Shri Gauri Puja, Auckland, Neuseeland, 1991

Auckland (New Zealand)


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Gauri ist die Mutter von Shri Ganesha. Und Sie erzeugte Shri Ganesha, als Sie dabei war, ein Bad zu nehmen; und um ihre Keuschheit zu schützen, schuf Sie Shri Ganesha. Auf diese Weise ist die Kundalini Gauri, und wir haben Ganesha im Mūladhara-Chakra sitzend. Wir haben also das Mūladhara als Wohnsitz von Gauri, von der Kundalini, und der Schutz der Kundalini wird durch Shri Ganesha gewährleistet.

Wie ihr wisst, ist Shri Ganesha jene Gottheit, die für unsere Unschuld verantwortlich ist. Nur Shri Ganesha konnte in dieser Position sein, denn, wie ihr wisst, der Pelvic-Plexus (Becken-Geflecht) kümmert sich um alle Ausscheidungsfunktionen, und es ist nur Shri Ganesha, der dort verweilen kann, ohne durch die Umgebung beschmutzt zu werden. Er ist so rein, Er ist so unschuldig, während die Kundalini die Jungfrau ist, die jungfräuliche Mutter von Shri Ganesha.

Die Leute haben begonnen, gegen Maria zu reden, indem sie sagen, dass da etwas falsch war: „Wie könnte eine Jungfrau ein Kind bekommen?“ Denn wir verstehen nicht, dass es sich um Gott handelt, und im Bereich Gottes ist alles möglich. Sie sind über all diesen Dingen und Sie können irgendetwas schaffen, und in jedem Fall musste Shri Ganesha von einer Jungfrau geboren werden, weil Er so rein war.
Die Kundalini muss also von Shri Ganesha unterstützt werden. Wenn Shri Ganesha schwach ist, dann kann die Kundalini nicht gestützt werden. Shri Ganesha muss sie zuallererst bei ihrer Erweckung unterstützen. Wenn die Kundalini erweckt wird, hört Shri Ganesha auf mit allen Funktionen, die er durchführen soll. Alle Funktionen werden angehalten, so dass – ihr müsst das gesehen haben, Ich sitze für neun Stunden, zehn Stunden manchmal, Ich stehe nicht auf – weil alle Funktionen von Shri Ganesha, alles hält an, wenn die Kundalini aufsteigt. Sie wird von Shri Ganesha völlig gestützt und behütet.

Die Kundalini ist die Energie, die, wie ihr wisst, euch euren Aufstieg gibt. Aber sie ist eine jungfräuliche Energie. Sie ist eine losgelöste Energie. Sie haftet sich nicht an irgendein Zentrum, an irgendeine Funktion. Sie hat nur eine Funktion auszuführen, und zwar langsam und beständig durch alle diese Zentren durchzugehen, sie zu nähren, ihnen zu geben, was immer sie mögen, was immer sie benötigen, was immer sie ertragen können, und langsam und stetig öffnet sie das Sahastrara.

Sie ist in dreieinhalb Windungen eingerollt. Es ist von mathematischer Bedeutung, weshalb dreieinhalb Mal, warum das so ist. Ich denke, in meinem Buch habe Ich über sie geschrieben. Aber obwohl sie eine jungfräuliche Energie ist, ist sie trotzdem so weise, so sensibel, so liebevoll und so umsorgend, dass sie euch keine Beschwerden macht, wenn sie aufsteigt. Sie lässt es euch nicht einmal spüren, dass sie aufsteigt. Bei manchen Menschen macht sie es, wenn die Leute nicht normal sind oder sie eine Blockade haben, dann fühlt ihr es, aber normalerweise spürt ihr nicht, wie sie aufsteigt. Sie steigt auf eine selbstständige Art auf, unterstützt vom gesamten Mechanismus.

