Mahashivaratri Puja, Sydney, Australien, 1996

(Australia)


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Heute werden wir Puja zu Shiva feiern, Shri Shiva. Wie ihr wisst, ist Shri Shiva die Reflexion von Sadashiva in uns. Ich habe bereits von der Reflexion erzählt. Sadashiva ist Gott der Allmächtige, der Eine, der das Spiel der Adi Shakti betrachtet. Aber Er ist der Vater, der jeden einzelnen Seiner oder Ihrer Schöpfung beobachtet. Seine Unterstützung der Adi Shakti ist vollkommen und sehr intensiv.

Es gibt keinen Zweifel, dass Er in Seinem Wesen über die Arbeit der Adi Shakti wacht. Aber wenn Er findet, dass im Spiel der Adi Shakti die Menschen der Welt als solche versuchen, Ihr Werk zu verderben oder zu zerstören, dann gerät Er in Seine zornige Stimmung und zerstört all diese Leute – und vielleicht zerstört Er die ganze Welt.

Auf einer Seite ist Er zornig, kein Zweifel, auf der anderen Seite ist Er der Ozean der Barmherzigkeit und Freude. Deshalb erhalten wir, wenn Er in uns reflektiert wird, die Selbstverwirklichung. Wir erhalten das Licht unseres Geistes und den Ozean der Freude. Auch ist Er der Ozean des Wissens. Jene, die selbstverwirklicht werden, erhalten das Wissen des Göttlichen, das sehr subtil ist, jedes Atom und Molekül durchdringt, und die Kraft dieses Wissens ist dort.

Sein Stil ist, dass Er in Seiner Barmherzigkeit sogar den grausamen Rakshasas vergibt, wenn sie Ihn verehren, denn Seine Barmherzigkeit hat keine Grenzen. Manchmal versuchen jene, die von ihm gesegnet sind, den Verehrern von Adi Shakti Probleme zu machen. Aber das ist nur, um ein Drama, ein Ereignis zu schaffen. Wenn kein solches Drama existiert, werden die Menschen nicht verstehen.

Wir mussten das Ramayana haben, wir mussten das Mahabharata haben, Christus musste gekreuzigt werden, Mohammed musste erst gemartert werden. All diese Dramen waren dazu da, dass sich die Leute erinnern, denn ohne sie würden sie sich nicht erinnern. Im spirituellen Leben der Menschen haben Sie also viele Dramen zwischen den Segen von Shiva und den Kräften der Adi Shakti gesehen.

Im Laufe der Zeit, in der Geschichte der Spiritualität, wurde eine große Entdeckung gemacht, nämlich, dass Menschen ihre Selbstverwirklichung kollektiv, en masse erhalten können. Tausende können ihre Selbstverwirklichung erhalten. Nun sollten wir erkennen, was diese Realisation ist, die wir erhalten haben, was sie bedeutet und worin sie gipfelt.

Zuallererst muss Ich euch sagen, dass der Verstand, über den wir sprechen und von dem wir abhängig sind, nur ein Mythos ist. So etwas wie „Verstand“ (mind) gibt es nicht. Das Gehirn ist Realität, nicht der Verstand. Dieser wird von uns geschaffen, indem wir auf die Außenwelt reagieren; entweder reagieren wir auf unsere Konditionierungen oder auf unser Ego. Dieser Verstand ist so gestaltet wie die Blasen auf dem Ozean der Wirklichkeit, aber das ist keine Wirklichkeit. Was wir mit diesem Verstand entscheiden, ist sehr begrenzt, schwer erfassbar und manchmal schockierend.

Der Verstand bewegt sich immer linear, und da er keine Wirklichkeit enthält, kehrt er zurück wie ein Bumerang. Auf diese Weise scheint es, als ob alle Unternehmungen und Planungen, die wir durchgeführt haben, zu uns zurückkommen. Was immer sie ausfindig machen, kommt zu uns zurück als eine große zerstörerische Kraft oder ein sehr großer Schock. Deshalb muss man entscheiden, was zu tun ist, wie man die Falle unseres Verstandes vermeidet.

