Hamsa Chakra Puja

Vancouver (Canada)

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Hamsa Chakra Puja, Vancouver (Canada), 13 September 1992.

Heute werden wir das Hamsa Chakra verehren. Bisher haben wir immer eine Deität verehrt und es ist das zweite Mal, dass wir dieses Hamsa Chakra verehren. Dieses Chakra ist zwischen den beiden Augenbrauen plaziert. Die beiden Augen repräsentieren die rechte und die linke Seite. Dieses Zentrum ist also sehr stark von den Augen geleitet, von den Ohren, von der Nase, Zunge, Zähne, Hals. Es ist ein sehr wichtiges Zentrum, weil das Vishuddhi, das sich mit 16 Blättern um Ohren, Augen Hals, all diese verschiedenen Organe in uns kümmert, auch mit der Virata kommunizieren muß. Es muß also dieses Hamsa Chakra passieren. Hamsa Chakra ist das Zentrum, das „Auspiciousness“ in unserem Bewußtsein ausdrückt, das bedeutet, wenn das Zentrum bewußt und erwacht ist, dann wissen wir sofort, was „auspicious“ ist und was nicht „auspicious“ ist. Wir bekommen sozusagen die göttliche Unterscheidungsfähigkeit. Ich denke, es ist ein Teil der Genetik, dass Menschen zwischen Gut und Böse, destruktiv und konstruktiv unterscheiden können. Das ist die Basis, die vorhanden sein muß. Aber wir können es einfach zerstören, durch all diese Organe die die Konditionierungen und das Ego von außen sammeln. Deshalb ist dieses Zentrum sehr anfällig. Andere Zentren sind nicht so sehr mit dem Äußeren verbunden wie dieses, das mit dem Äußeren verbunden ist und all die Informationen von all diesen Organen bezieht.

Nehmen wir zum Beispiel die Augen: Augen sind sehr wichtig, denn man sagt, dass sie das Fenster des Geistes sind. Und ihr habt gesehen, dass eine Vergrößerung der Pupillen zu beobachten ist, wenn die Kundalini aufsteigt und der Geist zu scheinen beginnt, und man schaut aus wie ein unschuldiges Kind und es ist ein Scheinen in den Augen. Aber durch die Art wie wir ständig mit unseren Augen spielen, die Art wie wir sie ohne Unterscheidungsvermögen mit unserer Lust und Gier benutzen, können wir dieses Zentrum sehr schwer zerstören. Wenn wir einmal zu destruktiven Dingen in unserem Leben neigen, dann beginnen wir alles Falsche und Destruktive sehr schnell und einfach zu akzeptieren. Ich fühle, dass das eine Art genetischer Defekt ist, denn es gibt Leute, die nichts Dummes, Idiotisches oder Destruktives akzeptieren werden. Aber manche Leute sind sehr anfällig und sehr einfach und können zu absurden Dingen bewegt werden, die dumm sind und definitiv destruktiv. Dies kann eine sehr kollektive Akzeptanz werden. Wenn es einmal eine kollektive Akzeptanz wird, schleicht es sich in alles ein. Es hat nicht nur den Effekt, absorbiert zu werden, sondern es hat auch einen Effekt, indem es andere Dinge ansteckt. Wenn zum Beispiel eine Person, deren Augen herumschweifend, flirtend sind, zu einer Gruppe Menschen geht, die nicht wissen, was flirten ist, die nicht wissen, was herumschweifende Augen sind weil sie beständige Augen haben, kann diese Person solche Leute beeinflussen und einige von ihnen zu der gleichen Art Persönlichkeit machen. Es stellt also eine sehr gute Tür für alle möglichen Bhoots und Wesenheiten dar, durch die sie eintreten können. Und wenn ihr beginnt, es zurück zu projizieren, können die gleichen Bhoots in andere Personen eindringen und können die gleiche Art von Vakuum oder die gleiche Art von Anfälligkeit im Hamsa Chakra eines anderen hervorrufen. Das ist es, warum die Augen sehr, sehr rein und unschuldig sein müssen.

