What you can do (Feel the beauty of thankfulness)

Caxton Hall (London)


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Feel the beauty of thankfulness,  London (UK), 26 November 1982.
 
Lasst uns beginnen! Heute reise Ich nach Indien ab und bin sehr betrübt, dass Ich Meine Kinder hier zurücklassen muss. Das ist ein trauriger Tag, daran besteht kein Zweifel. Aber Ich muss fahren und viele von euch werden Mich ja begleiten.
Alle die hier bleiben, müssen verstehen, dass sie für einen bestimmten Zweck hier sind und während Meiner Abwesenheit die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen sollten. Im Gegenteil. Ihr müsst euch darauf konzentrieren und herausfinden, was ihr tun könnt, um den Zustand anderer Sahaja Yogis zu verbessern.
Viele von euch sind Sahaja Yogis und haben die kühle Brise vom ersten Tag an gespürt. Aber es gibt auch noch immer sehr viele, die nicht einmal die kühle Brise spüren und sich deswegen komisch vorkommen und irgendwie minderwertig fühlen (wörtlich: schuldig fühlen). Manchmal glauben sie, dass sie weniger wert sind oder etwas mit ihnen nicht stimmt, weil sie die kühle Brise nicht spüren.
Daher solltet ihr alle besonders darauf achten, ob unter den neuen Leuten welche sind, die auf ihren Händen gar nichts spüren. Sie sind zu Sahaja gekommen, haben gewissenhaft daran gearbeitet und sind dennoch nicht in der Lage, die kühle Brise zu spüren. Das hat nicht einen einzigen bestimmten Grund, sondern kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Man muss die Ursache herausfinden ohne sich selbst darin zu involvieren und versuchen den Grund dafür in sich selbst zu entdecken. Wenn die, die es gespürt haben, mitfühlend und liebenswürdig sind, können sie solchen Personen sicher helfen.
Das schlimmste Problem der Menschen ist jedoch das Ego. Infolge des Ego’s fühlen wir uns schon wegen des kleinsten Anlasses minderwertig, z.B. wenn jemand versucht euch zu helfen. Einige könnten ein verletztes Ego haben, andere ein aufgeblasenes Ego, oder einen Gemütszustand, in dem sie ihr Ego gar nicht erkennen können. Daher ist es sehr schwierig jemandem zu erklären, was getan werden muss, um seinen Zustand zu verbessern. Jene die besser dran sind, haben daher ein Dilemma. Einerseits wollen sie andere nicht verletzen, aber andererseits befürchten sie, dass sich ihr eigenes Ego aufblähen könnte, wenn sie jemandem helfen. Alle lachen. Sie fürchten sich vor ihrem eigenen Ego!
Eines müssen wir unbedingt verstehen. Wenn wir zu Sahaja Yoga gekommen sind und unsere Kundalini aufgestiegen ist, sind wir alle ein integraler Bestandteil eines einzigen Körpers geworden. Das ist der Körper des großen primordialen Wesens. Wenn in einem Körper, z.B. dem menschlichen Körper ein Finger gefühllos wird, dann geht die gesamte Aufmerksamkeit des Körpers zu diesem tauben Finger, um ihn zu heilen. Alle anderen Finger und der gesamte Körper, das Gehirn bzw. der Verstand könnte man sagen, machen sich Sorgen um diesen Finger und darum, wie man ihn wieder in Ordnung bringen könnte. Selbstverständlich besitzen die Finger kein Ego und so fühlt sich auch keiner von ihnen verletzt oder unangenehm. Die anderen Finger sind auch betroffen, weil sie das Problem des gefühllosen Fingers spüren können.
Wenn es innerhalb des Körpers irgendein Problem gibt, eilen alle Zellen, die für die Korrektur des Problems benötigt werden, zu Hilfe. Das Blut wird dorthin fließen und das Herz wird pumpen. Alles was nötig ist, geschieht in einer sehr koordinierten Weise und weder wird jemand sagen: „Warum sollte ich von irgendjemandem Hilfe annehmen?“, noch wird sich ein Teil vor seinem eigenen Ego fürchten. Der Grund dafür ist, dass die Zellen des Körpers vollkommen der Kontrolle eines einzigen Gehirns unterstehen – der Kontrolle einer einzigen Persönlichkeit, einer einzigen Zelle.
In Sahaja Yoga hat sich bis jetzt eine solche Kollektivität noch nicht etabliert und aus diesem Grund fühlen sich einige verletzt und manche verletzten andere. Sie fürchten sich vor einer anderen ‚Zelle’, die eigentlich ihre ‚Bruderzelle’, ihre ‚Partnerzelle’ ist. Auch sie ist ein integraler Bestandteil unseres eigenen Wesens. Fürchten wir uns etwa auch vor unseren eigenen Augen? Oder vor unserer Nase? Fürchten wir uns vor unseren Händen und Füßen? Diese Kollektivität kann ein Teufelskreis sein und solange ihr nicht wirklich kollektiv seid, könnt ihr andere nicht spüren und ihr könnt einer anderen Person auch nicht helfen, solange ihr nicht das richtige Gefühl für eure Verantwortung innerhalb dieser Kollektivität in euch entwickelt habt.
Es geht darum, dass der Gesamtkörper in seinem Wachstum eine bestimmte Stufe erreichen muss, damit er sensitiv genug wird, um gegeneinander auszuhelfen. Damit er genügend Weisheit aufbringt, um einander helfen zu können und genügend Einfallsreichtum, um die anderen nähren zu können. So überraschend es auch klingen mag, diese Entwicklungsstufe ist nur durch die Kollektivität möglich.
Die Leute bemerken manchmal, dass Sahaja Yogis in einer bestimmten Sache nicht das gleiche spüren. Das stimmt! Einer sagt, dass das Vishuddhi blockiert, ein anderer, dass das Herz blockiert und ein dritter sagt, dass das Void blockiert. Sie spüren nicht das gleiche und einer behauptet etwas, ein anderer etwas anderes und ein dritter noch einmal etwas anderes. Der Grund dafür ist, dass einige Yogis nicht alle Energiezentren gleichwertig spüren, sondern für ein bestimmtes Energiezentrum eine besondere Sensitivität entwickelt haben. Daher kann es dazu kommen, dass die Meinungen diesbezüglich voneinander abweichen, obwohl das nicht vorkommen sollte.
Es muss uns daher klar sein, dass wir als erstes in unserer Spiritualität weiter wachsen müssen. Auch wenn ihr in Sahaja Yoga die Selbstverwirklichung bekommen habt, heißt das nicht, dass ihr plötzlich zu Johannes dem Täufer geworden seid. Wir müssen alle noch wachsen und dafür müssen wir bestimmte Dinge verwerfen und andere annehmen. Das Beste wäre es, wenn ihr euer Ego aufgeben würdet. Das Ego kommt in so vielen Arten und Gestalten, dass es immer wieder eine Barriere zwischen euch und eurem Schöpfer aufbaut.
Manchmal kann euch dieses Ego zu Anti-Gott Aktivitäten verleiten ohne dass ihr merkt, wer eigentlich dahinter steckt. Der Grund dafür ist, dass die Identifikation mit dem Ego nicht erst seit diesem Leben, sondern schon seit vielen Leben besteht. Daher kann es sehr schwierig sein, diese Identifikation aufzugeben und das Ego aufzulösen. Wenn ihr aus diesem Ego-Schlamm herauszuwachsen beginnt, wird der Lotos zu duften beginnen und dann kann jeder diesen Duft wahrnehmen. In den westlichen Ländern ist das schwieriger als in den östlichen, weil das Wachstum im Westen fundamental auf Ego und Wettbewerb basiert. In Sahaja Yoga gibt jedoch es keinen Wettbewerb.
Was würde geschehen, wenn die Finger einer Hand zu streiten beginnen würden? Das wäre völlig absurd. Wir sprechen hier von den Wurzeln und nicht vom Trieb des Pflänzchens. Was haben die Menschen mit ihrer westlichen Denkweise bis jetzt erreicht? Wir müssen jetzt tief in die Wurzeln eintauchen und unsere Methoden ändern. Es gibt keinerlei Wettbewerb zwischen den Wurzeln, vielmehr unterstützen sie einander. Wenn eine versagt, kommt eine andere und unterstützt sie. Ein lebendiger Prozess kann nur auf diese Art und Weise funktionieren.
Wir müssen unsere Angewohnheit uns selbst und andere zu attackieren ändern und erkennen, dass die Kraft der göttlichen Liebe das Höchste, Tiefste und Mächtigste ist. Wir müssen diese Kraft der Liebe durchsetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man jemanden verhätscheln oder dass man lügen soll, um jemandem entgegenzukommen. Zu Beginn ist das vielleicht nicht so angenehm, aber schlussendlich wird es sich lohnen.
Wenn ihr sprechen müsst, solltet ihr keinesfalls arrogant oder unhöflich sein. Seid süß, freundlich und mitfühlend. Ihr müsst nicht diplomatisch sein und sozusagen auf Stimmenfang gehen. Gebt ihnen Richtlinien, das kann auch vollkommen nonverbal sein. Die besten Richtlinien für alle sind die Regeln, denen ihr folgt, die Ideale, die ihr habt und die Art, wie ihr euch verhaltet.
Ihr wisst, dass es in Indien einen Yogi gibt, der 10.000 Menschen die Selbstverwirklichung gegeben hat. Es ist beeindruckend, wie er das gemacht und Bewunderung hervorgerufen hat. Als er einmal in einer beruflichen Angelegenheit ein Kommissariat aufsuchte, begann er dort zu sprechen und die Beamten konnten nicht verstehen, wie ein Mann, der in einer ganz praktischen, alltäglichen Angelegenheit gekommen war, so sprechen konnte. Und warum war sein Auftreten so würdevoll und bestimmt? ‚Er muss einen Guru haben!’ dachen sie und fragen ihn. Er sagte: ‚Ich habe keinen Guru, nur eine Mutter’ und sie sagen: ‚Die wollen wir auch haben.’ So hat es begonnen.
Man muss sich daher bewusst sein, dass das eigene Verhalten Einfluss auf andere Personen hat. Es sollte nicht oberflächlich sein und muss vom Herz ausgehen. Man muss glaubwürdig sein. Aufrichtig und glaubwürdig. Diesbezüglich kann man nicht einmal einem Hund etwas vormachen. Dazu muss man keinen Schwur abzulegen oder irgendetwas versprechen. Sogar ein Hund spürt, ob jemand aufrichtig ist oder nicht. Mit dieser Glaubwürdigkeit müsst ihr sprechen. Wenn das Herz nicht offen ist, mangelt es uns an dieser natürlichen Authentizität.
Öffnet eure Herzen! Ihr seid ins Königreich Gottes eingetreten, darum öffnet eure Herzen! Warum habt ihr Angst? Was wird letztendlich passieren? Wir werden alle einmal sterben, oder? Seid euch dieser Tatsache bewusst! Ob wir nun von einem Tiger angefallen werden oder in die Tiefe stürzen, irgendetwas muss passieren, um den Tod eines Menschen herbeizuführen, aber warum sollten wir deswegen Angst haben?
Es gibt nur eines, das uns wirklich Angst machen könnte und das ist es die Tatsache, dass wir vielleicht unsere Selbstverwirklichung nicht bekommen könnten. Und sogar diese Angst ist in Wahrheit ohne Belang, weil auch sie unsere Chance auf Selbstverwirklichung mindert. Wenn ihr wirklich von Herzen davon überzeugt seid, dass Gott groß ist, dass Seine Barmherzigkeit groß ist, werdet ihr zweifellos eure Selbstverwirklichung erhalten. Ihr seid alle zu diesem Zweck hier und die göttliche Kraft ist sehr darauf bedacht, euch die Selbstverwirklichung zu geben. Könnt ihr euch vorstellen, dass es in London schon so viele realisierte Seelen gibt? Ich war vor zwanzig Jahren schon einmal hier. Damals gab es auf der ganzen Welt nur ganz wenige realisierte Seelen. Wenn Mir damals jemand gesagt hätte, dass es hier so viele realisierte Seelen gibt, hätte Ich es nicht geglaubt. Diese Dinge geschehen, ihr müsst aber etwas Geduld haben. Glaubt an die Gnade Gottes, an Seine Güte und Barmherzigkeit und an Seine Sorge um eure Selbstverwirklichung.
