Shri Krishna Puja, The Witness State

(Italy)


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Shri Krishna Puja. Garlate, Como (Italy), 6 August 1988.

Heute haben wir uns hier versammelt, um Shri Krishna zu verehren. Wir müssen die Bedeutung der Ankunft Shri Krishnas auf unserem Vishuddhi-Chakra begreifen. Wie ihr sehr genau wißt, hat sich Shri Brahmadeva nur ein- bis zweimal inkarniert. Auch Shri Ganesha hat sich nur einmal als Herr Jesus Christus inkarniert. Das Vishnu Tattwa, das Vishnu-Prinzip, ist jedoch sehr oft auf diese Erde gekommen, so wie auch die Göttin sich sehr oft auf dieser Erde inkarnierte. Sie mußten oftmals zusammen arbeiten, und das Mahalaxmi-Prinzip hat mit dem Vishnu-Prinzip gemeinsam gehandelt, um dem Menschen zum Aufstieg zu verhelfen. Das Vishnu-Prinzip ist für euren Aufstieg da, für den Entwicklungsprozeß der Menschheit. Durch diese Ankunft und durch die Kraft der Mahalaxmi konnten wir uns von der Amöbe bis zum Menschen entwickeln. Für uns ist das ein spontanes Geschehen, aber für das Vishnu-Prinzip bedeutet dies, daß es durch die verschiedensten Inkarnationen mußte, um sich zu entwickeln.

Wie ihr wißt, begann die Vishnu-Inkarnation in der Form des Fisches und entwickelte sich bis in den Status von Shri Krishna weiter. Ihm wird nachgesagt, daß Er vollkommen war. Man muß je-doch verstehen, daß Er auf unserem Nervensystem arbeitet und daß Er unser zentrales Nervensy-stem aufbaut. Durch unseren Entwicklungsprozeß wurde unser Nervensystem ausgebaut und dieses Nervensystem hat uns unser Bewußtsein verliehen. Ohne dies wären wir wie Steine geblie¬ben. Doch durch dem Aufbau unseres Bewußtseins, mit dem sich schrittweise ein Chakra nach dem anderen in uns entwickelte, hatte uns dieses Vishnu-Prinzip bis zu der Erkenntnis gebracht, daß wir die Wahrheit suchen und schließlich Sahaja Yogis werden müssen.

Das Shri Krishna Prinzip ist so bedeutsam, daß wir auf dem Status, den man Vishuddhi-Chakra nennt, vollkommenm werden, in dem Sinne, daß, wenn das Sahastrara geöffnet ist und man die Vibrationen fühlen kann, man noch nicht vollkommen ist. Wenn man dadurch schon vollkommen wäre, dann wäre dies das Ende unserer Evolution gewesen; wenn wir an diesem Punkt bereits vollendet gewesen wären, dann wäre auch Sahaja Yoga nicht notwendig gewesen. Es bedeutet vielmehr, daß wir, wenn das Sahastrara einmal geöffnet ist, wieder auf das Vishuddhi-Chakra hinunter müssen, das heißt zu unserem Kollektiv. Wenn die Erleuchtung nicht auf unserem Vishuddhi-Chakra arbeitet, kann man die Vibrationen nicht fühlen. Wie ihr gestern gesehen habt, begannen die Künstler in einer völlig neuen Dimension zu spielen. Das heißt nicht, daß nur ihre Kundalini erweckt worden ist; die Kundalini wurde zweifellos erweckt, aber sie mußte wieder hinunter zu ihrem Vishuddhi-Chakra. Wenn es Mir nicht gelungen wäre, sie wieder zu ihrem Vishuddhi-Chakra hinunterzuleiten, hätten sie ihre Hände nicht mit dieser Geschwindigkeit bewe-gen können und sie hätten auch nicht diese Süße gefühlt, das „madhurya“ Shri Krishna’s und sie hätten es auch nicht manifestieren können.

