Shri Ganesha Puja

(Italy)

1983-09-11 Shri Ganesha Puja: The Birthday of Shri Ganesha, 47' Chapters: Download subtitles: EN,PLView subtitles: Add subtitles:
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Shri Ganesha puja. Tivoli (Italy) 11th September 1983.

Heute feiern wir Ganesha’s Geburtstag, da es für uns alle sehr wichtig ist, Seinen Geburtstag zu feiern. Gestern hatten wir einen Hawan, aber da waren viele neue Leute, deshalb konnte Ich nicht sehr deutlich zu euch über Shri Ganesha’s Manifestationen sprechen. Ihr wißt, daß Er in uns residiert. Wir haben in uns den großen Vorzug, über Shri Ganesha Bescheid zu wissen, und daß wir Seine Kräfte erwecken können.

Um Shri Ganesha manifestieren zu können, müssen wir einiges an Tapasyas, (Buße, Anstrengungen) tun. Als erstes müssen wir sagen, wenn wir uns zur Meditation hinsetzen: „Ich werde mich Deiner Wertschätzung würdig erweisen. Mache mich demütig, sodaß Du mich schätzt, und mein einziger Wunsch ist es, Dich zu erfreuen.“ Dann sitzt Ihr in völliger Bereitschaft und meditiert über Eurem Mooladhara, indem Ihr Eure Aufmerksamkeit in absoluter Reinheit darauf richtet. Nun, Ihr habt Mein Photo vor Euch, und Ihr sagt zu dem Photo: „Mutter, Du bist Shri Ganesha. Gib‘ Du mir Weisheit und Unterscheidungsvermögen.“ Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Mooladhara-Chakra. Ihr richtet die rechte Hand zum Photo und die linke legt Ihr auf die Mutter Erde. Dies wird Euch zeigen, daß Euer Kopf und Euer Gehirn, welche voller Verwirrung sind und kein Unterscheidungsvermögen besitzen, kompliziert sind, und immer wieder den selben Fehler machen, die es nicht verstehen, schwer verletzte Gefühle zu heilen. All das kann geheilt werden, wenn Ihr die rechte Hand zu Mir und die linke auf Mutter Erde legt. So verfahrt also in Meditation.

Er (Shri Ganesha) ist das „Wesen aller Materie“, von allen, was Bhava beinhaltet, das erschaffen worden ist. Er ist das Wesen von allem, was erschaffen wurde. Durch Ihn wurde alles geschaffen. Wenn Ihr das entwickelt, dann entwickelt Ihr den Sinn für subtile Kreativität und den Sinn, das Subtile in der Kreativität zu schätzen. Dann entwickelt Ihr das Unterscheidungsvermögen im Umgang mit anderen, auf eine wunderschöne Art und Weise, so daß Euer Ego unter Kontrolle gehalten wird. Euer Benehmen muß so sein, daß das Ego nicht zum Ausdruck kommt. Euere Mutter ist ein gutes Beispiel dafür….

Ich glaube, es ist Euch klar, daß Ich über Vieles Bescheid weiß, aber Ich gebe niemals damit an, und Ich stelle Mich mit Meinem Wissen auch nie in den Vordergrund. Ich lebe mit Euch wie ein ganz gewöhnlicher Mensch, und dränge Mich mit Meiner Persönlichkeit nie so auf, daß Ich Euch etwa einen Schock versetzen würde. Also, ob durch Eure Intelligenz oder durch irgend welche anderen Fähigkeiten – Wenn Ihr z.B. sehr vermögend, oder tüchtiger als andere seid oder sonst irgend etwas – Ihr solltet damit nicht versuchen andere zu beeindrucken. Ihr müßt damit auf eine wunderschöne Art und Weise umgehen. Schönheit kommt dann zutage, wenn Ihr tüchtig und liebevoll seid. Das ist der Hauptpunkt, das ist die erwünschte Wirkung. Daß Ihr wissend und demütig seid. Ihr wißt zwar alles über jeden, seid aber trotzdem diskret. In der Tat also eine vollendete Persönlichkeit, die eine sehr beruhigende Wirkung ausstrahlen kann. Die beruhigende Wirkung entsteht aufgrund der Schönheit. Um das zu entwickeln, müßt Ihr über das Mooladhara-Chakra meditieren.

