Shri Mahakali Puja

Munich (Germany)

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Shri Mahakali Puja. Blutenburg, Munich (Germany), 16 October 1987.

Sie sagten mir, dass wir einen wunderschönen Platz hätten und ich war erstaunt, wie für jedermann alles so schön ausgearbeitet hat. Ich muss sagen, dass wir alle sehr glückliche Menschen sind. Darüber hinaus erzählte man mir, dass diese Burg „Blumenburg“ genannt wurde und nun „Blutenburg“ genannt wird, aber ich glaube, dass es mit allen diesen Blumen hier wieder die Blütenburg werden sollte. Es ist ein sehr schöner Ort, den ihr gefunden habt. Die Vibrationen sind hier sehr gut.
Ich habe mich immer gefragt, warum Deutschland „Germany“ genannt wird. „Germ“ heißt übersetzt “Keim“. Jeder Keim enthält das Wachstum, das Sprießen. „Germinate“ heißt „Sprießen“. Das Sprießen von Sahaja Yoga. Ich habe es euch schon viele Male gesagt: Wenn die Deutschen zu Sahaja Yoga kommen werden, gelangt es zu seiner eigentlichen Bedeutung, zu seinem Höhepunkt. Wir haben viele Höhen und Tiefen hier erlebt, das macht nichts. Es ist eben ein schwieriger Platz. Aber nun hat das „Sprießen“ richtig begonnen.
Gestern habe ich den ganzen Himmel von Farben und Licht erfüllt gesehen. Wie ihr wisst, haben die Vibrationen Licht. Es ist ein leichtes Flackern, ein kleines Licht und jedes Teilchen hat es. Ich könnt es auch sehen. Wenn es viele sind, dann können sie von euren Kameras erfasst werden. Aber gestern wurden die Wolken vibriert! Und es ist eine großartige Sache, wenn einmal die Wolken vibriert sind. Denn, wenn die Wolken vibriert sind, wird auch der Regen vibriert und dadurch auch das Land. Alle Samen, die sprießen sollen, werden auch vibriert sein. Und wenn die Menschen davon essen, werden sie ebenfalls vibriert. Wir sollten am besten die Wolken vibrieren, um viele neue Leute zu Sahaja Yoga zu bringen. Das ist die Idee, die mir gestern einfiel. Warum sollte man eigentlich nicht die Wolken vibrieren, das wäre der beste Weg.
Darüber hinaus sind die Vibrationen sehr kleine Teile, die sich mit einem Punkt normalerweise im Halbkreis bewegen. Dieser Halbkreis formt sich manchmal zum AUM, manchmal formt es eine Kette, manchmal findet er sich zusammen und bildet Kreuze. Aber die grundlegende Sache von Vibrationen ist, dass sie denken können und das sehr rasch. Viel schneller als Menschen zu denken vermögen. Sie sind extrem kollektiv, wirklich extrem kollektiv. Sie bewegen sich zusammen, denken auf die gleiche Art, verstehen auf dieselbe Weise und das in einem absoluten Stil. Sie arbeiten die ganze Sache in einer wundervollen und stillen Art aus, so, dass ihr es nicht einmal spüren könnt. Das Aufwecken der Kundalini, wie ihr es bereits getan habt, muss für euch ein Geheimnis sein. Wie hebt ihr die Kundalini mit euren Händen? Ihr müsst euch denken, dass dies eine spezielle Kraft ist, die uns Mutter gegeben hat, mit der wir die Hand an jedermanns Kundalini legen können, die dann aufsteigt, an Stellen stehen bleibt, wo es ein Problem gibt und dann weiter aufsteigt.

