Rede in Bordi für die österreichischen Sahaja Yogis, Bordi, Indien 1984

(India)

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Rede in Bordi für die österreichischen Sahaja Yogis, Bordi, Indien 1984

Österreich ist ein sehr wichtiger Platz. Es ist die Brücke zwischen der Linken und Rechten Seite. Man kann sagen, dass ganz West-Europa linksseitig wird, nämlich durch den Einfluss von Alkohol und durch die Frustration über die Aggression. Nun fühlen sie, dass sie damit bis zum Äußersten gegangen sind, und so wurden sie mit sich selbst unzufrieden und haben aufgegeben.

Auf der Seite der Aggression befindet sich Deutschland; es sind jene, die noch immer danach trachten, voranzuschreiten, Einfluss zu nehmen, zu erobern und zu kämpfen.

Europa ist nun unglücklicherweise in zwei Arten von Menschen geteilt, in die Linksseitigen, die Selbstmord begehen, und die Rechtsseitigen, die noch immer mit Aggressionen und aggressiven Ideen beschäftigt sind. Und zwischen diesen beiden liegt Österreich, was sehr wichtig ist.

 

Dies ist ein strategisch bedeutender Platz, wo die Linke und die Rechte Seite verbunden sind und die Schaukelbewegung einmal von links nach rechts und dann wieder von rechts nach links geht. Hier besteht die Möglichkeit, dass einige Deutsche linksseitig werden. Doch wenn die rechtsseitigen Menschen nach links gehen, dann geschieht zuerst mit ihnen, dass sie auf ihrer Linken Seite moralisch entarten, – wie zum Beispiel sexuelle Verdorbenheit.

Deshalb findet man bei den meisten kommunistischen Ländern extreme Zügellosigkeit, sie sind sehr ausschweifend. Sie haben keinen Sinn für Moral, weil sie Gott verneinen; – sie sagen, es gibt keinen Gott, deshalb meinen sie, tun zu können was sie wollen. Ihr seht, sie gingen in das andere Extrem und jetzt beginnen sie wieder mit Parapsychologie.

Ich meine, von der Sicht des Muladharas aus, zerstören sie das Muladhara und das Swadhishthana. Das ist also die momentane Situation, die jetzt aufkommt. Unter diesen Umständen spielt ihr als Österreich eine wichtige Rolle, und die Österreicher spielten früher auch schon eine bedeutende Rolle.

Wie euch bekannt ist, war Österreich früher ein sehr großes Land und es war als ein sehr mütterliches Land angesehen. Ihr seid ein sehr balanciertes Land gewesen. Ihr hattet Maria Theresia, eine sehr, sehr große Königin. Und all das geschah hier, denn es herrschte Rajalakshmi-Qualität. Doch um Mahalakshmi zu erlangen, muss die Suche beginnen.

Ihr müsst die zwei Kanäle in uns betrachten, da ihr auf der Brücke seid. Auf der einen Seite besteht eine starke Linksseitigkeit, auf der anderen Seite hat man Muladhara-Probleme, – und es können auch noch Swadhishthan-Probleme hinzukommen. So ist das eine sehr eigenartige und prekäre Situation. Eine Brücke existiert nur dann, wenn man zwei Ufer hat, die stark befestigt sind, andernfalls kann es keine Brücke geben.

Mit beiden Seiten also, mit der Linken Seite des Muladhara und, – Ich würde sagen, die Deutschen sind nun ruiniert in diesem Bereich, aber in der Moral waren sie früher besser. In Muladhara-Angelegenheiten sind die Russen besser. Aber nun sollte Ich sagen, dass sie früher besser waren, weil sie nach dem Krieg auch hinuntergegangen sind. Nach dieser Aggression ging es mit ihnen abwärts. Ihr müsst wissen, dass Hitler wie ein Brahmachari war und er selbst ein sehr moralisches Leben führte. Seht, so hat diese ganze Aggressivität alle in den Graben geworfen und so sind sie alle darin gelandet.

Darum sind die Tschechen, Jugoslawen, Polen, man kann auch sagen die Deutschen, Russen, Ungarn, Bulgaren, Rumänen – sie sind alle von dieser Art – so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass diese Aggressivität nun zusammengebrochen und zur Sexualität verkommen ist. Sich in die Aggressivität zu begeben ist eine schwere Sünde.

Ihr spielt also eine sehr, sehr rechtmäßige Rolle, weil ihr die Balance halten und diese Brücke sauber halten müsst.

Nun seid ihr also nach Indien gefahren und Ich bin mir sicher, ihr habt erfahren, wie die Inder leben. Ich möchte gerne von euren Erfahrungen hören, erzählt Mir, was ihr darüber denkt? Was habt Ihr gelernt? Oder wollt ihr woanders darüber nachdenken?

[Sahaja Yogi: Um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, sind die Inder unkompliziert, aber…]

Shri Mataji: Lauter, Ich kann dich nicht hören, denn Ich habe ein Bad genommen und Mein ganzer Körper vibriert…

[Sahaja Yogi: Man fühlt sich wie ein indisches Familienmitglied, man ist nie abgeschieden.]

