Diwali Puja, Cabella, Italien, 1991

Nirmal Temple, Cabella Ligure (Italy)

1991-11-10 Diwali Puja Talk, Cabella Ligure, Italy, 44' Download subtitles: DE,EN,FI,FR,NL,PTView subtitles: Add subtitles:
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Ich bedaure, dass ich einiges sagen musste, bevor ich hier eintrat. Aber es ist gut so, denn ich werde nun etwas Wichtiges für euer Leben sagen, speziell für die Frauen muss Ich es sagen.

Ich habe bemerkt – und selbstverständlich bin Ich auch eine Frau –, dass Frauen eine spezielle ‚Kraft des Wassers’ besitzen, in dem sie weinen und heulen und glauben, sie sind jämmerlich und unglücklich, und machen damit auch alle anderen unglücklich. Das ist ihre Kraft. Ich habe das bemerkt. Dieses Lied ist das schlechteste, welches ihr auswählen konntet, ganz egal an welchem Tag. Es ist jemandem irgendwie in den Sinn gekommen; es ist sehr negativ. Und nicht nur das, es zeigt eine Person, welche nicht glücklich sein kann und auch nicht will, dass es andere werden.

In jeder Frau steckt die Mutterschaft, steckt großes Fassungsvermögen und Opferbereitschaft, alles ist da, – und damit auch die Linksseitigkeit, das müssen wir wissen. Unsere Freude, welche wir in unserem Herzen spüren und über die wir sprechen, muss sich auch außen ausdrücken. Die Menschen sollen sehen, dass wir freudige, glückliche Leute sind und nicht wie andere, die wegen jeder Kleinigkeit heulen.

Als Mein Vater starb, war Ich überrascht, dass Ich plötzlich gedankenfrei wurde, absolut gedankenfrei, für ungefähr drei Tage. Kein Gedanke des Schmerzes und kein Gedanke des Unglücklichseins oder ähnliches kam auf – Ich war bloß gedankenfrei. Sogar Ich selbst war überrascht, denn Ich kümmerte Mich immer sehr um ihn und er hing sehr an Mir. Die Leute waren überrascht, dass Ich so einfach gedankenfrei wurde.

Wenn ihr also eine Sahaja Yogini seid, dann solltet ihr in einer Krise gedankenfrei werden. Das ist eines der Zeichen. Ich habe es bei Mir selber festgestellt, dass Ich gedankenfrei werde, wenn es in der Familie irgendeine Krise gibt. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Gott seine Hand schützend über euch hält und euch aus dem Problem herausführt und gedankenfrei macht. Und in diesem gedankenfreien Bewusstsein entdeckt ihr, was richtig und was falsch ist. Dieses gedankenfreie Bewusstsein ist im Krisenfall noch viel wachsamer als im Normalfall. Es ist das Zeichen eines Sahaja Yogis oder einer Sahaja Yogini.

Ich war entsetzt und überrascht, als Ich an den französischen und indischen Mädchen bemerkte, welche hierher kamen, wie linksseitig und weinerlich sie sind. Auch überraschte es Mich, wie sie so ein französisches Lied singen können. Vor allem in Frankreich, wie ihr wisst, wird sehr viel getrunken. Ich bedaure, dies sagen zu müssen, denn die Franzosen haben diese schöne Sache gemacht, aber Ich muss es tun.

Wenn sie trinken, glauben sie, dass sie sehr fröhliche und glückliche Menschen sind, aber ihr wisst, wie kurzlebig dieses Gefühl ist. Wenn es vergeht, leiden sie. Die Folge des Trinkens ist, dass man linksseitig wird. Wenn ihr einen Franzosen seht – er ist stets unglücklich. Er hätte sogar Hemmungen zuzugeben, dass er glücklich ist, denn die Leute würden ihn womöglich als Ignoranten abstempeln. Also muss er eine jämmerliche Person darstellen; – „Les Miserables!“ Ist er das nicht, so ist er kein Franzose. Aber wir sind nicht so, wir sind im Königreich Gottes. Wir sind niemals unglücklich.

