Guru Puja, The State of Guru

Grand Hotel Leysin (Leysin American Schools), Leysin (Switzerland)


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Guru Puja, Leysin (Switzerland), 14 July 1984.

Ich verneige mich vor allen Sahaja Yogis der ganzen Welt. Es ist sehr herzerfreuend, so viele von euch hier zusammen zu sehen, um das Guru Puja zu feiern. Euren Guru in Person zu verehren kann man als höchsten Segen betrachten.
Aber in meinem Fall ist es eine ganz andere Kombination, weil ich eure Mutter und euer Guru (Lehrmeister) bin. Ihr könnt das auf die Art verstehen, wie Shri Krishna seine Mutter verehrt hat. Ihr alle seid in der gleichen Vorstellung wie Shri Ganesha entstanden, der seine Mutter verehrt hatte und dann der “Adi Guru“, der erste, der Ur-Lehrmeister wurde. Er ist die ursprüngliche Substanz, das Uranfängliche Wesen der Urgewalt. Nur die Mutter kann ein Kind zum Meister werden lassen und die Mütterlichkeit in jedem Lehrmeister, egal ob männlich oder weiblich, kann lediglich jemanden zum Schüler eines Lehrmeisters machen. Deshalb müßt ihr zuerst einmal Propheten werden, und diese Mütterlichkeit in euch selbst einmal entwickeln. Erst dann könnt ihr auch andere zu Propheten machen.

Nun, um ein Lehrmeister zu werden, was müssen wir nach unserer Realisation machen? (Das Wort Guru), Guru, also Lehrmeister bedeutet Schwere (gravity). Schwere heißt, wenn jemand spirituell tief ist ‚wenn diese Person magnetisch ist. Also, ihr habt in Sahaja Yoga gelernt, dass die Realisation in kompletter Mühelosigkeit stattfindet. Normalerweise versucht ein Guru (Lehrmeister) seine Schüler von Bemühungen und disziplinären Anstrengungen zu befreien, was im Sanskrit mit „Prayatna Shaithilya“ niedergeschrieben steht und soviel wie „sich von seiner Bemühung, seiner Anstrengung lösen“ bedeutet. Ohne irgendetwas zu machen ‚ seid ihr in diesen Zustand, Prayatna Shaithilya, gekommen. Denn sonst hätte die Kundalini ja nicht aufsteigen können.

Die zweite Stufe ist “Vichara Shaitilya“, der gedankenfreie Bewusstseinszustand. Auch in diesen Zustand seid ihr gekommen, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen. Und die dritte Stufe ist die völlige Verneinung, Annullierung von Denken. Genannt “Abhava“. Und die Glückseligkeit von Frieden. Nun, ihr müsst begreifen, dass ihr durch drei Stufen hindurch müsst. Zuerst, wenn ihr eure Realisation bekommt, kommen all diese Dinge spontan für diesen Moment, wenn ihr die Kundalini in anderen aufsteigen lasst, dann passieren diese Dinge den anderen spontan. Ihr habt nun auch die Kraft, die Kundalini in Leuten zu erwecken, und sie in ihnen zu manifestieren. Aber wir müssen verstehen, warum es auf diese Art gemacht werden muss. Warum müssen wir Vichara Shaitlya haben? Weil, wenn wir auch nur irgendwelche Gedanken in diesen Vorgang hinein projizieren, dann wird dieser Vorgang künstlich. Dann ist dieser Vorgang nicht mehr real, ist nicht mehr Realität. Wenn wir Bemühungen in die Sache legen, dann stehen wir gegen das Werden, gegen das Geschehen.

