Mahashivaratri Puja, Four Nadis of the Heart

(Italy)


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Mahashivaratri Puja. Chianciano Terme (Italy), 16 February 1991.

Wir sind hier heute zusammengekommen, um Sadashiva zu verehren, der in uns reflektiert ist als Shiva, als der Spirit. Er ist in unseren Herzen reflektiert. Und wie ihr gesehen habt, war es das Ziel unseres Lebens, den Zustand des Geistes zu erreichen. Neulich las ich einige Bücher, wie es gemacht wurde, die Selbstverwirklichung zu erlangen, um den Spirit zu erfahren, – und wie die Leute gemartert wurden. Zuerst wurden sie aufgefordert, auf die eine oder andere Weise den Körper zu verneinen, ihm zu trotzen und ihn zu verdammen. Wenn der Körper aber nach Bequemlichkeit verlangt, haben sie zunächst versucht, auf dem Teppich zu schlafen, nicht auf dem Bett, doch das war nicht genug.

Dann muss man vom Teppich auf eine Matte, doch noch immer war es nicht genug. Von hier begibt man sich herunter auf die Mutter Erde, um auf der Mutter Erde zu schlafen. Wenn dann der Körper noch immer nicht in Ordnung ist, beginnt man auf Stein zu liegen. Aber trotz allem ist der Himalaya noch weit entfernt, denn Shiva residiert am Kailash. Also begibt man sich in den Himalaya und schläft am Eis, das war die geringste Anforderung. Als nächstes wurde gesagt, wenn man gutes Essen liebt, Köstlichkeiten schätzt oder gerne viel isst: Verzichte auf alles, was du gerne hast, verzichte auf alles so wie wenn z. B. die Italiener keine Pasta essen dürften. Verzichte darauf doch das ist nicht ausreichend. (Shri Mataji bezieht sich im Folgenden auf die erfolglosen Bemühungen der früheren Yogis, was nicht als Handlungsanweisung für Sahaja Yogis zu verstehen ist!)

Danach beginnt man Dinge zu essen, die sehr bitter sind, wie im Zen-System. Man bekommt etwas zu essen, das absolut bitter oder absolut süß ist, um die Zunge daran zu gewöhnen. Aber immer noch ist der Magen da. Wenn du also zuviel isst, so faste einen Tag. Ist das nicht genug dann faste sieben Tage, dann vierzig Tage … aber dann ist man bereits am Ende. So musst du Buße tun für das Nirvana. So wie die Dinge liegen, bekommst du dein Nirvana, weil du erledigt bist, und dann ist nichts mehr übrig, nichts außer Knochen, und diese Knochen werden dann Nirvana. Infolgedessen tritt der Tod ein, damit bist du erledigt und das ist Nirvana, darüber besteht kein Zweifel. Weiters lebst du nicht in einem Haus, denn ein Haus bedeutet Komfort. Gib deine Frau auf, gib deine Kinder auf, gib jeden auf. Zum Anziehen trage nur etwas, das wie ein Tuch umgebunden wird, gehe herum und erbettle Almosen von den Leuten. Auch mit dieser Kleidung hast du aber immer noch Probleme, weil du an deiner Kleidung hängst. Also gehe in den Himalaya, wo dich niemand sehen kann. Ziehe deine Kleider aus und in dieser Kälte stelle dich hin, am ganzen Körper zitternd. Dann bekommst du dein Nirvana, so wie die Dinge liegen erreichst du Nirvana. Alle diese Bedingungen wurden aufgestellt, um zunächst einmal die Bedürfnisse des Körpers zu zerstören. Befehle deinem Körper: Nein! Hör auf! Verlange nichts, strebe lieber nach deinem Nirvana! Die zweite Sache war es, den Verstand zu zerstören, der einen empfindlich macht für die Dinge der Freude. Angenommen, du wünscht etwas sehr stark, so musst du es verneinen, verneine das. Zu allem, was dir dein Verstand sagt, musst du entgegnen: nein, nein, nein…Und dann kannst du darüber diskutieren, nur diskutieren, über das Nirvana. Bevor alledem bist du nicht einmal Wert, über das Nirvana zu diskutieren.
Als ich dieses Buch las, sagte ich: ich gebe es auf, es ist zu viel. Aber in Sahaja Yoga ist es genau umgekehrt; – so wie wenn man zuerst das Dach eines Gebäudes baut und dann das Fundament. Das Öffnen des Sahastrara war die erste Sache, die stattgefunden hat, und dann, im Licht des Sahastrara, müsst ihr euch. selbst beobachten und auf euch selbst schauen. Allmählich verbessert sich die Selbst- Beobachtung. Durch Vibrationen ist zu erkennen, warum ich das mag, warum meine Aufmerksamkeit zum Komfort geht, warum meine Aufmerksamkeit auf das Essen geht, warum auf meine Familie, warum auf meine Kinder, wo es doch darum geht, das Höchste zu erreichen. So beginnt ihr, euch selbst zu beobachten, dann merkt ihr auch an euren Vibrationen, dass mit euch etwas nicht stimmt. Dann versucht ihr, nicht die anderen zu sehen, was mit den anderen nicht stimmt, ihr beginnt euch selbst zu sehen. Denn es ist euer eigener Aufstieg, den ihr vollenden müsst. Aber in früheren Zeiten wurden all diese Dinge individuell durchgeführt, also wenn jemand begann, den Pfad des Nirvana zu beschreiten, begab er sich in „Ekas“(?), an einsame Plätze; weg von allen Leuten, ihnen ausweichend und nichts mit ihnen zu tun haben wollend erreichte er diesen Aufstieg, die Selbstverwirklichung, nur für sich selbst. Es war nicht für die anderen. Daraufhin benahm sich dieser Gentleman sehr exklusiv. Er war nicht bereit, zu irgendjemandem zu sprechen, noch irgendjemanden zu treffen, und er saß irgendwo auf der Spitze eines abgelegenen Berges. Jemanden, der ihn zu treffen versuchte, würde er mit Steinen bewerfen, viele hässliche Dinge sagen und nie bereit sein, diese Person zu treffen. Aber Sahaja Yoga ist nicht das gleiche. Sahaja Yoga ist der Aufstieg des Ganzen. Diese Art der Einzelvollendungen führte die Menschen nirgendwo hin. Die Heiligen versuchten natürlich, zu den Leuten zu sprechen und ihnen über die Selbstverwirklichung, über Gott, über Rechtschaffenheit, über das System der Wertigkeit zu erzählen, aber auch sie wurden als etwas Fremdartiges angesehen und wurden gequält und in Schwierigkeiten gebracht.

