Sahastrara Puja, Achieve Complete Freedom

(Italy)


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Sahastrara puja. Cabella Ligure (Italy), 7 May 1995.

Heute ist ein großer Tag für uns, für alle Sahaja Yogis, denn an diesem Tag, -ich würde sagen, wir sind ein oder zwei Tage zu spät,- wurde das Sahastrara geöffnet. Es war ein Wunder, sollte ich sagen, weil ich nicht dachte, daß ich an einem Punkt bin, wo es getan werden könnte. Ich wollte eigentlich warten, aber es passierten einige Dinge, aufgrund derer ich dachte, daß es geöffnet werden muß. Es war so eine Situation, in der ich fühlte, daß jetzt jede Verzögerung diesen falschen Gurus helfen würde, ihren Unsinn überall zu verbreiten. Dies ist eben eine sahaj Art, Dinge zu tun, würde ich sagen.

Nun sind 25 Jahre vergangen; ihr habt euch während dieser Zeit alle hier versammelt, und wir haben so viele andere, die nicht hier sind, die so vieles erreicht haben. Aber vielleicht sind wir uns nicht bewußt, was wir erreicht haben, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr habt eure Vibrationen erhalten, ihr könnt diese alles durchdringende Kraft spüren, ihr schwimmt sozusagen im Ozean der Freude, ihr genießt alle die Kollektivität, und ihr habt viele eurer Begrenzungen überwunden. All dies ist mit euch geschehen, weil ihr ein Recht darauf habt, es zu bekommen. Ich rechne es mir nicht als Verdienst an, das einzige ist, was ich immer wieder betont habe, daß ihr nun das Königreich Gottes betreten habt und es genießt. Wir müssen uns umschauen: die ganze Natur ist freudig, sie sorgt sich um nichts. Sie hat nicht die Realisation bekommen, sie hat nicht das Paramchaitanya gefühlt, aber wieso weiß sie trotzdem, daß sie genießen soll ? Die Blumen, die nur für eine kurze Zeit blühen und dann verwelken- doch solange sie leben sind sie sehr glücklich. Sie denken nicht an ihre Vergangenheit oder an ihre Zukunft, sondern sie genießen die Gegenwart- und in der Gegenwart genießen sie, sie duften und geben anderen diesen Wohlgeruch. Sie sind schön und sie besänftigen andere. Die ganze Natur ist so. Wenn ihr die Vögel anschaut, oder irgendetwas, das wir als natürlich bezeichnen, so ist all das in einer Art meditativer Stimmung. All diese Hügel und großen, großen Berge, sie sehen aus, als seien sie die Zeugen von all dem, was passiert ist.

So müssen wir wirklich zunächst zurückschauen, was wir erreicht haben. Das ist wichtig, denn wenn ihr auf einen Berg hinauf klettert und zurück schaut, so bekommt ihr einen Schock und fallt vielleicht herunter. Deshalb sagen die Leute normalerweise, daß man niemals zurückschauen sollte. Aber eine Person, die einen Schatz erworben hat, geht immer wieder hin und zählt ihn, und erforscht, wie viel sie bekommen hat und erfreut sich jedesmal wieder daran. Also wird das relative Wissen darüber, was wir bekommen haben und wie wir etwas erreicht haben, euch zweifellos mehr Willenskraft und Lebensfülle geben.

Das erste, was euch passiert ist und was sehr wichtig ist , würde ich sagen, ist, daß ihr die alles durchdringende Kraft gespürt habt. Das zeigt, daß ihr große Sucher der Wahrheit gewesen sein müßt, aufrichtig, ehrlich, feinfühig, daß ihr nur durch den Besuch meines Programmes die Vibrationen gefühlt habt. Und danach seid ihr darin beständig geworden. So viele von euch haben es plötzlich gespürt , und sie waren erstaunt, und sie waren schockiert und überrascht, und sie wollten testen, ob es wirklich wahr ist. Aber dann ward ihr zuversichtlich, ihr merktet, daß ihr tatsächlich eine neue Dimension in eurem Leben bekomen habt, und daß ihr die alles durchdringende Kraft der Liebe Gottes spürt. Ich werde eine Lektion brauchen, um euch diese alles durchdringende Kraft ausreichend zu beschreiben.

Aber ihr müßt wissen, daß das, was ihr bekommen habt, die Essenz ist, das ist die völlige Freiheit. Ihr habt die vollkommene Freiheit erreicht.
Als erstes muß die Freiheit kommen, als erstes und wichtigstes – das bedeutet, frei von eurem Ego, diese Wand aus Ego, die ihr überwunden habt. Ihr seid die Fesseln dieses Egos los, das wirklich so groß war und euch viele Probleme bereitet hat. Dieses Ego macht so vieles, dessen ihr euch nicht bewußt seid. Ein Mensch, der ein Egoist ist, macht sich nichts daraus, andere zu verletzen. Er verletzt, aber wenn er selbst verletzt wird, so mag er es nicht und beginnt sofort zu weinen. Ich habe gesehen, daß Leute, die zu viel Ego haben, besonders schnell verletzt sind, aber sie verstehen nicht, wie viele Leute sie selbst bereits verletzt haben und wieviele sich wirklich vor ihnen fürchten.
Ihr also seid euer Ego los. Es ist eine Sünde, einen anderen Menschen zu verletzen, egal warum, was immer der Grund sein möge, aus dem du meinst, einen anderen Menschen verletzen zu wollen.
Der vorherrschende Grund ist Rache. Es gibt dieVorstellung von Rache, daß ich mich an dem, der mich verletzt hat oder mir etwas angetan hat, rächen muß. Diese Idee der Rache kommt, wenn ihr reagiert. Manche Leute reagieren sehr gewalttätig. Ich habe Leute erlebt, die sich aus Rache gegenseitig umbringen, selbst die eigenen Verwandten und Bekannten, ihre Kameraden und Landsleute. Auf der ganzen Welt gibt es diese dumme Idee der Rache. Aber wenn ihr die subtile Seite der Rache betrachtet, was ist es? Welche Rache habt ihr genommen? Angenommen, es gibt jemanden, der dich geärgert hat und du bist böse auf diesen Menschen und du tötest ihn; dann hast du ihn in Wirklichkeit gerettet! Er braucht nicht mehr unter seinen Schuldgefühlen zu leiden, er braucht nichts mehr zu tun, er ist einfach fertig. Was ist also die Rache? Die Rache sollte nur derart sein, daß der andere von seiner Idee, Menschen zu töten, abkommt. So wie ein Schwert niemals ein Schwert bekämpft, sondern einen Schild. Genauso ist die Rache, von der wir denken, daß wir sie einem anderen antun, keine Rache, denn jede Handlung, die ihr im Namen der Rache unternehmt, kommt auf euch zurück und verletzt viel mehr euch. So kann also vieles passieren, wenn ein Mensch im Namen der Rache zu handeln beginnt.

