Mahashivaratri Puja, Surrender

New Delhi (Indien)


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Mahashivaratri Puja. Delhi (India), 14 March 1994.

Mahashivaratri Puja , New Delhi, Indien

 

Es ist eine große Freude, dass sich Menschen aus der ganzen Welt hier versammelt haben, um Shiva zu verehren. Eigentlich sollte man sagen, es ist Sadashiva, den wir heute verehren werden. Ihr kennt den Unterschied zwischen Sadashiva und Shri Shiva; Sadashiva ist Gott der Allmächtige und Er ist der Zuschauer des Spiels der Ur-Mutter. Das Zusammenspiel von Sadashiva und der Ur-Mutter Adi Shakti ist genauso wie der Mond und das Mondlicht oder die Sonne und das Sonnenlicht. Wir können so eine Beziehung im Menschen nicht verstehen, nicht in menschlichen Ehen oder menschlichen Beziehungen. So wird alles, was die Adi Shakti erschafft, das dem Wunsch Sadashivas entspringt, von Ihm beobachtet. Und wenn Er diese Schöpfung beobachtet, dann schaut Er auf das Gesamte bis ins kleinste Detail. Er beobachtet das gesamte Universum und Er beobachtet auch diese Mutter Erde, die gesamte von Adi Shakti bewirkte Schöpfung. Seine Stärke ist das Beobachten / Bezeugen und die Stärke der Adi Shakti ist diese alles durchdringende Macht der Liebe.

Der Allmächtige Gott, der Vater, wir können auch Ur-Vater sagen, drückt Seinen Wunsch, Seine Iccha Shakti, in der Ur-Mutter aus und Sie wiederum drückt Ihre Kraft als Liebe aus. Die Beziehung zwischen den Beiden ist also von extremen Verständnis geprägt, sehr tief. Und wenn Er in Ihrer Schöpfung irgendwo ein Problem findet oder wenn es Leute gibt, besonders Menschen, die versuchen, Ihre Arbeit zu behindern, oder selbst wenn die Götter, die keine Deities sind, versuchen, ihren Egos Ausdruck zu verleihen, dann ist Er derjenige, der deren Zerstörung hervor bringt.

Er ist also derjenige, der für die destruktiven Kräfte verantwortlich ist. Er ist in den Herzen der Menschen reflektiert, Er schwingt in der gesamten Schöpfung. Aber diese Schwingung ist die Energie der Ur-Mutter. Und Er kann alles zerstören, was den Plänen der Adi Shakti entgegen steht. Adi Shakti ist Liebe, Sie verzeiht und Sie liebt Ihre Schöpfung, und Sie möchte, dass die Schöpfung gedeiht und sich bis zu der Stufe entwickelt, für die sie geschaffen wurde. Sie möchte, dass die Menschen sich soweit entwickeln, dass sie ins Königreich Gottes eintreten, ins Königreich von Sadashiva, wo es Glückseligkeit gibt, Verzeihen und Freude. All dies ist nur möglich, wenn ihr die Suche in euch tragt, wenn ihr eine innere Sehnsucht habt, dort zu sein. Diese Sehnsucht in uns spiegelt sich wider als die Reflexion der Ur-Mutter. Diese Sehnsucht ist also vorhanden, aber andere weltliche Wünsche gibt es ebenfalls, die den Fortschritt eurer Entwicklung stoppen.

In Sahaja Yoga haben wie nie versucht, die Wünsche durch Verzicht und Askese zu überwinden, oder indem man sein Heim verlässt, oder all die Dinge tut, die gemeinhin vorgeschlagen wurden. Zuallererst bekommt ihr das Licht eures Geistes. Der Geist ist die Reflexion von Sadashiva. In diesem Licht zeigt Er, Er zeigt uns nur den Weg auf. Der Geist ist einfach nur wie ein brennendes Licht, das den Weg zeigt. Auf diesem Weg werdet ihr selbst so weise, dass ihr im Lichte der Weisheit wandelt, dass ihr im Lichte der Rechtschaffenheit wandelt, denn alles Destruktive wird durch das Licht des Geistes erkannt. Ihr gebt alles Destruktive auf. Niemand muss euch sagen, dieses oder jenes aufzugeben. Ihr werdet euch selbst darüber klar, was falsch ist und dass ihr es aufgeben solltet. So hatte Ich mir das für die Menschen vorgestellt, könnte man sagen, denn dies ist die Zeit, in der die Menschen in völliger Illusion leben. Sie befinden sich ständig in Konflikten und kämpfen sogar um ihre Existenz. Unter diesen Umständen wäre alles fehlgeschlagen, wenn wir damit begonnen hätten, asketisch zu leben und in die Himalays zu gehen und so weiter. Wenn es eine Möglichkeit für die Masse geben soll, dann muss etwas Tiefgreifendes geschehen, und glücklicherweise konnte Ich einen Weg finden, wie ihr eure Entfaltung erreicht und eure Realisation bekommt!

Manche, die die Realisation bekommen, müssen bestimmte Dinge verstehen, denn ihr wisst, es gibt viele, die die Realisation bekommen haben. Ich weiß nicht wie viele, ich führe darüber nicht Buch. Aber was ihnen fehlt, ist Hingabe. Es ist peinlich, das zu sagen, aber es ist eine Tatsache. Dies ist die einzige Bedingung des modernen Sahaja Yoga, dass ihr euch tatsächlich hingeben müsst. Wenn ihr euren Verstand benutzt, wenn ihr andere Methoden benutzt, um Sahaja Yoga zu verstehen, wird das nicht funktionieren. Ihr müsst euch hingeben, so wie der Islam nichts anderes als Hingabe ist; Islam bedeutet Hingabe! Und wenn diese Hingabe nicht vorhanden ist, ist es unmöglich, jemanden im Königreich Gottes aufzunehmen. Hingabe bedeutet nicht, dass ihr eure Familie und eure Kinder aufgeben solltet, oder eure Häuser, euer Heim und eure Besitztümer. Hier bedeutet Hingabe, dass ihr zunächst einmal euer Ego aufgebt. Und dann gebt eure Konditionierungen auf.