Also auf der Stufe des individuellen Aufstiegs konnten sie nichts für andere tun, außer darüber zu sprechen und ihnen davon zu erzählen bis Sahaja Yoga kam. Sogar darüber zu sprechen war verboten. Bis zum 12. Jahrhundert sprach in Indien niemand davon zur Öffentlichkeit. Alles war in Sanskrit verfasst, in sehr schwierigen Sanskrit-Büchern, welche nur wenigen hohen Geistern zugänglich waren, nur sehr wenigen erklärt wurden, an eine kleine Anzahl von Leuten. Aber das Realisation – Geben wurde abgelehnt. Jeder Meister hatte nur einen Schüler, und es gab nur den individuellen Aufstieg, das individuelle Ausarbeiten. solch ein Schüler wurde von den anderen abgeschieden und im Geheimen gehalten und er arbeitete es an ihm aus. Sein Meister sagte ihm bloß, dass er Gedichte schreiben möge, vielleicht sprach er auch darüber, vielleicht erzählte er ihm auch, was die Freude ist, aber er hatte nicht das Recht, irgendjemand die Realisation zu geben; er wusste nicht einmal, wie man die Realisation gibt. Daran könnt ihr nun sehen, wie weit ihr gekommen seid. Ihr habt eure Selbstverwirklichung bekommen, ohne viel aufzugeben. Ihr könnt in einem viel breiteren Maß arbeiten, ihr könnt die Selbstverwirklichung an andere geben, ihr wißt über das ganze subtile Wissen von Sahaja Yoga bescheid, – aber heute werde ich euch etwas mehr darüber erzählen, was wir zu tun haben. Es ist sehr wichtig zu wissen, denn es gibt Leute – wie berichtet wurde – die Sahaja Yoga betreiben als ob sie in die Kirche gehen würden. Aber es kommt nicht von ihren Herzen. Und das .Herz ist der Sitz des reinen Geistes, ist Shiva in uns. Darum ‚müssen wir mehr über das Herz wissen, das ist sehr wichtig.
Ihr alle kennt die drei Nadis in uns, Ida-, Pingala- und Sushumna, aber im Herzen gibt es vier weitere Nadis. Und einer davon geht in das Mooladhara. Und wenn man die Grenzen des Mooladhara überschreitet, führt das zur Hölle; darum wird gesagt, dass Shiva der Zerstörer ist. In Wahrheit bittet ihr um eure Zerstörung, und wenn ihr um Zerstörung bittet, bekommt ihr sie. Selbst wenn alles zerstört wird, was ich euch soeben beschrieben habe, ist es wie wenn eine Frucht entstehen soll, die Blütenblätter aber zerstört aussehen. Genauso habe ich, wenn ihr so wollt, viele von euren Eigenschaften zerstört, eure Konditionierungen, euer Ego, euren Rassismus, euren Fanatismus, all das wurde durch Sahaja Yoga zerstört. Das alles muss zerstört werden, damit die Schönheit zum Vorschein kommt. Wenn also eure Mariadas in bestimmten Punkten überschritten werden, geht ihr in Richtung Zerstörung. In vier Richtungen sind die Zerstörungen ausgebildet genauso wie es vier Nadis gibt.