Die Lösung ist die Kundalini. Wenn Sie erweckt ist, trägt Sie euch jenseits eures Verstandes. Das allererste ist, jenseits des Verstandes zu gehen. Mit dem Verstand tut ihr vieles, aber es wird euch nicht zufriedenstellen, es wird keine Lösung sein, es wird euch nicht helfen. Wenn wir nun beginnen, uns zu sehr von unserem Verstand abhängig zu machen, entwickeln wir alle möglichen körperlichen, mentalen und emotionalen Probleme.

Das letzte nun ist Stress. Stress, der keine Lösung findet, wie man sagt, außer in Sahaja Yoga. Denn hier finden wir die Lösung, indem wir über den Verstand steigen. Er ist wie eine Barriere für unseren Fortschritt. Nun, wenn ihr eure Realisation erhaltet, müsst ihr verstehen, dass eure Kundalini eure Aufmerksamkeit jenseits des Verstandes emporgehoben hat.

Diese Reaktion auf die Außenwelt kommt daher, dass wir Menschen ein prisma-artiges Gehirn, oder man kann sagen, einen prisma-artigen Schädel haben. Wenn nun die Energie durchdringt – Ich habe das schon in Meinen Büchern erklärt –, verzweigt, oder man kann auch sagen: bricht sie sich, wodurch unsere Aufmerksamkeit hinausgeht und wir reagieren.

Wenn wir zu sehr reagieren, dann schaffen diese Blasen einen sehr scheußlichen Verstand, der zu allem Möglichen führen kann. Er rechtfertigt sich selbst – er schmeichelt eurem Ego. Das Ego und die Konditionierungen, die dieser Verstand entwickelt, beginnen herauszusickern für den Zweck ihrer Erfüllung,  ihrer Anhäufung von Ideen und Gedanken. Aber dieser Verstand hat  keinen Rückhalt, keine Stütze von der Realität.

Es ist, als ob wir den Computer bauen, letztendlich aber zu Sklaven des Computers werden. Wir selbst machen die Uhren, um dann ihre Sklaven zu werden. So werden die Menschen dominiert. Und wenn eine Person mit einem sehr starken Verstand sich entschließt zu zerstören, wie Hitler es tat, kann er mit einer Idee die Zerstörung immer weiterführen, was eine sehr weitreichende Wirkung hat auf unsere Kultur, auf unsere Spiritualität.

Es ist der erste Schritt, gedankenfrei zu werden, den Verstand zu durchqueren und jenseits des Verstandes zu gehen. Der Verstand kann keinen Einfluss auf euch ausüben. Das ist das erste Stadium, welches wir gedankenfreies Bewusstsein nennen. Das zweite ist, wo ihr beginnt, das Wirken von Paramchaitanya zu sehen. Ihr beginnt, euch der alles durchdringenden Kraft bewusst zu werden, und dass in dem, was Shri Mataji sagt, viel Wahrheit ist.

Das ist die Kraft, die vieles ausarbeitet. Sie bewirkt auf wunderbare Weise so viel für euch, sie segnet euch, sie führt euch, sie hilft euch auf so viele Arten. Sie gibt euch eine gute Gesundheit, Wohlstand und auch eine gute Gesellschaft mit sehr schönen Menschen in der Kollektivität. All das kann man klar sehen, dass es hier geschieht.

Nun, dieses Erlebnis des kollektiven gedankenfreien Bewusstseins ist sehr einfach und leicht, aber trotzdem schwer auf Dauer beizubehalten. Wir reagieren noch immer und wir denken noch immer. Was immer ihr seht, ihr reagiert. Um zu diesem Punkt der Gedankenfreiheit zu gelangen, ist es zuerst erforderlich, dass ihr eure Aufmerksamkeit ändert.

