Guru Puja

Shudy Camps Park, Shudy Camps (England)


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Guru Puja. Shudy Camp (UK), 12 July 1987.

Heute ist ein großer Tag, an dem ihr hier seid um euren Guru im Bereich des Herzens des Universums zu verehren. Wenn wir das in unserem eigenen Herzen machen können, ist es nicht nötig, noch irgendetwas zu tun. Ich fühle, dass ich euch über Sahaja Yoga und seinen Wert erzählen muss, wie es in Verbindung zu anderen Yogas steht, die in früheren Tagen auf der ganzen Welt akzeptiert wurden. Man nannte einen Weg als „Yoga“, und nicht „Sahaja Yoga“, welcher mit verschiedenen Arten Ashtanga-Yoga, dem achtfältigen Yoga, mit einem Guru begann. Man hatte durch viele Schwierigkeiten zu gehen. Verheirateten war dieses Ashtanga-Yoga nicht gestattet. Sie mussten ihr Familien aufgeben, mussten ihre sozialen Beziehungen aufgeben, damit sie absolut frei von Bindungen („attachments“) wurden, um zu einem Guru gehen zu können. All ihr Eigentum, all ihr Besitz wurde aufgegeben, nicht dem Guru, wie man es heutzutage macht, sondern es wurde weggegeben. Und all das nannte man “Yoga“.

Dann gab es einen anderen Stil, den man „Sankhya“ nannte. Sankhya bedeutet, dass man sein ganzes Leben lang Dinge losgelöst („detacht“) ansammelt, sie dann vollständig verteilt und sich an einen Guru wendet, sich diesem völlig hingibt und dann seine Realisation erhält. Sankhya war der Stil der linken Seite und das Yoga der rechtsseitige. Im Sankhya wurde das Gayatri Mantra verwendet. Weil sie damals linksseitig waren, verwendeten sie das Gayatri Mantra. Sie gingen so sehr auf die linke Seite, d.h. Dinge sammeln, Besitz ansammeln, Eigentum ansammeln, alle Arten von Freunden, Verbindungen und Gesellschaften sammeln, dass sie fürchteten, sie könnten sich in diesen Dingen verlieren. Deshalb betonten sie das Gayatri. Dieses Mantra, lehrt einem die Essenz unserer Chakren, der Zentren. Ich habe euch davon bereits erzählt: Bhu, Bhur, Swaha. “Bhu“ steht für die Essenz, den “Bi ja‘a“ des Mooladhara; “Bhur“ für das erschaffene Universum, das ist der Swadisthana-Bi ja. “Swaha“ ist der Bi ja des Nabhi‘s. „Mana“ ist die Essenz des Herzchakras. Dann “Jana“, das sind die Leute, die Kollektivität, das ist die Essenz, der Bi ja, des Vishuddhi Chakras. Weiters „Tapa“, das ist, wenn man sich in „Tapasya“, in harte Prüfungen begibt, in Entsagungen; das ist die Essenz des Agnya Chakras. Und zuletzt das “Satya“, das ist die Wahrheit, die Essenz des Sahastraras. Aber nicht die Wahrheit, die wir für die Wahrheit halten, sondern die Wahrheit, die in unserem Zentralnervensystem ausgedrückt wird. Das entdeckt man im siebenten Stadium, im Sahastrara. Die Leute also, welche Sankhya machten, wurden auf eine Weise nicht so sehr als spirituelle Leute respektiert, weil man dachte, sie alle seien in weltliche Dinge, weltliche Besitztümer und weltliche Ereignisse involviert. Sie wurden also als etwas Zweitrangiges angesehen. All jene, die Yogis eines Gurus waren, hielt man für höher, weil sie bereits alle Dinge, die sie besaßen, aufgegeben hatten.