Zum Beispiel, wenn ich euch heilen soll, dann verwende ich nur meine Hand und fertig. Keine Anstrengung, weil ich „bin dies“! Ihr bekommt eure Realisation, weil ich es „bin“. Ich lege keine Bemühung hinein, ich denke nicht über es, sondern ich ‚bin es“!
Es kann gemacht werden, selbst wenn ich nur jemanden ansehe. Es kann gemacht
werden, indem ich einfach nur die Aufmerksamkeit auf jemanden lege. Nur mit einem kleinen Wunsch kann es schon gemacht werden . Weil ihr es “seid“! Ihr könnt es gießen bzw. formen (mould) ganz wie ihr wollt. Ihr könnt als Beispiel Gold hernehmen, Nun, Gold ist ungetrübt, makellos. Es muss nicht erst denken, dass es reines Gold ist. Es muss sich nicht erst bemühen und anstrengen, um reines Gold zu werden. Es ist reines Gold. Um “sein“ zu sein, um etwas zu „sein“ braucht ihr euch nicht in irgendeiner Weise zu bemühen. Wenn ihr irgendwelche Anstrengungen vollbringen müsst, wenn ihr euch in irgendeiner Weise bemühen müsst, dann seid ihr nicht mehr ihr selbst, sondern dann seid ihr künstlich, dann seid ihr nicht mehr „ihr“.

Wenn ihr die Sonne hernehmt, so scheint sie, sie muss dafür keine Bemühungen, keine Anstrengungen vollbringen. Sie “scheint“ eben. Deshalb, etwas zu sein, wenn ihr es mit irgend etwas verbindet, bedeutet letztendlich, dass ihr es nicht wirklich seid, wenn ihr etwas versucht, dann seid ihr nicht mehr ihr selbst, sondern dann seid ihr künstlich. Die Blumen zum Beispiel, sie sind schön, sie brauchen nicht selbst schön zu sein, sie “sind“ schön. Und das ist es, was wir verstehen müssen, dass natürlich wenn ihr das seid, wenn ihr endlich ihr geworden seid, was braucht ihr dann noch irgendwelche Anstrengungen zu machen? Aber wenn wir diese Dinge sagen, dann glauben die Leute immer, sie müssen lethargisch sein, dass sie nichts zu tun brauchen. Ein Lehrmeister (Guru) werdet ihr, ohne dass ihr etwas dazu tun müsst. Deshalb habe ich auch ganz am Anfang gesagt, dass ihr durch 3 Stufen (stages) gehen müsst. Also die erste Stufe ist von Shri Ganesha. Wie er mit der Shakti (Kraft) seiner Mutter im Gleichmut (surrender) ist. Das ist der Anfang.

Wenn sich jemand nicht dem Fluss der Dinge hingeben kann, was nicht heißen soll, dass ihr überhaupt nichts mehr tun sollt, sondern sich hingeben (surrendering) heißt:
verehren, der Respekt vor dem Höheren, das Verlangen nach dem Höheren, es nicht immer aus argumentieren, nicht immer zu reagieren; sondern etwas zu akzeptieren und auch aufzunehmen. Wie ein Kind die Mutter aufnimmt, ohne zu fragen, ohne zu begründen. Das ist der Grund, warum Jesus Christus gesagt hatte: “Ihr müsst wie Kinder werden.“ Aber wenn ihr alles in Frage stellt, dann seid ihr keine Kinder mehr. Deshalb ist das erste Stadium, welches ihr entwickeln müsst, das der Kindheit, ihr müsst das Stadium der Kindheit wieder in uns entdecken und entwickeln. Aber das eines Kindes, das realisiert ist ‚ welches diese geistige Tiefe, diese Schwere besitzt. Wenn ihr zuerst einmal diese Kindlichkeit entfaltet, dann nimmt alles einen bestimmten Lauf. Weil sich die Reife nicht manifestieren kann, wenn ihr nicht und bis ihr nicht vom ersten Anfang an beginnt. Und Ernsthaftigkeit, Tiefe bedeutet geistige Reife, und nicht Frivolität.

Nun, die Qualität von Shri Ganesha, wie ihr wißt “Viveka“, was Diskretion bedeutet. Er hat bzw. er “ist“ Diskretion. Er ist umsichtig. Versucht eure Kraft der Besonnenheit zu entwickeln, damit euch Shri Ganesha die Weisheit, genannt “Subuddi“ geben kann.
Und das ist der Grund, warum ihr eine Art Verbindung, eine Abhängigkeit zu Shri Ganesha haben müsst.