All dies drückt sich nun durch eure Finger und Hände aus, womit ihr dieses neue Bewußtsein er-reicht, das „madhurya“, die Süße hervorbringt. In allem, in eurer Kunst, in eurer Musik, in euren Gesten, spielen eure Hände eine große Rolle. Aber auch das Vishuddhi-Chakra ist daran betei¬litgt, denn, durch die sechzehn Chakras der Subplexen, kontrollieren sie, wie ihr wißt, unser Ge¬sicht, unsere Ohren, Nase, Augen, Hals, all dies. Infolgedessen könnt ihr große Schauspieler werden, ihr könnt Augen haben, die unschuldig sind, ihr könnt eine Haut haben, die glanzvoll ist, ihr könnt Ohren haben, die die göttliche Musik vernehmen, ihr könnt eine Nase haben, die eure Würde kundtut. So wird sich euer ganzer Gesichtsausdruck entsprechend verändern. Wenn ihr beispielsweise ein harter oder ein hitzköpfiger Mensch seid und euch die Härte oder ähnliches im Gesicht steht, oder wenn ihr wie ein Bettler ausseht, die ganze Zeit schreit oder heult, dann so miserabel ausseht, so wird sich alles ändern und ins Lot kommen, wo ihr so wunderbar ausseht, so attraktiv im göttlichen Sinne und einen Gesichtsausdruck bekommen, in dem Süße liegt.

Auch die Zähne und die Zunge werden vom Vishuddhi-Chakra kontrolliert. So werden auch eure Zähne, wenn sie nicht in Ordnung sind, heil werden. So habe ich euch schon einige Male erzählt, daß Ich niemals in Meinem Leben bei einem Zahnarzt war, und wenn ihr euer Vishuddhi-Chakra in Ordnung gebracht habt, dann braucht auch ihr nicht mehr zu einem Zahnarzt zu gehen. Auch eure Zunge wird sich verbessern, wenn Leute beispielsweise sehr sarkastisch sind, nichts Liebes, sondern immer nur Sarkastisches sagen. Manche Menschen haben eine beleidigende Sprache, manche sind sehr fordernd, wie Bettler, sie haben nichts süßes, keine Würde und keine Selbst-achtung an sich. Manche stottern, andere können nicht auf der Bühne stehen und eine Ansprache halten, all dies fällt ab, sobald sich euer Vishuddhi Chakra verbessert.

Das alles sind äußere Manifestationen, wenn sich das Vishuddhi-Chakra in euch durch die Er-weckung Shri Krishna’s im Vishuddhi-Chakra verbessert. Aber was wirklich passiert, ist, daß ihr zum Zeugen werdet, in dem Sinne, daß ihr alles, was stört, was euch Sorgen, was euch Probleme macht, nur noch beobachtet. Ihr beginnt, es nur als Zeuge wahrzunehmen, ihr beginnt, es zu se¬hen ohne beunruhigt zu werden. Dieses nur sehen, dieser Zeugenstatus hat eine immense Kraft. Was immer ihr seht, ohne zu denken, euer Problem, jedes Problem, wird gelöst. Einst werdet ihr diesen Zeugenstatus, den ihr „tathastha“ nennt, bekommen, was bedeutet, daß ihr an den Küsten steht und beobachtet, wie sich die Wellen bewegen, dann wißt ihr wie die Probleme zu lösen sind.

Euer Zeugenstatus muß sich also verbessern. Ich habe manchmal Leute gesehen, die durch kleine Schwierigkeiten hindurch müssen, um diesen Zeugenstatus zu entwickeln. Dies ist sehr wichtig, daß die Kundalini einmal vom Sahastrara aus nach unten wirkend, euch zu versorgen beginnt, sich an euren Chakras bewegt und so die einzelnen Chakras bereichert. Wenn sie am Vishuddhi Halt machen muß, dann wird sie tatsächlich versuchen, euch in Aufruhr zu bringen. Ihr werdet dann denken „was ist nun passiert, wo mein Leben so gnadenreich und voller Segnungen war?“ Das ist dann die Zeit, wo ihr „Tathastha“, d.h. Zeuge, werden sollt. Wenn ihr Zeuge werdet, dann wird sich alles verbessern. Ihr seid beispielsweise ein Mensch, der an irgend einem Platz arbeitet, so¬bald ihr zum Zeugen werdet, wird eure Aufmerksamkeit nach innen gehen und ihr werdet die Dinge von innen nach außen betrachten. Infolgedessen werdet ihr genau erkennen, was wo falsch ist, und genau so, wie ihr die Kraft des Zeugen erhalten habt, werdet ihr die Probleme, die ihr habt, überwinden.