Es passieren manchmal Dinge im Leben, das ist eben so. Jemand muss sterben, sicher; wir können nicht alle zusammen sterben. Stellt euch das vor, wer würde uns dann begraben? Würden wir alle zusammen geboren werden, wer würde uns dann zur Welt bringen?

Jeder, der geboren wird, muss auch sterben. Aber der Tod, welchem man im Leben solch eine Bedeutung beimisst, ist nur ein Moment. In einem Moment seid ihr weg, wechselt und kommt wieder. Aber in diesem Leben müsst ihr euch erfreuen, an allem was ihr tut.

Die Engländer suchen ihre Glückseligkeit in den Pubs, in der Meinung: ‚Wenn wir einmal sterben müssen, sollen wir im Leben unseren Spaß haben.’ Das ist ihre Philosophie. In Indien ist es anders. Wenn jemand stirbt, werden Musikkapellen beauftragt, Musik vor dem Toten zu machen. Sie spielen, so dass eventuell anwesende Bhuts das Weite suchen. Ihr sollt nicht traurig sein, denn was immer Gott für euch bestimmt hat, ist zu eurem Besten.

Nach dem 10. oder 13. Tag geben sie dann ein großes Essen; und das in einem Land, welches soviel Armut hat. Wenn ein Vater wegstirbt, ist die ganze Familie oft brotlos. Trotzdem feiern sie und tragen keine schwarze Kleidung. Ganz im Gegensatz zu hier. Ich sah Leute in schwarzen Gewändern; und eine Dame, welche sehr in Trauer war, sagte, dass sie zur Beerdigung gehen muss, aber die Bank‚ wo sie ihren Schmuck aufbewahrt, öffnet erst um zehn Uhr. Ich sagte: „Aber zum Begräbnis schmücken sie sich doch nicht!“ Ihre Antwort war: „Doch, doch, ich habe einen schönen Schmuck ganz in schwarz für diese Gelegenheit in der Bank.“

Der bemerkenswerteste Teil an dem Ganzen ist, dass man nach dem Begräbnis Champagner haben muss. Wenn jemand stirbt: Champagner! Und wenn sie nach Hause kommen, gibt es ein großes Festessen.

Was für ein widersprüchliches Leben! Das ist darauf zurückzuführen, weil im christlichen Glauben nicht viel vom Tod gesagt wurde. Hätten sie Christus leben lassen, hätte er darüber gesprochen. Er sagte allerdings: „Der Geist ist ewig!“ Er hat auch von der Wiedergeburt gesprochen, zweifellos, aber diese Leute haben das nicht wiedergegeben, deshalb glauben die Christen, dass derjenige, der stirbt, für immer gegangen ist und nicht wiederkehrt. Das ist völlig falsch!

Was wir in diesem Leben erreichen müssen, ist unser Aufstieg und unsere Position im Königreich Gottes. Vor allem den Frauen muss ich das sagen. Sie lesen gerne all diese Tragödien – so viele Tragödien erscheinen. Das wirkt auf die Nerven der Frauen ein. Wenn man eine Kleinigkeit zu ihnen sagt, schlägt es eine wie eine Bombe. „O Gott, was ist geschehen? Wie kann er das sagen?“

Aber zuerst sollten wir sehen, was mir mit uns selbst tun. Was wir uns selbst antun, darüber weinen wir nicht. Ihr habt gesehen, wie die Frauen im Westen sich selbst ruinieren. Darüber weinen sie nicht – niemals. Aber wenn ihnen jemand eine Kleinigkeit sagt, kommen ihnen gleich die Tränen. Auch in Indien ist das so. Aber es gibt auch sehr vernünftige Frauen, im Westen wie im Osten. Jene, welche eine großartige Haltung und majestätische Einstellung im Leben haben. Wie ein Elefant, der dahinschreitet, ohne auf das Gebell der Hunde zu reagieren. Diese majestätische Haltung stellt sich ein, wenn man die innere Freude hat, welche einem sagt, dass uns nichts unglücklich machen kann.