So, an dieser Stelle habt ihr all die Belastungen, die durch Denken entstehen
(effort) abzulehnen. Wie zum Beispiel Gedanken gegen Ganesha, oder gegen
Unschuld abgelehnt, negiert werden müssen.
Die Ablehnung von solchen Belastungen wird erreicht, indem man all das, was die
Belastung der Gedanken selbst darstellt, ablehnt. Ich meine damit die Annullierung
der Belastungen (efforts).
Am Anfang werdet ihr es noch nicht so mühelos und leicht haben, da ihr die
Anstrengung machen müsst, “mühelos zu sein“. Wie Christus sagte: “ihr sollt keine
lüsternen Augen haben.“

Wie aber machen wir unsere Augen unschuldig? In Sahaja Yoga haben wir eine
Methode, indem wir unsere Augen von jenen Dingen abzulenken versuchen, die sie so
lüstern machen. Wie, wenn wir zum Beispiel unsere Aufmerksamkeit und unsere Augen auf Mutter Erde richten, auf die Bäume und aufs Gras. Die Vermeidung, das Vermeiden der Anstrengung (efforts) selbst ist im Grunde genommen eigentlich schon eine Anstrengung.
Die Leute, die nun erst kürzlich dazugekommen sind, müssen verstehen, daß sie nur jede erdenkliche Bemühung und Anstrengung vollbringen müssen, nur um ja alle belastenden Gedanken zu stoppen. Zum Beispiel, manche Leute sind ein sehr komfortables Leben gewöhnt. Sie führen Gespräche von jeder nur erdenklichen Art der Entsagung und des Verzichts, aber wenn es bequem wird. Dann wollen sie es auch bequem haben. Solche Leute sollten versuchen, aus der Gewohnheit des Komforts herauszukommen. Schlaft am Boden! Schlaft auf Mutter Erde! Manche Leute haben eine Aufmerksamkeit, die immer wandert, die nie auf einer bestimmten Sache ruhen kann. Fixiert eure Aufmerksamkeit! So werdet ihr Schritt für Schritt euch selbst finden und eure Disziplin entdecken.
Die Bemühungen die ihr setzt, sind wirklich sehr wichtig für Sahaja Yoga. Eine andere Sache, die auch ziemlich gängig in der westlichen Welt ist, sind eine harte Zunge, Sarkasmus, und andere zu verletzen. Es ist eine sehr subtile Art der Gewalt, oder wenn sie wirklich stumpfsinnig sind und mit einer sehr ego-orientierten Ausdrucksweise anfangen, wie “ich, ich, ich „. Solche Leute sollten überhaupt aufhören zu sprechen, sollten sich die Mühe machen, einfach nicht zu sprechen. Endlich aufhören! Beobachtet euren Verstand, euer Bewusstsein. Versucht es, etwas Sarkastisches zu sagen? Etwas Blödsinniges? Auch dieses Beobachten ist mit Mühe und Anstrengung verbunden.