Für euch ist nichts ein Geheimnis mehr. Ihr habt in euch die Kraft bekommen, dass ihr das Wasser, die Materie und alle diese Dinge bewegen könnt. Die Tiere können das nicht. Und selbst wenn ihnen hie und da einmal etwas gelingt, dann können sie es nicht zu ihrem Nutzen transformieren. Zum Beispiel seht ihr das schöne Messing hier und das schöne Silber dort, dort sitzt ein kleiner Ganesha. All diese wurden aus etwas Totem geformt, etwas was Tiere nicht vermögen. Ihr werdet die Meister von lebendiger Arbeit. Ihr seid nun die Meister von lebendiger Arbeit, nicht von toter. Als solche könnt ihr mit der lebendigen Kraft umgehen und sie für eure Bedürfnisse verwenden und formen. Aber die überraschendste Sache daran ist, dass ihr nicht einmal bewusst seid, dass ihr es tut. So wie, wenn ihr zum Beispiel einen kleinen Elefanten wie diesen hier anfertigt, so seid ihr davon bewusst und wisst, dass ihr etwas Großartiges tut. Und ihr werdet erzählen: “Oh, ich habe dies und das gemacht, so schön habe ich diesen Ort hier geschmückt.“ Ihr seid davon bewusst, weil ihr Ego bekommen habt.
Nur, wenn ihr den Leuten Realisation gebt, seid ihr euch dessen nicht bewusst, weil ihr in diesem Fall kein Ego habt. Was ihr sagt, ist: “Mutter, sie steigt nicht auf, es ‚chatcht‘ auf Vishuddhi, es funktioniert nicht.“ Ihr beginnt in dritter Person zu sprechen. Ihr sagt nicht: “Ich kann es nicht, oder ich habe es getan, dass es ausgearbeitet hat.“ Nur wenn es funktioniert hat, dann sehe ich euere Gesichter und ich weiß, dass es getan ist. Ihr seid euch dessen nicht einmal bewusst und deswegen gibt es auch kein Ego und ihr nehmt davon nichts für euch in Anspruch, ihr freut euch bloß.
So sind zum Beispiel so viele Leute zu eurem ‘Workshop‘ gekommen. “Es war so großartig, Mutter“. Aber was war großartig? Ihr ward es. Es ward ihr, die ihr die ganze Arbeit getan habt, ihr habt es ausgearbeitet, aber ihr fühlt es nicht so. Der Grund ist, dass ihr in einer Weise arbeitet, die wir „Akarma“ nennen. Akarma heißt, dass ihr etwas tut, aber nicht das Gefühl habt, etwas getan zu haben. Wenn ihr dessen nicht bewusst seid, das ist Akarma. Wenn ihr etwas macht und glaubt ‚ dass ihr diese Arbeit oder diese Sache wirklich getan habt, dann ist es ein Karma. Aber nun wurde das Karma zu Akarma. Nicht, dass ihr nicht mehr durchführen würdet, nein, ihr macht so viel, aber ihr fühlt nicht, dass ihr es wirklich getan hättet, weil ihr nun ‚Akarma‘ macht – und alle lebendige Arbeit ist Akarma.
