Öffentliches Programm

Royal Exhibition Building, Melbourne (Australia)

1981-04-06 The innate nature of God, Melbourne, Australia, DP-RAW, 78' Download subtitles: ENView subtitles:
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06.04.1981 – Öffentliches Programm in Sydney (Public Talk 2)

[…] Das Vishuddhi Chakra befindet sich in der Wirbelsäule auf Höhe des Halses. Es veranlasste den Menschen sein Haupt zu heben, sich aufzurichten, und das unterscheidet ihn von den Tieren. Diese Aufrichtung ermöglichte es dem Menschen eine neue Bewusstseinsdimension zu erreichen und ein ‚Ego‘ zu entwickeln. Bei den Vorfahren der Menschen war das Gehirn noch flacher und sie besaßen nur Superego. Tiere, wie z.B. Hunde oder Pferde besitzen nur Superego. Ich hoffe, ihr könnt das verstehen. Als ihr Menschen wurdet, wurde ein verdrilltes Sperrsystem in Gang gesetzt, durch das ihr eure ‚Handlungskraft‘ weiterentwickeln konntet. Tiere wissen beispielsweise nicht, wie man aus Holz einen Sessel herstellen kann. Sie können solche Handlungen nicht ausführen, höchstens einen von euch hergestellten Sessel herbringen und hinstellen, damit ihr euch setzen könnt. Tiere können solche Dinge nicht für sich selbst herstellen. Sie können höchstens ein kleines Nest oder ähnliches für sich selbst flechten. Ihr könnt jedoch durch eure ‚Tatkraft‘ die Materie überwinden und große Höhen erreichen, indem ihr die fünf Elemente meistert und sie als Kräfte nutzt. Z.B. als Elektrizität, Magnetismus, Klang usw. Wenn Tiere mit Menschen in Kontakt kommen, können auch sie besondere Konditionierungen entwickeln, so weit es ihre Beziehung zum Menschen betrifft, aber sie können ihre Fähigkeiten in Bezug auf die Materie nicht so hoch entwickeln wie der Mensch. Diese Fähigkeit der physischen Handlungskraft bringt ein Nebenprodukt hervor, das wir als Ego bezeichnen.

Das ist der Beginn der Entwicklung zum Menschen. Das zweite, was damit einhergehend passiert, ist die Fähigkeit zu denken. Tiere denken nicht an die Zukunft, sie haben keine Versicherungen. Tiere machen sich deswegen keine Sorgen. Bevor sie sterben machen sie sich keine Gedanken darüber, was mit ihren Enkelkindern passiert, oder welchen Teil ihres Hauses sie welchen Enkeln vererben sollten. Sie machen über solche Dinge keine Gedanken und haben auch noch kein vergleichbares Gefühl für Besitz, wie es bei Menschen ausgeprägt ist. Unser Ego entwickelt sich also erst, wenn wir beginnen, an die Zukunft zu denken oder wenn wir unseren physischen Körper benutzen um etwas herzustellen oder jemanden zu attackieren.