So traf ich letztens einen Herrn, der sehr leidet. Also fragte Ich ihn: „Wer ist dein Guru?“ und er gab mir einen Namen eines Gurus an. Ich sagte: „Er hat nichts Gutes für dich getan, wirst du ihn aufgeben?“ Er sagte: „Morgen.“ Ich sagte: „Warum nicht heute?“ Und er sagte: „Heute, aber ich muss morgen früh noch alle Sachen von ihm wegwerfen.“ Ich sagte: „In Ordnung, mach das.“ „Was soll ich wegwerfen, Mutter?“ „Alles, wirf alles weg, was du zu seiner Verehrung benutzt hast.“ Er suchte im ganzen Haus alle Dinge zusammen, die benutzt worden waren um ihn zu verehren, packte alles zusammen und warf es ins Meer. Und dann sagte er zum Meer: „Es tut mir leid, ich habe durch diesen Mann sehr gelitten, aber du leidet jetzt bitte nicht.” Wenn ihr also nicht diese durchdringende Intelligenz habt, könnt ihr nichts aufgeben und haltet daran fest. Ich kenne so viele, die Schwierigkeiten haben ihre Konditionierungen los zu werden. Das ist schwieriger als das Ego, die weltlichen Konditionierungen und Schemata, die ihr habt.

Unsere erste Konditionierung kommt dadurch, dass wir in Indien oder England oder einem anderen Ort geboren werden. Nach Sahaja Yoga beginnen die meisten Leute plötzlich was mit ihren Landsleuten nicht stimmt, was mit ihrem Land nicht stimmt, was mit ihrer Religion nicht stimmt, was an den Büchern, die sie gelesen haben, falsch ist. Sie sehen sofort ganz klar, dass hier der Fehler lag, das dieses oder jenes falsch war und lachen über sich selbst. Das konnte ich auf der ganzen Welt beobachten. Niemand sagt: „Nein, nein, nein, wir sind die Besten, weil wir Engländer sind, wir sind Russen und deshalb die Besten, oder wir sind Inder und daher die Besten.“ Sie finden sofort heraus, wo ihr Fehler liegt und warum diese Leute die Realisation nicht bekommen. Andererseits empfinden sie so viel Mitleid, Mutter, so viele Leute haben noch keine Realisation bekommen. Warum sollten wir nicht versuchen, ihnen die Realisation zu geben? Dies ist die doppelte Tätigkeit dieses Lichtes. Erstens wisst ihr, dass es das Licht gibt und dass ihr selbst zum Licht geworden seid. Deshalb seht ihr die Realität in allem, auf das ihr eure Aufmerksamkeit richtet. und dann versteht ihr, was die Konditionierung eures Landes war oder eurer Gesellschaft. Und dann verabscheuen sie alles, was falsch ist. Sie identifizieren sich niemals damit.

Aber wie Ich schon sagte, ist das Erste die Hingabe. Durch die Hingabe entwickelt ihr eine Art Zustand, in dem ihr ein Sanyasi von innen her werdet. Das heißt, dass euch nichts dominieren kann. Was ist ein Sanayi? Ein Mensch, der über allem steht. Nichts bleibt an ihm haften, er schaut die Dinge einfach an und weiß Bescheid. Vielleicht sagt er nichts. Er weiß alles und tut nichts Falsches. Er ist so losgelöst und in dieser Losgelöstheit sieht er seine Fehler. Auch bei seinen Familienangehörigen und in seiner Umgebung, überall beginnt er zu sehen, was falsch läuft. Und er identifiziert sich nicht damit. Das ist sehr erstaunlich. Ich habe das gesehen, als Ich in die Türkei reiste.

In der Türkei traf Ich einen Herrn, der ein großes schweizerisches Hotel führte. Er kam von sich aus zu Mir und sagte: „Mutter, gib mir Realisation.“ Ich war erstaunt, denn das hatte Ich in der Schweiz nicht gesehen, solch besorgte Persönlichkeit, die um Realisation bittet. Sehr verwunderlich, dass er in der Türkei um Realisation bat. Und Ich gab ihm die Realisation und sofort sagte er: „Ich werde nicht in die Schweiz zurückkehren.“ Stellt euch das vor! Es ist so offensichtlich, dass dieses Licht euch tatsächlich ungeheure Weisheit und Balance gibt.

Angenommen ihr geht irgendwo und ihr könnt den Weg nicht sehen und fallt vielleicht nieder. Aber wenn auch nur ein wenig Licht ist, könnt ihr ihn sehen. Und genau das hat Sahaja Yoga getan, es hat euch nur sehr wenig Licht gegeben. Aber das wenige Licht war schon ausreichend, dass ihr so vieles aufgeben konntet.

Und andererseits geht es um das Ego. Das Ego ist im Menschen sehr subtil. Ich weiß nicht, wie sie es ansammeln, aber sie tun es! Und manche haben so ein furchtbares Ego, dass es aus dem geringsten Grund ausbricht, und sie ärgern sich über Kleinigkeiten. Oder wenn sie jemanden finden, den sie dominieren können, dann dominieren sie diese Person. Wenn ihr beginnt dieses Ego zu sehen, dann lacht ihr einfach über euch selbst und denkt: „Was ist mit mir los?“ Ego kommt nicht wie die Konditionierungen von außen, sondern das Ego kommt von innen. Es kann von allem möglichen kommen, Menschen haben aufgrund verschiedenster unsinniger Dinge ein Ego. Ich traf einmal eine sehr stolze Dame, die nicht einmal lächelte. Ich fragte: „Was ist mit dieser Dame los? Was macht sie?“ Sie sagten: „Sie macht Puppen, deshalb ist sie so stolz.“ Ich sagte: „Wie bitte? Puppen- deshalb ist sie so stolz?“ „Ja, sie kann Puppen machen und deshalb ist sie so stolz.“ Ich sagte: „Was ist das? Jeder kann Puppen machen. Was ist daran so großartig?“ „Ja aber sie denkt, sie sei so großartig weil sie Puppen macht.“

