfahren gelernt? Wenn ihr mich fragt, dann werde Ich sagen: ‚Wann lernt ihr es?’ Wenn ihr euch in Sahaja Yoga ausbalancieren wollt, müsst ihr euch aufmerksam beobachten. In welche Richtung geht es? Wenn ihr nach links abkommt, dann müsst ihr etwas nach rechts bewegen. Wenn ihr rechts seid, dann kommt etwas nach links ins Zentrum und löst euch los. Seht zu, dass ihr immerzu losgelöst seid. Kritisiert euch weder selbst noch andere und seid nicht aggressiv zu anderen. Beobachtet euch und führt euch selbst. Führung ist etwas ganz anderes als verloren zu gehen. Darum geht es. Angenommen etwas Totes ist da. Nehmen wir an, wir haben ein unbelebtes Ding. Wenn Ich es dorthin werfe, wird es genau dorthin fallen. Wenn ich etwas Lebendiges werfe, wird es nicht genau dort hinunterfallen. Eine lebendige Kraft weiß, wie sie sich selbst führt. Auf die gleiche Weise werdet ihr lernen euch selbst zu führen. Wenn ihr das gelernt habt, habt ihr Sahaja Yoga gemeistert.

Es hat keinen Sinn sich selbst zu verdammen oder von sich zu glauben, dass man groß oder klein ist. Beobachtet einfach wohin das Pferd geht. Ihr sitzt jetzt am Pferd und seid nicht mehr das Pferd. Vor der Selbstverwirklichung seid ihr das Pferd und geht überall hin, wo es euch hinführt. Wenn es Gras sieht und fressen will, bleibt es vielleicht hier stehen. Dann möchte das Pferd jemanden treten und tut das. Aber ihr müsst jetzt aus dem Pferd herauskommen und euch auf es setzen. Jetzt seid ihr der Reiter und müsst erkennen, wie ihr von diesen Dingen zum Narren gehalten werdet. All diese Wünsche in euch sind schon uralt. Genauso eure Aggressionen und alles Karma, das ihr angehäuft habt. Wenn ihr das tut, werdet ihr das bekommen. Viele werden sagen: ‚Mutter, wir haben das getan. Wir haben schon so viel für Sahaja Yoga getan und trotzdem noch nichts erreicht.’ Was soll man da tun? Ich kann auch nichts machen. Ihr müsst herausfinden, was mit euch los ist.

Angenommen euer Herz blockiert. Solche Menschen kommen nie voran. Das Herz ist die Quelle des Lichts, die Quelle der Brahma Shakti. Das Herz ist der Sitz des Atmas. Wie sollt ihr weiterkommen, wenn im Herz keine Lebenskraft ist? Ihr müsst wissen, für was ihr euch entscheiden müsst. Das sollte euch Sahaja Yoga ermöglichen. Darin besteht das Wachstum. Dann werdet ihr weder Mutter noch sonst wen um etwas bitten.

So solltet ihr euch entwickeln: ‚Ich sollte wissen was ich mache. Ich sollte wissen was richtig ist und wie ich etwas korrigieren kann. Ich sollte wissen, dass das der Spirit ist und nicht das Ego. Dann existiert kein Ego mehr und auch kein Superego. Dann führt euch der Spirit. Seht euch die realisierten Kinder an. Sie stellen solche Fragen nicht. Sie wissen, wer ein Narr ist und wer dumm ist. Sie wissen, wer total blockiert ist. Sie wissen, wen sie zum Schweigen bringen und mit wem sie streiten müssen. Sie sympathisieren nicht mit Menschen, die vollkommen blockiert sind. Sie beobachten nur und wenn jemand kommt, dann sagen sie zu Mir: ‚Mutter, dieser Kerl ist blockiert. Das ist alles. Sie bezeugen es einfach. Aber sie hassen deswegen niemanden und lassen sich deswegen auch nicht beunruhigen. Wenn jemand mit einem ganz bösen Baddha kommt, sagen sie einfach: ‚Es wäre besser, Sie gehen wieder’, ohne dieser Person irgendwie böse zu sein.

Wenn ihr erst einmal auf dem Gipfel des Hügels steht, dann müsst ihr euch wegen des Verkehrs keine Sorgen mehr machen. Aber jetzt seid ihr noch nicht am Gipfel und deshalb macht ihr euch Sorgen. ‚Ich klettere hinauf und falle wieder herunter. Dann klettere ich wieder hinauf und falle wieder herunter.’ Das ist alles nur ein Mythos, ein mentaler Schatten in eurem Kopf. Tatsächlich seid ihr bereits am Gipfel des Hügels. Aber ihr habt das noch nicht behauptet, ihr habt es noch nicht geltend gemacht.