Die Probleme lösen sich sehr einfach, wenn man weiß, wie man die ganze Situation als Zeuge wahrnimmt, besser als wenn man sich in sie involviert. Das ist auch der beste Status, den man „Sakshisvarupatva“ nennt, den man erreicht, wenn die Kundalini aufgestiegen ist und die Verbin-dung etabliert ist, und die göttlichen Strahlen in das Vishuddhi-Chakra einzufallen beginnen und es bereichern.

Der Name Shri Krishna’s leitet sich von dem Wort „Krish“ ab, was Pflügen bedeutet, das Pflü¬gen der Erde für das Pflanzen der Feldfrüchte. Nun ist Er derjenige, der für uns gepflügt hat, in dem Sinne, daß, wenn etwas sprießen soll, wir dazu vorbereitet sind. Aber es ist so, daß wir Menschen durch viele falsche Dinge unser Vishuddhi-Chakra verunreinigen, so wie ihr gesehen habt, indem wir rauchen, Drogen oder Tabak nehmen und all dieses, sodaß unser Vishuddhi-Chakra streikt. Darüberhinaus wird das Vishuddhi-Chakra auch dadurch verunreinigt, wenn man eine Person ist, die überhaupt nicht spricht, oder die zu viel redet oder die schreit und schimpft, wütend ist und eine laute Stimme hat.

Das erste, was wir in der Benutzung unseres Vishuddhi-Chakras berücksichtigen müssen, ist, daß es für Süße, für „madhurya“ gemacht ist. Wenn ihr jemandem etwas sagen wollt, so versucht, ihm etwas süßes und freundliches zu sagen, übt es! Ich habe Leute in gewissen Gegenden gese¬hen, die eine bestimmte Art der Rede pflegen und die manchmal nicht in der Lage sind, freund¬lich miteinander zu sprechen. Freundlich zu sprechen ist für sie adharmisch (gegen die Religion). Sie glauben fest daran, daß man mit anderen in einer Weise sprechen muß, daß es diese verletzt. Shri Krishna’s Dharma ist es nicht, andere zu verletzen. Entweder Er tötete einen oder Er war süß, dazwischen gab es nichts. Auch ihr habt entweder süß zu den Menschen zu sein oder sie zu töten. Den Part des Tötens sollt ihr besser lassen. Ihr sollt also nur süß sein. Ihr sollt untereinan¬der mit Süße begegnen, vor allem unter Sahaja Yogis, ihr sollt untereinander extrem süß sein. Auch der Umgang mit anderen, ihr sollt ihnen mit Süße sagen, wenn ihr etwas falsches an ihnen findet -„schau, es ist nicht gut, du bist nun zu Sahaja Yoga gekommen, nun sollst du dich so oder so verhalten“.

Shri Krishna’s Leben hat nun eine andere sehr bedeutende Rolle zu spielen. Er kam nach Shri Rama auf diese Erde, der ebenfalls Shri Vishnu war. Als Shri Rama kam, waren die Menschen sehr ignorant, sie hatten keinerlei Vorstellung von Dharma. So wollte Er sie als König das Dharma lehren und so mußte Er sehr ernst sein. Seine Inkarnation war also die eines sehr ernst-haften Vaters, der alle Arten von Aufruhr und Dingen durchmachte, und der den Ruf eines wohlwollenden Königs aufbaute. Demzufolge wurden die Menschen sehr ernst und der Ernst in der Religion begann und der Kult, nachdem Seine Inkarnation beendet war. Die Menschen wurden dann extrem strikt und diese Strenge tötete all die Lebensfreude und dann begannen auch alle anderen Dinge mit dieser Strenge – der Beginn des Brahminismus.