Shri Mataji: Das ist wahr, das ist wahr…

[Sahaja Yogi: Alles ist so normal, man fühlt sich willkommen, das ist ganz normal.]

Shri Mataji: Jetzt wisst ihr, was normal bedeutet, da mich viele Menschen fragten, was normal ist. Hier gibt es auch normale Verbindungen, die aus der Reinheit entstehen, alles was normal ist, ist auch rein. Das ist der Punkt. Verwandtschaften sind rein, ihr seid hier Gäste, wie auch immer, ihr seid hier Gäste.

Ihr seid die Kinder eurer Mutter und kamt hierher als Gäste, so einfach ist das. Die reine Verbindung zwischen den Indern und euch entsteht durch eure Liebe, die ihr ihnen gebt so gut ihr könnt, euch um sie kümmert und sie nett behandelt, und nicht klagt.

[Sahaja Yogi: Es ist wie in einer Familie, man kennt sich und sorgt sich nicht, was der andere über einen denkt.]

Shri Mataji: Ja, sie sind nicht so kopflastig, sie machen sich keine Gedanken, was einer denkt oder tut, sie sind kollektiv. Es ist ein kollektives Sein. So arbeitet ihr hier all dies aus und was die anderen denken, macht hier keinen Unterschied. Was andere machen, darüber denken sie nicht nach, weil es keine Rolle spielt, das ist nur eine politische Idee, sich darum zu kümmern, was andere denken, weil sie eure Stimme wollen.

Hier gibt es keine Wahl, es geht nur um euer Herz, das sich gut und glücklich fühlen soll, denn viele Leute fragten Mich, was normal ist, denn wenn man in einer relativen Welt lebt, muss man darauf achten, was normal ist.

Wer kommt noch, warst es du? Nun kommst du dran.

[Sahaja Yogi: Ich lernte, dass Kollektivität etwas Wunderbares sein kann, dass Menschen sich verstehen, ohne Probleme und Konflikte zu haben.]

Shri Mataji: Ihr seht, der Friede ist möglich. Wenn ihr nicht friedlich seid, so könnt ihr nicht hier sein. Ihr müsst in euch selbst friedlich sein; jemand, der in sich selbst friedlich ist, versucht nicht ständig, irgendwo Fehler zu finden, außer bei sich selbst.

Ich meine, das ist doch ganz klar. Zum Beispiel, ihr geht auf eine Seereise. Jemand, der kein gutes Schiff hat, sagt: „Oh, der Seegang ist schlecht!“ Doch jemand, der ein seetüchtiges Schiff zur Verfügung hat, sagt, lasst mich die Herausforderung annehmen und entsprechend danach handeln. Es ist der Friede in euch selbst, nicht nur der Friede an und für sich, sondern das Gewicht des Friedens in uns; es ist das Gewicht des Friedens, das uns so sehr balanciert.

Es ist der Friede in uns selbst. Aber wie ist dieser Friede und wie kommt er in uns? Weil ihr wirkungsvoll seid und alle eure Chakren wirkungsvoll sind. Ihr arbeitet richtig, daher macht ihr euch keine Sorgen; ihr ladet Mich zu allen Aktionen ein.

Das ist eine gute Sache, und es tut Mir leid, dass ihr es nicht früher tun konntet. Aber jetzt ist es in Ordnung. Ihr habt es erfahren und ihr solltet es erfahren. Manche von euch sind etwas traurig, da sie Probleme mit der Leber und anderem haben; seid vorsichtig hier.

Ich habe euch bereits empfohlen, man sollte den Leber-Patienten ein Stück vibrierten Zucker geben, dieses, jenes…

Was ist mit deiner Hochzeit, Markus? Warst du? Markus war? Ja. Was ist mit Markus?

[Sahaja Yogi: Ich habe eine Menge gelernt in vielen Aspekten. Zuerst ist es das Größte, Mutter, dass ich Dich erkannt habe, ich habe Dich vorher nicht erkannt. Es ist das Größte, was ich erreicht habe. Auch habe ich gelernt, dass die äußere Welt überhaupt nicht wichtig ist. Nach dem ersten Tag habe ich bemerkt, dass ich nicht die geringste Unbequemlichkeit bemerkte, die ganze Reise war ein Lernprozess. Und wenn etwas nicht nach Plan war, wusste ich, dass Du weißt, dass es für uns das Beste ist zu warten und ich habe es sehr genossen. Ich hoffe, ich kann in meinem Land die Negativität, die uns natürlich erwartet, bekämpfen. So bin ich sicher, die echte Reise hat gerade begonnen.]

Shri Mataji: Das ist wahr, ihr macht Fortschritte. Ihr habt ganz eigenartige Leute wie Herrn Freud und ihr erlaubt ihm, sich so darzustellen wie er ist. Was tut sich in diesem Land? Die Intellektuellen sind wirklich dumme Menschen, kein Zweifel. Die Inder sind weise, sie sind nicht Intellektuelle, sie sind weise und sie haben Einfühlsamkeit. Niemand braucht Zeit, um sie (die Selbstverwirklichung) zu bekommen. Zu den Dorfbewohnern komme Ich das erste Mal, sie kommen alle, sie wollen einfach die Selbstverwirklichung, es gibt kein Problem, weil sie weise und einfach im Herzen sind. Für einfache Leute ist es so leicht, einen ebensolchen Menschen zu verstehen, weil ihr chitta so unkompliziert ist. Deshalb haben sie keine Probleme.