Was muss also getan werden? Wie können wir die Zerstörung durch den ersten Nadi die zur Hölle führt, stoppen? Eine der Qualitäten von Shiva ist, dass er unschuldig ist. Er ist extrem unschuldig, er ist unschuldig wie ein Kind. Er ist die personifizierte Unschuld. Wir müssen unsere sinnliche Begierde auflösen, auflösen in der Unschuld, im Ozean der Unschuld. Ihr müsst sie auflösen im Ozean der Unschuld. Unschuld ist etwas zu Verehrendes, etwas, das man verstehen muss, etwas, woran man sich erfreuen kann, wie wenn man Tiere sieht, die sind unschuldig, wenn ihr Kinder seht, sie sind unschuldig; Blumen, sie sind unschuldig. Lenkt eure Aufmerksamkeit auf all diese Dinge. Das Beste, was ihr während des Spazierens auf der Straße sehen könnt, ist höchstens einen Meter groß. Ihr seht in dieser Höhe all die Blumen, das schöne Gras, all die Kinder in dieser Größe, welche die Besten sind. Die Leute, die größer sind, braucht ihr nicht sehen, bleibt auf dem Niveau von einem Meter. Ihr seht die Füße der Menschen, das ist in Ordnung, aber schaut nicht in die Augen von Leuten, die nicht unschuldig sind. Löst einen dahingehenden Wunsch in der Unschuld auf. Und dieses Mooladhara welches unschuldig ist, ist nicht tot, erledigt, sondern es ist unschuldig, es ist rechtschaffen, es verkörpert die Qualitäten Shri Ganeshas. Es ist rein. Wenn ihr also auf dieser Welt seid, wenn ihr auch wie Menschen lebt, sogar, wenn ihr Kinder habt, seid ihr noch immer unschuldig. Genauso wie einst die Frauen von Shri Krishna. Er hatte 16000 Frauen und fünf weitere. Die 16000 waren seine Kräfte und die fünf die Elemente. Sie sollten zu einem großen, berühmten, ich kann sagen Heiligen gehen, einem Maharishi, der gekommen war, um zu ihm zu beten. Sie wollten gehen, ihn zu sehen und ihm Ehrerbietung zu erweisen; deshalb fragten sie Shri Krishna um Erlaubnis. Aber als sie gingen, sahen sie, dass der Fluss Hochwasser führte, so überflutet war, dass sie nicht hinüber konnten. Sie kamen zurück und sagten: Wie können wir den Fluss überqueren, es ist überall Hochwasser? Da sprach Krishna: “In Ordnung, geht nur und sagt: Wenn Shri Krishna Yogeshwara ist und wenn er bezüglich Sex absolut unschuldig ist, dann weiche zurück! “. Sie sagten: Wie können wir das, wir sind so viele Frauen, worüber spricht er? So gingen sie hin und sprachen dies zum Fluss, und der Fluss wich zurück, und sie waren erstaunt, dass ihr Gemahl all diese Dinge gesagt hatte. Sie gingen hinüber und huldigten dem Rishi, und als sie zurückkamen, führte der Fluss wieder Hochwasser. Also kehrten sie zum Rishi zurück und sagten: Wie können wir den Fluss überqueren, denn er führt Hochwasser? Er fragte: Wie seid ihr herübergekommen? – Und sie erzählten die Geschichte von Shri Krishna. Und sie hatten diesem Rishi Speisen und Früchte zu essen gegeben, er hatte viel gegessen, und sprach nun: In Ordnung, geht und sagt diesem Fluss, dass dieser Rishi überhaupt nichts gegessen hat! Sie sagten: Wie kann das sein, gerade erst hast Du vor unseren Augen gegessen? Er sprach: Geht nur und seht! Sie gingen zurück und sprachen dies zum Fluss, und der Fluss wich wiederum zurück. Man kann also in dieser Welt leben, ein Ehemann oder eine Ehefrau sein, verheiratet oder was auch immer sein, und doch diesbezüglich unschuldig sein, absolut unschuldig. Das ist das Zeichen eurer Reinheit.

Der zweite Nadi, der zweite Kanal, der euch zur Zerstörung führen kann, ist der Wunsch. Das ist der Grund, warum Buddha gesagt hat, dass Wunschlosigkeit der einzige Weg ist, dass Leute nicht alt, nicht krank und nicht ängstlich werden. Nun, dieser Wunsch, den wir haben: Ich will das…ist im Westen viel stärker als sonst wo, weil die Unternehmer jeden Tag neue Dinge produzieren, beispielsweise die Haartracht. Die Frauen wollen also diese oder jene Perücke kaufen. „Es ist mein Wunsch, diese Perücke zu besitzen, um sie aufzusetzen.“ Eine andere wieder sagt: „Gut, und ich muß jene haben!“ Und ein Wunsch für Männer ist: „Oh, wenn er einen Rolls Royce besitzt, warum sollte ich nicht auch einen haben!“ Sie können sich nicht an jemandes anderen Rolls Royce erfreuen. Es muss mein eigen sein, ich muss es in meinem Besitz haben. Wünsche können von jeder Art sein, nicht nur materiell. Wünsche können auch ziemlich mental sein. „Ich muss diese Frau besitzen, ich muss dieses Kind besitzen“. Alle Arten von Besitztümern arbeiten in euch als Wünsche. Ich würde nicht sagen, dass Verhaftung (Attachment) der Grund ist, es ist nicht Verhaftung, sondern nur der Wunsch, mehr zu besitzen. Indem man fortfährt, Dinge anzuhäufen und Dinge zu erhalten, wird man sich auch weiterhin nicht glücklich und zufrieden fühlen.