Nun gebe Ich euch ein Beispiel. Einmal stiegen wir – Ich, Mein Schwiegersohn und Meine Tochter – auf einen sehr hohen Berg, um einen Tempel namens Palitana zu besichtigen. Wir waren wirklich erschöpft, denn wir mussten – Ich weiß nicht wie viele Stufen – hinaufsteigen. Als wir hinaufkamen, waren wir müde, und da gab es ein kleines Dach mit Marmor-Verzierungen, und so legten wir uns vor Müdigkeit darunter. Alle waren sehr müde und fragten: „Was ist das eigentlich für ein Tempel?“ Währenddessen blickte Ich nach oben und entdeckte viele wunderschöne geschnitzte Elefanten. Ich sagte zu meinem Schwiegersohn: „Schau, diese Elefanten, ihre Schwänze sind alle ganz unterschiedlich!“ Er meinte: „Mami, wir sterben alle, wie kannst Du da die unterschiedlichen Elefantenschwänze bemerken?“ Aber das tat Ich nur, um ihre Aufmerksamkeit von ihrer Müdigkeit abzulenken. Ich fragte sie, warum sie nicht die Schwänze der Elefanten sehen wollten, die so unterschiedlich sind.

Wenn ihr eure Aufmerksamkeit die ganze Zeit nach außen richtet, dann müsst ihr sie zuerst ablenken. Zum Beispiel seht ihr diese schön gearbeiteten Dinge hier. Eure Aufmerksamkeit wird etwas anders, versucht einfach die Schönheit dessen zu genießen. Seht, hier gibt es schöne Teppiche, schaut sie einfach an, ohne zu denken. Da sie euch nicht gehören, braucht  ihr euch nicht den Kopf zu zerbrechen; – es ist sehr gut, dass sie jemand anderem gehören. Wenn sie euch gehören würden, würdet ihr wieder anfangen zu denken: „Oh mein Gott, ich habe sie hier ausgelegt, was wird geschehen, die müssen versichert werden… oder so etwas in der Art.“ Das ist eine gängige menschliche Reaktion, aber, wenn euch etwas nicht gehört, könnt ihr es sorgfältig betrachten.

Nun, ihr seht etwas an und denkt nicht. Ihr werdet euch wundern, wenn ihr die Schönheit bemerkt, die darin steckt. Ihr seht den Künstler, der seine Freude, seinen Überschwang hineinfließen ließ und nach der Realisation werdet ihr staunen, wie diese überschwängliche Freude auf euch übergeht, und eine kühle Art der Entspannung wird euch erfüllen und die Kundalini wird aufsteigen, und ihr werdet stabil in eurer Gedankenfreiheit. Also wann immer ihr etwas anseht, etwas Schönes betrachtet, sogar die heutige Wahl, seht einfach nur den Mann, der gewählt wurde (Premierminister John Howard), selbst ihn nur zu betrachten bringt ihm Segen, gibt ihm bessere Ideen. Ihr kriegt auch Ideen, die aus der Realität kommen, die da sind: wie man diesen Mann zu einer erfolgreichen Person machen kann oder dieses Land zu einer erfolgreichen Demokratie.

All dies geschieht, wenn eure Aufmerksamkeit abgelenkt ist vom Kritisieren, Reagieren, – ihr beobachtet einfach, werdet zum Zeugen und versucht alles zu bezeugen [ohne zu reagieren oder zu werten, Anm. d. Übers.]. Dies wird, so weit Ich gesehen habe, noch nicht praktiziert. Wenn wir unsere Realisation erlangen, verwirklichen wir noch nicht, dass wir alles als Zeuge sehen sollen. Wenn ihr beginnt, durch euren Geist zu bezeugen, dann seht ihr nicht die schlechten Punkte anderer, sondern die guten Eigenschaften. Ihr greift nur die Person mit sehr guten Eigenschaften heraus. Wenn ihr einmal seht, wie sich das Stadium des Zeuge-Seins vergrößert und ihr andere zu genießen anfangt, dann beginnt ihr alles zu genießen, was da ist. Sogar an einem kleinen Grashalm könnt ihr euch erfreuen, wenn ihr diese Kapazität besitzt.

In Japan begann das Zen–System auf diese Weise. Und er machte – es war Vididharma, der damit anfing – einen Garten aus Moos, mit verschiedenen Moosarten, sehr klein, klein. Es gab auch kleine Blumen. Der Garten war kaum größer als fünf Fuß [1,50m, Anm. d. Übers.], der der Form eines Fragezeichens glich, könnte man sagen. Ihr müsst in einen Lift steigen und eine Plattform auf der Spitze eines Hügels oder Berges erreichen, wo ihr das sehen könnt. Alle diese ganz kleinen Moose sind da und ihr seht sie verschieden angeordnet – ein schöner Garten. Wenn ihr das seht, hören eure Gedanken auf, da dies so etwas Wunderbares ist. Wenn ihr eure Aufmerksamkeit darauf richtet, auf seine Kreation, hören eure Gedanken auf.

