Public Program, Perth Town Hall, Perth (Australia), 28.02.1985

Perth (Australia)

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Öffentliches Programm in  Perth/Australien, 28.02.1985 (Auszug)

[03:10] Shri Krishna hat in seiner Gita ganz klar drei grundlegende Persönlichkeitstypen dargelegt. Eine dieser Gruppen bezeichnet man als Tamasikas. Diese Persönlichkeiten sind auf der linken Seite und werden von ihren Wünschen dominiert. Sie leben in der Ignoranz ihrer Wünsche und glauben an etwas, das falsch ist. Trotzdem verfolgen sie diese falschen Ziele und halten daran fest, weil diese mit ihren Wünschen übereinstimmen, obwohl es keine reinen Wünsche sind. Ihr wisst ja, wie es mit diesen Wünschen ist. Sobald sich ein Wunsch erfüllt, kommt schon der nächste. Auf diese Weise bewegt ihr euch die ganze Zeit von einem Wunsch zum nächsten. Auf diese Weise funktioniert auch eure Wirtschaftslehre. Die Erfüllung unreiner Wünsche kann immer nur bestimmte Bedürfnisse befriedigen, führt aber niemals zu einer allgemeinen Zufriedenheit. Wenn daher mit unseren Wünschen etwas nicht stimmt und wir einen falschen Wunsch haben, daran festhalten und ihn weiterverfolgen und uns davon ganz verrückt machen lassen, entdecken wir plötzlich, dass wir einen Schaden erlitten und unsere gesamte Energie mit falschen Dingen verschwendet haben. Das ist euch allen in den unterschiedlichsten Ausformungen schon passiert und es muss ja nicht mit der Suche zusammenhängen. Tamasische Persönlichkeiten laufen daher immer Dingen nach die falsch und gegen ihren Aufstieg gerichtet sind. Auf diese Weise verschwenden sie ihre Energie.

Menschen auf der rechten Seite, wie man sie vor allem im Westen antrifft, sind zukunftsorientiert. Sie denken an die Zukunft und sind der Tat verpflichtet. Auf diesem Weg verlieren sie nach einiger Zeit das Gefühl für richtig und falsch. Dann wissen sie nicht mehr was richtig und falsch ist. Wenn man sie dann fragt, warum sie das getan haben, dann erhält man meisten die Antwort: ‚Was sollte falsch daran sein?’ Ihr wisst ja, dass wir in England diese Punks haben. Einige von ihnen sind zu meinem Programm gekommen. Sie hatten diese komischen  Stecknadeln in ihren Wangen und Nasen, rot angemalte Lippen und manche hatten blaue Haare. Andere hatten ihr Haar rosa gefärbt und all diesen Unsinn. Ich fragte: ‚Warum macht ihr das? Was ist mit euch los?’ Sie sagten: ‘Warum nicht? Was ist falsch daran?’ Was ist falsch daran, wenn ihr keine Würde ausstrahlen wollt? Was ist falsch daran, wenn ihr rein sexbezogen seid? Was ist falsch daran, wenn ihr ein Individuum mit einer idiotischen Persönlichkeit sein wollt?

Aufgrund dieses ‚was ist falsch daran?’ können wir dann ja all diese Worte (Anm.: wie z.B. Würde) aus dem Wörterbuch entfernen. Und genau das beschreibt was passiert. Wenn nichts falsch daran ist, geht das Gefühl für richtig und falsch verloren und wir sind verwirrt. Viele Menschen sind sogar noch stolz darauf wenn sie sagen, dass sie verwirrt sind. Ein vernünftiger Mensch würde das niemals sagen. Wenn ihr ausreichend sensibel und weise seid, könnt ihr ganz klar erkennen was Sache ist. Aber dann denken sie: ‚Was ist falsch daran? Warum nicht?’, und erkennen von ihrem Standpunkt nicht, dass sie auf einer tieferen Ebene nicht nur sich selbst, sondern dem ganzen Land und sogar der gesamten Welt damit schaden. Nehmen wir beispielsweise die Drogen. Wenn man ihnen sagt, dass sie keine Drogen nehmen sollen antworten sie: ‚Warum sollten wir das nicht tun? Was ist falsch daran?’ Sie können nicht verstehen, was daran falsch sein soll, aber jetzt finden sie es heraus. Als ich 1973 das erste Mal nach Amerika reiste, habe ich den Amerikanern gesagt, dass es für sie besser wäre, wenn sie diese homosexuellen Trends und die Theorien von Freud aufgeben. Ich sagte: ‚Freud ist kein Gott, ihr seid in Gefahr euch zu verzetteln und ein ausschweifendes Leben zu führen. Auf diese Weise wendet ihr euch von Jesus Christus ab und plaziert Freud an seine Stelle.’Da waren sie wirklich sauer auf Mich und sagten: ‘Mutter, sag uns nicht solche Sachen. Wir glauben an diese Dinge.’ Ich sagte: ‚Ihr werdet davon krank werden und ihr werdet diese schreckliche Krankheit nicht heilen können.’ Und heute ist es soweit. Heutzutage gibt es diese Krankheiten, die sie nicht mehr loswerden. Aber sie meinten: ‚Was ist falsch daran?’ ‚Ihr werdet davon krank werden’, aber sie wollten mir nicht glauben.

