Shri Krishna Puja, The Technique of the Play

Nirmal Temple, Cabella Ligure (Italy)


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Shri Krishna Puja. Cabella Ligure (Italy), 1 September 1991.

Heute haben wir beschlossen, den YOGESHWARA zu feiern, und Ich denke, es ist der für uns bedeutendste Name von Shri Krishna. Es bedeutet, dass er der ISHWARA des Yoga ist. Ihr wißt, dass Yoga die Verbindung mit dem Göttlichen bedeutet. Yoga hat aber noch eine andere Bedeutung und zwar YUKTI. Dafür gibt es auf Englisch keine passende Übersetzung. Yukti bedeutet so viel wie “Trick“. Das Wort “Trick“ wiederum bringt man immer in Verbindung mit etwas Witzigem oder Schlechtem. Aber dieses Yukti bedeutet soviel wie „Technik“ und obwohl Technik eher etwas Mechanisches bedeutet, kann man in diesem Fall sagen der „Trick der Technik“ ist eine andere Umschreibung für Yoga.

Auch wenn man die Verbindung mit dem Göttlichen hergestellt hat, aber die Technik desselben nicht beherrscht. ist alles umsonst. Nachdem man die Realisation erhalten hat, muss man demnach den „Trick der Technik“ lernen. Shri Krishna ist eine Inkarnation von Shri Rama und Shri Rama kam als “MARIADA PURUSHOTHAMA“, was bedeutet, dass er eine vollkommene Person war, mit dem vollständigen Wissen der Mariadas und außerdem war er ein vorbildlicher König. Aber zu Shri Krishnas Zeiten war die Situation eine ganz andere. Die Menschen waren sehr ernst und haben fast ein zu dharmisches Leben geführt. Das wiederum brachte die Menschen auf eine stagnierende Ebene, wo sie dachten, dass sie die letzte Ebene erreicht haben. Wenn sie täglich, regelmäßig gewisse Dinge tun, dann haben sie die letzte Ebene erreicht. Deswegen musste Shri Krishna kommen, er war die Inkarnation von Shri Vishnu selbst, um ihnen begreiflich zumachen. dass alles nur ein Spiel ist, und dass sie noch aufsteigen müssen. Aber nur derjenige, der selbst der Meister des Spiels ist, kann es auch spielen ohne müde zu werden. Das nennt man LEELA.

Shri Krishna kam als Meister, er beherrschte alle Künste dieses Yogas. Er ist so fähig, dass alles für ihn ein Spiel ist. Man muss wissen, dass alles was man in Yoga tun muss, einem wie ein Spiel erscheinen sollte. Sogar das Aufstehen um 5 Uhr Früh sollte ein Spiel sein. Wenn der Mond untergegangen und die Sonne noch nicht aufgegangen ist, um uns zu sagen, was wir tun sollten – in diesem Zwielicht ist die beste Zeit, um zu meditieren. Aber es sollte keine ernste Angelegenheit und auch nicht langweilig sein. Es ist ein Spiel! Wenn man Yoga gemeistert hat, ist es ein Spiel. Man muss Shri Ramas Status, wo man VISHWANIRMALA DHARMI wird, erreichen. Die ganze Welt muss die Kommunikation mit dem Göttlichen erfahren. Diese Kommunikation, welche uns zuteil wurde, muss der ganzen Welt zuteil werden.