Wie beispielsweise die Mutter Erde die Samen sprießen lässt; sie ist sich dessen nicht bewusst. In derselben Weise hebt ihr die Kundalini und seid euch dessen nicht bewusst. Und wenn ihr davon nicht bewusst seid, dann wollt ihr erst gar nicht denken: “Wie das bloß passiert? Ich als Mensch hebe meine Hand und die Kundalini steigt auf, ich kann sie sehen, wie sie aus dem Kopf austritt, es passiert wirklich, ich kann es als Faktum sehen, wie kann das alles so funktionieren? Wie läuft der Prozess ab? Wie sind die Regeln, dass es so passieren kann? Habe ich irgendwelche Fehler gemacht?“ Ich denke nie so! „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Ihr denkt an so etwas gar nicht. Ihr beginnt nur, die Kundalini zu heben. Ihr kümmert euch einfach nicht darum, ob ihr euch nun ein Bandhan gegeben habt oder nicht. “Habe ich zuerst die Vibrationen von diesem Herrn geprüft?“ Nein, ihr hebt einfach die Hände. Ihr seid euch allerdings einer Sache sehr bewusst, nämlich, dass ihr eine realisierte Seele seid und dass ihr die Kundalini aufheben könnt.
Gestern sah ich so viele Sahaja Yogis hereinkommen. Ich sagte: “Kommt her, gebt ihnen die Realisation.“ Sie standen dort, machten dies und das – fertig. Ihr habt nicht einmal daran gedacht, dass ihr so eine großartige lebendige Arbeit verrichtet habt, dass ihr deren Kundalinis aufgehoben habt, nicht nur das, es wird sie auch transformieren. Es wird ihnen ein neues Leben geben. Sie werden besondere Leute werden, so wie ihr. Ihr seid euch nicht einmal bewusst, dass ihr spezielle Leute seid. Das Ego ist verschwunden! Nun glaubt ihr also nicht mehr, dass ihr irgendetwas macht, ihr denkt, dass Mutter alles macht. Auch halten sie großartige Ansprachen, Sie sagen: “Mutter, ich konnte nie so sprechen, ich hatte auch keine Ahnung darüber und nun bin ich ein großer Redner geworden. Du bist es, die das alles vollbringt.“ Dieses Gefühl kommt, weil kein Ego mehr übrig geblieben ist. Wenn ich einen Tropfen in das Wasser gebe, wird er ohne Zweifel zum Ozean.
Aber der Tropfen ist sich dessen nicht bewusst, dass er zum Ozean geworden ist und sich im Ozean bewegt. Aber stellt euch vor, ihr seht einen Fisch. Ein Fisch ist frei: Wenn er will, kann er sich nach hier und dort bewegen, er kann springen, er kann das Wasser trinken, er kann tun was er will. Aber ein Tropfen kann das nicht. Ein Topfen muss Bestandteil des Ganzen sein. Das war das vorläufige Stadium, als ihr noch Tiere ward. Die Tiere waren unter „Pash“ unter dem Bandhan (Schutz) Gottes. So taten sie genau, was sie tun sollten. Dann entwickeltet ihr euch zu Menschen; als solche hattet ihr komplette Freiheit zu tun, was ihr wolltet. Wenn ihr in den Himmel wolltet, konntet ihr, wenn ihr in die Hölle wolltet, konntet ihr ebenfalls. Es war euch alles freigestellt. Aber nun, als realisierte Seelen, seid ihr absolut freie Menschen geworden. Aber in dieser Freiheit könnt ihr mich immer anwesend spüren. Nun, was soll das bedeuten? Versuche ich, euch mit irgendetwas zu fesseln? Oder lege ich euch Ketten an, oder führe ich euch, oder bin ich eine Art von Person, die dauernd mit dem Gewehr hinter euch steht. “Tut das. sonst passiert dies und das!“ Es ist nicht so.

