Shri Ganesha Puja

(Switzerland)

1982-08-22 Ganesha Puja Talk: Innocence & Joy, Troinex, Switzerland, DP, 112' Download subtitles: BG,CS,DE,EL,EN,ES,FI,FR,IT,LT,NL,PL,PT,RO,RU,ZH-HANS,ZH-HANTView subtitles:
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Shri Ganesha Puja. Troinex, (Geneva, Switzerland), 22 August 1982.

Gut.

Zuerst möchte Ich euch die Bedeutung der Puja erklären. Es gibt zwei Aspekte: Ein Aspekt ist, dass ihr eure eigenen Deitäten in euch habt, Und diese Deitäten müssen in euch erweckt werden. Deitäten sind unterschiedliche Aspekte des einen Gottes. Einerseits haben wir also die Deitäten, das bedeutet die Aspekte Gottes, die immer erweckt sind. Andererseits habt ihr eure eigenen Deitäten, die manchmal erweckt sind, manchmal halb erweckt, manchmal schlafend und manchmal leidend. Es geht also um zweierlei: einerseits das Wohlgefallen der göttlichen Deitäten zu erlangen und sie um Segen zu bitten für die eigenen Deitäten oder sie darum zu bitten, die eigenen Deitäten zu erwecken. Wenn ihr eine Puja darbringt, wenn ihr also etwas habt, das ihr anbieten könnt, irgendetwas, sagen wir z.B. Blumen, wenn ihr Gott Blumen anbieten möchtet, müsst ihr nichts dazu sagen, sondern könnt es einfach anbieten: „Das ist für Dich!“ Etwas darbieten – das versteht ein jeder, man benötigt nicht mal eine Zunge dafür. Selbst ein Blinder, der etwas darbieten möchte, kann es ganz einfach übergeben.

Die Geste reicht aus, um jeden zu überzeugen, dass er etwas anbietet. Es ist nicht nötig, darüber zu sprechen. Wenn ihr Gott also eine Blume anbietet, auch wenn ihr kein Mantra dazu sagt, ist das eine Darbringung, eine Gabe. Ob es allerdings angenommen wird oder nicht – das steht noch aus. Wenn ihr aber eine realisierte Seele seid und etwas anbietet, so ist das annehmbar für Gott, selbst wenn ihr nichts dazu sagt. Was bekommt ihr nun aber dafür? Wenn ihr, nach eurer Realisation, Gott etwas anbietet, akzeptiert Er, denn es kommt von einer realisierten Seele: Er nimmt es an. Wie aber erreichen wir es, dass Gott uns segnet, wenn wir ihm eine Blume darbringen? Nun, wenn ihr nichts dazu sagt, wenn ihr einfach die Blume anbietet, mag es sein, dass ihr belohnt werdet mit vielen Blumen in eurem Leben. Oder im Fall, dass ihr etwas Materielles anbietet, erhaltet ihr materielle Segnungen.

Wenn ihr aber subtiler seid und etwas sagt zu eurer Gabe, in aller Bescheidenheit sagt: „Ich wäre glücklich, wenn Du das annehmen würdest!“ dann wird auch das Ergebnis subtiler sein, es wird größer sein und vielleicht viel tiefer. Es gibt symbolische Gesten, die die Essenz, das Wesentliche einer Sache repräsentieren, wie Blumen z.B., die das Wesen der Mutter Erde verkörpern. Es ist wichtig, über die symbolische Bedeutung von Gaben, die wir Gott anbieten können, zu meditieren, sie herauszufinden. Wir benutzen fünf Dinge, die Panchamruta genannt werden, so wie sie hier sind. Wenn ihr das Prinzip, das Wesentliche, trefft, dann trefft ihr das Ganze, denn das spirituelle Wohl ist das vollkommene Wohl. Es geht nicht nur um euer materielles Wohlbefinden, oder euer physisches Wohlbefinden, oder euer emotionales Wohlbefinden, oder euer mentales Wohl, es geht darum, dass ihr völlig, gänzlich ausbalanciert seid. Wenn ihr etwas anderes anbietet, etwas, das ihr Akshadas nennt; wir nennen es – wie nennt ihr es? Kurkuma, Reis mit Kurkuma – dieses gelbe Gewürz. Wenn ihr das anbietet, die gelbe Farbe, wie ihr wisst, ist ja die Farbe des Swadishthana Chakra.