So müsst ihr üben, um herauszufinden, was eure Gedanken stoppt. Was macht euch zum Zeugen? Wenn ihr diese Gewohnheit einmal entwickelt habt, werdet ihr euch selbst in diesem gedankenfreien Bewusstsein festigen. Dann fangt ihr an zu beobachten, wie Sahaja Yoga geholfen hat, wie es euch mit Glück erfüllt hat, was ihr durch Sahaja Yoga erreicht habt. Ihr werdet staunen, wenn ihr überall alles beobachtet, wie wunderbar Paramchaitanya agiert.

Heutzutage ist Paramchaitanya aktiv geworden, da wir im Krita-Yuga sind. Ihr könnt es an der Art erkennen, wie es mit den Vibrationen um Mich herum spielt. Ihr habt viele Fotos von Mir gesehen, wo diese Vibrationen erkennbar sind. Auch habt ihr Fotos von den vielenYogis, die vor Mir sitzen, gesehen – auf ihrem Kopf steht Mein Name in arabischen Schriftzügen geschrieben. Ihr habt so viele Wege gesehen, die euch das Spiel des Göttlichen herausfinden lassen.

Nun wird der Verstand noch immer versuchen, etwas einzuwenden, hört nicht auf ihn, sondern betrachtet nur. Die Wirkung von Sahaja Yoga sollt ihr auf eurem Körper, auf euch selbst beobachten. Denkt nicht darüber nach, sondern beobachtet und ihr werdet staunen, wie ihr euch verändert habt. Um es offen zu sagen, wenn Ich jedes Jahr nach Australien komme, kann Ich euch manchmal nicht wieder erkennen. Ihr schaut viel jünger, besser und glücklicher aus und Ich kann nicht erkennen, wer diese Leute sind.

Es ist dieser Zustand eines Zeugen, der euch in ein anderes Reich, genannt gedankenfreies Bewusstseins, trägt. In diesem Stadium könnt ihr solche Kräfte erhalten, dass ihr anderen die Realisation geben könnt. Ihr könnt anderen die Selbstverwirklichung geben, ihr könnt vollständiges Wissen über Sahaja Yoga geben, ihr könnt zu ihnen sprechen.

Ihr … [Shri Mataji wird unterbrochen] Seht, wenn Ich betrachte, absorbiere Ich die Hitze, das ist Mein Problem.

So wird euer ganzer Zustand, euer spiritueller Zustand, ein sehr glückseliger. Ihr werdet so mächtig, ihr werdet barmherzig und so liebend, so balanciert, vollkommen gereinigt von all den destruktiven Ideen, den depressiven Ideen, die ihr habt, und dann steht ihr wirklich auf als ein großer Sahaji, der gewaltige Arbeit leisten kann.

So wie Ich vor kurzem erfahren habe, dass Deutsche und Österreicher nun nach Israel gehen, da sie denken, die Juden wären von ihren Vorvätern getötet worden, – und es wurde ein großes Zentrum in Israel ins Leben gerufen. Stellt euch einmal vor, wie diese Leute, wenn sie einmal diesen Zustand erreicht haben, eigenständig in diese Länder gehen, – sie haben so viel eigenständig getan.

Gleiches geschah in der Türkei und in sehr weit gelegenen Gegenden wie Südafrika, – denn innerlich werden sie durch das gedankenfreie und zweifelsfreie Bewusstsein völlig selbstsicher sein.

Aber wenn ihr einmal durch meditative Aufmerksamkeit zu wachsen beginnt, wird eure Aufmerksamkeit erleuchtet. Nun müsst ihr eure Aufmerksamkeit motivieren. Es geht nicht nur darum, sie zu genießen, sondern sie zu motivieren, sie an Problemen zu testen.

