Puja, Mutter, sei in unserem Gehirn

Adelaide (Australia)

1983-03-04 Devi Puja Talk: Mother you be in our brain, Adelaide, Australia, DP, 36' Download subtitles: EN,FI,FR,HU,IT,LT,PTView subtitles:
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04.03.1983 – Puja in Adelaide (Australien)

Ich freue Mich, gemeinsam mit euch hier sein zu können und es tut Mir leid, was passiert ist, bevor Ich hierher kam. Ich habe euch ja bereits erzählt, dass die Natur in Gegenwart einer göttlichen Persönlichkeit erwachen kann und wenn sie erst einmal erwacht ist, beginnt sie sich so zu verhalten, wie es eine realisierte Seele tun würde. Dann könnte es sein, dass sie auf Menschen böse ist, die nicht religiös sind oder nichts von Gott wissen wollen, die in ihrem Leben falsche Dinge tun. Menschen die eigentlich nicht normal sind, weil sie nicht Teil eines größeren Ganzen sein wollen und lieber Einsiedler sind; alle möglichen Menschen. Wenn die Natur erst einmal diese Ebene erreicht hat, beginnt sie selbsttätig zu reagieren.

Gemäß Sahaja Yoga wird jedes Element von einer Deität kontrolliert. So wird beispielsweise das Element Feuer (Agni) von einer Deität namens Agni Devata kontrolliert. In seiner reinen Form ist Agni Devata jene Deität, die uns vorbehaltlos reinigt. Das Feuer reinigt alles, beispielsweise Gold. Wenn man Gold in das Feuer gibt, verbrennt es nicht, sondern wird brillanter, es wird veredelt. Handelt es sich jedoch um etwas Minderwertigeres, wird es verbrennen.

Alle brennbaren Dinge sind daher meistens geringwertiger. Interessant wird es jedoch, wenn es sich bei solchen Dingen um erleuchtete (Anm.: vibrierte) Dinge handelt. Angenommen wir nehmen etwas (vibriertes) Holz und entzünden es mit einer gewöhnlichen Flamme. Das Holz dient als Grundlage für das Feuer, es ist brennbar. Wenn dieses Holz also mit einer gewöhnlichen Flamme entzünden, wird die daraus entstehende Flamme auf einmal zu einer erleuchteten Flamme, die weiß, was die Wahrheit ist und was nicht. In diesem Fall reagiert sie, als würde sie wissen, was getan werden muss. Der Unterschied zwischen einem Sahaja Yogi und diesem initiierten Feuer ist, dass das Feuer nicht darüber nachdenkt. Es erledigt einfach die Aufgabe, die es erledigen soll. Anhand der Schwingungen weiß das Feuer dann genau, wohin es sich ausbreiten und was es verbrennen muss.

Bedauerlicherweise glauben die Menschen dann, dass das Element Feuer kein Mitgefühl besitzt. Sie denken, dass das Feuer etwas Mitgefühl haben und einige Menschen verschonen sollte. Das Problem ist nur, dass wir verstehen müssen, dass wir so viele Elemente in uns haben. Wir haben Feuer, wir haben Wasser, wir haben die Mutter Erde und alle Elemente in uns. Das Feuerelement agiert jedoch für sich allein nur als Feuerelement. Es besitzt seine eigene Qualität und wie immer diese auch aussehen mag, wenn es erleuchtet ist, beginnt es die Wahrheit von der Unwahrheit zu trennen. Dennoch bleibt es Feuer. Es kann nicht zu Mitgefühl werden. Wenn man das Ganze jedoch von einem subtileren Standpunkt aus betrachtet und sich zwischen einer schlechten und einer guten Persönlichkeit entscheiden muss, kommt wieder das Mitgefühl zum Ausdruck, weil es die Wahrheit ist und die Wahrheit ist Liebe. Was immer es also tut, es manifestiert die Liebe Gottes und daher solltet ihr verstehen, dass, obwohl es sich um das Element Feuer handelt, es Aufgaben erledigt als wäre es eine Persönlichkeit, als wäre es ein Mensch. Es ist besonnen und weiß, was es verbrennen muss und was nicht.