Was ist nun der Grund für diese Art von Wunsch? Es kommt davon, dass der Wunsch nicht rein ist, dass er ein unreiner Wunsch ist. Es ist ein unreiner Wunsch, und wenn solch ein Wunsch zu wirken beginnt, kann man beliebig weit gehen, wie Saddam Hussein, wie Hitler. Es ist nichts als ein Wunsch absolut jenseits aller Grenzen. Andere dominieren zu wollen ist eine weitere Art Wunsch. All diese Wünsche führen euch letztendlich zu eurer Zerstörung. Denn da ist keine Freude, da ist kein Glück. Wenn ich jetzt z.B. einen San will, möchte ich also einen San kaufen, und meine ganze Aufmerksamkeit wird darauf gerichtet sein, wie ich diesen San bekomme: Ich muss diesen San haben und dieses und jenes…Die Aufmerksamkeit wird verunreinigt, gestört. Durch ein unsinniges Ding wie einen San wird die Aufmerksamkeit, die eigentlich erfreuen sollte, den Spirit erfreuen sollte, den Spirit nähren sollte, wird wegen der Wünsche gestört. In erster Linie wird die Aufmerksamkeit gestört, weil wir nicht unschuldig sind. In zweiter Linie kommt die Aufmerksamkeit in Unruhe, weil wir Wünsche haben. Was wir also tun sollten, soweit es Wünsche betrifft, ist, uns schöne Dinge zu wünschen. Wir können unseren Wunsch verwandeln, vom materiellen Wunsch in Ästhetik. Ich will nur ein Ding haben, das wahrhaftig ästhetisch reich ist. Denn das ist die Qualität von Shiva, dass er allen Dingen Ästhetik verleiht. Nun, angenommen dieses hier (Mikrophon) sieht sehr schmucklos, einfach, mechanisch aus. Wenn es aber Shivas Aufgabe wäre, hätte er es irgendwie schön gestaltet. Die Qualität Shivas ist also, dass er alles verschönert, was von Brahmadeva geschaffen und von Vishnu entwickelt wird. Er ist derjenige, der die subtile Arbeit leistet, Ästhetik zu schaffen. Ihr seht meine Fotos oft mit so vielen Lichtern; das ist alles sein Werk, er macht es. Er wirft Lichter in so einer Weise, er arbeitet in so einer Weise – er will euch nur von mir überzeugen. Es ist seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist also, Ästhetik zu schaffen. Ästhetik des Benehmens, Ästhetik der Poesie, alles, was geschaffen wird, wird schön und gibt Freude durch Shiva, das ist seine Qualität. Was immer ihr also wünscht, wenn ihr beginnt, es zu verwirklichen, mit dem Wunsch nach einem geschmackvoll handgemachten, hübschen Ding, werdet ihr nach und nach sehen, dass es zu Vibrationen führt, weil alle schönen Dinge Vibrationen haben. Und um Vibrationen zu bekommen müsst ihr den reinen Wunsch entwickeln. Dieser verrückte Wunsch also, welcher euch verrückt macht, und der so stumpf und langweilig ist, wird zum reinen Wunsch, denn ihr müsst all eure Wünsche in Vibrationen auflösen. Ihr werdet nach einiger Zeit anfangen, nichts als Vibrationen zu wünschen. Ihr werdet nichts kaufen, das keine Vibrationen hat; ihr werdet mit niemandem sprechen, der keine Vibrationen hat. Wenn jemand (schlechte) Vibrationen hat, werdet ihr einfach davonlaufen. Ich habe Leute vor manchen Leuten davonlaufen sehen, als ob ein Affe hinter ihnen her wäre. Dann schaue ich umher und sehe, dass Leute da sind oder kommen, die Trinker sind; sie selbst waren vielleicht auch einmal Trinker, aber jetzt laufen sie davon: „Nein, nein, nein..“ Wir hatten am Anfang drei, vier Hippies, die mit mir nach Indien kamen, sie sind normal wie ihr, sie waren Sahaja Yogis geworden, und vier, fünf Hippies sind zu meinem Programm gekommen; es war in Rahuri. Sie bekamen Angst wn ihr Leben, “O nein, O Gott“… Ich sagte: „Was ist los mit euch, warum seid ihr so erschreckt?“ Ich ging also hinaus zu den Hippies, und gerade als ich kam, waren sie weg. Sie waren nicht mehr da. Was also passiert, ist, dass alle Wünsche letzten Endes zu Chaitanya werden, zu Vibrationen, und wenn nicht, dann müsst ihr wissen, dass noch immer etwas fehlt. Aber wenn ihr das nicht erfüllt, führt das zu eurer Zerstörung. Deshalb zu sagen, dass Er (Shiva) ein Zerstörer ist, ist eine sehr einseitige Behauptung. Er besitzt alle beide Kräfte. Er hat die Kraft, euch Vibrationen zu geben, er gibt euch Vibrationen; die Göttin ist die Kraft, die Shakti, aber er macht die Vibrationen; z.B. sind hier die Finger gut, aber wenn sie euch kitzeln, dann ist das Shiva. Die Finger sind von der Göttin, gut, aber wenn es euch kitzelt und euch Freude und Glück gibt, dann ist es Shiva, ist es Bhakti; die Freude des Bhakti kommt von Shiva.
Erst heute habe ich erklärt, wie eine Dame, die eine „Devi – Bhakti“ war und sehr viel über Bhakti und das alles studiert hatte und so viel wusste, richtig in mir aufgegangen ist; ich konnte es einfach nicht verstehen, was und wie sie es gemacht hat, denn normalerweise tun die Leute das nicht, wenn sie über die Devi lesen; sie denken, gut, das ist die Devi, und das ist Mataji, zwei verschiedene Dinge. Sie sagte: Mutter, ich erkenne nun. Es steht geschrieben, dass die Göttin so sanft ist wie Du es bist, wie Sie mich berührt und wie Sie für mich sorgt, wie Sie Ihre Aufmerksamkeit auf mir hat. Es gibt da einen Satz: (Sanskrit) – Jeder Blick (der Göttin) ist eine Prüfung! Aber Prüfung ist kein sehr gutes Wort, sondern Prüfung, nämlich göttliche Prüfung, bedeutet Führung. So fühle ich immer, dass Du es bist, Du, Du bist immer gegenwärtig. Wenn ich Musik höre, fühle ich, dass Sie genau in dem Moment auf mich sieht, dass Sie mich fühlt und mir Geborgenheit gibt. Ständig fühle ich Deine Liebe. So entsteht Bhakti.