Eines der größten Hindernisse kann sein, wenn man seine Vibrationen nicht spürt. Heute habe ich einen Brief von Gill (aus Brighton) bekommen. Sie schrieb, dass sie mit Meinem Foto in ein Geschäft gegangen ist, um es einrahmen zu lassen. Als die Ladenbesitzerin das Foto anschaute, wirkte sie irgendwie betroffen und fragte: „Wer ist das da auf diesem Foto?“ Gill sagte: „Strecken Sie einfach Ihre Hände zum Foto.“ Die Frau kam der Aufforderung nach und sagte: „Oh Gott, was ist das? Es fühlt sich an, als hätte sich eine Tür geöffnet.“ Sie hat nur ihre Hände in Richtung des Fotos gehalten und hat es gleich bekommen. Gill war sehr erstaunt. Sie spürte nach sechs Monaten immer noch nichts! Alle lachen. Sie zermarterte sich ihren Kopf. “Mutter, ich spüre nie die kühle Brise. Ich spüre sie nie!” Dabei ist sie zweifellos eine große Sucherin. Und dann hat sie erzählt, dass ihr Bruder in das Geschäft gekommen ist. Er hatte bis dahin die kühle Brise auch nicht gespürt. Gill sagte: „Du hast ein Problem in der Leber.“ „Ja, warum weißt du das? Meine Leber schmerzt und hatte in letzter Zeit Probleme damit.“ Gill sagte: „Strecke deine Hände in Richtung der Fotografie und lege dann deine linke Hand auf die Leber.“ „Oh Gott, ich spüre es! Es kribbelt“, sagte er und zeigte den Finger, der der Leber zugeordnet ist. Sie war erstaunt, dass er gleich die Vibrationen gespürt hat und das an einem Ort, an dem so viele Leute ein und ausgehen. Dort herrscht keine so friedvolle Atmosphäre wie in der Caxton Hall und es waren keine weiteren Sahaja Yogis anwesend. Er konnte sogar exakt beschreiben, wo die Blockade war. Es ist nichts geschehen, kein Beben der Hände, kein Zittern, kein Brennen. Und danach fühlte sich seine Leber wieder besser an. Sie konnte sich nicht vorstellen, warum das so war. Dabei ist der Grund dafür recht einfach. Wenn ihr zu einem Programm kommt, sind immer viele Personen da, die bereits Vibrationen spüren. Wenn ihr sie dann nicht spürt, ist das in etwa so, als hätten die anderen etwas, was ihr selbst noch nicht besitzt. Euer Verstand ist auf Wettbewerb konditioniert und arbeitet gewöhnlich in diesen Haben-Nichhaben-Kategorien. Es geht immer haben oder nicht haben. Über euren Verstand kommt dann Angst auf und ihr denkt: „Oh Gott, werde ich die Selbstverwirklichung bekommen oder nicht? Und wenn ich sie bekomme, werde ich sie dann wieder verlieren?“ Diese Art von Angst sehe Ich in sehr vielen Gesichern der neuen Leute. Lasst sie los! Ihr alle werdet eure Selbstverwirklichung bekommen, aber lasst diese Angst los! Wir haben hier keinen Wettbewerb. Entspannt euch einfach!
Je mehr ihr in Sahaja Yoga tun wollt, desto mehr verspannt ihr euch wieder. Mit Gedanken wie ‚ich muss jeden Tag ganz früh aufstehen und meditieren’ belästigt ihr euch nur selbst. Es kann sein, dass ihr deswegen die ganze Nacht nicht richtig schlafen könnt und wenn ihr dann meditieren wollt, döst ihr ein. Entspannt euch! Gott kümmert sich um euch, das könnt ihr Mir glauben. Shri Mataji lächelt. Er wird euch die Selbstverwirklichung geben und sich um euch kümmern. Er wird euch zur rechten Zeit wecken, ihr könnt euch entspannen! „Ich kann es schaffen!“ ist vielleicht euer erster Gedanke, aber das ist falsch. Das muss Gott machen. Wenn ihr glaubt, dass ihr es selbst könnt, wird es nicht klappen. Aber es wird funktionieren, wenn ihr erkennt, dass ihr diesbezüglich gar nichts machen könnt und dass es Seine Gnade und Güte bewerkstelligen muss.
Nach der Selbstverwirklichung müsst ihr dann allerdings etwas tun und zwar den richtigen Wunsch entwickeln. Vielleicht beginnen jetzt wieder eure Gedanken zu kreisen: „Ich werde mich hier hinsetzen und es fest wünschen!“ Solange der Wunsch nur aus dem Kopf kommt, bleibt er jedoch leblos. Wenn ihr denkt: ‚Oh, ich muss es mir wünschen. Mutter hat gesagt, dass ich es mir wünschen muss!’ Ihr müsst hungrig sein und nicht sagen: „Ich muss mir wünschen hungrig zu sein.“ Der Hunger muss von innen kommen. Er ist zweifellos da, aber er ist überlagert. Das Hungergefühl ist verdeckt, weil ihr Angst habt. Wenn ihr eine Ziege vor einem Tiger anbindet und ihr etwas zu fressen hinstellt, wird sie nichts fressen, egal was ihr der Ziege hinstellt. Sie wird nichts fressen, weil sie Angst vor dem Tiger hat. Daher müsst ihr zuallererst alle eingebildeten Tiger rund um euch beseitigen. Damit kommen wir wieder zurück. Der Wunsch muss aus eurem Inneren kommen. Er ist zwar da, aber er ist verdeckt. Entspannt euch!
Es sollte nicht so sein, dass man denkt ‚ich bin ganz entspannt!’ (Shri Mataji ballt ihre Hände zu Fäusten und lächelt). Es ist kindlicher und ganz einfach. Eine entspannte Person ist einfach wie ein Kind. Seid also nicht hektisch und verkrampft sondern versucht euch zu entspannen. Das gilt für alle. Entspannt zu sein bedeutet aber nicht untätig zu sein, im Gegenteil. Eine entspannte Persönlichkeit ist im Außen extrem aktiv, aber innerlich total still, völlig entspannt und gelassen. Von Außen sieht das vielleicht anders aus.
Wie ihr wisst, ist der Fluss der Vibrationen gerade gewaltig. Ich sehe es! Alle Chakras sind so (Mutter demonstriert es indem sie beide Hände schüttelt und etwas kreisen lässt). Ich sehe wie sie arbeiten. Bestenfalls könnte Ich aufhören zu sprechen, aber es fließt.
Ob es jetzt nun die Suche oder für irgendetwas anderes ist, wenn es all jenen, die nichts spüren gelingt, zuerst eine Grundhaltung einzunehmen, in der sie ganz der entspannte Beobachter sind, wird es bestimmt klappen. Ich habe es bei den Leuten gesehen, die nichts gespürt haben und auf denen Ich gearbeitet habe. Sie waren weder primitiv noch arrogant, sondern einfach nur traurig, dass sie keine Vibrationen spüren konnten und so sagte Ich: ‚In Ordnung, probieren wir es morgen noch einmal. Heute aber solltet ihr euch an den Blumen in einem Garten erfreuen. Freut euch über die Vögel, sprecht mit dem Himmel und morgen kommt ihr wieder.’ Am nächsten Tag funktionierte es dann.
Ihr solltet immer ganz einfach sein. Erfreut euch einfach des Lebens. In Sahaja Yoga müsst ihr nichts erreichen, vielmehr müsst ihr es werden! (Anm.: eine realisierte Seele) Zuerst müsst ihr es werden und erst dann könnt ihr versuchen Sahaja Yoga mental zu verstehen. Alle die vor ihrer Selbstverwirklichung versuchen Sahaja Yoga mental zu verstehen, haben wirklich ein Problem. Wenn ihr schon davor darüber lest, klingt es wirklich großartig und dann denkt man vielleicht: „Oh Gott, wo bin ich?“
Daher wäre es besser, es ganz entspannt anzugehen, wenn man jemandem die Selbstverwirklichung gibt. Es wird von alleine wachsen. Gebt ihnen nicht gleich im nächsten Augenblick den ‚Advent’ zu lesen. Aber genau das tun wir! Warum? Weil wir glauben, dass wir damit jemand beeindrucken können. Die Person soll sehen, dass Sahaja Yoga eine großartige Sache ist. Sie soll den ‚Advent’ lesen und dann wird sie zu Sahaja Yoga kommen und dann werden wir sie etablieren, weil sie es erkennen und beeindruckt sein wird.
Personen die von solchen Dingen beeindruckt sind, können wir in Sahaja Yoga nicht gebrauchen, glaubt es Mir. Wie weit werden sie kommen, wenn sie von etwas Äußerem und Künstlichen beeindruckt sind. Sie müssen es in sich erfahren. Sie müssen ihren eigenen Spirit erfahren. Sie müssen von ihren eigenen inneren Erlebnissen beendruckt sein. Ihr müsst dieses einfache Prinzip erkennen. Wenn wir zum Spirit werden, dann manifestieren wir eine Kraft, die genau das Gegenteil all dieser anderen so genannten Kräfte ist.
Sehen wir uns die Wissenschaft an. Sie wird alles analysieren wollen, während Sahaja Yoga alles zusammenfassen wird. Nehmen wir die Philosophie. Sie wird versuchen alle Dogmas herauszufinden, während Sahaja Yoga alle Grenzen zwischen den Religionen aufheben wird.
Das ist so, weil diese Kräfte alles abstumpfen und jeden Glanz verlieren. Der Religion wurde jeder Glanz genommen, Gott wurde jeder Glanz genommen, damit haben sie alles abgetötet. Aber Sahaja Yoga ist eine lebendige Kraft in euch, durch die alles was destruktiv und abstumpfend ist, neutralisiert wird. Wir haben davon gehört, aber nie gedacht, dass so eine Kraft existieren könnte. Dann spüren wir sie und können es kaum glauben. „Wie kann das sein?“ Wir können noch immer nicht glauben, dass wir der Ursprung dieser Kraft sein können, die integriert und alles aufbaut, die euch nährt und dabei unterstützt, euch über die Unwahrheit zu erheben und in die Wirklichkeit zu gelangen.
Diese Kraft erlaubt es der Lüge nicht, sich in euch zu manifestieren, während alle anderen Kräfte, wie z.B. politische Macht vollkommen auf Unwahrheit basieren. Die gesamte Politik basiert auf Unwahrheit, das ist ersichtlich. Wie sollte man sonst die Politik dieser Nationen erklären? Ihr erkennt es nur nicht. Die Unwahrheit eurer Demokratien ist eine ‚Dämonokratie’. Und euer Kommunismus – Ich weiß nicht, was das sein soll! Alles ist so absurd, pervertiert und falsch. In Wirklichkeit seid ihr gleichzeitig Kommunist und Demokrat – der Spirit ist das alles gleichzeitig.
Wenn ihr der Spirit werden wollt und gleichzeitig an der Unwahrheit festhaltet, kann das nicht funktionieren. Gebt alles andere auf. Werdet zum Spirit. Wenn ihr durch das Fenster des Spirits blickt, werdet ihr erkennen, dass in Wirklichkeit alles anders ist. Jede Unwahrheit die wir akzeptiert haben, beendet den Fluss eurer Vibrationen. In Wahrheit ist Gott Liebe und ihr könnt Mir glauben, alles andere ist eine Lüge. Das ist die einzige Wahrheit. Darum heißt es, dass Gott Liebe und Wahrheit ist. Alles andere ist falsch. Wenn ihr von Beginn an fest und wahrhaftig von ganzem Herzen an dieser Wahrheit festhaltet, wird diese Kraft durch euch zu fließen beginnen.
Sie ist die kraftvollste Sache der Welt, eine universelle Kraft, die viele tausend Dinge gleichzeitig bewirkt. Sie bringt diese wunderschönen Blumen hervor, ihren Duft, lässt euer Herz schlagen, erschafft Menschen und Tiere. Alles wird durch diese lebendige Kraft bewirkt. Sie muss nur durch euch fließen. Ihr könnt mir glauben, dass die Menschen nicht das einzige Instrument dieser Kraft sind.
Einige Menschen wollen barmherzig sein und glauben, dass sie anderen Menschen helfen müssen. Aber auch das stimmt so nicht. Ihr könnt niemandem helfen. Eure Hilfe basiert auf etwas Künstlichem. Das einzige was ihr tun könnt um anderen zu helfen ist, dass ihr ein integraler Bestandteil dieses großen Wesens werdet und erkennt, dass es da noch andere ‚Zellen’ gibt, die erweckt werden müssen oder sollten. Darin besteht wahre Hilfe, wahre Barmherzigkeit, das wahre Geschehen und Sahaja Yoga ist definitiv das tiefe Verständnis dieser Tatsache.
Wie Ich euch schon gesagt habe, gehen wir Aktivitäten nach, die künstlich und gegen Gott gerichtet sein können. Etwas für Sahaja Yoga zu tun ist jedoch extrem einfach. Schon die Bewegung eines Fingers kann genügen, um Großes zu erreichen. Es ist nicht erforderlich, einen Kopfstand zu machen. Die Erleuchtung ist für euch gedacht und es sollte diesbezüglich keine Probleme geben. Das einzige Problem besteht darin, dass ihr euch darauf vorbereiten müsst, indem ihr euch nicht vorbereitet. Bereitet euch nicht auf etwas vor und geht wie ein Kind an die Sache heran. Das genügt. Dieses ‚einfach sein’ fällt vielen so schwer. Es sind keine genaueren Ausführungen und Vorbereitungen nötig. Öffnet einfach euer Herz. Gut, wie geht das? So! (Mutter bewegt Ihre Hände vor Ihrem Brustkorb als würde Sie eine Tür in Ihren Brustraum öffnen). Legt die Aufmerksamkeit einfach auf euer Herz und ihr werdet erstaunt sein. Es wird zu schmelzen beginnen. Lasst es einfach schmelzen. Sobald ihr eure Aufmerksamkeit darauf legt, wird es anfangen aufzutauen. Alle Spannungen werden sich auflösen und ihr werdet die kühle Brise spüren.