Dazu muss Ich euch eine Geschichte erzählen. Wir haben einmal die Türen mit diesen Lötlampen gereinigt (Anm.: 1981, Hausrenovierung Brompton Square) und durch einen Irrtum von Linda kam Ich einer brennenden Lötlampe ganz nahe. Plötzlich schoss die Flamme aus der Düse und umkreise Mich in einem feurigen Ring nur einige Zentimeter vom Sari entfernt (Anm.: Shri Mataji trug an diesem Tag einen leicht entflammbaren Sari aus Nylon). Linda sagte erstaunt: ‚Mutter, Ihr brennt.’ ‚Mach dir keine Sorgen’,  antwortete Ich, es hat Mich nur umkreist. Ihr seht, dass das Feuer niemand verbrennt der rein ist. Ein weiteres Beispiel war Sitaji. Als Sie von Shri Rama aus der Gewalt des Dämonenkönigs Ravana befreit worden war, tuschelten die Leute und sagten, dass man herausfinden müsse, ob Sie schuldig oder unschuldig sei, schließlich habe Sie ja bei einem Rakshasa gelebt. Daher schlug Shri Rama vor, Sitaji einer Feuerprobe zu unterziehen. Shri Sita stimmte zu und trug ihnen auf, einen großen Scheiterhaufen zu errichten. Dann setzte Sie sich auf den Holzstoß und als er entzündet wurde und zu brennen begann, konnte Ihr das Feuer nichts anhaben. Das Feuer brannte nieder und Shri Sita blieb unversehrt.

Schon damals wusste Agni Devata also genau, was richtig und was falsch ist und wer heilig und wer unheilig ist. Die Menschen benötigen hingegen sehr viel Zeit, um das zu erkennen und zu verstehen, sogar in Sahaja Yoga. Der Grund dafür ist, dass wir unser vibratorisches Feingefühl viel stärker entwickeln müssen. Warum können Wasser, Feuer oder ein anderes Element feinfühliger werden als es die Menschen sind? Warum sind sie so gehorsam und handeln, als wüssten sie was sie zu tun haben und erledigen den Job so schnell und effizient?

Der Grund dafür ist, dass sie vollkommen der Kontrolle des Göttlichen unterstehen. Zu hundert Prozent. Wenn die Elemente erst einmal erleuchtet sind, tun sie was immer Gott will. Bei den Menschen ist das anders, wisst ihr. Sie gehen zwischen ihrem eigenen menschlichen Bewusstsein und dem göttlichen Bewusstsein und der Einheit mit Gott verloren.  Daher wächst das Feingefühl in einem Menschen nur sehr, sehr langsam – das macht nichts, es macht keinen Unterschied – wenn es dann wächst, dann geht es manchmal zwei Stufen vorwärts und darauf fünf Stufen zurück. Nach zwei Jahren findet man dann einen Gentleman am selben Punkt wieder, wo er begonnen hat. Und dann seid ihr ziemlich bestürzt, wie das trotz Sahaja Yoga passieren konnte. Aber genau das ist der Punkt. Nämlich, dass Menschen denken und entscheiden können und letztendlich die Freiheit besitzen, jederzeit dieses Feingefühl wieder aufzugeben. Ihr müsst dem Göttlichen daher vollkommenen Gehorsam leisten. Manchmal verstehen die Menschen nicht wie das geht, da sie nicht auf diese Weise erzogen wurden. Sie wissen nicht wie sie das machen sollen und es scheint sehr schwierig zu sein.

Viele Menschen sagen: ‚Mutter, es ist sehr schwierig, sich hinzugeben.’ Es ist ja nicht so, dass sie sich nicht hingeben wollen, aber sie denken: ‚Wir sind noch immer in einem Zustand, in dem auf einmal das Ego aufspringt oder Mutter sagt etwas und wir ziehen es in Zweifel. Mutter sagt etwas und wir glauben, dass wir Ihr eine andere Alternative vorschlagen können usw.’ Aber es gibt keine andere Alternative. Für eine sensible Person gibt es das nicht, wenn sie weiß, dass das Göttliche nur an euer Hitha, an euer Wohlergehen denkt. Es sieht und handelt und weiß viel, viel mehr als ihr und das gleichzeitig in vielen verschiedenen Dimensionen. Wenn also jemand sagt, dass ihr etwas machen sollt, dann ist es am besten, wenn ihr dem nachkommt. Manchmal sind die Menschen darüber schockiert. Sie haben Sympathien und Vorstellungen vom Sein und wie man sich gegenüber anderen freundlich und mitfühlend verhalten sollte. Aber was hat es mit diesem menschlichen Mitgefühl auf sich – sie reden immerzu nur, während das Mitgefühl Gottes einfach nur arbeitet. Es arbeitet auf den Menschen und es redet nicht. ‚Oh, ich bin sehr mitfühlend. Ich bin voller Mitgefühl’ – nichts davon, es arbeitet einfach und manifestiert sich selbst. Man sollte daher verstehen, dass man überhaupt kein Ego haben sollte und versuchen, dem Selbst in sich zu gehorchen.