Der Brahminismus begann in Indien als die Menschen den Brahminismus als Geburtsrecht anzu-sehen begannen. Es darf nicht als das Geburtsrecht eines Menschen angesehen werden, ob einer ein Brahmin ist, sondern man muß ein Brahmin werden. Nach der Selbstverwirklichung werdet ihr Brahmins. Dies wurde nicht erst zu Shri Krishna’s Zeit Tatsache, sondern bereits zu Shri Rama’s Zeit. Shri Rama selbst war kein Brahmin, Er veranlaßte eine Person namens Valmiki, der der Shidule Kaste angehörte, und ein Fischer war, dazu, Sein Ramayana zu schreiben. Es ist sehr überraschend, daß er diesen Fischer bat, Sein Ramayana zu schreiben, als dieser noch kein Brahmin war. Er machte ihn zum Brahmin, in dem Sinne wie ihr Brahmins werdet, was bedeutet, daß ihr Brahma kennt. Diejenigen sind die wahren Brahmins, die, die das brahman kennen, und nicht diejenigen, die der Brahmin-Kaste angehören.

Das ist auch der Grund, warum Menschen manchmal sehr ärgerlich werden können, wenn sie so-genannte religiöse Menschen sehen. Wie können diese Brahmins sein, wenn sie sich so pervers verhalten und alle Arten von Sünden entschuldigen. Indem man solchen Religionen oder solchen striken Ideen folgt, kann man sich nicht verbessern. Wenn ihr euch selbst Christen nennt, dann muß eines sichtbar sein, daß ihr keine ehebrecherischen Augen habt. Nun wüßte ich gerne, wie viele Christen darauf Anspruch erheben können. Wenn sie nicht ehebrecherische Augen auf, sa¬gen Wir, Frauen, haben, dann haben sie sie auf andere Dinge. So können wir nicht behaupten, daß wir dadurch, daß wir Christen geworden sind, wirkliche Christen sind.

Gleichermaßen können wir dies von Hindus sagen. In der Hindu-Religion hat Shri Krishna ge¬sagt, daß das Atman in jedem wohnt. Er hat niemals gesagt, daß die Geburt eure „jathi“ (Kaste) bestimmt. Aber unter Hindus glaubt man, daß jeder einer jathi angehört und daß jeder ein sepa¬rates Wesen ist. Einige Menschen werden als hoch und andere als gering betrachtet. Gerade das Gegenteil hat Shri Krishna gepredigt, wenn Er sagte, daß das Atman in jedem ist.

In Sahaja Yoga haben wir nun erfahren, daß, welcher Religion wir auch immer folgen, welchen Dingen man folgt, welcher Idee oder Philosophie, wir alle können realisierte Seelen werden. Es ist also keiner höher und keiner niedriger. Aber sehr viele Menschen denken, daß das was sie tun, korrekt, und das was alle anderen tun, falsch ist. Aber alle Menschen, die so denken, mögen di¬rekt zur Hölle fahren, weil sie nicht an die Wahrheit heranreichen. Die Wahrheit ist, daß ihr re¬alisierte Seelen werden sollt, und wenn ihr keine realisierte Seele seid, seid ihr niemand vor Gott. Ihr müßt in das Königreich Gottes eintreten. Christus selbst hat gesagt, „ihr müßt in das König¬reich Gottes eintreten, ihr müßt wiedergeboren werden und wenn ihr nur Christus, Christus ruft, werde Ich euch nicht erkennen“. Er sagte dies ganz offen. Er hat euch gewarnt. Mohamed Sahib selbst sagte, wenn die Zeit des Kayama (Auferstehung) kommt, werden eure Hände sprechen. Er hat auch ganz klar gesagt, „bis zu dieser Zeit werdet ihr all diese Rituale tun, wie … Rosen¬kränze und alles dies. Wenn aber das Kayama kommt, wenn ihr eure Auferstehung erhaltet, dann sollt ihr das nicht mehr tun.“ Er hat es ganz klar gesagt; aber niemand versucht das Kayama her¬auszufinden, sie versuchen nur Fehler bei diesen oder jenen zu finden und sich gegenseitig zu bekämpfen.