Nehmen wir an ein Tiger reißt eine Kuh und trägt sie für seine Familie in seinen Unterschlupf. Er bekommt deswegen kein Ego, wie das bei den Menschen der Fall wäre. Wenn Menschen 500 Dollar verdienen werden sie gleich egoistisch und denken, dass sie viel Geld verdient haben und dass sie viel dafür gearbeitet haben. Dann leiten sie daraus ab, dass sie das Recht haben, ihre Frau zu dominieren oder umgekehrt. Ein Tier denkt nicht, dass es das Recht hat zu dominieren. Alles was es tut, ist in der Natur seiner eigenen Persönlichkeit angelegt. Ein Tier denkt nicht, dass es etwas Bestimmtes tun muss, oder dass es selbst sehr wichtig ist. Tiere haben kein Ego in dieser Art. Ein Tier denkt nicht über das Karma nach und dass es dafür bezahlen muss, weil es etwas falsch gemacht hat. ‚Oh, ich habe eine Kuh getötet! Das ist eine Sünde und jetzt muss ich zu einem Brahmanen gehen und einen Haufen Geld als Buße bezahlen.’ Solche Ideen kommen Tieren nicht in den Sinn, weil sie diese Bewusstseinsdimension nicht nützen. Diese Dimension des Karmas entsteht erst infolge dieser beiden neuen Schöpfungen (Ego/Superego) im Menschen. Ihr spürt erst aufgrund eures Ego’s, dass ihr ein gutes oder schlechtes Karma verursacht habt. Ohne Ego hättet ihr das nicht wahrnehmen können. Diese beiden Dinge (Ego u. Superego) beginnen hier, ihr könnt es ganz klar sehen. Es sollte hier beginnen, aber es wird hier herunter gedrückt – aber eigentlich beginnen sie schon von hier aus zu agieren. Wenn sich das Ego und Superego in eurem Kopf entfalten, entwickelt euer Gehirn die Form eines Prismas. Dadurch kommt es zu einem neuen Problem, da der Großteil aller Energie, die auf dieses Gehirn auftrifft, gemäß den Gesetzen des Kräfteparallelogramms nach außen abgelenkt wird. Ich habe jetzt keine Zeit euch das genau zu erläutern. Aber das bewirkt, die eure Aufmerksamkeit die ganze Zeit im Außen ist.

Normalerweise könnt immer nur im Außen etwas tun und ihr könnt eure Aufmerksamkeit nicht nach innen lenken. Angenommen Ich sage, dass ihr eure Aufmerksamkeit nach innen lenken sollt, weil ihr nach innen gehen müsst, dann könnt ihr das nicht. Eure Aufmerksamkeit ist immer außen: ‚Ich muss das tun. Ich muss dorthin gehen. Ich muss das bekommen’, aber ihr könnt euere Aufmerksamkeit nicht nach innen lenken. Dazu muss in euch etwas passieren. Angenommen jemand fällt zu Boden, dann wird eure Aufmerksamkeit sofort dorthin gehen. Genauso ist es, wenn in euch die Kundalini erweckt wird. Dann geht eure Aufmerksamkeit automatisch in diesen (inneren) Bereich und ihr könnt die Erweckung spüren. Das geht sehr schnell und dauert nur den Bruchteil einer Sekunde. Manchmal bekommt ihr es nicht einmal mit und dann spürt ihr vielleicht nur die kühle Brise. […]