Gut, wie soll das gehen? Selbst seinem eigenen Selbst zu gehorchen? Es funktioniert über das vibratorische Bewusstsein. Versucht eurem vibratorischen Bewusstsein zu gehorchen. Versucht jede Frage und alles was ihr machen wollt, vibratorisch zu überprüfen und haltet euch an das Ergebnis. Es ist richtig, dass einige Menschen nicht so feinfühlig sind und der Grund dafür ist, dass sie darüber nachdenken. Ihr denkt mit Hilfe eures Gehirns darüber nach. Wenn euer Gehirn erleuchtet wäre, dann würdet ihr im Einklang mit dem Göttlichen sein und dann würde sich eure Feinfühligkeit auch verbessern, weil die Feinfühligkeit mit dem zentralen Nervensystem zusammenhängt. Besteht innerhalb des zentralen Nervensystems eine Blockade, befindet sich die Blockade (gleichzeitig) auch im Gehirn, weil alle Energiezentren auch im Gehirn repräsentiert sind.

Daher sagt ihr am besten: ‚Mutter, bitte komm in mein Gehirn. Bitte verweile in meinem Gehirn. Bitte richte Dich in diesem Gehirn ein. Bitte kontrolliere dieses Gehirn und führe es durch Deine göttliche Weisheit.’ Und denkt nicht selbst. Dieses ‚ich denke’ sollte von Sahaja Yogis vollkommen fallengelassen werden. Es bedeutet, dass ihr auf eure eigene komische Art damit weitermacht. Dann kann alles Mögliche passieren. Einmal war eine junge Frau, eine Meiner dummen Verwandten bei uns. Es waren an diesem Tag keine Diener da und wollte  selbst kochen. Aber dann musste Ich weg und sagte zu ihr: ‚Ich muss am Morgen wegfahren. Kannst du etwas Kedgeree (Anm.: vor allem in England populäres Gericht mit Fisch, Reis, Eier und Butter) für uns kochen, damit wir etwas zu essen haben, wenn wir zurückkommen?’ Sie hätte das erste Mal in ihrem Leben kochen müssen und Mir war klar, dass Ich mich nicht auf sie verlassen kann. Als wir dann zurückkamen, sagte sie Mir, dass sie nichts gekocht hat. Ich sagte: ‚Warum? Warum hast du nichts gekocht? Wir waren darauf eingestellt, hier zu essen.’ Sie sagte: ‚Ich habe gedacht, dass ihr vielleicht nicht zum Essen kommen werdet oder dass ihr vielleicht gar nicht hungrig seid und gar nichts essen wollt. Vielleicht hätte ich es nicht gut hinbekommen.’ Versteht ihr? Sie hatte vier Ausreden, warum sie nichts gekocht hatte. Ich sagte: ‚Warum hast du nicht gedacht, dass wir vielleicht hungrig sind und etwas essen wollen? Warum hast du nicht auf diese Weise gedacht?’

‚Aber ich habe gedacht…’ – das ist eine Erklärung dafür, nichts im Gehirn zu haben. Das Gehirn besitzt keinerlei göttliche Führung und in diesem Fall kommt die Führung von eurem Ego oder Superego und das sagt euch: ‚Ich dachte, dass das passieren könnte.’ Aber warum? Warum denkt ihr auf diese Weise? Warum denkt ihr nicht anderes herum? Aber es ist wie es ist und solche Dinge passieren, wenn wir daran gewöhnt sind, dass uns unser Gehirn diese Art von Rechtfertigungen und Alternativen vorschlägt. Das Gehirn entwickelt das zu einer Gewohnheit und wird vom Göttlichen getrennt. Daher müsst ihr eurem Gehirn sagen: ‚Warum, warum denkst du so etwas? Hörst du jetzt damit auf, auf diese Weise zu denken! Sehen wir es von der positiven Seite.’