Eine andere Sache ist es, was ihr hört. Einige Leute halten sich einfach die Ohren zu, wenn sie etwas Dummes hören. Sie wollen das nicht hören. Aber es gibt Leute, die es mögen und es immer wieder genießen. Letztendlich wird es zu einer Angewohnheit, dass sie all das hören wollen, was ein Mensch normalerweise nicht mögen würde. Es gibt auch Menschen, die keine Unterscheidungsfähigkeit im Geruch haben, sie riechen so furchtbar, sie essen verrottete Nahrung, verrotteten Käse, verrotteten Wein, aber sie können es nicht selbst riechen! Jeder, der in ihrer Gesellschaft ist, kann es riechen. Sogar ihre Hände riechen nach verrottetem Käse, das man es nicht aushält. Aber sie haben die Kraft des Geruchs verloren. Genauso haben wir in unserem Land eine Kaste, die „Sweepersoo“ (?) heißt, die alle Arten von schmutzigen Reinigungsarbeiten mit ihren Händen tun. Sie haben keinen Sinn für Geruch, sie haben den Sinn für Geruch verloren. Die Nase hat diesen Geruchsinn verloren, sie können nichts riechen, nichts Schmutziges. Deshalb können sie ihre Arbeit verrichten.
Wenn ihr also damit anfangt, nicht auf Gerüche zu achten – ich habe gesehen, dass Leute Dinge benutzen, die aus Tabak gemacht werden, sie sollen sehr gut sein, sehr berühmte Parfümmarken wie „Tabak“ – wenn man also einmal beginnt, solche Dinge zu mögen, dann sind da bald andere Gifte und furchtbare Dinge mit furchtbarem Gestank. Außerdem ist das, was du zuerst riechst, der Alkohol, der „Geist“, aber es macht ihnen nichts, denn sie sehen darin ein sehr angenehmes Vergnügen. Aber diese Vergnügungen können letztendlich den gesamten Sinn der Nase vernichten und danach kann man sogar den gesamten Geruchsinn verlieren.

Eines der Organe, die Freude geben, ist der Geruchsinn. Wenn die Kundalini aufsteigt, dann erleben viele Leute einen verschiedenartigen Duft, manche Leute riechen den Geruch von Gugul, andere von Sandelholz oder eine andere sehr natürliche Essenz, von Blumen oder von Hölzern. Aber wenn man einmal anfängt, diese unnatürlichen Dinge, die tatsächlich destruktiv für euren Geruchsinn sind, zu benutzen, dann bemerkt man keinen schlechten Geruch mehr irgendwo, so wie die Tiere. Es gibt so viele Tiere, die riechen können, sie nennen es nicht schlecht oder gut, aber sie können riechen. Sogar diese Empfindlichkeit für gute oder schlechte Gerüche, die wir Menschen bekommen haben, geht verloren.

So beginnt also unsere Stufe des Aufstiegs, das Niveau, das wir bekommen haben, nach und nach zu verschwinden, nach und nach. Genauso mit dem Hals. Wenn der Hals für schlechte Sprache und dafür benutzt wird, Leute zu beschimpfen, Ärger zu zeigen oder irgendeine Art von Aggression, dann geht die Sanftmut der Stimme verloren. Manchmal nehmen Leute Dinge, die durch ihre destruktiven Eigenschaften auch den Hals angreifen können wie zum Beispiel Alkohol oder auch das Rauchen; wenn man raucht wird der Hals anfällig und die Sanftmut der Stimme geht verloren. Dann sprechen sie mit einer Pferdestimme.
Aber das ist alles äußerlich, es beginnt damit, dass es äußerlich wird. Der Mund schwillt an und auch die Zähne reagieren auf all die Dinge, die wir ohne Unterscheidungsvermögen einnehmen, nur weil es Mode ist, weil es gut vermarktet wird, weil die Werbung gut ist. Das bedeutet, dass wir keine eigene Weisheit, keine eigene Persönlichkeit haben. Aber wenn dieses Zentrum erweckt ist, dann entwickelt man ein Unterscheidungsvermögen.