Das soll unser Prinzip sein: Nichts kann mich unglücklich machen! Sonst fallen wir auf die Linke Seite. Wenn die Frau weint, geht der Mann auf die Linke Seite und es befallen ihn 10 Bhuts. Er wird sich fragen, wie das möglich ist, wo er doch auf keinem Friedhof war, niemanden sterben sah und auch keine falschen Gurus hatte. Seht seine Frau an – sie ist eine Heulsuse. Sie weint wegen jeder Kleinigkeit. Wenn er dies oder jenes nicht macht, dann heult sie, das ist im Grunde nichts anderes als ein anderer Ausdruck von Ego.

Ich möchte heute von euch das Versprechen, dass ihr nie weinen werdet! Anstatt Blumen gebt mir dieses Versprechen zum Geschenk. Ich weine auch nicht; es sei denn – sandra karuna – ein oder zwei Tränen lösen sich von Meinen Augen, – schließlich bin Ich eine Mutter. Aber nicht auf so eine Art, wo man heult und heult und halb hysterisch wird. Ihr müsst Würde haben. Ihr seid alle Sahaja Yoginis. Lest keine Bücher, welche vom Weinen sprechen, sondern solche, welche tiefe Gefühle in euch erwecken. Sie berühren euch, so dass euch zum Weinen ist, das ist in Ordnung.

Im Kino schauen sie sich Filme an, in denen Frauen ihre Männer quälen – da wird geweint. Dann kommen sie nach Hause und quälen ihre Männer. Was bringt das? Ich habe viele solche gesehen. Im Kino weinen sie, an anderen fühlen sie den Schmerz, aber wenn sie ihn selbst verursachen, sehen sie das nicht.

Meine heutige Aufforderung an euch ist, dass ihr nicht weinen sollt. Ihr seid im Königreich Gottes und da weint man nicht. Wir haben Feste wie Allerheiligen und ähnliche. Auch in Indien haben wir solche Feste, auch da gibt es solchen Unsinn. In Ordnung, gebt ihnen was ihnen gebührt, aber feiert nicht, indem ihr weint. Ihr sollt euch dadurch auszeichnen, dass ihr wirklich freudvoll seid.

Ich meine, Ich war schockiert, dieses Lied zu hören. Wer hat dieses Lied vorgeschlagen? Soll ich Kulpreet fragen? Es war sicher eine Inderin. [Shri Mataji spricht in Hindi]

Seht nur diese schönen Dinge, die gemacht wurden. Wenn keine Schönheit in ihnen wäre, würden sie dasitzen und weinen – was sonst? Menschen, die innere Schönheit haben, weinen nicht. Sie vergießen vielleicht einmal ein paar Krokodilstränen nur zur Schau, aber innerlich weinen sie nicht, denn sie sind voller Vertrauen. Sie genießen ihre Schönheit; sie genießen ihren Ruhm; sie genießen sich selbst. Warum sollten sie weinen? Solch vergeudete Tränen sind völlig nutzlos.

Wir sind heute da, um uns an unserer Freude zu erfreuen, unserem Atmananda, Nirananda und Parmananda; all diese sind hier, um sie zu genießen. Sie haben ewigen Wert. Ihr müsst nur verstehen und glauben, dass ihr im Königreich Gottes seid. All die subtilen Schönheiten eures Wesens werden euch offenbart werden. Ihr werdet selbst alle Schönheit sehen. Wenn aber eure Augen zu sind und eure Herzen zu sind und ihr etwas so Schönes nicht sehen wollt, wie kann Ich dann sagen, welche Schönheiten geschaffen wurden?

