Shri Krishna Puja, You Have To Be Festive

Nirmal Temple, Cabella Ligure (Italy)

1995-08-20 Krishna Puja Talk, Cabella, Italy, DP-RAW, 49' Download subtitles: ENView subtitles: Add subtitles:
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1995-08-20 Krishna Puja, Meta Modern Era, Cabella, Italy, DP-RAW, 10' Download subtitles: ENView subtitles: Add subtitles:
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Shri Krishna Puja. Cabella Ligure (Italy), 20 August 1995.

Wir werden heute Radha und Krishna verehren. Das ist ein sehr festliches Gefühl, denn Shri Krishna kam zu einer Zeit auf diese Erde, als die Leute extrem ernst in bezug auf Religion und Spiritualität geworden waren, und das trug dazu bei, daß Religion zu einem freudlosen Unterfangen wurde. Dadurch wurden die Menschen sehr ernst, und ihre Aufmerksamkeit wurde auf eine Art Drama gelenkt, wodurch eine Distanz von der Gesellschaft entstand.
Die Menschen wurden individualistisch und Geheimnistuer, und ihre Kinder wurden genauso, weil sich vielleicht eine Art Furcht in jenen Menschen entwickelte, die auf der Suche nach Religion und Wahrheit waren. Die Familie, in der man aufwächst, macht sehr viel aus und hat einen großen Einfluß auf die Persönlichkeit eines Menschen. So übernahmen die Nachkommen dieser Menschen das von ihren Eltern und gaben es selbst wieder an ihre Kinder weiter.

2000 Jahre nach dem Tod Shri Ramas entwickelte sich das Ganze zu sehr in Richtung Einzelgängertum, und die Menschen teilten einander nicht mit, was sie gefunden hatten. Sie sagten nicht einmal ihren Eltern, wonach sie suchten und was sie eigentlich wollten. Sie verloren sich in dieser Geheimnistuerei, und das war ein idealer Nährboden für falsche Gurus und falsche Wege. Es war zwar noch nicht so schlimm, aber diese Verschlossenheit zerrüttete die Gesellschaft. Nicht einmal in der Familie gab es Kollektivität. Der Vater sprach weder mit dem Sohn noch mit seiner Frau, und diese sprach vielleicht nicht einmal mit ihren Kindern. Sie folgten einzig und allein dem Weg des Dharmas, vor allem in Indien. Aber ich würde sagen, daß sie auf die rechte Seite gerieten. Sie lebten absolut streng nach der „Gita“, ohne daß sie erkannten, was zwischen den Zeilen geschrieben stand.

Ich habe euch schon viele Male gesagt, daß Shri Krishna, als er über das Karma Yoga sprach, sagte, daß aus Handeln Nichthandeln – Akar – weden soll. Er sagte immer wieder, daß man alles zu den Lotusfüßen von Shri Krishna legen sollte, aber das geschah nie. Solange man nicht realisiert ist, glaubt man immer, daß man etwas macht, etwas erreicht. Wenn ihr damit beginnt, dann beginnt ihr auch andere damit zu dominieren und manchmal, sie zu „überfahren“.
Eine andere Gruppe von Menschen beginnt hingegen dann zu denken, daß sie leidet, angegriffen wird und unzählige Probleme hat.
Somit entwickelten sich zweierlei Gruppen von Menschen: auf der einen Seite die Aggressiven, und auf der anderen diejenigen, die nur mehr weinten und heulten..

So verhielt es sich in diesen Zeiten vor Shri Krishna. Also begann Shri Krishna über die Qualitäten eines Sahaja Yogi zu sprechen. Er sagte, daß ein Sahaja Yogi eine balancierte Persönlichkeit ist. Für ihn zählt weder Glück noch Unglück, bei allem, was er tut, spürt er, daß es von Gott dem Allmächtigen getan wird. Aber um so zu sein, muß man ein Sahaja Yogi sein. Obwohl es zu dieser Zeit noch keine Sahaja Yogis gab, beschrieb er einen Sahaja Yogi. Die Menschen waren meist ausgesprochen ernst, sie suchten den Himalaja und all diese Orte auf, um die Wahrheit zu suchen. Was in der Gita geschrieben stand, dem folgten sie.

Etwas anderes, was sich zu dieser Zeit entwickelte, war der „Bhakti-Kult“. Dabei dachten die Leute, sie sollten gemeinsam Shri Rama Bhakti entgegenbringen. Und auch in diesem blieben sie geheimnisvoll und verschwiegen einander, was sie taten und wie es war.
Aber dann kam Shri Krishna und sprach auch über Bhakti: Er sagte, daß man Bhakti haben müsse, wenn dieses Bhakti völlig hingegeben ist – Ananya. Das bedeutet, daß es keinen anderen mehr gibt, daß man eins wird. Und das haben die Leute mißverstanden, sie dachten, Ananya bedeute komplett, voll, vom Herzen. Aber dem war nicht so.
Auch Shri Krishna wurde also von den Menschen seiner Zeit falsch verstanden, und sie gingen mit dieser Ananya-Bhakti ins andere Extrem. Ihr wißt, daß von Bengalen aus eine andere Welle ins Rollen kam, indem Leute auf die Straße rannten und Hare Rama, Hare Krishna riefen und allerlei Dinge taten, ohne zu verstehen, was Shri Krishna eigentlich über Bhakti gesagt hatte. Laut Shri Krishna gibt es kein Bhakti ohne Verbindung.

