Public Program on William Blake’s Birthday

London (England)

1985-11-28 Public Program on William Blake, London, UK, DP-RAW, 143' Download subtitles: EN,ITView subtitles:
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Public Program: William Blake talk. Hammersmith Town Hall, London, 28 november 1985.

Es ist solch eine Ehre für uns, einem so großen Dichter, Maler und Propheten, wie es William Blake war, unsere Hochachtung zu bezeigen. Als Ich das erste Mal nach England kam, wurde Mir erzählt, England sei eine Stätte der Gelehrsamkeit, und man könne viele Museen und Ausstellungen besichtigen. Und plötzlich sagte Ich den Sahaja Yogis, daß Ich gerne die Tate Gallery besuchen würde, um William Blakes Bilder zu sehen. Sie waren überrascht, weil Ich selten zu solchen Sachen gehe, wie in Bibliotheken und Bücher. Als Ich dorthin ging, sah Ich diesen großen Dichter, diese große Persönlichkeit, wie er sein Herz ausgießt über die Menschen von England, mit soviel Beziehung, mit solch einer Ehrlichkeit, mit solch einem Verstehen und Erkennen des Göttlichen, damit sie die großen Kräfte des Göttlichen verstehen.

Aber zu Meiner Überraschung gab es da einige komische Leute mit Vergrößerungsgläsern, die die Zeichnungen anschauten und die Geschlechtsteile der Menschen betrachteten. Ich sagte „Schau diese harten, absolut niedrigen Leute, die das Erhabene, das Höchste, das er malen wollte, nicht sehen können“. Und sie machten Fotos. Ich war überrascht, wie die Leute reagierten, und dann kam Mir zu Bewußtsein, wie gepeinigt er gewesen sein mußte in seinem Leben mit solchen Menschen, die keinen Sinn für das Göttliche haben. Er war ein Rufer in der Wüste. Er mußte geweint haben. Er konnte nicht akzeptiert werden. Es ist unmöglich, daß so niedrig Gesinnte etwas Erhabenes und Großes annehmen. Mein Herz blutete vor Schmerz. Oh Gott, warum mußte er an solch einem Platz geboren werden? Um sich zu quälen, um sich zu peinigen, indem er etwas sagt, was andere nicht akzeptieren können? Aber es ist nicht so.

Ich wußte, wer er war, was er macht. Warum er da war. Wir wissen nicht viel von ihm. Aus den Büchern kann man nicht herauslesen, wer er gewesen sein könnte. Er war eine Inkarnation, Shri Bhairava, den ihr Heiliger Michael oder Heiliger Georg nennt, der der Heilige Engel von England ist. Deshalb mußte er inkarnieren. Seine Rolle war es, offen und furchtlos über das Göttliche zu sprechen. Er mußte eine symbolische Sprache benutzen. Er mußte. Es ist überhaupt nicht schwer, ihn zu verstehen. Wenn man eine realisierte Seele ist, wird man es manchmal lachend, manchmal weinend durchlesen und das gesamte Schauspiel genießen, was er auszudrücken versuchte.

Wenn Ich ihn lese, überrascht Mich sein Sinn für Humor, wie direkt er mit solchen Äußerungen hervorkommt. Ich fühle, daß er so wie Markandeya in Indien ist, oder wie Kabir, der die ganze Gesellschaft scharf kritisierte mit ihrem …… – die ganze Zeit bedacht, sie in ihre richtige Form zu bringen, ohne Furcht, aber so sanft. Wenn man das „Lied des Thel“ liest – es ist so sanft. Sie alle, die wie er waren, hatten denselben Stil – sie waren extrem direkt, geradeheraus, man kann sogar sagen ohne Umschweife, aber besonders sanft. Das Bild Christi, das er beschreibt, ist eines, das er mit seinen eigenen erleuchteten Augen sieht. Und er sieht, daß dieses Bild komplett zerstört ist, das Gegenteil dessen, was Christus war. Ich fühlte genauso. Ich wurde in einer protestantisch-christlichen Familie geboren. Ich war von den Christen schockiert. Ich sagte „Sind das Christen?“.

Nun – das Argument, das er bringt, ist äußerst klar. Man kann das auch als künstliches Gehabe verstehen, wenn man sanft ist – „Es tut Mir leid“, „Ich fürchte“, „Ich bezweifle“. Diese Sprache wird häufig verwendet. Er sagt, daß Christus kein Gentleman dieser Art wäre. Ich sage auch „Ich strebe keine Wahl an“. Ich bin nicht hier, um euch alles recht zu machen. Ich bin hier, damit ihr mit euch selbst zufrieden seid, damit ihr euch selbst genießt, damit ihr euren ganzen Reichtum genießt und offenbart. So zeigt auch er das Bild von Christus, daß Er kein Gentleman war, der auf eine gekünstelte Weise zu den Leuten besonders sanft und nett war. Nur das Gehabe. Er war aber so sanft mit Menschen, die bescheiden waren.