Eine positive Einstellung ist äußerst wichtig im Leben und auch für Sahaja Yoga. In Sahaja Yoga müssen wir uns innerlich entwickeln. Aber die Leute begreifen es nicht. Sie sagen: „Meine Mutter ist krank, mein Bruder ist krank“ und dergleichen. Das ist das Erste, woran sie denken. Manchmal dachte Ich schon, Ich sollte ein Krankenhaus anstatt einen Ashrams eröffnen. Zweitens kommen sie dann mit Anliegen wie: „Mein Mann benimmt sich so, meine Kinder sind dies und jenes“ usw. Dieses ‚Mein’ seid nicht ihr. Ihr seid Sahaja Yogis und durch Sahaja Yoga habt ihr alle Beweise, alles deutet darauf hin, dass ihr ein Sahaja Yogi seid.

Wenn Ich weiß – angenommen –, dass Ich Adi Shakti bin, dann weiß Ich es, dann brauche Ich niemanden um Hilfe zu fragen. Schließlich bin Ich Adi Shakti, Ich muss Mich um alles selber kümmern. Das ist meine Aufgabe, weil Ich diese Kraft habe; und wenn Ich diese Kraft habe, dann muss Ich es tun. Ich könnte auch sagen: „Ich bin auch eine Frau, Ich könnte mich hinsetzen und weinen!“ Das kann Ich nicht tun, nicht einmal, wenn Ich es tun möchte. Es ist Meine Aufgabe, euch zu ermutigen und euch von eurer inneren subtilen Schönheit zu erzählen.

Wisst ihr, welche Schönheit euer Wesen birgt? Sprechen wir über unsere innere Schönheit. Wer sind wir? Sind wir diese verrückten Leute, die sich stets elend und jämmerlich fühlen? Oder sind wir solche Leute, die immerfort streiten und nach materiellen Gütern dürsten? Nein, wir sind der Spirit, der Geist, das Spiegelbild von Gott dem Allmächtigen, welches Reinheit, Wahrheit und Wissen bedeutet. Das sind wir! Wir sind keine gewöhnlichen Leute.

Wie können wir auf dieser Ebene verweilen? Nur dann, wenn ihr besessen seid oder einen falschen Guru hattet oder ähnliches. Dann hüpft ihr auf und ab wie ein Jojo, immer auf und ab, auf und ab. Aber jene, welche diese Grenzen überschritten haben, sollten sich dessen bewusst sein, dass sie der Geist, der Spirit sind. So viele ‚Spirits’ sitzen hier und reflektieren Gott den Allmächtigen. Ich bin eine sehr stolze Mutter, denn ihr alle könnt so viele Menschen auf dieser Welt erleuchten. Die Schönheit in euch ist, dass ihr völlig unabhängig von irgendjemandem seid. Ihr solltet euch lediglich auf euch selbst verlassen, auf den Ursprung eures Geistes, die Freude eures Geistes. Ihr erwartet nicht von anderen, dass sie euch Freude geben.

Nehmen wir an, es kommt jemand und beschimpft Mich. Ich übergehe es und sage Mir, es macht nichts. Es geht Mir nicht nahe, weil Ich mit Mir selbst bin. Derjenige, der diese Dinge sagt, wird dafür leiden oder auch nicht, das ist nicht Mein Problem. Ihr müsst euch vorstellen, ihr seid ein Haus, gebaut auf solidem Felsen. Versucht, diesen Felsen in euch zu spüren. Versucht zu verstehen, dass wir uns nicht wie andere verhalten können. Diese Leute, die ihre Häuser auf Sand gebaut haben, die müssen sich Sorgen machen; aber nicht wir, wir haben auf Felsen gebaut.

Wir müssen sehr tapfer und sehr mutig sein – und zugleich extrem bescheiden. Wenn ein Baum mit Früchten beladen ist, neigt er sich zur Erde. Wir verehren also Mutter Erde, wir verehren die Sonne, wir verehren den Mond, unsere Eltern, jeden, der uns weiterbringt. Aber darüber hinaus verehren wir uns selbst, – weil wir verehrungswürdig sind.