Alle die zu Sahaja Yoga kommen und keine Vibrationen spüren sollten wissen, dass ihre Angst… jeder glaubt, dass sei eine Show, vergleichbar mit einem Zirkus. Sie kommen und haben diese Vorstellung im Kopf. Aber das ist keine Show. Es handelt sich um etwas, dass ihr erreichen müsst, dass ihr ganz automatisch erreicht. Gut, was ist mit den Sahaja Yogis, die feststellen, dass sie keine Vibrationen spüren. Manchmal kann es sein, dass ihr an Orten wo das Vishuddhi Chakra stark blockiert ist, keine Vibrationen spürt. Das macht nichts! Genießt es, solange ihr euch friedvoll fühlt. Warum solltet ihr euch wegen der Vibrationen Sorgen machen. Ich verstehe das nicht. Welchen Sinn sollte das haben? Wenn keine Vibrationen da sind, auch gut. Solange ihr den Frieden eures Spirits spürt, macht das nichts. Legt eure Hände einfach auf eine andere Person.
Ich erinnere Mich an einen Herrn in Indien, der immer sagte: “’Mutter, ich spüre überhaupt nichts. Ich spüre nichts, obwohl ich schon alles Mögliche probiert habe.’ Ich sagte: ‚Danke Gott dafür, dass du nichts spürst.’ Er sagte: ‚Warum sagt Ihr so etwas, Mutter?’ Ich sagte: ‚Genieße deinen Frieden!’ Aber er wollte nicht auf Mich hören, bis Ich ihm auftrug, zu einem bestimmten Mann hinzugehen und dessen Vibrationen zu nehmen. Danach hatte er an allen fünf Fingern Blasen! Alle lachen. Er kam zu Mir und sagte: ‘Mutter, oh Gott!’ Shri Mataji lacht. Ich sagte: ‚Du wolltest es spüren und jetzt hast du Blasen. Was soll Ich da machen?’
Jene, die nichts spüren vermeiden für eine bestimmte Zeit durchaus einige Probleme. Take it easy! Das ‚Immer mit der Ruhe’ ist ein gutes Sprichwort. Das gibt es erst seit kurzem. Vorher heiß es ‚beeil dich, beeil dich, beeil dich’ und jetzt sagt jeder ‚bleib locker!’
Besonders wenn ihr bei irgendwelchen Gurus oder in Meditations Zentren wart, wo ihr von morgens bis abends herumgesprungen seid (Anm: bezieht sich auf TM). Dann werdet ihr kaum glauben können, dass ihr es in Sahaja Yoga in aller Stille im Sitzen bekommt. Es gibt natürlich Wege und Methoden, mit denen ihr eure Vibrationen verbessern könnt. Ihr kennt die Treatments, wir haben sie in Sahaja Yoga alle beschrieben. So könnten z.B. alle, die an Ego-Problemen leiden, ihre Hände, bzw. ihre rechte Hand in Eis tauchen. Versucht es, vielleicht funktioniert es dann! Aber bereitet nichts vor. Steckt einfach eure Hand manchmal ins Eis und alle, die an ihrem Superego leiden, könnten ihre linke Hand ganz leicht verbrennen (über eine Flamme halten). Vielleicht hilft das. Versucht es!
Wenn die Hände unempfindlich sind, herrscht meistens zu viel Hitze oder zu viel Kälte vor. In diesem Fall seid ihr entweder eine erstarrte oder eine heiße Persönlichkeit, jedenfalls seid ihr nicht im Zentrum. Seid ihr eine erstarrte Persönlichkeit, könnt ihr versuchen, das Eis etwas zu schmelzen. Ich habe das zuvor noch nie erzählt, weil sonst die Hälfte von euch davongelaufen wäre. Aber verbrennt euch nicht so stark, dass ihr Blasen bekommt. Nur ein ganz kleines bisschen. Versucht festzustellen, ob sich eure Sensitivität etwas verbessert, wenn ihr eure Finger der Hitze einer Flamme kurz aussetzt. Jetzt denken bestimmt einige darüber nach, was sie tun sollen, wenn sie beide Probleme gleichzeitig haben. Alle lachen.
Wenn euer Ego verschwindet und sich ein großes Superego aufbaut oder wenn ihr euer Superego überwindet und sich das Ego aufbläst, kommt es zu verschiedenen Permutationen und Kombinationen. Dann müsst ihr eure Aufmerksamkeit hierhin bringen (Mutter legt Ihre Handfläche auf Ihr Brahmarandhra). Sahaja Yogis wissen was es bedeutet, wenn man seine Aufmerksamkeit im Sahastrara halten kann. Wenn ihr eure Aufmerksamkeit hier oben halten könnt, steht ihr über diesen Dingen und wenn dann etwas von euch abfällt, fällt es für immer von euch ab, weil ihr hier oben steht.
Angenommen Ich trage ein Halstuch und kann irgendwie auf diese Galerie dort oben springen (Shri Mataji zeigt auf die Galerie des Saales). Wenn mein Tuch beim Sprung hinunterfällt, ist es weg. Ich stehe dann da oben bin das Tuch liegt unten am Boden.
Es muss also zum Aufstieg kommen. Wenn ihr nicht aufsteigt… Ihr könnt nur mit Hilfe eurer Aufmerksamkeit aufsteigen. Wo ist eure Aufmerksamkeit? Stellt euch diese Frage: ‚Wo ist meine Aufmerksamkeit?’ Entweder ihr zählt euer Geld oder euere Wählerstimmen. Mir wurde erzählt, dass einige Leute sogar Laternenpfähle zählen. Wenn sie nichts zu tun haben, können sie tun was sie wollen. Zählt besser alle Segnungen, die ihr bekommen habt. Dann wird euer Aufstieg beginnen. Zählt eure Segnungen, dann könnt ihr in das Königreich Gottes aufsteigen.
Ohne Aufstieg werdet ihr euch immer von links nach rechts und von rechts nach links bewegen und seid dann eine wackelige Persönlichkeit. Zählt die Segnungen, die ihr erhalten habt und spürt in eurem Herzen die Dankbarkeit. Die englische Sprache eignet sich sehr gut, um ‚danke’ zu sagen. Es wurde auch in die indischen Sprachen übersetzt, aber wir sagen nicht ‚danke’. Warum sollten wir dazu den Mund benutzen? Normalerweise gibt es kein Wort dafür. Wie soll man es mit einem Wort ausdrücken, wenn es in Wahrheit ein Gefühl im Herzen ist? Es kann sogar durch einen flüchtigen Blick ausgedrückt werden, durch ein Schimmern in den Augen, durch ein Lächeln oder indem man seinen Kopf neigt. Es benötigt keine Worte um seine Dankbarkeit für die göttlichen Segnungen auszudrücken. Wenn ihr jedoch jeden Tag die Zeitung lest, vergesst ihr dieses Mantra. Dann werdet ihr sagen: ‚Wha! Welch ein Fluch! Gott ist ein Fluch für diese Erde’, oder ‘Er hat Seinen Fluch über mich gebracht und ich fühle mich wie ein verfolgtes Tier!’
Der Aufstieg ist kein mentaler Vorgang. Es passiert im Herzen und ist eine Danksagung. Seht euch die Blumen an. Sie danken Gott. Ihr ganzes Wesen ist nichts anderes als eine Danksagung. Sie sind nicht beunruhigt, wenn sie gepflückt werden und morgen sterben müssen. So lange sie leben, spenden sie ihren Dank. Beobachtet einmal alles rund um euch. Nehmen wir diese Kerze. Was ist mit ihr? Sie ist Danksagung. Alles was erschaffen wurde, ist dankbar. Und was ist mit uns Menschen? Wir sagen es, weil wir eine Sprache haben. Diese Dinge können nichts sagen, sie haben keine Worte. Die menschliche Sprache zeigt, dass wir oberflächlich geworden sind und unsere Tiefe verloren haben. Um Dankbarkeit auszudrücken benötigt es keine Sprache.
Alle, die ihre Selbstverwirklichung nicht spüren können, sollten Gott zumindest für ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung dankbar sein, dafür dass sie Sucher sind, dass sie Gott suchen. Wie viele gibt es davon? Als Ich heute in die Caxton Hall kam, sah ich so viele Leute in Fracks. Sie wirkten alle so ernst und hatten Fliegen gebunden! Wie viele Sucher gibt es auf dieser Welt? Wie viele suchen wirklich Gott? Wie viele suchen ein höheres Leben? Seid einfach dankbar dafür, dass ihr Sucher seid, dass ihr die Notwendigkeit der Liebe Gottes gespürt habt, dass ihr nichts anderes mehr braucht, das nicht Gott ist. Das ist so eine große Sache, dass ihr ein Herz und einen Verstand habt, die sich das Höchste wünschen. Seid dankbar dafür, dass ihr Sucher seid und dass ihr in dieser großartigen Zeit geboren wurdet, in der ihr eure Selbstverwirklichung bekommen konntet. Seid dankbar! Ich weiß, dass ihr Fehler gemacht habt, das macht nichts. Es macht nichts, wenn bei eurer Suche einiges schief gelaufen ist. Seid Gott dankbar, dass Er sich um euch kümmert. Ihr seid ganz besondere Menschen, die von Seiner Liebe geschaffen wurden und von Ihm geführt werden. Seid daher dankbar. Die Dankbarkeit ist eine Qualität des Herzens. Wenn ihr die Schönheit der Dankbarkeit zu spürt, werdet ihr den Spirit in euch zu spüren beginnen.
Es kann weder erklärt noch zurückgegeben werden. Man kann es nur genießen. Man kann diese Segnungen nur genießen, oder? Sie dienen nur eurer Freude und nichts anderem. Ihr solltet euch einfach darüber freuen, aus diesem Grund gibt es sie. Diese Segnungen zu erreichen ist aber nicht das wichtigste. Sie sind überall, z.B. haben wir heute hier in der Caxton Hall gewaltige Vibrationen. Auch wenn einige von euch sie nicht spüren können, heißt das nicht, dass euch Gott nicht angenommen hat. Das bedeutet es nicht. Es bedeutet nur, dass ihr euer Gesicht etwas auf diese Seite drehen müsst. Niemand sollte sich als etwas Besseres fühlen, weil er die Vibrationen spürt und es sollte sich auch niemand geringerwertig fühlen, wenn er sie nicht spürt. Ihr solltet euch daher auch nicht minderwertig fühlen, wenn jemand versucht euch dabei zu helfen.
Ich sage es euch noch einmal. Alle jene, die hier bleiben und sich um die neuen Leute kümmern, müssen wissen, dass sie nur aufgrund der Segnungen Gottes hier sind. Sie sind nur aus diesem Grund Teil dieses großartigen Werks. Ihr seid jetzt bei Gott angestellt und Er hat euch diesen ganz besonderen Job gegeben, die Selbstverwirklichung an die Menschen weiterzugeben. Noch einmal – zählt eure Segen. Fühlt euch nicht niedergeschlagen. Einige sind traurig, weil Ich fortgehe (Shri Mataji fährt nach Indien) und viele Yogis mit Mir mitkommen. Gott weiß, warum Ich sie mitnehme, vielleicht brauchen sie noch etwas mehr Training als ihr. Wie sagt man so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wo gehe Ich denn hin? Und darum müssen wir auf beiden Seiten unsere Segnungen zählen.
Ob ihr nach Indien mitkommt oder nicht ist nicht wichtig. Alle haben mit Gottes Segen eine bestimmte Verantwortung übertragen bekommen. Eure Einstellung zu Sahaja Yoga sollte die eines Kindes sein, das sich alles von Gott erhofft, weil es weiß, dass es das Kind Gottes ist. Was sollte daran nicht in Ordnung sein? Gott ist allmächtig und das hat nichts mit Ego auf dem Hut. Er freut sich, wenn wir uns um euch kümmern. Aber wir sind nicht wie Kinder, das ist der Grund. Ein Kind wird etwas fordern. Ihr müsst nur das Vertrauen entwickeln, dass Er es tun wird, was immer ihr auch von Ihm wollt.
Ich weiß nicht, ob ihr die Geschichte schon vergessen habt, die Ich vor langer Zeit einmal erzählt habe. Sie ist von Meiner Großmutter…
Ein kleines Kind kommt herein und sagt ‚Hallo’ zu Shri Mataji.
Shri Mataji: Ja, ja! Komm! Komm! Was willst du? Möchtest du das? In Ordnung, du kannst es haben. Du möchtest Chana! Da!
Kind: Nein.
Shri Mataji: Chana? Nein? Dann einen Kuss. Komm, gib Mir einen Kuss. Nein? In Ordnung, gib ihn deiner Mami. Sie mögen Verantwortung. Ihr müsst sie beobachten. In Ordnung. Nun, was willst du? Willst du Blumen? (Shri Mataji zeigt auf einen Blumenstrauß, der Ihr überreicht wurde). Nein? In Ordnung. Gib sie ihm. Er will es nicht für sich, sondern für andere. Gib sie ihm. So ein Glücksfall. Kinder können es auf so einfache Weise ausdrücken. Wir können nicht wie Kinder sein, weil wir schon erwachsen geworden sind.