Dafür hat Shri Krishna in seinem Leben gesorgt und zwar auf eine einfache und sehr kindliche Art und Weise. Als die Gopis badeten, versteckte er ihre Kleider. Indische Frauen sind nie ganz nackt, aber er konnte ihre Rücken sehen, während sie badeten. Er saß auf einem Baum und versuchte, ihre Kundalini zu heben. Als sie aus dem vibrierten Fluss Yamuna herauskamen, nahmen sie ihre Wasserkrüge auf den Rücken. Shri Krishna hatte von seinem Baumversteck aus den Wasserkrügen einen Sprung zugefügt, aus dem vibriertes Wasser auf die Rücken der Frauen tropfte und somit die Kundalini aufsteigen ließ. Ihr seht hier das Spiel eines Kindes. Später zeigte sich sein kindliches Spiel im politischen Bereich sowie im Umgang und der Kommunikation mit Menschen. Seine Kraft war Radha. Radha bedeutet „Erhalten der Energie“. Die Qualität, die er durch sie erhielt ist ALLADEI. Es war unmöglich ein passendes englisches Wort dafür zu faden. ALLAD beschreibt das Empfinden, wenn man auf einmal etwas besonders Erhebendes sieht, welche spontane Freude, ja ein besonderes Glücksgefühl in einem auslöst. Das war es, was Radha Krishna gab. Mit ihren Kräften konnte er in all den Menschen mit welchen er zu tun hatte dieses Allad ausarbeiten. Alle Gopis und Gopas mussten“ Rasa“ tanzen. Dies wiederum bedeutet, dass diese Energie von Radha von ihrer Hand auf die Hände der anderen überging und die Kundalini dadurch aufhob. Auch das war ein Spiel! Auf spielerische Weise hob er die Kundalini. Aber in diesen modernen Zeiten ist es nicht so einfach die Kundalini zu heben, sondern es geht darum, das gesamte Wissen und Sahaja Yoga zu erfassen, dazu noch den Menschen die Kraft zu verleihen auch anderen die Realisation weiterzugeben. Eine unvorstellbare Aufgabe! Ich musste all die Methoden herausfinden, welche es ermöglichten, den Leuten die Realisation zu geben. In der Zeit von Shri Krishna wurde das Sahastrara nicht durchbrochen. Die Kundalini blieb entweder im Herzen oder Agnya hängen und aus diesen Menschen wurden dann die Sucher. Deshalb finden wir heute diese Leute mit dem offenen Sahastrara hier als Sahaja Yogis. Sie wissen alles über das Yukti von Sahaja Yoga! Aber es gibt noch subtilere Yuktis in Sahaja Yoga, diese müsst ihr noch meistern. Zu allererst müsst ihr wissen, dass Shri Krishnas Charakter MADHURI (die Süße) war. Seine Sprachweise im Umgang mit Menschen war reine Süße, wie Honig. Wenn ihr diese Art der Kommunikation noch nicht entwickelt habt, seid ihr noch weit entfernt von Sahaja Yoga! Für Shri Krishna ist alles Madhuri, vollkommene Liebenswürdigkeit in Stimme, Gesichtsausdruck und Gestik.

Wenn wir von Kommunikation sprechen, ist die allerwichtigste davon, diejenige im Umgang mit Menschen. Viele Leute glauben, dass man durch aggressive Verhaltensweisen eine bessere Kommunikationsbasis herstellen kann. Das ist völlig falsch. Wenn man auf eine liebenswürdige Art seine Forderungen an andere stellt, erreicht man natürlich viel mehr. 90 % der Leute werden auf diese Art schmelzen. Das „Gewusst wie“ man Menschen zum Schmelzen bringt, beruht wiederum auf einem Trick. Es war eine seiner besonderen Qualitäten, durch Süße die Leute zum Schmelzen zu bringen. Man muss aber eine echte, von Herzen kommende Liebenwürdigkeit in seine Worte und Stimme legen. Man erreicht dadurch, dass sämtliche Probleme sich in Nichts auflösen. Es gibt viele Tricks, welche man im Umgang mit Leuten anwenden kann. Zu Beginn muss man wissen, dass man sich immer weniger ineffizient als andere geben soll.