Nun, diese Zeit der Auferstehung, hatte Er schon angemerkt, wird sein, wenn eure Hände spre¬chen werden, das ist in Sahaja Yoga. Danach habt ihr also keinerlei Rituale mehr auszuführen. Ihr seid nun ein „pir“ (eine realisierte Seele) geworden, wie Er gesagt hat. Einst werdet ihr ein „whalli“ sein und ihr sollt all diese Dinge nicht mehr tun und ihr werdet „Dharmateeta“. Dies ist auch in der indischen Philosophie von Shri Krishna gesagt, daß ihr ein „Dharmateeta“ werdet. Ihr werdet jenseits aller Religion sein, was bedeutet, daß die Religion ein wesentlicher Teil von euch wird. Ihr sollt keine äußerlichen Religionen mehr haben, die keinen Nutzen (mehr) haben. Das wurde ganz klar gesagt. Shri Krishna hat es so klar gesagt, wie nur irgend ein Mensch es sagen konnte. Sehr, sehr klar, daß ihr jenseits eurer Gunas (Energiekanäle), jenseits eurer Dharmas, was bedeutet, daß ihr ein Mensch werden sollt, der inwendig religiös ist. Das heißt nicht, daß ihr nur äußerlich ein Mensch wie ein Christ, Hindu, Moslem werden sollt, ihr sollt es von innen her¬aus werden.

Was ihr demzufolge gesehen habt, werdet ihr einst von innen heraus werden, was Shri Krishna gesagt hat, und Ich brauche euch nicht mehr zu sagen „trinkt nicht, tut das nicht, tut jenes nicht“, nichts mehr. Ihr tut es einfach nicht mehr, und ihr versteht es so gut, daß man dies und jenes nicht tun soll.

Shri Krishna kam, um all diese Arten von rituellem religiösem Unsinn zu beseitigen. Es war ein sehr wichtiges Erscheinen, aber Ich weiß nicht, wieviele Menschen dies verstanden haben. Er kam, um uns zu zeigen, daß alles „Leela“, ein Spiel Gottes, ist. Was muß man dabei so ernst sein? Was muß dabei so rituell sein? Man kann Gott nicht an irgend ein Ritual binden. Das war der Grund, warum Er auf die Erde kam, um euch zu sagen, daß ihr nicht versuchen sollt, euch durch unsinnige Rituale binden zu lassen.

Das war Seine Lehre, vor so langer Zeit, Er lehrte dies vor sechs Tausend Jahren. Aber ihr seht dies heute noch, in jeder Religion sind so viele Rituale am Werke. Immer, wenn die Inkarnatio¬nen starben, begannen die Menschen Rituale, kurioses Zeug, sogar als Shri Krishna starb, wußten sie nicht, was sie nun tun sollten. Er sagte, „keine Rituale mehr … spielt Holi, seid glücklich, fröhlich, tanzt und singt“, das sagte Er. Nun, was tun? Wenn Er nun so gesagt hat, so begannen sie mit einer neuen Sache. „Laßt uns auf romantisch setzen“. Die Menschen verstehen es, alles zu pervertieren. Niemand kann ihnen das verwehren. Also ließen sie Ihn aussehen wie eine romanti¬sche Persönlichkeit, die Ihre Romanzen mit Radha hat. „Ra – dha“, „Ra“ bedeutet Energie, „dha“ ist diejenige, die die Energie aufrechterhält. Und nun zeigen sie Romanzen mit Ihr. … Sie war Mahalaxmi selbst! Sie zeigen Seine Beziehung mit Mahalaxmi so, als wären sie Mann und Frau. Da waren auch einige Dichter, die sie als Mann und Frau, und allen möglichen Unsinn zu be¬schreiben begannen.