Wenn ihr also Vibrationen spürt, so ist das keine trockene Sache, nein, es bedeutet die Freude von Bhakti. Bhakti bedeutet, dass ihr dieses oder jenes tolerieren könnt, aber vor allem ist es der Ozean der Liebe, der Gott ist. Ihr taucht einfach darin ein, es gibt dafür keine Worte. Und wenn ihr das spürt, müsst ihr wissen, dass der Spirit für euch zur wahren Verbindung zwischen euch und eurer Mutter oder eurem Vater geworden ist. Da gibt es keine Trennung, ihr seid eins in diesem Ozean; eingetaucht in diesen Ozean seid ihr der Tropfen, und ihr seid der Ozean, ihr seid eins in Bhakti, und dieses Bhakti kann nicht mechanisch sein, weil es nicht menschlicher Natur ist. Um also Sahaja Yoga zu genießen, müsst ihr wissen, dass es nicht nur trockene Vibrationen sind, sondern dass es Bhakti ist, welches die Freude an Shivas Qualität ist, die Qualität der Freude, die er unserem Leben hinzufügt. Alles scheint von den gleichen Klängen der Freude umgeben und durchdrungen zu sein, dass ich von Gott so sehr geliebt werde, dass Gott mich liebt, dass ich eine Aufgabe im Leben habe; dann verschwindet zu allererst das Ego, und auch die Konditionierungen verschwinden.

Nun der dritte Nadi, der dritte Nadi ist jener, durch den wir uns verhaftet fühlen; und zwar verhaftet mit jemandem, z.B.: „Das ist mein Kind, das ist mein Mann, das ist meine Frau, das ist mein Vater, das ist meine Mutter…“ Am Anfang von Sahaja Yoga, als alle noch Anfänger waren, redeten sie über ihre gesamte Familie: “Meinem Vater geht es so und so, meine Mutter ist krank, die Schwestern und Brüder meiner Mütter usw.“, das war wirklich nicht gut. Gerade, als ob wir einen Vertrag geschlossen hätten; – was sollte ich tun? Heute z.B. hat jemand gesagt, dass sie ihr erstes Kind verloren haben, denn das Kind hat in einem anderen Raum geschlafen. Ich habe gesagt, dass kleine Kinder bei ihrer Mutter schlafen müssen und dass die Mutter sich um ihre Kinder kümmern muss. Das ist eine einfache Sache, ich meine, in Indien würde keine Mutter eine solche Situation dulden; eher würde sie ihren Mann hinauswerfen und sagen: „Was soll das, ich muss mich um das Kind kümmern!“ Daher habe ich ihnen gesagt, dass sie zusammen mit dem Kind schlafen sollten, aber sie haben es nicht geglaubt, nun gut, was sollen wir tun, haben wir uns etwa verpflichtet, auf ihre Kinder aufzupassen, selbst wenn sie nicht auf uns hören wollen? Die Vorstellung sieht am Anfang immer so aus: „Mutter, ich mache seit einem Monat Sahaja Yoga, aber meine finanzielle Lage hat sich bis jetzt noch nicht verbessert.“ So als ob Sie mich deshalb verklagen würden, weil ich Sie enttäuscht hätte. Aber sie wollen nicht begreifen, dass sie gerade erst zu Sahaja Yoga gekommen sind, oder dass sie, auch wenn sie schon viele Jahre in Sahaja Yoga sind, deshalb noch keine Sahaja Yogis sind, weil etwas fehlt, sie verdienen es nicht.
Etwas stimmt mit ihnen nicht, nicht mit Sahaja Yoga; aber sie glauben, dass Sahaja Yoga etwas ist, wofür man einen Vertrag hat. Sofort benachrichtigen sie einen, wenn irgendwo irgendjemand krank ist. „Schickt fünf Sahaja Yogis!“ Wozu? Diese Verhaftungen beginnen in uns wirksam zu werden.
Ich kenne einige Leute, die sehr an ihren Kindern hängen, und sie hören nicht auf, sie zu verhätscheln und zu verzärteln, und plötzlich entdecken sie, dass das Kind auf einmal das Kind eines Teufels ist. Das Kind beginnt zurück zureden, alle Arten von Frechheiten zu sagen, die Eltern zu schlagen und sich schlecht zu benehmen; auf einmal werden sie feststellen: „Das ist doch das Kind, um das ich mich gekümmert habe, dem ich so viel Liebe gegeben habe“, und sie werden sich noch schrecklicher fühlen, denn „Ich habe so viel für meine Frau getan, und sie behandelt mich so! Ich habe so viel für meinen Mann getan, und er behandelt mich so!“ Warum tut ihr soviel? Das ist nicht notwendig, und wenn ihr es schon tut, dann tut es einfach und vergesst es.