Hier aber hatten die Gurus ein Problem. Sie fanden, dass jene, welche zu ihnen kamen, zwar alles aufgegeben hatten, zweifellos, aber innerlich noch Bindungen existierten. In ihren eigenen Ashrams entdeckten sie, dass diese Leute ihre privaten Bindungen zu Dingen hatten. Obwohl sie nach außen hin alles aufgegeben hatten, taten sie es innerlich nicht. Sie hingen immer noch an diesen Ideen, wie: „Oh, das stimmt, aber trotzdem können wir kleine Dinge wie diese haben, das macht nichts aus.“ Kleine Kompromisse wurden gemacht, so wie es hier in den Klöstern passiert.
Beide waren also auf eine Weise künstlich, die einen, Sankhya, versuchten aufzusteigen mit all dem Gepäck, das sie trugen. Und die anderen versuchten abzusteigen und zeigten dabei alle Bemühungen aufzusteigen. Es gab also in jeder Hinsicht sehr komische Aspekte an beiden Yogastilen.
Ihr könnt das jetzt sehen: Wenn ihr nach Amerika geht, werdet ihr feststellen, es ist keine Demokratie, sondern eine Dämonokratie. Aber wenn ihr von diesem Land in ein anderes kommt, wie Russland, die hier völlig unter Druck und Angst gearbeitet wird. Aber sobald ein Russe sein Land verlässt, kann er viel schlimmer werden als ein Amerikaner.
Was bedeutet das also? Die eine Theorie arbeitet hier, die anderer Theorie dort. Welche von beiden stimmt? Dasselbe findet man auch in den Religionen. Sagen wir eine Religion, die an viele Götter glaubt wie die Hindus. Sie glauben jetzt auch an Geister („Bhoots“). Und sie folgen jetzt auch diesem Weg der Besessenheit.
Wenn ihr in einen Tempel geht, hat jeder Tempel ein nettes Arrangement für euch, besessen zu werden. Dasselbe passiert in einer Kirche oder in einer Moschee. Wo Gott wohnen sollte, bemerkt ihr, dass ihr plötzlich angegriffen werdet; ihr kommt heraus, total verwirrt über euch selbst und endet womöglich im Irrenhaus. Was für ein Ort der Verehrung soll das also sein, wo man hingeht, um Gott zu finden und schreckliche teuflische Kräfte beginnen auf einen einzuwirken.

Das ist ein Grund, warum heutzutage so viele Leute so sehr verwirrt wurden. Wir finden nirgends Wahrheit, in keiner Ideologie und in keiner Philosophie, in nichts, was einmal begonnen wurde. Wie zum Beispiel Konfuzius hat den Humanismus begonnen, Sokrates hat mit einer anderen Sache gestartet und Mohammed hat mit etwas anderem begonnen. Mohammed sagte beispielsweise: „Lasst uns Gott nicht als ein Idol verehren, lasst Ihn uns als Nirikara, als formlosen Gott verehren.“ Aber seht ihr die “Formlosen“, wie sie einander töten? Ich meine, nachdem man die islamischen Länder gesehen hat, kann man nicht glauben, dass es irgendwo irgendeinen formhaften oder formlosen Gott gibt, alle müssen davongelaufen sein, wenn die dort so kämpfen. Genauso die christlichen Länder: Wo immer sie hingekommen sind, haben sie versucht, andere Leute, die keine Christen waren, zu beherrschen. Geradeso als ob sie ein Recht hätten, dies zu tun, weil sie Christen waren. Ein Schüler Christi sagte: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ Und ich muss dasselbe für alle Christen sagen: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Wenn man über alle diese Dinge schockiert ist, muss man sich setzen um nachzudenken was zu tun ist, um die Probleme zu lösen.

Es ist also weder Sankhya noch Yoga. Was also gilt es dann zu erreichen? Es ist Sahaja Yoga. Sahaja Yoga ist ein System, bei welchem man von zuerst nicht eine Theorie, sondern das licht in seine Hand bekommt, um für sich selbst zu sehen. Und dann sehen unter diesem Licht beide Wege gleich aus. Beispielsweise habt ihr dieses schöne Haus für eure Mutter gebaut, obwohl eure Mutter nicht weiß, wie Sie auch nur zu einer Nadel “attached“ werden kann. Es ist eine komische Situation, jeder muss Mich erinnern: „Mutter, es ist Dein Haus.“ Und ich muss erinnert werden, dass ich euch allen danke, speziell den Engländern, speziell den Leadern der englischen Sahaja Yogis, dafür, dass sie diese Anstrengungen unternommen haben, dieses Haus zu bekommen. Aber umgekehrt denke ich, warum soll ich danken? Es gehört nicht Mir, es gehört ihnen. Und so ist es auch. Eine neue Art von Verwirrung beginnt also. Ich fühle, dass diese Verwirrung eine sehr süße und sehr schöne ist. Es ist eine Tatsache, dass uns nichts gehört, aber alles gehört uns. Wenn ich darüber nachdenke, wie schön ihr diesen Ort gemacht habt, gehört er mir, gut. Dieses Haus gehört mir. England gehört mir. Und darüber hinaus, die ganze Welt gehört mir.
Auf diese Weise werden, wie ihr seht, Sankhya und Yoga eins in Sahaja Yoga. Und man sagt auch, wenn man Sankya und Yoga als eines sieht, nur dann findet man “Sabha Shakti“, das hat derjenige, der “sieht“, das ist derjenige der Zeuge ist.