In einer göttlichen Beziehung gibt es nichts wie Mann und Frau. Dort ist die potentielle Energie (die weibliche Kraft) und die kinetische Energie (die männliche Kraft). Da gibt es keine solche Beziehung, wie Menschen sie zu machen versuchen. Die Menschen haben die Angewohnheit, alle göttlichen Inkarnationen auf ihren Level herunterzuholen. Am besten kann man dies bei den Griechen sehen, die alle großen Inkarnationen auf ihren eigenen Level herab gezogen haben. Auf die gleiche Weise konnten sie auch mit Shri Krishna nicht viel anfangen, und so sagten sie, „gut, machen wir eine romantische Persönlichkeit aus Ihm, das wird uns entgegenkommen“.

Das kam vielen schrecklichen Menschen entgegen. Da war Wanhabin Laknow, der 365 Frauen hatte und der sich wie Shri Krishna und manchmal wie Radha kleidete und tanzte und er sagte, „Nun bin ich Shri Krishna geworden“. Viele Gurus kamen als Shri Krishna, die Flöte spielend, die jeden als ihre Gopis bezeichnen; sie heiraten nicht und tun allerhand Unsinniges. Es gibt auch heute viele Gruppierungen, die sich ähnlich verhalten. Brahma Kumaris und all diese, wo es einen Krishna gibt und alle übrigen sind Gopis und Gopas, sie heiraten nicht und machen aller¬hand Unsinn. Dieses nicht heiraten ist absolut absurd und pervers und wirft auf Shri Krishna ein schlechtes Licht.

Shri Krishna war Yogeshwara. Er war Yogeshwara. Er war so losgelöst, daß einst Seine Frauen, die Seine Kräfte waren, sagten, „wir wollen hinübergehen und einen besonderen Heiligen vereh¬ren“. Er sagte, „gut, warum sollt Ihr nicht gehen?“ Sie sagten, „Nein, der Fluß führt Hochwasser und Wir wissen nicht, wie Wir ihn überqueren sollen“. Er sagte „gut, geht und sagt dem Fluß, Wir wollen hinüber und einen gewissen Heiligen besuchen und Shri Krishna hat gesagt, daß du abschwellen sollst. Wenn Shri Krishna Yogeshwara ist, und wenn Er keine Frau gehabt hat, dann weiche zurück.“

So gingen sie zum FLuß und sagten: „Wenn Shri Krishna keine Frau gehabt hat und Er Yo¬geshwara ist, dann bitte weiche zurück“. Und der Fluß schwoll ab. Da waren sie sehr erstaunt, daß „Er vorgab unser Ehemann zu sein und noch Yogeshwara ist. Er ist so losgelöst!“ Sie durch¬querten den Fluß und verehrten den Heiligen. Dann sagte der Heilige „Nun könnt Ihr heimkeh¬ren“.

Als Sie zurückkamen, führte der Fluß wieder Hochwasser. Also gingen Sie wieder zurück zu dem Heiligen und sagten: „Nun, wie sollen Wir zurückgehen?“ Er sagte, „Wie wart Ihr gekommen?“ Sie sagten: „Shri Krishna sagte: „Geht und bittet den Fluß, wenn Ich Yogeshwara wäre, dann schwelle ab““. „Gut, so geht und sagt dem Fluß, daß der Heilige bislang nichts gegessen hat und daß er davon absolut lösgelöst sei, dann wird der Fluß abschwellen“. Sie waren darüber sehr er¬staunt, denn sie brachten ihm zu essen, und er hatte alles aufgegessen und er tat alles.

Sie gingen zum Fluß und sagten, „Oh Fluß, der Heilige aß niemals, er war absolut losgelöst von aller Nahrung, er berührte die Speisen nicht“. Und der Fluß schwoll ab.

Da waren sie sehr erstaunt, „Wie gibt es das, der Heilige aß alles und aß niemals?“ Das bedeutet, er war in „Aswadha“, er war nicht in das Essen involviert, er war losgelöst und Sie waren sehr überrascht. Es sieht aus der menschlichen Perspektive wie eine Lüge aus, es ist aber keine. Es ist keine Lüge. Es ist ein Faktum. Er ist Yogeshwara und er ist so losgelöst.