Und Reis wird von allen Göttern hoch geschätzt. Es gibt einen Trick dabei, einen menschlichen Trick. Die Götter lieben das. Also mischt man Kurkuma darunter, was bedeutet: „Wir bieten Dir Reis an, der gelb gefärbt ist!“ – was heißt: „Bitte segne uns mit Kreativität!“ Wenn ihr es esst, wird noch mehr Kreativität fließen, und wir empfangen den Segen der Deitäten – das ist der Trick. Alles bei der Puja ist ein Trick heiliger Menschen, um Gott dazu zu bringen, Seinen Segen zu vermehren! Aber Gott liebt nur das, was Glück bringend und heilig ist. Letztlich ist es Ausdruck der Heiligkeit heiliger Menschen und der Schlichtheit ihrer Herzen. Eine Puja kann nicht dargebracht werden von jemandem, der nicht realisiert ist.

Wer predigt, muss eine realisierte Seele sein, wer die Gebetsrituale einhält, muss eine realisierte Seele sein, wer betet, muss eine realisierte Seele sein. Auch alle Gegenstände, die benutzt werden, müssen in Ehren gehalten werden, es sind geheiligte Gegenstände, Dinge, die besonders geachtet werden müssen. Man kann nicht irgendetwas benutzen, man kann nicht Gegenstände aus dem eigenen Bad für eine Puja benutzen, das ist unmöglich. Drei Dinge sind sehr wichtig: Eine Ghatah, das heißt ein Gefäß, ein Gefäß, das die Kundalini enthält, ein Gefäß mit unserem ureigenen Wunsch, zu Gott zu gelangen. Diesem Wunsch muss als erstes gehuldigt werden. Das ist die Ghatah, sie wird hier gemacht. Sie wird auch als Shripala bezeichnet. Shripala bedeutet, dass es auch Wasser enthält. Dies Kokosnuss hier repräsentiert das, repräsentiert dasselbe. In seiner subtileren Form ist es das Wasser aller Flüsse der Welt.

Und die Kokosnuss ist das Wasser aller Ozeane. Das Wasser aus dem Ozean oder dem Meer steigt auf im Stamm der Kokosnusspalme und wird zu Süßwasser in der Kokosnuss. Es ist ein Symbol. Dieses Gefäß hier wird Ghatah-Puja genannt, das ist die Ghatah-Puja. Ich möchte nicht weiter ins Detail gehen heute, denn wir müssen über Ganesha sprechen. Das gleiche ist – das ist Wasser. Weiter müssen wir verehren: Mantra and Shankar, denn die beiden repräsentieren den Klang, die Muschel. Eigentlich repräsentiert Shankar den Äther. Dann haben wir noch die Deepa, welche Bedeutung hat sie? Sie ist das Licht, sie repräsentiert das Lichtelement, Tejas genannt.

Normalerweise gibt man der Göttin auch einen Fächer, er repräsentiert das Luftelement. Auf diese Weise werden alle fünf Elemente geweiht, bevor man sie benutzt. Diese Elemente oder die Grundessenz dieser fünf Elemente sollten verehrt werden, sie sollten die Puja unterstützen. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Dinge, wie Familiengottheiten, Deitäten, die ihr vielleicht in eurer Familie verehrt. Sie sollten die Puja nicht stören, oder vielleicht Ahnen, die bereits verstorben sind. Alle sollten beruhigt werden, man sollte ihnen sagen, dass jetzt eine Puja stattfindet und dass jetzt nicht die Zeit ist für Störungen. Selbst die Gedanken sollten ruhen, ihre Gedanken oder andere Störfaktoren. Alles muss zuerst friedlich sein. Dies ist nur ein Aspekt, den ich kurz umrissen habe, denn es würde sonst sehr lange dauern. Wenn ich ausführlich darüber sprechen wollte, wären mindestens drei Male dafür nötig, und sogar in drei Stunden jedes Mal ist vielleicht immer noch nicht alles gesagt.