Gestern habe ich erklärt, wie das Wort Hamsa für dieses Zentrum entstanden ist. Es gibt ein sehr schönes Gedicht im Sanskrit, es sagt, dass ein Schwan weiß ist und ein Kranich auch – was ist der Unterschied zwischen dem Schwan und dem Kranich ? Die Antwort ist, wenn du Milch mit Wasser vermischt, wird der Schwan nur die Milch aufsaugen, während der Kranich kein Unterscheidungsvermögen hat. Wenn wir dieses Unterscheidungsvermögen zu verlieren beginnen, werden wir wie Roboter werden, denn wir haben dann keine Persönlichkeit, jeder kann uns einer Gehirnwäsche unterziehen und je mehr sie uns über die Unterscheidung erzählen, desto mehr verlieren wir sie. Das erklärt warum so viele tausend Menschen zu all diesen falschen Gurus gehen, warum sich Tausende der Homosexualität zugewandt haben und Aids bekamen, warum Tausende Menschen Drogen nehmen.

Es ist unglaublich, warum die Leute sich all diesen Dingen zuwenden, die ihr Leben zerstören. Sie sehen einen Mann in ein Wirtshaus gehen, herauskommen und er fällt hin und all sein Geld ist weg. Aber sie gehen mit ihrer Geldbörse, achten darauf, dass sie genügend Geld haben um hineinzugehen und beim Herauskommen genauso auf die Straße zu fallen. Was andere Leute auch Idiotisches oder Unsinniges tun, obwohl ihr seht, dass es idiotisch ist, zahlt ihr noch Geld dafür, idiotisch zu werden! Man bezahlt Geld, um sich selbst zu zerstören! Verlasst diesen Weg! Es ist so unnatürlich . Sogar ein Tier, ein Hund oder eine Katze und auch andere, wissen wo die Gefahr ist. Sie können die Gefahr riechen und sie laufen davon, weil sie ihr Leben retten müssen. Sie denken, ihr Leben ist wertvoll und sie müssen leben und gut leben. Aber wenn dieser normale Menschenverstand verloren geht, sagen die Menschen: „Was soll`s? Was ist falsch an diesem und jenem?“ Das bedeutet, die Genetik des Hamsa fehlt.

Wir sollten sehen, dass es keine Deität im Hamsa gibt. Aber es ist die formlose Energie von so vielen Organen, die betreut werden von Buddha, Mahavira, Christus, Shri Krishna, vier an der Zahl, gemanaged von Shri Ganesha. Diese Gene werden also von Shri Ganesha installiert, denn Er ist die Quelle der Weisheit. Wenn man also sein Mooladhara ruiniert, gibt es keine Weisheit mehr, die Basis, das Fundament ist zerstört. Deshalb ist ein unmoralisches Leben schädlich, denn wir verlieren unser Unterscheidungsvermögen. Das Unterscheidungsvermögen geht verloren. Falls man Shri Ganesha im Hamsa Chakra erwecken kann, dann gehört man plötzlich zu der höheren Rasse der Sahaja Yogis.