Was passiert also mit den Sahaja Yogis. man muss es vollständig verstehen. Die neue Sache ist folgendes: Ein Fisch kann sich überall hinbewegen und alle Mögliche unternehmen, aber er hat keine Unterscheidungsfähigkeit. Er weiß nicht, wo er hin soll, er weiß nicht was er tun soll; manchmal wird er im Netz eines Fischers gefangen oder von einem anderen Fisch aufgefressen. Er kann jederzeit zerstört oder auf den Strand gespült werden und dort verenden. Der Fisch hat also keine Unterscheidungsfähigkeit. Aber er hat angeborenes Wissen um sich vor Gefahren zu retten. Ihr habt keine angeborene Weisheit darüber, wie ihr Gefahren entgehen oder wie ihr euch vor Schwierigkeiten schützen könnt. Ihr habt kein angeborenes Wissen, so dass ihr aufpassen müsstet, wenn ihr diesen Weg geht, wenn ihr so oder so handelt, wenn ihr jemanden Vibrationen gebt oder jemanden behandelt – nein, das ist nicht vorhanden. Dieses Wissen habt ihr nicht angeboren, dass wir versuchen sollten, uns zu schützen, dass wir von rechts kommen sollten und nicht von links, da es nicht ‚auspicious‘ wäre – nicht so ausgeprägt. Trotzdem handelt ihr immer richtig. Welche zeit auch immer ihr wählt, es wird die richtige, ‘auspicious‘ Zeit sein. Ihr müsst dafür keine Bücher lesen.
So wie es zum Beispiel einmal in Lonawala passierte, wo wir ein Puja hatten. Es sollte um zehn Uhr stattfinden, so wie hier. Für eine geraume Zeit unternahm ich nichts, um mein Bad zu nehmen. Sie waren
ziemlich verstimmt und fragten mich, was los sei. Ich sagte: “Es ist schon in Ordnung, macht nur weiter.“ Ich sprach hier und dort, dann ging ich um elf Uhr, um mein Bad zu nehmen. Als ich zurückkam, war es zwölf Uhr und die Sonne hatte die Seite gewechselt. Sie waren leicht verstimmt, aber ich sagte nur: “Bringt den ‘Panja‘ den Kalender für die Mondzeiten:“ So bis elf Uhr war ‘Amabasya‘, Amabasya ist der Tag, an dem kein Mond am Himmel ist. Ich konnte also mein Bad nicht an einem Amabasya nehmen. Und ihr könnt andererseits kein Puja haben. So musste ich warten. Sie waren erstaunt. Sie sagten, dass sie den Panjan konsultiert hätten und ich fragte: “Welchen?“ Und sie waren sehr überrascht, wie es sein konnte, dass Mutter über Amabasya und all das Bescheid wusste. Es ist so, weil die Weisheit der Unterscheidungsfähigkeit in mir ist. Was immer ihr also tut, in welcher Art auch immer ihr es ausarbeitet, es ist in euch eingebaut. Ihr wisst, wie ihr es machen müsst.
Wenn man zum Beispiel einen Menschen mit einer Nadel sticht, wird er sofort die Hand heben. Wer hat ihm gesagt, dass er das tun soll? Wer hat es ihm gelehrt? Nein, es ist in seinem Bewusstsein eingebaut, dass, sobald er gestochen wird, sofort mit der Hand hinaufgeht, automatisch, in einer Reflexaktion. Genauso ist die Reflexaktion in Bezug auf ‘Auspiciousness‘, die Reflexaktion auf das Gerettetwerden, die Reflexaktion auf alles schon eingebaut. Und sobald ihr Sahaja Yogis geworden seid, beginnt ihr sofort, euch ein Bandhan zu geben und auch anderen. Ihr müsst darüber nicht nachdenken. Es ist eine Reflexaktion. Was immer ihr unternehmen werdet, wird ‘auspicious‘ sein. Was immer ihr unternehmen werdet, wird schön sein. Worum immer ihr bittet, wird schön sein, wie dieser Platz hier. Ihr habt ihn nun und die Leute sind verwundert, wie wir ihn bekommen haben. Aber am Anfang müsst ihr euch entwickeln und meisterhaft werden. Solange ihr nicht reif seid, werdet ihr diese Unterscheidungskraft nicht haben.
Ein Beispiel ist, als wir versuchten in London einen Platz zu finden. Ich ging mit einigen Sahaja Yogis um einen Platz herauszufinden. Ihnen gefielen alle Arten von komischen Plätzen, obwohl die Vibrationen derartig schlecht waren; die Leute spürten das nicht. Ich weigerte mich überhaupt den Ort zu betreten und sagte: “Nein, nein, nein.“ Sie aber: “Das hat Charakter, usw.“ Ich sagte: “Dieser Charakter und all das zählt für mich nicht.“
“Aber Mutter, wie werden wir dann je einen guten Platz finden?“ Ich sagte: „Wir werden einen finden.“ Und so reiste ich mit einem Flugzeug und dort öffnete ich eine Zeitschrift und fand Shudy Camps. Als ich zurückfuhr, sagte ich: “Nun, dies ist unser Platz, lasst uns hingehen und es ansehen.“ Und das war es. So haben wir einen besonders schönen Platz gefunden. Darum sollten wir den Sachen erlauben auszuarbeiten, sollten Geduld haben, die Dinge werden automatisch ausarbeiten, weil nun der gesamte Kosmos mit uns ist. Die gesamte Entscheidungskraft des ganzen Kosmos ist mit uns. Es gibt hier die Vibrationen, die denken können. Die Vibrationen, die leiten, sind mit uns. Die Vibrationen, die organisieren, sind mit uns. Lasst sie uns organisieren. Wir spielen in ihre Hände und dadurch sind wir nicht gebunden, sondern wird uns geholfen.
Zum Beispiel, wenn jemand ein Baby hat, muss sie darauf aufpassen. Aber wenn jemand da ist, die meint: “Lass mich auf dein Baby aufpassen!“ so ist alles in Ordnung. Dann wollt ihr schlafen gehen und jemand sagt: „Keine Sorge, ich bereite ein schönes Bett für dich.“ Ihr sagt: „Wunderbar“ und es entsteht ein schönes Bett für euch und wenn ihr schläft, ist jemand da, um euch zuzudecken. Wunderschön werdet ihr zugedeckt. Dann bemerkt ihr: „In Ordnung, wir werden jetzt ein Bad nehmen.“ Das Bad ist fertig für euch. „Kommt her, nehmt euer Bad.“ Dann wollt ihr eure Pujas haben. In Ordnung, hier ist ein netter Platz für euch, kommt her, ihr bekommt diesen Platz. Ihr wollt ein Ashram haben, kommt her, es ist für euch ein schöner Platz verfügbar, nehmt ihn euch.