Jetzt kommen wir zum zweiten Aspekt, zur Frage, die Ich euch gestellt habe: Wie könnt ihr davon profitieren? Abgesehen von der Technik, um die segensreichste Wirkung zu erzielen, den größten Strom von Gnade in uns, sagen wir Mantren. Der Klang, der Klang des Mantren hallt wider im Wesen Gottes. Und dieses Echo wird zurückgeworfen auf unsere Chakren, und die Chakren öffnen sich weiter. Auf diese Weise empfangen wir die Gnade des Göttlichen. Aber nur realisierte Seelen sollten Mantren singen: Denn wie wollt ihr Gott erreichen, ohne verbunden zu sein? Man dreht sich im Kreis! Manch einer mag sagen: „Mutter, man kann die Realisation nicht bekommen ohne die Gnade Gottes und die Chakren eines Menschen werden sich nicht öffnen, wenn er keine realisierte Seele ist, und ohne Öffnung der Chakren ist Realisation unmöglich.“ Genau hier setzt das Spiel der Mutter ein und das aller Heiligen, wie ihr es seid. Ich würde sage, dass die Sahaja Yogis einen Weg aus diesem Dilemma finden müssen.

Ihr selbst müsst die Kundalini erwecken. Sobald ihr die Kundalini erweckt, öffnet die Kundalini die Chakren ein wenig, weil ihr eure Vibrationen auf die Chakren gegeben habt. Sobald Sie erkennt, dass ein Sahaja Yogi hinter dem Suchenden steht, steigt Sie auf. Sie weiß, dass ihr Brüder und Schwestern seid, dass ihr zur gleichen Familie gehört wie Sie. Sie kennt das Land, auf dem Sie wachsen soll. Sie kann es fühlen und dann steigt sie in aller Würde auf. Auf diese Weise löst Sie das Problem. Aus diesem Grund sprechen wir anfangs nicht über die Mantren, denn in den Mantren, müsst ihr Mich als Deität akzeptieren. In dieser Meiner Inkarnation ist das unumgänglich: Ihr müsst Mich erkennen, denn die Lage ist heikel, wir nennen es die Zeit der Auferstehung oder auch das Letzte Gericht. Am Anfang steht die Selbstverwirklichung ohne jegliche Erkenntnis.

Aber nicht für diejenigen, die Mich verleugnen oder beleidigen. Sie können die Realisation unter keinen Umständen erhalten, was auch immer sie versuchen mögen. Wenn jemand – selbst nach der Realisation – gegen mich geht, hören die Vibrationen auf zu fließen, wegen des Sahasrara. Und das Herz muss ganz und gar eins sein mit Mir, sonst ist das Sahasrara geschlossen. Einfache Menschen, mit weit offenen Herzen, solche Menschen verstehen Mich sehr gut. Sie nehmen Mich einfach in ihr Herz. Nach der Selbstverwirklichung, nachdem ein Verständnis für Sahaja Yoga entstanden ist, verstandesmäßig, verstehen Mich auch die Intellektuellen, und erkennen Mich, wenn auch über einen kleinen Umweg. Nach der Puja, wenn die Segnungen fließen, in dem glückseligen Zustand, den sie erreichen, erkennen auch sie die Bedeutung der Puja – im Nachhinein. In Indien, das Land aus dem die Puja traditionellerweise kommt und weitgehend gepflegt wurde, wird es auch ohne Verstand verstanden. Aber wenn ihr einen trefft, einen Intellektuellen, der zum Sahaja Yogi wurde, dann fällt das Verstehen nicht so leicht.

Sie wollen nichts davon hören, das ganze unnütze Gerede … Einige westlich Orientierte versuchen es, entwickeln einen Minderwertigkeitskomplex und gehen dann auf die linke Seite. Mentales Verständnis ist aber gar nicht notwendig, das viele Analysieren mit eurem Verstand, bis ihr dann alles versteht und dann zum Sahaja Yogi werdet mit offenem Herzen – ein ziemlicher Umweg! Aber was tun? Sie sind diesen Weg gegangen und müssen auf diesem Weg zurückkehren. Denn selbst wenn sie zu Sahaja Yogis werden, stellen sie alles in Frage und überdenken alles und machen sich Kopfzerbrechen. Falsche Menschen hypnotisieren sie einfach und ziehen ihren Vorteil daraus. Niemand sollte sich schlecht fühlen: Wenn ihr analysieren müsst, müsst ihr das halt tun, denn Ich kann eure Geschwindigkeit nicht stoppen. Ich werde euch nicht hypnotisieren. In Sahaja Yoga ist eure Freiheit zu respektieren. Aber wir erlauben es nicht, dass Leute zur Puja kommen, ohne dass sie ein bestimmtes Maß an Verständnis von Sahaja Yoga erreicht haben – von Menschen aus dem Westen, nicht in Indien.