Heute weiß Ich wirklich nicht was Ich sagen soll. Stellt Mir besser einige Fragen. Hat jemand noch eine Frage?
Shri Mataji: Kommen Sie her, ich kann dich nicht gut verstehen. Die Vibrationen blasen in Meine Ohren.
Yogini: Mutter, Ihr habt vorgeschlagen, dass wir jede Woche einen Tag lang fasten und eine Nacht wach bleiben sollen. 
Shri Mataji: Ja, das ist eine gute Idee. Versucht es einmal!
Yogini: Wir haben das jetzt vier Wochen lang gemacht.
Shri Mataji: Hat es euch geholfen?
Yogini: Na ja, einen Tag nichts zu essen macht mir nichts aus, aber wenn ich nicht geschlafen habe, dann kann ich mich am darauf folgenden Abend kaum mehr aufrecht halten. Ich möchte nicht wirklich damit weitermachen.
Shri Mataji: Ich glaube, dass es besser wäre, wenn du sehr bald zu Bett gehst. Es ist nicht sehr angenehm, eine ganze Nacht durchzuwachen. Ich habe das deshalb vorgeschlagen, weil Ich festgestellt habe, dass die Sahaja Yogis hier ihre Probleme vor allem auf der linken Seite haben. Für Menschen, die links sind ist es wichtig, in der Nacht wach bleiben. Wenn ihr in dieser Zeit aufmerksam bleibt, arbeiten viele Dinge aus. Diese Attacken kommen nur während der Nacht. Linksseitige Typen werden in der Nacht attackiert, während bei rechtsseitigen Typen alle Attacken während des Tages kommen. Für Menschen die auf der linken Seite sind, so wie in deinem Fall, ist es wichtig in der Nacht weniger zu schlafen. Es macht nichts, wenn du dann am Tag schläfst. Du kannst es ja einmal an Samstagen und Sonntagen versuchen. Aber wenn du das nicht machst, wird sich deine linke Seite nicht verbessern. Wir müssen einfach damit experimentieren und verschiedene Dinge ausprobieren.
Yogini: Mutter, wollt Ihr damit sagen, dass es mir zwischen Mitternacht und vier Uhr früh leicht fallen sollte, wach zu bleiben und dass ich von Mitternacht bis 06:30 Uhr wach bleiben soll?
Shri Mataji: Ich würde es andersherum sagen. Es wäre besser, du stehst um Mitternacht auf.
Yogini: Das habe ich getan. Wenn man von Mitternacht bis sechs Uhr wach ist, kann man dann noch eine Stunde rasten, bevor man zur Arbeit geht.
Shri Mataji: Nein, nein. Das ist nur deine Sichtweise. In Sahaja Yoga gibt es keinen Zwang. Du musst damit experimentieren und herausfinden, was für dich am besten passt. Du wirst es selbst merken. Du musst damit herumexperimentieren und verstehen, dass jedes Individuum seine eigenen individuellen Probleme hat und das ist eines davon. Wenn man zu links ist, muss man herausfinden, ob es vielleicht besser ist bis Mitternacht wach zu bleiben. Wenn man dann allmählich wieder mehr schläft, wird man sehen, ob diese linksseitigen Probleme verschwinden. Die Probleme der rechten Seite beginnen mit den Gedanken in der Früh: ‚Ich muss jetzt gehen. Ich muss den Bus erwischen. Ich muss dies und das machen.’ Planen, planen, planen. In diesem Fall könnt ihr versuchen, am Morgen nichts zu essen, dann habt ihr etwas mehr Zeit und außerdem ist es gut für euren Magen, wenn ihr ihn nicht belastet.
Yogini: Das mit dem Essen macht mir nichts aus. Mutter. Möchtet Ihr, dass wir es eine Nacht pro Woche machen?
Shri Mataji: Nein, nein, du musst damit experimentieren. In Sahaja Yoga gibt es solche Regeln nicht. Es gibt keinen Zwang. Aber wenn es dir hilft, dann probier es aus. Ich meine damit nicht, dass ihr euch alle einen Kübel Eis kaufen und eure Hand hineinstecken sollt. Das ist das Problem mit den Menschen. Man sagt ihnen irgendetwas und dann stellt man fest, dass sie einen Kübel an der Hand haben! Alle lachen. Nein! Ich habe nur gesagt, dass ihr es ‘versuchen’ sollt. Es sollte euch klar sein, dass Ich keine Probleme habe. In Ordnung?
Ihr seid alle Individuen und ihr seid alle Experten. Ihr seid alle Schüler dieser Wissenschaft. Habt einen wachen Verstand. Findet heraus, was euch hilft. Jedes Individuum hat seine eigenen, individuellen Probleme. Ihr habt jetzt das Licht der Vibrationen bekommen und damit könnt ihr all diese kleinen Probleme selbst lösen. Der Spirit ist mit euch und dadurch seid ihr unabhängig.
Ich gebe euch nur Richtlinien und das bedeutet nicht, dass ihr jeden Tag eine Vision haben sollt. Das wäre schrecklich, aber bei einigen hat es auch schon geholfen. Vielleicht ist es nicht für jeden, aber es kann passen, oder auch nicht. Ich habe aber festgestellt, dass es für Menschen die links sind, besser ist.  
Für Menschen die rechts sind, ist es besser, wenn sie nicht so viel essen und wenn sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf die guten Dinge des Lebens richten, obwohl Ich eigentlich nicht glaube, dass Menschen, die rechts sind, grundsätzlich zu viel essen. Im Gegenteil, meistens sind sie sehr heikel, soweit es das Essen betrifft. Ich glaube, dass es mehr eine mentale Sache ist. Sie sagen mental: ‚Das ist nicht gut. Das mag ich nicht. Was wird es zum Essen geben?’ Sie gehen zu einer Party und wenn die Speisekarte kommt, denken sie ernsthaft zehn Mal darüber nach, was sie essen sollen! Ist es nicht völlig egal, was ihr esst? Aber sie diskutieren darüber was sie essen sollen und dann essen sie zwei Häppchen und sind fertig. Und nicht einmal das genießen sie! Man kann das Essen nicht mental genießen – so einfach ist das. Die Zunge muss das Essen genießen, aber ihr legt eure gesamte Energie auf eure mentale Aktivität und benutzt eure Zunge gar nicht mehr richtig.
Wenn eure Aufmerksamkeit zu stark auf das Essen gerichtet ist, solltet ihr das reduzieren. Das ist der Grund warum Ich gesagt habe, dass ihr weniger essen sollt. Man darf auch nicht an Essen denken, wenn man fastet. Ihr denkt viel zu viel über das Essen nach und genießt es beim Essen dann gar nicht wirklich. Aber das sollte das Mindeste sein. Darum habe Ich gesagt ihr sollt fasten (Anm.: einen Tag). Aber wenn Ich so etwas sage, beginnen sie zu sofort nachzudenken: ‚Wann genau soll ich essen? Was hat Mutter genau gesagt? Ist es in Ordnung wenn ich um 08:30 oder um 08:00 Uhr esse?“ Wie wenn Sahaja Yoga ein Gefängnis wäre. Esst einfach wenn euch danach ist. Welchen Sinn sollte es haben, wenn man fastet und in dieser Zeit immerzu ans Essen denkt? Wie in Indien, wo die Frauen die Fastenzeit schon zehn Tage im Voraus planen und immerzu darüber nachdenken, was sie in der Fastenzeit essen sollen. In Indien gibt es diesbezüglich bestimmte Zugeständnisse. Man darf auch während der Fastenzeit bestimmte Speisen zu sich nehmen. Bestimmte Dinge kann man essen, andere nicht und dann planen sie genau, was sie essen werden. Alle lachen. Und dann horten sie alle Nahrungsmittel, die sie während der Fastenzeit essen dürfen und ihre gesamte Aufmerksamkeit liegt nur mehr am ‚Fasten’. In Wahrheit essen sie dann auch während der Fastenzeit immerzu. Alle lachen. Wie bei diesem Ramadan der Muslime. Sie dürfen nur vor Sonnenaufgang (und nach Sonnenuntergang) Speisen zu sich nehmen und da essen sie dann viel mehr als gewöhnlich, weil sie wissen, dass es am Tag nichts gibt. Das ist eine komische Situation. Ihr seid Studenten und Ich sage euch diese Dinge, damit ihr herausfindet, welcher Lebensstil für euch persönlich passt.

Gibt es noch eine Frage?
Sucher/Yogini: Mutter, wie ging die Geschichte mit deiner Großmutter weiter?
Shri Mataji: Oh! Du möchtest sie noch einmal hören? Es ist eine richtige Großmutter-Geschichte. Versucht sie daher nicht zu intellektuell zu verstehen. Es ist eine ganz einfache Geschichte. Meine Großmutter sagte, dass all jene, die an Gott glauben, Seine Segnungen erhalten, und darauf haben sie auch ein Recht. Sie erzählte, dass einmal ein Mann aufbrach um Gott zu treffen. Stellt jetzt nicht die Frage, wie das möglich sein kann, es ist nur eine Geschichte. Auf seinem Weg traf er einen Mann, der auf Hatha-Yoga machte – westlicher Stil. Alle lachen. Zuerst übte er sich im Kopfstand, dann stand er lange auf einem Bein und danach band er sich mit seinen Haaren an den Ast eines Baumes fest, ließ sich baumeln und rief: ‚Oh Gott, oh Gott, oh Gott!’ Der Ker strahlte solche Hitze aus, dass es der Mann mit der Angst zu tun bekam. Der Hatha Yogi war knochendürr und ähnelte einem Skelett. Der Mann frage: „Was machst du hier?“, und der Hatha Yogi antwortete: „Ich rufe Gott und will Ihn kennenlernen!“ Darauf der Mann: „In Ordnung. Ich bin gerade am Weg zu Ihm und werde dir berichten. Ich denke, du solltest nicht zu extrem sein, das ist zu viel. Komm wieder etwas herunter. Ich werde Gott darum bitten, dass Er zu dir kommen soll.