Normale Leute könnten fragen: “Wie kommt es, dass eure Mutter ein Guru sein soll und Schmuck trägt?“ Aber was soll man tun? Sie ist auch eine Mutter und Sie ist auch eine Göttin, eine weitere Verwirrung! Wie soll man diese zwei Dinge auseinander halten? Ein Guru muss ein sehr zorniger Mensch sein, einer der nur ein einziges Kleidungsstück trägt, entweder nach oben herum oder unten herum, ich weiß es nicht, mit einem dicken Stock in der Hand, niemals lächelnd, von Lachen ist ohnehin keine Rede mehr! Und Gurus müssen lange Gesichter haben, große, große Bärte entwickeln und keine Frauen in der Nähe dulden. Es ist ein Zustand, wo man die Frauen überhaupt nicht sehen soll, wie wenn ich nicht einmal mein Gesicht sehen sollte, genauso ist es. Es gibt eine große Diskussion in allen Schriften, genauer gesagt in den Kritiken, ob es einer Frau gestattet sein soll, geistige Übungen zu machen oder nicht. Stellt euch das vor!
Nicht nur zwischen Christen, ihr werdet überrascht sein, sogar in indischen Schriften wurde darüber diskutiert. Nun, wenn eure Mutter eine Frau ist und Sie euer Guru ist, was wollt ihr tun? Auch das ist eine Verwirrung; weil es falsch ist, das ganze Thema ist falsch, von Grund auf falsch! Man kann alles versuchen, um zu behaupten, dass Frauen für ein geistiges Leben nicht geschaffen sind, versucht irgendein Argument, es funktioniert nicht.
Neulich traf ich in einer Universität einen Engländer, der sich sehr wichtig nimmt, einen bedeutenden Mann, ich sollte sagen, wirklich eine harte Nuss. Und er begann: „Wir Christen können nicht akzeptieren, dass eine Frau Gott ist.“ Ich sagte: „Warum?“