Aber es gibt eine Einschränkung. In Indien, wenn wir nichts erklären, dann fragen sie auch nicht nach. Sie wissen, dass sie Vibrationen bekommen. Sie kennen Vibrationen, Ich muss ihnen nicht erklären: „Ihr werde mehr Vibrationen bekommen.“ Mit mehr Vibrationen wissen sie, dass Ich die Adi Shakti bin. Das genügt – ich brauche nichts zu erklären. So, wie ihr herausfindet, welcher Wein der beste ist, so können sie herausfinden, wer „echt“ ist. Sie haben ein Gespür dafür. Einmal in einer Puja waren es über sechstausend Menschen, die Meine Füße berührten. Also sagte ich: „In einer Puja, bitte brauchen die Leute meine Füße nicht zu berühren.“

Ich sagte es. Aber alle dachten, Dhumal hätte das vorgeschlagen, und sie fielen über ihn her: „Du willst nur all den Segen für Dich alleine haben von Mutters Füßen, und willst ihn uns nicht geben“, und gingen gegen ihn vor. Noch etwas: Im Westen bereitete Ich das Panchamruta nie mit Meinen Füßen, sondern mit Meinen Händen zu, denn dort würden die Menschen denken, dass das, was die Füße berührt haben, schmutzig ist und man das nicht zum Essen nimmt. Aber Meine Füße sind voller Energie und sie können nicht schmutzig sein. So, wie das Wasser des Ganges Vibrationen hat. Wenn Ihr Gangeswasser habt, werdet ihr sehen, dass es niemals beschmutzt wird. Im Gegenteil, alles was darin ist – denn es wurde nie irgendwie gereinigt – welcher Schmutz auch immer hineingelangt ist, er setzt sich ab und verursacht überhaupt keine Verunreinigung. Es ist ein sehr reines Wasser, immer vibriert. Wir müssen verstehen, dass alles was rein ist, was verantwortlich ist für Reinheit, was die Quelle von Reinheit ist, kann jede Unreinheit reinigen. Wie also könnte es unrein sein?

Aber die Fähigkeiten eures Gehirns sind so beschränkt! Ihr könnte euch nicht vorstellen, dass etwas einfach die Verkörperung von Reinheit ist. Wir sind jetzt also an einem Punkt angelangt, wo Ich über das Absolute sprechen sollte, das ist Shri Ganesha. Heute feiern wir Seine Puja. Es ist etwas Großartiges, dass wir diese Puja in Genf, in der Schweiz, feiern. Genf ist das rechte Herz, denke Ich. Auf eine Art ist es gegen das rechte Herz. Das Leben aller gleicht einer Tragödie, wie Rama und Ayodhya. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass wir hier Shri Ganesha verehren. Wie ihr wisst, ist Shri Ganesha die Verkörperung der Unschuld.

Die Farbe von Shri Ganesha ist rot oder orange. Denn ein Kind, als Fötus, sieht als erste Farbe das Orange der Innenhaut des Mutterleibs. Das ist das Blut. In Sahaja Yoga haben wir begriffen, dass jede Aktion eine Reaktion erzeugt. Die Farbe des ursprünglichen – wir können auch sagen – des Ur-Ganesha ist die Farbe des Tons, denn er wurde aus Erde, der Mutter Erde, gemacht. Als Gauri, die Mutter von Shri Ganesha, ihn erschuf, um Ihre Keuschheit zu beschützen während Sie badete, färbte Sie Ihn rot, so dass jeder sehen konnte, dass hier jemand saß, der Sie beschützte. Wenn ihr also als Fötus die rote Farbe um euch seht, dann absorbiert ihr das Rot und euer Ganesha färbt sich ein mit Rot auf die gleiche wunderschöne Art und Weise. Es ist also einfach eine Reaktion und es wirkt, erzeugt das Rot von Shri Ganesha, und wer die Farbe von Shri Ganesha hat, wird gefürchtet. Alle wissen, hier sitzt ein Ganesha, eine reine, keusche Persönlichkeit mit all dem Feuer von Shri Ganesha. Das Ganeshaprinzip in der Kindheit, also dann, wenn Kinder geboren werden, ist sehr zurückhaltend und abwehrend, wenn jemand die Unschuld berührt.