Wenn Ich z. B. mit Wissenschaftlern spreche, so sage Ich, dass Ich überhaupt nichts von Wissenschaft vorstehe. Dadurch fühlt sich der andere im Vorteil und ist noch erfreut darüber. Wenn ihr mit Musikern sprecht, sagt einfach, dass ihr auf diesem Gebiet gar nicht bewandert seid, aber gerne etwas dazulernen möchtet. Daraufhin wird der Musikverständige sehr glücklich sein.
Man könnte sagen, das kommt einer „Ego-Kitzelei“ gleich, gut, aber es ist harmlos, wenn man damit ausdrückt, sich unter dem Niveau des anderen zu befinden. Merkt euch, völlige Bescheidenheit dem anderen gegenüber ist ein Zeichen von persönlicher Größe und Erfüllung. Wie ein Baum, dessen Äste sich unter der Last der Früchte neigen. Also deutet man im Gespräch mit anderen an, dass man nicht viel weiß, aber gerne bereit ist, dazu zulernen. Die erste Qualität in Kommunikation mit anderen ist die eigene Bescheidenheit. Der andere braucht nicht zu wissen, wer ihr seid, daraus ergibt sich manchmal auch sehr viel
Dazu kann Ich euch ein Beispiel von mir erzählen. Es war in Dehli, wo Ich eine ehemalige Studienkollegin traf. Mein Mann hatte eine sehr gehobene Position und war bekannt in Indien. Sie fragte mich, wo Ich zurzeit wohne und Ich sagte, in Minabad. Das ist ein unscheinbarer kleiner Ort, wir warteten darauf, dass uns ein Haus zugeteilt werden würde. Es wohnten dort großteils kleinere Beamte und meine Freundin blickte bedauernd auf mich herab, weil sie annahm, Ich sei mit einem unbedeutenden Beamten verheiratet. In diesem Moment kam mein Mann die Treppe herunter und lächelte mich an.

Sie sah dies und fragte, „Kennst Du den?“ Ich sagte, er wäre mein Mann. Sie war einer Ohnmacht nahe, als sie das hörte und sagte: “Warum hast Du mir das nicht gesagt“. Sie war beschämt, weil sie so deutlich vorher zuerkennen gab, wie sehr sie mich bedauere, weil Ich mit so einem unbedeutenden Beamten verheiratet war. Seht ihr, es ist immer besser sich bescheiden zu zeigen.

Ich weiß von Sahaja Yogis, die von sich selbst sagen, dass Ich ihnen solche Kräfte gegeben hatte. Ich sage euch, diese Angeberei ist völlig unnütz. Sagt lieber, ich habe keine Kräfte, ich bin nur ein Sahaja Yogi, das ist alles, aber ich kann probieren, die Kundalini zu heben! Seht ihr, wie wichtig es ist, sich selbst hinunterzuspielen. Das ist eine der großen Qualitäten im Umgang mit anderen. Übt dies zu Hause! Zweitens‚ der Ärger, der Zorn ! Wir haben sechs Feinde im Ganzen, aber in der Bhagawat Gita steht KRODH (Ärger) an erster Stelle. Wenn ihr Ärger in euch bergt, dann seid ihr in keinem Fall ein Meister. Ein wahrer Meister braucht nicht zornig zu werden, weil er herumspielen kann, er kann die Marionetten tanzen lassen, wenn ihr also im Umgang mit Menschen euren Ärger nicht meistern könnt, dann beginnt sich die Stimme zu erhöhen und sie gleicht einem Bellen. Es bedeutet, dass ihr euer Temperament noch nicht im Griff habt, es ist noch in euch! Ein Meister aber hat kein Temperament, sondern Gleichmut. Mit Ärger beginnen alle Probleme, also sollt ihr euch beobachten, ob ihr zu den zornigen Leuten gehört. Der Zorn kommt vom Vishuddi – er beginnt in der Leber, wird aber durch das Vishuddi ausgedrückt, das Gesicht wird rot, die Augen laufen an und man sagt fürchterliche Dinge. Der Gesamtausdruck eines Menschen verändert sich durch Ärger. Wir müssen diesen Ärger in uns suchen. Wo ist er, wir müssen Introspektion betreiben. Es gibt Yogis, die mir von einer Frau erzählten, die ein fürchterliches Temperament hatte, spricht man sie aber selbst darauf an, so antwortet sie: Ich weiß nicht, wovon sie reden, ich bin doch sehr gut! Wenn jemand so etwas über euch sagt, dann müsst ihr in euch hineinblicken und euch fragen: Verliere ich meine Haltung, meine Geduld! Es ist sehr einfach, das heraus zu finden.