Um also all diese verdrehten Geschichten zurechtzurücken, musste eure Mutter als ein Guru auf diese Erde kommen. Ich kam zu diesem Schluss wegen einer kleinen Unklarheit, die ich hatte, was mich selbst betraf. Neulich bestürmte mich jemand, dass ich ein Armband kaufen sollte. Ich sagte, ich habe kein Geld mehr, ich will nichts kaufen. “Gut, wir geben es im Puja“. Ich sagte: “Es ist aber nur ein Guru Puja“. Ein Armband bei einem Guru Puja zu kaufen, das ist irgendwie etwas Komisches. Schließlich gibt man bei einem Guru Puja einem Guru kein Armband, oder? Man kann, sagen wir, einen großen Stock geben, oder man könnte ihm sandelhölzerne Sandalen geben. Oder man könnte ihm einen Schal geben. An diesem Punkt habe ich gesagt, in Ordnung, gebt es beim Guru Puja. Was war der Grund dafür? Mir wurde meine eigene Verwirrung bewusst, und ich dachte darüber nach. Ich sagte, das ist es, es muss auf diese Weise geschehen, dass man bei einen Guru Puja seinem Guru ein Armband geben muss. Andern wir es einfach. Die ganze Sache muss auf diese Weise zur Sprache gebracht werden, dass alles der Wirklichkeit ins Auge schaut. All diese falschen Ideen müssen aufgegeben werden. Wenn man zum Beispiel einen Teppich verkehrt herum hat, ist das ganze Muster verkehrt. Aber wenn man den Teppich richtig dreht, passt alles. Und darum habt ihr eine Mutter gebraucht, um euch die Realisation zu geben und einen Guru als Mutter, um euch zu lehren, dass der Aufstieg zu Gott niemandem verwehrt werden kann.
Auf diese Weise arbeitet Sahaja Yoga heute in allen Richtungen aus, wie ihr seht, um alle verkehrten Dinge in die richtige Richtung zu ziehen, um sie der Wirklichkeit auszusetzen, um alle wirklichen Werte zu fördern, um alle faulen Wertsysteme, alle politischen, ökonomischen Systeme, alle geistigen Theologien, alle psychologischen und all solche unsinnigen Ideen zu beseitigen und in ihre richtige Dimension zu lenken. Wie es in einer Inkarnation ausgearbeitet hat! Ihr könnt euch vorstellen, wie in einer Inkarnation all diese Ideen richtig gestellt wurden. Eine andere Idee existiert unter Hindus, nämlich, wenn man ein religiöser Mensch ist, soll man Vegetarier sein. Alle Brahmanen glauben daran und sogar die Nicht-Brahmanen. Wir aber haben einen Brahmanen an dem Ort, wo ich gelebt hatte. Man sagte zu ihm: “Für Mutter müssen wir Fleisch servieren. Sie isst nichts anderes. Sie muss Proteine essen. Er sagte: “Ja, natürlich, als Mutter muss Sie das essen.“ Ob es ein Brahmane ist oder ein Nicht-Brahmane, alle verstehen, dass Mutter Proteine essen muss, weil Sie das Blut all dieser Rakshasas trinken muss. Wie kann Sie Vegetarierin sein? Und wenn Sie so viele Teufel töten muss, wie kann Sie dann gewaltlos sein? Den Gegensatz findet man in den Beschreibungen der Mutter, dass Sie diejenige ist, die die wildeste Person ist, wenn es darauf ankommt, die Leute zu töten, die von der negativen Seite kommen und versuchen, Ihre Schöpfung und Ihre Kinder zu zerstören. Sie ist auch die süßeste und mildeste Person für Ihre eigenen Kinder. Diese zwei Gegensätze muss man sehen!
Sogar bei Tieren findet man denselben Gegensatz, aber sehr offensichtlich ist er bei einer Inkarnation wie dieser. Und heute, durch Sahaja Yoga, sind wir in der Lage zu beweisen, dass Sankya und Yoga dasselbe sind. Ob man Dinge ansammelt, ob man Besitz anhäuft oder
ihn weggibt macht keinen Unterschied für einen, der von innen heraus losgelöst ist.
Wenn man für andere sammelt, ist das besser. Noch viel besser ist es, wenn man sie für sich selbst sammelt und sich dann denkt, ‚das ist gut für mich, ich werde das für mich verwenden, das wird eine gute Idee sein.‘, die eigene Persönlichkeit ist da. Aber dann gibt man es weg, das bedeutet, die Losgelöstheit ist vollständig. Oder die dritte Art könnte jemand sein, der nur fortfährt zu sammeln und ohne zu denken nimmt und gibt. Denn Denken ist nicht meine Sache. Das ist etwas, was ich aufgegeben habe, das Denken. Ich möchte nicht denken. Das ist euer Job und nicht meiner. Und wie viele Dinge haben wir durch Sahaja Yoga ohne Denken erreicht. Yoga und Sankhya, beide sind Produkte des Denkens, nicht Produkte der Spontaneität. Dieses Haus selbst ist ein Produkt der Spontaneität. Wir nennen die Engländer „Sabhlogs“. Ich habe einige Sabhlogs mit mir genommen, um einige Häuser zu besichtigen. Sie wollten Häuser die Charakter hatten, d.h. etwas muss zusammenfallen, etwas muss verbogen sein, es sollte nicht einfach sein. Ich sagte, also bitte, ich kann all dieses Verbogene nicht ertragen. ‚Aber nein, nein, es hat Charakter‘. Ich sagte, diese Art von verbogener Nase will ich nicht. Einfach soll es sein. Sie waren enttäuscht mit mir.
Und die Sabhlogs hatten auch einige andere Ideen. Man kann an einen Ort, den man Widmere nennt, gehen, das ist ein schicker Ort. Wenn man in den Norden geht, ist es weniger schick und in den Osten zu gehen ist sinnlos. Ich sagte, lasst uns in den Norden gehen, soweit nördlich wie möglich. Den ihr wisst, die Göttin muss Dakshina Murti sein. Sie muss auf der Nordseite sein, damit Sie Ihre Augen auf den Süden gerichtet hat. Das ist der Grund. Wir konnten nicht nach Schottland gehen, das wäre zu viel für euch gewesen. Aber das wäre das Ideal für uns alle gewesen, weil dann ist unsere „Rishti“, unsere Sicht gen Süden gerichtet und wir sehen das ganze Universum in unseren eigenen schönen Visionen.
So also haben wir diesen Ort spontan gefunden. Und die Sabhlogs sagten noch, ‚ja, nein, ja, nein, ja‘. Aber wir haben den Ort spontan erhalten und dann haben wir seine schönen Vibrationen entdeckt. Dann haben wir das Potential entdeckt. Alles was ihr spontan bekommt, ist voller Potential.