Er schuf Göttliches aus Fischern, einfachen Leuten, ohne Bildung, absolut, man kann sagen Leute, die zu den niedrigsten in der Gesellschaft gehörten. Er nahm sie auf und machte sie göttlich. Er ging nicht zu den Ministern und Premierministern und den Regierenden. Er tat es nicht. Wenn man all die wichtigen Leute sieht, die auf die religiösen Dinge aufpassen sollten, sie sind ja nur mit Regierenden beschäftigt, mit Königen und Königinnen, die sich vor ihnen verneigen müssen. Es sind politisch tätige Menschen. Wie kann eine göttliche Person in dieses Durcheinander der Politik geraten, das die Menschen geschaffen haben. Wir verstehen es nicht, weil wir alles rational erklären. Gott sei Dank war er es, der gegen diese Rationalität gesprochen hat und gegen alle diese verstandesmäßigen Ideen, Christus auf die bloße Stufe des Menschen herabzusetzen. Weil er selbst göttlich war und Christus verstehen konnte. Er war so angespannt, dass er manchmal Depressionen bekam, und er hatte finanzielle Probleme, Probleme, seinen Bruder und seine Schwester zu überzeugen. Jeder versuchte es ihm schwer zu machen. So eine edle Seele kam auf diese Erde, um von Jerusalem zu sprechen. Was meinte er mit Jerusalem? Was ist Jerusalem?

Christus ist im Westen auf eine Position eines gewöhnlichen Menschen gekommen. Wenn Ich höre, wie Leute ihn beschreiben, dann bin Ich erstaunt. Woher bekamen sie diese Vorstellung? Haben sie Augen oder sind sie blind, so über ihn zu sprechen. Ich höre die Bischöfe so reden, all eure Erzbischöfe reden so. Haben sie denn keine Furcht vor Gott? Was wird diesem Land passieren, wenn ihr so von Christus sprecht? Und jetzt gibt es auch Fotos und Filme, die Ihn als unehrenhafte Person zeigen, Seine Mutter nackt zeigen. Kein Respekt! Selbst Blake – Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist – zeichnet Menschen nackt, aber niemals Götter! Christus hat er nie gemalt. Er hat sie nie auf diese Weise gemalt – der Respekt. Während wir, die großen Intellektuellen der heutigen Zeit, all diese Tricks versuchen, nur um die Strafe Gottes auf uns zu bringen.

Der zweite Punkt ist, daß er ein Drucker war. Wir denken, warum wurde er Drucker, warum entschloß sich Blake zu drucken. Er hat selbst die Hölle beschrieben, in der die Bücher geschaffen werden, und wie wir bei jedem Chakra einen Teufel geschaffen haben und ihn in die Bibliotheken gebracht haben. Deshalb bin Ich selbst so gegen Bücher. Aber warum wurde er Drucker? Es ist auch wichtig zu wissen, warum er soviel über das Drucken schrieb. Wir sehen die Medien heute. Die Medien, das ist der Teufel, den er beschrieb. Die Medien sind die, die euch komplett ruiniert haben, glaubt Mir. Nur um Geld aus euch rauszuholen, spielen sie mit euren Schwächen und machen euch und eure Kinder schwächer und schwächer. Die Gesellschaft ist vollkommen zerstört worden, systematisch. Das sind die Medien, die er treffen wollte, deshalb wurde er geboren und wurde Drucker. Er hätte alles andere sein können. Kein Dichter war je ein Drucker, weder in England noch anderswo. Blake war es. Der Grund war, er wollte die Medien entlarven und sie bei der Wurzel treffen. Aber wie Ihr wißt, wächst das Böse, ob ihr wollt oder nicht. Wir können gar nicht verstehen, wie sehr die heutigen Medien uns, unsere Wurzeln, unseren Glauben, all unsere hohen und richtigen Visionen zerstört haben.