Zum Beispiel wird heutzutage in der ganzen Welt so viel Rache genommen. Sogar im Namen Gottes nehmen sie Rache, weil bestimmte Menschen einer anderen Religion angenhören, oder sie tun etwas anderes, das ihr nicht tut. Diese Art von Rache bewirkt nur, daß ihr Leute tötet und zerstört, die nicht einmal verstehen, welche Rache ihr an ihnen nehmt. Leute legen Bomben und solche Sachen und töten dadurch tausende von Unschuldige. Welche Art Rache habt ihr dadurch genommen? Sie verdienen keine Rache. Wenn diese Rache also explodiert, kann sie so viele unschuldige Menschen zerstören, und sie wird zweifellos auf euch zurück kommen. Ihr könnt dem nicht entkommen, es ist ein sehr langer Prozess, dieserRache.

Ich habe euch über das Bermuda-Dreieck berichtet, was sie darüber sagen: So viele Schwarze wurden zu Sklaven genommen und ertranken in diesem Gebiet. Nun sagt man, daß ihre Geister die Leute jagen, die vorbei kommen, meist die Weißen, und sie ertränken sie. Es ist also ein sehr langer Prozess, und all dies brauche ich bei dieser gesegneten Gelegenheit nicht zu diskutieren. Aber ich muß sagen, daß wenn wir Rache nehmen, jede Aktion hat eine Reaktion. Irgendwie seid ihr also dieser Idee der Rache entkommen,- der Gedanke ist einfach weg.

Es gibt etwas anderes, nämlich, wenn ihr keine Rache nehmt, sondern es Gott überlasst, handelt es. Es handelt nicht nur, sondern das Göttliche überwacht auch selbst, wie man dieser Person oder Gemeinschaft oder Organisation, die Rache an euch nehmen will, eine gute Lektion erteilen kann. Ihr müßt euch keine Sorgen machen. Ich muß euch erzählen, daß in diesen 25 Jahren manche Leute extrem unfreundlich zu mir waren. Viele Organisationen, viele sogenannte „Religionen“, alle möglichen Dinge waren hinter uns her, die Medien waren hinter uns her. Nehmt zum Beispiel die französischen Medien, sie haben versucht, uns so viel zu schaden und unseren Namen zu beschmutzen, aber es macht nichts. Drei dieser Medien-Leute, die nach Indien gingen, können jetzt nicht mehr einreisen, und wenn sie nach Indien kommen, werden sie verhaftet werden. Ich habe nichts getan, wir haben nichts getan. Zweitens sind diese Medien, ich meine die Zeitungen, alle bankrott. Ihr habt nichts dafür getan, ihr seid nicht hingegangen und habt gesagt, daß sie alle bankrott gehen sollen, ihr habt keinerlei Rache genommen. Warum sollten wir? Warum sollten wir Rache nehmen? Weil wir uns nicht darum kümmern, was passiert, weil wir uns nicht darum sorgen, was die Leute uns angetan haben. Aber rechtlich sind sie jetzt in solch großen Schwierigkeiten, daß sie, wenn sie nach Indien gehen, verhaftet werden, und die gesamte französische Regierung steht hinter ihnen, alle versuchen so viel, aber diese Strafe verfolgt sie, in ihrem Leben, – sie mußten nicht sterben oder so etwas- zu Lebzeiten haben sie das bekommen.

Ihr habt also diese besondere Kraft, daß ihr keine Rache nehmen müßt, ihr müßt einfach vergeben, verzeiht einfach, und das Verzeihen kümmert sich um das ganze Arrangement, die andere Person auf den richtigen Weg zu bringen.

Wenn ihr einmal diesen Gedanken der Rache aufgegeben habt, seid ihr wirklich sehr friedlich. Denn dieser Frieden, den ihr in euch drinnen habt, ist nicht unnatürlich, er ist nicht mental, sondern er passiert euch einfach. „Es ist in Ordnung, also was“, wenn sie irgendetwas zu uns gesagt haben, oder wenn sie uns irgendetwas angetan haben, warum sollten wir uns darum kümmern? Es gibt so viele Dinge, die ich euch erzählen kann, die automatisch funktioniert haben.

In der Türkei haben sie mir jetzt erzählt, daß es dort einen Jungen aus England gibt, der zu den Medien ging und ihnen etwas gegen Sahaja Yoga berichtet hat. Es wurde alles veröffentlicht, aber vor Gericht gestand er: „Alles, was ich gesagt habe, war falsch“. Niemand war hingegangen , um es ihm zu sagenn, niemand drohte ihm, nichts war passiert. Von eurem Standpunkt aus müßt ihr also verstehen, daß ihr nicht anfangen dürft, in Racheangelegenheiten hinein zu geraten, weil ihr zur Regierung Gottes gehört, und diese Regierung ist extrem wachsam, sehr aufrichtig, und auch extrem effizient. Soweit es euch betrifft, seid ihr Bürger dieses großartigen Reiches. Was ihr also erreicht habt, ist die Staatsbürgerschaft dieses großartigen Reiches Gottes, wo ihr euch absolut sicher fühlen solltet. Derjenige, der sicher ist, fürchtet sich niemals.

So seid ihr also auch von eurer Angst befreit. Ich weiß nicht, warum der Mensch sich vor diesem und jenem fürchtet, und sich um dies und das sorgt. Es ist erstaunlich, wie sie sich um ihre Gesundheit sorgen, um ihre Familie, ihre Kinder, ihr haus, alles mögliche. Aber Sahaja Yogis tun das nicht, wir haben keine Sorgen, es funktioniert alles. Warum sollten wir uns sorgen? Dieses Instrument der Sorge ist ausgeschaltet, ist fertig, denke ich, es ist kaputt. Und nun seid ihr in einem Zustand, in dem ihr keine Zeit für Sorgen habt, weil ihr euch an euch selbst erfreut. Ich habe gesehen, daß diese Angst so stark in Leuten arbeitet, daß sie alle möglichen Krankheiten aufgrund ihrer Angst bekommen, so viele Krankheiten. Besonders diese Krankheiten, die von der linken Seite kommen, bekommen die Leute aufgrund von Angst. Warum sollte man Angst haben? Es ist so, als schlügest du Mutter Erde und sagtest, da ist eine Schlange, obwohl gar keine da ist. Aber du denkst es vielleicht so und machst weiter mit dieser Angst, verschiedenen Ideen über ein Phantom oder einen großen Teufel, der irgendwo steht. Es ist alles Unsinn, für euch existiert das nicht. So, wie wenn ihr im Dunkeln geht und alle möglichen Formen und Dinge seht und einige Leute sagen, ich sah jemanden auf einem Baum, eine Art Form. Tatsächlich existiert das gar nicht, es existiert nicht. Aber diese Angst im Menschen macht aus, daß er so denkt. Er hat Angst vor diesem und Angst vor jenem und am Ende verliert er seine Freiheit, er wird ein Sklave, ein Sklave von so vielen Menschen, vor denen er sich fürchtet, daß ein bestimmter Mensch ihn verletzten will, ein anderer ihn ärgern wird. Und das ganze Konzept der Angst hat unser Familienleben ruiniert.