Im Kleinkindalter sind Kinder sich dessen oft gar nicht bewusst. Wenn sie aber älter werden, werden sie sich allmählich dessen bewusst und und sie mögen es gar nicht, ihre Kleider abzulegen in der Gegenwart von anderen. Sie werden sehr scheu in ihrer Unschuld. Ich meine scheu in dem Sinne, dass sie Nacktheit scheuen, sich nicht nackt zeigen wollen, damit ihre Unschuld nicht angegriffen wird. Wenn ihre Unschuld nicht angegriffen wurde, wenn sie rein sind, dann schließen sie die Augen, wenn sie eine nackte Frau sehen. Sie sehen eine nackte Frau oder einen nackten Mann nicht gern. Das ist eine angeborene Eigenschaft, ein intuitives Verständnis dafür, wie wichtig es ist, sich die eigene Unschuld zu bewahren. Was ist nun aber diese Unschuld in uns eigentlich? Was macht sie mit uns? Wie Ich euch schon gesagt habe: Sie gibt uns Weisheit.

Mit unserem Ego machen wir allerlei Dummheiten, so wie der Präsident, den Ich euch beschrieben habe, und so viele andere in diesem Alter und in einer ähnlich hohen Position. Es kommt daher, weil Ganesha völlig fehlt. Wir fuhren nach Brighton, wo es einen Strand gibt oder etwas ähnliches, wo man sich nackt zeigen kann. Meine Magd war dabei, sie ist unschuldig und konnte das überhaupt nicht verstehen. Sie fragte Mich: „Warum machen die denn so etwas?“ Aber es ist nun einfach so, dass man im Westen nur schwerlich einen wirklich weisen Menschen findet. Man kann sagen, dass diese Menschen sehr gebildet sind dass sie ein breit gefächertes Verständnis haben für die materielle Seite des Lebens und Ähnliches. Aber was die Weisheit angeht – Ich sage euch – man ist manchmal geschockt über ihr Verhalten. Ich kann oft einfach nicht verstehen, wo die Weisheit bleibt. Alle Weisheit hat sich in Sex verwandelt.

Sie denken immer an Sex, sie wollen alles herausfinden über all den Humbug von Sex. Wenn ihr anfangt, dauernd über Sex nachzudenken, dann wird eure Unschuld natürlich auf der Stelle zerstört, denn eure Intelligenz hat mit Sex nichts zu tun. Ich kann nicht verstehen, wie Sex in eure Köpfe kommt. Sex ist etwas völlig Spontanes. Könnt ihr ihn genießen, indem ihr darüber nachdenkt? Wie soll das gehen? Es ist, als würde man versuchen, durch Denken eine Blüte in eine Frucht zu verwandeln. Schlimmer noch ist es, wenn ihr zum Beispiel sagt: „Ich kann das!“ – natürlich denkt ihr niemals so, hoffe Ich, dass ihr eine Blüte in eine Frucht umwandeln könnt, Ich hoffe es! Manche Leute sagen vielleicht: „Ich kann es schaffen“, wie zum Beispiel „etwas von hier nach da umstellen – mit meiner Gedankenkraft“, oder Dinge materialisieren.

Ihr wisst, dass das möglich ist, ihr glaubt, dass das möglich ist, weil bestimmte Personen es getan haben. Aber als Sahaja Yogis wisst ihr auch, es geschieht durch Bhoots, durch tote Geister, sie tun es, denn sie wollen sich wichtig machen, indem sie euch helfen. Mit dem Sex ist es so ähnlich. Wenn ihr Sex haben wollt durch Gedankentätigkeit lockt ihr nur Bhoots an, das für euch zu tun. Wenn ihr mit mentaler Aktivität zu weit geht, kommt ihr in einen Bereich, wo ihr euch Bhoots einfangt. Sie sind manchmal verschlagen, manchmal lasterhaft, manchmal aggressiv – alle Arten fangt ihr euch ein und das Ergebnis ist, dass Sex entartet. So viele lasterhafte Menschen, finden Genugtuung darin, euch anzugreifen. So kommt es entweder zu sehr heftigen Sex, aber selbst man hundert Frauen vergewaltigt, bleibt man unbefriedigt, oder es kommt zur schlimmsten Form der Impotenz. Wie auch immer – zufrieden stellend ist es nie. Wenn derartige Menschen sterben, werden sie ihrerseits zu solchen Bhoots und warten auf einen Sexbesessenen, um sich auf ihn zu stürzen.