Wenn sie von einem Zentrum zum nächsten aufsteigt, öffnet sich zuerst das untere Zentrum für sie, damit sie hinein kommen kann und dann reichert es sich an, es schließt sich, so dass es die Kundalini dort belassen kann. Dann steigt sie höher, dort wieder (dasselbe). Bis sie das Sahastrara durchdringt, geht dieser Aufstieg der Kundalini weiter.
Das ist Raja Yoga. Das ist nicht künstlich, etwas Äußerliches, sondern die spontane Arbeit des Mechanismus ist Raja Yoga. Wie Ich immer sage, dass wenn ihr ein Auto startet, alle Mechanismen selbst zu arbeiten beginnen, aber wenn ihr nur das Lenkrad bewegt, könnt ihr das Auto nicht forbewegen. Auf dieselbe Weise, wenn die Kundalini aufsteigt, steigt sie sponan auf und passiert diese sechs Zentren. Dann, auch beim Vishuddhi, öffnet sie das Vishuddhi und wenn sie durch es herausragt, wird die Zunge ein wenig hineingezogen, bloß um den Durchfluss zu ermöglichen.

Diese Reaktion wird khechari genannt. Wenn Leute also sehr tief in der Meditation sind, jene, die besondere Höhen in der Meditation erreicht haben, bemerken plötzlich, wie sie in diese Khechari-Situation gleiten, oder wir nennen es mudra, in den Zustand, als ob Nektar von eurem Gaumen zu fließen beginnt. Wenn ihr eure Zunge auf diese Weise hinaufbewegt, fühlt ihr die Kühle über eure Zunge herunterfließen – probiert es. Nun, das müsst ihr nicht machen, wenn ihr in tiefer Meditation seid. Es beginnt eure Zunge langsam abzukühlen, sobald ihr automatisch in den Khechari-Zustand kommt.
Soweit es die Sahaja Yogis heute betrifft, gibt es nur sehr wenige, die dies tatsächlich spüren. Der Grund dafür ist, ihr meditiert nicht. Wir kümmern uns auch nicht um unsere Realisation. Wir reden recht viel darüber im Westen, wir debattieren zumal mehr darüber, als dass wir etwas dafür tun. Wir müssen jeden Tag meditieren, genauso wie wir unsere Hände waschen oder unsere Zähne putzen, müssen wir am Morgen meditieren und auch am Abend müssen wir meditieren. Wir müssen zu beiden Zeiten meditieren, ansonsten können wir nicht aufsteigen.

Nur zu denken: „Wir sind Realisierte Seelen“, davon wird man es nicht. Diese Reinigung muss jeden Tag gemacht werden, tagein – tagaus. Und deswegen werden keine dieser beschriebenen Erlebnisse in Sahaja Yoga manchmal gespürt, und die Leute fragen: „Mutter, wie kommt es, daß wir dieses khechari nicht spüren?“ Weil eure Aufmerksamkeit auch nicht dort ist, wo sie sein sollte! Man muss also auf eine Weise zu meditieren versuchen, dass die Arbeit der Kundalini erleichtert wird, die Chakren gereinigt werden, und schließlich seid ihr im Zustand der Meditation. Es geht nicht darum, wie ihr in Meditation kommt, sondern es geht darum, wie man ständig in Meditation bleibt.

Wie ihr also wisst, wenn die Kundalini das Agnya-Chakra erreicht und wenn sie das Agnya-Chakra öffnet, dann könnt ihr im gedankenfreien Bewusstsein sein. Dann denkt ihr nicht – das Denken hört einfach auf. Ihr beobachtet alles, beobachtet nur, aber ihr involviert euch nicht in das was ihr beobachtet, sondern ihr betrachtet nur. Und dieses Betrachten selbst bringt inneres Wachstum. Stellt euch einen Baum vor, der, sagen wir, in Aufruhr ist oder während eines Erdbebens, er würde nicht wachsen. Wenn das Erdbeben aufhört, wird alles ganz still, alles ist friedlich, erst dann kann der Baum wachsen. Genauso kann unser Wachstum nur dann stattfinden, wenn wir in uns friedvoll sind.