Ich weiß es nicht, aber das Ego im Westen ist so groß, wie können sie mich dann erkennen? Seht ihr, sie erkennen nur sich selbst an. Sie haben überhaupt kein Verständnis dafür, etwas Höheres als sie selbst anzuerkennen. Sie werden niemand Höheren akzeptieren, ausgenommen jemand wie Hitler, der mit einer komischen Idee kam, um ihrem Ego zu schmeicheln.

Sie erkennen nicht, das ist das große Problem. Ich weiß nicht, was Ich da tun kann, um sie zum Verstehen zu bringen, es ist sehr schwer. Warum zweifeln sie daran? Ich verstehe es nicht. Manche wollen wie Marilyn Monroe aussehen. Wie kann Ich wie Marilyn Monroe aussehen? War sie eine Göttin? Nachdem ihr all die Tempel gesehen habt, habt ihr nicht bemerkt, warum eure Mutter so aussieht wie Sie aussieht? Sie muss so aussehen, denn es ist gerade diese Form, die Sie haben soll, das Gesicht wie es sein soll; das zeigt das ganze Maß, das alles bewirkt.

Ich kann mir nicht so eine Form geben, wie westliche Menschen es wollen. Sechs Fuß groß mit Stöckelschuhen, daherkommen wie ein Moskito, das kann Ich nicht tun.

Was macht es also möglich, Mich zu erkennen?

[Sahaja Yogi: Es würde das Beste sein, sie kämen nach Indien!]

Shri Mataji: Das ist das Problem, ihr seht selbst, wie schwierig es ist, etwas für hundert Menschen zu organisieren. Wir haben die 2 oder 3 Dinge organisiert und Ich wollte damit aufhören, möchte aber nun doch meinen, wir sollten dies alles für einige Zeit weiter machen. Alle, die nun in Indien waren, sollten wirklich mitwirken, Menschen anzuschreiben und zu Journalisten gehen und ihnen darüber erzählen, dass dies kein Märchen ist. Sie ist unsere eigene Mutter. Heftet euch an ihre Fersen, sagt ihnen, wenn ihr es nicht versucht, werden wir kämpfen. Nun gut, erzählt ihnen, was ihr gesehen und was ihr erlebt habt.

Erzählt Ihnen, dass Sie gekommen ist, glaubt uns, Sie ist der Heilige Geist. Glaubt uns, Sie ist es, schreibt es nieder. Diese lächerlichen, dummen Menschen gehen in die Hölle. Sagt ihnen das. Lasst sie dies wissen. Ich kann so nicht ewig weitermachen. Das ist sehr unangenehm, dass wir nur hundert oder zweihundert Menschen helfen können. Aber wir können nicht ganz Österreich oder die ganze Welt hier herbringen und in Maharashtra herumspazieren lassen.

Später könnt ihr alle damit beginnen, wenn Ich für euch Plätze errichte; ihr könnt sie euch ansehen und managen, das ist eine weitere Sache. Ich glaube, zurzeit könnt ihr nur mit Kriegen leben, dies ist eine schreckliche Sache. Insgesamt ist sehr wichtig, dass eine Person wie ihr, die solche Erfahrungen macht, zurückkommt und den Menschen klar macht, was sie da eigentlich tun. Die Inder werden als erste vorangehen, aber ihr werdet alle zur Hölle gehen und die größte Sache ist der Dritte Weltkrieg, der dann unausweichlich ist.

Verliert euch nicht in persönlichen Angelegenheiten, das ist der größte Unsinn. Denkt daran, etwas Positives zu erschaffen. Jeder von euch ist ein großer Heiliger. Gestern erklärte Ich euch, was Yoga bedeutet und ihr wisst jetzt davon. Und ihr solltet dies werden. Ego ist da. Ihr habt die Kraft der Würde geschenkt bekommen, eine Kraft von großem Gewicht. Ihr seid Gurus.

Und diese dummen Menschen, die nichts in sich haben, gar nichts, sie wissen nichts über Kundalini, nichts in dieser Richtung. Sie schreiben Bücher und wurden Gurus. Was ist mit euch? Was ist mit jedem von euch? Wenn ihr es möchtet, könnt ihr euch wie ein Guru kleiden, das macht noch keinen Unterschied. Wie immer ihr es tun wollt, erklärt es ihnen eindringlich und geht eindringlich zu ihnen und erzählt es ihnen: „Das ist es!“

Ihr könnt aber auch erzählen, dass Sie (Shri Mataji) Programme auf Universitäten hielt und Menschen heilte, – seid darauf vorbereitet, darüber zu erzählen.

[Zu einem Yogi:] Gut, was ist mit dir? Du warst dort.

[Sahaja Yogi: Ich möchte dazu bemerken, dass der Unterschied zwischen Indern und westlichen Menschen ist wie zwischen Herz und Kopf. Deshalb suche nach Möglichkeiten, Kontakt mit all den indischen Brüdern zu bekommen. Das half mir immer ein bisschen, mein Herz zu öffnen und ich glaube, es warst Du (Mutter), die mein Herz geöffnet hat.]