[…] Der Name ‚Christus‘ lässt sich vom Namen ‚Krishna‘ ableiten. ‘Krish’ steht in Indien für Landwirtschaft und der Name Krishna kommt vom Wort ‘Krishi’, das ebenfalls Landwirtschaft bedeutet. Landwirtschaft meint diesbezüglich jemand, der säht. Sie haben beide Samen gesät. Sie haben Ihre Samen auf die Felder ausgebracht. Shri Krishna hat also den Samen gesät. In der Bhagavad Gita wird eine weitere sehr interessante Sache beschrieben, die sehr verwirrend zu sein scheint. Es sollte klar sein, dass Shri Krishna die Gita nicht geschrieben hat. Das Buch wurde auch von keinem geborenen Brahmanen geschrieben, sondern vom unehelichen Sohn einer Fischerin. Aber wie kann so jemand ein solches Buch schreiben, wenn er nicht einmal als Brahmane geboren wurde? (Anm.: Shri Mataji bezieht sich auf das indische Kastensystem und das Geburtsrecht). Wenn es da heißt, dass man als Brahmane geboren werden muss, ist damit gemeint, dass man von seiner Anlage her die Neigung hat, Gott zu suchen. So gesehen seid ihr alle Brahmanen, ihr seid alle Sucher, ihr sucht Gott! Alle die Gott suchen, sind Brahmanen und alle die Macht anstreben sind Kshatriyas (Anm.: Kaste der Könige, Krieger, Politiker). Jene, die danach streben, Vermögen anzuhäufen sind Vaishyas. Es kommt also auf die innere Neigung an. Aber die Hindus haben wie alle anderen auch, all diese Philosophien durcheinander gebracht. Gemäß den Hindus ist man Brahmane, wenn man in einer Brahmanenfamilie geboren wird, auch wenn man der größte Gauner der gesamten Welt ist. Gleichzeitig gilt man nichts, wenn man nicht in einer Brahmanenfamilie geboren wurde, auch wenn man eine hoch entwickelte Persönlichkeit ist. Das indische Kastensystem ist eine entsetzliche Sache, die keine Begründung in den Heiligen Schriften findet. In den Heiligen Schriften steht, dass in jedem Menschen der Spirit residiert – aber warum haben sie dann ein Kastensystem? Auch wenn man die geforderten Eigenschaften und Neigungen aufweist, finden sie immer irgendetwas, um diese Tatsache zu übergehen. In der Gita steht, dass in jedem Menschen der Spirit residiert. Man muss jedoch wissen, dass sich Shri Krishna bei dieser Aussage nur auf Menschen und nicht auf Teufel (Rakshasas) bezieht. Shri Krishna hat während seiner Lebenszeit auf der Erde sehr viele Teufel getötet. Eine Seiner Kräfte war ‚Somharaka‘ (? Wort unklar), das bedeutet ‘töten’. Er hat so viele Teufel getötet, daher muss es auch Teufel geben. Warum hat er das getan, wenn in jedem ein Spirit residiert? Der Grund ist, dass die Teufel keinen Spirit in sich haben. Sie sind einfach nur Teufel. Angenommen Hitler würde hierher kommen und um seine Selbstverwirklichung bitten. Glaubt ihr wirklich, er könnte und sollte sie bekommen? Für ihn wäre es besser, wenn er für alle weiteren Leben rigoros in der Hölle inhaftiert bleiben würde.

Frage aus dem Publikum: ‚Warum können Sie sich so sicher sein, dass Hitler nicht Shri Krishna war, der Teufel vertrieben hat?

Shri Mataji: Um das zu verstehen, müssen Sie ihre Selbstverwirklichung bekommen. Das ist der Grund. Die Sicherheit darüber bekommen Sie nur, wenn Sie das Absolute werden. In ihrem jetzigen Bewusstseinszustand können Sie nicht sicher sein. Wenn Sie ihre Selbstverwirklichung bekommen, werden Sie die Vibrationen spüren können und mit Hilfe dieser Vibrationen können Sie dann herausfinden was wahr ist und was nicht wahr ist. Sie glauben vielleicht, dass das alles nur ein Märchen ist, aber Ich kann Ihnen ein Beispiel erzählen. Bei einem Meiner ersten Programme (in Indien) waren einige Brahmanen anwesend. Ich wusste nicht, dass sie mit dem Organisator des Programms einen Streit gehabt hatten. Sie wollten das Programm verhindern, weil Ich nicht aus einer Brahmanen-Familie stamme. Beim Programm sagte Ich dann: ‚Alle die Brahmanen sind oder denken, dass sie Brahmanen sind, sollen sich in die erste Reihe setzen.‘ Darauf standen fünf oder sechs von ihnen auf und kamen nach vorne. Sie schritten daher, als wären sie Ringkämpfer und waren sehr arrogant. Ich sagte: ‚In Ordnung, setzen Sie sich bitte und strecken Sie ihre Hände mit den Handflächen nach oben in Meine Richtung.‘ Ihre Hände begannen sofort zu zittern. Sie waren etwas erschrocken und Ich fragte: ‚Warum zittern Sie?‘ Sie antworteten: ‚Weil wir Brahmanen sind und weil Sie die Shakti (Kraft) sind. Darum zittern wir.‘ Ich sagte: ‚Ist Ihnen aufgefallen, dass neben Ihnen noch ein paar Personen zittern?‘ ‚Ja, ja, auch sie zittern, vielleicht sind sie auch Brahmanen.‘ Ich forderte die Brahmanen auf, zu fragen was das für Leute seien und man sagte ihnen, dass sie aus der Irrenanstalt kommen. Diese beiden Gruppen waren die einzigen Leute im Saal die zitterten. Ich sagte: ‚Wenn Sie glauben, dass Sie Brahmanen sind, dann können man relativ gesehen sagen, dass sie auch verrückt sind.‘ Wenn man glaubt, dass Hitler auch etwas Gutes an sich hatte, dann ist das ein typisches Zeichen für eine Ausflucht. Sie glauben, dass letztendlich immer alles wieder in Ordnung kommt – aber genauso geht man dem Teufel am besten auf den Leim. Das ist das Problem der Menschen. Das sie nie an jemanden zweifeln. […]