Die Saat sprießen zulassen, ist einfach. Aber dann hat man sich auch um diese kleine Pflanze zu kümmern. Und wenn sie dann reif ist, dann ist sie ohnedies auf sich selbst gestellt. Zuallererst sollte die Bemühung gemacht werden, sich gegen jenes Bewusstsein zu schützen, welches durch euer Ego und Superego entstanden ist, welches in die falsche Richtung von Bemühungen geht. Aber seid manchmal sehr vorsichtig, ihr müsst besonnen sein. Und die beste Art auch sicher besonnen zu sein ist, im Zentrum zu bleiben. Geht nie für auch nur eine Sache ins Extrem! Zum Beispiel, manche Leute sind ganz vernarrt in Musik, deshalb rennen sie die ganze Zeit mit Musik in den Ohren herum. Andere wiederum haben einen Affen (tobe fond of) an der Dichtkunst gefressen. Es ist nichts falsch an solchen Sachen, aber was immer ihr in all diesen Dingen zustande bringt, muss ins Kollektive zurückgebracht werden, und jeder muss sich daran erfreuen können; und auch ihr solltet euch daran erfreuen können, was von anderen kommt.
Zum Beispiel, jemand ist eine sehr gebildete Person – und eine sehr trockene Person – ‚ sie muss sich bemühen, sich selbst süß zu machen. Deshalb versucht eure Extreme zu neutralisieren, abzubauen, indem ihr ins Zentrum kommt! Und der beste Weg dazu ist, zu sagen: “Ich bin glücklich in diesem Augenblick“! Und auf diese Art redet euch selbst ein, dass ihr selbst die Ruhe seid. „Ich bin die Ruhe selbst“. Verwendet die Kraft der Suggestion! “Ich bin die Befriedigung, die Würde, die Erhabenheit!“ Versucht, euch diese “Künstlichkeit“ (artificiality) aufzubürden und nutzt die Vorteile und die Rechtschaffenheit (righteousness)!
Und dann fragt euch selbst: „Wenn ich würdig bin, wie verhalte ich mich jetzt?“ fragt euch selbst! Ihr richtet euch mit solchen Fragen selbst. Zum Beispiel, jemand ist eine knausrige, geizige Person, und diese Person sagt dann: „Oh, du solltest freizügiger sein“ ‚ dann ist dieser ein Hypokrit, ein Heuchler. Aber angenommen diese geizige Person fragt sich selbst, dann ist sie nicht mehr heuchlerisch. Deshalb, wenn ihr all diese Künstlichkeit, diese so genannten Werte hernehmt, sie euch zum Ziel setzt, und dann versucht, dieses Ziel „eure eigenen“ Bemühungen zu erreichen, dann werdet ihr es auch langsam erreichen. Deshalb kritisiert euch automatisch selbst und nicht immer andere! Und ihr werdet selbst darauf kommen, was mit euch nicht stimmt. Weil was hat es denn für einen Sinn darauf zu kommen, was mit anderen nicht stimmt? Das ist ungefähr so, wie wenn England versucht, die Lebensbedingungen in Indien zu verbessern, und Indien die Lebensbedingungen in England zu verbessern versucht. Aber auch hier findet das menschliche Gehirn ein Hintertürchen, um zu entkommen. Wenn es nämlich einsieht und seinen eigenen Verstand zu kritisieren beginnt, findet es eine Nische, genannt linkes Vishuddi und schiebt alles dorthin. Je gewiefter und je raffinierter ihr nämlich seid, umso schlechter ist euer linkes Vishuddi. Dann stopft ihr alles dorthin, in diesen Beutel. Alle Arten von Schmutz und Unrat schiebt ihr dann dorthin, damit es euch wieder gut geht und damit ihr nicht davon angewidert werdet. Das kann man sich wie eine lausige Hausfrau vorstellen. Sie nimmt den ganzen Schmutz und Abfall, speichert ihn in einem Zimmer und schließt dieses dann ab. Und dann glaubt sie, dass sie so viel geleistet hat. Ihr müsst den Tatsachen ins Auge blicken, und ihr müsst sie richtig stellen, und hinschauen; und nicht Wegschauen. ‘Das‘ ist es nämlich, was euch dann so stark macht; Weil, wenn eure Maschinerie ausgekuppelt ist, was nützt es euch dann, die Maschinerie eines anderen zu verbessern? Und wenn euer Motor nicht funktioniert und ihr ihn unter Verschluss nehmt und absperrt und dann sagt “jetzt ist alles in Ordnung“? Oder ihr blamiert jemanden wegen diesem oder jenem. Wegen etwas anderem als euch. Gott sei Dank, dass in Sahaja Yoga heutzutage schon alle die Realisation bekommen haben, so brauche ich nicht all das zu reinigen, was ihr schon selbst machen könnt.
Also in Kürze: Ihr werdet euer eigener Lehrmeister, wenn ihr folgendermaßen beginnt:
Ihr versucht ‚ mit euch selbst zu reden – trennt euch von euch selbst und sagt “Hallo mein Herr, wie geht es ihnen heute?, kommen sie mit …“ Aber in Sahaja Yoga setzen die Leute immer einen großen Ich-bezogenen Unsinn voraus und sie glauben dann, dass sie große Gurus sind, große Leute ‚Avadhutas‘. Und wenn man sie fragt, dann sagen sie “Mutter, ich liebe und verehre dich sehr“. Sie glauben doch tatsächlich, dass wenn sie mich lieben, dass ich sie dann auch rein halte! Dies ist nicht die Haltung eines Lehrmeisters. Was ein Guru macht, ist sich selbst reinigen und dann auch andere, und auf diese Art der Deität Blumen zu geben.
Bis ihr alle ein Lehrmeister geworden seid, bin ich euer Lehrmeister. Wen ihr einmal ein Guru geworden seid, dann werde ich zu eurer Göttlichkeit, zu eurer Deität. Wie alle Lehrmeister, nehmen wir zum Beispiel Mohammed: Er sprach von “Allah ho Akbar.“ Er sprach vom Heiligen Geist, er sprach von der Wiederauferstehung, weil er ein Lehrmeister was. Und was immer er darüber sagte, er sagte es mit vollem Vertrauen, in jene Richtung zeigend, von wo er seine Führung herbekam. Wie Moses, auch Christus. Auch er benutzte seine zwei Finger um zu seinem Vater aufzuzeigen, um Zeugnis von seinem Vater zu geben. Bis ihr euer eigener Guru werdet, müsst ihr euch anstrengen, einmal damit an zu fangen. Dann werdet ihr es Schritt für Schritt auch ohne Bemühungen schaffen. Mühelosigkeit ist nicht von vornherein garantiert. Aber ihr könnt sie entwickeln. Bei jemandem der umsichtig und besonnen ist, der also diskret ist, bei dem werden auch andere in seiner Gegenwart diskret. Bei jemandem der ehrlich ist, bei dem werden auch andere in seiner Gegenwart ehrlich. Dieses Phänomen heißt im Sanskrit „Yatha Raja Tathapraja“ und bedeutet so viel wie “Der König ist das, wie all seine Subjekte sind “(Der König ist so, wie all seine Untertanen sind) Wen ihr der Guru seid, dann stellt ihr ein Beispiel, ein Vorbild dar. Ihr müsst dann ein Vorbild sein. Jetzt erst habe ich Leute gesehen, die sich selbst Lehrmeister nannten; in verschiedenen Lebensweisen, wie Professoren und Lehrer. Ihr könnt sie nicht spirituelle Lehrmeister nennen. Auch wenn sie versuchen einer mondänen Lebensart zu folgen. Nicht etwas Außergewöhnlichem, dann verlieren ihre Schüler ihr Vertrauen in sie. Sogar politische Führer. Angenommen, eine politische Führungskraft ist dauernd ausschweifend und legt dauernd Schwächen zutage, dann verlieren die Leute, die versuchen ihm zu folgen, ihren Respekt vor dem Politiker. Auch diese Leute müssen einen persönlichen Charakter, ein persönliches Wertschätzungsgefühl besitzen. Was ist dann aber mit den spirituellen Lehrmeistern? Sie müssen exzellente Leute sein: sie sollen nicht zwei verschiedene Arten von Dahinleben führen, ein äußeres und ein inneres Leben. Wenn das äußere und das innere Leben eins werden, dann erst ist die ganze Sache als mühelos zu betrachten und das ist es, was man innen und außen zu sein hat. Man hat es von „innen drinnen“ herauszuarbeiten. Dazu kann man nicht das frühere nach innen aufnehmen, sondern das Innen muss nach außen gehen. Dies ist dann der Anfang zu „Antar-Yoga“, dem inneren Yoga.
Und die zweite Stufe, die ihr durchmachen müsst, ist gedankenfrei zu werden. Das ist ‘sehr‘ wichtig in der westlichen Welt, weil die Leute dort mit lauter Gedanken leben. Denn sie haben keine anderen Probleme.