Shri Mataji: Sie (die Inder) haben Mich in ihr Herzen gegeben, – seht Ihr, das ist es. Sie haben ein großes Herz, es ist wirklich ganz einfach für sie. Ihr könnt beobachten, dass es bei den westlichen Menschen zuerst in den Verstand und dann zum Herzen geht. Angenommen, Ich bin diejenige die alles macht, so könnt ihr weder eure Intelligenz noch könnt ihr Mich mit eurer Intelligenz benützen, ihr müsst ein Herz haben, damit Ich hinunterfließen kann.

Ihr seht, Ich bin für eine große Aufgabe gekommen und ihr müsst ein großes Herz haben, um Mich hinein zu nehmen und das verstehen sie (die Inder).

Ihr seht, dass sie sich vergegenwärtigen, dass es Prophezeiungen und Erzählungen darüber gibt, sie wissen was Gott vermag. Sie hebt die Kundalini und das ist es. Sie ist diejenige, die dafür gekommen ist. Ihr aber habt diese Tradition nicht. Ich mache euch auch keine Vorwürfe, von eurer Tradition her kennt ihr Mich nicht. Sie kennen Mich aus ihrer Tradition. Während tausenden von Jahren sind sie in dieser Tradition erzogen und groß geworden. Das war der Grund, warum Ich euch eingeladen habe, hier herzukommen, damit ihr selbst seht, wie sie leben.

Hier gibt es keine Fragen, keinen Streit, kein Klagen, nichts. Aber sie haben ein Problem insofern, dass sie außen unterentwickelt sind. Wenn ihr ihre Busse anschaut, so brauchen sie einen Verantwortlichen, Telefon und Fernsehen funktionieren nicht so richtig, nichts funktioniert, schrecklich. Und wenn ihr jemanden fragt, wie lange man irgendwohin braucht, dann sagen sie fünf Minuten, aber in Wirklichkeit braucht man fünf Stunden. Es ist ein großer Witz, wie ihr bemerkt.

Es ist deswegen, weil sie akzeptieren, jenseits der Zeit zu sein, es ist eine gewisse Buße. Ihr müsst lernen, jenseits der Zeit zu gehen, sich über die Zeit keine Sorgen zu machen, wann man Essen bekommt, was wir tun sollen.

Ihr habt eure Mutter beobachtet, wie Sie es macht. Sie arbeitet stundenlang durch, so mache Ich es und habe kein Problem mit der Zeit, der Zeitbegriff ist nur in unserem Kopf.

Ein anderes Problem mit dem westlichen Denken ist, dass es zu sehr daran (an die Zeit) gebunden ist, ihr könnt davon nicht loskommen, die Zeit ist das Gefängnis. Zum Beispiel sitzt ihr in einem Bus; wenn nun der Bus zu lange braucht – geht einfach in Meditation! Aber sie machen sich darüber Gedanken, warum der Bus so lange braucht. Wofür? Ich weiß, was ihr manchmal denkt; Ich sage euch, was ihr denkt. Ich bin mit euch gereist, Ich weiß, was geschah.

Sie denken also: „Oh Gott, wir fahren dort und dort hin – wie lange brauchen wir?“ Warum kümmert ihr euch um die Zeit und wollt Zeitsparen? Im Fluss zu baden ist nicht das einzige, was ihr zu tun habt, ihr müsst meditieren, ihr habt eine angenehme Zeit, meditiert einfach, so sollte eure Einstellung sein. Ihr seid nicht hier hergekommen, um eine dieser Urlaubsreisen zu genießen, sondern ihr seid hier hergekommen, um die Fesseln der Zeit abzulegen.

In unserem Ego haben wir uns Fesseln der Konditionierungen, des Komforts und aller möglichen Bedingungen angesammelt. Wir sind also hier hergekommen, um alle möglichen Bindungen und unnützen Dinge zu überwinden, die uns so sehr angreifen, um einfacher und unkomplizierter zu werden. Versteht, dass alle Menschen gleich sind, ihr seid Menschen genau so wie die Inder, ihr unterscheidet euch nur dadurch, dass ihr mehr Annehmlichkeiten und mehr Geld habt, das ist alles.

Das ist es. Was ist so überlegen daran? Nichts. Wozu habt ihr mehr Komfort und die Inder leben ohne diesem und sind aber viel glücklicher? Ihr habt es bemerkt, dass die Inder viel freudvoller sind.

[Sahaja Yogi: Ich möchte mehr wie die Inder sein, um Dich, Mutter, mehr zu lieben.]

Shri Mataji: Genau. Sie lieben einander, weil sie Mich lieben. Wenn ihr eure Mutter liebt, dann liebt ihr die ganze Menschheit, jeden. Die Schwierigkeit ist, ihr müsst mehr über Mich wissen, über Mich sprechen. Aber wir diskutieren über alles, das ist wahr; ‚dies sollte geschehen, das sollte geschehen…’ Der englische Verstand ist genauso reflektierend wie der ganze übrige europäische Verstand.