Ein Mensch wird also immer dummer, das ist das erste Zeichen einer egoistischen Person. Er wird so dumm, dass man völlig verblüfft ist, wenn man mit ihm redet dass man ohne zu zahlen einen Clown vor sich hat, der Witze seiner Clownerie zum Besten gibt. Es ist sehr erstaunlich, man trifft eine egoistische Person und beobachtet sie einfach: „Ich habe dies und jenes getan, ich, ich, ich….“ Denn schaust du diese Person an, was ist da los? Sie schämt sich nicht einmal Dinge zu sagen, die man nicht sagen sollte. Es geht sogar soweit, dass sie ein sündiges Leben führen. Sie führen ein sündiges Leben, vergnügen sich mit Frauen, sie trinken und so weiter. Und dann geben sie damit auch noch an: Ich habe heute so viel getrunken, ich hatte 5 Frauen bei mir. Sie geben damit auch noch an! Ein egoistischer Mensch kennt keine Scham. Er wird immer wieder von seinen unsinnigen Taten erzählen und alle werden sagen: Mein Gott, mit wem reden wir denn da? Und dazu kommt noch, dass sie alles, was sie tun, rechtfertigen. Ich fragte jemanden: „Du hattest so einen schweren Herzinfarkt, warum trinkst du noch immer? Gib das Trinken auf!“ Er sagte: „Sogar dieser Herr Kirloskar – wir kennen so einen Herrn in Puna, der jetzt 95 Jahre alt ist, glaube Ich – er trinkt!“ Ich sagte: „Du bist aber nicht Kirloskar! Und auch wenn er trinkt – wofür? Was hat er davon?“ „Nein, er ist sehr gut. Sehen Sie, er trinkt und ist so erfolgreich.“ „Ist er erfolgreich wegen des Trinkens?“ Nicht einmal der gesunde Menschenverstand funktioniert, gesunder Menschenverstand! Und auch wenn man sich das im Allgemeinen anschaut, sogar in den Ländern, wo viel getrunken wird, habe Ich niemals eine Statue eines Mannes gesehen, der an Trunksucht starb – niemals! Ich habe in keinem Land erlebt, dass man jemanden ehrt, weil er 10 Frauen hat oder am Trinken starb. Bisher – Ich weiß nicht, wie weit die Menschen in ihrem Ego gehen können.

Dieses Ego verbreitet sich sehr schnell in der heutigen Zeit wo es üblich ist zu sagen: Das mag ich und jenes mag ich nicht. „Was magst du nicht?” „Ich mag diese Art von Sari nicht, ich mag diese Art von Kleidung nicht, ich mag jenes nicht.“ Aber wer bist du? Du siehst dich ja nicht selbst, andere werden es sehen! Was macht es also für einen Unterschied ob du es magst oder nicht? Aber unter jungen Leuten ist das weit verbreitet, so zu reden: „Ich will, ich mag.“ Und das ist ein Zeichen für vollständige Zerstörung, denn das Ego macht euch nicht nur dumm, schaut euch an, wie die Leute sich heutzutage kleiden, so albern – aber „Ich mag das, also was soll’s?“ Es geht nur darum, was sie wollen. Wenn sie auf dem Kopf laufen wollen: „Es gefällt mir, warum nicht?“

Das Ego findet Erklärungen für alle Blödheiten. Aber diejenigen, die die Realisation bekommen, können das irgendwie sehen – Gott sei Dank! „Da spricht jetzt mein Ego.“ Und dann lachen sie über sich selbst und machen sich über sich selbst lustig: „Das war mein Ego!“ Aber auch in Sahaja Yoga gibt es Leute, wenn Ich frage: „Warum hast du das nicht organisiert?“ sagen sie: „Mutter, dadurch bekomme ich Ego.“ „Was soll das heißen?“ frage Ich. „Mein Ego kommt hoch, deshalb will ich nicht organisieren.“ Wie kann dein Ego dadurch aufkommen? Wenn ihr euer Ego seht – angenommen ihr seht, dass etwas brennt, dann seht ihr es – wie könnt ihr euch dann daran verbrennen? Dies ist eine sehr subtile Art, Sahaja Yoga Arbeit zu vermeiden, indem man sagt: „Nein, ich gehe dadurch ins Ego.“ Ich sagte: „In Ordnung, geh ins Ego, Ich werde mich darum kümmern. Mach es ruhig, was wird passieren?“

Es gibt also viele verschiedene Dinge, die einen Menschen idiotisch und dumm werden lassen. Ich weiß nicht, wie viel Ich euch heute erzählen kann, aber Ich habe das auch in den Ehen gesehen, das ist sehr verbreitet. Sie sagen: „Mutter, ich habe dieses Mädchen damals geheiratet, aber jetzt denke ich, ich hätte nicht heiraten sollen.“ „Aber was ist seitdem mit dir passiert? Was war damals anders?“ Ich muss euch all diese Dinge erzählen, weil Ich mit so vielen Problemen aufgrund dieses dummen, idiotischen Egos konfrontiert bin. Man muss klar erkennen: Wie arbeitet das Ego in mir? Und wie zieht es mich hinunter?

Wenn wir also über Entwicklung reden, sprechen wir über eine höhere Lebensart. Wir müssen zu Sanyasi werden, wie der Lotus, der aus dem Teich heraus wächst und sich kein Wasser darauf halten kann. Sogar auf den Lotusblättern kann sich kein Wasser halten. Genauso müssen wir werden. Wir müssen keine Sanyasi-Kleidung tragen, nichts dergleichen. Aber von innen ist eine Art losgelöste Aufmerksamkeit vorhanden, die das Problem in euch und außerhalb sofort lokalisiert. Und in Sahaja Yoga wißt ihr auch, wie ihr das überwinden könnt. Es ist ein sehr effektives und effizientes System. Aber um das zu erreichen, müsst ihr von innen zu Shiva werden, also losgelöst, denn Shiva ist komplett losgelöst. Ihr müsst losgelöst sein. Und diese Losgelöstheit wird euch die gleiche Weisheit geben wie Shiva sie hat. Shiva sieht, wir sollten sagen Sadashiva sieht die Arbeit der Adi Shakti, in Stille. Er wird nicht stolz, Er entwickelt keinerlei Ego, ‘Lass sehen, was Meine Iccha Shakti so tut’, nichts dergleichen! Er beobachtet einfach nur. Aber wenn es zur Zerstörung kommt, wenn Er sieht, dass etwas die Arbeit zerstören wird, dann zerstört Er sofort diesen Anteil, entfernt diesen Teil.

Genauso müssen wir sein. Wir müssen unser Leben anschauen, das ist ein großes Feld. Was denken wir über uns selbst? Ich habe Leute erlebt, die sagen: „“Was soll’s? Ich bin Sahaja Yogi!“ So könnt ihr nicht reden, wenn ihr ein Sahaja Yogi seid. Mit gefalteten Händen müsst ihr sagen: „Ich bin ein Sahaja Yogi”. In eurem Verhalten, in eurem Sprechen, in jedem Bereich müsst ihr eine extrem demütige Person sein. Wenn dem nicht so ist, bedeutet das, dass Sahaja Yoga euch ein doppeltes Ego gegeben hat.

Wie ihr wisst, ist Shiva für Seine Unschuld bekannt, für Seine Einfachheit, Seine Vergebung. Er vergibt. Er vergibt Rakshasas, Er vergibt jedem. Das ist Seine Qualität. Aber jedem, der sich gegen die Ur-Mutter stellt, den verschont Er nicht! Dies ist also Seine Qualität, die man verstehen muss. Hingabe bedeutet nicht äußerliche Dinge weg zu geben. Was gibt’s da schon, das sind alles Steine. Was gibst du auf? Hingabe bedeutet, euch vollständig zu reinigen, völlig losgelöst zu werden. Losgelöstheit ist der einzige Weg, zu wachsen.