Ihr seid nun alle Heilige. Das bedeutet nicht, dass ihr euch Bärte wachsen lasst oder euch einschlägig kleidet und all das. Ihr seid Heilige, weil in eurem Inneren der wunderbare Duft eures Lotusses ist. Das ist der Spirit. Ich sitze hier in einem wundervollen Lotus, den ihr geschaffen habt. Genau so ist dieser wunderschöne Lotus in eurem Herzen reflektiert. Spürt diesen Lotus, – wie schön, wie zart er ist. Er ist rosa, das ist die Farbe die jeden einlädt, ein Zeichen von Großzügigkeit. Rosa zieht alle möglichen Insekten an, zieht jedermann an.

Der Lotus ist also rosa und wirkt einladend, ist offen zu allem, schreckt sich vor nichts. Aber er entsteht aus dem Schlamm, aus furchtbaren Teichen, wo sich viele Würmer aufhalten. Aber er verströmt einen wunderbaren Duft und macht den ganzen Teich schön. Das seid ihr! Wo immer ihr seid, könnt ihr diese Schönheit erzeugen, könnt sie zum Fließen bringen. Durch euch können die Menschen sehen was es heißt, eine spirituelle Person zu sein. Ihr seid die Spiegelbilder von Sahaja Yoga, nicht Ich. Ihr müsst Sahaja Yoga reflektieren. Und solche Menschen sind immer in Freude und Weisheit.

Shri Ganesha ist der Spender der Weisheit. Weisheit bedeutet zu wissen, wie man sich wo zu benehmen hat, was man wann sagen soll und wie weit man gehen kann. Es sollte innerlich sein, sahaj. Ihr braucht es nicht zu erarbeiten – wisst es einfach. Jeden Morgen solltet ihr zu euch selbst sagen: „Ich bin eine Sahaja Yogini! Wie weit soll ich gehen? Wie soll ich mich verhalten? Wie soll meine Einstellung sein?“ All das könnt ihr ganz leicht verstehen, wenn ihr diesen Lotus der Weisheit entwickelt. Wie sprießt dieser Lotus? Da ist der Same, der aufgeht. Der Same der Weisheit wohnt schon in euch. Ihr alle habt ihn in euch, – und nun beginnt er zu sprießen, weil ihr Realisierte Seelen seid. Erlaubt eurer Weisheit, die Führung zu übernehmen.

Wie solltet ihr vorgehen? Es gibt einen Weg, würde Ich sagen. Fragt euch, was Mutter wohl getan hätte. Ihr könntet darauf sagen, dass wir Mutters Wege nicht verstehen; Sie hat alle möglichen Tricks zur Hand. Nun ja, das ist richtig, aber es gibt eine einfache Lösung. Übergebt eure Angelegenheit Meiner Weisheit – und eure Weisheit wird zu arbeiten beginnen. Das ist auch ein Punkt, den ihr verstehen müsst. Die Weisheit in euch ist aktiv. Ich möchte euch von einem Mann erzählen, welcher am Londoner Flughafen arbeitet. Er ist ein Sahaja Yogi, kommt aber nicht zu den kollektiven Treffen, weil er keine Zeit hat. Jemand hat ihn scharf angesprochen. Als er heimkam, sagte er sich: „Es ist nicht gut, dass er so mit mir gesprochen hat, ich bin immerhin ein Sahaja Yogi!“ Am nächsten Tag hörte er, dass dieser Mann vom Fahrrad gefallen ist. Dieser Mann wird nicht wissen, dass das geschah, weil er diesen Sahaja Yogi so scharf ansprach – aber der Sahaja Yogi wusste es, weil die Deitäten mit euch sind.

In eurer Weisheit versteht ihr, dass alle Deitäten mit euch sind. Was immer auch geschehen mag, sie stellen sich vor euch, so dass niemand euch etwas antun kann. Niemand kann euch angreifen. Ihr seid so beschützt. Lotusse sind nicht beschützt, aber ihr seid beschützt. Wenn jemand euch etwas antun will – sogleich ist der Schutz da. Da ist auch noch euer eigener Schutzmantel um euch, wenn ihr ins gedankenfreie Bewusstsein geht, wie ich euch schon sagte.