Positives Denken ist gemäß Sahaja Yoga kein aggressives Denken, sondern meint ein Denken, das dabei hilft das Göttliche zu manifestieren. Das meinen wir mit positivem Denken. Das Ergebnis davon ist, dass sich eure Nerven zu öffnen beginnen und ihr die Manifestation der göttlichen Kraft in euren Fingern und eurem Wesen zu spüren beginnt. Und genau das ist das Hauptproblem im Westen bzw. in der westlichen Kultur. Genau das passiert dort nämlich nicht. Sie glauben nämlich, dass sie immer und für alles eine Erklärung (Rechtfertigung) haben müssen. Ihr könnt das selbst beobachten. Angenommen ihr begebt euch zu einer Person die besessen ist und bekommt etwas von ihr ab. Dann werdet ihr euch rechtfertigen wollen. Ihr werdet sagen, dass ihr zu dieser Person gegangen seid, weil ihr dachtet, dass ihr sie heilen könnt. Aber herausgekommen ist, dass ihr jetzt auch verrückt seid. Anstatt dass ihr diese Person geheilt habt, habt ihr … [unverständlich].

Was ist der Grund dafür? Der Grund ist, dass ihr auf sehr negative Weise gedacht habt: ‚Ich glaube, das wird mir helfen’, oder ‚ich glaube, ich kann dieser Person helfen.’ Im Gegenteil, jetzt seid ihr in Schwierigkeiten. Das Problem hat nicht gedacht, es ist einfach ganz ohne Denken in euch eingedrungen. Es ist da und es hat kein einziges Mal gedacht: ‚Soll ich in diese Person eindringen oder nicht?’ Es ist einfach in euch hineingegangen, ganz gerade. Während ihr noch damit beschäftigt wart darüber nachzudenken, ist es eingedrungen und hat sich in euch festgesetzt. Es ist wie wenn sich ein Dieb ganz gemütlich in euer Haus einschleichen würde, während ihr geistesabwesend mit etwas anderem beschäftigt seid. Genauso ist das, versteht ihr? Der Dieb kommt herein und plötzlich merkt ihr, dass er unmittelbar hinter euch steht und dann sagt ihr: ‚Ich war gerade in Gedanken.’

Genauso ist das und wenn ihr es bemerkt, wird es euer Gehirn erklären wollen. Euer Gehirn ist immerzu bereit, eine Erklärung zu finden und dann kommt es zu diesem Phänomen, dass euer Denkapparat eine Entschuldigung oder Ausrede zur Stelle hat und diese auch äußern will. Aber das Gemüt ist nie auf der Hut und wenn das Problem in euch eindringt, habt ihr immer eine Rechtfertigung dafür. Aber Rechtfertigungen heilen nicht und sie helfen euch nicht. Durch mentale Erklärungen – [Unterbrechung weil eine Frau hustet und Shri Mataji den Yogis aufträgt ihr etwas zu geben, dass ihr Linderung verschafft].

Man sollte seine Aufmerksamkeit daher nie zu stark an die Gedankenwellen heften und sich auf das Denken verlassen, da es zum Denken eine Alternative gibt. Denken hat immer eine Alternative. Ihr könnt sagen: ‚Ich habe an das gedacht, ich habe an jenes gedacht.’ Aber wem gebt ihr die Schuld dafür? Ihr selbst habt gedacht und ihr selbst seid auch dafür verantwortlich. Wenn ihr also die Verantwortung für euer Denken übernehmt, dann werdet ihr vielleicht nicht mehr sagen, dass ihr gedacht hättet, dass es besser gewesen wäre, wenn ihr dies und das getan hättet. Weil dann seid ihr für eure Gedanken selbst verantwortlich. Angenommen ein Lokführer denkt, dass er lieber die andere Route einschlagen würde und dann gibt es einen schweren Unfall. Man würde ihn fragen: ‚Warum hast du das getan? Was hat dich das glauben lassen?’ Aber im täglichen Alltag stelle Ich immer wieder fest, dass die Menschen immer sagen: ‘Ich denke, ich denke, ich denke.’ Sie haben immerzu Ausflüchte und daher geht es mit ihnen auch immer auf und ab, auf und ab, auf und ab.

Aber für das Feuer, das Wasser oder die Mutter Erde gibt es keine Alternative. Wenn ich die Mutter Erde berühre und sage: ‚Bitte saug ihre Probleme auf’, dann tut Sie das einfach. Wenn Ich dem Feuer sage: ‚Gut, komm her. Du musst entzündet werden.’ Ich muss es nicht einmal sagen und schon saugen sie die Probleme ein. Man könnte sagen, dass ihre Kundalini aufsteigt. Wenn ihr eine Flamme vor Mein Foto stellt, wird sie automatisch vibriert. Wenn ihr eine Kerze nehmt, wird sie vibriert, sie hat keine Alternative. Sie denkt nicht, dass sie keine Alternative hat, sie wird einfach erleuchtet. Sie hat ihre eigene Erleuchtungsqualität in der reinsten Form und erst das Denken würde sie verunreinigen. Eure Erleuchtung wird durch euer Denken, durch eure Erklärungen und Ausflüchte verunreinigt. Man sollte daher wissen, dass es für das Göttliche keine Alternativen gibt. In Sanskrit gibt es ein Wort dafür. Es heißt ‚Pariyai’ [unklar], es gibt kein Pariyai. So etwas gibt es in diesem Bereich nicht. Nehmen wir an, ihr wollt das nicht akzeptieren. Dann bekommt ihr Probleme und werdet fragen: ‚Mutter, warum haben wir diese Probleme bekommen?’