Ich habe gesehen, daß viele Leute in Sahaja Yoga fanatisch geworden sind. Sie halten sich für die wahren Napoleone oder Shivaji’s. In Maharashtra gab es Shivaji, nur war Er ein weit besserer Mensch als Napoleon, also nennen Wir sie besser Napoleone. Sie wissen alles besser, indem sie sagen: „Das ist nicht gut, das auch nicht. Ich bin ein sehr großer Sahaja Yogi. Du bist so und so“ – und so weiter, und dabei sehr hitzköpfig – weil sie eben Fanatiker sind. Fanatismus und Gereiztheit gehen Hand in Hand. Bei Fanatismus gibt es keine Liebe. Sagt man ihnen, daß sie nicht fanatisch sein sollen, dann fangen sie an zu weinen. Also ist Fanatismus innerhalb von Sahaja Yoga der größte Blindmacher. Es ist so, als ob man vor Gottes Tempel steht, um Geld zu betteln. Sahaja Yoga sollte das Einzige sein, was Euch in keiner Weise zu Fanatismus verleitet. Ihr müßt prasanna-chitta sein, das bedeutet, Ihr müßt eine Persönlichkeit sein, die sehr glücklich und voller Freude ist, und nicht jemand, der verkrampft und schroff ist. Die maximale Wirkung kann aber nur dann errreicht werden, wenn alles in völliger Unschuld geschieht.

Viele Menschen verwechseln aber Unschuld mit Dummheit. Sie meinen, dumm zu sein wäre dasselbe wie Unschuld. Ein dummer Mensch landet aber im Nu auf einem Ego-Trip. Unschuld ist also das Weiseste von allem. Man kann Unschuld nie täuschen – das ist das Hauptmerkmal. Mich kann niemend täuschen – Ich bin sehr unschuldig. Unschuld verletzt nie jemanden, glaubt auch nicht, alle Probleme lösen zu können, sondern überläßt alles Gott. Sie ist reine Existenz und lebt im Segen Euerer Mutter, genau wie Ganesha, der auch nur im Segen Seiner Mutter lebte. Sie verleiht Euch Konzentrationsfähigkeit. Habt Ihr jemals einem Kind zugeschaut, das gerade gestillt wird? Wie konzentriert das Kind ist. Es saugt alles auf. Es kümmert sich nicht darum, wer wer ist, wo es gerade sitzt, was in seiner Umgebung alles passiert, was gerade „catcht“. Es kümmert sich nicht darum, wer daneben sitzt, welche Beziehung man zu den anderen hat. Auch die Zukunft kümmert es gar nicht, auch nicht, was es jetzt als nächstes tun sollte.

Die Unschuld hält Euch also in der Gegenwart. Ein unschuldiger Mensch ist immer entspannt. Angenommen, Ich fahre heute weg, in Ordnung, Ich fahre also dann weg, wann Ich wegfahren muß – warum Mich deshalb aufregen? Manche Leute sind schon zehn Tage vorher unruhig, wenn sie wissen, daß sie in zehn Tagen wegfahren sollen. Und wenn sie dann tatsächlich am Wegfahren sind, stellen sie fest, daß sie das Wichtigste vergessen haben, weil sie nicht in der Gegenwart sind. Um Eure Unschuld zu entwickeln, ist es also sehr wichtig, in der Gegenwart zu sein. Was kann denn schon passieren? Was geschehen soll, wird sowieso geschehen. Wozu sich also Sorgen machen? Ich bin jemand, der sich nicht die geringsten Sorgen macht, und bei Mir ist bis jetzt nie etwas schief gegangen. Im Gegenteil, Ich spiele solchen Leuten gerne Streiche, sodaß bei ihnen alles schiefgeht. Ich will, daß sie einsehen, daß das alles nicht so wichtig ist. Eure Aufgabe ist es, in der Gegenwart zu bleiben und alles andere Gott zu überlassen. Ihr wißt nämlich nicht, daß Ihr dann mit der Göttlichen Macht in Verbindung seid, wenn Ihr in der Gegenwart seid. Seid Ihr aber nicht in der Gegenwart, so seid Ihr „in der Gewalt“ von Ego oder Superego.

Vielleicht werde Ich es Euch allen auch einmal zeigen, daß Ich mit Euch spiele, einfach, um Euch vorzubereiten. Ich mache Mir um überhaupt nichts Sorgen. Welche Katastrophe ist Euch im Laufe Eures Lebens schon mal widerfahren? – sagt es Mir. Ich habe die endgültige Auflösung des gesamten Universums gesehen! Wovor könnte Ich noch Angst haben? Wenn Euch also mal irgendetwas aus der Fassung bringt, denkt einfach über etwas sehr Schreckliches nach, was Euch schon einmal passiert ist, dann werdet Ihr Euch nicht so leicht über die eine oder die andere unsinnige Kleinigkeit Sorgen machen.