Manchmal fügen wir uns selbst mehr Schaden zu als andere uns zufügen könnten. Ich erinnere mich an eine Freundin aus meiner Schulzeit, die fortwährend zum Heulen neigte. Sie weinte für nichts und wieder nichts. Sie war auch sehr verzogen. Es überraschte mich zu hören, dass sie schon in sehr jungen Jahren erblindete. Sie trug dicke Gläser und als ich sie daraufhin ansprach, antwortete sie: „Erinnerst du dich, wie viel ich immer geweint habe?“ „Ja, Ich erinnere mich. Hast du nach der Schule auch noch so viel geweint?“ „Ja“, sagte sie, „ich habe immer so viel geweint.“

Auf diese Art entwickelt man eine Persönlichkeit, welche immerzu weint und sich elend fühlt. Aber warum entwickelt man nicht eine Persönlichkeit, die stets in Freude ist? Warum sagt man sich nicht: „Ich werde immer fröhlich sein! Ich freue mich immer, egal was ich höre oder sehe!“ Nur so wird der Lotus in euch seinen Duft entfalten. Nur so wird die Aktivität eurer Weisheit euch alles Schöne bescheren. Ohne Anstrengung wird euch alles Schöne und Erfreuliche zuteil werden. Man könnte sagen, es ist eine Aktivität der Weisheit in euch, welche euch zu netten Menschen und Situationen führt, die einzig und allein Freude bereiten; wo euch Angenehmes und Schönes widerfährt, etwas, was ihr nie erwartet hättet.

Es ist äußerst wichtig, dass ihr verstehen könnt, dass eure Weisheit, euer Spirit alles ausarbeiten wird. Ihr braucht nichts anderes zu tun, als euch daran zu erinnern, dass ihr eine Sahaja Yogini seid und euer Charakter sowie eure Ideen diejenigen einer Sahaja Yogini sein sollen. Dasselbe gilt für euch Sahaja Yogis. Männer werden nicht so emotionell, aber sie haben oft ein hitziges Temperament. Manchmal ist es so stark, dass man sich fragt: „Was ist los mit dieser Person?“

Auf der einen Seite haben wir nun die Weinenden und auf der anderen Seite das hitzige Temperament. Ich frage mich, was liegt wohl dazwischen. Beide Seiten sind unangebracht. Man muss wohl oft etwas sagen, Leute korrigieren. Gerade vorhin musste Ich etwas sagen, aber nun ist es wieder vorbei. Es ist kein Ärger, Ich muss nur handeln. Der Unterschied besteht darin, dass Ich mich nicht involviere. Ob ich korrigiere oder ein paar Tränen vergieße, ich bin nicht darin involviert. Auch wenn ich ärgerlich scheine, so ist es nur ein Spiel; ich versuche ärgerlich zu wirken. So soll es sein.

Lässt man sich in seinen Ärger involvieren, dann ist es aus und vorbei mit der Freude. Es gibt Leute die glauben, auch wenn man Freude empfindet, soll man ernst wirken. Ganz und gar nicht! Was gibt es da so Ernst-zu-Nehmendes auf dieser Welt? Alles ist Blödsinn. Ich finde nichts Ernst-zu-Nehmendes in dieser Welt. Ich kann nicht ernst bleiben für mehr als drei Minuten. Ab und zu nützen Leute das aus, aber was kann Ich machen, so ist eben Meine Natur. Ich kann Mir wirklich nicht vorstellen, was es so Ernstes gibt. Ihr braucht nicht die Sonne zu erschaffen, nicht den Mond, nicht Mutter Erde. Was habt ihr denn für große Aufgaben zu bewältigen? Alles ist schon für euch bereit. Freut euch darüber! Wozu also dieser Ernst?