Der Mann setzte seinen Weg fort und nach einer Weile sah er einen anderen Mann am Straßenrand sitzen. Er fragte ihn, was er so macht und der Mann antwortete: ‚Ich mache gar nichts! Gott macht doch alles, was soll ich da noch tun?‘ Der Mann sagte: ‚Ich bin am Weg zu Gott, soll ich Ihm etwas ausrichten?‘ ‚Nein, nichts! Warte, du kannst Ihm sagen, dass ich heute noch nichts zu essen hatte. Ist aber nicht so wichtig! Es genügt, wenn du ihm sagst, dass Er mir etwas zu Essen zukommen lassen soll.‘ Der Mann dachte bei sich: ‚Ganz schön arrogant, dieser Kerl. Erteilt Gott Befehle. Er glaubt, dass Gott sich um alles kümmert. Er kommt gar nicht auf die Idee, sich selbst anzustrengen und gibt einfach bei Gott eine Bestellung auf!‘
Dann begab sich der Mann zu Gott und erledigte sein Anliegen, was immer es auch war. Danach sah er leicht verlegen drein und Gott fragte Ihn: ‚Was ist das Problem?‘ Der Mann erzählte: ‚Ich habe noch zwei Angelegenheiten. Auf meinem Weg traf ich einen Kerl, der schreckliche Dinge mit seinem Körper aufführte und sagte, dass er hoffe, dadurch zu Gott zu kommen.‘ ‚Oh ho, den kenne Ich. Ich kenne ihn sehr gut‘, sagte Gott. ‚Sag ihm, dass er sich etwas mehr anstrengen muss, wenn Ich zu ihm kommen soll.‘ Der Mann war schockiert und dachte: ‚Sieh dir das an. Gott zeigt keinerlei Barmherzigkeit. Wie kann Er so etwas nur sagen?‘ Dann erzählte er Ihm von dem zweiten Mann am Straßenrand und Gott sagte: ‚Was, er hat sein Essen noch nicht bekommen? Wie kann das sein?‘ Dann rief Gott seine Manager und fragte: ‚Wie kann das sein, dass er sein Essen noch immer nicht hat? Kümmert euch bitte sofort darum!‘ Der Mann war sehr überrascht und dachte: ‚Was ist das jetzt wieder? Dieser Mann bestellt bei Gott sein Essen und Gott ist gleich so besorgt!‘
Da Gott allwissend ist, erklärte Er dem Mann folgendes: ‚Du bist jetzt perplex. Aber begib dich wieder auf die Erde und erzähl den beiden, dass du gesehen hast, wie Gott ein Kamel durch ein Nadelöhr geschleust hat und achte auf ihre Reaktion.‘ Der Mann sagte zu und Gott erklärte noch einmal: „Geh zu beiden und beobachte ihre Reaktion und dann wirst du verstehen.‘
Darauf ging der Mann zum Hatha Yogi und sagte: ‚Gott hat gesagt, dass du dich noch mehr anstrengen und mehr Übungen machen sollst. Wenn du dich noch mehr bemühst, wird Er zu dir kommen.‘ Der Yogi sagte: ‚Gut, ich werde noch viel mehr machen‘, und dann fragte er: ‚Was hast du im Himmel erlebt?‘ Der Mann antwortete: ‚Etwas Übernatürliches.‘ ‚Worum handelte es sich?‘ ,Gott hat ein Kamel durch ein Nadelöhr geschleust!‘ Der Yogi sagte: ‚Das muss aber eine sehr große Nadel gewesen sein!‘ ‚Nein, es war eine ganz normale Nadel.‘ Der Yogi: ‚Das gibt es doch nicht! Du warst bei Gott und erzählst du mir Märchen. Solche Lügengeschichten brauchst du mir nicht auftischen. Ich weiß, dass das nicht stimmen kann!‘
Dann ging er zu dem zweiten Mann, der noch immer am Straßenrand saß. Er hatte mittlerweile sein Essen bekommen und sagte: ‚Setz dich zu mir. Gott hat mir mittlerweile mein Essen zukommen lassen, es besteht daher keine Veranlassung mehr, Ihm irgendetwas auszurichten. Er kümmert sich wirklich gut um mich. Ich habe dir mein Anliegen nur mitgeteilt, weil du irgendeine Nachricht überbringen wolltest. Er hat mir so viel Essen geschickt. Ich weiß gar nicht, ob ich das alles aufessen kann. Aber was war bei dir los? Du warst doch bei Gott. Was hast du gesehen?‘ Der Mann sagte: ‚Ja, ich war bei Ihm und habe gesehen, wie Gott ein Kamel durch ein Nadelöhr geschleust hat. Es war eine ganz normale, kleine Nadel und ich habe es selbst gesehen!‘ Der andere Mann sagte: ‚Und? Was soll daran so besonders sein? Er ist doch Gott! Ein Kamel ist doch für Ihn kein Problem. Wenn Er wollte, könnte Er sogar viele Universen durch ein Nadelöhr schleusen. Er ist doch Gott der Allmächtige. Was soll daran so übernatürlich sein?‘
Da erkannte der Mann worum es ging. Es geht nur um unser Vertrauen in Gott. Wie ihr wisst, müsst ihr in Sahaja Yoga Vertrauen in euren Spirit haben. Es geht um die Erfahrung eures Spirits und das ist kein blinder Glaube. Wenn ihr eure Augen offen haltet, wird das Vertrauen in Gott kommen. Aber nach der Selbstverwirklichung sagen sie: ‚Na und! Da sind Vibrationen, na und? Was ist daran so großartig? Also, na und?‘, und Gott sagt: ‚In Ordnung, dann probiert es selbst!‘
Ihr habt eine so großartige Sache bekommen. Aber wenn ihr kein Vertrauen in euch selbst habt, wie wollt ihr dann Vertrauen in Gott haben? Wenn ihr euch selbst nicht respektiert, wie wollt ihr dann Gott respektieren? Genau das passiert jedoch, wenn Menschen Sahaja Yoga ablehnen.

Wie ihr wisst, ist es in England zu einigen fantastischen Wunder gekommen und die Menschen waren überrascht. Aber in Wahrheit ist daran überhaupt nichts Fantastisches, das ist völlig normal. Gavin soll euch ein paar dieser Wunder, die er selbst gesehen hat, erzählen. Vielleicht kennen ein paar von euch diese Geschichten noch nicht. Daher bitte Ich ihn, euch alles darüber zu erzählen was hier und in Indien passiert ist. Für mich ist das überhaupt nicht übernatürlich, es ist nichts Besonderes. Es ist ganz einfach. Man sollte es den Zeitungen und überall sonst veröffentlichen. Aber es wäre besser, wenn es euch Gavin erzählt. Komm her, Gavin! Sprich laut!
Gavin Brown: Shri Mataji hielt zum ersten Mal ein Programm in Bedford und am nächsten Tag haben wir erfahren, dass ein junger Mann auf dem Nachhauseweg mit seinem Motorrad einen Unfall hatte. Er erzählte, dass er mit dem Motorrad gestürzt war und danach eine Frau mit einem Auto angehalten hatte. Sie stieg aus dem Wagen und legte ihre Hände auf die schmerzenden Stellen und danach fühlte er sich gleich wieder besser. Da ihm die Sanitäter empfahlen, sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen, fuhr er mit. Im Krankenhaus wurde er dann untersucht und da sie nichts finden konnten, wurde er wieder entlassen. Später sah er dann ein Bild von Mutter in der Zeitung und erzählte seiner eigenen Mutter, dass die Frau in der Zeitung jene Frau gewesen sei, die nach seinem Unfall aus dem Auto gestiegen ist. In der Folge erfuhren ein Reporter davon und erkundigte sich telefonisch bei einigen Leuten, die das Programm in Bedford organisiert hatten, ob es stimme, dass diese Frau, die nach Bedford gekommen war, diesen Jungen geheilt hat? Er frage: „Wann war der Unfall?“ Der Reporter sagte: „Gegen 21:30 Uhr.“ Darauf der Yogi: „Das ist nicht möglich. Um diese Zeit hat Mutter gerade ein öffentliches Programm im Guildhouse in Bedford abgehalten.“ Aber er war davon überzeugt, dass Sie es war und wir wissen, dass Sie es irgendwie war, weil wir solche fast noch unglaublichere Geschichten auch aus Indien gehört haben.
 Shri Mataji: Lauter!
Gavin Brown: In Bombay (Mumbai) haben wir einen sehr angesehenen Anwalt, der ein großer Verehrer von Mutter ist. Viele von uns kennen Hrn. Pradhan, er schon einmal hier. Und einmal war er bei einem von Mutters Programmen…
Shri Mataji: Nein, nein! Er war zu Hause und unterhielt sich mit anderen Leuten.
Gavin Brown: Ja, er meditierte gemeinsam mit anderen und sie arbeiteten mit Vibrationen. Plötzlich bemerkte er, dass er an diesem Tag vor Gericht einen Fall zu verteidigen hatte. Da sein Fall auf der Liste ganz hinten gereiht war und viele andere Fälle zuvor an die Reihe kamen, dachte er, dass sein Fall wahrscheinlich ohnehin erst am Montag an die Reihe kommen würde. Als er sich dann am nächsten Tag zum Gericht begab, um sich zu erkundigen, sagten sie zu ihm: “Wovon sprechen Sie? Sie waren doch gestern hier. Es ist in den Gerichtsakten verzeichnet und Sie haben den Fall brillant verteidigt. Der Richter bemerkte, dass Ihre Verteidigung exzellent war. Sie haben den Fall gewonnen!“ Er sagte: “Oh, ich war wirklich hier?” Alle lachen. Und dann erkannte er, dass Mutter hier gewesen sein muss.
Shri Mataji: Ani Petkar tsa diste ahai. (Bedeutung: Erzähl ihnen von Petkar)
Gavin Brown: Das ist eine weitere dieser Geschichten. Petkar ist ein großer Sahaja Yogi in Pune. Eines Nachts träumte er, dass sein Bruder in seinem Dorf in einen großen Brunnen gefallen sei. Das Dorf war ein Stück von Puna entfernt und…
Shri Mataji: Der Bruder war ein Schlafwandler.
Gavin Brown: Dieser Traum jagte ihm solche Angst ein, dass er aufstand und vor dem Bild von Mutter für seinen Bruder betete. Am nächsten Morgen fuhr er in sein Dorf, wo ihm sein Vater folgendes erzählte: „Ja, dein Bruder ist wirklich in den Brunnen gefallen. Sie suchten schon mit Fackeln nach ihm und plötzlich tauchte er aus dem Wasser auf und dann saß er am Rand des Dammes.“ Der Bruder erzählte ihm, dass er plötzlich eine Hand mit Armreifen sah die ihn dann packte und aus dem Wasser herauszog. Im ersten Augenblick konnte er nicht sprechen. Dann wurde er ohnmächtig und konnte den Leuten, die ihn gesucht hatten, nicht erzählen was passiert war. Der Bruder war kein Anhänger Shri Matajis, aber Petkar hatte was getan und Mutter war da gewesen.
Shri Mataji: Es ist wie mit dem Kamel, dass durch das Nadelöhr… (Gelächter). In Ordnung, gibt es noch eine Frage? Danke Gavin.
Von diesen Geschichten gibt es tausendundeine. So viele Sahaja Yogis können solche Dinge berichten. Wie ihnen auf jede Weise geholfen wurde. Gott kümmert sich um jeden, aber ganz besonders um jene, die Ihn suchen und um die höchsten von ihnen, die realisierten Seelen. Wenn es noch irgendwelche Fragen gibt, dann stellt sie Mir.
 
Sucher: Was können wir bezüglich der Bedrohung durch einen Atomkrieg machen?
Shri Mataji: Wenn Sie an Gott glauben, ist es am besten einfach nicht darüber nachzudenken! Gelächter. Es kann alles verbreitet werden, oder? Zu einem Krieg kann es nur kommen, wenn Gott das erlaubt, sonst nicht. Dazu muss es jedoch Menschen geben, für die sich Gott einsetzen würde. Wenn alle von ihnen schreckliche Teufel sind, ist es besser, wenn es einen Krieg geben würde. Der Mensch denkt und Gott lenkt heißt ein englisches Sprichwort. Habt ihr das schon vergessen?
Ein Atomkrieg ist eine Schöpfung des Menschen. In Ordnung? Und die Menschen sind eine Schöpfung Gottes. Der Schöpfer wird seinen dummen Kindern das nicht erlauben. Aber wenn sie alle zusammen wirklich so dumm sind, dann können sie auch einen Atomkrieg haben. Welchen Sinn sollte es machen, wenn man Dummköpfe und Esel rettet? In Wahrheit stirbt niemand, aber dennoch werden nur die realisierten Seelen gerettet. Alle die unschuldig sind, werden wiedergeboren und alle Teufel landen in der Hölle. In Ordnung? Wir haben ein realisiert geborenes Kind hier. Markandeya ist realisiert geboren. Es sind so viele von ihnen hier.
Sucher: Wie kann man Angst auflösen?
Shri Mataji: Welche Art von Angst? Bewusste oder unbewusste Ängste?
Sucher: Angst vor der Angst?
Shri Mataji lacht und macht eine Geste der Skepsis: Was für eine Art von Angst soll das sein.
Sucher: Nein, grundlose Ängste.
Shri Mataji: Ok! Angst entsteht in euch, wenn ihr nicht mit der Wirklichkeit verbunden seid. Ihr seid nicht eins mit der Wirklichkeit. In Ordnung? In Sahaja Yoga gibt es so viele Möglichkeiten in seine Mitte zu kommen. Sie können Angst vor ihrem Ego oder Superego haben. Es kann von überall kommen, aber wenn sie im Zentrum sind, fällt die Angst ab. Allmählich fällt die Angst vollkommen von einem ab. Das Ereignis des Erwachens entfernt Sie von der Angst. Wenn Sie mit ihrem Bewusstsein aufsteigen, dann passiert das ganz automatisch. Wir kennen viele Wege und Methoden, mit denen man sein Gleichgewicht halten und aufsteigen kann, das ist alles. Und nicht nur die Angst sonder auch viele andere Dinge fallen von Ihnen ab: Gewohnheiten, Abhängigkeiten, Launen und mehr. All diese Grenzen fallen, weil Sie darüber hinausgelangen. Der Grund dafür ist, dass Sie wiedergeboren werden. Sie müssen dazu nichts tun, nur aufsteigen. Es gibt so viele Techniken. Ich hoffe Sie kommen zu unserem Programm und besuchen unseren Ashram hier. Sie werden es Ihnen erklären, wie das geht. Wir haben viele Leute, die an schrecklichen Ängsten litten, aber jetzt sind sie wieder in Ordnung. Sie haben keine Angst mehr und sind nicht mehr ängstlich.

Ein indischer Sucher (vermutlich ein Vegetarier) fragt: Mutter, könnt Ihr uns einen Ratschlag zur Ernährung geben?
Shri Mataji: In Sahaja Yoga legen wir nicht so viel Aufmerksamkeit auf das Essen. Es wurde schon zu viel Aufmerksamkeit dafür verschwendet und das ist nicht gut. Sie müssen verstehen, dass der Spirit sich nichts aus Essen macht. Er ist von all dem vollkommen losgelöst. Das Atma steht über diesen Dingen und auch wenn glauben, dass das Atma über eine bestimmte Ernährung glücklich ist, so stimmt das nicht. Sehen wir uns z.B. den Vegetarismus an. Sie werden überrascht sein, dass auch all diese falschen Gurus Vegetarier sind, wie z.B. Mahesh Yogi oder Rajneesh. Rajneesh ist sogar ein strenger Vegetarier! Er isst nicht einmal Knoblauch und Zwiebel. Wenn man den Anhängern von Mahesh Yogi Knoblauch zeigt, beginnen sie einhundert Mal zu hüpfen! Sie fürchten sich vor Knoblauch. Könnt ihr euch das vorstellen? Damit will Ich aber nicht sagen, dass man Fleisch essen sollte. Darum geht es nicht. Die Menschen sollen essen, was sie für einen gesunden Körper benötigen. Nur das Fleisch von Tieren, die größer sind als ihr selbst, solltet ihr nicht essen.