Menschen begreifen Göttlichkeit nicht und sie denken, „wie kann es sein, daß eine Person 16 000 und fünf Frauen hat, und dennoch nicht verheiratet ist?“ Shri Krishna war dies möglich, da Er Yogeshwara war. Das sollt ihr alle auch werden, Yogeshwara. Ihr seid verheiratet, ihr habt Kin¬der. Ich bin froh darüber, daß ihr verheiratet seid, da dies glückverheißend ist, damit zu begin¬nen. Aber ihr sollt euch nicht in eure Familie involvieren, mein Kind, meine Familie! Ich habe viele Leute zu Sahaja Yoga kommen sehen, sie heiraten und gehen verloren! Für sie gilt nun, da sie verheiratet sind: „Ich genieße nun meine Familie und kümmere mich um meine Familie“. Das ganze Universum ist nun unsere Familie, es ist nicht nur meine eigene Frau und meine Kinder, sondern das ganze Universum ist unsere Familie. Das versuchte auch Shri Krishna mit Seinem Leben zu verdeutlichen, daß das ganze Universum unsere Familie ist. Ihr seid ein universales Wesen. Das ist es, was Er dadurch predigte, daß ihr ein universales Wesen seid und daß ihr ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen seid. Wenn ihr ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen seid, dann wird der Mikrokosmos zum Makrokosmos.

Das soll nicht nur ein Vortrag sein, sondern es muß in euch etwas passieren. Ihr habt euer kol-lektives Bewußttsein zu entwickeln. Das ist das Geschenk Shri Krishnas, weil Er im Gehirn zur Virata wird. Wir haben nun drei Identitäten in uns: im Herzen ist Shri Shiva, im Gehirn ist Shri Krishna, die Virata, und in der Leber Shri Brahmadeva. Wir haben also drei Identitäten und im Magen, im Void, wie man sagt, sind alle Guru Tattwas (Prinzipien), alle großen Gurus von Adinath, Mohamed Sahib und andere bis zu Shirdi Sainath residieren dort. Alle zusammen bilden das Guru-Prinzip, das wir kürzlich in Andorra verehrten.

So wie Sie alle zusammenhängen, wie Sie alle zusammen ausgearbeitet haben und euch in den Zustand des Zeugen gebracht haben, ist sehr wichtig.

Nun muß euer Vishuddhi-Chakra verbessert werden. Vor allem, dieses Geschäft des Sich-schul-digfühlens war zu heftig gestern, Ich sage euch, daß es unmöglich war, es auszureißen. Es gibt nichts, worüber man sich schuldig zu fühlen hätte. Es ist eine Mode, nichts als eine Mode. „Es tut mir leid“ von morgens bis abends, „Es tut mir leid, es tut mir leid“. Was tut euch leid, daß ihr ein Mensch oder daß ihr ein Sahaja Yogi seid? Man muß zu sich auch sehr freundlich sein. Die¬ses dauernde „es tut mir leid, ich hätte dies oder jenes nicht tun sollen“, immer dieses Bedauern und dieses sich schuldig fühlen, es verunreinigt das linke Vishuddhi. Wenn euer linkes Vishuddhi verunreinigt ist, dann ist euer Krishna-Prinzip nicht mehr vorhanden. Dann könnt ihr das Kollek¬tiv nicht fühlen, dann könnt ihr auch nicht fühlen, was mit euch falsch gelaufen ist.

Wenn ihr schon unbedingt sagen müßt, daß es euch leid tut, dann sagt es zu Gott und sagt es da¬nach nicht mehr. Seht es an. Was immer ihr unrechtes getan habt, gut, blickt es an. Das war falsch, gut … es soll nie wieder getan werden. Argumentiere nicht damit, und fahre nicht fort damit. Blicke es nur an und sage, es war falsch, und ich will es nicht mehr tun. Dann Schluß da¬mit. Ihr seid nun, nach alldem, Heilige. Ihr sollt „whallis“ werden. Ihr seid nun realisierte Seelen geworden, ihr seid nun „Atmajas“. Ihr habt Brahmachaitanya erhalten, ihr habt gesehen, daß auf euren Häuptern Licht war, ihr habt den Beweis dafür.