Durch Eure Unschuld werden wundersame Dinge passieren. Je unschuldiger Ihr seid, desto mehr werdet Ihr mit Glückseligkeit erfüllt.

Ihr solltet einmal folgendes versuchen: in der Gruppe zum Meditieren hinzusetzen, dabei das Mantra von Shri Ganesha nehmen, und versuchen, die Unschuld aufzubauen. Diejenigen, die zu viel denken, sollten sagen: „Das nicht, das nicht, das nicht“. Auf diese Weise werdet Ihr so werden, wie Ihr aus Euch selbst heraus seid, nur Ihr und niemand und nichts anderes. So spielt die Unschuld zwar mit, aber sie selbst ist nicht involviert. Sie schaut zu beim Spiel – sie schaut nur zu. Sie genießt das Spiel – sie genießt es nur.

Wenn wir also heute Shri Ganesha’s gedenken, dann wünschen wir uns, daß in uns selbst Seine große Kraft der Unschuld erleuchtet werden möge.

Auf der anderen Seite ist Er auch die Quelle der Liebe. Die Quelle der emotionalen Sicherheit. Er ist wie ein Kind, ein sehr liebreizendes, wunderschönes Kind, und die Leute fühlen sich äußerst bezaubert. „Charming“ ist auch ein merkwürdiges Wort. Im Westen begreifen die Leute ja nicht einmal, was Unschuld gegenüber Kindern ist. Man muß kindhaft sein, nicht kindisch – das darf nicht miteinander verwechselt werden. Manche Leute verwechseln das aber. Sie meinen, man soll wie ein großes Baby sein und daß man wie ein großes Baby behandelt werden muß, vom Fläschchen geben bis zum Windeln wechseln – auf Marathi sagt man dazu Motha Bal – und das nimmt kein Ende. Wenn man das mit jemandem macht, verdummt er im Handumdehen.

Ganeshas Liebreiz besitzt Würde. Er sieht vielleicht wie ein Kind aus, Er ist aber ein alter Mann. Er ist der Älteste von allen. Und trotz all dieser Jahre hat Er Seine Unschuld intakt gehalten. Einige Leute verwechseln es auch mit übermäßigem Verhätscheln, oder übermäßigem Umsorgen -einem unschuldigen Menschen gefällt das aber nicht sehr. Wenn jemand ihn so behandelt, sieht er darüber hinweg – Hauptsache, der andere erlaubt es. Aber es steigt ihm nie in den Kopf. Im Gegenteil, wenn man in so jemanden vernarrt ist, lernt man selbst etwas daraus.

Es gab einmal eine Expertin in Fußmassage. Sie sagte: „Mutter, schenke mir an irgend einem Tag eine Stunde, und ich komme, um Dir die Füße zu massieren, weil ich diese Kunst beherrsche.“ Ich sagte, in Ordnung, komme an dem und dem Tag. Und als sie kam und Mir die Füße zu massieren begann, sagte sie: „Was ist hier los? Ich bin ja diejenige, die sich hier entspannt!“

Dies ist also das Schöne an der Unschuld – wenn Ihr sie verwöhnen wollt, wenn Ihr sie verhätscheln wollt, strahlt sie Schönheit aus. Sie entspannt. Wenn ihr ein kleines Kind küssen und in die Arme nehmen und ihm Liebe schenken wollt, dann seid ihr es nämlich, die etwas wollen, und nicht das Kind. Wenn ihr es nicht wollt, dann seid Ihr anormal. Wenn man jemanden verhätscheln will, dann sollte dies entspannen – ich meine denjenigen, der verhätschelt. Aber wenn es sich anders herum verhält, daß man sich verkrampft, und der Mensch, den man verwöhnt, ego-orientieret wird, dann stimmt etwas nicht, dann ist etwas absolut verkehrt. Ihr verkrampft Euch aber, weil Ihr meint, daß ihr dem anderen nicht mißfallen wollt, Ihr denkt, der andere braucht es. Ihr verhätschelt das Kind und meint, daß das Kind es nötig hat. In Wahrheit seid ihr es, die es nötig haben. Wenn ihr Euch das merkt, daß ihr es eigentlich braucht, dann werdet ihr euch keine Sorgen machen, daß es dem anderen nicht gefallen könnte. Indem ihr Euch selber zufrieden stellt, tut Ihr tatsächlich dem anderen gut – so muß man es sehen.