Ich empfinde nie so, und ich kenne Sahaja Yogis, für die ich sehr hart gearbeitet habe, und sie sind verloren gegangen. Das einzige, was ich fühle, wenn ich etwas fühle, ist- weiß Gott, wo werden sie hingeraten? In welcher Hölle werden sie landen? Was wird mit ihnen geschehen? Das ist meine einzige Sorge. Meine Sorge ist nicht, was passiert ist, denn mir kann nichts geschehen. Aber wenn sie gesündigt haben, sorge ich mich einfach um ihre Zukunft, um ihr Leben, das ist der Unterschied. Diese Art von Verhaftung ist, wie wir in Sanskrit sagen “MAMTVA“: Das gehört mir, das ist meine Freude, dieses und jenes ist mein. Eure einzigen Verwandten sind Sahaja Yogis. Erinnert euch, dies ist der Satz, den ihr euch merken müsst! Meine Verwandten sind nur Sahaja Yogis. Und jeder, der gegen Sahaja Yogis handelt, oder Sahaja Yogis in Schwierigkeiten bringt – diese Person könnte auch die eigene Ehefrau sein, mein eigenes Kind – gehört nicht zu mir. Ich werde nicht zulassen, daß solche Dinge passieren. Ein Verhältnis ist so lange in Ordnung, solange Sahaja Yogis untereinander eins sind. Sobald aber irgendjemand versucht, einem anderen Sahaja Yogi zu schaden, habe ich mit dieser Person nichts mehr zu tun. Ich habe gesehen, dass es einige gibt, die so sind, sehr gute Sahaja Yogis. Sie würden nie die Partei ihrer Frauen, die ihrer Kinder ergreifen, denn sie wissen, wenn sie ihre Partei ergreifen, machen sie sich selbst schuldig, zerstören sie sich selbst. Sie sind um ihren Aufstieg besorgt und würden deshalb niemandem keinem ihrer Verwandten gestatten, andere in Schwierigkeiten zu bringen. Ich habe einige Kinder gesehen, die extrem frech, sehr lästig und gewalttätig waren, und die Eltern sagten einfach: „Mutter, korrigiere sie, wir überlassen es Dir!“ Sie müssen korrigiert werden, auch wenn andere sagen mögen: Nein, nein, nein, seht ihr, mein Kind macht so etwas nicht.
Deshalb muss man die Aufgabe des Unterscheidungsvermögens verstehen, warum man verhaftet ist. Ich denke oft an das Beispiel, wie der Saft des Baumes aufsteigt und an die verschiedenen Stellen des Baumes gelangt, und die Borke, und die Äste, die Blätter, die Blüten und die Früchte versorgt, um sodann zurückzukehren oder zu verdunsten, aber er ist nicht gebunden. Wenn er sich in einen der Teile involvieren sollte, würde der ganze Baum sterben, und jener Teil, der dem Saft so nahe ist, würde mit ihm sterben. Aber der Saft hat mehr Vernunft als wir. Nun, Ehemänner werden so wichtig genommen, ich meine, es gibt Probleme mit Ehemännern und Ehefrauen. Ich frage mich manchmal, was los ist. Dies ist der Grund, warum sie für gewöhnlich verlangten: Werde ein Sanyassin! So war es für niemand mehr möglich, über Ehefrauen und Kinder zu sprechen, gar nichts. Du musst ein Sanyassin sein, zuerst sei ein Sanyassin. Deshalb bereite dem Guru kein Kopfzerbrechen, sobald du nämlich dem Guru über irgendeinen deiner Verwandten zu erzählen beginnst, wird er sagen: In Ordnung, geh hinaus, lass es, es hat keinen Sinn!
In Sahaja Yoga hingegen ist die Aufgabe eine viel tiefere. Es (S.Y.) muss die Gesellschaft durchdringen, den politischen Alltag, das Wirtschaftstreiben. Wir müssen die ganze Welt befreien, versucht, eure Verantwortung zu verstehen. Ihr seid nicht nur für einen ästhetischen Aufstieg hier, nein. Wie viel Weisheit müsst ihr haben, wie viel Liebe und wie viel Urteilsvermögen, um zu verstehen, dass ihr für die Befreiung der ganzen Welt auserwählt seid. Die beschränkte Liebe also ist es, die euch in die Zerstörung führt, die Lösung aber liegt in der grenzenlosen Liebe. Denn Shiva