Manche Leute werden krank. Sie machen so viel Aufsehen darum. „Ich bin krank, die ganze Welt sollte es wissen. Ich bin krank, krank, krank.“ Aber wenn du ein Sahaja Yogi bist und nur beobachtest: „Aha, ich bin krank, in Ordnung, schau’n wir mal“, als wäre es ein Sport. Beobachte einfach. Ich bin krank, was passiert jetzt? Die Temperatur geht schön hoch, und sie fällt wieder ab. Es ist einfach nur eine spielerische, heitere Aufmerksamkeit. Als Ich kam hatte Ich Fieber, aber niemand hat geglaubt, dass Ich Fieber hätte. Während der Hochzeiten war Ich so müde, aber sie sagten: „Du siehst nicht müde aus.“ Ich sagte: „In Ordnung, Ich bin nicht müde.“ Genauso sollte das Leben einfach gespielt werden. Es ist einfach nur ein Spiel. Und dieses Spiel muss man durch das Licht der Weisheit sehen. Nichts ist so ernsthaft. Für einen Sahaja Yogi ist nicht so ernsthaft. Außer er wird sehr ernst und macht viel Aufhebens um seine Person.

Es gibt eine Menge Dinge, die wir lernen müssen. Wenn wir Shiva verehren, preisen wir Ihn: Du bist dieses, Du bist jenes, Du bist so und so. Auch wenn ihr Mich verehrt, preist ihr Mich: Du bist so – Ich bin mir nicht all der Dinge bewusst, die ihr sagt, aber wenn ihr es sagt, ist es wohl so. Du bist dies, du bist jenes, 1000 Namen von Shiva, 1000 Namen der Göttin, 1000 Namen von Vishnu. Dies sind deren Namen, die ihr verehrt. Was ist mit euch selbst? Wie viele Namen könnt ihr haben? Wenn ihr im Puja die Namen dieser Shaktis nehmt, dann werden sie tatsächlich im Inneren erweckt, kein Zweifel. Nach dem Puja fühlt ihr es dann auch. Aber ihr benutzt sie nicht! So viele Leute sind schon zu Pujas gekommen und sie haben diese Kraft in sich selbst, die gleichen Kräfte! Aber sobald sie zur Türe hinaus sind, ist alles vorbei! Alles weg!

Hingabe hat noch eine andere Seite: Annahme. Die Annahme „Ich bin ein Sahaja Yogi. Und ich kann all diese Kräfte in mir absorbieren.“ Die eine Seite ist also die Hingabe / Aufgabe. Und warum aufgeben? Um zu absorbieren. Wenn ihr hingegeben seid, absorbiert ihr automatisch. Aber wenn ihr es absorbiert habt, solltet ihr es bewahren und annehmen und euch sicher sein, dass ihr diese Kräfte habt. Hierbei versagen die Sahaja Yogis am meisten. Anfangs war es so, dass kein Sahaja Yogi jemanden berührt hätte, auch nicht die Kundalini erweckt hat, und wir hatten damals schon mindestens 50 Sahaja Yogis. Ich sagte: „Was soll Ich tun, Ich habe diese Kanäle vorbereitet und niemand rührt auch nur einen Finger! Wie soll Ich das ausarbeiten?“ Sehr schwierig. Und dann passierte es, dass wir ein Programm in Nasik Road hatten. Und Ich wohnte in Nasik, ca 30 Meilen entfernt. Auf halbem Weg hatten wir eine Autopanne und es kam kein anderes Auto vorbei, keine Unterstützung, nichts. Ich wusste nicht, was wir tun sollten. Aber inzwischen waren alle Sahaja Yogis dort angekommen und eine große Menschenmenge. Und die Gäste sagten: Wann kommt Mataji? Wann kommt Mataji? Es entstand so ein Druck! Also sagten sie: „In Ordnung, wir werden euch Realisation geben. Setzt euch nieder.“ Und sie gaben Realisation. Das war das erste Mal, dass die Sahaja Yogis wussten, dass sie Realisation geben können und vieles tun können. Nach diesem Erlebnis begannen sie dann alle damit.

Das zeigt, dass die Annahme vorhanden sein sollte: „Ich habe diese Kräfte, ich werde sie nicht verschwenden, ich werde sie nutzen, ich werde mich um andere kümmern, ich werde mich nicht einfach nur um mich selbst kümmern.“ Diese Annahme muss kommen. Als Ich einmal mit dem Schiff reiste, wurde jemand im Gefrierraum eingesperrt. Er bekam eine Lungenentzündung. Der Kapitän kam zu mir und sagte: „Dieser Junge hat Lungenentzündung, es muss ein Arzt mit dem Helikopter eingeflogen werden.“ Ich sagte: „Kapitän, Ich habe Ihnen Realisation gegeben, Sie sind Arzt!“ Er sagte: „Ich?“ „Ja, Sie! Aber wenn Sie wollen, gehe Ich hinunter.“ „Nein, nein, sagen Sie mir nur, was ich tun soll.“ Ich sagte: „Legen Sie einfach Ihre Hand auf sein Herz, das reicht.“ „Ich?“ Ich sagte: „Ja, Sie!“ Er ging und legte seine Hand auf’s Herz und der Mann wurde gesund. Er war erstaunt. Er traf Mich hier bei den Hochzeiten und er war so erstaunt über sich selbst. Er fragte: „Kann ich das bei jedem machen?“ „Ja, ja, das können Sie.“ Aber wenn ihr es nicht annehmt und nur sitzt und meditiert, meditiert und euch hingebt – welchen Sinn hat das?

Jetzt also, nachdem ihr den Shiva-Zustand erreicht, müsst ihr beginnen, die Arbeit der Adi Shakti zu machen. Ihr solltet diesen Wunsch bekommen, Sahaja Yoga zu verbreiten. Wir müssen es ausarbeiten. Aber seid vorsichtig! Manchmal seid ihr vielleicht konditioniert, ihr seid vielleicht egoistisch. Beobachtet euch selbst! Durch Beobachten könnt ihr eine Menge erreichen, da bin Ich sicher. Wir haben das schon gemacht. Einige Leute haben es auf sich genommen und es getan. Überall, in allen Ländern.