Wir müssen verstehen, dass bereits unsere Vorfahren für uns Vorarbeit geleistet haben und damit uns die Wege ebneten. Sie bereiteten uns auf das Kommende vor und versicherten uns, dass es ausarbeiten würde, wenn wir uns geduldig und hingebungsvoll dieser neuen, rechtschaffenen Sache widmen würden. Wenn Ich jetzt über Rechtschaffenheit spreche, sehe Ich schon wie ihr euch fragt, warum ihr rechtschaffen sein sollt und warum die Notwendigkeit dazu besteht? Rechtschaffenheit ist eure Wertigkeit (die Grundeigenschaft eines Menschen). Kohlenstoff besitzt z.B. die Wertigkeit vier. Als Menschen besitzt ihr die Wertigkeit zehn (Anm.: Blütenblätter im Nabhi Chakra bzw. Void) und wenn ihr diese Wertigkeit verliert, dann seid ihr (eigentlich) kein Mensch mehr. Dann werdet ihr zu etwas, dass sie in Sanskrit als ‚Vikrut’ bezeichnen. Damit bezeichnet man etwas, das kein Mensch ist, sondern etwas Vergammeltes, etwas das verdorben ist. Man könnte es mit verdorbener Butter oder Milch vergleichen (Anm.: die damit ihre Wertigkeit / Grundeigenschaft als Butter oder Milch wie sie sein sollte, verloren hat). Genauso kann auch ein Mensch seine Wertigkeit verlieren, eben jene Qualitäten, die ihn als Menschen ausmachen. Wir besitzen zehn Wertigkeiten und wenn wir diese verlieren, sind wir zu nichts mehr nutze. Diese Wertigkeiten (Grundeigenschaften) verleihen unserem Leben ein Gleichgewicht und wenn wir das verlieren, können wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Wenn ihr nicht ins Extrem geht, kommt ihr ins Gleichgewicht. Ohne Gleichgewicht könnt ihr nicht aufsteigen. Man könnte es mit einem Flugzeug vergleichen. Bevor es startet, muss es im Gleichgewicht sein. Und jetzt müsst ihr aufsteigen, weil ihr dafür geboren wurdet. Das Ganze ist der lebendige Prozess eines lebendigen Gottes, einer lebendigen evolutionären Energie in uns, durch deren Einfluss wir die menschliche Ebene erreicht haben. Aber letztendlich müssen wir das (Höhere) werden. Das ist das Jüngste Gericht, das ihr erreichen müsst. Die Zeit ist gekommen und daher gibt es heutzutage so viele Sucher. Aber wo sind sie geblieben – sie haben sich in allen möglichen unsinnigen Dingen verloren. Einige gingen wegen der Drogen verloren und andere gingen verloren, weil sie (mit Geisteskraft) durch die Luft fliegen wollten, oder weil sie einen Guru wollten, der sie verrückt macht oder hypnotisiert und ihr Leben beendet. Heutzutage ist es ganz normal, dass die Menschen denken sie könnten Gott kaufen. Genauso wollen sie einen Guru kaufen und man kann für einen Guru zahlen und wenn der Guru kein Geld annimmt, dann haben sie kein Interesse. […]