Es ist erstaunlich, ich habe gesehen, dass Leute über Nacht ihre Drogen aufgaben, sehr unmoralische Leute wurden extrem moralisch, weil dieses Chakra plötzlich erweckt wurde. Das Licht des Geistes wird am besten durch dieses Chakra ausgedrückt im alltäglichen Leben, auch im kollektiven Leben. Dann beginnt man, den Punkt zu sehen. Wie z.B. in Sahaja Yoga, wo wir auch verschiedene Probleme haben. Wenn Leute zum ersten Mal zu Sahaja Yoga kommen, dann beobachten sie die anderen und suchen deren Fehler. Sie sehen niemals, wofür sie hier sind, sie sind nicht hier, um die Fehler der anderen heraus zu finden, sondern um ihre eigenen Defekte zu korrigieren. Sie sagen also, dieser Mann ist nicht gut, jener ist nicht gut, das und jenes ist falsch. Sie verursachen Probleme. Sie reden miteinander und sagen : „Dieser Mann ist nicht gut, jener ist nicht gut“ und formieren sich zu Gruppen. Wofür sind sie hier? Um Politik zu machen? Oder für ihren Aufstieg? Einige von ihnen, die nicht so reagieren, denken, lasst uns Geld daraus schlagen. Oder einige fangen an, andere zu kritisieren an Dingen, die sie nichts angehen. Sie vergessen, denn sie sind erst gerade zu Sahaja Yoga gekommen und ihre Gene der Weisheit sind noch nicht etabliert. Sie beginnen sich Sorgen um Dinge zu machen, die nicht ihre Sorge sind, um die sie sich nicht kümmern sollten.
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Es gibt auch einige, die denken: „Ich bin der Leader“ oder „Warum bin ich nicht der Leader?“ Sie beginnen, Fehler beim Leader zu finden. Manchmal kann es auch passieren, dass Leader fühlen: „Ich bin der Leader, ich kann sehr streng sein, sehr disziplinierend, ich kann Leute kontrollieren.“ Sie sind hergekommen, um zu lernen, wie man liebt, barmherzig und tolerant zu sein, das ist der Sinn von Leadership und auch von Gehorsam. Beide unterliegen dem Unterscheidungsvermögen. Wenn jemand etwas zu dir sagt und du gehorchst ihm für dein eigenes Wohlergehen, wirst du subtil erkennen, dass es zu deinem Besten ist. Wenn ein Leader sagt, etwas mit dir sei nicht in Ordnung, dann versuch zu sehen, ob es falsch ist. Ja, es ist falsch, also was sollte ich tun, wie kann ich mich verbessern? Frag den Leader oder ihr könnt mir auch schreiben. Aber nein, sie werden es nicht tun. Sofort werden sie mir schreiben, dass dieser Leader ein schlechter Mensch ist, er geht schlecht mit Geld um oder alle möglichen anderen Sachen. Oder sie erzählen den Leuten vielleicht: „Mutter hört auf diesen Mann, er ist nicht gut, er erzählt Mutter nur Geschichten und Mutter hört ihm zu“. Mutter ist nicht so ein Narr, Sie weiß über alles Bescheid. All die Dinge also, die wir von unserem früheren Leben gesammelt haben, tragen wir ein wenig sogar noch nach unserer zweiten Geburt mit uns herum, wie aus einem Ei ein Vogel schlüpft, aber noch viele Teile vom Ei an seinem Körper hängen. Ihr müsst es also säubern. An diesem Punkt also, wenn ihr eure Realisation bekommen habt, sollte die erste Unterscheidung sein: Wie werde ich dieses Stadium des Geistes erreichen, des reinen Geistes. Anstelle dessen gehen Leute auch verloren, weil sie kein Unterscheidungsvermögen haben. Mit dieser Erleuchtung ist das erste, was ich bei Leuten gesehen habe, dass ihre Augen stetig werden, sie rollen nicht mehr so viel mit den Augen, sie haben sehr unschuldige Augen. Die anderen Leute sind wirklich verrückt, die ständig hierhin und dorthin schauen, es gibt keinen Unterschied zwischen einem solchen Menschen und einem Verrückten. Wenn man einen Verrückten anschaut macht er das gleiche und eine Person, die so ist, macht das gleiche. Es ist völlig verrückt, sich so zu verhalten.

Es ist so eine spontane Sache, es ist wie das Licht, das in den Raum kommt. Es ist so spontan, dass ihr Dinge ganz klar zu sehen beginnt. Vorher seid ihr in den Garten gegangen und sammelt alle Dornen und stecht sie in euren Körper – so war die Situation! Ihr habt nie auf die Blumen geschaut. Und plötzlich, nach der Realisation, seid ihr erstaunt, ihr seht einfach nur Blumen und kümmert euch nicht um die Dornen, oder wenn ihr welche findet, zieht ihr sie heraus. Es gibt Freude genauso vor wie nach der Realisation, aber es gibt keine Kapazität, die Freude zu spüren. Diese Kapazität kommt nach der Realisation zu euch und das wichtigste, das euch widerfährt, ist die Unterscheidungskraft. Dann nehmt ihr wie der Schwan einfach die Milch von jeder Sache. Und eure Einstellung verändert sich sehr. Ihr bekommt einen anderen Blickwinkel.