Genauso war es in Delhi. Ich habe ihnen mehrmals gesagt, dass sie an diesem Ort kein achttägiges Programm veranstalten sollen und dass sie die Leute bei einigen Freunden unterbringen sollen. Aber sie wollten nicht auf Mich hören. Sie waren während des Programms in eine Art Immobiliengeschäft involviert u wollten ein großes Zelt aufstellen, in welchem auch Mahlzeiten und dergleichen serviert werden könnten. Aber dann hat es zu regnen begonnen und nicht mehr aufgehört. Der Regen wusste was Ich wollte. Es musste nämlich für die Wintersaat (wörtl.: rabi crop) regnen. Schließlich muss Ich Mich um das gesamte Universum kümmern. Daher habe Ich auch gesagt: ‚Erlaubt ihnen nicht, acht Tage lang hier zu bleiben. Danach wird es nämlich schwierig, hier herauszukommen. Bringt sie bei anderen Leuten unter, die sie dann mitnehmen können.’ Aber das haben sie nicht getan und letztendlich verwandelte sich alles in ein Fiasko. Dann mussten sie erst recht Unterkünfte für die auswärtigen Leute organisieren. Das ist die Situation.

Sie hätten auch sagen können: ‘Mutter, bitte halte den Regen an.’ Aber ich wäre dieser Bitte nicht nachgekommen. Die Frage der Wintersaat ist Mir nämlich genauso wichtig. Auch diese Leute müssen ihren Anteil bekommen. Schließlich sind sie auch Menschen und man muss sie unterstützen. Aber warum habt ihr nicht auf Mich gehört? Und dann kam er zu Mir uns sagte: ‚Mutter, könntet Ihr bitte morgen den Regen anhalten?’ Ich sagte: ‚Gut, morgen wird es aufhören.’ Er kehrte zurück und sagte den anderen, dass sie das Pendal aufstellen und wo sie die Kochstelle einrichten sollen. Sie sagten: ‚Aber es wird wieder regnen’. Er sagte: ‚Nein, wird es nicht. Ich habe Gott persönlich darum gebeten.’ Der andere sagte: ‘Wo hast du Gott getroffen?’ Er sagte: ‚Ich war bei Ihr und jetzt wird alles klappen.’

Am nächsten Tag stand er um fünf Uhr früh auf und sah, dass der Himmel heiter war. Er sagte: ‚Sieh an. Du hast Gott darum gebeten und Er hat dich erhört.’ So ist das. Wenn ihr erst einmal so stark mit Gott verbunden seid, dann könnt ihr Ihn alles Mögliche fragen und es wird funktionieren. Alles worum ihr Ihn bittet, wird ausarbeiten. Aber wir sind nicht in diesem Zustand, wir finden immer Alternativen, versteht ihr? Und diese Alternativen sind ein Spiel. Sie spielen mit euch und bieten euch immer Alternativen an. Angenommen ihr geht auf den Markt und erkundigt euch nach einem Auto: ‚Ok Baba, gib mir etwas, egal was.’ Und dann erkennt ihr, dass sie mit euren Gehirnen spielen und euch immerzu Alternativen anbieten, egal ob ihr das wollt oder nicht.

Ihr könnt dann zwischen den verschiedenen Alternativen entscheiden und das verleiht euch eine scheinbare Wichtigkeit. ‚Ja, ich möchte diese Farbe und ich möchte das.’ Und das nehmen sie auch sehr ernst. Ich habe das sogar beim Dinner in Hotels oder anderen Gaststätten gesehen. Zuerst studieren sie aufmerksam die Speisekarte, wählen etwas aus und jemand sagt: ‚Ich möchte das da haben.’ Ein anderer wird sagen: ‚Ich möchte das hier.’ Der Kellner ist vielleicht etwas verwirrt, aber der Inhaber ist sehr zufrieden, dass er seine Gäste zum Narren halten konnte. Sie verändern einfach die Zutaten etwas (und schon entsteht eine andere Speise). ‚Hier ist ein bisschen von dem dabei und hier etwas von dem’, und damit versuchen sie euch zum Narren zu halten. Alles wird gekocht und bereitgehalten. Das ist mit etwas Masala und das ist mit Masala, es ist alles fertig. Versteht ihr? Sie mischen etwas zusammen und bieten es euch an: ‚Oh, heute habe ich etwas ganz Besonderes’ – aber in Wahrheit stimmt das gar nicht. Euer Spirit ist damit nicht glücklich. Euer Magen auch nicht und nicht einmal euer Gaumen, nur euer Gehirn, euer Ego ist glücklich. Und dann sagt ihr: ‚Ja, sehr gut, oh.’ Aber das ist nicht in Ordnung.