Sie versuchen andauernd andere zu korrigieren, so ist die Situation. „Dies sollte besser sein, das könnte besser sein. Warum haben sie mich hier hergesetzt? Das sollte nicht erlaubt sein. Und warum haben sie das auf die Straße gestellt? Sie könnten es doch auf die linke Seite gestellt haben…“ [es folgte eine undeutliche Passage]

Sie denken ständig über alles andere nach, aber nicht darüber, was sie selbst zu tun haben. Was andere zu tun haben, ist nicht eure Sache. Denkt nicht über andere nach, was sie tun sollten; was ihr selbst tun sollt, das sollt ihr sehen.

Macht einfache Dinge; liebt eure Mutter und sprecht über Sie und fertig. Hört nicht auf irgendein anderes Gerede. Tratscherei ist das Ärgste und sehr verbreitet und ihr glaubt, die Inder verstehen euch nicht. Sie verstehen was ihr sprecht, wie ihr euch benehmt, was eure Ansicht von etwas ist, und dass ihr über etwas anderes sprecht als über Mutters Gnade. Es ist die Zeit, eure Mutter zu verehren, das gibt euch Vibrationen, sprecht über Ihre große Bedeutung, wie sehr Sie euch liebt und was Sie für euch getan hat und wie ihr euch schon verbessert habt. Das ist besser, als über andere zu sprechen.

Diese Tratschereien müssen aufgegeben werden. Sie lieben Mich, weil sie einfache Leute sind und erkennen können. Doch wie kann man diese „Johnnies“ mit ihren großen Egos auf den Augen und am  Kopf dazu bringen, Mich zu sehen? Sie sind so blind. Das ist jetzt also eure Aufgabe. Ich glaube, ihr müsst nun über Mich sprechen, um euch hinzugeben. Denn schließlich seid ihr in diesem eurem Land geboren und ihr seid aufgefordert, ihnen etwas zu überbringen.

Das ist die einzige Sache, in Sahaja Yoga nennen sie es das Yuga-Dharma dieses Yugas (Zeitalters). Sahaja Yoga ist das Dharma, ihr habt es kennen gelernt, das ist es, worüber ihr offen und in eurem Herzen gesprochen habt. Dies ist gut, um von euren Problemen befreit zu werden. Ihr werdet sagen: „Mutter, es ist so einfach“, und ihr werdet selbst einfach.

[Sahaja Yogi: „Ich habe bemerkt, wie sich Ego durch schlechtes Benehmen zeigt, bei ganz kleinen und sehr subtilen Dingen. Es ist wirklich eine schlechte Angewohnheit zu tratschen, weil es Zeit und Energie verschwendet.]

Shri Mataji: Das zeigt, dass man frivol und seicht ist. Frivol zu sprechen zeigt, dass ihr keine würdige Persönlichkeit habt.

[Sahaja Yogi: Es kann auch Angeberei sein, weil man Menschen beeindrucken will, doch da ist nichts in seinem Inneren, das Menschen beeindruckt.]

Shri Mataji: Deshalb ist es Glamour. Ihr seht diese Anziehung. Ist ein Mensch innerlich anziehend, dann kümmert er sich nicht um seine Anziehung nach außen. Diese Angeberei und all das, das ist nicht gut. Man sollte sehr, sehr liebenswürdig sein. An den Gebärden habe Ich aber auch sehr ego-orientierte Menschen bemerkt. Sehr, sehr frivol, das ist nicht die richtige Art.

Die Würde, die Ausstrahlung in Eurem Benehmen, in allem insgesamt, sollte feinsinnig sein, für Frauen und Männer gleich, nicht grob, aber in allem sollte Gesicht sein. In allem was ihr tut sollte das Gewicht eurer Würde liegen. Das fehlt den Menschen. Sie sprechen frivol.

Wie Ich hörte, sagten die Fahrer: „Sie (die Yogis) wären Heilige, doch sie sprechen nicht wie Heilige, also ist das irgendein Konzept, das sie haben.“ Eine weitere Sache wäre, dass ihr keine Avatare seid, denn Avatare machen niemals Fehler, deshalb seid ihr keine Avatare, ihr seid nicht einmal Chavatar(?).

Ihr müsst verstehen, dass ihr Menschen seid und nicht perfekt und ihr euch verbessern müsst, um viel höher zu wachsen als ihr seid. Ihr müsst alle diese Dinge aufgeben, die ihr durch das menschliche Ego angesammelt habt. Nur Menschen haben ein Ego. Tiere haben keines, nur die Menschen. Das ist ein Zwischenstadium, in dem wir an unserem Benehmen erkennen, was Unsinn ist, was nicht gut ist. Das ist den Hunden ähnlich, nur Hunde bellen einander an. Wir müssen auf eine schöne Weise miteinander sprechen, um niemanden zu unterdrücken oder zu verletzen.