Einmal mussten wir zu einem sehr alten Tempel gehen, um Kunstwerke anzusehen, Ich wanderte gemeinsam mit meiner Tochter und meinem Schwiegersohn. Wir mussten mehrere Meilen den Berg hinaufsteigen und wurden sehr müde. Also gingen wir in einen Tempel und legten uns ein wenig hin. Sie waren so müde und ich sagte: „Seht diese Elefanten, wie schön sie sind, jeder einzelne hat einen unterschiedlichen Schwanz und eine andere Art von Rüssel. So viele davon sind da!“ Mein Schwiegersohn sagte: „Wir sind so müde, wie kannst du auf diese Dinge achten?“ Meine Aufmerksamkeit ging nicht zu meiner Müdigkeit, sondern zu diesen schönen Dingen. Genauso ist es: Ihr beginnt die Milch aufzusaugen. Freude ist da, aber ihr könnt die Freude nicht spüren, weil die subtile Kraft der göttlichen Unterscheidung nicht vorhanden ist. Wenn das einmal da ist, beginnt ihr alles zu genießen. Es ist alles das gleiche, das Leben ist noch immer das gleiche, nichts hat sich verändert. Das gleiche Haus, die gleiche Familie, die gleiche Stadt, die gleiche Umgebung. Aber ihr beginnt es zu genießen, weil die Sensibilität des Hamsa Chakra jetzt nur für die göttliche Unterscheidung da ist und ihr wisst es sofort und dann wollt ihr nichts mehr mit den Dornen tun, sondern nur noch Blumen pflücken und ihr wisst wie man Blumen sammelt und ihr seid in der Freude.

Das Licht des Geistes also, das durch euer Hamsa Chakra scheint, gibt euch Weisheit. Weisheit meint nicht, dass ihr wisst, wie man argumentiert, wie man mit Leuten streitet, nein, das bedeutet es nicht. Weisheit bedeutet, wie ihr die gute Seite von allem seht und genießt. Das ist Weisheit. Und dass ihr alle destruktiven Sachen vermeidet und euch dem Konstruktiven zuwendet. Angenommen, ihr geht auf einer Straße, und dort steht: Gefahr! Vor der Realisation wird man sagen: „Lasst uns schauen gehen, was dort für eine Gefahr ist!“ Sie werden in die Gefahr hinein springen und sagen, dass sie Nirvana bekommen haben, indem sie sich selbst getötet haben. Solche Erklärungen! Aber eine vernünftige Person wird sagen: „In Ordnung, Gefahr, lasst uns weggehen.“ Sie erhält sich selbst, respektiert ihr Leben, denn sie weiß, dass sie nun zum Instrument Gottes geworden ist. Weisheit erhaltet ihr also automatisch, aber durch Erfahrung wisst ihr dann, dass es der richtige Weg ist. Durch Erfahrungen beginnt ihr zu verstehen. Heutzutage erzähle ich euch all diese Dinge, aber vor zwanzig Jahren habe ich niemals über diese Dinge gesprochen. Weil ich wusste, wenn ich darüber zu sprechen beginne, würden sie sagen: „O, sie erzählt das Blaue vom Himmel herunter, wer weiß, ob es wahr ist oder nicht!“ Aber wenn die Weisheit erst einmal transparent wird und ihr beginnt, alles dadurch gut und klar zu sehen, dann wird euer Verstand absolut klar, dann fühlt ihr euch niemals schlecht, wenn jemand etwas Weises erzählt. Im Gegenteil, ihr seid dankbar: „Ich bin so glücklich, dass ich etwas über diese Dinge hören kann, so nette Sachen.“ Und auch diese Sprüche und Sprichworte beginnen euch Freude zu geben. Mit den Ohren hört ihr so viele Dinge, es sind die gleichen Dinge, die ihr immer gehört habt, so viel Musik und so was, es gab euch niemals Freude. Und nun, aufgrund dieser Transformation, fühlt ihr euch aufgrund der gleichen Musik , die ihr vorher auch gehört habt, wie im siebten Himmel. Sie gibt euch ein Gefühl der Ekstase. Die Poesie, die ganz weltlich und normal war – jemand sagte mir: „Mutter, es war so eine Qual, William Blake zu lesen vorher, aber jetzt lieben wir seine Werke. Wir lesen sie wie die Bibel.“ Denn jetzt habt ihr eine neue Sicht entwickelt, eine neue Kraft zu hören. All das wird im Sanskrit als „ATINDRYA“ bezeichnet, das meint die Organe, welche subtile Organe in unserem Inneren sind. Die Augen haben also ein subtiles Organ, die Ohren haben ein subtiles Organ, und diese subtilen Organe beginnen solche Erwiderungen auf die gesamte Umgebung auszustrahlen, dass ihr einfach nur alles sammelt, was schön ist.