Wie zum Beispiel, sie werden so erzogen, dass sie Angst vor dem Gesetz haben. Sie werden auf die Art großgezogen, dass sie all ihre Teppiche und weiß sonst wer was noch alles sauber halten. Dass sie sehr gründlich darin sind, auch nur jedes noch so kleine Detail sauber zu halten. All diese unwirklichen zu vernachlässigenden Dinge werden sauber gehalten.
Und dann, wenn sie versuchen, sich selbst einzustellen, dann tun sie das nicht innen drinnen. Nach außen hin sind sie feine Herren, aber innen drinnen in ihren Gedanken sind sie nicht rein. In ihrem Benehmen sind sie nicht rein. Ihre Augen sind nicht sauber, da ist Gift in ihnen und sie lieben es, dieses Gift zu verspritzen. Manchmal kommt es als Sarkasmus. Es kommt als sündiger Akt von Aggression in anderen Ländern. Sie hecken unter Umständen die Zerstörung der ganzen Welt aus. Und sie erkennen nicht, dass daran etwas falsch ist, weil es eine Ideologie ist, für die sie sogar kämpfen würden. Seit es eine “Volksweisheit“ gibt, gibt es auch eine dazupassende Denkweise. Dann braucht es nur noch ein paar großartige Reden zu geben und schon können diese „Gentlemen“ machen, was immer ihnen gefällt. Dieser Abschaum ist sehr weltoffen. Wie die Leute, die sich nicht waschen und auf künstliche Produkte zurückgreifen, um dann trotzdem wohl zu riechen.