An dieser Stelle muss ich ein paar wichtige Worte sagen. Ich muss ein paar Punkte zu „Spontanität“ bemerken. Die Art und Weise, wie die Leute glauben, dass Spontanität arbeitet, ist äußerst interessant. Bei sehr vielen Leuten ist es größtenteils Ego, welches sagt das es spontan ist. Besonders die sehr alten Sahaja Yogis glauben, dass sie Autoritäten sind, was Spontaneität anbelangt. Wir hatten z.B. ein Land in Vaitharna. Einer der älteren ging also hin und sagte, dieses Land hat Vibrationen und dieses Land daneben hat keine Vibrationen. Jeder akzeptierte also das, stimmt, stimmt, stimmt. Dann sagten sie, in diesem Teil des Landes soll niemand essen. Woher kommt dieses Wissen? Ich meine, Nahrung zu essen ist keine Sünde, oder? Als ob es eine Sünde wäre, das sie dort essen.

Dann folgen sie ganz religiös A, B, C, D, E, F, G, H, Z und wieder A, B, C, D Versionen von Sahaja Yoga in einem Ausmaß, dass ich nun feststelle, sie wurden ganz fanatische Sahaja Yogis. Fanatismus ist absolut gegen Sahaja Yoga! Sie werden nun fragen, wie oft soll man dieses Mantra sagen? Dann sage ich, null Mal. Wie viele Tropfen Ghee sollen wir in die Nase geben? Dann sage ich, einen vollen Krug. Weiters: ich hätte nicht von der linken Seite gehen sollen, ich hätte von der rechten Seite gehen sollen. Dann würde ich sagen, spring einfach hinauf. Ihr müsst wie Kinder sein. Aber nach so vielen Jahren haben sich diese Vorstellungen in Sahaja Yoga festgesetzt, das ist nicht Sahaj. Das ist nicht spontan. Wenn man es so macht, dann ist das falsch für euch. Ganz und gar nicht. Nichts ist falsch für euch. Wenn ihr etwas falsch macht, werden eure Vibrationen verschwinden, fertig. Was gibt es, um so vorsichtig zu sein? Wenn jemand gesagt hat: “Ich möchte nicht auf die Zigarette schauen.“ Ich fragte: “Warum?“ “Bloß darauf schauen ist sündhaft.“ Ich sagte: “! Was passiert, wenn man sie anschaut?“ “Dann fühle ich, als ob ich rauchen würde.“ Ich sagte: “Dann rauche doch, ein für alle Mal!“ Oder: „Ich kann keine Weinflasche in meiner Hand halten.“ „Warum?“ „Nein, eine Weinflasche in der Hand zu halten ist sündhaft.“ Ich meine ihr könnt im Wein schwimmen!

Diese Art des Verstehens sollte vorhanden sein. Obwohl ich immer gesagt habe, wenn ich etwas betone, hängt ihr euch an das. Also sage ich auch immer etwas über die andere Seite, damit ihr euch nicht an etwas kleben könnt. Sahaja Yoga ist nicht da um sich an etwas zu klammern. Wie jemand, der bestimmte Lehren über Sahaja Yoga zu Beginn gelernt hat, bestimmte Mantras, die sie gelernt haben, und immer noch bleiben sie auf dieser Stufe kleben. Nein, nein, nein. Ihr müsst vorankommen, das ist bloß eine Treppe. Bleibt nicht an einem Punkt stecken. Wir haben so viele festgefahrene Fälle hier. Die Leute werden wirklich “abgetragen“, wie man sagt. Sie fahren fort, euch so viele unsinnige Ideen zu erzählen. “Machst du das, dann passiert dies.“ Zu allererst gebt anderen keine Ideen. Sobald ihr euch daran haltet, keine Vorstellungen darüber zu verbreiten, was mit dem anderen falsch ist, ist die Hälfte eurer Arbeit getan. Denn ihr müsst euch keine Arbeit machen, wie ich keine mache. Kommt jemand, heißt es: „Du bist ein Bhoot!“ Ich bekomme Berichte von anderen, die sagen, dass ihr Sahaja Yogis gemeine Leute seid. Ich sagte: „Warum?“ „Sie erzählen dir, dass du böse bist, dass du besessen bist, sie sagen dir dieses und jenes. Sie sind sehr gemeine Leute.“ Ich bin wirklich schockiert, wenn Sahaja Yogis gemein genannt werden. Wie können sie gemein sein? Wenn jemand an etwas leidet und anruft, dann sagen sie: „Es ist gut für dich“ .Das ist nicht die richtige Art.
Wir müssen nicht nur bescheiden, sehr taktvoll und süß zu neuen Leuten sein, falls ihr wollt, dass noch welche hereinkommen. Aber wenn ihr euch dafür entschieden habt, dass keine mehr zu uns kommen, weil ihr dann noch ein weiteres Zelt aufstellen müsst, dann habe ich nichts zu sagen. Wenn ihr aber wollt, dass andere hereinkommen, dann ist es wichtig, dass ihr zu ihnen in einer sehr süßen und schönen Sprache redet. Diesen Stil verstehen sie. Grobheit, Hochmut und Angeberei ist zwecklos. Man sollte verstehen: Sahaja Yoga ist, wo man in völligem Genießen lebt. Ihr geht ganz in der Freude auf.