Zum Beispiel dominiert die Ehefrau, der Ehemann dominiert, es gibt nichts zu fürchten. Durch die Angst spielst du nur in ihre Hände. Wenn die Frau zum Beispiel dominant ist, dann mach dich einfach darüber lustig. Wenn du dich nicht in ihrer oder seiner Gegenwart darüber lustig machen kannst, dann mach es besser draußen und denke, „Oh, schau an“. Es ist nun eure besondere Qualität, daß ihr die Angst vollständig los werden könnt. Wieso sollte man sich vor der Ehefrau oder dem Ehemann fürchten? Was kann er dir antun? Im schlimmsten Fall wird er dich töten, ja und, du wirst sowieso sterben.

Die Angst vor dem Tod ist ein anderer Unsinn. Als ich meine Arbeit begann, wurde ich überall gefragt: „Was ist mit dem Tod?“ Ich sagte: „Aber jetzt lebt ihr doch, warum fragt ihr nach dem Tod?“ So viele Leute fragten mich nach dem Tod, warum wollt ihr etwas darüber wissen? Ich werde euch heute etwas darüber erzählen :Es ist eine andere verrückte Idee, daß wir über unseren Tod Bescheid wissen sollten, was passiert. Wenn ihr einmal tot seid, seid ihr am Ende, ihr müßt danach nichts mehr tun. Was habt ihr also davon, zu wissen, wann ihr sterben werdet und was euch dann widerfahren wird? Was passieren muß, wird passieren. Wir fragen nie: „Wenn ich schlafe, was passiert dann mit mir?“ Und dies ist ein permanenter Schlaf und wir sorgen uns so sehr darum, daß wir wissen sollten, was nach dem Tod passiert. Man muß sterben, wenn die richtige Zeit gekommen ist, denn was geboren ist, muß sterben. Aber ihr wißt, daß ihr ewiges Leben bekommen habt. Ihr könnt niemals sterben. Der Tod bedeutet nicht, daß dieser Körper verschwindet. Tod ist, wenn ihr absolut keine Kontrolle habt über das Leben eurer Seele. Sobald ihr realisierte Seelen seid, habt ihr die gesamte Kontrolle, alle Kräfte, eure Seele dahin zu bringen, wo ihr wollt, geboren zu werden, wenn ihr wollt, und wenn ihr nicht wollt, nicht geboren zu werden. In den Familien, in den Gesellschaften geboren zu werden, wo ihr es wollt. Es gibt viele große Seelen, von denen ich weiß, die so mutig waren, in Gesellschaften ihre Geburt zu nehmen, die sich verschlechtern und aufgrund der Dummheiten, die sie tuen, Gefahr laufen, zerstört zu werden.

Es ist also absolut absurd für Sahaja Yogis, sich vor dem Tod zu fürchten. Warum sollte man denken, noch dazu über den Tod? Es gibt nichts wie Tod für euch, weil ihr ewiges Leben bekommen habt. Es ist nicht so, daß ihr mit dem gleichen Körper weiterleben werdet, ihr werdet vielleicht euer Kleid wechseln, aber ihr lebt, ihr seid bewußt, und ihr wißt, selbst wenn dieser Körper nicht da ist, daß ihr ständig für Sahaja Yoga verfügbar seid, für alles, das im Namen der Wirklichkeit getan werden muß.

Ihr müßte also euren Stellenwert als ewiges Wesen kennen, was eure Arbeit ist, was eurer Zweck ist, was ihr zu tun habt. Man muß sich also losmachen von der Idee des Todes, weil der Tod für euch nicht existiert. Es ist vorbei. Vielmehr haben all die Leute, die sich vor dem Tod fürchten, Versicherungen, dieses und jenes, alle möglichen Probleme. Und was passiert am Ende? All diese weltlichen Dinge laßt ihr zurück und geht fort. Ich denke, niemand konnte auch nur ein kleines Staubkorn mitnehmen, als die Seele fortging. Aber in eurem Fall, wenn ihr nicht mehr auf dieser Erde weilt, wie man sagt, dann tragt ihr nicht mehr all die materiellen Dinge, denn ihr habt sie bereits aufgegeben. Ihr habt kein Interesse daran, ihr seid nicht materialistisch. Euer Geist ist also frei, und wenn ihr sterbt, passiert etwas ganz Einfaches mit euch, nämlich, daß ihr euch sehr befreit fühlt, absolut, und dann spürt ihr eure Freiheit vollständig, und ihr könnt wählen, was ihr tun möchtet. Es ist alles unter eurer eigenen Führung, es ist euer eigener Wunsch, alles funktioniert. Ihr fühlt nicht, daß ihr aus eurem Körper herausgekommen seid, und daß ist es, das euch klarmachen sollte, daß es keine Angst vor dem Tod geben sollte. Im Gegenteil, er sollte willkommen sein, denn ihr fühlt euch viel freier, viel leichter. Ihr habt all die Probleme nicht mehr, die ihr in jedem Fall durch euren Körper in dieser Welt habt. „Ich muß Medizin nehmen, ich muß Vitamine nehmen“, ihr müßt dann nichts mehr nehmen, ihr braucht nichts. Dieser Körper ist weg und das ist eine gute Sache. Er macht so viel Ärger, seht ihr, die ganze Zeit, auch wenn ihr sagt, „Ich kümmere mich nicht um meinen Körper und all das“, aber dieser Körper läßt euch nicht in Ruh. Er ist das, was am meisten an uns klebt, der Körper. Also sollte es das einfachste für euch sein, den Tod zu vergessen.

Ihr wißt sehr gut, daß wir viele Mauern eingerissen haben, das die Konditionierungen, die wir hatten, alle vorbei sind, was sehr erstaunlich ist. Ich habe Leute gesehen, die sich sofort nachdem sie ihre Realisation bekommen hatten, umsahen, und sagen konnten, was mit ihrer Religion falsch ist. Dann sagen sie dir, was mit ihrem Land nicht stimmt, was an ihrer Kultur nicht in Ordnung ist. Durch sie weiß ich so vieles. Ich wußte nicht, daß es so ist, aber sie haben es mir selbst erzählt. Nehmen wir z.B. einen Franzosen; wenn ein Franzose die Realisation bekommt, dann weißt du alles über Frankreich. Auch Dinge, die du niemals gedacht hättest, was für Leute sie sind, er wird dir alles erzählen. Genauso ist es mit den Engländern, es stimmt, sie lachen über sich selbst, aber wenn sie zu realisierten Seelen werden, dann geben sie dir ein vollständiges Bild über die Engländer, was für Menschen sie sind, was falsch läuft bei ihnen, wie egoistisch sie sind und all das. Ich war erstaunt, ich meine, ich habe niemals so viele Dinge gewußt, wie ich durch Sahaja Yogis, die ihre Realisation bekamen, erfahren habe. Denn sie haben all dies sehr gründlich und sehr nah miterlebt und deshalb wußten sie darüber Bescheid.