Das Innere hat sauber zu sein; und deshalb muss man sich bemühen, zuerst einmal eine gute Denkweise zu bekommen. Beobachtet, wie sind sie gegenüber anderen eingestellt? Ich würde sagen, Rassismus ist eine der Krankheiten die davon herrühren. Ich habe Leute gesehen, die sehr gut positioniert waren, erfahren waren, tadellose Kleidung getragen haben. Wenn sie dann mit jemandem aus einem Entwicklungsland oder mit jemandem der eine andere Hautfarbe hatte, zusammentrafen, dann sind sie mit Bemerkungen darüber gekommen.

Sogar bei Sahaja Yogis habe ich das schon gesehen. Dies sage ich für die Sahaja Yogis und nicht für die anderen. Dass plötzlich dieses tote Zeug, welches wir als tot bezeichnen, zu leben beginnt. Die Gedanken sind schmutziger, voll mit Gelüsten, Habgier, Zorn und Eifersucht. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein.

Leute die weltoffen und erfahren sind, haben auch weltoffene, erfahrene Schwächen und dies ist der Grund, warum Eifersucht zum Beispiel eine so weit verbreitete Krankheit ist.
Als ich einmal jemanden fragte, „warum ärgert sich der Vater über seinen eigenen Sohn und seinen Bruder?“ so war die Antwort: „Weil mein Bruder sich um meinen Sohn in London kümmert“. Normalerweise sollte jedermann dankbar sein, wenn sich jemand anderer um seinen Sohn kümmert, während er nicht da ist. Aber dieser Kollege war so eifersüchtig, nur wegen seiner Hartnäckigkeit, seiner Bestimmtheit. Und diese Hartnäckigkeit kommt von der Unsicherheit und diese wiederum ist in uns drinnen, weil wir andere unsicher machen. Es gibt viele Gründe für diese Unsicherheit. Aber einer davon ist, weil wir garstig sein, und wir sehen diese Hässlichkeit auch in anderen. Nun hat dieser innere Glaube mit größeren Anstrengungen herauszukommen, da er sich sonst gegen den äußeren Glauben und seine Bemühungen nicht behaupten kann. Dieses innere Vertrauen könnt ihr an euch selbst beobachten und sehen.
Manche Leute versuchen immer über andere zu dominieren. Versuchen immer wieder, ihnen Dinge anzuschaffen, nur um über die anderen zu herrschen.
Schaut euch an, habt ihr euch selbst genug in Griff? Seid ihr eurer selbst genug Herr? Habt ihr euch selbst genug gemeistert? Seid ihr euer eigener Herr und Meister? Oder mangelt es euch noch darin?

Die, die sich noch nicht selbst gemeistert haben, wollen jemand anderen, jemand, den sie beherrschen können. Aber jene, die sich selbst beherrschen‘ die werden keine anderen beherrschen, die ‚werden‘ der Meister.
Der Meister braucht keine Bemühungen zumachen, er ‚ist‘ Herr der Lage. Er braucht es vielleicht gar nicht zu sagen, er braucht vielleicht gar nichts zu machen. Jedoch er schafft es einfach. Jeder lernt eine Lektion, ohne dass er etwas dazu tun muss. Aber sie alle wissen, dass irgendjemand der Meister aller Meister ist. Mag sein, dass so eine Person sehr anspruchslos, bescheiden, einfach und unschuldig dreinschauend sein kann. Aber das ist ‘Mahamaya‘, das ist die große Illusion.

Die Person, die diese Kraft ist, wird sie nicht nach außen hin zeigen, andererseits zeigt sie es auf eine Art, sodass die Leute es wissen; ich meine, die Art und Weise, wie Dinge im Leben passieren, da beginnt ihr zu begreifen, dass ihr keine Show abziehen braucht. Irgendjemand weiß es! Alles. Wenn wir jemanden haben, der so ist, dann sollten wir versuchen, ihm zu folgen.