Wo bleibt die Zeit, um sich zu erinnern, wie oft ihr euch ein Bandhan gebt? Wozu braucht man sich selbst ein Bandhan zu geben? Das sollte jetzt alles bloß ein Witz für euch sein. Ein kleines Kind saugt die Milch aus der Flasche, gut, denn es hat keine Zähne. Aber was ist, wenn ihr so etwas macht? Das ist kindisch und zeugt von überhaupt keinem Wachstum. Sahaja Yoga muss innerlich wachsen. Ihr solltet nicht mehr länger als unreife Sahaja Yogis angesehen werden. Ich würde sagen: “Ein Mensch, der ein reifer Sahaja Yogi ist, ist jemand, der so viele Dinge kombinieren kann, in alle schönen Richtungen und Konturen, die die Mariadas bewahren. Aber ihr könnt es nicht umgekehrt machen. Zum Beispiel wenn man sagt, ich bin lieb und dann bin ich zornig. Dann werde ich dies sein und dann werde ich das sein. Es wird ein Mischmasch sein. Das ist ein komischer Mensch. Plötzlich werde ich zornig, erst so und dann so. Die Leute werden glauben, ihr macht Bharata natyam indem ihr all eueren Stimmungen zeigt. In fünf Minuten zeigt ihr zehn Stimmungen. Das ist das Wachstum in euch, das sich manifestieren wird. Wir werden wachsen müssen. und für unser Wachstum müssen wir innerlich still sein. Lasst uns auf andere nicht reagieren. Diese Person ist so, jene ist so. Und was ist mit euch?

Es gibt auch andere Beispiele, ich sage jemanden: “Du hast dieses Problem.“ Dieser Mensch geht sofort zu einem zweiten. “Schau, Mutter hat mir gesagt, dass auch du dieses Problem hast, achte darauf.“ Ich habe es nicht diesem Menschen gesagt, ich habe es dir gesagt, behalte es für dich.
Dieses “Mutter hat gesagt“ muss aufgegeben werden, total. Wenn Mutter etwas zu sagen hat, wird Sie es sagen. Warum sollt ihr vermitteln? Was sollt ihr dazwischen reden? Ich habe euch nicht gebeten, das zu sagen. Sahaja Yoga zu verstehen ist sehr einfach, extrem einfach, wenn ihr eines versteht, dass ihr eure Unschuld intakt halten müsst. Nun, wie erreicht man Unschuld, werden die Leute fragen. Wie man Unschuld erlangt, das ist ein Teufelskreis. Wir müssen Unschuld erreichen. Wodurch? Durch euer Ego oder Superego? Wie erreicht ihr Unschuld?

Mutter sagt: “Hebt nicht eure Kundalini.“ Ich sitze gerade hier und die Leute machen eben das. Was soll das? Ich sitze hier vor euch, eure Kundalinis sind oben auf euren Köpfen. Was hebt ihr überhaupt? Nun, wie macht man es, ist das Problem. Sehr einfach ist es. zu Beginn habe ich es schon gesagt, lasst euren Guru in eurem Herzen wohnen. Wie macht man es? Lasst Mutter leiten! Mutter leitet mich. (Mother is managing me) Belasst es dabei. Eure rechte Seite wird gereinigt. Eure linke Seite wird gereinigt, wenn ihr sagt: “Niemand kann mich leiten, meine Mutter kann mich leiten.“ Die zwei Dinge zusammen und die Sachen werden ausarbeiten. Dankt Gott, dass ihr jemanden habt wie mich, der hier sitzt, wo ihr das sagen könnt. Dankt an jene, die niemals jemanden hatten, in dessen Gegenwart sie sein konnten und der zu ihnen das sagte: “Ich kann es leiten und Du kannst es leiten.“ Auf diese Weise könnt ihr ausbalancieren. Erlaubt eurer Kundalini zu wachsen. Alles arbeitet aus. Wie dieses Haus, als ich es gekauft habe, oder als ihr es gekauft habt, oder, wer hat es jetzt gekauft? So viele Fragen und Schwierigkeiten, wie, wie, wie? Aber es ist fertig gestellt, es ist da, nichts ist heruntergefallen, nichts ist schief gegangen. Ich musste einmal schimpfen. Stimmt, lasst mich schimpfen, fangt nicht ihr zu schreien an. Sobald ich aufgehört habe, nehmen sie einen Lautsprecher und schimpfen noch lauter. „Mutter sagt so, du bist so und so.“ Ich spreche über dich, zu wem predigst du? Ich müsst nur wisse, wenn ich etwas sage, dass ihr es bitte macht, bitte macht es. Schaut, weil ich ein Guru bin, euer Guru, weil ich der Guru aller Gurus bin. Und diejenigen, die wirkliche Gurus sind, wissen das: Meine Mutter weiß alles. Sie ist das Wissen selbst. Wenn Sie etwas sagt, bedeutet das etwas.