ist nichts als Liebe. Er ist Liebe. Liebe ist es, die korrigiert, die nährt, die euer Wohlergehen will. Das ist es, was Shiva ist. Sie (die Liebe) will euer Wohlergehen, sie kümmert sich um euer Wohlergehen. Wenn ihr euch nun um das Wohlergehen anderer mit Liebe kümmert, so ändert sich das ganze Leben, das ganze Verhalten verändert sich und ihr könnt es wirklich genießen. Denn ihr werdet eins mit so vielen, die davon betroffen sind; so vielen Familien, so vielen Dingen und so vielen Problemen anderer. Ihr fühlt, dass ihr eins seid mit so vielen. Seht nun, heute sind wir hier so viele Sahaja Yogis. Ich muss euch etwas erzählen: Das erste Mal, als ich nach Italien kam, kam ich mit Kathryn, und sie war die einzige, die italienisch konnte, und wir hatten einige Zeitungen beauftragt, eine Halle für uns zu reservieren, aber nichts dergleichen war geschehen. Als wir also kamen, konnten wir niemanden finden. Also fuhr ich umher, um zu plakatieren, aber es kam noch immer niemand…und heute sind wir so viele! Aber wir müssen wissen, dass wir durch die Liebe miteinander verbunden sind. Und die Liebe ist es, die für unser Wohlergehen und für unseren Aufstieg sorgt. Und dann beginnt ihr einfach jeden zu genießen und dann denkt ihr nicht darüber nach, von welcher Rasse, aus welchem Land oder was für ein Wesen ihr seid, gar nichts; – ein Sahaja Yogi, nichts weiter. So werdet ihr ein universelles Wesen und diese Einstellung muss erreicht werden. Wenn ich also höre, dass einige indische Mädchen gequält und in Schwierigkeiten gebracht werden, denke ich mir, wie können sie das tun. Oder wenn jemand mit schwarzer Hautfarbe gequält wird oder wenn einige Inder jemand deshalb schlecht behandeln, weil er einer niedrigen Kaste angehört, so ist es in Wahrheit nicht möglich, denn sie alle sind Teil eines Körpers. Wir sind Brüder und Schwestern, die von derselben Mutter geboren worden sind, aber das ist nur möglich, wenn ihr eure beschränkten Beziehungen in diesem großartigen grenzenlosen Ozean auflöst, nur dann ist es möglich. Und wenn es nicht stattfindet, versucht euch nicht zu rechtfertigen, beobachtet nur euch selbst, kümmert euch nur um euch selbst. Liebt ihr auch wirklich jeden? Seht ihr, wenn ich z.B. einkaufen gehe, denke ich mir: Dies wäre nett für diesen, oder das für jenen. Wenn es sich aber um mich selbst handelt, dann ist es mir unmöglich, für mich selbst etwas einzukaufen. Eine unmögliche Situation, außer wenn es unbedingt notwendig wäre, oder ein Problem darstellen könnte, sollte ich es nicht haben. Ich würde mir nicht einmal selbst etwas zu trinken kaufen, nicht einmal, wenn ich durstig bin. Die ganze Sache besteht darin, anderen eine Freude zu bereiten. „Dies wäre für diese Person passend, das für jene…“: das gibt die größte Freude! Ich meine, warum gibt es das alles? Denkt für euch selbst einmal darüber nach: Warum bin ich da? Ich bin da, um jeden zu genießen, jeden. Sie sind alle realisierte Seelen, solch schöne Lotusse. Ich werde mich nicht in den Morast hinab lassen, denn jetzt bin ich ein Lotus. Dies ist der Weg, euch das Herz zu öffnen. Der Lotus eures Herzens und die Ausstrahlung solch einer Person ist so schön, ist so schön. Daher wollt ihr nicht mehr auseinander gehen, wollt euch nicht mehr voneinander trennen. Wo immer das passiert ist es euch recht. Ihr denkt nicht mehr, dass es hier oder dort stattfinden sollte, sondern dass es überall sein sollte. Wir sind alle miteinander verbunden, also müssen diese kleinen Bindungen, die noch in euch sind, in diesem Ozean der Liebe, der Shiva ist, aufgelöst werden.