Für eine Kundalini, die sich weiter und weiter ausbreiten kann und höher und höher aufsteigen kann, müssen wir als erstes Frieden in uns selbst haben. Aber dieser Frieden ist dann möglich, wenn ihr tatsächlich Frieden mit anderen finden könnt. Wenn ihr mit anderen keinen Frieden finden könnt, die in Sahaja Yoga sind, die in der Kollektivität sind, wenn ihr in Aufruhr seid, kann diese Kundalini nicht aufsteigen. Deswegen ist Kollektivität so wichtig. Ohne Kollektivität kann sich euer Vishuddhi nicht öffnen und ohne Kollektivität könnt ihr kein spirituelles Wachstum haben.

Es ist das Wachsen der Spiritualität. Wie man sagt, ist der Baum des Lebens verkehrt herum und die Wurzeln sind im Gehirn, und die Kundalini muß sich aufmachen, das Gehirn zu gießen, so wie wir Wurzeln gießen. Dann wächst es hinunter und somit beginnt ihr, euch zu erweitern. Wenn ihr euch erweitert, dann berührt ihr die Tiefe eurer Göttlichkeit. Und wenn ihr einmal die Tiefe eurer Göttlichkeit berührt habt, dann arbeitet ihr es auf solche Art und Weise aus, dass die Leute wissen, ihr seid ein Yogi, ihr seid Leute eines höheren Gefildes, ihr habt etwas Großartiges.

Es geht nicht darum, wie oft ihr etwas lest, es geht nicht darum, wie oft ihr über Sahaja Yoga sprecht, es geht nicht einmal darum, wie oft ihr immer wieder Namen rezitiert: aber wie oft der reine Wunsch, aufzusteigen, aus eurem Herzen wächst. Wenn dieser reine Wunsch aussetzt, dann ist das Erste und das Letzte was ihr tun wollt, zu meditieren. Ohne dem könnt ihr nicht sein. Sogar wenn ihr es probiert, könnt ihr nicht ohne dem sein. Wenn ihr ohne zu meditieren schlafen wollt, werdet ihr denken: „Oh, ich habe nicht meditiert“, – nicht aus Schuldgefühl heraus, aber „ich habe etwas verpasst, ich habe etwas verpasst.“ Das sollte uns passieren.

Diese Kraft von Gauri muss also respektiert werden, denn sie ist unsere Mutter, sie ist unsere individuelle Mutter. Sie hat uns unsere Zweite Geburt gegeben. Sie ist jene, die alles über uns weiß. Sie ist so sanft, so gütig. Wie sie langsam aufsteigt, sie macht uns keine Probleme, sie nimmt all die Mühe auf sich, durch all diese Zentren durchzudringen, und sie gibt uns diese Zweite Geburt. Denn sie versteht alles, sie weiß alles, sie organisiert alles, sie verursacht all die Schönheit, die ihr seid. Sobald ihr diese Schönheit in euch zu entwickeln beginnt, dann werdet ihr überrascht sein, wie stark ihr seid. Dass diese Dinge alle gleich sind ist die Wahrheit, die ihr entdecken werdet, es ist dasselbe wie die Schönheit, es ist dasselbe wie die Freude.

Ihr braucht nicht zu denken, dass Freude etwas anderes ist, Wahrheit etwas anderes ist, Schönheit etwas anders ist. Weil wir noch nicht an diesem Punkt angelangt sind, nehmen wir nur eine Facette heraus, aber sobald wir diesen Punkt erreicht haben, dann erscheint das Ganze als eins. Es gibt überhaupt keine Unterscheidung, es ist alles eins – viele Facetten eines Diamanten, aber es ist ein Diamant. Und dieser Diamant ist euer Selbst, euer Geist.