Der Trick besteht darin, sich selbst zu erkennen, zu sehen wo und wie viel es an einem noch fehlt. Als erstes kommt also Bescheidenheit und als zweites der Gleichmut. Es besteht keine Notwendigkeit für Gereiztheit! Ihr sollt höchstens sagen, “Was machst du da, oder warum machst du das?“ und allerhöchstens: “Das sehe ich aber gar nicht gerne!“ Wenn ihr euch auf einem Punkt bremst, dann wird euch diese Gereiztheit nach und nach verlassen. Arroganz und Temperament muss ausgemerzt werden, wenn ihr diesem Temperament erlaubt, in euch zu bleiben, wird es reagieren und im linken Vishuddhi hängen bleiben. Nachher tut es euch nämlich leid und ihr bereut, dies oder jenes gesagt zu haben und schon ist euer linkes Vishuddhi erledigt, es sammelt sich an und die Vishuddhi Probleme häufen sich. Ihr kennt die Probleme des linken Vishuddhis! Solltet ihr euch über jemanden ärgern, fühlt euch nicht schuldig, sondern stellt euch vor einen Spiegel und ohrfeigt euch selbst, dann wird euer linkes Vishuddhi kuriert und nächstes Mal werdet ihr es nicht mehr tun. Fühlt ihr euch aber schuldig, werdet ihr es immer wieder machen.

Dieses Temperament drückt sich bei Männern anders aus, wie bei Frauen. Ich sorge mich oft sehr um die Frauen, denn sie benutzen die “Kraft des Wassers“ und sind verloren. Diejenigen, die auf Ego sind, weinen viel mehr wenn man irgendetwas zu ihnen sagt, beginnen sie gleich zu weinen, weil das linke Vishuddhi sowieso schon so voll ist wie ein Ballon! Und wenn man nur daran rührt, wird es zu Wasser. Männer haben eine andere Art von Temperament. Sie kämpfen, und tragen die Unstimmigkeiten aus und setzen sich anschließend auf einen Drink zusammen. Männer entledigen sich ihrer Gereiztheit, aber Frauen schließen sie in sich hinein, dadurch entstehen dann die Tränen. Tränen der Reue, oder des Mitgefühls ist etwas anderes, aber die Tränen, die nur dazu benützt werden, jemandem zu „Trick Nr. 2“. Der besteht darin, das Temperament von anderen zu meistern. Das ist noch besser! Nun Ich erinnere mich nicht, ob ich euch die Geschichte von einem Heiligen erzählt habe, der in den Bergen wohnt und dafür bekannt ist, den Regen kontrollieren zu können. Er weiß von mir und Ich besuchte ihn eines Tages. Es war ein ca. eineinhalbstündiger Marsch auf seinen Berg und es begann zu schütten, während Ich unterwegs war. Er saß oben auf seinem Stein vor der Höhle und gestikulierte verzweifelt mit Kopf und Armen. Ich ging an ihm vorbei und begab mich in seine Höhle. Er wurde hereingebracht, weil seine Beine nicht mehr funktionierten vom endlosen ins Wasser halten. Er fragte mich, warum Ich ihm nicht erlaubt habe den Regen zu stoppen, jetzt bin Ich ganz durchnässt! Er sagte: „Wolltest Du vielleicht mein Ego kontrollieren?“ Ich sagte: Aber nein, ich weiß doch gar nicht, dass Du eines hast! Ich wusste, dass Du einen Sari für mich hast und noch dazu einen orangefarbenen und Du weißt, dass Ich von einem Sanyassin keinen Sari annehme! So musste ich nass werden, um deinen Sari annehmen zu können! Ist es nicht so! Daraufhin schmolz er. Ich musste der Meister sein. Zuerst musste Ich herausfinden, wie Ich ihn schmelzen konnte und zweitens musste Ich sein Meister werden. Das ist der subtilere Punkt. Ihr könnt der Meister einer Person werden und wissen, was sie für euch getan hat. Ich würde sagen, ihr wißt die Zukunft und so könnt ihr alles über eine Person in Erfahrung bringen. Versucht zuerst die Person zu verstehen. Mein Vater war ein sehr humorvoller Mann. Eines Tages sagte mein Bruder Baba Mama, er habe einen Freund, welcher sehr gut singen könnte! Ich befragte meinen Vater darüber und er antwortete: “Oh, er ist sehr mutig.“ Ich fragte, warum und mein Vater antwortete: Er singt, ob er kann oder nicht!“ Er gab mir damit eine genaue Beschreibung des Herrn ohne ihn zu beleidigen. Beschreibt man nun eine Person auf diese Art, wird man keine schlechten Gewohnheiten zum Ausdruck bringen. Das ist ein Weg, eine Person in seiner Ganzheit mit all seinen Fehlern und Qualitäten zu erkennen und zu akzeptieren.