Unschuldige Menschen haben manchmal keinen Sex viele Jahre hindurch – selbst nach der Heirat, denn sie sind einfach unschuldig. Das gilt auch für sehr kindliche Menschen. Hier aber macht man eine Wissenschaft daraus, von Kindheit an – stellt euch das vor! Wofür soll das gut sein? Müssen Tiere von Kindheit an lernen was Sex ist? Sie haben auch Nachwuchs. (Hast du das gesagt?) Es geht nicht um mönchische Entsagung, das ist es nicht, was ich lehre. Als erstes ist Unschuld beschützend und rot, bis zu einem Alter von, sagen wir, fünfzig Jahren. Dann allmählich – wenn Menschen normal altern, nicht verdummen, sondern sich normal entwickeln – wird es orange nach dem fünfzigsten Lebensjahr.

Es wird orange. Wenn ihr heiratet verliert sich allmählich das Rot und wird nach und nach zu Orange. Die Zeit des abwehrenden Verhaltens ist vorbei. Vor der Heirat muss die Jungfräulichkeit geschützt werden, bis ihr auf die Person trefft, die ihr heiraten werdet. Die rote Farbe ist der Schutz eurer Jungfräulichkeit. Nachdem ihr verheiratet seid, wird der Schutz nicht mehr benötigt – jedoch nur gegenüber einer einzigen Person, und das ist euer Mann oder eure Frau. So könnt ihr euch normal entwickeln und wenn ihr das fünfzigste Lebensjahr erreicht, wird es orange – das heißt, ihr verliert das Interesse. Ihr wünscht euch keine weitere sexuelle Aktivität. Sie ist überflüssig geworden. Dann entwickelt ihr, man könnte es eine vollentwickelte Unschuld nennen, vergleichbar mit einem ordentlich gebrannten Tontopf.

Deshalb ist das Alter eine wirklich „goldene Zeit“, wo der Mensch die Weisheit besitzt, die sein ganzes Wesen durchleuchtet. Aber noch einmal: Warum brauchen wir Unschuld, warum ist Unschuld so wichtig? Weil ihr Verstandesmenschen seid, deshalb stellt ihr die Frage nach dem Warum? Unschuld ist der Weg, um anderen Freude zu bringen, sie entzündet den Funken der Freude. Spaß entsteht nur durch Unschuld, und Unschuld ist der einzige Weg, um wirklich Freude auszustrahlen. Stellt euch eine Welt ohne Freude vor, wie wäre das? Aber es herrscht rechte Verwirrung zwischen Freuden und Sinnesfreuden. Anfangs sind Sinnesfreuden sehr angenehm, aber sie enden meistens schrecklich. Aber Freude ist ein Schatz. An etwas Freudvolles erinnern wir uns ein Leben lang, man kann es weiter erzählen, und es ist eine Quelle weiterer Freude.

Yogi: Es gibt im Französischen kein Wort für „fun“! Denkt euch, Französisch ist die Sprache der Diplomatie – und es hat kein Wort für „fun“! Ich möchte euch ein einfaches Beispiel geben, wie diese Kinder aus allem etwas Freudvolles machen. Sie machen Spaß aus allem, seht ihr. Selbst wenn sie nur etwas sagen, machen sie etwas Spaßiges daraus. So wie neulich Meine jüngste Enkelin, Anupama. Sie ist noch nicht einmal sechs Jahre alt, sie stand auf und ging nach oben irgendwohin im Haus und plötzlich hörten wir einen dumpfen Schlag. Meine Tochter ist eine sehr besorgte Mutter und immer besorgt um das Wohlergehen ihrer Kinder. Spaß, ja? Sie konnte kaum laufen, so schwer sind ihre Beine von all den Sorgen und sie ging los um herauszufinden, was geschehen war.

Sie rief nach dem Kind und das Kind kam heruntergelaufen, völlig in Ordnung. Die Mutter schrie sie an: „Was ist passiert? War warst du? Warum bist du hochgegangen?“ Sie fing einfach an, sie anzuschreien. Das Kind schaute sie an, sehr verwundert, und wartete, bis sie aufhörte zu schreien. Dann sagte es ganz ruhig: „Ich bin nicht so weit von Riadh hierher gekommen, um zu sterben!“ Es gibt so vieles, was man aufschreiben sollte, es ist Freude, natürlicher Spaß, was Kinder aus allem machen. Auch heute haben wir so viele Kinder hier, es gäbe vieles, was man aufschreiben sollte, welch‘ wunderschöne Dinge sie tun mit diesem schalkhaften Funkeln in den Augen, mit dem sie Spaß machen aus allem. Spaß ist freudvoll, schenkt Freude.