Ich weiß das, denn Ich selbst wurde von euren Fernsehleuten gebeten, herunterzukommen und mit ihnen zu reden. Ich war erstaunt, wie Mir Leute sagten, daß ein angelsächsisches Gehirn – Gott weiß, wer das gemacht hat – nichts verstehen kann, was ohne Geld gemacht werden kann. Ich sagte „Bekommt zuerst eure Selbstverwirklichung, sonst komme Ich nicht.“ Ihr könnt den glorreichen Stolz von Christus in Seiner Kreuzigung sehen. Es machte Ihm nichts aus. Er hätte sich ihnen zu Füßen stürzen können, wie es unsere Politiker morgens bis abends tun, ständig ihre Position wechselnd. Er hätte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern gehen können und sagen: „Oh bitte, vergebt, Ich will euch Mein ganzes Leben dienen. Ich verkaufe alles.“ Er akzeptierte keinerlei Bestechung.

Er ließ sich im Triumph kreuzigen. Aber was zeigt das? Was zeigt es – daß wir, die Dummen, diese große Persönlichkeit kreuzigten. Und kreuzigen wir ihn heute nicht wieder? Ich sage deshalb, daß er ein großer Prophet war, weil er prophezeite, daß all diese Dinge ans Licht kommen werden, wenn wir nicht den richtigen Weg einschlagen, wenn wir nicht Höheres suchen. Wir müssen es verstehen, weil es uns betrifft. Das ist es, was uns gerade passiert, uns, unseren Kindern, unseren Familien, unserer Gesellschaft, unserem Land. Seien wir ehrlich und verstehen wir, daß die Liebe Gottes in so furchtbaren, verteufelten Herzen, die überhaupt kein Verständnis für den Geist Gottes aufbringen, versiegen kann.

Sahaja Yoga kam vor langer Zeit auf diese Erde. Lange bevor Ich auf diese Erde kam, und heute ist es nach England gekommen. Es ist zwölf Jahre her, seit Ich hierher kam. Blake brauchte vierzehn Jahre, um Jerusalem zu schreiben; und Ich glaube, wenn Ich ebenfalls nach vierzehn Jahren zufrieden sein könnte, ihm ein wenig Gerechtigkeit widerfahren lassen zu haben in diesem Jerusalem, das er bauen wollte, dann werde Ich euch allen sehr dankbar sein. Aber es ist nicht so. Es ist sehr enttäuschend. Die Menschen wollen nichts hören. Sie wollen nur hören, was ihnen gefällt, d.h. man muß ihre Schwächen ausnutzen und erzählen, daß das, was immer sie auch machen, gut ist. Macht nur weiter so. Nun – die Barmherzigkeit und die Liebe Christi kann Wunder hervorbringen, kein Zweifel. Es kann ausarbeiten, weil Er für uns kam. Das ganze Universum wurde für uns geschaffen. Wir können alle Segnungen Gottes erhalten. Wir sind es, die der Geist werden. Wie Er sagte, wir werden wiedergeboren werden. Aber die Bedingungen, die so subtilen Bedingungen der Umgebung, der Atmosphäre, die Geschichte und all das ist so tief in uns verwurzelt, daß wir es gar nicht bemerken und daß es uns nicht bewußt ist, daß wir nach oben blicken müssen.

Blakes Leben war noch eine Kreuzigung, denke Ich. Wenn Ich ihn lese, rinnen manchmal unaufhörlich die Tränen. Was für ein Sohn eines großen Vaters, der sagte, Christus machte sich keine Gedanken wegen seiner Eltern. Er rannte mit zwölf Jahren von zu Hause weg. Das legt man jetzt so aus, daß alle Buben von zu Hause weglaufen und zu Drogen greifen. Das sei der beste Weg, ihm Ehre zu erweisen, indem man von zu Hause wegläuft und zu Drogen greift, weil Christus mit zwölf von zu Hause weglief. Und er sagte, das sei seines Vaters Anliegen, das schreibe er. Warum soll ich mich um die Eltern kümmern. Das heißt nicht, daß man seine Eltern nicht respektieren sollte. Aber es heißt, ich bin auf einer höheren Stufe des Suchens. Ich habe eine höhere Suche. Ich muß mich in eine andere Richtung bewegen. Ihr habt in dieser Richtung gelebt, was immer es ist. Ihr habt ein ausgewogenes Leben, aber ich muß aufsteigen. Das ist die Botschaft, die er euch beizubringen versuchte, sehr klar, das ist so offensichtlich, so gestochen