So muß Ich euch kein zweites Zertifikat geben. Das einzige ist, daß ihr eure eigene Position bes¬ser versteht und ihrer bewußt werdet wie Shri Krishna gesagt hat, ihr sollt euch eures Selbst be¬wußt werden. Zuerst die Selbst-Verwirklichung erhalten und dann der eigenen Position bewußt werden. Dann werdet ihr erstaunt sein, wie ihr reine Aufmerksamkeit und reines Verständnis entwickelt.

Es ist absolut eine leichte Sache so zu tun, sobald ihr erkennt, daß ihr den Zeugenstatus erreicht habt. So versucht bitte, euch zum Zeugen zu machen. Wenn ihr etwas seht, geht in das gedanken-freie Bewußtsein. Das ist eure Fluchtburg. Denkt nicht! Seht die Schönheit, die dort ist, wie sie fließt, beobachtet nur, wie diese Bäume still stehen und euch alle nur beobachten. Seht sie an, ab-solut still, nichts bewegt sich. Sie erlauben es nicht einem Blatt, sich zu bewegen. … laßt es ge-schehen. Bis die Brise aufkommt, die Mutter läßt die Brise aufkommen, bis dahin verhaltet euch ruhig und beobachtet. Wie diese Berge, wie sie unentwegt alles beobachten und Freude und Schönheit aussenden. In gleicher Weise sollen wir Zeugen werden. Wir brauchen nicht so viel zu reden, wir müssen nicht stumm sein, aber in unserer Mitte sollten wir die ganzen Dinge als „Leela“ beobachten. Deshalb wird Er auch als „Leeladhara“ bezeichnet, was bedeutet, daß Er derjenige ist, der „Leela“ von Personen aufrechterhält.

Es macht euch nicht verrückt, es macht euch nicht komisch, aber es macht euch froh. Alles was euch froh macht, ist das Vishnu-Prinzip von Shri Krishna. Ich hoffe, daß sich von nun an alle un-seres Vishnu-Prinzips erfreuen werden, so wie wir uns vorher bei der Meditation erfreut haben, weil wir, wenn wir meditieren, in das gedankenfreie Bewußtsein gehen. Wir wachsen nur, wenn wir im gedankenfreien Bewußtsein sind, ansonsten können wir nicht wachsen. Wir können nicht gedankenfrei bewußt werden, ohne zu meditieren.

Alle die, die auf ihrem Lebensweg in irgend einer Beziehung etwas erreichen wollen, z.B. große Künstlerschaft, große Wissenschaft oder sonst etwas Großes, in Sahaja Yoga ist es wichtig, daß ihr meditiert, sonst wird die Kundalini absteigen und ihr werdet all eure Talente verlieren. Das ist eine Tatsache, die gesagt werden muß, und ihr habt gesehen, wie sich die Menschen transformiert haben.

Manchmal kann es aber auch nur sehr vorübergehend sein und dann abwärts gehen, wenn die Leute es nicht aufrichtig wollen. Ich wünsche euch allen das sehr große Glück für euren Zeugen¬status. Im Zeugenstatus drücken wir uns in keiner Weise irgendwie komisch aus, sondern achten nur auf uns selbst.

Da es ausschließlich nur wir selbst sind, die die Probleme schaffen, sind es auch nur wir selbst, die sich von sich selbst lösen können, die diese Probleme sehen und lösen können. Durch Gottes Gnade, wie Ich weiß, werdet ihr alle sehr stark wachsen und dann kann dieser Status erreicht werden. In jedem Status, ob er ein Segen, ein Fortschritt oder ob er gar ein Aufruhr ist, habt ihr seetüchtig zu sein. Ein Schiff, das seetüchtig ist, kann nicht nur allen Arten von wunderbaren Reisen sondern auch Aufruhr und sogar Stürmen ins Auge schauen.

Möge Gott euch segnen!