Aber selbst wenn ich euch manchmal teste, macht das nichts. Auf diese Weise werdet ihr der Guru. Shivaji hatte einen Guru und zwar Ramdasa. Zu dieser Zeit haben die Gurus ihren Schülern viele Tests auferlegt. Ich habe euch nie getestet oder ähnliches. Aber ihr testet euch selbst, das ist alles. Und sein Guru sagte einmal. Ich glaube, ich brauche die Milch einer Tigerin, ich muss die Milch einer Tigerin trinken.“ Die Hälfte der Schüler starb. Und die meisten von ihnen haben es nicht gehört. Shivaji sagte: „Gut, ich bringe sie euch.“ Er ging in den Dschungel, er sah eine Tigerin und sie hatte kleine, kleine Kinder, die an ihrer Seite lagen. Er ging hin und sagte bloß „Namaskar“ zu ihr. Er sagte: „Mein Guru möchte eure Milch.“ Das ist alles. Dann die Gurus sind Parabrahma. Ihre Befehle werden vom Parabrahma gehört. „Mein Guru, Shri Ramdasa, möchte eure Milch, darum bitte gebt mir eure Milch.“ Sie erhob sich brav, stand aufrecht vor ihm, er molk sie und nahm diese Milch für seinen Guru. So ist es. Habt ihr die Bedeutung des “Guru-pradha“ verstanden? Wenn ihr absolut eins werdet mit den Wünschen eures Gurus, dann erlangt ihr die Position eines Gurus. Aber wenn ihr noch immer bestimmte Vorstellungen darüber habt, dann, so sagte Shri Ramdasa, sieht Gott euren Kleinmut und meint, gut, macht so weiter, haut euch die Köpfe an und kommt wieder. Ich werde sie euch richten.
Es ist wichtig, dass wir eine Sache mit Ernst betreiben, und zwar euere Mutter sehr ernst zu nehmen, wenn es um eine Bitte geht. Natürlich sage ich immer auf Englisch: „Bitte, würdet ihr das tun.“ Oder ich könnte sogar sagen: „Ich fürchte, würdet ihr das tun.“ Aber das sollte keinen Unterschied machen. Neulich auf unserer Reise nach Cardiff sagte ich, dass die 1. Klasse auf dieser Seite ankommen wird. Aber jeder am Bahnsteig sagte, nein, sie kommt von der anderen Seite. Ich sagte: „In Ordnung.“ Wir setzten uns nieder. und dann wurde angesagt, dass die 1. Klasse auf dieser Seite ankommen wird. Also gingen wieder alle zurück. Es geht schon in Ordnung für die anderen Leute, aber was ist mit euch?

Oft habe ich es erlebt. Und wenn ein Guru um etwas bittet, auch wenn es schief geht, sollte es immer als göttliches Gesetz akzeptiert werden. Denn ein Guru ist jemand, der das göttliche Gesetz gibt, nicht das weltliche, er gibt euch das Gesetz Gottes. Wenn ihr das göttliche Gesetz versteht, dann müsst ihr euch dem göttlichen Gesetz unterwerfen und auf diese Weise werdet ihr zum Meister dieses Gesetzes. Heute zum Guru Puja kann ich fortfahren, so zu reden. Lieber würde ich euch heute ersuchen, eines zu verstehen, warum Hingabe, was auch “Islam“ heißt, so wichtig war: Wenn Gott euer Guru ist, lasst Ihn euch führen. „Dein Wille geschehe.“ Lasst uns nicht uns selbst führen.

Manche versuchen sogar, den Guru zu führen. Dann spielt ihnen der Guru einen Streich und dann fallen sie in die Falle der Tricks und dann meint ihr, es sei zu viel. Es ist besser, auf das zu hören, was der Guru euch sagt und es ist besser, das zu tun. Was immer der Guru sagt, stimmt. Gurus können von euch alles Mögliche verlangen. Im Vergleich bin ich ein ziemlich netter Guru. Wie dieser Ramdasa, der seine Schüler ersuchte: „Ich habe eine sehr schlechte, faulende, große Beule und bitte euch, versucht sie auszusaugen.“ Shivaji trat vor, beugte seinen Kopf, setzte sich neben ihn und begann zu saugen. Die Leute fragten: „Wie ist es?“ „Oh, es ist sehr süß!“ Eigentlich hatte er eine Mango dort festgebunden. So haben Gurus viele Prüfungen abverlangt. Ich habe euch niemals Prüfungen auferlegt und ihr legt anderen keine Prüfungen auf. Überlasst sie mir, ich werde sie alle leiten, einen nach dem anderen. Was immer passieren muss, passiert.