Gut, was geschieht also? Wir geht die Evolution im Tierreich vor sich? Anscheinend hat das noch niemand genauer untersucht. Angenommen ihr könntet viele Hühner retten (Anm.: indem ihr kein Fleisch esst). Kann Ich etwa Hühnern die Selbstverwirklichung geben? Oder kann Ich Käfer oder Moskitos realisieren? Das Problem ist, dass eure Aufmerksamkeit auf Angelegenheiten wie eurer Ernährung liegt nicht auf den höheren Ebenen des Lebens.
Wir denken an unsere Ernährung und glauben dass wir Hühner (Tiere) retten können, indem wir kein Fleisch essen. Aber in Wahrheit stirbt nichts, das hat sogar schon Shri Krishna gesagt. Es stirbt nichts! In Ordnung? Das ist der Grund, warum Shri Krishna von manchen Menschen abgelehnt wird. Weil Er eine Samhara Shakti hatte, weil Er tötete. Für die Evolution ist das Töten jedoch unerlässlich. Was würde passieren, wenn man diese Rakshasas (Dämonen) nicht töten würde? Würdet ihr sie dann verehren? Was würdet ihr mit ihnen machen? Sie müssen getötet und aus dem Kreislauf geworfen werden.
Mit dem Fortschreiten der Evolution müssen viele Dinge aussterben, damit das Wahre etabliert werden kann. Als Beispiel könnte man eine Blüte nehmen. Sie muss sterben, damit sie zur Frucht werden kann. Das hat nichts mit ‚Himsa’ (skrt.: Verletzung, Gewalt) zu tun. Das Wort Himsa wurde völlig falsch interpretiert und daher sind die Menschen zufrieden, wenn sie kein Fleisch essen. Aber das ist so nicht richtig. Für manche Menschen ist es unerlässlich Fleisch zu essen. Wie ihr wisst funktioniert Sahaja Yoga auf dem Prinzip der Shakti. Die Devi hat die Rakshasas nicht nur getötet, nein, Sie hat sie auch verzehrt und das Blut dieser Dämonen getrunken. Ihr kennt ja die Geschichte von Raktabija.1 Wie könnten wir dann Vegetarier sein? Das müsst ihr Mir erklären. Diese Art zu denken entsteht aufgrund von Konditionierungen.
Was passiert wirklich im Evolutionsprozess, wenn jemand ein Huhn isst? Oder noch besser, wenn ein Tier, das sich auf einer höheren Evolutionsstufe befindet, ein Tier frisst, dass sich auf einer niederigeren Stufe befindet. Das Tier auf der niedrigeren Evolutionsstufe gelangt durch seinen Tod wieder in den Kreislauf (der Wiedergeburten) und wird das nächste Mal auf einer höheren Stufe geboren. So funktioniert die Evolution! Die Selbstverwirklichung können wir aber nur Menschen geben (Anm.: wieder ein Evolutionsschritt) und deshalb sollten wir uns um diese Dinge keine Sorgen machen. Wenn ihr ein Huhn esst, verhelft ihr ihm dadurch eindeutig zu einem neuen Leben auf einer höheren Evolutionsstufe. Ihr solltet jedoch keine Tiere essen, die größer sind als ihr selbst. Kleinere Tiere erleiden jedoch keinen Schaden wenn ihr sie esst. Ihr könntet euch höchstens selbst schaden, wenn ihr z.B. Moskitos essen würdet.
Auf diesem Planeten gibt es Länder, wo nichts Grünes wächst, z.B. in Grönland. Obwohl der Namen des Landes ‚grünes Land’ bedeutet, haben sie dort noch keine Blätter gesehen. Die Menschen dort könnten nicht überleben, wenn sie nicht das Fleisch von Tieren essen würden. Begehen diese Menschen deshalb eine Sünde? Wie könnte Gott so parteiisch sein? Es gibt viele Länder in denen man ohne Fleischverzehr nicht überleben könnte. Dafür muss es doch einen Grund geben. In Ordnung? Denkt das einmal durch! Wenn ihr Gemüse esst, ist das in Ordnung und wenn ihr Fleisch essen wollt, ist das auch in Ordnung.
Sahaja Yogis würde Ich jedoch empfehlen, sich nicht für das zu entscheiden, was ihnen am besten schmeckt, sondern für das, was für ihren Körper am besten ist. Für die Menschen im Westen wäre es z.B. besser, wenn sie nicht so viel Fleisch essen würden. Ich denke, dass ihre Väter schon viel zu viel Fleisch gegessen haben. Esst weniger Fleisch und mehr Kohlehydrate. In Ländern wo sie kaum Fleisch essen, sollten sie mehr Protein zu sich nehmen. Wenn jemand kein Fleisch mag, soll er Proteine in anderer Form zu sich nehmen. Proteine sind sehr wichtig. Wenn ihr ein Leben lang kaum Proteine zu euch nehmt, werdet ihr leiden müssen. Ich Indien habe Ich festgestellt, dass viele Sahaja Yogis, die ein Problem im linken Nabhi Chakra haben, strikte Vegetarier sind. Wir haben ihnen empfohlen, Proteine zu sich zu nehmen. Es gibt so viele Arten von Proteinen, die man essen kann. Wenn ihr Fleisch nicht mögt und von Kindheit an nicht daran gewöhnt seid, müsst ihr auch kein Fleisch essen.
Wir müssen diesbezüglich weise und offen sein, und sollten uns nicht durch in der Kindheit erworbene Prägungen binden. Es sollte uns aber klar sein, dass uns eine vegetarische Ernährung nicht näher zu Gott bringt. Natürlich auch nicht das Gegenteil. Der Spirit ist weder Vegetarier noch Nicht-Vegetarier. Er steht über allem was mit Ernährung zu tun hat. Wichtig ist aber, was euer Körper benötigt (Anm.: um gesund zu bleiben). Wenn ihr Proteine benötigt, dann esst Proteine und wenn nicht, dann eben nicht. Aber nehmt zu euch, was euer Körper braucht.
Es geht nicht um die Entscheidung Hühnchen oder Gemüse. Wir müssen es vielmehr aus medizinischer Sicht betrachten: Protein oder Kohlenhydrate? Ihr könnt essen, was immer ihr wollt. In Sahaja Yoga gibt es diesbezüglich keine Zwänge.
Viele große Heilige haben Fleisch gegessen. Guru Nanak, Kabir, Mohammed, Christus, Shri Rama, Shri Krishna. Sie haben alle Fleisch gegessen. Sogar Buddha. Der Beweis dafür ist, dass er an einer Fleischmahlzeit gestorben ist. Einer Seiner Schüler war ein Jäger und als Buddha ihn einmal besuchte, sagte Er, dass er großen Hunger habe. Der Jäger erzählte Ihm, dass er gerade ein Wildschwein getötet habe, dessen Fleisch noch reifen (abhängen) müsse. Buddha sagte: ‘Gut, das macht nichts, Ich esse es auch so.’ Er aß er das Fleisch des Wildschweins und starb daran. Wenn die Buddhisten Ihn als Grund dafür vorschieben, warum man kein Fleisch essen soll, ist das nicht stimmig. Buddha ist an unreifem Wildbret gestorben und das ist der Beweis dafür, dass Er Fleisch gegessen haben muss. Sogar die Jains wissen das. Bei ihnen geht der Vegetarismus auf Neminath (Cousin von Shri Krishna) zurück. Neminath lebte zur Zeit Shri Krishnas. Anlässlich seiner Hochzeitsfeier wurde für die Gäste eine große Menge an Geflügel vorbereitet. Als Neminath die vielen toten Vögel sah, stieg in ihm eine starke Abneigung gegen den Genuss von Fleisch auf und von da an wollte er kein Fleisch mehr essen. Das war durchaus in Ordnung. Wenn man eine Abneigung gegen Fleischgenuss spürt, sollte man kein Fleisch essen. Aber die Jains haben einen Kult daraus gemacht und essen seither kein Fleisch mehr.
Man sollte diesbezüglich keine mentalen Ideen verfolgen. Wenn ihr etwas nicht essen wollt, dann esst es einfach nicht und wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen oder anderen Erfordernissen etwas Bestimmtes essen muss, dann ist daran nichts falsch. Jedes Individuum hat unterschiedliche Bedürfnisse.
Wenn Ich mich nur vegetarisch ernähren würde, würde Ich nicht existieren, das sage Ich euch. Ich benötige Proteine, weil Ich starke Reinigungskapazitäten besitze. Wenn Ich jemanden treffe, jemandem die Hand schüttle usw., dann haben diese Leute oft jede Menge Bhoots, die Ich ihnen abnehme. Ich weiß nicht, was mit Mir passieren würde, wenn ich nur Kohlehydrate essen würde. Das heißt nicht, dass Ich ein reiner Fleischesser bin, aber Ich brauche auch Proteine. Das ist der Punkt. Es geht nicht darum, ob man Fleisch isst oder nicht, sondern darum, in welchem Verhältnis man Proteine oder Kohlenhydrate braucht.
Wir sollten diesbezüglich etwas Weisheit besitzen. Es gibt so viele Sekten, die irgendwelche Essensvorschriften beachten, aber das ist nicht wichtig. In Sahaja Yoga gibt es keinen Kult, weil jedes Individuum eine andere Persönlichkeit hat. Nur eines haben wir alle gemeinsam und das ist der Spirit. Natürlich verabscheuen wir Alkohol. Aber erst nach der Selbstverwirklichung, davor habe Ich nicht darüber gesprochen. Alkohol wirkt gegen euer Chetana, gegen euer Bewusstsein. Man muss auf sein Bewusstsein achten. Die Menschen haben schon so viel Zeit mit Ernährungsfragen verschwendet und haben nichts dadurch erreicht.
Manchmal habe Ich gesehen, dass auch Vegetarier entsetzlich sein können. In Indien gibt es eine Gemeinschaft die sich Marwadis nennt. Sie sind Vegetarier und gleichzeitig Blutsauger. Obwohl sie Vegetarier sind, sind sie gleichzeitig Blutsauger, nicht alle. Es gibt sogar in Sahaja Yoga ein paar von dieser Sorte. Diese Leute sind extrem geldorientiert. Wenn man glaubt, dass man durch eine bestimmte Ernährung zu etwas Besserem wird, so stimmt das einfach nicht. Ihr solltet euch nicht für eine bestimmte Ernährung entscheiden, sondern feststellen, ob ihr Proteine oder Kohlehydrate braucht.
Ihr solltet das tun, was gut für eure Gesundheit ist. Wenn man zu viel vegetarische Nahrung zu sich nimmt, kann man genauso für bestimmte Krankheiten anfällig werden, wie jemand, der zu viel Fleisch isst. Vegetarier erkranken relativ leicht an Weißfleckenkrankheit (verminderte Hautpigmentation, relativ häufig in Indien) oder auch an Leukämie und andere bestimmte Krebsarten. Natürlich können auch Nicht-Vegetarier zahlreiche Krankheiten bekommen. Wir müssen daher ein Gleichgewicht aufrechterhalten. Wenn wir Vegetarier sind, müssen wir darauf achten, dass wir trotzdem ausreichend Proteine bekommen, damit der Körper gesund bleibt.
Ein gesunder Körper ist ein Tempel Gottes. Zu diesem Zweck müssen wir darauf achten, dass er gesund und glücklich bleibt. Das sollte unsere Einstellung sein. Wenn ihr zu Sahaja Yoga kommt, ist das nicht mehr so wichtig, weil dann automatisch die Arztrechnungen ins Wasser fallen. Daher müssen wir in Bezug auf uns selbst eine weise Einstellung entwickeln und sollten uns aufgrund bestimmter Konditionierungen nicht quälen. Wenn uns in unserer Kindheit etwas anerzogen wurde, sollten wir feststellen, ob es noch für uns passt.
Ich habe Menschen gesehen, die aufgrund ihrer vegetarischen Ernährungen enorme Mängel aufwiesen. Aber als sie dann Protein zu sich nahmen, verbessern sich ihre Vibrationen sehr schnell. Bestimmte Typen brauchen Proteine und andere Kohlehydrate. Übel gelaunte Menschen (Leberproblem) sollten Kohlehydrate zu sich nehmen. Wir müssen offen sein und versuchen die Zusammenhänge zus verstehen. Andererseits sollten wir von allem die Finger lassen, das gegen unser Bewusstsein gerichtet ist. Der Grund dafür ist, dass wir den Spirit nur mit Hilfe unseres eigenen Bewusstseins erreichen können. Sonst sind wir sehr schnell weg von der Schüssel. Ich muss euch wohl nicht sagen, dass ihr keinen Alkohol trinken und nicht rauchen sollt, weil ihr sonst automatisch (aus Sahaja Yoga) ausscheidet.