Es ist nichts Einschmeichelndes daran, nichts Verletzendes oder Sadistisches, es ist wie ein Aufblühen. Yogi: Mutter, ist es möglich mit dem Übersetzen aufzuhören, denn es dauert sehr lange … … wir werden das Englisch am Schluss erklären. Für die wenigen, die nichts verstehen, erklären wir es am Schluss, ja Mutter? Ist das in Ordnung? Ich komme zum Ende, Gregoire, um halb eins höre Ich auf, also lassen wir es so für heute. Für das nächste Mal halte ich es für eine gute Idee hinterher zu übersetzen. Jetzt übersetzt noch ein bisschen weiter, denn wir sind nahezu am Ende. Deshalb haben wir so lange gebraucht, sonst brauchen wir nur ein Drittel der Zeit. Übersetzt einfach noch diesen Teil: Spaß haben ist nichts als ein Sichentfalten. Es neckt den anderen nicht, es verletzt niemanden, es stört niemanden, es entwickelt sich einfach, es entfaltet seinen Wohlgeruch.

Es ist das Spiel des Göttlichen. Und es geht noch weiter: Wenn ihr unschuldig seid, könnt ihr wirklich die Freude fühlen. Ein unschuldiger Mensch kann Freude fühlen auch in etwas, das eigentlich sehr ernsthaft ist. Ein sehr rationaler Mensch kann das nie sehen. Ein unschuldiger Mensch mag laut lachen über etwas, was andere vielleicht überhaupt nicht spaßig finden. So ein Spaß ist niemals zweideutig, er ist ganz geradlinig, einfach, spontan wie das Aufblühen einer Blüte. Hier in Genf nun nehmen die Leute wirklich alles sehr ernst. In der Schweiz noch mehr, bis hin zu einem Punkt, wo Suizid das Ergebnis ist. Weil Geld so wichtig ist und ihr auf eine Weise die Rolle des Helfers für die ganze Welt übernehmt. Es bedeutet, dass ihr sehr ego-orientiert seid, weil ihr glaubt, der ganzen Welt helfen zu müssen.

Wer seid ihr, dass ihr glaubt helfen zu müssen? Und drittens habt ihr dieses dumme Militärsystem, das völlig überflüssig ist. Yogini: Mutter, entschuldige, weißt Du, gestern stand wieder in der Zeitung, dass neuerlich ein Militärflugzeug in der Schweiz abgestürzt ist mit zwei Toten. Yogi: Mit Deinem Photo daneben! Jetzt soll Ich daran schuld sein! Yogi: Man sagte, es war bei einer Flugschau, wo all die Stärke des Militärs demonstriert werden sollte. Das ist also der Spaß – versteht ihr das unter Spaß? Alle sind glücklich darüber, seht ihr, so etwas haltet ihr für spaßig. Und wir haben Shri Hanumana, um es noch spaßiger zu machen, Er verstärkt noch den Spaß von Shri Ganesha. Wie Shri Ganesha, der Streiche spielt mit linksseitigen Menschen.

Er spielt Streiche mit rechtsseitigen Menschen. Hier z.B. gibt es eine Frau, die unaufhörlich weint, ihr Mann ist gestorben: „Was soll ich tun? Ich bin am Ende!“ dies, jenes – und plötzlich sieht sie ihren Mann das Zimmer betreten! Aber das geschieht nur unschuldigen Menschen. Die verschlagenen bestraft Er. Er überhäuft sie mit allen Arten von Missgeschick, eins schlimmer als das andere, und sagt: „Weine nur, weine! Du willst weinen? Nun gut, hier hast du es, und mehr und mehr davon.“