Manche Leute wollen auch mit ihrem ernsten Gehabe beeindrucken. Ich sah einmal eine Frau mit einem äußerst ernsten Gesichtsausdruck und sprach sie darauf an. Sie sagte, sie hätte keinen Besen und müsste hier dringend kehren. Was ist das für ein Grund, ernst zu sein? Soll sie es heute vergessen und morgen machen. Wenn man etwas momentan nicht hat, kann man nichts machen. Sie aber bestand darauf, zu kehren, weil sie eben besonders ordnungsliebend sei, sagte sie. Ich antwortete: „Das ist das größte Problem und dieses ist ernst!“

Ihr werdet ernst auf Grund von unnützen Problemen und glaubt, sie auf diese Weise lösen zu können. Zugleich muss ich euch sagen, wir dürfen nicht vulgär oder leichtsinnig sein. Seht euch diese Blumen vor mir an. Sie bewegen sich im Fluss meiner Vibrationen. Seht ihre Würde, sie werden morgen sterben und es berührt sie keineswegs. Sie sorgen sich nicht, solange sie an ihrem eigenen Platz sind; – sie verströmen Freude und Glück, das ist alles. Die Aufgabe des Lichtes ist es, zu leuchten.

Wir sind hier, um Freude und Glück zu geben. Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, anderen Freude zu bereiten. Wir müssen lernen, andere glücklich zu machen. Haben wir es nun geschafft, diese Freude in anderen zu erwecken, spüren wir selbst die große Freude. So öffnet sich der Lotus in euch immer mehr, so wie eine Welle sich bis zum Ufer bewegt und dann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Genau so ist es mit der Freude. Wenn ihr sie aussendet und sie andere erreicht, kommt sie zu euch zurück. Diese Wellen der Freude zeichnen wundervolle Muster.

Denkt an Situationen, in welchen ihr anderen Freude gebracht habt und wie diese Freude dann zu euch zurückkehrte. Ihr solltet daran denken, wie ihr euch da gefühlt habt, denn dann erscheint das ganze Bildnis vor euren Augen und es bleibt ewig in Erinnerung. Deshalb ist Diwali so wichtig. Wie Ich schon sagte, ihr seid Meine Lichter, ewige Lichter. Diese Diwali-Lichter hier werden ausbrennen und wir müssen sie jährlich wieder entzünden. Aber ihr habt ein ewiges Licht und dieses Licht verbreitet Freude.

Was ist das Problem dieser Welt? Das ganze Problem ist: es gibt keine Freude. So einfach ist das. Es fehlt die Freude. Wenn sie Freude gehabt hätten, hätten sie nicht all die unsinnigen Dinge getan. Es fehlt die Freude. Wenn man Freude empfindet, will man nicht kämpfen, will man nichts tun und nichts sagen, das andere verletzt. Man würde nichts unternehmen wollen, das Mutter Erde schädigen und ökonomische Probleme verursachen könnte. Jemand, der diese Freude empfindet, wird einfach nicht in der Lage sein, jemandem zu schaden. Wenn Leute es doch tun, fühlen sie sich unglücklich, egal ob hier, in Indien oder sonst wo. Man fühlt: „Warum sollte ich etwas tun, das für andere nicht angenehm ist?“ Es bringt keine Freude.

Wenn ihr Freude habt, müsst ihr Freude spenden; wenn ihr keine Freude spendet, dann fehlt etwas in eurem Sahaja Yoga. Deshalb müssen wir aufsteigen, wir müssen Sahaja Yoginis, Sahaja Yogis werden; mit anderen Worten, eine Freude spendende Gesellschaft. Wir können sogar unseren Namen ändern, wenn euch ‚Sahaja Yoga’ nicht gefällt, auf ‚Freude spendende Vereinigung’.

Es ist sehr wichtig herauszufinden, was eigentlich die Freude tötet. Was tötet die Freude? Zuerst braucht ihr die Weisheit, wie Ich schon sagte. Weisheit gibt euch die Losgelöstheit – Losgelöstheit von allen Arten der Selbstsucht, der Eigennützigkeit, des Egoismus, aller Ich-Bezogenheit – stellt euch das vor!