Zum Beispiel, wenn es sehr dunkel ist, seid ihr normalerweise sehr ängstlich. Aber wenn es nun sehr dunkel ist, sagt ihr: „O, es ist sehr gut, wie genießen wir es, solch ein Abenteuer!“ und ihr geht langsam, langsam, euch gegenseitig haltend. Angenommen, es ist sehr heiß, die Leute wissen nicht, was sie tun sollen. Aber einer sagt: „Es ist ein recht schöner Tag, manchmal ist es auch ganz gut, mal einen heißen Tag zu haben.“ Wenn es kalt ist, ist es anders herum. So beginnt ihr, jeden Aspekt, der sehr, sehr schlecht für andere ist, zu genießen. Aber ihr, ihr wisst, was man an diesem Aspekt genießen kann. Und wenn ihr einmal wisst, wie man das tut, dann sagt ihr: „Wir schwimmen im Ozean der Freude!“ Der Ozean ist der gleiche, aber ihr habt jetzt solch schöne Tropfen Ambrosia erreicht, die in diesem Ozean sind. Und der Rest ist besorgt darüber, unterzugehen – der gleiche Ozean, die gleiche Welt! Deswegen sagen sie, es ist eine Maya. Aber nachdem das Unterscheidungsvermögen scheint, gibt es keine Maya mehr und ihr beginnt, zu genießen. Es ist so als würde ,jemand im Ozean untergetaucht. Er wird sich so fürchten und er stirbt, bevor er wirklich gesunken ist. Aber angenommen, eine Person, die all die Schönheiten der Unterwasserwelt anschauen möchte und eine Wasserbrille hat und all sowas, fühlt sich sehr sicher und geht einfach hinunter, genießt alles, macht Fotos. Der Ozean ist der gleiche für sie wie für denjenigen, der untergetaucht wird. Aber derjenige, der sicher ist, derjenige, der die richtige Ausrüstung hat, derjenige, der weiß, was es zu sehen gibt, kann es genießen. Genauso seid ihr ausgerüstet mit Weisheit und mit Sicherheit und ihr wisst, was ihr tut und genau die gleiche Umgebung beginnt für euch so schön zu werden und erfreulich. Ich habe gesehen, wie Sahaja Yogis alles genießen, sogar, wenn jemand schreit oder etwas sehr Unfreundliches sagt. Alle Sahaja Yogis beginnen zu lachen und lachen und lachen. Dieser arme Mann versucht sein Bestes, alles zu verdammen und auf der anderen Seite die Sahaja Yogis, die ihn einfach auslachen und nichts tun und dieser Mann rennt weg. Sie genießen seine Dummheit.

Die gesamte Einstellung zum Leben ist also durch dieses Hamsa Chakra verändert und ihr seid euch dessen nicht einmal bewusst, dass ihr diese Weisheit automatisch entwickelt habt. Dann beginnt ihr auch, es zu genießen und macht es zu eurem eigenen erleuchteten Vertrauen, denn jedesmal seht ihr, dass alles, an das ihr glaubt, auch funktioniert. Ihr seht plötzlich, dass ihr Dinge bekommt, ohne es zu wissen, ohne jede Anstrengung, Dinge, die ihr versucht habt, zu bekommen. Plötzlich trefft ihr Leute, die euch helfen, so viele Dinge passieren! Kürzlich kam jemand aus Indien und er sagte, er würde gern jemanden am Mailänder Bahnhof treffen. Es ging jemand hin und er trug einen ganz kleinen Anstecker, so dass dieser Herr ihn nicht sehen konnte und er hielt nach jemandem Ausschau. Plötzlich sah er einen Herrn dort stehen wie einen Sahaja Yogi, sehr entspannt, alles beobachtend, nicht rennend, nicht aufgeregt. Er ging hin und fragte ihn: „Sind Sie gekommen, um mich abzuholen?“ „Ja, ja. Ich war schon verwundert, ich dachte, es sind ja nur Sie gekommen.“ Ihr erkennt sie also, weil ihr Stil anders ist, ihre Art zu stehen anders ist, sie sprechen anders, die Art, wie sie sich verhalten, das alles, seht ihr, ist ein Wunder, die Art, wie das ganze Leben und die Persönlichkeit sich verändert.