Also im dritten Stadium sollten die Bemühungen dahin gehen, dass ihr euren Lehrmeister, dem ‘Sat Guru‘ folgt. Der, dem ihr folgt, ist wie ein Muster für euch. Aber darin können auch Sahaja Yogis sehr oberflächlich sein. Einer der Sahaja Yogis trug seinen Schal, sein Umhängetuch für gewöhnlich in einer ganz bestimmten Art und Weise. Ich sandte einige andere Sahaja Yogis zu ihm, damit er ihnen helfen konnte, indem er ihr Lehrmeister sein sollte. Sie fingen jedoch alle an, ihren Schal auf die gleiche Art zu tragen. Es ist nicht das Frühere, dem ihr folgen sollt, sondern ihr müsst dem Inneren folgen.
Wenn ihr also ein Lehrmeister werdet, nämlich ‚werdet‘, dann werdet ihr auch einer. Es ist so eine kurze Sache, einfach nur werdet. Nun, wenn ihr euch selbst betrachtet, werdet ihr sehen, dass ihr noch einige Stufen erklimmen müsst bevor ihr ‚werdet‘. Sogar jetzt, wenn ich euch lehre, denkt ihr an die anderen, indem ihr euch „oh, Mutter spricht gerade über ihn“, nicht über euch selbst. Das ist es, wie man das Innere nehmen muss: Aufnahme, Absorption von eurem Lehrmeister, sodass ihr euch selbst (und nicht andere) sehen könnt. Das ist sehr wichtig, wenn wir Propheten werden wollen, die andere zu Propheten machen.

So, die nächst höhere Stufe ist, dass euer Lehrmeister eine Deität, etwas Göttliches wird. Wenn ihr Guru Brahma, Guru Vishnu oder Guru Maheshwara sagt. Sie gehen bis zu diesem Punkt. Aber keiner sagt Guru Devi. Ihr könnt alle eine höhere Stufe als Brahma, Vishnu oder Mahesha erreichen. Denn auf der Stufe des Lehrmeisters habt ihr bereits die Kraft ihrer Unschuld. Im Grunde aber heißt es “Guru Sakshat Parabrahma. “Und Parabrahma ist die Kraft der Mutter, die durch euch fließt. Auf diese Art und Weise werdet ihr das Werkzeug, das Instrument dieser Parabrahma. Aber wie? Nicht nur, indem ihr selbst werdet, sondern indem ihr jetzt auch zum Reflektor eurer Deität werdet, um euch selbst in den Reflektor eures Lehrmeisters zu ‘entwickeln‘. Das ist auch der Grund, weshalb all die Wiedergeburten von Adi Guru Kontrolle über die Elemente hatten. Brahmadeva ist absolut manifestiert durch sie. Ausgegangen von Ganesha, der der Adi Guru, der Ur-Lehrmeister ist, er ist geboren, oder besser manisfestiert durch Brahma, Vishnu und Mahesha.

Und danach kommt er wieder aus Brahmadeva, mit 4 Köpfen, je einem von Brahma, Vishnu und Mahesha und dem vierten von Shri Ganesha. So wird Brahmadeva das Symbol des Lehrmeisters und wie ihr wißt ist Shri Ganesha für immer vierfältig, „Charvati“; er ‘wird‘ diese vier, im Ausdruck, in der Manifestation. Und wenn ihr in diesem Stadium Brahmadeva werdet, dann werdet ihr die Elemente beherrschen können.

Heute habe ich versucht, euch die verschiedenen Stadien des Lehrmeisters, Guru-Pada, zu erklären. Und man sollte verstehen, dass, was immer wir heutzutage sind, wir extrem gesegnet und bevorzugt sind. Dass ihr in dieser kurzen Zeit von Null weg zu Lotusse geworden seid. Die Lotusblüte wird viele Insekten, ‚Madhukar‘, mit ihrem Honig, mit ihrem Nektar einladen, und wird sie auch in Lotusse umwandeln. Wenn sie den Nektar bekommen, werden auch sie Lotusse werden. Der ganze dreckige, schmutzige Teich ist mit Lotusblüten überdeckt und ein Lotus, jener, der Lehrmeister ist, wird höher hinauswachsen und jener Gottheit übergeben in der sie residiert. Sie residiert im Herzen auf jener Plattform, die der Lotus extra dafür kreiert hat, eine wunderschöne Plattform die dieser Lotus geschaffen hatte. Aber um sie im Herzen tragen zu können, müsst ihr erst einmal ein Herz haben.