Manche Leute verrannten sich in dieses Bhakti, das keinesfalls dem Aufstieg, eurer Evolution dienlich war. Dadurch wußten so viele Heilige, die inzwischen gekommen waren nicht, was sie den Menschen sagen sollten, denn sie konnten ihnen nicht die Realisation geben. Sie sagten nur, daß man sich Gott in Erinnerung rufen soll, den Namen von Shri Rama und Shri Krishna und all das. Vor allem in Maharashtra gab es viele Heilige, die sagten, daß man sich an den Namen Gottes zu erinnern versuchen müsse. Aber damit war nicht gemeint, daß man sich nur an den Namen Gottes erinnern sollte, um dann trotzdem das zu tun, was man wollte! So gesehen, haben die Heiligen also auch versagt, würde ich sagen. Sie haben nämlich niemals verstanden, mit welcher Art von Menschen sie es zu tun hatten.

Auch wurden die Heiligen von den damaligen Priestern und Leuten ziemlich eingeschüchtert. Es gab daraufhin zwei Arten von Heiligen, die einen sprachen von „Birahar“, was Trennung von Gott bedeutet. Sogar Rabindranath gehörte zu Beginn dazu. Erst danach berichten sie vom Zusammentreffen mit Gott. Die andere Gruppe der Heiligen waren die wirklichen Heiligen, sie sprachen darüber, aber sehr wenige Leute zeigten Interesse, das zu werden. Sie sagten wohl, daß sie Achtung davor hätten, es respektierten, daß sie daran und an Shri Krishna glaubten. Sie pilgerten zu einem Ort namens Pandapur in Maharashtra. Wo immer ihr auch hingeht, Shri Krishnas Devotionalien findet ihr überall im Land. Vor allem aber in Gujarat, denn dort regierte Shri Krishna, also verehrt ihn die ganze Bevölkerung dort. Wofür er allerdings gekommen war, das hatte man vergessen. Er sprach über die Realisation und die Verbindung mit Gott. Sie verstanden es nicht, in seinen Lehren zwischen den Zeilen zu lesen, und begannen wiederum, nach ihrer eigenen Facon zu leben.

Im Laufe unserer Geschichte wurden furchtbare Dinge im Namen von Shri Krishna getan. Es gibt den Tempel von Shri Nath; dieser Tempel wurde für eine Gottheit voller Vibrationen geschaffen, für Shri Krishna als den, der vom Schlachtfeld weglief, „Ranshoda“. Er lief vom Schlachtfeld weg, weil er ein Monster täuschen und es töten wollte. Dieser „Ranshodas-Zustand“ ist sehr wichtig, weil er erklärt, wie er dieses Monster austricksen konnte. Shri Krishna lief zu einer Höhle, in welcher ein Heiliger schlief, der, wenn er aus seinem Schlaf gerissen wurde, die betreffende Person, die seinen Schlaf störte, mit seinem dritten Auge zu Asche zerfallen lassen konnte. Shri Krishna lief also in diese Höhle und legte seinen Schal über den schlafenden Heiligen. Das Monster, das hinter ihm herlief, glaubte, Shri Krishna läge unter dem Schal, um sich auszuruhen. Er riß den Schal vom schlafenden Heiligen, der erwachte und ihn mit seinem Blick verbrannte. So tötete Shri Krishna diesen Rakshasa, diesen Teufel.

Der Lebensstil von Shri Krishna war also ganz anders als der von Shri Rama. Rama war derjenige, der alles akzeptierte. Er ging 14 Jahre ins Exil, und dann ging er auf die Suche nach seiner Frau. Auch seine Kinder akzeptierten ihn nicht besonders.