Als ihr nun so rein, so gesäubert wurdet, wurde euer Geist von alllen Konditionierungen gereinigt, ihr werdet wie ein Spiegel. Und in diesem Spiegel kann man ein vollständiges Bild der Gesellschaft sehen, in der ihr lebt, ein klares Bild eurer Regierung, alles ist so klar. Und es ist absolut, es ist nicht voreingenommen. Wenn ihr zum Beispiel jemanden fragt, dann wird er sagen: „Was ist Ihre Poitik?“ Wenn ich dann sage: „Meine Politik ist… ich habe keine Politik“, dann wird er sagen: „Was, Sie haben keine Politik? Wie können Sie leben ohne Politik?“ „Ich habe keine Politik“. So werden sie fortfahren, beispiellose Fragen zu stellen, aber für eine realisierte Seele ist es gerade anders herum. Sie sieht nicht nur, sondern zeigt sehr klar und drückt klar aus. Ich war sehr erstaunt darüber, wie die Leute wirklich die Reflexion der Gesellschaft waren, in der sie leben, sowie des Landes, das sie repräsentieren. Die Identifikation ist also verloren, völlig verloren. Ihr identifiziert euch nicht sehr, ihr fühlt nur, was nicht in Ordnung ist mit der Person.

Ein andere Punkt ist, daß ihr anfangt, zu sehen, wie ihr helfen könnt, was ihr tun solltet, wie ihr es ausarbeiten könnt. Und die Wichtigkeit dessen wird zur wichtigsten Sache eures Lebens. Für jeden ist es so. Zum Beispiel gestern, die Art wie ihr all die Flaggen gebracht habt, hinter diesen Flaggen konnt ich sehen, daß ihr möchtet, daß Frieden in all diesen Ländern herrschen möge, und daß sie all die Freude und Schönheit von Sahaja Yoga bekommen sollten. Was für ein Gefühl ist das! Es ist nicht einfach so, daß man selbst Sahaja Yogi wird und in einer Ecke sitzt, nein, sie wollen es für das Land tun, mit dem sie nicht identifiziert sind, aber ohne Identifiaktion haben sie das tiefe Gefühl, daß sie es ausarbeiten müssen, korrigieren müssen. Ihr entwickelt eine ganz andere Art von Persönlichkeit. Normalerweise, wenn man ein Wort gegen jemanden aus eurem Land sagt, dann sagen sie sofort: „Oh, was sagst du da, wie ist es denn mit deinem eigenen Land?“ Sofort! Sie akzeptieren das niemals. Wenn du auch nur ein Wort gegen ihr Land oder ihre Regierung sagst, die die schlimmste Regierung sein kann, sagen sie trotzdem: „Was ist, wir sind im Recht“. Dies ist eine Art dumme Identifiaktion, die euch völlig an dieser Gesellschaft haften läßt.
So sagen manche Leute zum Beispiel, „Ich muß in die Kneipe gehen“, und ich sage, „Warum, warum mußt du in die Kneipe gehen?“ „Das ist unsere Gesellschaft, das ist unsere Kultur. Wir müssen in die Kneipe gehen, uns betrinken und umfallen, alle zusammen. So sind wir. Wir können nichts dagegen tun, sehen Sie, so ist es nun einmal.“ Du fragst irgend jemanden, „Warum machst du das? Wozu ist es gut?“ „Nun, weil ich in dieser Gesellschaft leben muß, schließlich gehöre ich zu dieser Gesellschaft, und ich kann nicht einfach tun, was ich will.“

Aber wenn ihr eure Selbstverwirklichung bekommt, dann könnt ihr tun, was ihr wollt. Ihr könnt tun, was ihr wollt, weil ihr nur noch das wollt, was rechtschaffend ist, das Gute, das Konstruktive, das Hilfreiche. So könnt ihr nach der Realisation alles tun, was ihr wollt, es gibt keine Beschränkung. All diese Einschränkungen ,“dies nicht, das nicht“, das versklavt euch, ich denke es fesselt euch sehr, aber nach der Realisation seid ihr so freie Vögel, daß euch nichts zu fesseln vermag.

So gibt es zum Beispeiel viele Priester, die sagen, daß ihr nicht trinken und rauchen sollt, ihr solltet keine Drogen nehmen, ihr solltet dies und jenes tun. Aber es hört nicht auf, es hilft nichts, die Leute kämpfen, sie versuchen alles, und am Ende begehen sie Selbstmord. Aber sie können diese Gewohnheiten nicht loswerden, während ihr nun so mächtig seid, daß nichts an euch haften bleiben kann. Das ist die Reinheit eures Charakters, die sich nun zeigt. Sie läßt es nicht zu, daß irgendwelche unsinnigen Dinge an euch haften bleiben.

Ich habe von so vielen Sahaja Yogis gehört, die mir erzählten, wie ihre Augen sich beruhigt haben, wie sie so rechtschaffend geworden sind, wie sie so rein geworden sind und daß sie es nicht verstehen können. Sie sagen, „Mutter, ist es Deine Kraft, Deine Reinheit, die Du uns gegeben hast, oder ist es unsere Reinheit, die Du erweckt hast?“ Natürlich ist es eure, kein Zweifel, ihr besitzt all diese Dinge und nun werdet ihr euch dessen bewußt. Und dann mögt ihr all die Mißidentifikationen mit den sinnlosen Dingen nicht mehr. Ihr mögt es einfach nicht mehr und ihr kritisiert.

Ich war schon vorher in all diesen Ländern und traf Menschen, die sehr identifiziert waren, und diplomatisch war es mir nicht gestattet,irgendetwas zu sagen, wodurch sie fühlen könnten, daß sie etwas Falsches tun. Aber nachdem sie zu Sahaja Yoga gekommen sind, erzählen mir die gleichen Leute etwas und machen sich lustig über das Ganze. So habe ich z.B. einige Sahaja Yogis zueinander reden gehört. Der eine sagt, „Siehst du, in meinem Land geht so etwas Dummes vor“, und der andere sagt, “ Aber nichts kann mein Land schlagen, es ist viel schlimmer.“ Dies ist ein sehr verbreiteter Wettbewerb unter Sahaja Yogis. Dann müßen wir sehen, wie rein wir geworden sind. In dieser Reinheit mögen wir nichts, das schmutzig oder düster ist oder etwas, das diese Reinheit zerstören will. Wir mögen es nicht. Wir sind innerlich rein gewaschen und wir wollen nichts dergleichen mehr in uns aufnehmen.