Vollbringe deinen Aufstieg, erreiche dein höheres Wesen, werde es. Er hat dafür in England den Boden bereitet. Wie Ich euch schon oft gesagt habe, ist England ein sehr wichtiger Teil des Universums. Ich weiß nicht, wie viele Engländer das wahrnehmen. Es ist das Herz des Universums. Es ist klein aber so wichtig. Aber was bekommen wir vom Herzen? Was haben wir im Herzen? Rassismus. Wenn Christus hierher käme, würdet ihr ihn hinauswerfen, weil er nicht englisch ist, oder glaubt ihr, Er war englisch? Was bekommen wir? Wir können unsere Kinder nicht lieben, wir töten unsere Kinder, wir mißhandeln sie. Ihr sitzt im Herzen des Universums. Das ist das Herz des Universums – und was habt ihr der Welt zu geben? Der Geist – der Geist wohnt in eurem Herzen und deshalb sagte Blake, England müsse Jerusalem werden, weil es das Herz sei. Das heißt, der Geist muß in die Aufmerksamkeit des Universums gerückt werden, sonst arbeiten die Dinge nicht aus. Aber von wo wird das kommen? Dieser Geist, wo wird er erweckt werden? Er wird in den Menschen erweckt werden. Und wo sind diese Menschen? Im Herzen. Wo leben sie? Auch die, die hierher gekommen sind, Emigranten und so, es ist alles der selbe Fall, zu nichts zu gebrauchen. Und die schon da leben sind lethargisch. Das Herz ist lethargisch. Es kann nichts mehr aus sich herauspumpen. Zuerst pumpte es zu stark und versuchte der ganzen Welt zu imponieren. Und nun, nachdem es imponierte, ist es ramponiert.

Dieses Herz muß erwachen, um die ganze Welt zu einem spirituellen Wesen zu machen. Erkennen wir unsere Verantwortung? Verstehen wir das? Wie schaut die Rolle aus, die wir als spirituelles Wesen spielen? Ihr müßt die Rolle des spirituellen Wesens jetzt übernehmen. Aber wir tun es nicht. Wir sind mit allerlei anderen unsinnigen Dingen beschäftigt, nur nicht mit dem Geist. Ich habe zwölf Jahre gearbeitet, wie Ich sagte, und Ich denke, Ich muß noch zwei Jahre länger bleiben. Vierzehn Jahre, dann vielleicht, Ich hoffe es, wird Jerusalem seine Auswirkungen in diesem Land zeigen. Ihr könnt es, ihr seid die einzigen, die es tun können, niemand sonst. Ihr seid dazu berechtigt. Gott hat euch mit einer Absicht ausgewählt, daß ihr hier geboren wurdet. „Aber ihr könnt mit niemandem über Religion sprechen“, „Sie reden nicht über Religion“. Welche Religion? Die Religion, die alle Religionen der Welt beinhaltet. Religion, die die innere Balance schafft, die die Ruhe in euch ist und die euch zum Aufstieg verhilft. Und wir sprechen nicht darüber. Es ist außerhalb der Etikette. Wir können über alle Säufer und Pubs der Welt sprechen, aber über so eine furchtbare Sache wie Religion, die in uns ist, angeboren, nicht. Man kann auch nichts darüber in den Zeitungen lesen. Aber er hat all die falschen Gurus, all die teuflischen Leute so treffend beschrieben. Man sieht sie auch, und Tausende folgen diesen unsinnigen Leuten, zahlen ihnen Geld, werden Bettler, aber sie wollen die Wirklichkeit einfach nicht sehen.

„Warum“, frage Ich Mich, „warum passiert es so?“ Kein Sinn, sich in Entschuldigungen zu flüchten. Hier ist jemand, der euch eine Menge Erklärungen gibt. „Der Heilige Geist“, sagt er, „Heiliger Geist, ein Vakuum.“ Fragt irgendjemanden. Ich war überrascht, als ein hoher Bischof gefragt wurde, was er vom Heiligen Geist denke. Er sagte „Ich bin Agnostiker“. Agnostisch! Dann fragte ihn jemand: „Was machen Sie dann hier?“ Er sagte „Ich mache meinen Job, wie man seinen Job macht.“ Er verstand. Er war sehr still. Er ist agnostisch. Er weiß nichts über den Heiligen Geist. Was ist der Heilige Geist? William Blake sagte: „Er residiert in euch.“ Warum finden wir nicht heraus, wo er sich befindet. Warum machen wir uns nicht auf den Weg, um es herauszufinden. Die Bibel kann Christus nicht ganz erfassen. Das ganze Universum kann es nicht.

Laßt uns hinausgehen und herausfinden, was andere darüber sagen. Wir sind wie auf einer Insel sehr selbst beschränkt. Große Menschen sitzen hier in vollkommener Lethargie. Wir haben keine Zeit. Wir denken nicht, daß sich vielleicht jemand Gedanken macht. Laßt uns hinausgehen. Was ist der Heilige Geist?