Der Aspekt von Shri Krishnas Leben war ganz anders. Zuallererst fand er heraus, daß die Menschen sehr verschlagen waren, und daß sie es nie akzeptieren würden, wenn man ihnen von Gott erzählte. Sie würden sich immer so verhalten, wie sie es für richtig hielten. So sagte er sich, wir versuchen es anders herum. Er versuchte es mit einem Trick in seiner Lehre: Er sagte Ihnen, daß aus ihren Handlungen Nichthandlungen werden müßten – was ein unmögliches Unterfangen war -, und zweitens sagte er, daß ihre Hingabe zu Gott „Ananya“ werden müsse, das heißt mit Verbindung. Er wußte, daß niemand diese beiden Voraussetzungen erfüllen konnte. Also würden sie daran arbeiten, und wenn die Zeit von Sahaja Yoga anbrechen würde, würde ihnen bewußt werden, daß sie durch das Praktizieren all der Dinge, die ihnen Shri Krishna gesagt hatte, nichts erreicht hatten.
Sein Lebensstil war allerdings anders. Als er als kleiner Junge nach Gokul kam, versuchte er zunächst, all die Monster, die dort, an dem Ort, wo er lebte, einfielen, zu töten. Er tötete Putana, eine fürchterliche Frau, eine Rakshashi, einfach, indem er an ihrer Brust trank, weil er wußte, daß sie ihn mit ihrem Gift vergiften wollte. Das zeigt, daß seine erste Haltung einmal äußerste Aggressivität gegen die zu jener Zeit aktiven negativen Kräfte war. Shri Rama hatte das zu seiner Zeit nicht getan. Rama gab immer nach, was immer auch geschah, erst später tötete er Ravana. Aber als Kind war er sehr lieb, und es gibt eine Unzahl von Schilderungen über ihn.

Von Kindheit an war die Haltung Shri Krishnas Aktion, was die Negativität betraf. Er tötete viele Rakshashas, bevor er Kamsa vernichtete. Das erste war also, diese Leute zu töten, weil sie die Energie der Menschen aussaugten und größenwahnsinnig wurden, wie ihr das nennt, sie waren grenzenlos eingebildet. Shri Krishna tötete ihr Ego und sie selbst, so viele, und verhalf dann den Pandavas, die Wahrheit zu etablieren. Er tat das, um den Menschen zu helfen, die auf der Seite der Wahrheit standen, aber er konnte ihnen nicht die Realisation geben. Er brachte sie bis zu dem Punkt, wo sie verstanden, daß die Wahrheit immer gewinnt. Man nennt dies „Satyamewajyati „, „die Wahrheit siegt“! Das passierte zu einer Zeit, wo es sehr wichtig war zu zeigen, daß die negativen Kräfte nicht siegen können. Es geschah, um zu zeigen, wie nutzlos sie waren, und obwohl sie sehr aktiv waren, dominierten und jedermann Angst vor ihnen hatte, konnte er, Shri Krishna, sie alle neutralisieren und sie alle töten. Dies ist eine seiner Techniken, die für die heutige Zeit von immenser Bedeutung ist.
Ihr seht, daß in Amerika eine ganze Menge von negativen Kräften aufgekommen ist. Sie haben heute eine andere Form, sie sehen nicht wie Monster aus, sind sie es jedoch im Wesen.

Es war bemerkenswert, daß er schon als Jugendlicher anhand von „Rasadena“ und anderem Kollektivität predigte. Er brachte es fertig, daß die Menschen zusammen tanzten, beteten und Feste feierten und daß sie sahen, daß sie der Zeuge sind und nicht der Sklave von Religion oder Meditation, sondern daß man Feste feiern sollte. Er war es, der Feste wie „Holi und Rakhibandhan“ und viele andere ins Leben rief. Er dachte, daß so die ganze Gesellschaft gereinigt würde und die Menschen viel Freude hätten.
Damit brachte er ins Leben der Menschen die Freude. Schon durch seine Kinderstreiche, die er den Leuten spielte, versuchte er sie etwas zu lehren und sie dazu zu bringen, sich der Freude zuzuwenden.

Seine Art von Freude war natürlich die Freude des Geistes, reine Freude. Ihr seht all das im heutigen amerikanischen Leben widergespiegelt, aber auf eine pervertierte Art und Weise. Der Sinn für Freude ist im amerikanischen Leben völlig pervertiert, weil er selbstzerstörerisch ist. Was immer sie tun, ist selbstzerstörerisch. Wenn man sie darauf anspricht, dann sagen sie, „was ist denn falsch daran?“
Der Grund, warum all diese Gurus in Amerika so großen Erfolg haben, liegt einzig und allein darin, daß sie die Egos der Amerikaner hätscheln und sagen: „Es ist schon in Ordnung, ihr könnt machen, was ihr wollt, solange ihr uns nur Geld gebt“. Das gefiel ihnen sehr gut, und sie begannen all diese Dinge zu tun, die in Richtung Perversion gehen.

Nehmen wir Rajneesh z.B., er kam nach Amerika, und die Leute mochten ihn. Er hatte ein Rajneesh Ashram, dies, jenes und Tausende von Anhängern. Aber letztendlich begannen die Kräfte von Shri Krishna an ihm zu arbeiten und er wurde besiegt. Überall findet man diese Art von Gurus, aber sie alle wurden durch Shri Krishnas Kräfte besiegt, denn er kennt alle Tricks. Er weiß, wie er sie bloßstellen kann. Stellt euch vor, dieser Rajaneesh war so mächtig, daß er die Idee hatte, er könne Herr über einen gewissen Landstrich werden. Seine Leute zettelten das an, aber jetzt ist alles vorbei. Wir müssen uns auch dessen bewußt sein, wieviel wir erreicht haben. Es gab dann auch einen gewissen Muktananda, einen Sechzehnjährigen und viele andere. Einer nach dem anderen sind sie jetzt erledigt. Ich würde sagen, daß Shri Krishnas Kräfte das ausgearbeitet haben. Denn sein Lebensstil war von Anfang an solcherart, daß er alle zerstörte, die negativ waren.