Und Shri Hanuman ist an Seiner Seite – so zum Beispiel als Lakshmana erkrankte und Er die Medizin von diesem hohen Berg holen sollte, da brachte Er gleich den ganzen Berg! Er sagte: „Ich hatte keine Zeit zu suchen, so finden wir es leichter“, und Er brachte den Berg. Auch Er ist so, kann sehr zerstörerisch wirken, wenn es sich um Egoisten handelt, wie Ravana – ganz Lanka wurde niedergebrannt. Wenn Shri Ganesha rot ist, ist Er orange. Wenn Shri Ganesha sich dauerhaft irgendwo niederlassen will, so bittet er St. Michael, die ganze linke Seite zu reinigen, Shri Hanumana läuft selbst hinauf und hinunter, Er braucht sich nicht festzusetzen an einer Stelle. Aber obwohl Er eine stete Deität ist, muss Er seinen festen Platz einnehmen, und wenn das geschehen ist, sendet Er Vibrationen aus, die sich überall hin verbreiten. Er ist die Quelle der Unschuld, Er ist die Quelle der Vibrationen, Er ist alles – auf eine Weise. Er steigt als Mahaganesha in euch auf, in Gott steigt er ab als Ganesha – von hier, auf der Rückseite. Wenn ihr zu viel über Sex nachdenkt, verdirbt das euere Augen, denn ihr benutzt dabei Mahaganesha. So verderbt ihr Mahaganesha in euch und euere Augen beginnen zu flattern.

Die Augen verlieren ihre Unschuld, ihre Reinheit und beginnen, alles zu absorbieren, was schmutzig ist. Reine, unschuldige Augen geben anderen Reinheit. Nicht nur das, sie sind auch die Augen, durch die der Geist Gottes schaut. Viele Kombinationen sind möglich – alle kann Ich nicht nennen, aber es ist wirklich schlimm, wenn Menschen diese unreinen, besessenen Augen haben. Und gerade all diese Besessenen werden ihre Augen auf diesen Menschen richten, so ist das Spiel der dämonischen Kräfte, das Spiel der Negativität. Das geschieht immer dann, wenn wir Shri Ganesha nicht den Platz einräumen, der ihm gebührt. Wenn wir Shri Ganesha reflektieren wollen auf der Mahaganesha-Ebene, so müssen wir zuallererst unsere Augen sehr rein halten, um den Platz von Shri Mahaganesha rein zu erhalten. Zu einer Ganesha-Puja müsst ihr auch eine besondere Sorte Gras mitbringen, Durva, denn Er liebt Durva sehr. Durva ist ein sehr Weiches Gras, das sehr heilsam ist für das Auge. Darüber hinaus repräsentiert es auch das Grün des Swadishthana Chakra.

Er existierte, bevor die Menschen denken konnten, bevor die Gedankentätigkeit einsetzte. Dies wird verkörpert durch das Grün des Swadishthana, als wir noch keine Gedanken hatten, denn der untere Teil des Swadishthana ist grün. Daher steht das Grün für ein Stadium, in dem wir noch nicht zu Menschen geworden waren. Das wird repräsentiert durch das Grün des Swadishthana, wo das ganze Universum erschaffen wurde, alles. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es grün. Sobald das Ego entsteht, wird es gelb, denn es nutzt die Sonne, die Aktion, – nicht die Sonne „nutzen“, die Sonne wird aktiviert, die Sonnenseite tritt in Erscheinung. Das Grün repräsentiert auch einen Teil von Ganesha, auf eine Art, denn solange ihr nicht denkt, seid ihr auf eine Weise sehr nahe bei der Mutter Erde, seht ihr, und die Mutter Erde gibt das Grün. Solange es Grün gibt, ist der Sonneneinfluss noch nicht da, denn die Mutter Erde schenkt das Grün. Natürlich lässt die Sonne alles grün werden – das ist anders, als wenn ihr etwas tut. Wenn ihr, auf menschlicher Ebene, etwas tut, wird alles gelb.

Daher hat das Swadishthana zwei Seiten: eine physische und eine mentale Seite. Die physische Seite ist grün, die mentale Seite ist gelb. Heute nun sind wir hier, um Shri Ganesha zu verehren. Ich möchte euch bitten, etwas Gras vom Rasen hereinzuholen, ein wenig weiches Gras, das ist sehr wichtig. Jetzt solltet ihr euere Augen auf das Grün richten, um eure Ganesha-Qualitäten zu verbessern. Wenn es schön warm ist, könnt ihr auch barfuss auf dem Rasen laufen am Morgen, wenn der Tau noch da ist. Alle, die sehr überaktiv sind, sollten eher vegetarisch essen, es wird ihnen helfen, mehr in die Mitte zu kommen. Nicht fanatisch sein, einfach mehr Gemüse essen und eher Fleisch von kleineren Tieren, das ist in Ordnung.