Der indische Sucher: Mutter, Bernhard Shaw, ein angesehener Irischer Schriftsteller hat kürzlich gesagt, dass er es nicht will, wenn sein Magen zum Friedhof für tote Tiere wird.
Shri Mataji: Gut, aber hat Bernhard Shaw irgendjemandem die Selbstverwirklichung gegeben? Wenn er Vegetarier geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass ein jeder es ihm nachmachen soll. Der Magen ist kein Friedhof, das kann Ich euch versichern. Er muss wohl Verstopfung gehabt haben. Alle lachen. Das ist alles, was Ich dazu sagen kann. Alles was Bernhard Shaw in Bezug auf sich selbst gesagt hat, ist in Ordnung. Vielleicht passt das für ihn. Ihr müsst verstehen, dass die meisten Vegetarier und die meisten Nicht-Vegetarier ein (gesundheitliches) Problem haben. Ich kann das jeden Tag beobachten. Bernhard Shaw ist heute nicht hier, sonst hätte Ich ihn gefragt, was sein Problem war. Was immer solche Leute auch damit ausdrücken wollen, es ist ihre eigene Erfahrung. In Ordnung? Es geht hier jedoch nicht um Meine eigene Erfahrung, vielmehr will Ich euch die Erfahrung vieler Menschen vermitteln.
Der indische Sucher: Ich verstehe Ihren Einwand, dass man Proteine essen sollte. Aber enthält nicht auch pflanzliche Nahrung Proteine?
Shri Mataji: Ja, das sagte Ich doch! Ich habe nie gesagt, dass Sie Fleisch essen müssen. Man sollte nur feststellen, ob man mehr Proteine braucht oder mehr Kohlehydrate. Alle anderen Überlegungen sind überflüssig, weil in Wahrheit nichts stirbt.Die Menschen besitzen häufig kein Mitgefühl für ihre eigenen Artgenossen. Weder für ihren eigenen Vater, ihre Mutter, ihre Brüder und Schwestern und auch nicht für all die anderen Menschen. Welchen Sinn soll es haben, wenn wir Mitgefühl für Lebewesen zeigen, die nichts von all dem verstehen und es auch gar nicht benötigen? Menschen benötigen Barmherzigkeit, nur sie sind sich dieser Qualität bewusst. Alles andere ist an den Haaren herbeigezogen. Das Problem mit dem menschlichen Verstand ist, dass er seine Aufmerksamkeit immerzu auf andere Dinge verlagert und sich dadurch von der Wirklichkeit entfernt.
Vor kurzem habe Ich einer Frau aufgrund einer Blockade des linken Vishuddhis gesagt, dass sie sich nicht schuldig fühlen soll. Sie erzählte Mir, dass sie sich schuldig fühle, weil in Vietnam so viele Menschen sterben. Ich sagte: ‚Wozu soll das gut sein? Können Sie etwa das Problem in Vietnam lösen? Sind sie davon betroffen? Warum machen Sie sich Sorgen um die Menschen in Vietnam?’ Ihr müsst tun, was für euch gut ist (Anm.: für unseren Spirit) und was ihr tun könnt. Aber sie verlagern ihre Aufmerksamkeit und dann kleben sie an irgendwelchen Konzepten, die überhaupt nichts bringen.
Es sollte keine ‚-ismen’ geben. Ihr müsst vollkommen unvoreingenommen sein. Welche Probleme sie auch haben, sie müssen es erkennen und lösen. Ich bin nicht hier, um Vegetarismus oder Nicht-Vegetarismus zu verbreiten. Ich bin hier, um Sahaja Yoga zu verbreiten. „Sahaja Samadhi Lago“. Darum geht es. Ihr müsst euer Samadhi bekommen und das bekommt ihr nur sahaj, spontan.
Sucher: Wie wollen Sie Geld bekommen (unklar), wenn sie kein richtiges Essen bekommen?
Shri Mataji: Ich habe Ihnen ja schon von Buddha erzählt. Was halten sie von Guru Nanak? Wie denken Sie über Christus? Glauben Sie, dass einer von diesen spirituellen Größen auf einer niedrigeren Stufe steht (Anm.: weil er Fleisch gegessen hat)? Den Spirit kümmert all das nicht. Shri Krishna hat schon gesagt: ,Nainam chindanti shastrani nainam dahati pavakah. na chainam kledayanty-aapo na sosayati marutah.’ – ‚Den Geist verletzen Waffen nicht, den Geist verbrennt das Feuer nicht, den Geist ertränkt das Wasser nicht, und nie verweht der Geist im Wind.’ Das hat Shri Krishna selbst gesagt. Er hat persönlich Rakshasas (Dämonen) getötet und deshalb mögen Ihn die Jains nicht. Für sie ist Er ein Hinsatmak! Aber sie treiben es zu weit und dann beginnen sie Wanzen und Moskitos zu retten.
Wir haben jetzt die Selbstverwirklichung bekommen, daran besteht kein Zweifel. Als erstes müsst ihr eure Selbstverwirklichung bekommen. Eure Vorfahren hatten die gleichen Vorstellungen und trotzdem haben sie ihre Selbstverwirklichung nicht bekommen. Vergesst daher all diese Dinge. Das wichtigste ist, dass ihr euren Spirit bekommt. Diese Dinge (Ernährung) sind nicht wichtig. Sie führen nur dazu, dass ihr eure Aufmerksamkeit auf unwichtige Dinge abgelenkt wird.
Viele (Inkarnationen), wie z.B. Mohammed kamen auf diese Welt, aber sie haben alle abgelehnt. Das ist die Lage. Das ist der Brahmanismus – wieder so ein ‚-ismus’. Infolge dieser ‚-ismen’ wurden alle großen Seelen dieser Welt abgewiesen. Waren diese Seelen etwa nicht realisiert? War Kahlil Gibran nicht realisiert? Wie wollt ihr das wissen? Solange ihr selbst nicht selbstverwirklicht seid, werdet ihr es nicht feststellen können und immer nur verschiedenen Ideen anhängen. Ihr müsst soweit kommen, dass ihr das selbst spüren könnt. War etwa William Blake nicht realisiert? Er war eine Inkarnation von Markandeya!
Wir haben so viele Dinge vergessen. Wir sehen es auch in den alten indischen Schriften nicht, wir wollen diese Dinge gar nicht sehen. In Indien hatten wir einen großen Heiligen namens Sajan Kasai. Man sollte verstehen, dass wir in Sahaja Yoga versuchen, alles anzunehmen was wahr ist. Seht einmal selbst! Was ist mit euren Vibrationen? Habt ihr Vibrationen oder nicht? Das ist die Hauptsache und eure Aufmerksamkeit sollte darauf gerichtet sein!   
In Wirklichkeit verwenden Vegetarier mehr Aufmerksamkeit für das Essen als Nicht-Vegetarier. Die Frauen von Vegetariern sind die ganze Zeit damit beschäftigt, was sie für ihre Männer zubereiten sollen. Sie sind immerzu mit der Planung des Essens beschäftigt: ‚Aaj papad banaye? Ki falana banaye ki…’. Sie sind immerzu mit dem Kochen beschäftigt. Und die Männer jammern immerzu wegen des Essens: ‚In diesem Haus habe ich ein super Karela (Bittermelone) gegessen und dort habe ich das gegessen. Ich würde mich freuen, wenn du mir das auch kochst!’
Ich kenne die indischen Männer nur zu gut und weiß, dass sie Vegetarier sind. Ich komme ja aus diesem Land! Frauen und Männer sind immerzu mit dem Essen beschäftigt. Ihre gesamte Aufmerksamkeit liegt immerzu darauf. Die Frauen wollen kochen und die Männer wollen das Essen genießen. Aber das ist nicht der Weg. Zieht eure Aufmerksamkeit vom Essen ab, es ist nicht so wichtig. Macht eine Diät, die euch balanciert und was immer ihr dafür essen wollt ist in Ordnung. Macht euch wegen der anderen keine Sorgen. In Sahaja Yoga werdet ihr nicht gezwungen etwas Bestimmtes zu essen. Es gibt keinen Zwang und ihr könnt essen was ihr wollt, solange es euch balanciert. Aber das ist schon wichtig! Eure bevorzugte Nahrung muss euch balancieren, sie muss für euch das Richtige sein und euch gesund erhaltet. Darum geht es! Was immer ihr auch esst, esst es. Es gibt keinen Zwang. Ihr müsst selbst herausfinden, was für euch das Beste ist. Auch unter den Sahaja Yoginis essen sehr viele überhaupt kein Fleisch, aber sie brauchen auch keines. Wenn ihr kein Fleisch essen wollt, dann esst einfach keines! All das ist nicht so wichtig… (Aufnahmeunterbrechung)
[…] Eure Qualitäten werden geprüft, wenn eure Kundalini erweckt wird. Vorher wisst ihr darüber nicht Bescheid. Ich habe Menschen kennen gelernt, die von sich selbst dachten, dass sie großartig sind. Einmal kam ein Sanyasi (Asket) herein und setzte sich auf die Bühne. Seine Gedanken kreisten darum, welch großartiger Mann er ist und all das. Meine realisiert geborene Enkeltochter saß ganz vorne. Ich war bei dieser Veranstaltung Ehrengast und saß auch vorne. Plötzlich rief Meine Enkeltochter von ihrem Sitz aus: ‘Mutter, bitte sag diesem Mann mit seiner ‚Maxi-Robe’, dass er gehen soll, er verbreitet viel zu viel Hitze!’ Sie dachte, er sei ein Mann mit langer Robe (Shri Mataji bezeichnet ihn ironisch als ‚Maxi-Kerl’) und wusste nicht, dass gerade er als Sanyasi keinerlei Verhaftungen haben sollte. Und genau dieser Kerl sollte über Vegetarismus sprechen. Immer diese ‚-ismus’ Systeme, Religionen, Gott und all das! Seid also vorsichtig bei diesen so genannten ‚Sanyasis’, diesen so genannten ‚Vegetariern’. Sie sind unglaublich heißblütig. Gelächter. Es geht darum, was ihr in euch manifestiert, das ist der Punkt. Ihr müsst die Stille in euch manifestieren! Nur das funktioniert. Irgendjemand sagt etwas und ein anderer sagt wieder etwas anderes. Was sollten wir tun? Was ist mit euch? Was habt ihr zu sagen? Was habt ihr manifestiert? Habt ihr die Kräfte eures Spirits bekommen? Stellt euch diese Frage einmal selbst? Das ist das erste, was ihr erreichen solltet, dann können wir auch über alle anderen Dinge sprechen. Aber als erstes solltet ihr euren Spirit erreichen.
Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass die Menschen ihren Spirit erreichen, oder? Das passiert das erste Mal. Das ist das Wichtigste und aus diesem Grund sollte man keine Beziehungen zu anderen Dingen eingehen. Diese Sache ist etwas Absolutes. Das sollte geschehen und darum solltet ihr bitten und nicht immerzu daran denken, wenn irgendwelche Leute etwas behauptet haben. Was haben sie getan? Haben sie ihren Spirit manifestiert? Es kann schon sein, dass ein oder zwei von ihnen es hier und dort geschafft haben. Seht also zu, dass sich euer Spirit manifestiert und verliert euch nicht in diesen Dingen. Seid freundlich zu euch selbst – seit sozusagen ‚vegetarisch’ indem ihr zu euch selbst freundlich seid und euren Spirit vollkommen von all diesen Ideen befreit. Der Spirit ist reine Wahrheit und keine mentale Idee. Man kann ihn nicht mit einer Idee sondern nur mit der Wahrheit nähren und dieser Wahrheit müsst ihr euch stellen und in euch manifestieren!
Sucher: Mutter, was sollen wir mit diesem Spirit machen?
Shri Mataji: Das habe Ich schon erklärt. Ihr müsst überhaupt nichts machen! Na? Darum geht es. Die Kundalini muss aufsteigen. Was macht diese Lampe, wenn sie entzündet wird? Eine entzündete Flamme kommt ihr nahe und manifestiert sich. Ihr seid dafür bereit. In Ordnung? Das einzige was passieren muss ist, dass die Kundalini erweckt wird und dann wird es funktionieren.
Jeder Erleuchtete kann euch die Selbstverwirklichung geben. Wollt ihr, dass wir sie euch geben? Gut, wir werden es bei allen, die sie noch nicht bekommen haben versuchen. Aber Ich glaube, dass heute nicht mehr genug Zeit dafür ist. (Shri Mataji blickt auf die Uhr) Es tut Mir leid! Ihr müsst in einen unserer Ashrams gehen, dort werden sie euch die Kundalini heben und ihr werdet es alle spüren. Normalerweise gebe Ich die Selbstverwirklichung bei öffentlichen Programmen gleich zu Beginn. Falls die Kundalini nicht aufsteigt, können sie euch sagen, woran es liegt, was das Problem ist. Versucht es und helft euch auf diese Weise selbst. Ihr müsst mit euch selbst kooperieren und solltet euch nicht mit irgendwelchen Ideen identifizieren, von denen ihr glaubt, dass sie falsch oder richtig sind. Das wichtigste ist, dass die Kundalini aufsteigen muss. In Indien weiß ein jeder, dass die Kundalini aufsteigen muss, wenn man Atma Sakshakar – die Selbstverwirklichung – bekommen will. Und wenn sich die Kundalini nicht bewegt, gibt es ein Problem. Und was ist das Problem? Das können euch die Yogis sagen. In Ordnung? Kooperiert also mit euch selbst und seid bescheiden, es muss funktionieren. Thik hai na? (OK).