Dies ist also Weisheit – die Dinge in der richtigen Perspektive zu sehen. Das sollte spontan bei jedem eintreten. Wenn das eintritt, werdet ihr zu einer vollkommenen Persönlichkeit. Ganesha reicht aus, um euch vollkommen zu machen, weil Er selbst vollkommen ist. Und für Euch ist es leichter, weil Ihr bereits an einem Punkt angelangt seid, der Ganesha gefällig ist. Wir können auch sagen, daß ihr mit euch selbst zufrieden seid. Man sollte sich also nicht schlecht fühlen. Wenn sich z.B. jemand verletzt fühlt, dann fehlt der Person etwas.

Eine vollkommene Persönlichkeit ist diejenige, von der man sagen kann, daß Shri Ganesha mit allen Seinen Kräften in Ihr wohnt. Manche Menschen haben aber nur Ganeshas Kräfte der rechten Seite, manche die Seiner linken Seite. Beide Arten von Kräften können sehr weit entwickelt sein. Wenn jemand sehr zügellos war, das andere Geschlecht liebte, u.s.w., dann hat es die Folge, daß er einen absolut linksseitigen Charakter erhält. Angenommen, er lief vor der Realisation ständig Frauen nach, oder das Mädchen lief ständig Männern nach, und all das, dann bekommen sie so einen Rückschlag, daß sie solche Sachen einfach nicht mehr tun wollen, es als Schmutz empfinden. So empfindet man als Mensch, der kein Verlangen nach solchem Unsinn hat. Wir haben z.B. fürchterliche Bezeichnungen, wie heterosexuell, homosexuell, und alle möglichen sexuellen Arten. Wenn ihr einen gesunden Umgang mit Eurem eigenen Geschlecht habt, einen gesunden und reinen Umgang – dann ist das sehr natürlich. Und der anderen extremen Natur sollte man nicht folgen. Ich habe z. B. bei einigen Moslems die Gewohnheit entdeckt, daß sie mehr an ihren Töchtern hängen als an ihren Frauen. – Eine komische Sache. Einfach absurd. Sie schenken ihren Töchtern mehr Beachtung als ihren Frauen – das ist etwas ganz Absurdes, es ist nicht gut. Es ist schon wieder pervers. Oder die Frauen, die ihre Söhne mehr lieben als ihren Mann. Es ist einfach absurd. Und wenn so etwas erst einmal anfängt, dann kann dies zu jedem beliebigen absurden Limit weitergehen, weit außerhalb der Maryadas, der Grenzen von Sahaja Yoga. Es muß eine gesunde Beziehung da sein. Freundschaft, aber kein Aneinanderkleben, was lächerlich und absurd wirkt.
Man sollte also nichts Absurdes tun. Nichts Übertriebenes. Sonst gibt es bloß Reue und unnötigen Herz-Schmerz, für nichts und wieder nichts – es ist unnötig.

Nun gibt es in Sahaja Yoga noch eine sehr wichtige Sache, die Ich euch heute erzählen sollte, was nicht sehr weit von Shri Ganeshas Thema entfernt liegt, und weswegen wir ständig Fehler machen. Sicherlich gab es in Indien diesen Fehler schon häufig, wie z.B. im Falle von Herrn X., der ein großer Sahaja Yogi ist, in den Sinne, daß er sehr gut organisieren kann, er hat dieses und jenes zustande gebracht, also fangen wir an, ihn sehr zu bewundern oder wir sind neidisch. Einer dieser zwei Fälle tritt immer ein – entweder wir bewundern, oder wir sind neidisch. Nun, wenn ihr jemanden so bewundert, dann tretet in seine Fußstapfen. Und wer neidisch ist, der sollte um so mehr in seine Fußstapfen treten, um so zu werden, wie er ist. Ich spreche hier von Weisheit. Stattdessen aber, wenn ihr ihn sehr bewundert, ob Junge oder Mädchen, alles springt auf ihn, umarmt und küßt ihn – so tut ihr lauter unsinnige Dinge. So soll man es nicht ausdrücken.