In Amerika sind mittlerweile alle bis auf ein oder zwei erledigt. Es gibt noch einen, mit dem es in Kürze aus sein wird, und wir werden sehen, daß der Einfluß dieser negativen Leute aufhört.
Das Ergebnis von all dem ist, daß die Leute niemandem mehr vertrauen. Sie vertrauen keinem. Sie sagen, diese Leute haben uns betrogen, sie haben uns unser Geld genommen, sodaß wir nicht einmal genug haben, um die Erziehung unserer Kinder zu bezahlen, wir haben unsere Häuser verkauft und all das. Das hat sie schockiert, und sie beschlossen, nichts mehr mit Gurus, die aus Indien kommen, zu tun haben zu wollen. Das steht uns natürlich im Weg. Aber wir sollten herausfinden, was sie alle taten. Sie gründeten äußerst absurde, seltsame Organisationen. Wir sind nicht seltsam, sondern normal, sehr normale Leute. Wir haben keine seltsame Art von Religion oder Gefolgschaft oder Meditation ins Leben gerufen, wo wir in der Luft herumfliegen oder ähnliches. Aber die Menschen aus Amerika sind nicht reif genug, das zu verstehen, sonst wären sie nie auf diese falschen Gurus hereingefallen!

Einerseits haben wir es also mit Menschen zu tun, die von diesen Gurus schwer geschädigt wurden, andererseits gibt es Leute, die glauben, auch ich müsse eine von diesen sein, und zum dritten sind die Amerikaner extrem einfache, ich würde sagen unreife Menschen, wie Kinder. So viele von ihnen haben mir auch gesagt, daß sie wie Kinder sind und daß man, um an sie heranzukommen, sagen muß, daß nur die Liebe einer Mutter sie zurechtrücken kann.

Amerika war das erste Land, in das ich kam, um Programme zu machen. Ich kam im Jahre 1971. Könnt ihr euch vorstellen, im Jahre 1970 am Sahasraratag bekamen wir die Realisation, und 1971 kam ich nach Amerika und gab die Realisation. Zweifellos haben viele Leute sie auch bekommen, aber ich hatte das Gefühl, daß sie für tiefere Dinge kein Interesse hatten. So haben wir viele Sahaja Yogis verloren. Es gab auch einige, die krank waren und nur behandelt werden wollten, nicht mehr. Andere wieder fielen auf bombastische Gurus herein, die ihnen Unmengen von Geschichten erzählten und so Großartiges für sich beanspruchten, daß sie sich ihnen anschlossen.

Ich fand, daß die Leute für Sahaja Yoga ganz und gar unvorbereitet waren, obwohl sie zweifellos Sucher waren und auch die Rastlosigkeit von Suchern hatten. Aber sie waren nicht für Sahaja Yoga, sie wußten nicht, was sie suchten und was sie bekommen sollten. Was das betraf, spürte ich, daß sie äußerst unreif waren. Daraufhin fuhr ich 9 Jahre nicht hin, denn ich hielt es für besser, meine Zeit etwas anderem zu widmen, bis diese Leute reif genug sind und erkennen, was mit ihnen nicht stimmt. Sie waren bei Gurus und gingen verloren, und einige haben immer noch diese Ruhelosigkeit in sich. In vielen Dinge, in ihren Artikeln, in den Büchern, die sie schreiben, erkenne ich ihre Rastlosigkeit. Diese Rastlosigkeit ist für Sahaja Yogis sehr wichtig. Die meisten von euch waren Sucher in ihren letzten Leben und hatten diese innere Unruhe in sich. Aber ihr wußtet nicht, was ihr mit dieser inneren Unruhe anfangen solltet. So gingen manche bis Japan, manche Australier reisten nach Amerika, und alles mögliche passierte. Diese Rastlosigkeit läßt sich nicht beschreiben, aber diese falschen Gurus fanden einen großartigen Markt, also kamen sie. Es ist verständlich und logisch, daß man sich, wenn man zu jemandem geht, fragt, ob man wenigstens diese innere Ruhelosigkeit losgeworden ist. Das aber war nie der Fall. Und als sie das erkannten und dachten, daß das fehle, dann sagte ihnen jemand, daß sie noch ein anderes Programm absolvieren oder noch einen anderen Kurs machen müßten. So gerieten sie tiefer und tiefer hinein.