Wie erreicht ihr diese Meisterschaft? Wenn ihr eure Aufmerksamkeit nicht auf seine guten Qualitäten habt, werdet ihr nur seine schlechten Qualitäten sehen. Wenn euch seine guten Qualitäten bekannt sind, werden euch seine schlechten wohl bewusst sein, aber sie erscheinen eher wie das Salz in der Suppe seines Charakters. Sie werden euch demnach nicht irritieren. Wenn man nun die Fehler einer Person indirekt, auf eine amüsante Art anspricht, wird die betreffende Person seinen Fehler verstehen. Man muss nur auf eine amüsante Art mit anderen umgehen. Aber Ich habe bemerkt, dass Humor bei Leuten nur dann zustande kommt, wenn z.B. jemand nicht korrekt gehen kann, oder komisch frisiert ist, oder andere Gebrechen aufweist. Dann lachen die Menschen. In diesem Gelächter liegt nicht Humor, sondern Kritik. Manche Menschen finden es auch humorvoll, wenn sie sich sarkastisch ausdrücken können, sie finden sich dann brillant. Aber sie wissen nicht, dass sie die Person auf diese Art für immer verloren haben. Sarkasmus richtet sich immer gegen euch! Was immer gesagt werden muss, sagt es auf eine Art und Weise durch welche die andere Person nicht gekränkt wird. Die betreffende Person soll den subtilen Humor erkennen und gleichzeitig auch sein Problem heraushören. Ich werde euch nie direkt korrigieren, sondern anhand eines Beispiels oder einer Umschreibung euch zu verstehen geben, was ihr verstehen sollt.
Ich werde zum Beispiel nie sagen: “Eine Krähe kam zu meinem Haus und machte dies oder jenes!“ Die Person, welche damit gemeint ist, wird sich fragen: “Hat Mutter mich damit gemeint?“ Transferiert das Problem auf etwas anderes, sodass auf euch kein Ärger fallen kann. Man nennt das ASTANTA – das Transferieren von einer Hand zur anderen. Shri Krishna war ein Experte darin. Es existiert eine Geschichte über ihn, wo er von einem Kampf davonlief. Der Grund dafür war folgender: Es gab einen sehr bösen Rakshasa, der so manche BOONS (Gutpunkte) von Brahmadeva bekommen hatte. Shri Krishna wusste nicht, wie er diese boons überkommen sollte. Er besann sich auf einen Trick und zwar erinnerte er sich eines großen Yogis, welcher von demselben Brahmadeva einen boons bekommen hatte, der ihn befähigte, jeden der ihn aus dem Schlaf reißt zu Asche werden zu lassen. So dachte Shri Krishna daran, die Aufgabe des Beseitigens von diesem bösen Rakshasa auf ihn zu übertragen. Er lief vom Kampfplatz zu der Höhle des schlafenden Yogis und bedeckte ihn mit seinem Schal. Er selbst versteckte sich in der Höhle, der Rakshasa lief ihm nach und vermutete unter den Schal den schlafenden Shri Krishna. Er riss den Schal zurück und rüttelte den schlafenden Yogi wach. Dieser richtete seinen Blick auf ihn und er zerfiel sofort zu Asche. Dies war das Ende des bösen Rakshasa, welcher unzählige Menschen getötet hatte.
Shri Krishna hat sich diesen Problems durch Transferieren entledigt. Also transferiert jene Aufgaben, welche ihr nicht bewältigen könnt, an jemanden, der besser befähigt ist, damit fertig zu werden. Es ist sinnlos sich auf einen Kampf einzulassen, wo man von vornherein weiß, dass man ihn verlieren wird. Shri Krishna bediente sich so vieler Tricks. Das Wichtigste ist, das Böse zu beseitigen. Wenn ihr demnach eine Aufgabe jemandem übergebt, der besser dafür ausgerüstet ist, ist es viel besser. Shri Krishna hat immer so gehandelt. Shri Krishna, der alles wusste hat immer gelächelt, auch in Sahaja Yoga müssen wir unterscheiden zwischen Leuten, die ernstlich ihre Schwächen beseitigen wollen und jenen, die nur listig sind.
Wenn Agnya und Swadisthana blockieren, solltet ihr sie fernhalten. Sahaja Yoga ist nicht für jeden, nicht für die ganze Welt. Sahaja Yoga ist nur für diejenigen, die es verdienen. Für die Sucher und die Tapferen. Es ist nicht für gewöhnliche Leute. Wir haben unsere Tore für alle geöffnet‚ und wir merken nachdem wir einige Zeit an ihnen gearbeitet haben, dass sie nur Probleme schaffen. Beschäftigt euch zuerst einmal mit Leuten, welche einfach sind. Später kann man dann, wenn nötig kollektiv schwierigere Fälle behandeln, es ist vergebliche Mühe, wenn man versucht einen Hitler oder Rajnesh zu transformieren. Versucht nicht das Unmögliche zu vollbringen. Shri Krishna vermied immer was er nicht tun wollte. Er wusste alles, er war der ISHWARA des Yoga, er brauchte nicht erst in sich zu gehen, um sich zu erkennen.