Mir ist so etwas passiert, als Ich zum ersten Mal in London war. Ich wußte von all diesem nichts, und irgend jemand recht stattlicher kam einfach und umarmte Mich, und Ich wußte nicht, wie Ich es auf Englisch sagen sollte. Ich sagte ihm auf Marathi: „Lassen Sie mich herunter!“ – alles recht komisch. Ich bin es gar nicht gewohnt, jemanden zu küssen. Wenn Mich irgend wer küßt, bekomme Ich einen Schrecken, wißt Ihr. Ich kann eine Dame küssen, oder einen kleinen Jungen – das geht, das macht man – aber nicht jeden Mann – es ist doch ganz seltsam, nicht wahr? Also, diese Art von Bewunderung ist nicht sehr weise. Bewunderung muß man im Herzen spüren. Mir drückte z.B. gestern ein Herr so fest die Hand, daß Ich zwei Minuten brauchte, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Dieses Händeschütteln ist einfach eine schreckliche Sache. Manche fühlen sich erst dann richtig wohl, wenn sie einem ungefähr ein Kilo Fleisch herausgequetscht haben. Und so kommt es, daß es manchmal keine Maryadas mehr gibt, sogar unter uns. Maryadas sollte es schon geben.

Die Eifersucht ist auch so eine Sache. Ich habe feststellen können, daß Leute, die auf andere eifersüchtig sind, immer kommen und sich über andere beschweren. Ich weiß, daß es damit zu tun hat. Eifersucht ist er größte Fluch, der uns befallen kann, glaube Ich, weil man dann nichts Gutes an einer Person mehr sieht. Weil man sieht, daß jemand normal ist, und man auf diese Person eifersüchtig wird, meint man, daß man machen darf, was einem gefällt. So sagt man: „Ich bin auf Dich eifersüchtig, weil Du so gut bist. Darum darf ich jetzt sehr schlecht sein.“ Es fing damit an, daß die Leute meinten, daß die Eifersucht eine schlechte Sache war; das war in Ordnung. Heutzutage benutzt man aber das Schlechte dazu, um andere damit in die Enge zu treiben, Ihr benutzt es, um andere zu erpressen. „ok, ich bin ein schlechter Mensch – schön und gut. Na und?“ Genau so. Man verwendet es als Waffe.

Gestern war z.B. ein Verrrückter im Programm, ein Geistesgestörter. Der Verrückte kam also an, und wollte unbedingt in der ersten Reihe sitzen. Und er hat einfach seine Verrücktheit ausgenutzt. Weil er ein Geisteskranker ist, kann er sich so benehmen, wie er will. Weil man betrunken ist, darf man sich auch so benehmen, wie man will. Wo liegt hier die Weisheit? Wohin hat sie sich verirrt? Es ist doch lächerlich.

Man muß also weise sein. Wenn ihr damit richtig umzugehen wißt, ist Weisheit Eure Zier. Durch Weisheit werdet Ihr fair gegenüber euch selbst und gegenüber andere. Die Weisheit ist wie ein Ozean, man kann sie in einem einzigen Vortrag nicht beschreiben. Versucht einfach, Eure Weisheit zu genießen. Und die größte Weisheit Shri Ganeshas ist, Seiner Mutter stets hingegeben zu sein, das ist alles, nichts anderes kümmer Ihn. Und wenn ihr hingegeben seid, dann versteht ihr einfach, daß ihr euer Ego und Superego eurer Mutter überlaßt, damit Sie sich darum kümmern kann, und ihr einfach mit Eurer Unschuld lebt.

Um das auch auf einer grobstofflichen Ebene zu verstehen, können wir sagen, um das Ganesha Tattwa (Prinzip) in Euch zu entfalten, daß ihr gewisse Sachen essen müßt, die das Ganesha-Prinzip ausstrahlen, z.B. Chana (Kichererbsen) oder Haselnüsse, wie Ich herausgefunden habe. Nehmt viel Zitrone – eine sehr gute Idee. All diese Dinge geben euch ein gutes Ganesha-Tattwa. Man sollte also all diese Dinge benutzen, und es gibt noch vieles andere mehr, die euch helfen, euer Ganesha Tattwa zu entwickeln.

Aber das höchste von allem ist, daß ihr eure Augen beherrscht. Nichts anzuschauen, was euch in Versuchung bringt. Haltet eure Augen einfach auf den Boden gerichtet. Beobachtet eure Augen, wenn jemand vom anderen Geschlecht kommt, wie ihr diese Person anschaut, mit Gier oder mit Lust. Und wenn ihr das begriffen habt, dann fangt ihr an, eure Augen sehr schön zu reinigen. Im übrigen solltet ihr noch ein, zwei Körpereübungen machen, um die Schenkel flach auf die Mutter Erde legen zu können, weil das sehr hilfreich ist. Bevor iIhr auf Shri Ganesha meditiert, solltet ihr diese Übung machen, um die Muskeln zu lockern, damit ihr die Mutter Erde flacher berühren könnt. Das wird Euch helfen.

Für heute habe Ich genug gesagt!

Möge Gott euch segnen.