Ich habe auch gesehen, wie die Leute barmherzig geworden sind. Es ist sehr überraschend, wie barmherzig sie zueinander geworden sind. So gab es z.B. zwei Sahaja Yogis, die nicht sehr glücklich miteinander waren, nicht im Einklang, oder wie man es auch ausdrücken mag. Und ich wußte nicht, wie ich sie spüren lassen könnte, daß der andere Sahaja Yogi in Ordnung ist, schließlich macht es nichts, was es ist. „Nein, ich mag dies an ihm nicht“, sagt er, und der andere sagte, „Ich mag jenes nicht an ihm“. So ging es weiter mit „Ich mag nicht“, ich meine, sie sahen gegenseitig ihre Fehler, oder wie man es nennen mag. So sagte ich , „In Ordnung, werdet ihr nochmals einige Zeit meditieren, meditiert“. Und ich sagte, „Nun, liebt ihr mich?“ Der eine sagte, „Ich liebe Dich mehr als er Dich liebt“. Ich sagte, es ist eine schwierige Situation, wie kann man ihnen verständlich machen, daß man Liebe nicht bemessen kann, man kann kein Diagramm daraus machen. Es ist etwas in euch drinnen, und wenn ihr jemanden liebt, dann genießt ihr es. Ich meine, man kann sie nicht nach Qualität und Quantität bemessen. Aber es ging so weiter mit diesen beiden Herren und ich dachte, was soll ich tun? Sie sind sehr wichtig, aber trotzdem gibt es keine Verständigung zwischen ihnen beiden. So übernahm die Göttliche Kraft, denke ich. Einer von ihnen wurde plötzlich sehr krank, sehr krank und ich hatte auch eine Nachricht geschickt, „Du wirst krank werden, sei vorsichtig“. Aber sie dachten, daß der andere versucht, sich einen Witz zu machen oder so etwas. Es wurde nicht verstanden, daß er sehr krank war. Als er krank wurde, spürte der andere so eine große Liebe für ihn. Das ist etwas, das niemand erklären kann. Er ging und saß 24 Stunden mit diesem Patienten und sagte, „Falls du Geld brauchst, ich habe welches“. Er zahlte alles mögliche für ihn. Dieser Mann, der selbst ein sehr feinfühliger, vernünftiger Mann war, spürte diese Liebe, diese Zuneigung in diesem strengen Zuchtmeister, und es entwickelte sich solch ein Verständnis zwischen den beiden. Ich denke, das war das Spiel des Göttlichen, das sie so nah zusammen brachte, so viel Barmherzigkeit.

Die Kraft der Barmherzigkeit in euch ist also so groß, sie ist sehr subtil. Ihr seht sie nicht, denn auf der mentalen Ebene habe ich es ihnen erklärt, argumentierte und versucht, sie zu beschwichtigen, aber es hat nicht funktioniert. Aber als diese Kraft der Barmherzigkeit zu handeln begann, konnte der eine plötzlich die Barmherzigkeit im anderen erkennen, die reine Barmherzigkeit, und sie wurden große Freunde.

Man muß also die Barmherzigkeit in sich selbst spüren. Ich habe oft gesehen, daß es Sahaja Yogis gibt, die ich manchmal korrigieren muß, oder etwas zu ihnen sagen muß. Sofort wird ein ander sagen, „Mutter, kannst Du ihm verzeihen? Kannst Du ihm vergeben?“ Ich sage, „Ich habe verziehen, ich sage gar nichts“. „Bitte, verzeihe, bitte“. Ich fühle mich so glücklich, das zu hören, daß an dem Punkt, wo es um einen Sahaja Yogi geht, ihr ihn unterstützt, sogar gegen mich. Das freut mich. Das zeigt, daß ihr nicht nur großzügig seid, sondern auch angefüllt mit eurer Barmherzigkeit.

Für diese Art von Barmherzigkeit, die in eurem Wesen ist, in eurem Herzen, müßt ihr einfach nur euer Herz öffnen. Wenn ihr euer Herz öffnet, dann ist das wie das Öffnen des Sahastraras. Ihr werdet erstaunt sein, wir ihr Menschen vergeben könnt und wir ihr mit ihnen leben könnt.

Ich bekam Berichte, die mich stören, daß Leute oft Gruppen bilden und verschiedene Ashrams haben und nicht zur Kollektivität kommen und all das. Ich bin sehr besorgt darüber. Natürlich gibt es auch Leute, die denken, daß sie ihre eigene, seperate Organisation haben müssen, und warum sollten sie in der Kollektivität sein und all das. So ein Mensch hat sicherlich noch nicht diesen Zustand der Barmherzigkeit erreicht. Im Zustand der Barmherzigkeit magst du es, wenn jemand zu dir sagt, „Sage nichts zu dieser Person, ich will nicht, daß du das sagst“. Dies gibt mir sehr viel Freude.

So wie wir ein Ehepaar hatten, das sich ständig stritt. Sie schickten mir immer wieder Briefe, ich war es leid, immer wieder Telefongespräche, beide zankend. Sie stritten so sehr, daß ich nicht wußte, was ich mit ihnen tun sollte. Also dachte ich, es sei besser, wenn sie sich scheiden lassen und die Sache ein Ende hat, und ich sprach einzeln mit ihnen, daß sie sich besser scheiden lassen sollte, denn ihr habt so viele Beschwerden, daß es keinen anderen Ausweg gibt. Sie sagte:“Wie?“ Ich sagte, “ Du sagst, mein Ehemann hat nicht genügend Zeit für mich, er ist immer weg und er verbringt keine schönen Momente mit mir, wir gehen nicht aus, und all solche Beschwerden.“ Und der Ehemann sagt, „Sie plagt mich immer damit, daß ich mit ihr ausgehen soll und ich muß dies und jenes tun; ich möchte es tun, aber ich kann nicht.“ So, sagte ich, und wenn ihr euch scheiden lasst, könnt ihr gar nichts mehr beanspruchen. Dann ist der Ehemann für immer verloren und du bist auch verloren. Warum macht ihr also soetwas? Sofort begann dieses Mitleid, diese Barmherzigkeit zu funktionieren und ich sagte, „Angenommen, einer von euch ist morgen krank, wer wird sich dann um ihn kümmern?“ Dies half ihnen heraus.

Ihr wißt, daß so kleine, kleine Momente im Leben von Sahaja Yogis passieren, in denen sich plötzlich das Herz öffnet, und damit bekämpfen sie all diese unsinnigen Ideen, die sie voneinander und von der Kollektivität fernhalten.
Es macht mir die größte Freude zu sehen, wie ihr euch liebt und wie ihr füreinander sorgt, miteinander lacht und tanzt. Das genieße ich am meisten . Ich möchte nicht von dieser meiner Idee abrücken, auch wenn es manchmal hart ist, zu glauben, wie Sahaja Yogis sich benehmen können und versuchen, zwischen sich Klüfte und Distanz zu schaffen. Wenn man die realisierten Seelen in der ganzen Welt anschaut, sieht man, daß sie sich nicht nur respektieren, sondern auch füreinander sorgen und sie sprechen niemals schlecht über eine andere realisierte Seele, niemals. Ich weiß nicht, ob ihr etwas über das private Leben dieser Heiligen wißt, aber in Indien, wo es soviele davon gab, wenn man sieht, wie sie sich verhalten haben, die Art, wie sie füreinander gesorgt haben – es ist schön, so nobel, so als kümmerten sie sich um einen anderen Sahaja Yogi, oder Yogi oder um eine andere realisierte Seele mehr als um sich selbst. Und dadurch fühlt man sich wie in einer anderen Welt mit neuen Menschen, die sich um die Gefühle anderer sorgen , und nicht um das, was sie sagen oder was sie haben wollen oder ob sie etwas Besonderes sind.