Einmal nahm mein Gatte einen Sahaja Yogi mit in eine britische Bücherei. Die Leute sind dort sehr unverschämt. Sie kamen ein oder zwei Minuten zu spät, sie wollten gerade schließen und der Mitarbeit begann, sie anzuschreien. Und der Sahaja Yogi sagte: „Ja, Sie haben Recht, wir sind zu spät. Aber wissen Sie, der Verkehr versteht die Gesetze nicht und weiß nicht, dass die Bücherei um diese Zeit schließt. Sie verstehen diese Gesetze nicht, er hat nicht auf uns gehört, wir haben es gesagt, dass die Bücherei gleich schließt. Aber er hat es nicht verstanden, wie wichtig es ist. Der Verkehr hat uns einfach gestoppt und es tut uns leid, dass wir so spät sind. Das nächste Mal werden wir es nicht mehr tun.“ Der Mitarbeiter war so überrascht und schmolz dahin. Und er sagte: „In Ordnung, kommt rein.“ Und er öffnete die Bücherei für eine weiter Stunde!

Die Weisheit also, wie man mit Leuten umgeht, die Weisheit, wie man mit Leuten spricht, die Weisheit, wie man mit seinem Job umgeht, all das beginnt, zu funktionieren. Und wenn es nicht funktioniert, dann fühlt ihr euch nicht schlecht. Ihr denkt: „Da kann man nichts tun, der andere ist ja kein Sahaja Yogi! Wir haben es versucht, aber was können wir tun.“ Zum Beispiel, als wir hier ankamen, war da ein netter Herr, eine Art Manager oder so was. Und er sagte mir : „ Es gibt ein kleines Problem, es gibt keinen Sitz für andere, es können nur drei Leute in der ersten Klasse reisen. Es ist unmöglich anders, es ist ein Freund von mir, ich kann nichts machen.“ Ich sagte: „In Ordnung“ und ging fort und setzte mich in einen Sessel und machte so ( wahrscheinlich Bandhan gemeint), nur drei mal glaub ich. „O, es gibt bereits sechs Sitze!“ Wo kamen sie nun her? Man beginnt also einen Punkt sehr klar zu sehen: Es gibt diese alles durchdringende Kraft, die sehr aktiv ist und uns beobachtet. Alle großen Heiligen managen die Dinge oder manchmal fühlt ihr euch, als seien die Engel mit euch. Wie sie die Dinge führen, wie sie uns helfen, wie sie da sind, wie alles ausarbeitet! Ihr beginnt all das zu sehen. Dann beginnt ihr, es zu kennen und zu glauben. Dann festigt sich dieses Unterscheidungsvermögen. Bis zu diesem Stadium, dass es sich gefestigt hat, ist es durchaus möglich, dass Sahaja Yogis aus Sahaja Yoga hinaus rutschen. Ich habe viele gekannt, die zu Sahaja Yoga kamen und auf kleinen, kleinen Dingen ausgerutscht sind. Irgendein anderer Sahaja Yogi sagt ihnen vielleicht etwas Grobes und sie gehen weg. Denn an der Peripherie haben wir alle möglichen Leute und wenn ihr an der Peripherie stoppt und jemand etwas zu euch sagt, dann fallen sie hinaus, weil sie noch nicht dieses Stadium der Unterscheidung erreicht haben: „Das ist der richtige Platz, wo ich bin; wenn ein anderer falsch liegt, soll er doch raus gehen, warum soll ich raus gehen!“ Das Wachstum ist nur möglich, wenn euer Hamsa in Ordnung gebracht ist. Ohne dem ist es sehr schwierig bis ihr vollständig angekommen seid. Aber wenn das Hamsa einmal etabliert ist, habe ich gesehen, dass die Leute wirklich sehr hingebungsvoll sind.