Zur selben Zeit breitete sich die Negativität im moralischen Verhalten aus. Liest man allerdings die Verfassung von Amerika, ist man erstaunt: In vieler Hinsicht unterstützt diese Verfassung sehr subtil die Moral. Ich war total überrascht, da gibt es ein Gesetz, welches verbietet, daß man sich unordentlich kleidet, und es ist sogar geregelt, wann man einen Badeanzug anhaben darf. Es darf auch keiner völlig nackt sein, nicht wie in Italien, wo man solche Dinge im Fernsehen sieht. Daraus kann man ersehen, daß die amerikanische Verfassung mit einem starken Sinn für Moral geschrieben wurde. Die Basis war, daß die Menschen moralisch werden sollten. Aber wie immer, wenn ein Gesetz gemacht wird, finden die Menschen einen Weg, es zu umgehen; sie wollen es nicht. Und so entstand die Idee von Kontrolle. Wie kann man kontrollieren? Wie kann man sagen, daß etwas nicht getan werden darf? Diese ganze Explosion begann auch in der Familie, die Kinder begannen, sich den Eltern zu widersetzen, und die Eltern waren genauso. Die Kinder wurden genauso, das ganze explodierte, und sie dachten, es gäbe keine Freiheit. Ich denke, daß jene, die nicht mit Freiheit umzugehen verstehen, auch keine bekommen sollten. Sie müssen wissen, was Freiheit ist; nur die, die Freiheit respektieren und verstehen, können wirklich frei sein.

Diese Freiheit, diese Explosion warf sie aus der Bahn, und sie begannen, ein total absurdes Leben zu führen, wobei sie selbst dieses Leben jedoch als äußerst vernünftig und logisch ansahen. Also wurden sie zu Homosexuellen – das ist absurd, es ist überhaupt nicht natürlich, es ist völlig absurd! Als dieser Freiheitswahn in ihnen explodierte, kamen alle Bhoots und übernahmen die Führung über ihre Freiheit. Von den Bhoots stammen auch diese Ideen. Es ist unvorstellbar, welche Dimensionen das erreicht hat. Diese Bhoots greifen an, und die Leute geraten da hinein. Als Resultat bekamen sie alle möglichen Krankheiten und all das. Das schlimmste war, daß gerade zu dieser Zeit die negativste Persönlichkeit Österreichs auf der Bildfläche erschien: Freud. Er war Jude und wurde damals von den Amerikanern gar nicht geachtet. Also griff er sich ein paar Juden und verbreitete seine Theorie über die Mutter etc.. Er ruinierte ihr Leben. Sobald die Amerikaner nämlich frei geworden waren, dachten sie, daß alles, was schwarz auf weiß gedruckt steht, eine Bibel sei. Also folgten sie diesem Kerl und auch einigen anderen aus Frankreich. Das ist ein Zeichen von völliger Unreife! Eine reife, gefestigte Person würde nicht einfach so dies oder jenes annehmen. Ich habe damals mit einigen Amerikanern gesprochen, sie waren keine Sahaja Yogis oder Sucher, glaube ich, und sie sagten, „wir genießen jeden Aspekt des Lebens, wir haben keine Probleme, wir genießen alles, wir tun dies, wir tun jenes. Das Vergnügen ist wichtig, unser Leben ist 100%ig voll von Vergnügen“. Ich denke, so sprachen sie, als sie in den 50er und 60er Jahren nach Indien kamen. Jetzt, nach dieser Phase, sprechen sie von den Problemen, die aus diesen Vergnügungen entstanden sind. Es heißt, daß 65% der Leute schizophren und 30% vielleicht verrückt werden. Wieviele Normale bleiben denn da noch übrig, ich verstehe das nicht. Man sieht alle möglichen Statistiken und ist schockiert. Wie konnte so eine große Zahl von Menschen in solche Schwierigkeiten kommen? Die Krankheiten, die sie haben, sind auch sehr seltsam, die meisten kommen vom Mooladhara, und das in einem Land, wo die Verfassung auf dem Mooladhara basiert. England hat überhaupt keine Verfassung, und trotzdem glauben die Engländer viel mehr ans Mooladhara als die Amerikaner.

Als Frau eines Diplomaten sah ich, daß die Botschafter und alle diese Diplomaten so ein erbärmliches Temperament hatten. Ich konnte es einfach nicht glauben, wie diese Leute an den wichtigen Positionen sitzen können. Speziell in Amerika schauten die Männer jeder Frau nach, verzogen ihre Gesichter und sprachen absolut degradierend und erniedrigend über sie. Genauso sprachen die Frauen über die Männer. Ich habe euch schon die Geschichte von der Frau erzählt, die nach England kam, um ein bestimmtes Pub zu besuchen. Sie fragte mich, ob ich dieses besagte Pub schon besucht hätte. Ich fragte: „Wozu?“ Und als sie von dort zurückkam, erzählte sie, daß sie alle völlig frei seien und daß sie auch ihren beiden Söhnen jegliche Freiheit gewährten, daß sie tun könnten, was sie wollten. Diese beiden Söhne feierten ihren Geburtstag und veranstalteten eine Party mit viel Alkohol: Das ganze Haus brannte nieder, und die Kinder und die Eltern kamen ums Leben. Diese Frau war nach England gekommen, um dieses spezielle Pub zu sehen und hatte eine Liste aller interessanten Pubs in England bei sich. Dieses Interesse für Pubs selbst zeigt schon, was für eine Persönlichkeit sie war. Sie hatte zwei Kinder und einen hochangesehen Gatten. Er hatte eine hohe Position, und seine Frau war so. Er schloß sich ihr auch immer an: „Wir geben unseren Kindern alle Freiheiten, wir sagen ihnen, daß sie tun können, was sie wollen, daß sie nur das Leben genießen sollen.“ Aber wo findet dieses Vergnügen (enjoyment) statt? Wo genießt man? Man kann im Herzen Freude empfinden, im Sahasrara, aber das Mooladhara steht außer Frage, denn wenn man damit beginnt, so hört das nie auf, und das hat jetzt in Amerika gewaltige Probleme erzeugt.
Amerika war das erste Land, in das ich kam, weil ich spürte, daß es dort viele Sucher gab. Aber sie alle waren nicht beim Programm, denn die einen waren bei einem Guru, andere bei einem anderen. Eine Frau schrieb beim Programm alles, was ich gesagt hatte, mit und verwendete es dann für ihre eigenen Zwecke und begann Sahaja Yoga zu lehren. Es ist jenseits meines Verständnisvermögens, wie diese Leute noch dazu so geldorientiert sein können. Für sie bedeutet Geld Erfolg, Freude und überhaupt alles.