[…] Es liegt wirklich an euch, ob ihr die Selbstverwirklichung bekommt oder nicht. Ihr müsst sie nur ehrlich annehmen. Das Vishuddhi Chakra ist sehr wichtig, auch weil es 16 Sub-Plexus hat. Shri Krishna kontrolliert z.B. Ohren, Nase und Hals usw. Von diesem Energiezentrum gibt es auch eine linke und eine rechte Seite. Ich muss darüber sprechen, weil im Westen die meisten Menschen an einer Blockade des linken Vishuddhis leiden. Einer der Gründe dafür könnte das Rauchen sein, obwohl durch das Rauchen zuerst das rechte Vishuddhi stärker angegriffen wird. Nach einiger Zeit greift es dann aber auch das linke Vishuddhi an. Wichtiger ist aber, dass die Menschen die Gewohnheit entwickelt haben, sich für alles Mögliche schuldig zu fühlen. Vielleicht ist das auf eure Erziehung zurückzuführen, weil ihr immer angehalten wurdet den Teppich nicht schmutzig zu machen, und dies und das nicht zu beschmutzen und das nicht zu tun. Vielleicht hängt es auch mit eurer kirchlichen Konfession zusammen. Ich weiß nicht genau, was daran schuld ist. Setzt euch einfach einmal hin und denkt über euch nach und kritisiert und analysiert euch selbst, dann kommen vielleicht Gedanken wie: ‚Oh, ich hätte das nicht tun sollen; und das hätte ich auch nicht machen sollen.‘ Für egoistische Menschen ist das eine gute Möglichkeit auszuweichen. Sie sind egoistisch, dominieren andere und dann sitzen sie da und heulen in ihr linkes Vishuddhi. Die Blockade im linken Vishuddhi ist eine gefährliche Sache und kann zu den ärgsten Problemen führen. Wenn man z.B. irgendwo im Körper ein unkontrolliertes Zellwachstum (Karzinom) und gleichzeitig eine Blockade im linken Vishuddhi hat, ist eine Heilung nur sehr schwer möglich. Der Grund dafür ist, dass die Kundalini das Vishuddhi Chakra durchdringen muss und der Zustand des Vishuddhi Chakras auf der linken und rechten Seite für den Abbau karzinomer Spannungen von großer Bedeutung ist. Das Ganze ist ein großes Drama, aber ihr solltet nicht die Gewohnheit haben, euch in Schuldgefühlen zu verlieren oder wie Lord Byron irgendwelche Tragödien zu studieren oder aus dem Ganzen eine Tragödie zu machen. Was soll an euch so tragisch sein? Was stimmt mit euch nicht? Ihr seid doch reich, habt alles und trotzdem zieht ihr es vor zu weinen und zu heulen? Warum seid ihr immerzu in dieser weinerlichen Stimmung? Gott hat euch doch so viel gegeben. Habt ihr je versucht, all eure Segnungen zu aufzuzählen? Wie viele Segnungen habt ihr schon erhalten. In Australien seid ihr doch ganz besonders gesegnet. Aber ihr wollt lieber zeigen, dass ihr nicht gut drauf seid. Am schlimmsten sind diesbezüglich die Franzosen. Als Ich einmal nach Frankreich reiste, sagten man Mir: ‚Mutter, Ihr solltet hier niemals sagen, dass Ihr glücklich seid, weil sonst glauben sie, dass Ihr nicht einfühlsam seid. Ich sagte: ‚Wirklich?‘ […]