Die Hingabe ist also zunächst einmal wichtig, um den Zustand des Geistes zu erreichen, von Shiva und Sadashiva. Aber der zweite Schritt ist, dass ihr jetzt an andere denken müsst. Zuerst bekommt ihr, wie es im Sanskrit heißt „vyashti“, das bedeutet der persönliche Gewinn, ihr bekommt den persönlichen Nutzen. Und dann wird es „samashti“, das bedeutet die Gemeinschaft. Ihr müsst es in der Gemeinschaft ausarbeiten. Selbst Menschen, die nicht einmal die Realisation hatten, nichts Entsprechendes, haben so viel getan, Organisationen gegründet und Ähnliches. Aber ihr habt es bekommen! Jetzt ist es also wichtig, dass ihr dieses Licht auf andere ausweitet.

Es folgt eine Ansprache in Marathi.

 

Hier beginnt die, mit für jeden Absataz eingefügten Überschriften, Übersetzung:

Sadashiva und Adi Shakti, Ihre Beziehung, Ihre Kräfte und die Schöpfung

Den Unterschied zwischen Sadashiva und Shri Shiva kennt ihr bereits. Sadashiva ist Gott der Allmächtige und Er ist ein Zeuge des Spiels der Urmutter.

Die Verbindung zwischen Sadashiva, dem Urvater und der Urmutter, der Adi Shakti ist wie der Mond und das Mondlicht oder die Sonne und das Sonnenlicht.

Wir Menschen können eine solche Verbindung nicht begreifen, weder in der Ehe noch in anderen menschlichen Beziehungen. Was immer die Adi Shakti erschafft, ist der Wunsch Sadashivas und er bezeugt alles. Wenn Er die Schöpfung beobachtet, dann ist Er der Zeuge von allem, in allen Einzelheiten. Er ist der Zeuge des ganzen Universums, Er bezeugt auch die Mutter Erde und die ganze Schöpfung, die das Werk der Adi Shakti ist.

Seine Kraft ist die Kraft der Zeugenschaft und die Kraft der Adi Shakti ist diese alles-durchdringende Kraft der Liebe.

Gott der Allmächtige, der Urvater, drückt Seinen Wunsch, Seine Iccha Shakti, als die Urmutter aus. Und Sie drückt Ihre Kraft als Liebe aus.

Die Beziehung zwischen Beiden is extrem verständnisvoll und sehr tief. Was immer Sie erschafft, wenn Er darin ein Problem findet und wenn da vor allem Menschen sind, die Ihr Werk zu vereiteln suchen, oder sogar Götter, die keine Deitäten sind, ihr Ego auszudrücken versuchen, dann ist Er derjenige, der sie vernichtet.

Er hat die zerstörerische Kraft.

Er ist in den Herzen der Menschen reflektiert und Er pulsiert in der ganzen Schöpfung. Aber dieses Pulsieren ist die Kraft der Urmutter.

Er kann alles zerstören, was den Plänen der Adi Shakti zuwiderläuft.

Die Adi Shakti ist Liebe. Sie vergibt und Sie liebt.
Sie liebt Ihre Schöpfung. Sie möchte, daß Ihre Schöpfung zu der Höhe gedeiht, für die sie geschaffen wurde.

Sie möchte, daß die Menschen sich zu solch einer Höhe entwickeln, daß sie in das Königreich Gottes, in das Königreich Shivas gerlangen können, wo nur noch Segen, Vergebung und Freude herrscht.

Wunsch

Das ist alles nur dann möglich, wenn ihr danach sucht, wenn ihr diesen inneren Wunsch habt, dorthin zu kommen. Dieser innere Wunsch ist die Widerspiegelung der Urmutter in uns.
Nun, dieser Wunsch ist vorhanden, aber auch andere, ganz weltliche Wünsche sind ebenfalls da, die den Fortgang unseres spirituellen Aufstiegs stoppen. In Sahaja Yoga haben wir niemals versucht, diese Wünsche durch Methoden zu überwinden, die die Asketen früher angewendet haben, die von zu Hause fort in den Himalaya gegangen sind und ähnliches.

Ihr müßt das Licht eures Geistes (Spirit) bekommen

Das erste, was getan werden muß, ist, daß ihr das Licht eures Geistes bekommt. Der Geist ist die Widerspiegelung Sadashivas.

Der Geist (Spirit) ist ein Licht, das brennt, und das den Weg weist. Auf diesem Weg werdet ihr so weise, daß ihr im Lichte der Weisheit und Rechtschaffenheit wandelt. Alles, was euch zerstört, erkennt ihr in diesem Licht eures Geistes. Ihr gebt alles auf, was euch zerstörren will. Niemand muß euch sagen, gib dieses oder gib jenes auf. Ihr erkennt ganz von alleine, was falsch ist und was aufgegeben werden muß.

Selbstverwirklichung für die Massen

Das war Mein Selbstverständnis vom Menschen und jetzt sind die Tage, in welchen die Menschen in völliger Illusion und in größten Konflikten und Existenzkämpfen leben. Unter diesen Umständen hätten alle versagt, wenn es nur die Möglichkeiten der früheren Asketen gegeben hätte. Wenn es eine Möglichkeit für die Massen geben soll, mußte etwas ganz radikales gefunden werden und glücklicherweise ist es uns gelungen, einen Weg zu finden, auf dem ihr zu eurer Blüte und zu eurer Selbstverwirklichung kommen könnt.

Die Menschen, die ihre Selbstverwirklichung bekommen, müssen einige Dinge verstehen, und es gibt viele Menschen, die die Selbstverwirklichung bekommen haben. Ich weiß nicht wie viele es sind. Ich führe nicht Buch darüber.

Hingabe

Woran es den Menschen mangelt, ist die Hingabe. Es ist verwunderlich, das zu sagen, aber es ist eine Tatsache. Dies ist die einzige Bedingung des modernen Sahaja Yogas, daß ihr echte Hingabe haben müßt. Wenn ihr glaubt, Sahaja Yoga auf andere Weise verwirklichen zu können, oder durch euren Verstand oder andere Methoden etwas zu erreichen, so ist dies nicht möglich. Ihr müßt Hingabe haben, und Islam ist nichts anderes als Hingabe. Die Bedeutung des Wortes Islam ist Hingabe. Wenn diese Hingabe nicht vorhanden ist, dann kann sich keiner im Königreich Gottes etablieren.

Was ist Hingabe? Beispiele

Hingabe bedeutet nicht, daß ihr eure Familien, eure Kinder und Haus und Hof verlassen sollt und euren Besitz weggeben müßt. Hingabe ist nur, daß ihr zuerst euer Ego aufgeben sollt und dann eure Konditionierungen (Angewohnheiten).