In Sahaja Yoga habt ihr eure Besonderheiten verloren. Einige von ihnen denken, daß sie sehr speziell sind. Angenommen, ich rufe einige Frauen, um mir „altar“ auf die Füße zu geben, und eine denkt, sie sei sehr speziell. Dabei habe ich sie nur gerufen, weil sie so ein furchtbares Agnya hat und ich es ausklären muß. Und als jemand mir sagte, „Mutter, sie denkt, daß sie etwas Beonderes ist“, sagte ich :“Wirklich ? Was veranlasst sie, so zu denken?“ „Weil Du sie gerufen hast, um altar auf Deine Füße zu geben.“ Ich sagte,“ Ich habe sie nur gerufen, weil sie so ein schlechtes Agnya hat und allen Leuten Ärger macht, deshalb wollte ich das ausklären.“ Vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, „Du bist sehr egoistisch, furchtbar “ und alle Wörter, die mir einfallen, sonst würde sie mich nicht verstehen. Es ist so erstaunlich.

Eine Frau, die wirklich sehr widerlich zu ihren angeheirateten Verwandten und allen anderen Leuten in Indien war, kam zu mir. Ich schimpfte mit ihr, ich sagte:“ Wie kommst du dazu, dich hier so zu benehmen? Dein Vater war so ein Rassist, und du hast niemals ein Wort gegen ihn gesagt. Warum sprichst du jetzt so sehr gegen diese Leute?“ Ich schimpfte sie aus. Und sie ging heraus und sagte: „Oh seht, Mutter hat mich gerufen, obwohl niemand die Erlaubnis hat, sie zu sehen.“ Ich sagte, was soll das? Es ist eine komische Situation mit Leuten. Manchmal fühle ich, daß sie denken, sie seien etwas Besonderes und sie sollten sich als etwas Besonderes geben. Es wird langsam wirklich schwierig, Wenn ich nur meine Liebe zeigen möchte oder etwas würdigen möchte, verstehen die Leute es falsch- und wenn man dieser Person ein Geschenk macht oder Interesse an dieser Person zeigt, weil sie eine gute Arbeit gemacht hat oder ähnliches, dann denkt sie sofort, sie sei etwas Besonderes. Ich will damit sagen, daß es eine unmögliche Situation ist, weil ich erwarte, daß diese Person, für die ich etwas Gutes getan habe oder mein Interesse an ihr irgendwie bekundet habe, ein sehr guter Sahaja Yogi wird, in dem Sinne, daß sie die demütigste und liebevollste Person wird, ansonsten war es umsonst. Es hat keinen Sinn, zu irgendjemandem gut zu sein, wenn das bedeutet, daß dieser Mensch in die Hölle springt. Dies ist also eine andere Vorstellung von Besonderheit, daß sie ihren Sinn für Besonderheit verloren haben.

Wenn ein Tropfen zum Ozean wird, dann wurde er zum Ozean, ist aber nicht mehr der Tropfen. Falls jemand denkt,“Ich bin ein besonderer Mensch“, dann wisse, daß du kein Ozean mehr bist, du bist immernoch der Tropfen, denn wie kannst du denken, „Ich bin etwas Besonderes“, wenn du nicht der Tropfen bist?
So, ihr habt also eure Besonderheiten verloren. Ihr habt sie verloren, weil all diese Vorstellungen über Besonderheiten aus eurer Vergangenheit kommen.

Vor langer Zeit traf ich eine Frau, die sehr grob, laut und arrogant war. Dies war in Dheli, wo die Menschen sehr stolz auf die Arbeit ihrer Ehemänner und solche Dinge sind. Ich wußte nicht einmal die Aufgabe, noch nicht einmal die Bezeichnung für die Arbeit meines Mannes. Deshalb war sie sehr grob. Ich sagte,“Was ist los mit dir? Warum bist du so grob?“ Sie sagte,“Ja weißt du denn nicht ? Ich bin die Frau von dem und dem.“ „Bist du die Frau oder der Ehemann?“ „Ich bin die Ehefrau von diesem.“ !! Sie fragte mich also, „Was machst du hier?“ Ich sagte, „Ich bin eine Hausfrau“. Dann kam mein Ehemann, sie sagte: „Kennst du ihn?“ Ich sagte, „Ja, ich kenne ihn. Warum?“ Ich dachte, daran ist vielleicht auch etwas nicht in Ordnung. Und sie sagte, „Nein, ich wollte es nur wissen. Woher kennst du ihn?“ Warum, so als wäre ich ein Krimineller oder ähnliches !! Ich sagte, „Er ist mein Ehemann.“ Was passierte? Als wenn zehn Schlangen sie gebissen hätten. Vielleicht war ihr Ehemann in einer viel niedrigeren Position als meiner, vielleicht etwas, das mir nicht bewußt ist. Aber so ist es, wenn man denkt, „Ich bin etwas Besonderes.“

Diese dumme Idee, etwas besonderes zu sein, muß in Sahaja Yoga völlig abgelehnt werden. Nicht mental, nicht mental. Wenn ihr mental sagt, „Ich bin nichts Besonderes, ich bin nichts Besonderes“, wie ein Mantra, dann werdet ihr viel schlimmer, weil ihr sagen werdet, „Ich habe dieses Mantra 23.000 Mal gesagt, wer kann das von sich sagen?“ Diese Vorstellung also, „Ich bin etwas Besonderes, ich bin großartig, ich bin anderen übergeordnet“, wird einfach verschwinden. So wie ich sagte, daß ihr ein Tropfen im Ozean seid. Ihr seid zum Ozean geworden, aber ihr seid kein Tropfen mehr, der ein relatives Wertesystem hat. Es gibt kein relatives Wertesystem. Es gibt kein System, durch das ihr sagen könnt, ich bin höher oder jener ist niedriger- all diese Dinge haben alle Probleme auf der Welt verursac
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Betrachtet z.B. das Kastensystem in Indien, die sozialen Systeme im Westen, den Rassismus im Westen, und auch das Besußtsein darüber, daß meine Religion besser ist, deine ist schlimmer, wir sind die Besten – all diese Dinge haben Probleme hervorgerufen. Es hat nichts Gutes gebracht, es hat versagt, hat versagt und versagt. Also bringt in Sahaja Yoga zumindest diese Krankheit nicht mehr mit, „Ich bin besser, mein Land ist besser“. Diese Besonderheit solltet ihr ablegen und die wirkliche Schönheit eurer Persönlichkeit erreichen. Dafür braucht ihr keine besondere Haut, ihr braucht keinen besonderen Körper, ihr braucht kein besonderes -wie man sagen könnte- bezauberndes Aussehen. Was ihr braucht ist ein gutes Herz. Und ich sage euch, es ist das gute Herz, das anziehend wirkt, nichts anderes. Es ist das gute Herz, das ihr haben wollt.