Angenommen, sogar wenn Ich weiß, dass Menschen ärgerlich werden, wenn sie im großen Stil sprechen. Doch seid vorsichtig! Ich weiß, wie man mit so einer Situation umgeht. Ich kann laut sprechen, das ist in Ordnung, aber warum wollt ihr laut sprechen, seid eher ruhig und benehmt euch sehr bedeutungsvoll, weil ihr Ozeane seid und ‚Ozeane sprecht’, sprechende Ozeane voll Amrut, trotz allem. Ihr seid Ozeane des Amruts. Wie ihr wisst, ist Amrut der Nektar von allem. Wenn ihr eure Situation erkennt, seid ihr der Ozean selbst. Nehmt diesen Ozean an, das wurde von Angsharabaravagensha(?) beschrieben. Er hat euch als solche beschrieben. Bildet keine Ideen, die in irgendeiner Art gegen die Ideen der Heiligen stehen. Ihr seid es, das heißt, dass ihr bescheiden sein sollt.

 

Aber wenn Ich das einmal sage, werdet ihr arrogant, eine typisch menschliche Art. Wenn man ihnen sagt, sie sind Heilige, da sie es sind, dann werden sie wie Teufel und benehmen sich auch so und sagen: „Ich bin ein Heiliger!“ und benehmen sich wie sie wollen. Das ist typisch menschlich. Im Gegensatz dazu ist die göttliche Natur so, dass ihr sagt: „Mutter, Du bist der ursächliche Wunsch!“ Mir gibt das nicht den geringsten Stolz oder so etwas, weil Ich gar nicht weiß, wie man sich eingebildet fühlt. Ich bin einfach.

Das ist alles was geschieht; wenn ihr das sagt, bekommt ihr Vibrationen. Sie fließen einfach. Da fühle Ich Mich in keiner Weise geschmeichelt, aber die Menschen…

Für die göttlichen Gesetze gibt es keine Ego-Schmeichelei, nichts dergleichen. Sie wissen nicht, was Schmeichelei ist. Das ist nur für einen Hohlkopf möglich, für eine egoistische Person, nicht für eine göttliche Persönlichkeit, weil eine solche niemals schmeicheln kann.

Das ist also, worauf ihr Acht geben müsst, nicht zu schmeicheln und sich nicht schmeicheln zu lassen. Was Ich hier sage, ist, was ihr eigentlich seid, und wenn ihr es seid, habt ihr eine große Bescheidenheit. Das ist so logisch.

Sie wurden alle zu Verwandten, alles nahe, reine Beziehungen. Ihr kämpft nicht mit irgendjemanden, nichts dergleichen. Jeder hat eine reine Verbindung. Keine andere Verbindung daneben. Reine Beziehungen müssen entwickelt werden.

Seid ihr alle auf der ersten Indien-Tour, nein? Hamid, du musst schon vorher gewesen sein, da dich Dr. Sangue so geschätzt hat.

[Shri Mataji spricht über Ackerbau, dass sich die 4 Ackerbau-Spezialisten treffen sollten, damit eine Art von Vervollständigung entsteht.]

Als Erstes sagte Ich zu ihm (Mr. Sangue), er müsse mit ihm (Mr. Hamid) all die modernen Ideen, die ihr oder irgendjemand anderer hat, diskutieren und dann als erstes sehen, was man in Indien anwenden kann.

In Österreich zum Beispiel benützt ihr Geräte, die euer Wasser aufheizen. Hier liefert die Sonne selbst viel Wärme und man muss gar nichts dazu tun. Ihr könnt die Sonne dafür verwenden, Wärme zu erzeugen, ohne dass ihr etwas machen müsst.

Zweitens, wenn ihr es auf indischen Boden bringt, da gibt es Ideen…

Und drittens könnt ihr es als Sahaja-Yoga-Event gestalten, um zu sehen, wie Sahaja Yoga dadurch arbeitet und wie wir diese Energie nun verwenden können.

Zum Beispiel habe Ich diese Hybrid-Kühe (hochgezüchteten Kühe) gesehen. Das ist sehr schlecht. Indische Frauen wollen deren Milch nicht, da die Kinder sehr ungezogen und rastlos werden. Sie mögen also keine Hybrid-Kühe. Ich sagte: „Gut, gebt ihnen vibriertes Wasser!“ Und es veränderte sich. So könnt ihr Hybrid-Nahrung nach den westlichen Ideen erzeugen und ihnen Vibrationen geben. Ihr seid bereits davon beeinflusste Menschen, weil ihr so viele Erzeugnisse behandelt habt.

Was diese Mischformen betrifft, gebt Vibrationen dazu und sie werden völlig in Ordnung sein. Ihr seid größere Heilige geworden als die Inder es sind. Auf diese Art werden wir das nun ausarbeiten. Zuerst nehmen wir all die westlichen Ideen, dann behandeln wir mit Sahaja Yoga, und wir machen uns keine Sorgen mehr.

Die vierte wichtige Idee ist, dass wir Statistiken machen und Daten sammeln, wie wir durch Sahaja Yoga gute Resultate erreichten; zum Beispiel wie wir Pflanzen teilen zu speziellen Züchtungen. Ich habe gesehen, wie das verschiedenartige Eigenschaften hervorgerufen hat.