Wie ihr wisst haben wir eine sehr große Organisation auf der ganzen Welt. Ich habe keine Sekretärin, ich habe keine Organisation, ich habe nichts das einem Büro ähnelt. Aber jeder ist meine Sekretärin, jeder arbeitet es von sich aus aus, sie sind damit identifiziert. Sie sind dafür verantwortlich. Und sie stellen mich hierhin, dorthin und ich weiß, sie sind meine Kinder und sie tun nichts, um mir zu schaden. Sie sorgen für mich. Manchmal natürlich ist es etwas hektisch, es geht sehr schnell – es macht mir nichts aus. Denn sie tun so viel für Sahaja Yoga und sie wollen mehr und mehr tun und sie sind so verantwortlich, also respektiere ich es. Manchmal sagen die Leute: „Mutter, du hast so einen furchtbaren Terminkalender, wir können das gar nicht mit ansehen, es ist zu viel, wie will du das alles machen?“ Ich kann es tun! Denn ich habe absolutes Vertrauen in ihre Identifikation mit Sahaja Yoga. Sie sind keine Betrüger, sie sind keine Scheinheiligen, sie tun es nicht für sich selbst, sondern sie tun es, um Sahaja Yoga zu helfen , um anderen zu helfen.

Die Identifikationen, die ihr mit anderen falschen Dingen entwickelt habt, fallen einfach weg, und ihr beginnt, euch mit schönen Dingen zu identifizieren, weil ihr den Duft der Schönheit bekommt. Dann beginnt ihr, diese Schönheit zu genießen und euer Herz fängt an sich zu öffnen. All diese Freude und all diese Dinge sind nicht möglich, wenn euer Hamsa noch immer mit Ego oder Konditionierungen infiziert ist. Wir haben so viele Konditionierungen, z.B. dass wir Christen sind oder ähnliches, unsere Konditionierungen sind so stark! Solch falschen Dingen folgen wir! Aber wenn wir einmal all diese Konditionierungen aufgeben mit dem Vertrauen, dass wir es für unser Wohlergehen tun, öffnet sich dieses Chakra sehr schön. Ohne dem kann sich das Agnya nicht öffnen. Ihr seht es ist ein Eingang zum Agnya , es ist ein Eingang zum Vishuddhi, es ist ein Eingang zu allen Chakras auf eurem Kopf, den Pitas, die sich dort befinden. Es ist also so wichtig, euer Hamsa Chakra rein zu halten. Ich habe euch auch einige Dinge gesagt, die euer Hamsa Chakra rein halten, die ihr alle benutzen solltet; ich meine jetzt auf der körperlichen Ebene. Auch auf der mentalen Ebene habe ich euch gesagt, was ihr tun müsst, und zwar euren Verstand studieren: Schaut auf die Schönheit von allem und nicht auf die Gewöhnlichkeit der Dinge, nicht die Nützlichkeit der Dinge, sondern auf die Schönheit. Langsam werdet ihr merken, dass eure Augen reiner und reiner werden.

Die Leute sind jetzt so weit in Sahaja Yoga – vielleicht aufgrund ihrer Tiefe oder wegen ihrer Suche, oder was es auch ist – aber dieses Hamsa Chakra macht die großartigsten Dinge, wobei ich mir nicht klar darüber bin, ob ihr euch dessen bewusst seid oder nicht,: was auch euer Karma ist, es ist beendet. Ihr seid nicht verantwortlich für die Karmas eurer Ahnen , für die Karmas eures Landes oder für eure eigenen persönlichen Karmas. Was ihr auch immer Falsches getan habt, es ist beendet, so als wäret ihr abgeschnitten von eurer Vergangenheit, vollkommen. Wenn dies einmal etabliert ist, dann berühren euch alle Fehler nicht mehr, alle falschen Taten , nicht nur eure eigenen, sondern auch von euren Ahnen, von euren Verwandten, von eurem Land, von dieser Welt, all dass berührt euch nicht, ihr seid davon abgeschnitten. Und in diesem „Krita Yuga“ in dem dieses Brahmachaitanya versucht, alles zu enthüllen und Leute für ihre vergangenen Karmas zu bestrafen, auch kollektiv, auch ganze Länder, wird es nicht fähig sein, euch auch nur zu berühren, weil das Licht dieses Zentrums extrem mächtig ist und ihr werdet erlöst werden von all den Ängsten was ihr auch getan habt vorher. Ihr seid einfach schön wie Lotusse, die aus der Maya heraus gekommen sind und ihr strahlt einen wunderschönen Duft auf der ganzen Welt aus!

Möge Gott euch segnen!