Ich habe viele solche Menschen gekannt. Es gab einen Mann, der sich von seiner ersten Frau scheiden ließ. Sie sah vielleicht nicht so gut aus, war häßlich oder was immer. Dann heiratete er eine andere, gut aussehende Frau und rannte aus dem Haus. Also fragte ich ihn:“Warum? Du mochtest die erste Frau nicht, weil sie häßlich war, oder was immer der Grund war, warum bist du nun dieser Frau davon gelaufen?“ „Sie hat kein Herz, sie hat kein Herz!“

Und das ist es, was ihr habt: ein sehr großes, großzügiges,schönes, dharmisches Herz. Ihr habt es bekommen, als ein Geschenk des Göttlichen, das ihr respektieren müßt. Ihr solltet stolz darauf sein und es genießen, so wie ihr eure Großzügigkeit genießen solltet. Ihr solltet euch selbst genießen, so wie die ganze Natur sich an sich selbst erfreut. Immer sehr genau zu sein mit Dingen, andere immer zu korrigieren, das ist ein Problem- das ist furchtbar. Das beste ist, sich selbst zu korrigieren und über sich zu lachen, das ist das beste, was ihr machen könnt. Jeder hat etwas Komisches an sich. Ich habe das auch, muß ich zugeben, und ich genieße das, denn ich denke, daß ich es immer versuche, aber jedesmal vergesse. Zum Beispiel die Brille, ich vergesse sie immer. Bevor ich komme, vergesse ich sie immer, ich sage zu mir selbst, daß ich sie brauche, daß ich sie nehmen sollte, ich muß daran denken, aber jedesmal vergesse ich sie. Ich weiß nicht, warum, ich meine, ich kann nichts tun ohne sie, aber ich vergesse sie. Es gibt so viele Dinge, z.B: weiß ich nicht, wie man Geld zählt, wenn jemand mir 100 Rupies gibt, zähle ich 200 Rupis. Ich sage euch, ich bin gut in Mathematik, aber ich kann nicht zählen. Ich weiß nicht, wie man einen Sdheck ausfüllt, könnt ihr euch das vorstellen, ich kann ihn nicht ausfüllen. Ihr müßt ihn für mich ausfüllen, ich kann es nicht. Und angenommen, jemand bittet mich um,sagen wir 100 Rupis, so werde ich ihm 500 geben, und ich werde sagen, „Nein, nein, ich habe dir nur 100 gegeben.“ „Nein, Du hast mir 500 gegeben“. Ich ging nach Hause und fand heraus, daß es in Ordnung war, schließlich, wenn er unehrlich ist, ist er unehrlich, wenn er ehrlich ist, ist er ehrlich, also warum sollte ich mir darüber Sorgen machen, wieviel Geld ich ihm gab und solche Dinge? Peinlich, seht ihr, und ich habe gesehen, daß diese übergenauen Menschen immer versagen, denn dieses Gehirn spielt ihnen Tricks.

Es gab z.B. einen Mann, der mir sagte, daß das Auto so und so groß ist und daß die Garage deshalb so und so groß sein sollte. Ich sagte, „In Ordnung“. Als er die Garage gebaut hatte, passte das Auto nicht hinein. Ich sagte, solch ein übergenauer Architekt und so ein bekannter Mann, der so viele Auszeichungen bekommen hat, wie konnte er so einen Fehler machen? Ich verstehe es immer noch nicht, seht ihr ? Er sagte, „Nun, es ist besser, wenn Sie ein kleineres Auto kaufen!“ Ich sagte, „zumindest haben Sie diese Garage ordentlich gebaut, sonst würde etwas anderes, das ich kaufe, auch nicht hinein gehen.“

Seht ihr nun, was ich sage ? Wir sind so genau, so übergenau. Seht diese kleinen, kleinen Blumen an, die ich hier sehe, sie sind nicht so übergenau. Sie wachsen jede für sich, frei, jede bekommt Sonnenstrahlen und sie sind ganz glücklich. Aber diese Art, so genau zu sein, macht uns selbst Kopfschmerzen und am Ende findet man heraus, das alles gar nicht so ist.

Ihr habt das verloren, ihr habt diese Übergenauigkeit verloren.
Ich kannte eine Sahaja Yogini, die ein Geschäft hatte. Sie sagte: „Mutter, ich wußte alles, ich kannte jeden einzelnen Preis, ich kannte alles in dem Geschäft, aber seid ich meine Realisation bekommen hab, hab ich alles vergessen.“ „Bist du nun glücklich oder unglücklich?“ „Ich bin sehr glücklich!“ „Warum?“ „Weil ich nun einen großen Profit mache!“ Profit ist das wichtigste, warum solltet ihr versuchen, alles im Kopf zu behalten?

Es ist nicht gut, so übergenau, so systematisch zu sein. Wenn ihr euch umschaut, kein Baum ist systematisch, es ist alles unsystematisch systematisch. Einige Blätter gehen zu dieser Seite, andere zur anderen Seite, einige Äste stehen hier heraus, es gibt kein System, denn dann werdet ihr militaristisch, wenn ihr Systeme formt. In Sahaja Yoga gibt es also kein System. Wir sind jenseits der Zeit, wir sind jenseits aller Systeme, wir haben keine Systeme. Unser ganzes System ist, was der Einklang in uns selbst ist. So wie diese beiden Hände kein System in sich haben, nichts dergleichen, aber sie bewegen sich, und sie sprechen zu dir, wenn du es willst. Beide Hände bewegen sich ständig, und ich weiß nicht, was es heißt, aber sie machen alle das gleiche. Aber trotzdem gibt es kein System dahinter, niemand sagte ihnen diese Gesten und all das zu tun, aber sie tun es, und sie tun es auf natürliche Weise, alle zusammen, ohne jegliche Systeme.