Ich kann nicht sagen, von wo diese dritte „Qualität “ herkommt, aber zu Shri Krishnas Zeiten waren die Leute sehr geldorientiert. Sie verkauften ihre Milch und Butter im Königreich von Kamsa, der ein Teufel war. Er zerbrach ihre Krüge, nur damit sie sie nicht dorthin bringen. Aber nur um Geld zu machen, ließen sie sogar ihre Kinder verhungern und brachten ihre Produkte zu diesen Monstern, weil Kamsa große Armeen und dergleichen hatte und diese viel Milch brauchten. Diese Frauen zogen es vor, ihre Milch und ihre Butter an diese gräßlichen Leute zu verkaufen, anstatt ihre Kinder damit zu ernähren. Das ist wie Licht und Schatten. Wenn Shri Krishna das Licht ist, seht, was ihr im Schatten finden könnt. Die Leute dort verhalten sich genau anders herum. Er war eine so losgelöste Person, so losgelöst, daß er niemals etwas Falsches oder Unmoralisches hätte tun können. Was immer er tat, war absolut moralisch. Wenn man nämlich losgelöst ist und etwas macht, kann man nicht angegriffen werden. Er brachte diese Idee des Leela, des Spiels, des „göttlichen Spiels“ auf.

Auch in unserem Leben können wir sehen, wie das „göttliche Spiel“ arbeitet. Zu Beginn, wenn sie kommen, sind die Sahaja Yogis rastlos, stellen mir endlos Fragen oder dominieren andere und machen allen möglichen Unfug. Sobald sie jedoch die Erfahrung mit der göttlichen Kraft machen, beginnen sie, sich zu beruhigen. Anhand der vielen Zufälle und Wunder, die geschehen, erkennen sie, daß es eine Kraft gibt, die sich um uns kümmert, uns führt und uns auf den richtigen Weg bringt. Erst wenn das geschieht – auch vor der Selbstverwirklichung -, daß die Leute zu verstehen beginnen, daß da eine Kraft ist, die uns hilft, etwas, was jenseits von dem ist, was wir kennen, erst dann werden sich die Dinge ändern.

Wir müssen Amerika jetzt ausarbeiten. Wir müssen ihnen sagen, daß es eine Kraft gibt, die jenseits ist und die uns transformieren will. Es wird eine globale Veränderung geben, ich kann das jetzt so deutlich sehen. Ich sehe in jedem Land, in das ich komme, daß es funktioniert. Ob es nun die Türkei, Tunesien oder Rußland ist, in jedem Land, in das ich komme, bei all den Leuten, die kommen, arbeitet diese globale Transformation. Ich hatte niemals gedacht, daß ich das zu meinen Lebzeiten noch würde sehen können. Aber es hat wirklich den Höhepunkt erreicht, und ich denke, es stellt den höchsten Punkt der Entwicklung dar.

Daß ihr alle transformiert werden würdet, wurde vor langer Zeit in Indien und auch anderswo vorausgesagt. Sobald ihr beginnt, die Vibrationen zu spüren und sie zu verwenden, dann versteht ihr, daß es diese Kraft gibt, daß es funktioniert, und ihr beginnt, Energiezentren von Swayambus und all das zu sehen. Dann werdet ihr beginnen zu verstehen. Euer Verständnis wird zunehmen, aber zuerst müßt ihr an diese höhere Macht glauben. Man mag vielleicht nicht an die Kundalini glauben, das macht nichts. Aber wenn man einmal an diese höhere Macht glaubt, wird man versuchen, es auszuarbeiten! Es ist sehr, sehr schwierig, die Leute davon zu überzeugen, daß es eine Kraft dahinter gibt. Sie sind so konditioniert durch die Wissenschaft, die Familientraditionen, durch alle möglichen unsinnigen Vorstellungen über Ego, daß sie nicht sehen können – und das ist der Punkt -, daß die Natur ihnen hilft.