Beispielsweise traf Ich einmal einen Mann, der sehr viel leiden mußte. So fragte Ich ihn: „Wer ist dein Guru?“ Er nannte Mir den Namen seines Gurus. Dann sagte Ich ihm: „Er hat dir nichts Gutes angetan, wirst du ihn aufgeben, am besten heute noch? Du mußt all die Dinge aufgeben.“ Er sagte: „Morgen werde ich es tun. Aber Mutter, was soll ich wegwerfen?“ Ich sagte: „All die Dinge, die du verehrt hast und die er dir gegeben hat, wirf sie weg.“ Dann ging er und lief in seinem ganzen Haus herum und sammelte alles, was er nur finden konnte, was er verehrte und was er bekommen hatte und warf alles ins Meer. Dann sagte er dem Meer: „Es tut mir leid, ich habe wegen dieses Mannes so viel gelitten, bitte leide du nicht auch!

So eine Art von tiefem Verständnis haben wir nicht. Ihr könnt nichts aufgeben. Ihr haltet an allem fest. Ich kenne so viele, die nur sehr schwer von ihren Konditionierungen loskommen. Es ist offenbar noch schwieriger, die weltlichen Konditionierungen, die ihr habt, loszuwerden, als das Ego.

Als erstes haben wir Konditionierungen

Als erstes haben wir Konditionierungen. Nehmen wir einmal an, wir sind in Indien, in England oder anderswo geboren. Nach Sahaja Yoga haben die meisten sofort gesehen, was mit ihnen nicht in Ordnung ist, was an ihren Landsleuten falsch ist, was an ihrem Land nicht stimmt, was falsch ist an ihrer Religion und was falsch ist an den Büchern, die sie lesen. Sie haben anschließend oft ihren Spaß daran gehabt. Ich habe dies an Menschen auf der ganzen Welt gesehen. Keiner sagt mehr, wir sind Inder, wir sind die besten oder wir sind Engländer, wir sind die besten oder wir sind Russen, wir sind die besten. Sofort finden sie heraus, was mit ihnen nicht stimmt und warum so viele Menschen ihre Selbstverwirklichung nicht bekommen. Auf der anderen Seite haben sie auch so viel Mitgefühl mit den Menschen, die ihre Selbstverwirklichung noch nicht haben und sagen zu Mir, Mutter, sollen wir ihnen nicht die Selbstverwirklichung geben?

Die Wirkung des Lichts

Das ist die doppelte Wirkung des Lichtes. Zuerst wißt ihr, daß das Licht da ist und daß ihr das Licht geworden seid, und daß eure Aufmerksamkeit, wo immer sie sich hinwendet, die Wirklichkeit sieht. Dann beginnt ihr zu verstehen, daß dieses die Konditionierungen eures Landes und ihrer Gesellschaft waren. Und dann verabscheut ihr alles, was falsch ist und identifiziert euch nie mehr damit. Aber das erste ist, wie ich bereits gesagt habe, die Hingabe.

Der Status eines Sanyasi

Durch die Hingabe entwickelt ihr eine Art Status, in dem ihr ein Sanyasi von innen her werdet. Das heißt, daß euch nichts mehr dominieren kann. Was ist ein Sanyasi? Er ist eine Person, die über allem steht. Nichts kann Ihm etwas anhaben. Er betrachtet die Dinge nur noch und er weiß über alles Bescheid. Es mag sein, daß er nicht davon spricht, aber er tut nichts falsches mehr. Er ist völlig losgelöst. In dieser Losgelöstheit sieht er alles, was falsch an ihm war. Er sieht auch in dieser Losgelöstheit, was an seinen Familienmitgliedern, in seiner Umgebung und überall falsch ist und er identifiziert sich nicht mehr damit.

Beispiel

Es ist wirklich erstaunlich! Ich habe es erst kürzlich wieder in der Türkei erlebt, als ich einen Herrn traf, einen großen Hotelier aus der Schweiz, der persönlich zu Mir kam und Mich um die Selbstverwirklichung bat und den Ich bereits in der Schweiz als eine sehr ängstliche Person kennengelernt hatte. Ich gab ihm die Selbstverwirklichung und gleich darauf sagte er, er werde nicht mehr in die Schweiz zurückgehen, sondern in der Türkei bleiben. Stellt euch das vor! Es ist so offensichtlich, daß euch dieses neue Leben ungeheure Weisheit und Balance gibt.

Was hat Sahaja Yoga bewirkt?

Angenommen, ihr seid unterwegs und könnt die Straße nicht sehen. Ihr könntet hinfallen. Aber ein kleines Licht reicht aus, daß ihr genügend sehen könnt. Das ist es, was Sahaja Yoga bewirkt. Es hat euch dieses kleine Licht gebracht. Dieses kleine Licht genügte, um so viele Dinge aufzugeben.

Als zweites haben wir Ego

Die andere Seite ist das Ego. Das Ego des Menschen ist eine sehr subtile Angelegenheit. Ich weiß nicht, wie ihr es ansammelt. Aber es passiert. Und manche haben ein so gewaltiges Ego, daß es beim geringsten Anlaß hochschießt. Sie geraten beim geringsten Anlaß außer sich oder sie suchen jemanden , den sie dominieren können. Wenn ihr dieses Ego zu durchschauen beginnt, dann könnt ihr darüber lachen und erkennen, was falsch an euch war. Das Ego kommt nicht wie die Konditionierungen von außen, sondern es kommt von innen heraus. Die Menschen bekommen aufgrund aller möglichen unsinnigen Dinge ein Ego.

Beispiel

Eines Tages traf Ich eine Dame, die sehr eingebildet war, sie konnte nicht einmal lächeln. Ich fragte, was ist mit dieser Frau los? Was ist sie? Da erzählten sie Mir, daß sie Puppen herstellt und darauf sehr stolz sei. Da sagte Ich, was ist da denn so großartiges daran, Puppen zu machen, das kann doch ein jeder? Da meinten sie, es seien schon besondere Puppen, die sie herstellt.

Das Ego macht dumm und blödsinnig

Durch das Ego wird der Mensch dumm und dümmer. Das ist das erste Anzeichen eines egozentrischen Menschen. Er ist so dumm, daß man verblüfft ist. Er führt einem, ohne daß man ihm Aufmerksamkeit schenkt, all seine dummen Streiche und Verrücktheiten vor. Er erzählt alles, was er gemacht hat. Immer dieses: ich bin, ich tat, ich …, ich …, ich … . Wenn man so eine Person sieht, was ist da los? Sie schämt sich nicht im geringsten, Dinge zu sagen, die besser nicht gesagt würden. Sie brüsten sich sogar über ihr sündiges Leben und erzählen, wieviele Frauen sie um sich haben und was und wieviel sie trinken, dieses und jenes. Sie haben keinerlei Schamgefühl.