Zu denken, dass in Sahaja Yoga 100 Prozent von uns reich, wohlhabend, gesund und auf der Spitze der Welt sein werden ist Unsinn. Wenn ihr sehr wohlhabend werdet, dann wird es eine Rezession geben, denn die anderen werden sehr arm sein. Wenn ihr sehr gesund seid, dann wird sich uns niemand nähern. Wenn ihr alle wie Ringer ausseht, dann werden sich die Leute vor uns fürchten. Sie können nichts verstehen, es wird über ihre Köpfe gehen. Lasst uns daher im Zentrum sein. Wir sollten wohlhabend sein, aber nicht zu sehr, wir sollten gesund sein, aber nicht zu sehr, und wir sollten weise sein, aber nicht zu sehr. So weit, so gut. So sollten wir uns entwickeln, damit wir in unseren Mariadas bleiben und schöne Sahaja Yogis werden, die ihrerseits angenehm zu anderen sind, die fähig sind, andere zu uns zu bringen und ein Bild von einer magnetischen Persönlichkeit zu vermitteln. Das ist es, was wir tun müssen. Wenn ihr versucht, in irgendeiner Weise anzugeben, ich habe Leute gesehen, die unnötigerweise angeben, das brauchen wir nicht. Bleibt im Hintergrund. Wenn ihr sehr im Hintergrund seid, seid einfach im Vordergrund. Versucht euch selbst auszugleichen, versucht, euch selbst zu beobachten und selbst zu führen und euch selbst zu sagen. Werdet euer eigener Guru. Beurteilt euch selbst, wie weit ihr im Zentrum seid, wie weit ihr wachst, wie viel Wachstum ihr erreicht habt. Seid ihr immer noch verhaftet an kleine Dinge hier und dort? Kümmert ihr euch immer noch um Kleinigkeiten? „Mutter, ich sollte 80 Punkte haben, ich habe nur 75 Punkte bekommen, oh Gott!“ Weil er 75 Punkte bekommen hat, da muss etwas Gutes daran sein. Er muss vielleicht eine Lehre ziehen. Oder vielleicht muss er einen anderen Weg einschlagen, vielleicht muss etwas Gutes für seinen Aufstieg ausgearbeitet werden. Das muss man sehen, wenn man Guru ist. Wenn ihr das nicht sehen könnt, wie können es andere sehen?
Das muss man erkennen und zwar nicht mit dem Gehirn, sondern mit dem Herzen. Ihr müsst es im Bereich eures Herzens erkennen und verstehen. Schön, dass wir in England sind, im Herzen des Universums, dass wir über das Öffnen unserer Herzen reden. Wenn ihr mich dorthin gebt, ist dort der Ozean der Liebe und um diesen Ozean der Liebe aufzunehmen, müsst ihr ein sehr, sehr großes Herz haben, größer als eure Persönlichkeiten, größer als eure Länder, größer als diese Welt, größer als dieses Universum.
Möge Gott euch segnen!
Zitat von Shri Dattreya Sakshat Shri Adi Shakti Nirmala Devi, aus dem „Tripura Rahasya“:
„Ich bin die Höchste Intelligenz. Aus mir erwächst der Kosmos, durch Mich gedeiht er und in Mir löst er sich wieder auf. Der Unwissende sieht mich als das Universum, während der Eingeweihte Mich als sein eigenes inneres Wesen wahrnimmt, das in ihm auf ewig als Selbst aufleuchtet. Er erkennt mich aus der tiefen Stille seines gedankenfreien Bewusstseins. Er verehrt Mich als den Lebensstrom, der seinen Körper und sein Gemüt durchfließt und ohne den nichts existieren kann. Ich bin unteilbar und grenzenlos; ich wirke als ganzes Universum und auch als dessen winzigstes Teilchen. Ich zeige mich in vielen Formen und Gestalten, werde aber von keiner auch nur im Geringsten berührt – denn Vollkommenheit ist mein Wesen. Wer Mich liebt und sich Mir bedingungslos hingibt, wird alles erhalten, was er zur Selbstverwirklichung braucht.“