Das gleiche ist es mit diesen Gurus. Ihr zahlt für den Guru und weil ihr für ihn gezahlt habt, ergibt sich daraus eine gewisse Genugtuung: ‚Ich habe für den Guru bezahlt.’ Wenn ihr den Guru dann aufsucht, spürt ihr vielleicht sogar die ganze Zeit ein Stechen, als würde euch ein Skorpion stechen. ‚Was ist los?’, denkt ihr. ‚Nein, nein, es ist alles in Ordnung. Das bedeutet nichts.’ Und dann machen sie damit weiter: ‚Oh, ich muss still sein. Ja, ich bin in Ordnung. Ich bin ganz friedlich. Ich bin nicht beunruhigt und ich bin völlig entspannt.’ Gleichzeitig kann man sehen, wie die Nase, die Augen und der Kopf total unruhig sind. Aber er soll ja vollkommen entspannt sein. ‚Oh, ich bin ganz friedlich und zweifellos sehr glücklich.’ Wie soll das gehen? Wie könnt ihr mit diesen Bhoots glücklich sein? Ich habe schon viele Leute getroffen, die Mir erzählt haben, dass sie sich in Gegenwart ihrer Gurus sehr gut und sehr friedlich fühlen und weiß natürlich, dass das nicht stimmt. In diesem Punkt werden sie unehrlich, um ihren Guru zu unterstützen.

Kommen wir jetzt wieder zu den Elementen zurück. Alle Elemente sind absolut ehrlich. Was immer auch ihre Qualität ist, sie bekennen sich dazu. Das Feuerelement wird nicht behaupten, dass es euch abkühlen wird. Dennoch müssen viele von euch nach der Selbstverwirklichung gemerkt haben, dass vom Feuer eine kühle Brise ausgeht, wenn ihr eure Hände zum Feuer streckt. Weil das Feuer alles verbrennt, was in euch hässlich und schlecht ist. Und wenn diese Negativität verbrannt ist, spürt ihr, wie es von überall kühl kommt. Das Feuer übernimmt die Aufgabe etwas zu verbrennen und wenn es diese Aufgabe erledigt hat und ihr haltet eure Hände in Richtung des Feuers, werdet ihr erstaunt feststellen, dass von den Flammen eine kühle Brise ausgeht. Anstatt mich zu verbrennen, kühlen mich die Flammen jetzt. Die jeweiligen Qualitäten sind ein integraler Bestandteil der Elemente und diesbezüglich sind sie vollkommen ehrlich. Sie sind nicht unehrlich, weil sie vollkommen Eins mit den göttlichen Gesetzen sind. Bei den Menschen ist das nicht so, sie spielen immerzu ihre Tricks. Daher ist es sehr schwierig den Menschen ihre Selbstverwirklichung zu geben.

Gut, jetzt möchte Ich euch noch etwas über die von der Mutter Erde hervorgebrachten Swayambhus erzählen. Die Mutter Erde bringt an ihrer Oberfläche bestimmte Formen hervor, damit die Menschen erkennen, dass an diesen Stellen Vibrationen sind. Die Swayambhus sollen die spirituelle Seite der Mutter Erde ausarbeiten. An diesen Stellen strahlt Sie mitten unter euch ihre Spiritualität aus, um euch dadurch zu führen. Ein von der Mutter Erde hervorgebrachter Swayambhu ist sozusagen eine Keimzelle, die ihr verehren könnt (Anm.: da an dieser Stelle die göttlichen Vibrationen abgegeben werden). Sie erledigt diese Arbeit auf sehr ehrliche Weise. Normalerweise versteht ihr nicht, warum sich die Menschen von solchen Swayambhus angezogen fühlen. Aber irgendwann beginnen sie sich dann sozusagen dafür verantwortlich zu fühlen und fertigen künstliche Abbilder davon an. So ist die menschliche Natur. Sie machen aus allem etwas Künstliches. Und das geht dann immer weiter, bis sie sich so mit ihrer Künstlichkeit identifizieren, dass sie nicht mehr verstehen was die Wirklichkeit ist.