Heute ist also ein sehr großer Tag. Wir müssen unserer Mutter danken, unserer Kundalini, der Gauri, dafür dass sie uns die Realisation gegeben hat und dass wir wissen sollen, dass wir sie jederzeit erwecken müssen, jederzeit müssen wir sie erweitern, und jedes Mal müssen wir sie verehren, so dass wir unsere Realisation immer intakt halten und unseren Aufstieg intakt halten. Es ist dieser Aufstieg, der alle Menschen transformieren wird. Daher müsst ihr zu ihr beten: „Halte uns rein, mache uns rein!“ Sie reinigt euch; ihre Aufgabe ist es, eure Chakren zu reinigen, also „bitte reinige uns, mache unsere Herzen rein, unseren Verstand rein, alles rein; und schließlich erhalte unsere Verbindung für immer und dauerhaft, so dass wir spüren dürfen, dass diese wundervolle Kraft der Liebe Gottes durch uns hindurchfließt.“

Dafür werdet ihr alles tun was notwendig ist. Ihr werdet sehr viel in der Kollektivität sein, werdet alles opfern und werdet auch versuchen, sehr einfühlsam zu sein, werdet versuchen, Sahaja Yoga zu verbreiten, denn wenn ihr Shahaja Yoga verbreitet wie einen Baum, dann wird auch die Tiefe wachsen. Aber es muss mit derselben Schönheit getan werden wie die Erweckung der Kundalini. Sie hat euch keinen Ärger gemacht, sie hat euch keine Probleme verursacht.

Daher sollte man davon lernen, dass wir uns auf eine Art und Weise benehmen sollten wie die Kundalini, die so sanft ist, so lieblich, so nett, so wirkungsvoll und sie gibt unserem Leben eine Bedeutung. Sie rundet die Bedeutung unseres Lebens ab, sie erfüllt unsere Wünsche und sie bringt uns zu einem Punkt, an dem wir das Gesamte sehen, das gesamte Universum als Ganzes, alle Menschen als Ganzes.

Sie gibt uns kollektives Bewusstsein. All diese Arbeit wird von der Kundalini alleine gemacht. Natürlich, wenn sie nicht durch die Chakren geht und keine Gottheiten erweckt, können wir nicht einmal die Früchte dieser Chakren erwecken. Somit ist es alles ihre Arbeit, ihr Aufstieg, all ihr Verständnis und ihre Weisheit, die uns diesen wunderbaren Zustand gegeben hat, dass wir uns  Yogis nennen.
Ich würde euch alle bitten, auf eure Kundalini zu achten. Versucht, sie ständig zu heben, seht, dass ihr eure Vibrationen bekommt. Seht auch, dass ihr nicht nur eure Vibrationen in Ordnung bekommt, denn auch zu den Anderen habt ihr eine andere Einstellung. Kritisiert andere nicht, sagt nichts darüber wie falsch sie sind, sondern seht nur, was richtig an ihnen ist und was sie Gutes tun können.

Sie ist eine Jungfrau und doch so weise. Auf dieselbe Art müssen wir sehr weise sein, sehr sensibel. Wir können es uns nicht leisten, unsere Zeit jetzt zu vergeuden, weil wir die Welt retten müssen – es ist unsere Verantwortung. Wenn wir nun nicht einmal unsere eigenen Chakren ausarbeiten, können wir niemandem helfen. Also müssen wir zunächst unsere eigenen Chakren ausarbeiten und dann können wir der gesamten Welt helfen. Es ist nicht wie bei einer Sekte oder Organisation, wo ihr nur sagt: „Ich gehöre dieser Sekte oder Organiation an, – alles ist gut, ich werde von Gott gerettet!“ Das wird in Sahaja Yoga nicht versprochen. Es gibt so etwas nicht wie eine ‚Fahrkarte in den Himmel’. Es muss ausgearbeitet werden. Ihr müßt es ausarbeiten. Und arbeitet es aus mit vollem Verständnis in Hinblick darauf, was die Kundalini ist und wie sie wirkt!

Möge Gott euch segnen!

[Puja beginnt. Shri Mataji gibt verschiedene Anweisungen. Anschließend bittet Sie jemand, Ihr Horoskop vorzulesen. Es wird gelesen. Zwischendurch gibt Shri Mataji einzelne, bruchstückhafte Erklärungen. Ihr letzter Satz lautet:]

Ihr müsst Kopien davon machen. Vielleicht könntest du besser… Jeder sollte seine eigene Kopie haben. Wann immer sie es brauchen, dann können sie es lesen.