Beispiel

Ich sagte zu so einen Kerl aus Puna, der bereits 95 Jahre alt war, einmal: „Du hattest doch eine so schwere Herzattacke gehabt, warum hörst du nicht auf zu trinken?“ Die Leute fänden, daß er noch so gut aussehe und so erfolgreich sei. Er ist sicher nicht wegen seiner Trinkerei so erfolgreich. Was gewinnt er durch das viele Trinken? Wozu ist es gut? Aber mit vernünftiger Argumentation kann man da nicht beikommen. Man kann sehen, daß sich selbst der größte Trunkenbold immer herauszureden weiß.

Ich habe bisher in keinem Land der Welt gesehen, daß einem, der an Trunksucht gestorben ist, oder der dafür gerühmt wurde, zehn Frauen gehabt zu haben, ein Denkmal gesetzt worden wäre, niemals, zumindest bislang noch nicht. Ich weiß nicht, wie weit die Menschen mit ihrem Ego noch kommen. Heutzutage ist es jedoch sehr weit verbreitet. So viele sagen: Ich möchte dieses oder ich mag jenes nicht. Ich mag zum Beispiel diesen Sari nicht oder diese Art von Kleidung … Wer seid ihr denn überhaupt? Ihr erkennt ja nicht einmal euch selbst, andere sind dabei euch zu erkennen. Welchen Unterschied macht es aus, ob ihr etwas mögt oder nicht mögt? Aber unter jungen Leuten ist diese Art sehr häufig anzutreffen. Es ist ein Zeichen völliger Zerstörung, denn das Ego ist nicht nur dumm.

Jene, die ihre Selbstverwirklichung bekamen, sollten Gott dafür danken. Denn ihr erkennt dabei, daß euer Ego spricht. Ihr werdet dann beginnen, darüber zu lachen und euch darüber lustig zu machen. Es war mein Ego!

Es gibt allerdings auch in Sahaja Yoga Menschen, die auf Meine Frage, warum sie sich nicht daran beteiligen, für Sahaja Yoga etwas zu tun, antworten: „Mutter, ich möchte nicht, daß mein Ego wieder hoch kommt.“ Das ist das schlimmste, daß ich nichts mache, weil mein Ego wieder aufscheinen könnte. Wie soll da euer Ego wieder hervorkommen? Angenommen, ihr seht, wie etwas zu brennen beginnt, ihr erkennt es! Und ihr könnt euch davor schützen. Wie solten wir Angst haben, daß wir uns verbrennen? Dies ist eine sehr subtile Art der Arbeitsscheu in Sahaja Yoga. All dies macht die Menschen ganz blödsinnig und dumm. Ich weiß nicht, wieviele Beispiele Ich euch noch bringen könnte.

Ich habe es auch bei Ehen gesehen. Ein sehr häufiger Fall ist, daß einer sagt: „Mutter, ich habe dieses Mädchen damals geheiratet, aber nun glaube ich, daß ich es nicht hätte tun sollen.“ Wenn Ich dann frage, warum hast du denn dann geheiratet? Dann heißt es, das habe ich damals nicht erkannt. Ich erzähle euch diese Beispiele nur, daß ihr euch aller möglichen Probleme eures dummen und blödsinnigen Egos bewußt werdet. Man muß lernen, es ganz klar zu sehen, wie dieses Ego in uns arbeitet und wie wir es uns gefügig machen.

Wir müssen Lotusse werden, wir müssen Sanyasis werden, wir müssen Shiva werden

Wenn wir vom (spirituellen) Aufstieg reden, sprechen wir von einer höheren Lebensform. Wir müssen Sanyasis werden, wie Lotusse, die aus dem Teich herauswachsen und die das Wasser nicht mehr berühren kann. Sogar auf den Blättern hält sich kein Wasser. Ebenso sollen wir werden. Wir müssen uns nicht wie Sanyasis kleiden, nichts dergleichen. Jedoch von innen her soll uns eine Art losgelöster Aufmerksamkeit erfüllen, die die Probleme in uns und außerhalb sofort erkennt. In Sahaja Yoga wißt ihr auch wie ihr die Probleme loswerdet. Es ist ein sehr effektives und effizientes System. Um das jedoch wiederum erreichen zu können, müssen wir von innen heraus Shiva werden, das heißt, völlig losgelöst, so wie Shiva völlig losgelöst ist. Ihr müßt losgelöst sein und dieses Losgelöstsein wird euch die gleiche Weisheit geben, wie sie Shiva eigen ist.

Shiva sieht, besser gesagt, Sadashiva, sieht sich das Werk der Adi Shakti ganz in Stille an. Er wird nicht stolz darüber, Er entwickelt darüber in keiner Weise ein Ego in der Form, daß er sagt: „Laßt mal sehen, was Meine Iccha Shakti da macht.“ Nichts von alledem. Er beobachtet nur. Wenn es aber dann zur Zerstörung kommt, sieht Er das. Er sieht, wenn etwas das Werk zu zerstören beginnt und Er zerstört es unmittelbar, Er beseitigt es.

In gleicher Weise sollen auch wir sein. Wir sollen unser Leben als solches sehen, als ein großes Übungsfeld. Wie sehen wir uns? Sehen wir uns überhaupt an? Ich habe Menschen gesehen, die folgendermaßen sprechen: „Ach, was tut’s schon, ich bin ja ein Sahaja Yogi.“ In solcher Weise dürft ihr nicht reden, wenn ihr ein Sahaja Yogi seid. Mit gefalteten Händen sollt ihr sagen: „Ich bin ein Sahaja Yogi.“ In eurem Verhalten , in eurem Sprechen, in allem sollt ihr extrem bescheidene Persönlichkeiten sein. Wenn dies nicht der Fall ist, dann bedeutet das, daß euch Sahaja Yoga ein doppeltes Ego gebracht hat. Wie ihr wißt, ist Shiva für Seine Unschuld, für Seine Einfachheit und für Sein Verzeihen bekannt. Er vergibt. Er vergibt den Rakshasas (Dämonen), Er wird jedermann vergeben. Das ist Seine Qualität. Aber jeder, der sich gegen die Urmutter auflehnt, wird nicht verschont werden. So muß Seine Qualität verstanden werden.

Hingabe bedeutet Loslösung

Hingabe bedeutet nicht, daß äußerliche Dinge hingegeben werden sollen. Was gibt es da schon? Es sind alles nur Steine. Was gebt ihr hin? Hingabe bedeutet eure völlige Reinigung, eure völlige Loslösung. Loslösung ist die einzige Möglichkeit, wie ihr (spirituell) aufsteigen könnt.