Es gibt so viele Qualitäten eines Lehrmeisters, die ich euch erzählt habe. All diese besten Qualitäten, die zwölf Qualitäten von all den Zeichen sollten vollständig in einem Lehrmeister manifestiert sein. Und der Eigentümer dieser Kräfte ist Shri Shiva. Das ist es, wie die Essenz von Shri Shiva – neben Brahma, Vishnu und Mahesha, die Qualitäten von Mahesha sollten durch ‚euch‘ leuchten – wie die Essenz zur Wirkung kommt.
Die Qualität von Vishnu, Dharma; zuerst müsst ihr euch bemühen ‘Dharma‘ Gerecht zu sein, als Faktor des Gleichgewichts und der Evolution. Dann erst könnt ihr aufsteigen. Dann erst werdet ihr eins mit der Virata, mit Gottes manifestierter Erscheinung, die all seine Aspekte integriert. Und dann könnt ihre auch andere Gerechtigkeit lehren. Man muss wissen, dass dies Schritt für Schritt an euch passiert, ohne dass ihr dabei zu Heuchlern geworden seid. Aber ihr seid realistisch geworden, und die Wirklichkeit zeigt sich bei seinem eigenen ‚sein‘. Das ist es, wie ihr werdet. Versteht doch endlich die Wirklichkeit in euch selbst! Schaut sie an, löst sie.

Aber meistens habe ich, wenn ich das jemandem erzählt habe, meistens bekam ich als Antwort: “Nein, Mutter, so bin ich nicht, nein, Mutter, das habe ich nicht gesagt, das ist nicht wahr.“ Einige solche Leute könnten versuchen ganz vorne zu sitzen oder sich in irgendeiner Weise zu Schau zu stellen. Aber das ist nicht so wichtig. Was wichtig ist, ist wie gut ihr euch selbst kennt. Das ist die Selbstverwirklichung. Einmal entwickelt, werdet ihr auch andere in ihrer wirklichen Art – und nicht in ihrer künstlichen Welt – erkennen. Und dann ist eure Freude vollkommen.

Wie eine Biene niemals zu einer künstlichen Blume fliegen würde, aber Menschen müssen wie Bienen werden. Der Lehrmeister braucht nicht zu sagen, dass er Lehrmeister ist.
Heute segne ich euch. Ich habe die zwölf Jahre des Lehrmeisters abgeschlossen, und ihr solltet wirklich die Kraft Shivas in euch voraussetzen. Ich, das ist mein Körper, mein Verstand, mein Herz. alles an mir hat keine Mühen gescheut, diesem vollständigen Reinigungsprozess freien Lauf zu lassen. Indem ihr dies macht, ‚werdet’ ihr alle.
Ich erbitte mir nun von euch, bitte verschwendet meine Bemühungen nicht. Schaut auf euch selbst, helft euch selbst und versucht spirituell zu wachsen, versucht ihr selbst zu werden. Wenn ihr dann ihr selbst geworden seid, dann werdet ihr der Lehrmeister werden. Und wenn ihr einmal ein Lehrmeister geworden seid, dann werdet ihr Brahmadeva, Mahesha und Vishnu in einem.

Zuerst wurdet ihr nach dem Muster von Shri Ganesha gemacht, dann Brahma, Shiva und Vishnu. Aber sehr viel hängt von eurer Bereitschaft es zu tun ab, aber zum größten Teil hängt es von eurer Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ab, ob ihr ‘werdet’. Ich hoffe Shri Ganesha wird auch die Weisheit geben, um zu verstehen, die Shakti wird euch Kraft geben, um hart daran zu arbeiten. Und Shiva soll euch die Freude (Sadashiva) geben, damit ihr euer Establishment, eure Manifestation weitergeben könnt.

Möge Gott euch alle segnen.