Es ist nicht so, dass ihr durch die Vibrationen gefesselt wäret. Das ist der Punkt, auf den ich kommen wollte, denn ihr seid eingeladen und werdet mit großem Respekt behandelt, es wird auf euch aufgepasst und jeder steht euch zu Diensten. Ihr sagt: „Mutter, bitte komme in meinen Kopf. So komme ich in euren Kopf. Ihr sagt: “Mutter, bitte komme in mein Herz.“ So komme ich in euer Herz. Ihr sagt: “Bitte, komm in meine Hände.“ Ich komme in eure Hände. Der gesamte Kosmos ist euch zu Diensten. So als ob ihr nun auf der Bühne wäret und meinen Job tätet. Wenn ihr also denkt, dass ihr in Fesseln gelegt seid, ist das falsch. Es gibt keine Fesseln, im Gegenteil. Diejenigen, die Ganas, Engel, Deitäten sind, bemühen sich alles Mögliche zu tun, um euch zufrieden zustellen, um euch glücklich zum machen. Wenn ihr nun sagt, dass die Kundalini aufsteigen solle, sind sie alle da, um euch zu helfen. Alles, was ihr wollt, kann getan werden. Aber zuerst bracht ihr die Reife. Und für diese Reife muss man verstehen, dass es eine „Kultur des Geistes“ gibt. So wie wir menschliche Kulturen haben, gibt es auch die „Kultur des Geistes“, welche verinnerlicht werden muss. Die Kultur des Geistes muss verinnerlicht werden. Wenn ihr euch gemäß der Kultur des Geistes verhaltet, dann könnt ihr keine Probleme haben. Und das Wichtigste in der Kultur des Geistes ist, dass ihr euch respektieren müsst, weil ihr Yogis seid.
Das zweite ist, dass ihr andere Yogis respektieren müsst, weil sie Yogis sind.
Ich habe euch schon zuvor in Ganapatipule erzählt: Es gab einen Schneider namens Namadeva, der ein Heiliger war. Er ging, um einen anderen zu sehen, welcher ein Töpfer war. Der Töpfer mischte Lehm und Wasser mit seinen Füßen, als Namadeva zu ihm kam und ihn erblickte. Er sah ihn und was er sagte, war: „Nirguna dshabeti ab sagunashi“. Das bedeutet: „Ich kam hierher, um das Formlose, die Vibrationen – ‚Chaitanya‘ zu sehen, das ‚Nirguna‘. Ich kam um Nirguna zu sehen, um Nirguna zu treffen. Aber hier ist es in Saguna. Du bist derjenige, der die Form von Chaitanya ist. Was für ein Lob. Stellt euch vor, wie ein Sahaja Yogi zum anderen sagt: „Oh Gott, ich kam nur hierher, um das Nirguna, das Nirakara zu finden und wen treffe ihr hier, es ist das Saguna, das Formhafte. In der Form, in dir sehe ich nichts außer Chaitanya.“