Wenn man sich in Sahaja Yoga bewähren will, muss man sich selbst erkennen, man muss wissen, wo man seine Stärken hat und man muss die Negativität erkennen. Was hier abläuft ist ein riesiges Drama, alles ist miteinander verbunden, auch wenn ihr es nicht sehen könnt. Wenn ihr an euch selbst glaubt, und wirklich fest davon überzeugt seid ein Sahaja Yogi zu sein, euch eurer Qualitäten und Werte bewusst seid, dann könnt ihr Meister werden, dessen bin Ich sicher.

Aber wir wissen nicht wozu wir fähig sind, wir unterbewerten unsere Realisation und wir glauben nicht an all das, was wir tun können. Wir glauben noch immer: Ah, ich war so eine einfache Person, Mutter gab mir die Realisation und ich war nicht einmal auf der Universität! Niemand war auf der Universität, weder Rama noch Krishna, nicht einmal Jesus Christus, er war der Sohn eines einfachen Handwerkers, eines Tischlers. Ihr seid realisierte Seelen, ihr seid euch euren Wertes nicht bewusst. Wenn ihr das einmal begriffen habt, seid ihr ganz obenauf, dann wird auch eure Meisterschaft ausarbeiten. Zuallererst müsst ihr euch selbst meistern lernen. Ich höre immer wieder, dass es euch am schwersten fällt, euch selbst zu meistern. Das verstehe Ich nicht. Wie ist es möglich, dass ihr jeden anderen zu meistern versucht, aber nicht euch selbst. Ihr seid auch mit euch selbst, euer Selbst ist euer Besitz. Den Besitz von anderen könnt ihr korrigieren, aber wie steht es mit eurem eigenen Besitz. Versucht euch selbst zu sehen und zu beobachten und dann werdet ihr die Tricks (Yukti) anwenden können. Wenn es um materielle Dinge geht, wißt ihr vielleicht, wie man sie anwenden kann, mit spirituellen Dingen müsste es euch noch viel leichter fallen, wo ihr doch im Ozean des Wissens schwimmt.