Angenommen, wir haben beispielsweise eine Mischform, sagen wir Mohn. Er wird im Inneren sehr groß sein, – aber wenn man ihn vibriert, wird er zuerst eine sehr schöne goldene Farbe bekommen, zweitens nicht so rasch verderben und drittens einen wunderbaren Geschmack haben und viertens Menschen zufrieden machen und sie werden glücklich sein. Er hat also viele Eigenschaften, euch zu heilen.

Ihr müsst es verstehen, dass diese ganze Sache ernstlich in Angriff genommen werden muss. Zuerst bringt eure Ideen hierher und wendet euer ganzes Sahaja-Yoga-Wissen an, mit den Daten und allem, was ihr dafür gesammelt habt, damit die Menschen es annehmen können. Das ist meine Idee und wenn Ihr mir dabei helfen könnt, bin Ich sehr dankbar. Ich habe euch erklärt, auf diese Art ein Projekt zu machen, so kann Ich die Sturheit der Wissenschaftler auflösen. Sie sind Sklaven der westlichen Menschen und von ihnen geleitet. So ist es.

[Man bespricht die folgenden Erfordernisse der Reise von Shri Mataji. Hamid sagt Ihr, dass er Ängste hat und nicht weiß wieso. Shri Mataji empfiehlt ihm, die linke Hand zu ihr zu halten und die rechte Hand auf die Mutter Erde zu geben.]

Ihr seid für eure Ausbildung hergekommen, um Vibrationen aufzunehmen. Nicht um etwas zu geben kamt ihr, sondern um etwas aufzunehmen. Es ist wie eine Hochschule, in der ihr euch zu neuen Studien befindet, in der ihr bewusste Anstrengungen macht, – in Ordnung? Das ist das eine, sehr wichtig.

[Gregoire sagte: Jemand sollte die Lehr-Stunden für sich selbst nehmen, nicht zu denken, dass die Stunden nur für die anderen wären…]

Shri Mataji: Was du sagst ist richtig, warum denken wir so? Ich erzähle euch, warum das so geschah, Ich meine es ist so unnütz, wenn wir so denken.

Angenommen, es gibt zwei Personen, Herrn X und Herrn Y. Wenn Ich nun spreche, liegt es an Herrn Y, alle Hinweise aufnehmen, sich selbst zu verbessern, sich selbst herauszumeißeln und es auszuarbeiten; es ist für sein Bestes. Nun denkt Herr Y an Herrn X, dass Herr X das tun muss. Wem nützt das? Er kann Herrn X nicht verbessern. Man kann einen Sessel verbessern, einen Tisch, alles was tot ist reparieren, man kann sogar einen Hund oder alle eure Tiere erziehen.

Aber könnt ihr einen anderen Menschen verbessern, könnt ihr? Welchen Nutzen hat es also, was ihr da macht? Ihr kamt hier her, um euch selbst herauszumeißeln, für diesen Zweck kamt ihr hier her. Warum macht man sich Sorgen über andere, ihr kamt nicht hier her, jemanden anderen zu helfen, ihr kamt hier her, um euch selbst zu helfen.

Warum also arbeitet ihr die Dinge nicht für euch selbst aus? Das ist eine übliche menschliche Art, zu denken, das wäre für die anderen. Das ist nur eine Flucht. Doch warum der Wahrheit entfliehen, die doch das Licht ist, die die Freude ist, die die Essenz aller Dinge ist? Warum? Warum versucht ihr, davonzulaufen? Vor euch befindet sich das Versprechen für die ganze Schönheit, warum wollt ihr davonlaufen?

Begebt euch hinein; Ich sagte euch, ihr braucht euch nur in den Sushumna-Nadi begeben (wofür ihr werden müsst). Seid ihr jedoch von einer Sache so eingenommen, so ist es besser sie loszulassen, um es ausarbeiten. Das gilt für jedermann, ist etwas falsch mit jemandem, so betrachtet es nicht, ist etwas falsch mit einem selbst, so seht es und arbeitet es aus und kommt davon los. Das ist der Grund eurer Anwesenheit hier.

Angenommen, ihr habt eine Prüfung. Dann denkt ihr auch nicht, jemand anderer hat diesen Fehler gemacht, ich nicht. Sondern ihr wisst, ich selbst habe diesen Fehler begangen. Ihr denkt, dass ihr einen Fehler begangen habt und arbeitet daran, sonst fallt ihr bei der Prüfung durch. Ist es nicht so? Ihr denkt doch nicht, der andere hat es so gemacht und ich muss ihm nahe bringen, etwas anderes zu schreiben. Ihr müsst die Prüfung bestehen, nicht er. Es ist, als würde man für einen anderen studieren, so dumm ist das. Könnt ihr die Dummheit erkennen? Das ist eine dumme Angewohnheit. Diesem Antrieb zu folgen ist die dümmste Sache.

Was ihr aber machen könnt, ist, den anderen in einer Art zu betrachten, die euch hilft. Wie jemand, der eine andere Einstellung hat, schaut ihm zu, wie richtig er Dinge macht, wie macht er es? Es ist also die positive Einstellung einer Person zu einer anderen Person, die hilft, nicht die andere Person. Ihr könnt den anderen nicht verbessern, was immer ihr auch tut, aber wenn ihr diese Art von Ideal in euch habt, dann tut ihr es, denn der andere sieht es. Doch zuerst werdet zu diesem Ideal.