Gott ist jener, der sich erfreut. Diese Art von Freude könnt ihr nur empfinden, wenn ihr euch an Gott erfreut und die größte Freude ist, wenn ihr spürt, was Gott für euch geschaffen hat. Welch schönes Leben Er euch mit diesem menschlichen Bewusstsein geschenkt hat. Dadurch könnt ihr vielleicht ermessen, wie sehr Er euch liebt und wie viel Er für euch getan hat. Er hat euch auf diese Bewusstseinsebene gebracht. Was Er euch gegeben hat, könnt ihr an andere weitergeben und sie damit glücklich machen. Wenn ihr so denkt, werden sich beide Seiten sofort konsolidieren und ihr werdet mit göttlichen Vibrationen erfüllt werden.

Shri Mataji spricht in Hindi weiter. Eine Übersetzung dieser Ratschläge Shri Matajis am 11.03.1981 in New Delhi ist in englischer Sprache im ‚Nirmala Yoga Vol. 3’ (Mai/Juji 81) erschienen.

Wenn ihr schon auf dem Thron sitzt, solltet ihr wie ein König sein. Aber anstelle dessen sitzt ihr auf dem Thron und weint und flennt! Was soll man mit solchen Narren machen? Ihr seid Könige und solltet euren fünf Sinnesorganen befehlen und ihnen klar machen, dass ihr sie zwar toleriert, aber dass sie sich jetzt benehmen sollen. Wenn ihr euch selbst den Befehl dazu erteilt, bringt ihr euch unter Kontrolle und nur dann seid ihr ein guter Sahaja Yogi geworden.

Ansonsten wird sich eure Aufmerksamkeit verselbstständigen und ihr werdet mir folgendes sagen: “ Mutter, ich versuche meine Aufmerksamkeit in den Griff zu bekommen, aber ohne Erfolg!“ Was  versteht man eigentlich unter Aufmerksamkeit? Es handelt sich um eine lebende Kraft, die sich nur dorthin bewegen wird wo sie hin soll. Unsere Organe werden erweckt und wir werden diverse Dinge unterlassen und aufhören herumzuirren.

Trotz all dieser Dinge müssen wir uns nur eines klar sein: Haltet eure Herzen rein. Menschen, deren Herzen rein sind, haben nur ganz geringe Probleme. Damit meine ich aber nicht, nicht an schlechte Dinge zu denken. Ein reines Herz bedeutet Hingabe (Engagement). Ihr könnt in Sahaja Yoga nicht wachsen, wenn ihr kein Engagement zeigt oder wenn ihr glaubt, dass ihr etwas Besonderes seid. Es besteht keine Veranlassung für irgendjemand, etwas Besonderes oder besonders gelehrt zu sein. Ihr sagt: ‚Mutter, ich habe nichts gespürt. Ich habe keine Erfahrung gemacht.’ Das ist aber auf euer Problem zurückzuführen und nicht die Schuld von Sahaja Yoga. Manchmal reden die Leute, als hätten sie einen Vertrag abgeschlossen oder Mir Geld dafür bezahlt. ‚Mutter, wir kommen schon sehr lange zu Dir.’ Es ist egal, wie lange ihr schon kommt. Es kann sein, dass ihr kommt, bis ihr alt geworden seid und es trotzdem noch nicht bekommen habt. Wenn ihr es noch nicht bekommen habt zeigt das, dass es euch an etwas mangelt. In dem Augenblick, in dem ihr euch von eurem Selbst trennt, werdet ihr euren Fehler sofort merken. Ihr werdet euch fühlen, als wärt ihr ein König, der auf seinem Thron sitzt. Wenn ihr feststellt, dass eure Untertanen Unruhe hervorrufen, dann befehlt ihnen, dass sie ruhig sein sollen und das nicht tun dürfen. Aber ihr dürft nicht versuchen, sie zu überreden! Nur jener ist wirklich kraftvoll, der sich selbst vollkommen unter Kontrolle hat.

Sehen wir uns beispielsweise an, wie die Menschen sprechen. Sie vergessen, zu wem sie sprechen, sogar wenn sie zu Mir sprechen. Es ist wirklich überraschend, was sie so sagen. Sie verstehen überhaupt nicht, was sie sagen sollen und was sie nicht sagen sollen. Wir müssen auch unsere Zunge kontrollieren. All das ist nur möglich, wenn ihr euch in der 3. Person seht und beobachtet. Ihr müsst sehr vorsichtig damit sein, was ihr sagt und zusehen, dass alles in Ordnung ist. Allmählich werdet ihr neue Gewohnheiten formen, neue Manieren entwickeln. Ihr werdet neue Entscheidungen treffen und dann werdet ihr in der Lage sein, euch in der 3. Person selbst Befehle zu erteilen. Eine realisierte Person spricht immer in der 3. Person und niemals in der ersten. Er sagt zu sich selbst: ‚Bitte, geh dort hin und setz dich!’ Kinder sprechen gewöhnlich in der dritten Person und sagen z.B.: ‚Nirmala will jetzt nicht gehen. Sie will noch hierbleiben.’ Sahaja Yogis sollten auch auf diese Art und Weise sprechen und dann werdet ihr euch allmählich von euch trennen (3. Person). Gebt eure Wünsche und materialistischen Ideen und sonstigen Vorstellungen, wie z.B. Machterwerb usw. auf. Macht euch Gedanken, was ihr für Sahaja Yoga tun könnt.