Nie fragten sie sich, warum Amerika ein so reiches Land ist. Warum ist es so reich? Was haben sie gemacht, womit haben sie das verdient? Einer der Gründe ist, daß Shri Krishna „Kubera“ ist. Er erledigt seine Aufgaben, würde ich sagen, er arbeitet es aus. Die Menschen verstehen nur nicht, daß es sich hier um eine göttliche Gnade handelt, sie glauben, daß es ihr Recht ist, das zu haben und geben auch noch an damit. Sie sind sehr angeberisch, sie reden über ihren Reichtum und geben mit allem an. Das ist eine sehr andere Situation und Kultur. Wenn ein Inder anfinge, mit seinem Reichtum anzugeben, würden die Leute glauben, er sei geistesgestört oder komme aus einer Nervenheilanstalt, denn in Indien wird das als äußerst schlechtes Benehmen angesehen. Im Westen gibt es so etwas wie schlechtes Benehmen gar nicht, aber am schlimmsten ist es in Amerika. Man kann dort seinen Vater mit den wüstesten Worten beschimpfen, ständig verwenden sie dort Schimpfwörter, sogar die Richter. Ich sah einen Film, in welchem ein Richter ein Schimpfwort benutzte. Ich habe den Sinn dieses Wortes nicht verstanden, aber ich wußte, daß es kein gutes Wort war.

Mit dieser Arroganz sind sie zu „Was ist falsch daran?“-Menschen geworden. Ich weiß nicht, wie wir sie von Sahaja Yoga überzeugen können. Ich werde auch versuchen, die einflußreichen Leute an der Spitze diesbezüglich anzusprechen. Wenn diese Top-Leute sich für Sahaja Yoga interessieren, werden sie vielleicht das Gefühl haben, daß da etwas dahinter sein muß und es auch machen. Ich frage mich, ob sie soviel über Sahaja Yoga berichten würden und darüber, was für ein Gewinn es für das Land ist. Wir müssen dieses Land, das von allen Seiten, sei es im Bereich der Moral oder im Bereich der Kunst, attackiert wird, unbedingt retten.

Künstler bringt dieses Land nur wenige hervor. Ich habe mir ihre Gemälde angesehen, diese neuesten Werke in modernem Malstil, es fehlt ihnen jegliche Tiefe! Alles ist voll von schmutzigen Sachen, und sie sprechen auch nur über Schmutz. Es gibt dort einen Künstler, der aus Indien nach Amerika gekommen war. Als ich seine Bilder sah, war ich überrascht. Ich fragte ihn, was er da mache, und er antwortete mir darauf, daß das sich hier gut verkaufe. Ich fragte ihn, wie es in Indien damit stünde, und er sagte: „Die Inder würden so etwas Grausliches nie angreifen, niemals.“ Er selbst weiß das, aber er sagte, das verkaufe sich hier, also mache er so etwas. Es ist allerdings eine Sache des Urteilsvermögens, ob man so etwas verkaufen soll oder nicht. Wem verkauft man diese Dinge, unreifen Leuten, die so sehr von Mooladharaproblemen verführt werden? Wie kann man ihnen helfen, wie kann man sie zur Vernunft bringen? Es ist eine Frage des Reifwerdens, wobei die Paramchaitanya natürlich helfen wird. Ich bin sicher, daß die Paramchaitanya, die ihr gestern so deutlich gespürt habt, helfen und es ausarbeiten wird. Sie muß in verschiedene Dimensionen der Menschen eindringen, damit sie verstehen, sie wird zB gewisse „Zufälle“ herbeiführen und all das, und sie dann zu Sahaja Yoga bringen. Es kann zweifellos ausarbeiten. Es müssen auch Sahaja Yogis hier arbeiten. Ich weiß, sie sind nur wenige, und deshalb waren sie auch bestürzt, weil sie sehr hart gearbeitet haben und es trotzdem nicht ausgearbeitet hat. Sie spüren, daß etwas Fundamentales hier nicht stimmt. Ich habe euch schon gesagt, was mit ihnen nicht stimmt: Es fehlt ihnen die Reife, was die Evolution betrifft. Dennoch haben sich die, die kürzlich zu Sahaja Yoga gekommen sind, sehr gut gehalten, wenn es auch einige gibt, die noch nicht allzuviel davon profitiert haben.