Dies ist ein wichtiger Punkt, dass wir nicht die Fehler der anderen sehen sollen, sondern unsere eigenen, mit der Einstellung, dass ihr hier hergekommen seid, durch dieses Tapas zu gehen, diese Buße zu tun. Es ist eine Art Buße. Doch welch eine ‚Buße’ der Freude und Liebe! Wie bei Gregoire, der Mir erzählte, dass er sich durch diese Art der Lektion sehr erleichtert fühlt, – so soll es sein.

Trotz allem bin Ich alleine, niemand kann Mir nahe sein, – wer könnte Mir nahe sein? Ich bin absolut alleine – Ich habe keinen Begleiter. Das Wichtigste ist, dass ihr diese ständige Liebe fühlt und dass ihr fühlt, bei Mir zu sein. Ihr seid immer mit Mir.

[Gregoire spricht: Es ist wie eine Luftblase.]

Möge Gott euch dafür segnen. Aber noch etwas möchte Ich allen Europäern sagen, was sie verstehen sollten. Ich habe manchmal bemerkt, dass ihr nicht sehr nett mit den Indern sprecht. Ihr glaubt, sie wären unsere Diener. Ihr solltet euch nicht schlecht benehmen und Menschen verletzen, indem ihr so etwas sagt. Sogar wenn sie sich um meine Füße versammeln, benützt keine solchen Worte, die sie niemals benutzen würden.

Ich meine, ihr benehmt euch oft daneben, ihr macht viele schlechte Sachen, es ist nicht unsere Aufgabe etwas zu sagen, seid milde. Wir sollten uns nicht so gering benehmen, dass es den Charakter minder aussehen lässt. „Verschwindet“! Damit hört auf, seid freundlich und nett mit ihnen, nehmt euch Zeit. Bitte nehmt euch Zeit.

Aber Menschen betrachten nicht einmal, was sie sagen. Benehmt euch nicht schlecht, Ich hörte es oft mit Meinen eigenen Ohren. So könnt ihr nicht mit ihnen sprechen. Sie sind auch Heilige und lieben Mich; und wenn sie zu Meinen Füßen kommen, Ich weiß, dass sie einfach sind, weil sie nicht so organisiert sind, davon verstehen sie nichts. Für sie ist es das größte Ereignis, sich vor meinen Füßen zu verbeugen.

Was immer nun noch im Westen fehlt, ist die Spontaneität. Ihr solltet deshalb sehr nett mit ihnen umgehen, denn versteht, sie bedienen euch nicht aus Dienstbarkeit, sondern aus ihrem Herzen heraus. Sie mögen Euch, sie möchten alles für euch tun, sogar wenn ihr meint, dass eure Schuhe kaputt sind, werden sie sie für euch reparieren. Mancher wird vielleicht denken: „Sie werden versuchen, etwas von mir zu bekommen.“ Nein, das ist es nicht.

Ihr seid Gäste. Und in diesem Land hatten wir immer die Theorie, dass Gäste willkommen sind, und so hatten wir die Engländer hier. Seit 300 Jahren sind sie hier. Sie kamen als Gäste, sie dominieren uns seit 300 Jahren, könnt ihr euch das vorstellen?

Das ist die Tatsache. Ihr müsst diese Dinge über sie lernen; und sie fühlen sich nicht verletzt, weil sie die Sprache nicht verstehen, doch seid fair zu ihnen. Ihr bemerkt sie nicht einmal, ihr bemerkt sie nirgends. Habt ihr gesehen, wie viele Menschen da leben? Doch es wird sich alles glätten. Morgen werden sie die Hochzeiten sehen. Sie sind nicht angeberisch, sie sind nicht im Geringsten wie die westlichen Leute, noch seufzen sie schwer [Shri Mataji zeigt das Seufzen vor].

Die Westler lachen entweder, ha, ha, ha…oder sie hüpfen so herum, wie dies Gregoire mir erzählte. Einmal saßen 25 Yogis vor dem Haus meiner Tochter in Hampstead, so sagte Ich zu ihr, dass sie alle ihr Abendessen bekommen sollten. Sie sagte zu. Das ist im Westen nicht leicht möglich, dass man Menschen so (spontan) zum Abendessen einlädt, denn sie hüpfen dann auf und ab und auf die Seite. Nach ihrer Art (der Inder) finden sie es unnütz, so ein Aufsehen daraus zu machen.

Wenn sie es auf ihre Art machen, dann sollten sie nicht wie eure Diener oder geringer als ihr behandelt werden. Daraus könnt ihr eine Menge lernen, ihr könnt von ihnen lernen. Denn wenn ihr sie als geringere Menschen behandelt, daraus lernen sie überhaupt nichts, sie erhalten wenig. Was möchte er kaufen? Ich gebe ihm recht, sie bekommen wenig. Manchmal glaube Ich, sie unterstützen zu können. Geld oder dieses oder jenes, Geld, das ihr Mir für sie gegeben habt, aber so bekommen sie nichts für ihren eigenen Komfort oder sonst etwas. Sie haben davon nicht viel.