Sucher: Zarur (absolut)
Shri Mataji:  Aasha ruk lijiye, aisa hath rukhiye (Hindi: sei hoffnungsvoll und halte deine Hände so). Versucht es, ihr werdet die Chaitanya Lahari über euren Händen spüren. Bei Adi Shankaracharya war das etwas anderes. Er hatte ein großes Lebenswerk zu verrichten und musste deshalb ein Leben als Sanyasi führen. Er sagte: ‚Na yoge, na sankye’ – weder durch Yoga noch durch Sankya – durch Denken könnt ihr es erreichen. Ihr bekommt es nur durch die Gnade eurer Mutter. Mit diesen einfachen Worten hat er es auf den Punkt gebracht. Aber seht euch sein Leben an. Als seine Mutter starb, erlaubten sie ihm nicht, ihren Körper zu verbrennen, weil er ein Sanyasi war. Das ist auch wieder so eine Auslegung. Ein Grishasta (Haushälter) glaubt, dass ein Sanyasi nicht verbrannt werden darf. Noch eine solche Idee und dann sagten sie, dass er seine Mutter mit dem Holz eines Bananenbaums verbrennen kann. Dieses Holz ist aber nicht brennbar. Es wird erzählt, dass sie dadurch einen Fluch auf sich zogen. Der Fluch kam nicht von Shankaracharya, aber er verdammte sie dazu, ihre Toten in ihren Häusern zu verbrennen. In Kerala tun sie das heute noch. Viele Heilige wurden durch solche komischen Ideen getötet. Daher sollte man keine fixen Vorstellungen haben.
Sai Nath war ebenfalls eine realisierte Seele. Nicht der sich heutzutage so nennt, sondern der richtige Sai Nath. Er war ein Moslem. Auch Kabir war ein Moslem und trotzdem hat ihn Nanaka in seiner Guru Granth Sahib (Anm.: Heilige Schrift der Siks) aufgenommen. Nur eine realisierte Person kann erkennen, wer realisiert ist. Vor der Selbstverwirklichung ist all das nur mental, aber durch mentale Leistungen kann man es nicht bekommen. Seid ihr dessen nicht langsam müde? Immer dieses denken, denken, denken wie verrückt? Ein Arzt hat einmal zu Mir gesagt: ‚Mutter, Ihr könnt mir den Hals durchschneiden, macht mit mir was Ihr wollt, aber beendet bitte dieses ständige Denken!’ Alle lachen.
Lasst all diese Vorstellungen los und erreicht die Wirklichkeit! Kommt in die Wirklichkeit! Ihr könnt es aber nicht selbst erreichen. Dazu muss die Kundalini erweckt werden. Irgendjemand muss euch die Kundalini erwecken und wenn das geschehen ist, könnt ihr sie in anderen auch erwecken. Es sind so viele hier, die anderen die Kundalini erweckt haben. Sie sehen zwar völlig normal und ignorant aus, aber sie wissen alles darüber und sind diesbezüglich Experten. Als ihr gesprochen habt, haben sie sofort ein Bandhan für eure blockierten Chakras gegeben. Alle spüren es. Ihr spürt es nicht, aber sie schon. In Ordnung? Ihr müsst daher bescheiden sein und eure Selbstverwirklichung bekommen, alles darüber lernen und dann anderen die Selbstverwirklichung geben. Das ist heutzutage das Wichtigste. Wir sind nicht hier, um Wanzen, Moskitos und Hühner zu retten! Alle lachen.
Ich hoffe, dass niemand das Rauchen oder eine so schlimme Sache wie Hashish befürworten will. Ich glaube sie rauchen oder essen es, so genau weiß Ich es nicht. Einmal haben wir einen Brief von jemandem bekommen, der geschrieben hat: „Mutter, die Menschen werden Euch nie verstehen, solange sie nicht Cannabis rauchen.“ Ich weiß zwar nicht was das soll, aber sie behaupten, dass die Menschen ohne Cannabis weder Mich noch Sahaja Yoga verstehen würden.
In Ordnung, wie viele von den Neuen haben die kühle Brise gespürt? Sehen wir einmal. Haben Sie die kühle Brise auf den Händen gespürt? Ja! Ich weiß. Was ist mit Ihnen? Haben Sie es gespürt? Großartig! Aab dekhiye, ye logon vegetarian nahi, aur unko cool breeze aa raha, aur aap ko nahi aa (Bedeutung: Sehen Sie, diese Leute sind keine Vegetarier und haben es gespürt, während Sie es nicht gespürt haben!)
Der indische Sucher: Ich habe es aber auch schon gespürt.
Shri Mataji: Aber Sie haben es wieder verloren.
Der indische Sucher: Nein, habe ich nicht! (sehr unhöflich).
Shri Mataji: Sie bekommen es jetzt.
Der indische Sucher: Ich habe es aber auch schon gehabt.
Shri Mataji: Nein, Sie hatten es noch nie.
Der indische Sucher: Ich hatte es!
Shri Mataji: Aber was ist Ihre momentane Situation?
Der indische Sucher: Meine Hände sind kühl! Stimmt das?
Shri Mataji: Nein. Über dem Kopf muss es kühl werden. Er hat eine Blockade auf der Leber. Ha? Heiß? In Ordnung, das ist die Barmherzigkeit! Darin liegt der Beweis des Puddings (Anm.: gemeint ist, dass man den Pudding essen muss, um festzustellen, ob es ein Pudding ist). Alle lachen. In Ordnung? Was ist mit Ihnen, haben Sie es gespürt? Gut. Was ist mit Ihnen? Sie waren sehr verspannt, was ist das Problem mit Ihnen?
Sucher: Ich habe es gespürt, als Sie über das Ego gesprochen haben. Da war es sehr stark.
Shri Mataji: Aber was ist dann passiert? Haben Sie begonnen, darüber nachzudenken?
Sucher: Nein, ich habe mich dann plötzlich physisch unbehaglich gefühlt.
Shri Mataji: Ich weiß, Sie sind auf einem Sessel gesessen. Es gibt keinen Druck. Nein, nein, sie sind in Ordnung. Ich kann Ihnen sagen, dass es ihnen besser gehen wird. Wir kennen in dieser Beziehung keinerlei Druck. Setzen Sie sich bitte. Kommen Sie, setzen Sie sich auf diesen Sessel, in Ordnung. Das ist eine gute Idee. Es gibt keinerlei Zwang. […] Es ist egal ob Sie auf einem Sessel sitzen oder auf einem Thron. Die Kundalini ist innen. Sie ist ein subtiles Wesen und auf eine gewisse Weise wird Ihnen Mutter Erde helfen. Es hilft Ihnen auch, wenn Sie vor einer Kerze sitzen, das ist wieder etwas anderes, aber wenn Sie nicht am Boden sitzen können, macht das nichts. Wir haben vielen Menschen im Sessel die Selbstverwirklichung gegeben. Gelächter. Ja! Was sollen wir machen. Sie sitzen alle auf Sesseln. Alle lachen freudig. In Wien haben 400 Leute ihre Selbstverwirklichung im Sessel bekommen, einfach so! Das funktioniert und es sollte bei allen von euch funktionieren, auch wenn es vielleicht nicht gleich klappt.
Sucher: Können Sie mehr über die Kundalini erzählen?
Shri Mataji: Dazu gibt es jede Menge Lehrreden von Mir. Heute wird es nicht mehr gehen, weil Ich verreise. Aber Ich habe schon so oft über die Kundalini gesprochen. Zumindest tausend Mal, glaube Ich. Alleine in der Caxton Hall müssen es mindestens 600 Vorträge gewesen sein. Diesbezüglich gibt es jede Menge Reden. Sie können sie auf Band anhören. Aber auch wenn Sie sich einen dieser Vorträge anhören, es handelt sich um die Kundalini und beim Hören alleine wird nichts passieren. In Wahrheit handelt es sich um eine Aktualisierung. Es ist wie beim Sprießen eines Samens. Wenn man nur über die Kundalini spricht, passiert gar nichts. Sie muss aber aufsteigen. Hona Chahiye.
Sucher: Aap, Shivaji Maharaj, unko bare me kya sojte? (Hindi: Was halten Sie von Shivaji?).
Shri Mataji: Shivaji Maharaj und Rana Pratap waren Kshatriyas (Kriegerkaste) und aßen daher auch Fleisch. Glauben Sie, dass sie deshalb böse Menschen waren?
Sucher: Sie waren aber nicht spirituell.
Shri Mataji: Wer? Shivaji? Oh, er war sehr spirituell. Das ist das Problem, wenn man nicht realisiert ist und die Vibrationen nicht spüren kann. Alle, die diese Fahne hochhalten, die zeigen soll, dass sie spirituell sind, sind es meistens nicht. Meistens sind diese Leute nicht spirituell. Realisierte Menschen sind ganz einfache Leute, auch wenn sie Könige oder sonst irgendwer sind. Aber wir werden sie nie verstehen können, solange wir selbst die Selbstverwirklichung noch nicht haben. Shabari verstand Shri Rama, aber Sein eigener Vater erkannte nie, wer Er wirklich war.
Der Spirit kann nur durch den Spirit verstanden werden. ‚Atmanyeva atmane tushta’ (der Ausspruch stammt von Shri Krishna und besagt, dass der Spirit durch sich selbst zufrieden ist). Nur durch das Atma und nichts sonst. Ihr könnt den Spirit mit all euren mentalen Fähigkeiten nicht erreichen. Nur das Atma erkennt das Atma. Wenn Sie wissen wollen, ob Shivaji eine realisierte Seele war, müssen Sie nur diese Frage stellen und beobachten, wie die Vibrationen darauf reagieren. So können Sie es erfahren. War er realisiert? Fragen Sie, ob Blake eine realisierte Seele war. Können Sie es spüren? Manchmal wird die Antwort schockierend sein, wenn Sie Personen abfragen, die vorgeblich sehr spirituell sind und dann feststellen, dass sie nicht einmal realisiert sind. Davon gibt es jede Menge. Kommen Sie von Vallabhacharya? Nein? Vallabhacharya war eine große selbstverwirklichte Seele. Einmal begab sich Surdas zu ihm. Alle hielten Surdas für einen sehr spirituellen Menschen, aber in Wahrheit war er nicht einmal selbstverwirklicht. Daher sagte Vallabhcharya zu ihm: ‚Warum schreist du wie ein Baby nach Gott? Ich habe Ihn gefunden. Wenn Ihn jemand gefunden hat, weint er nicht.’
Eine spirituelle Person ist jemand, der den Spirit gefunden hat. Glauben Sie noch immer, dass er nicht spirituell ist? Es kann natürlich sein, dass jemand eine spirituelle Einstellung hat, aber eine spirituelle Person ist man erst, wenn man Ihn gefunden hat. Es kann gut sein, dass eine ganz gewöhnliche Person selbstverwirklicht ist, während ein König das nicht ist. Es gibt so viele davon. Es gibt in unserem Land so viele Fehlbezeichungen und das ist überall das gleiche. Auch hier werden so viele als ‚Heilige’ bezeichnet, obwohl in Wirklichkeit scheußliche Vibrationen von ihnen ausgehen. Man glaubt, dass sie ‚Heilige’ sind, aber Ich weiß nicht, ob sie Heilige oder Teufel sind, irgend etwas in dieser Art sind sie. Und dann gibt es Menschen, die wirkliche Heilige sind und die niemand kennt.
Wie kann man das feststellen? Nur durch das Atma. Nur der Spirit erkennt den Spirit. Mit Hilfe der mentalen Fähigkeiten und durch äußere Betrachtung funktioniert es nicht. Es funktioniert nur wenn sich das Wissen manifestiert, das Wissen der (spirituellen) Wirklichkeit, dann erkennt ihr den Spirit. Es gibt keinen anderen Weg, das ist eine Tatsache. Alles andere, alles was ihr in Ignoranz macht, hat keinen Sinn. Aber wenn ihr das Wissen des Spirits habt, dann beurteilt ihr es mit eurem absoluten Werten. Es kennt keine unterschiedlichen Rassen, Glaubensbekenntnisse, Hautfarben – nichts davon1 Es erkennt nur Vibrationen. Das ist alles beschrieben worden.
Ok, Ich muss jetzt gehen. Was wollt ihr noch machen. Wollt ihr noch ein Lied für Mich singen? Wenn sie es erlauben.
Yogi: Jerusalem, Shri Mataji.
Shri Mataji: In Ordnung. Schließt die Tür, sie sollen nicht sagen, dass wir unsere Freiheiten missbrauchen. Wer singt es? Wer fängt an? Die Yogis singen Jerusalem, Mutter schließt Ihre Augen und verbeugt sich nach dem Lied. Ich danke euch!