In Wirklichkeit seid ihr die Krone der Schöpfung. Unter allen Kreaturen seid ihr der Inbegriff für das Höchste. Sogar diese aus der Mutter Erde hervortretenden Dinge können nicht tun, was ihr tun könnt. Sie können die Kundalini nicht heben, nicht einmal ein kleines bisschen. Es kann möglicherweise zu einigen Effekten kommen, aber niemals mit dieser Kraft und Führung. Ihr besitzt in diesem göttlichen Werk einen hoch entwickelten Mechanismus, extrem scharf und effektiv. Das Problem ist nur, dass euch euer Gehirn dazwischenkommt, das in keinster Weise mit dem großen Gehirn (der Virata) verglichen werden kann. Da ist euer Gehirn nichts, wenn es wie ein kleiner Moskito hin und wieder hochkommt und sagt: ‚Oh, das, und das, und das, und das’, und dann beginnt das Problem. Aber wenn ihr wirklich diese Kraft in euch nutzt, dann werdet ihr sehen, dass euch Gott das beste Instrument gegeben hat, das ihr euch nur vorstellen könnt. Wenn ihr dieses Instrument mit Weisheit nutzt und euch hingebt und bescheiden seid, dann wird es sich allmählich mehr und mehr weiterentwickeln und noch sensiblere Seiten manifestieren. Man könnte auch sagen, dass ihr eine neue Methode immer mehr weiterentwickelt und in der Folge die Wirkungsweise von Sahaja Yoga immer besser versteht.

Es ist daher sehr wichtig, dass ihr euch zuallererst dafür entscheidet, alle übermäßigen Gehirnaktivitäten bleiben zu lassen und zu sagen: ‚Mutter, bitte komm in mein Gehirn.’ Gott sei Dank bin Ich persönlich vor euch, da sollte das nicht zu schwierig sein. Sagt einfach: ‚Mutter, Du musst in meinem Gehirn sein.’ Wie ihr wisst, wird dieses Gehirn von den fünf Elementen unterstützt. Sie befinden sich alle im Gehirn und wenn ihr Mich irgendwie in dieses Gehirn bringen könnt, indem ihr es eurem Gehirn sagt, dass es euch nicht mehr stören soll, dann werdet ihr erstaunt sein wie das gesamte System sofort wie ein Dynamo zu arbeiten beginnt. Das Ganze wird so feinfühlig, dass ihr wegen gar nichts mehr Sorgen machen und euch keine Gedanken mehr machen müsst. Sobald ihr irgendetwas berührt, wird es sozusagen zu Gold, es wird zur Gabe des Midas (alles in Gold zu verwandeln), so großartig. Aber genau das ist für Menschen schwer zu erreichen. Sie empfinden es als schwierig diese Art der Perfektion zu erreichen, durch die ihr euer Ego vollkommen verliert und egolos werdet.

Wie das Feuerelement, die Mutter Erde und alle anderen Elemente – sie besitzen kein Ego. Einzig der Mensch baut das Ego auf. Dabei ist dieses Ego ein so großer Mythos, weil wenn ihr etwas macht, warum solltet ihr dann denken, dass ihr etwas macht? Warum solltet ihr für etwas verantwortlich sein? Aber wir denken: ‚Nein, das macht nicht Gott, wir müssen das machen’, und ‚Ich muss mich entscheiden.’ Auf diese Weise spielen wir von morgens bis abends mit uns selbst Tricks, verderben dadurch unser Gehirn und werden ganz verrückt. Am besten wäre es, wenn wir uns hingeben würden und einfach beobachten, was auf uns zukommt. Dann werdet ihr überrascht sein, wie alles von selbst passiert und ausarbeitet.

Neulich habe ich zu Kerry gesagt, dass sie besser gehen und sich selbst registrieren soll. Sie antwortete: ‚Mutter, die Universität hat an diesen Tagen geschlossen und es ist sehr schwierig hineinzukommen.’ Ich sagte: ‚Aber Ich sage dir, dass du gehen musst!’ Darauf rief sie bei der Universität an und sie sagten: ‚Es ist unmöglich, das geht jetzt gerade nicht. Wenn Sie wollen können Sie ja herkommen und dann werden Sie es selbst sehen.’ Darauf ging sie zur Universität und im Büro sagten sie: ‚Gut, kommen Sie. Sie werden registriert.’ Das wird euch so oft passieren. Aber Ich brauche dann zehn Minuten, um euch zu überzeugen, dass ihr es probieren sollt. In diesem Fall muss Ich anmerken, dass Kerry nicht hartnäckig war. Sie dachte: ‚Ok, wenn Mutter das sagt, dann könnte es gehen. Es wird funktionieren.