Das ist der Respekt für einen anderen Yogi. Namadeva war ein gewöhnlicher Töpfer und kein Brahmin und wurde deshalb von den Brahmins nicht gut behandelt. Er musste in den Panjab ziehen. Es heißt aber auch, dass er gerufen wurde und dann dorthin zog, wo ihn Guru Nanak traf. Guru Nanak sagte: “Welch großer Heiliger ist zu uns gekommen“. So behielt er ihn bei sich und sagte: “Du lernst besser Panjabi, weil hier die Leute Maharati nicht verstehen. So lerne Panjabi und verfasse deine Gedichte in Panjabi.“ Und er begann Gedichte in Panjabi zu schreiben. Ich besitze Namdevas „Gathas“, er ist so groß. Die Hälfte ist Panjabi und die Gedichte die er verfasste, sind wunderschön. Sie werden in Guru Granth Sahib, im Tempel gesungen. Ihr wisst, in all diesen großen Tempeln, den Gurudawaras, der Sikhs, haben sie das Guru Granth Sahib. Und darin nimmt Namadeva mindestens ein Zehntel des Guru Granth Sahib‘s ein.

Daneben gibt es Janabai, ein Dienstmädchen, die mit Namadeva arbeitete. Auch ihre Gedichte sind dort. So wie sie sich untereinander respektierten und wie sie sich einander verstanden, war etwas Großartiges. Aber nun ist es genau umgekehrt. Die Leute, die falsch sind, die Geld aus Gott machen, die Betrüger sind, welche den gesamten Zorn und alle Negativität auf diese Welt bringen, um sie zu zerstören, werden von den gewöhnlichen Leuten respektiert. Aber Sahaja Yogis müssen andere Sahaj a Yogi s respektieren, solange sie Sahaja Yogis sind. Solange er Sahaja Yogi ist, muss er respektiert und verstanden werden, das ist sehr wichtig. Das ist die „Kultur des Geistes“, in der wir alle respektieren, die spirituell sind. Auch wenn wir über Gott sprechen. Wir können nicht ungehörige Dinge sagen; wie wir wären. Das können wir nicht sagen. Wir sind Heilige. Wir müssen uns Gott gegenüber sehr respektvoll verhalten. Jeder Platz, der Gott in irgendeiner Weise repräsentiert, muss ebenfalls respektiert werden. Alles was göttlich ist, muss respektiert werden, weil das die Kultur des Geistes ist. Sie respektiert alles, was göttlich ist, alles, was “auspicious“ ist, alles was schön ist. In dieser Kultur sehen wir keine oberflächlichen Dinge. In dieser Kultur fühlen wir uns nicht zu etwas hingezogen, weil es teuer ist, oder weil es mit Pomp, Show und Publicity einhergeht. Was wir in dieser Kultur sehen, ist, inwieweit es Freude gibt. Sogar eine kleine Betelnuss, die mir jemand mit Liebe schenkt, behalte ich bei mir. Wenn ihr mir Diamanten ohne Liebe gebt, sind sie mir überhaupt nicht wert. Sie können verloren oder kaputt gehen, sie sind zu nichts gut.

Die Liebe welche ihr in alles hineinlegt, macht euch zu Sahaja Yogis. Wie ihr zueinander sprecht, wie ihr miteinander umgeht, wie ihr aufeinander aufpasst, wie ihr euere Liebe in reiner Art und Weise mitteilt. Zum Beispiel sollte ein Sahaja Yogi denken: „Oh, ich sollte dieses Geschenk für andere Sahaja Yogis mitnehmen. Ich werde dorthin gehen und dort diesen Sahaja Yogi treffen. Diese und jener wird dort sein“, genauso wie eure Brüder, oder: „Nach so langer Zeit werde ich ihn wieder sehen und es wird so eine nette Sache sein, ihn zu treffen und mit ihm zu sprechen und ihn zu genießen und manchmal auch einen kleinen Scherz mit ihm zu spielen und mit ihm Spaß zu haben.“ Aber die ganze Kultur ist von Liebe geprägt und wenn ihr nicht diesen Sinn von Liebe habt, wenn ihr trocken seid oder mürrisch, oder eine unglückliche Person, dann erinnert euch daran, dass ihr kein Sahaja Yogi seid. Ein Sahaja Yogi muss eine lächelnde, sich freuende Person sein, die andere glücklich macht. Das ist die Hauptsache.

Das nächste Mal werde ich bei Diwali über die spirituelle Kultur sprechen. Aber das ist der Beginn. Ich habe angefangen, über die neue Kultur zu sprechen, die wir akzeptieren müssen. Wir sollten uns nicht schämen, wenn wir unsere Liebe ausdrücken. Wir sollten darüber keine Scheu empfinden, wir drücken unsere Liebe aus und Liebe muss schließlich ausgedrückt werden. Es liegt kein Schaden darin, unsere Liebe auszudrücken. Aber es kommt vor, dass wir am Anfang uns ein bisschen scheu fühlen, weil wir konditioniert sind, wie Liebe auszudrücken sei. Die Leute würden uns missverstehen und sie würden denken, dass wir falsch lägen. Nein, wir sind spezielle Leute. Wir müssen die gesamte Welt verändern, nicht sie uns. Wir müssen eine neue Welt schaffen und sie müssen uns folgen. Wir werden ihnen nicht folgen.

Wir schaffen Könige und Königinnen und wir schaffen alles. So müssen wir es in dieser Art ausarbeiten. Wir sollen nicht ihre Wege und Methoden annehmen, sondern sie beschützen und auf sie aufpassen, wenn sie das erste Mal zu uns kommen. Versucht sie zu behandeln wie ein Vater seinen Sohn behandeln würde. Und dann zieht sie auf, formt sie und gebt ihnen Liebe und lasst sie verstehen, dass wir Menschen von einem komplett verschiedenen Bereich sind, von einem anderen Stil. Wir sind absolut freie Menschen und wir werden vom Göttlichen umsorgt, das Göttliche sieht nach uns, hilft und schmückt uns. So einen privilegierten Platz haben wir. Darum lasst uns die Würde haben und die Moral, dass wir dazu stehen. Wie können wir etwas falsch machen, um uns selbst zu beleidigen. Das geht einfach nicht. Wir sind Yogi-Charas und sollen uns wie Yogis verhalten.
Möge Gott euch segnen.