Wir müssen diese Meisterschaft entwickeln, weil die Hauptaufgabe der Kommunikation die Emanzipation der ganzen Welt bedeutet, wir müssen sie herausführen aus der Unwissenheit. Wir dürfen uns nicht mit unnützen Dingen verzetteln. Diese Meisterschaft müssen wir entwickeln, und dafür ist die Meditation am frühen Morgen unerlässlich. Das ist der Beginn und dann müsst ihr euch selber gegenübertreten und euch korrigieren, immer wieder! Und letztlich müsst ihr wissen, dass Shri Krishna der Experte des Dramas ist! Er kreiert das Drama, er spielt darin und er ist auch der Zuseher. In diesen drei Formen sollt auch ihr euch sehen. Ihr sollt eurem eigenen Spiel zusehen können und sehen, wie alles ausarbeitet. Dann wird uns unsere Selbsttäuschung verlassen. Die zweite Art der Selbsttäuschung besteht heutzutage darin, dass man Dinge tut, obwohl man weiß, dass man es nicht tun sollte. Z. B . jemand macht einen aufmerksam und sagt: “Du solltest diesen Brief aber geschrieben haben …!“ Die Antwort lautet: “Ich weiß, ich sollte! Ja, es ist wirklich nicht richtig, dass du diesen Brief nicht geschrieben hast!“ “Ich weiß doch, aber was macht das schon.“

Man weiß, “was ist schon dran“ – diese Art der Selbsttäuschung und Rechtfertigung gab es zu Shri Krishnas Zeiten nicht. Wenn ich weiß, dass Ich etwas hätte tun sollen, warum tue ich es dann nicht! Warum korrigiere ich mich nicht! Wenn ich weiß, dass ich etwas hätte tun sollen, warum tue ich es dann nicht! Warum korrigiere ich mich nicht? Wenn ich weiß, wie ich bin, dann sollte ich auch den Trick kennen, dieses oder jenes Übel bei mir auszumerzen. Darum geht es in Yoga. Yoga heißt Eins sein in seiner Aufmerksamkeit mit dem Göttlichen und somit kann man alle Verhaftungen korrigieren, in Sahaja Yoga gibt es nur eines: “Entweder korrigiere ich mich selbst, oder ich werde hinausgeworfen. Heutzutage ist es natürlich anders als in Shri Krishnas Zeiten. Er sprach nur zu Arjuna darüber in Zeiten des Krieges und ich spreche zu Tausenden über die Realisation, in Zeiten des Friedens. Shri Krishna gab keinem die „Realisation und ihr habt sie alle bekommen“. Ihr befindet euch auf einer relativierten Ebene‚ ihr seid ein Teil der Virata, auch wenn ihr sie nicht sehen könnt. Beobachtet und korrigiert euch selbst, damit ihr eins mit dem Körper der Virata sein könnt. Wir müssen uns an unseren Kindern ein Beispiel nehmen. Sie sind so liebevoll, manchmal sogar beschützend. Sie sagen: “Mach dir keine Sorgen, es wird schon alles gut werden!“ Und sie sind unschuldig. Wir müssen das Ganesha Prinzip der Unschuld in uns haben. Es ist das intelligenteste und Wirksamste überhaupt. Deswegen sage Ich nochmals seht euch selbst und korrigiert euch selbst! Respektiert euch selbst und verachtet euch nicht! Respektiert euch selbst, um eure eigene himmlische Herrlichkeit zu entfalten.

Möge Gott euch segnen!