Das Engagement ist in Indien ziemlich gering ausgeprägt. Im Westen ist es wesentlich stärker. Dort bitten sie Mich nie, dass Ich ihre Verwandten heilen soll. Sie erzählen Mir auch nie über ihre materiellen Schwierigkeiten und Probleme. Bis auf jene armen Seelen, die aufgrund ihrer Mängel sehr lange brauchen, bekommt ihr die Selbstverwirklichung sehr schnell.

Ihr bekommt die Selbstverwirklichung sehr schnell, dafür ist eure Wertschätzung dafür nicht sehr groß. Andere bekommen erst später, aber dafür ist ihre Wertschätzung dafür groß. Sie kennen ihren Wert. Man sieht es in ihren Augen und ihrer Konzentration. Sie hören Mir sehr aufmerksam zu, auch wenn Ich in Hindi spreche. Obwohl sie die Sprache nicht verstehen, ist ihre Aufmerksamkeit vollständig auf den Vibrationen. Sie achten darauf, wie sich die Vibrationen auf den Handflächen anfühlen und was genau passiert usw. Sie haben jetzt ihr gesamtes Leben Sahaja Yoga gewidmet. Sie hatten nie gedacht, dass sie das einmal auf diese Art und Weise umsetzen. Aber nur so könnt ihr wirklich tiefer gehen.

Ihr müsst verstehen, dass ihr nur wachsen könnt, wenn ihr euer Leben vollkommen Sahaja Yoga widmet. Ihr werdet dadurch auch nichts anderes verlieren, vielmehr bekommt ihr daraus mehr Wohlergehen. Ihr solltet euer gesamtes Leben und jeden Augenblick Sahaja Yoga widmen. Damit meine Ich, dass ihr spontan leben sollt. Woher kommt diese Spontanität? Sie kommt von der lebendigen Kraft, die immer in euch ist. Ihr solltet an nichts anderes denken.

Sonst könnt ihr euch auch nicht wirklich daran erfreuen, weil nur Gott derjenige ist, der sich erfreut. Wenn ihr das Gefühl hat, dass ihr euch erfreut, liegt das an eurer falschen Vorstellung. Gott ist der, der sich an allem erfreut und Er alleine ist der Schöpfer. Ihr befindet euch dazwischen. Ihr gleicht Rohren. Wenn ihr euch überhaupt an etwas erfreuen könnt, dann ist die unendliche Liebe Gottes dafür verantwortlich, die Er für euch empfindet. Mit dieser Wahrheit könnt ihr immerzu in der Seligkeit verweilen. Es gibt nichts anderes, von dem ihr Freude beziehen könntet, was immer es auch ist. Er ist der sich Erfreuende. Heute könnt ihr alles bekommen, was ihr wollt, aber es wird euch nicht glücklich machen. Morgen wollt ihr dann vielleicht etwas anderes, aber auch dadurch werdet ihr nicht glücklich und so werdet ihr durch weltliche Dinge niemals glücklich werden.

Paramatma ist der, der sich erfreut. Wir sollten uns an dem Gott erfreuen, der sich an allem erfreut. Wenn wir uns an Ihm erfreuen, was braucht es dann noch? Wir sollten uns an Seiner Seligkeit erfreuen. Was ist Gottes Schöpfung? Welch wunderbare Welt hat Er erschaffen? Wie viele Dinge hat Er uns gegeben? Jetzt sind wir Sahaja Yogis geworden, Gott hat uns diese Shakti gegeben und jetzt können wir unser Atma erkennen, wir können den Spirit in anderen erkennen. Welch unendliche Gnade hat uns Gott gewährt. Mit diesen Gedanken sollten wir in unserer inneren Freude wachsen. Wenn ihr euch auf diese Weise an Gott erfreut, dann werdet ihr feststellen, dass euer Herz wächst und schließlich werdet ihr spüren, dass es die gesamte Schöpfung einschließt.

Die heutige Botschaft lautet: Beginnt damit, euch am Paramatma zu erfreuen. Lasst alles andere für euch unbedeutend werden. Ihr solltet diese Freude überall spüren. Freut euch über alles, was euch Gott gegeben hat. Dann werdet ihr feststellen, dass sich eure Aufmerksamkeit stabilisiert hat und auf diese Weise werdet ihr in Sahaja Yoga Fortschritte machen.

Ihr solltet das in jeder Minute eures Lebens würdigen. ‚Ich habe das bekommen und ich habe diesen Segen erhalten usw.’ Sonst werden eure Beschwerden niemals aufhören und eure Aggression auch nicht.