Das Selbst bedeutet der Spirit. Und was bedeutet Selbstsucht? Es ist dasjenige, das euer Selbst völlig verdunkelt, denn ihr denkt an euch selbst, eure Kinder, eure Familie; – manchmal überhaupt nur an euch selbst. Wenn eure Gedanken in diese Richtung gehen, werdet ihr kleiner und kleiner und der Lotus in euch bricht zusammen. Aber an andere zu denken ist großartig.

In Meinem Fall ist das anders. Wenn Ich über Mich selbst nachdenke, sage Ich euch, bin Ich überglücklich und freudvoll. Das muss Ich zugeben. Denke Ich an manche Leute, beginnen Meine Chakren sofort zu blockieren und Ich denke: „O Gott, warum habe Ich an eine solche Person gedacht?“ Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie selbstlos Mein Körper ist. Alleine wenn Ich jemanden sehe, beginnen Meine Chakren zu arbeiten, als ob Ich für jeden verantwortlich sei, dessen Chakren blockiert sind. Bis zu einem gewissen Grad bin Ich das ja auch, aber nicht in diesem Ausmaß.

Dennoch denke Ich an alle Leute, die Probleme haben, an euch alle. Warum denke Ich so? Weil Ich weiß, dass ihr glücklich sein werdet, wenn Ich eure Chakren verbessere. Das sagt Mir nicht die Logik, sondern Mein Körper weiß es einfach. Und es wirkt. Es wirkt und macht Mich glücklich. Wenn ich sehe, dass jemand seine Realisation bekommt, macht Mich das unsagbar glücklich. Wenn Ich sehe, dass jemand von seinem Problem befreit wurde, ist das für Mich eine große Freude, – denn das Freude-Spenden ist die Natur des Geistes.

Wenn ihr eurem Geist nicht erlaubt, seine eigene Natur zu verwirklichen, dann kann er sich nicht manifestieren. Man könnte sagen, ihr seid eine Lampe, so weit es euren Körper und Verstand betrifft. Aber wenn sich das Licht des Geistes verwirklichen soll, dann muss es so einzigartig sein, dass es sein ganzes Licht nach außen abgibt, den anderen gibt. Diese Fähigkeit des Licht-Verschenkens müsst ihr verbessern. Allmählich werdet ihr überrascht sein, nur wenn ihr es versucht, in eurem Leben, euren Beziehungen, euren Bemühungen, anderen Licht zu geben, um ihr Leben zu verbessern, nicht um anzugeben, nicht um egoistisch zu sein, sondern in einer liebevollen Weise, – werdet Ihr wirklich verstehen, dass ihr der Geist seid. Der Geist liebt und in Liebe vergibt man.

Manchmal macht man Mir Vorwürfe, dass Ich so schnell vergebe. Aber Ich kann nicht anders, es ist Mein Wesen. Wenn ihr jemanden liebt, vergebt ihr. Dann fühlt ihr euch nicht schlecht. Nicht zu vergeben ist schwer – zu vergeben ist am besten. Und letztendlich erspart ihr euch Sorgen, wenn ihr vergebt.

Diese Liebe, sie ist Freude. Wenn diese Liebe schmilzt und fließt wie ein Fluss und alle Bäume in der Umgebung nährt – das ist der Moment, das ist die Vervollkommnung der Individualität oder einer Persönlichkeit dieser Liebe; und das ist der Moment, in dem sie Erfüllung erfährt.

Es geht nicht darum, bloß ein Licht in einer Ecke zu sein, nein, es muss fließen, sich bewegen und nähren. Liebe ist nicht etwas Lebloses, wie ein Stein. Wenn sie schmilzt, schließt sie alles mit ein und alles wird schön dadurch.

Ihr müsst verstehen, dass das Leben dazu da ist, anderen Freude zu geben, denn ihr seid nun Heilige und euer Licht muss Freude spenden. Ein wenig müsst ihr ertragen. Ihr besitzt die Kraft zu ertragen. Ihr habt alle Kräfte. Somit wünsche Ich euch viel Glück und Wohlstand für das nächste Jahr!
Möge Gott euch segnen!