Mentale Systeme aufzubauen ist also falsch und gegen Sahaja Yoga. Einige Leute haben mir geschrieben, „Mutter, wie wollen Deine Reden übersetzen“, -dieses, mach jenes, Pläne- Ich sagte, “ Vergiß es, vergiß es“. Denn wenn ihr anfangt, zu planen, werdet ihr mit Sicherheit in die Falle der Systeme gehen. Ihr werdet Systemen folgen müssen, dieses System ist gut, jenes System ist gut, warum es nicht auf diese Weise tun… Ich sage nicht, daß es falsch ist, denn ihr seid an Systeme gewöhnt. Besonders im Westen sind die Leute übersystematisch, übersystematisch. In allem! So haben sie z.B: Kurse , wie man die Gabel, die Messer legt, wie man sich bewegt, was man ißt und wie man ißt – ich meine, es geht zu weit. Wenn ihr die Nahrung zu euch nehmen müßt, dann ist es ganz einfach – ihr könnt mit euren Händen essen, man benötigt kein System.
Für alle diese Systeme und Normen- es sind zu viele im Westen, und ihr sollt wirklich versuchen, sie zu reduzieren. Das Resultat war Antikultur und all dieser Unsinn. Sie bauten eine andere Art von Dummheit auf, ein anderes System, seht ihr, und dann sagten sie:“Wir sind jetzt Hippies“. Nun gut, daher muß das Haar nicht mehr gewaschen sein, nicht mehr rein, mit Läusen in den Haaren und alles muß sein wie, ihr könnt sagen, „Shankara-Stil“. Alle müssen so sein, wieder ein System. Es gibt keine Abweichungen, ein Hippi ist wie der andere, ihr könnt den einen nicht vom anderen unterscheiden. Wenn einer einen Ring an dieser Stelle trägt, tragen ihn alle dort. Wenn er den Ring an einer anderen Stelle trägt, machen es die andere auch so. Ohne Hirn, ohne jedes Verständnis, und dann sprechen sie von Individualität, von Persönlichkeit. Aber wo ist diese Individualität? Denn ihr nehmt alles an, was eure Gang, wie man sagen kann, oder die Massen machen; sehr modern. Wenn man in Indien sagt, das ist modern, dann bedeutet das, das ist sehr teuer und sehr schön, und ich meine, es ist ein sehr ausgewähltes Wort. Aber wenn es sehr modern ist, heißt es, daß es jeder mag. Es kann etwas verrücktes sein, es ist modern, es ist in Mode. Das bedeutet, ihr habt keine eigenen Ideen, keine eigene Persönlichkeit, keine eigene Individualität. In Sahaja Yoga seid ihr nicht an die Mode gebunden, ihr könnt tragen, was ihr wollt. Ihr habt die Freiheit, das zu tun, was ihr wollt. Ihr könnt anziehen, was ihr wollt, aber wie ich schon sagte, ihr werdet euch selbst lenken. Ihr werdet euer eigener Guru sein, euer eigener Meister, und ihr macht nur das, was gut ist, dezent, was die Deitäten mögen. Ihr macht es einfach so, denn ihr seid jetzt in Sahaja Yoga. Das Leben wird jetzt so viel einfacher, so viel einfacher. Ihr sorgt euch nicht um Dinge, die nicht da sind, und ihr sorgt euch auch nicht um Dinge, die da sind. (…..?….)
Einmal bekam ich einen ziemlich großen Ring. Ich dachte, „Wem soll ich den Ring geben, wer hat dicke Finger?“ Ich begann, jedem auf die Finger zu schauen, und wer auch immer dicke Finger hat, der bekommt diesen Ring. Ich meine, der Gedanke wäre verkehrt, wenn du kein Sahaja Yogi bist, denn dann sagst du, „Oh Mutter, so ein dicker Finger, warum nimmst du nicht etwas Gold weg vom Ring und verwendest es, verkaufst es? Oder Du kannst ja diesen Stein hier herausnehmen!“ Ich meine damit, man denkt allerlei Unsinniges, aber man denkt nicht, daß es besser ist, den Ring jemanden zu geben, weil er zu groß ist und man ihn selbst nicht tragen kann. Warum sollte man ihn nicht jemand anderen geben? Was ist falsch daran? Der Ring passt nicht, so gib ihn jemand anderen; aber das ist nur in Sahaja Yoga möglich. Ich habe sehr nette Leute gesehen, sehr nette Leute, die sehr lieb zueinander waren, und die genau das kauften, was der andere sich wünschte und ihm gaben, oder sagten, „Oh, das habe ich ja, das gebe ich dir!“ Sie sind so, sie denken immer an die anderen, was kann ich geben, was kann ich tun? Es ist der Ausdruck der Freude, der Zufriedenheit in euch. Ihr benutzt die ganze Zeit eure Substanz dazu. Z.B. wurde das Haus von jemandem in Kanada ausgeraubt, und die Besitzerin schrieb mir: “ Gott sei dank, jetzt ist mein Haus ausgeräumt. Ich wußte nicht, was ich mit dem Zeugs machen sollte.“ So seht ihr, diese Haltung kommt einfach, wenn ihr etwas habt, dann gebt ihr es Sahaja Yogis, um eure Liebe auszudrücken. Aber normalerweise, geben die Leute das, was schon Mist ist, verfault, als Geschenk. Aber wenn ihr Sahaja Yogis seid, dann wollt ihr etwas wirklich Besonderes geben, weil euer ganzes Selbst so schön geworden ist. Wie eine Blume, die ihren Duft immer allen geben will, den Duft eurer Barmherzigkeit und Liebe, Zuneigung und Sicherheit.
Es ist ein neues Zeitalter,würden sie sagen, aber ich würde sagen, es sind neue Menschen hier vor mir und alle Neuheiten haben so viele wunderschöne Variationen, die wirklich wie Diamanten funkeln, kein Zweifel. Der einzige Segen, den ich für euch erbitte, ist, daß ihr wachst und hineinwachst, und großartige Leute werdet. Aber denkt niemals, daß ihr besser seid als andere. Denkt nie, daß ihr anderen gegenüber etwas besonderes seid, daß wird euch völlig herunter ziehen. Jemand mag euch irgendwo verletzt haben, das macht nichts, jemand hat euch ausgescholten, das macht nichts. Eure Fähigkeit ist, andere zu lieben und herzlich und liebevoll zu sein.

Ich bin wirklich erstaunt, wie diese 25 Jahre vergangen sind, mit all den dummen Problemen und netten Dingen, was für eine Mischung! Und all das hat mich nicht gestört. Ich wurde nie gestört. Manchmal habe ich gespielt, daß ich ärgerlich bin, oder manchmal sagte ich Dinge, die ich nicht hätte sagen sollen, weil es nicht notwendig war, sie zu sagen. Aber im ganzen gesehen, sind wir alle in den Bereich von Gottes Liebe aufgestiegen, als säßen wir in einem sehr großen Schiff und das ist es, was wir erreichen sollen.Wenn eine Person reine Liebe und Hingabe in sich spürt, dann kann sie sie an andere weitergeben, und der Erfolg dieser Hingabe ist extrem wunderbar, so daß es nicht in Worte gefasst werden kann. So wie gestern- ich konnte nicht reden- ich wußte nicht, mit welchen Worten ich meine Gefühle ausdrücken sollte. Ich dachte, es gibt keine Worte auf dieser Erde, die erschaffen wurden, um meine tiefen Gefühle ausdrücken zu können, wie gut ihr Leute Sahaja Yoga angenommen und verstanden habt.

Möge Gott euch segnen!