Aber wenn ihr sagen würdet: ‘In Ordnung, Mutter. Wenn Du das sagst, dann werde ich einfach gehen und mich registrieren.’ Und auch wenn ihr dann nicht registriert werdet, macht das nichts. Darum geht es in Wirklichkeit gar nicht. Wichtig ist, dass sich euer Gehirn verbessert und feinfühliger wird. Es ist gar nicht so wichtig, dass etwas Bestimmtes dann auch geschieht, sondern dass euch vorrangig darum geht, dass euer Gehirn wahrhaftig erleuchtet wird. Versteht ihr? Ihr müsst verstehen, dass wir alle sehr subtile Instrumente sind, die von Gott geschaffen wurden und deren Energien jetzt noch nicht arbeiten. Daher müssen wir Energie in all unsere Nerven bringen und das ist nur möglich, wenn wir alle Blockaden entfernen, die von unseren Ego’s und unseren Konditionierungen hervorgerufen werden. Wenn es euch gelingt, diese Blockaden zu beseitigen, dann werden eure Nerven sehr feinfühlig werden. Daher solltet ihr eurem Gemüt sagen, dass es besser Mutter Ihren Platz im Gehirn einräumen sollte.

Es drückt sich auch durch die Art wie ihr sprecht aus. Ihr quasselt, und quasselt und quasselt. Ihr habe gesehen, wir ihr quasselt und gesagt ‚in Ordnung’. In diesem Fall gibt es nichts zu diskutieren. Es gibt nichts dazu zu sagen. Es ist einfach so und in diesem Fall sollte man es einfach so machen und ausführen, dann wird es schon ausarbeiten. Wenn ihr nämlich zuviel redet, dann wird es schwieriger werden, weil ihr nichts aufsaugen können und stattdessen immer nur Erklärung suchen werdet. Dann werdet ihr sagen: ‚Oh, ich dachte vielleicht; vielleicht das oder vielleicht so.’

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Angenommen ihr sagt ‚oh, ich glaube ich habe etwas  gebracht’ – wenn Ich sage: ‚Ich glaube Ich habe etwas gebracht’, dann meine Ich etwas damit. Ich sage: ‚Ich habe Meine Pantoffel mitgebracht.’ Die andere Person sagt dann: ‚Nein, ich glaube…’. Erledigt.

Es könnte auch nicht stimmen. Wenn Ich so etwas sage, dann könnte das auch nicht stimmen. Ich könnte es auch gesagt haben, um euch zu testen. Und dann könnt ihr vielleicht sagen: ‚In Ordnung, sehen wir mal.’ Versucht es ein- oder zweimal. Sagt euch einfach, wenn Mutter das gesagt hat, muss es wohl so sein. Versucht einfach einmal euer Gemüt auf diese Weise zu trainieren. Ich habe diese Tricks ausprobiert und herausgefunden, dass sie meistens daran scheitern und dann habe Ich es wieder aufgegeben. Meisten sind sie daran gescheitert. Sie können einfach nicht verstehen, wie diese Dinge ausarbeiten und warum das was Mutter sagt, dann zutrifft und wie das alles möglich sein kann.

Aber jetzt sollte euch bewusst sein, dass Ich diese Tricks nur anwende, damit ihr erkennt, dass ihr euer eigenes Gemüt vollkommen ruhig stellen und das große Ahamkara, das Mahat Ahamkara übernehmen lassen müsst. Das Mahat Ego, das große Ego des Göttlichen übernimmt und dann werdet ihr es bekommen. Möge Gott euch segnen.

Jetzt ist es besser geworden. Ich glaube, dass die Gehirnaktivität der Anwesenden jetzt stark nachgelassen hat. Gut, was machen wir jetzt. Ich weiß nicht mehr, welches Thema ihr behandeln wolltet.

Was geschieht, wenn ihr Meine Füße wascht. Als allererstes erweckt ihr dadurch den Spirit im Wasser. Und wenn ihr dann Meine Füße schmückt, dann schmückt ihr damit die anwesenden Kräfte und wenn ihr diese roten Dinge draufgebt…