Ihr müßt zur Realität kommen, die wirklichen Probleme erkennen und wissen, was wir dagegen tun können. So viele europäische Leader oder Sahaja Yogis haben Zeit, euch zur Seite zu stehen, nachdem ich nicht nach Europa komme. Sie sollten die Sorge übernehmen und auch manchmal kommen und ein Programm, eine Konferenz oder dgl. auf die Beine stellen.. Sie sollten in Kontakt mit ihnen treten und so mit ihnen sprechen, daß sie spüren, daß das etwas Außergewöhnliches ist, etwas, was sie sich so sehr gewünscht haben und was die Zukunft der Welt ist. Diese globale Transformation nimmt ihren Lauf, und ihr müßt etwas energischer in diesem Sinne sprechen. Mit den Medien haben wir schlechte Erfahrungen gemacht: Wir hatten einen Saal arrangiert und dafür viel Geld bezahlt, aber kein einziger von den Medien kam. Wir wußten nicht, was wir mit dem vielen Essen, das wir vorbereitet hatten, tun sollten. Alles war vergeudet, nicht einer von den Medien erschien.

Vielleicht könnten wir eine Art Zeitung herausgeben, oder mithilfe von soetwas wie Kabelfernsehen Sahaja Yoga propagieren, indem wir aufzählen, was Sahaja Yoga alles Gutes getan hat und noch bewirken kann. Amerika ist wirklich ein verrücktes Pflaster. Es gibt hier so viele Bücher, von allem gibt es soviel, die Zahlen sind so groß, daß man, wenn man ein Buch veröffentlicht, nicht weiß, ob es nicht verlorengeht.

Heute muß ich euch sagen, daß mein Buch fertig ist. Ich habe es fertiggeschrieben und würde es jetzt gerne veröffentlichen, sodaß ihr es kaufen könnt. Ich bin sicher, daß ihr es genießen werdet. Es wird euch auch helfen, die Probleme des Westens zu verstehen. Ich habe darin nicht die Probleme des Ostens, sondern die des Westens behandelt, welcher Natur sie sind und wie sie angegangen werden könnten. Wir werden euch dieses Buch bringen und es euch zeigen. Wir werden einen Herausgeber finden und sehen, wie es bei den Leuten ankommt, darum werde ich mich kümmern. Offen gesagt muß ich zugeben, daß ich ein solches Buch nicht gerne geschrieben habe. Ein Mensch wie ich sollte nur über die Großartigkeit der Spiritualität, die Schönheiten des Himmels und lauter poetische Dinge schreiben. Ich dachte aber, daß die Realität ganz anders aussieht und daß man den Leuten diese Realität vor Augen führen müsse. Sonst hätte ich lieber etwas wir Amrutanabhava geschrieben, so wie Gyaneshwara. Darin gibt es keine Streitfragen, sondern nur Süße und überschäumende Barmherzigkeit, so etwas hätte mich sehr glücklich gemacht. Aber es würde nicht funktionieren, es würde in der Luft hängen. So entschloß ich mich, zuerst ein Buch zu schreiben, das uns aufzeigt, wo wir Fehler machen, und euch ihrer bewußt machen. Ich könnte mir vorstellen, daß wir noch ein Buch herausbringen könnten, in dem ich meine Erfahrungen mit Sahaja Yogis und Sahaja Yoga aufzeichne. Das wäre auch interessant.

Es war einer der Fehler aller Inkarnationen, daß sie nie selbst ein Buch geschrieben haben. Weder Christus, noch Rama oder Krishna haben je ein Buch geschrieben. Obwohl sie lesen und schreiben konnten, schrieben sie nie ein Buch. Nanaka hat nicht besonders viel selbst geschrieben, er stellte vielmehr die ganze Literatur der realisierten Seelen zusammen. Und es passiert immer wieder, daß die Menschen es einfach Wort für Wort lesen, denn sie müssen innerhalb von zweieinhalb Tagen fertig sein. Also liest es jemand und legt seinen Finger auf eine Stelle und alles ist erledigt; dann kommt ein anderer, beginnt woanders, legt seinen Finger auf eine andere Stelle, und es ist schon wieder vorbei. Auch Mohammed Sahib hat kein Buch geschrieben. Wenn er eines geschrieben hätte, wäre es ganz anders geworden. Aber leider schrieb in der Zeit des 5. Kalifats jemand anderer, ein sehr böser und grausamer Mann, den Koran. Dasselbe passierte mit der Bibel. Ihr seht, es ist genauso, als würde man einen wunderschönen Diamanten in den Schmutz werfen. Überall ergeben sich daraus soviele Komplikationen. Man kann diesen großartigen Leuten nicht die Schuld dafür geben, aber leider leidet ihr Name darunter. Sie haben nichts Falsches gesagt, aber wenn das Buch adharmischen, grausamen Menschen in die Hände fällt, dann passieren Dinge wie diese.

Ihr seht, was mit der katholischen Kirche oder bei den Muslimen passiert. Überall gibt es Gewalt, Korruption und Kampf. Das ist keine Religion, niemand könnte solche Dinge gepredigt haben. Trotzdem ist es so.
Ihr alle aber ragt jetzt aus all dem hervor, ihr liebt einander, kümmert euch umeinander und genießt alles. Und dennoch ist euer Vergnügen absolut rein. Das müssen die anderen sehen, und dann kann es ausarbeiten. Ich bin sicher, daß wir eines Tages auch in Amerika sehr erfolgreich sein werden.

Möge Gott euch segnen!