Der vierte Nadi ist der wichtigste. Wir alle müssen wissen, dass da ein Nadi ist, der über das linke Vishuddhi in das Herz geht. Er beginnt im Herz, steigt aufwärts und verläuft durch das Agnya. Er hat vier Blütenblätter, und entfalten sich jene, so gelangt ihr durch diesen Kanal in den Zustand, den man Turya nennt. Wir leben in drei Bewusstseinszuständen: Im Wachzustand, Jagruti, wandert unsere Aufmerksamkeit von einem Ding zum anderen und dadurch verderben wir unsere Aufmerksamkeit. Doch der zweite ist derjenige, den wir Schlaf nennen. Wenn wir schlafen, erreichen uns all die Dinge, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, und ähnliche Dinge. Doch dann erreichen wir einen tieferen Zustand – genannt Sushupti – jene Ebene, wo ihr tief schlaft, wo ihr von Dingen träumt, die Realität sind, es kann auch sein, dass ihr von mir träumt. Dies ist der ätherische Teil des Bewusstseins, der, in dem auch wunderbare Botschaften weitergegeben werden.

Angenommen ich komme, sagen wir, nach Italien, dann kann es sein, daß die Italiener das in ihrem Sushupti gewusst haben, dass ich hierher komme. Oder möglicherweise hat es auch irgendjemand anderer gewusst. Der vierte Zustand aber heißt Turya. Es gibt noch zwei weitere Zustände, ihr befindet euch im Turya – Zustand, Turya heißt der vierte. Im vierten Zustand befindet ihr euch im gedankenfreien Bewusstsein, wo kein Gedanke existiert, stellt euch das einmal vor.
Wo kein Gedanke ist, da müsst ihr unschuldig sein; wo kein Gedanke ist, da müsst ihr Vibrationen haben; wo kein Gedanke ist, da könnt ihr auch mit niemandem verhaftet sein. Diesen gedankenfreien Zustand habt ihr nun erreicht, es ist der Turya – Zustand.
Und wenn ihr in diesem Zustand seid, müssen sich die vier Blütenblätter in eurem Gehirn öffnen. Sie kommen von eurem Herzen in euer Gehirn, und das ist der Moment, in dem ihr völlig verstehen werdet, was Gott ist, absolut wissen, was Gott ist. Dies ist der Zeitpunkt, wenn man das wahre Wissen erhält. Aber solange diese vier Blütenblätter noch nicht geöffnet sind, fällt man wiederum zurück, und dies ist der Grund, warum einige Sahaja Yogis, die sich noch immer mit Dingen befassen, die sie nicht tun sollten, zurückfallen. Und sie verstehen nicht, was Gott ist. Aber es ist nicht das Verstehen. Jetzt versteht ihr diesen feinen Unterschied: nämlich, dass es von eurem Herzen in das Gehirn gelangt, nicht von eurem Gehirn in euer Herz. Es steigt auf, wie wenn Ambrosia aus eurem Bhakti euer Gehirn vollständig bedecken würde.
Sagen wir z.B., Shankaracharya hat ein schönes „Pristis“ (?) geschrieben, genannt “Vivekachudamani“, in dem er beschreibt, was Gott ist, und dass viveka Gewissen bedeutet und Bewusstsein, und all das hat er beschrieben. Aber da gab es einen schrecklichen Gesellen, genannt Sarma. Dieser begann mit ihm zu streiten, sodass er bald genug hatte. Er sagte, es sei sinnlos, mit ihnen zu sprechen, deshalb schrieb er einfach „Saundaryalahari“. Saundaryalahari besteht nur aus Mantras, die die Mutter verehren. Er sagte: Ich kenne jetzt die Mutter, lasst Sie mich verehren, nichts weiter. Was bringt es, sich mit diesen Leuten über dumme Dinge zu unterhalten, wie sollen sie verstehen. Er erkannte, dass all diese Leute nicht über das Auffassungsvermögen und die Feinfühligkeit verfügten, um zu verstehen, was ich weiß, nämlich, dass das wahre Wissen bedeutet, Gott zu kennen. Und wenn das Gott ist, wie könnt ihr daran zweifeln, wie könnt ihr versuchen, etwas zu analysieren, es ist Gott.

Es ist Gott der Allmächtige, der alles weiß, der alles tut, der sich an allem erfreut. Das ist der eine, wir sollten sagen, er ist jnana, das Wissen, das wahre Wissen, das reine Wissen. Nicht das Wissen über Chakras, nicht über die Vibrationen, nicht über die Kundalini, sondern das Wissen von Gott dem
Allmächtigen, und das Wissen über Gott den Allmächtigen ist nicht mental. Und wieder kann ich euch nur sagen: Es beginnt im Herz und führt hinauf in euer Gehirn. Etwas, das aus der Erfahrung der Freude kommt und das Gehirn bedeckt. Dann kann euer Gehirn nichts mehr verleugnen. Genauso, wenn ihr manchmal bei eurer Mutter seid, die kleine Mutter, und die Liebe von eurer Mutter erfahrt. Ich kann es nicht erklären, es kommt von eurem Herzen und ihr sagt: Was, das ist meine Mutter, die würde nicht so handeln. Ich kenne meine Mutter nur zu gut! Das Wissen über eure Mutter, über die, die euch geboren hat, mag nicht sehr gut sein oder wie auch immer, aber das Wissen von Gott, dass Er die Liebe ist, dass Er die Wahrheit ist, dass Er alles weiß, das alles wird vollkommener Teil eures Daseins, und das ist jener Punkt, wo wir sagen: Das ist das Nirvana! Speziell für die Leute im Westen ist es so wichtig, das Herz zu öffnen, denn es beginnt im Herzen und geht ins Gehirn.

Richtet nicht über andere aufgrund von Vibrationen, richtet immer nur über euch selbst. Ich habe erzählt, dass ein Shiva – Puja mehr Erklärungen bedeutet, mehr Verstehen. Denn in den anderen Pujas nehmen wir all diese Mantras, in diesem Puja aber kommt es darauf an, das Wissen über Gott zu kennen und zu wissen, dass ihr Gott selbst kennt. Das ist so großartig. was auch immer, Sie mag Mahamaya sein, Sie könnte alles sein Ein Buch reicht nicht aus, um es zu beschreiben, nicht hundert Bücher. Es kann auch überhaupt nicht durch Worte beschrieben werden, um zu wissen: Das ist Gott. Schließlich und endlich ist das Gott, Gott der Allmächtige. Und das ist es, was euch die Fähigkeit verleiht, euch völlig hingeben zu können, wo ihr euch absolut geborgen fühlt, in diesem Ozean der Liebe. Ich wünsche euch allen, dass ihr diesen Zustand erreichen möget.

Möge Gott euch segnen.