Beispiel

Manche Leute werden krank. Sie machen so viel Aufsehen darum. Die ganze Welt muß es wissen: „Ich bin krank, ich bin krank, krank, krank!“ Wenn ihr ein Sahaja Yogi seid, dann beobachtet ihr nur: „Ich bin krank, gut so, laßt uns sehen.“ Fast wie ein Sport. Ihr beobachtet nur. Ich bin krank, was passiert nun? Die Temperatur steigt schön an und fällt auch wieder ab. Fast eine Art spielerische Aufmerksamkeit. Als Ich kam, hatte Ich auch erhöhte Temperatur. Aber niemend glaubte, daß Ich Fieber hatte. Ich war so müde bei den Hochzeiten. Aber sie sagten, daß Ich überhaupt nicht müde aussah. Es ist in Ordnung. Ich bin nicht müde. Auf die gleiche Weise sollte das Leben gespielt werden.

Leben ist ein Spiel

Es ist nur ein Spiel. Und dieses Spiel sollte durch das Licht der Weisheit betrachtet werden. Nichts ist so ernst. Für einen Sahaja Yogi ist nichts so ernst, aber er selbst wird sehr ernsthaft und er muß wissen, daß es für ihn eine Menge zu lernen gibt.

Wenn wir Shiva ehren, dann preisen wir Ihn: „Du bist dies, Du bist das…“ Wenn ihr Mich ehrt, dann preist ihr Mich: „Du bist dies, Du bist das … Ich bin Mir dieser Dinge nicht bewußt, die ihr Mir sagt. Aber ihr sagt es, gut. Ihr sagt die tausend Namen Shivas, die tausend Namen der Göttin, die tausend Namen Vishnus, …. Das sind die Namen derer, die ihr verehrt. Aber was ist mit euch? Wie viele Namen könnt ihr haben? Wenn ihr bei der Puja die Namen dieser Shaktis nennt, dann werden diese Shaktis auch in euch erweckt, ganz zweifellos. Nach der Puja fühlt ihr das auch. Aber ihr neutralisiert sie nicht. Ich habe so viele Menschen gesehen, die zur Puja kamen und in denen diese Kräfte erweckt wurden, die gleichen Kräfte. Aber mit der Zeit sind sie weg, fort, verschwunden.

Hingabe ist auch Annahme

Die Hingabe hat auch noch eine andere Seite: Annahme. Die Annahme, daß ich ein Sahaja Yogi bin und daß ich all diese Kräfte in mir absorbieren kann. Aber einmal werdet ihr sie absorbiert haben, dann solltet ihr sie auch aufnehmen und in euch behalten und wissen, daß ihr diese Kräfte habt. An diesem Punkt versagen viele Sahaja Yogis.

Beispiele

Anfangs war es so, daß kein Sahaja Yogi einen anderen berühren, nicht einmal anderen die Kundalini heben wollte, dieses und jenes. Damals waren wir mindestens fünfzig Sahaja Yogis. Ich sagte, was soll Ich tun? Ich habe diese Kanäle vorbereitet und niemand ist bereit auch nur einen Finger zu rühren, wie soll das ausarbeiten? Es war sehr schwierig. Eines Tages geschah es. Wir hatten ein Programm in Nassigrod. Und Ich ging nach Nassi, ungefähr dreißig Meilen weiter. Dort verließ Ich Mein Auto, aber es war niemand da. Ich wußte nicht, was Ich tun sollte. In Nassigrod aber war eine Menge Leute versammelt und die Sahaja Yogis waren sehr aufgeregt und fragten, wann kommt Shri Mataji, wann wird Sie kommen? Sie kamen richtig unter Druck. Dann sagten sie sich, es wird schon richtig sein, wir werden den Leuten die Selbstverwirklichung geben, und sie sagten ihnen, daß sie sich setzen sollten. Und sie gaben ihnen ihre Selbstverwirklichung. Das war das erste Mal, daß Sahaja Yogis erkannten, daß sie anderen die Selbstverwirklichung geben konnten, und daß sie dieses und jenes tun konnten.

Ich habe diese Kräfte bekommen und ich will sie nicht brachliegen lassen, ich will sie nutzen und mich um andere kümmern, und nicht alles für mich allein behalten. Diese Annahme muß gemacht werden!

Beispiel

Einmal reiste Ich per Schiff und ein Matrose erkältete sich im Kühlraum, er bekam Lungenentzündung. Da kam der Kapitän zu Mir und sagte: „Dieser Junge hat Lungenentzündung, wir müssen einen Arzt per Hubschrauber kommen lassen.“ Ich sagte: „Kapitän, Ich habe dir die Selbstverwirklichung gegeben, du bist jetzt ein Arzt.“ Er sagte: „Ich? Nein, Du!“ Dann sagte Ich: „Wenn Du es möchtest, dann gehe Ich hinunter.“ Nein, nein, nein, aber sage mir, was ich tun muß.“ Ich sagte ihm, daß er nur seine Hand auf sein Herz legen soll, das wäre alles. „Ich?“ „Ja, du!“ Dann ging er hinunter und legte seine Hand auf, wie Ich ihm gesagt habe und dieser Matrose wurde gesund. Er war sehr überrascht darüber und Ich war auch erstaunt über den Kapitän.

Wenn ihr jedoch nicht annehmt und euch nicht niedersetzt und meditiert, und immer wieder meditiert, was hat das dann für einen Nutzen?

Was passiert, wenn wir den Shiva-Status erreicht haben?

Wenn ihr den Shiva-Status erreicht habt, sollt ihr das Werk der Adi Shakti tun. Ihr sollt den starken Wunsch in euch haben, Sahaja Yoga zu verbreiten. Wir müssen es ausarbeiten. Aber seid vorsichtig dabei. Manchmal könntet ihr konditioniert oder ego-orientiert sein, passt auf euch auf! Wenn ihr euch selbst beobachtet, dann bin Ich sicher, daß ihr eine Menge erreichen könnt. Wir haben es getan und einige, die es auf sich genommen haben, haben es getan, überall, in allen Ländern. Also, der erste Status eurer Hingabe ist, daß ihr den Status eures Geistes (Spirit), Shivas, besser geasagt, Sadashivas, erreicht.

Aber der zweite Status ist, daß ihr an die anderen denken müßt. Das erste ist, wie man in Sanskrit sagt „veshti“, das individuelle Ziel und das zweite ist in Sanskrit „Samashti“, das kollektive. Ihr müßt es kollektiv ausarbeiten.

Menschen, die niemals ihre Selbstverwirklichung bekamen, haben so vieles auf sich genommen. Um wieviel mehr müßt ihr, die ihr alles bekommen habt, dieses Licht anderen weitergeben.