Nehmen wir einmal an, es gäbe ein Problem auf nationaler Ebene, dann könnt ihr alle eure Aufmerksamkeit darauf richten und Dinge werden ausarbeiten, denn ihr seid der Kanal dieser alles durchdringenden Kraft, die versucht, für euch eine neue Welt zu erschaffen, neue Menschen.

Diese Evolution kann sehr schnell vor sich gehen, wenn ihr euch alle dafür entscheidet. Mit allem, was wir nun in uns haben, sollten wir motiviert sein. Wir sollten sie lenken und diese Aufmerksamkeit nützlich einsetzen. Sie sollte nicht vergeudet werden. Was immer wir an Reichtum in uns haben, sollte nicht verschwendet werden.

Nun ist die Hauptfrage heutzutage, über die Ich euch erzählen werde, was Gottrealisation bedeutet. Zuerst ist die Selbstverwirklichung, und es gibt viele ehrgeizige Leute, die gottverwirklicht werden wollen. Zuallererst sollten wir wissen, dass Menschen nicht Gott werden können. Dies kann nicht erreicht werden. Ihr seid auch auf eine Weise nicht der Spirit/Geist geworden, denn der Geist strahlt durch euch aus, er benutzt euch, gibt euch, sorgt sich um euch. Wenn ihr der Geist werdet, dann wird kein Körper übrig bleiben, nichts wird bleiben. Mit diesem intakten Körper wirkt der Geist, durch diesen Körper gibt er euch all das Licht. Aber man kann nicht Gott der Allmächtige werden. Das soll man klar und deutlich verstehen.

Gottrealisation heißt, über Gott Bescheid zu wissen. Über Gott zu wissen heißt zu wissen, wie Seine Kräfte wirken, wie Er kontrolliert, indem man Teil des Allmächtigen Gottes wird. So wie Mein Finger nichts über Mein Gehirn weiß, aber gemäß der Funktionsanleitung des Gehirns agiert. Der Finger kann nicht zum Gehirn werden, aber er muss genau nach den Regeln Meines Gehirns funktionieren, da er so verbunden und eins ist. Hier, wenn ihr die Gottesverwirklichung habt, dann wisst ihr über das Gehirn Bescheid, über Gott, über Seine Kräfte, ihr wisst alles über Ihn.

Sofern es Mich betrifft, ist es eine schwere Aufgabe für euch, denn Ich bin Mahamaya. Es ist sehr schwer für euch, jedes Detail über Mich zu wissen. Ich bin schwer fassbar, wie ihr gut wisst. Was immer Ich tue, was immer Ich erreiche, ist nur dazu da, dass ihr seht und versteht, dass hinter all diesen Dingen die Adi Shakti steht und Sie all das tun kann. Ihr könnt das auch tun, aber ihr könnt nicht Ich werden. Aber Ihr müsst wissen, wissen durch die Liebe, die Verehrung, durch Gebete, wissen, dass die Kräfte Gottes der Weg sind, um gottrealisiert zu sein. Dann könnt ihr die Natur kontrollieren, alles kontrollieren, wenn ihr in euch das Wissen über Gott habt.

Dafür ist vollkommene Demut Bedingung, dass ihr nicht Gott werden könnt, nicht der Allmächtige Gott werden könnt. Ihr könnt nicht die Deitäten werden, aber definitiv könnt ihr gottrealisiert werden. Das bedeutet, Gott handelt durch euch, benutzt euch als Seine Kräfte, als Seinen Kanal und dass ihr wisst, genau im Bilde seid, was Er durch euch tut, was Er sagt, was Seine Vision und was Seine Information ist. Die Verbindung ist so.

Viele Leute in Sahaja Yoga haben Vorteile erlangt, Ich weiß. Aber sie wissen nicht, wie sie begünstigt wurden. Was hat diese Gunst bewirkt? Wie hat es ausgearbeitet? Welche ihrer Beziehungen hat ihnen geholfen? Wenn ihr das einmal begreift, wie die Dinge so klar ausarbeiten, durch welche Kraft ihr das erreicht habt, dann ist das die Gottrealisation. Solche Menschen werden äußerst mächtig in dem Sinn, dass sie so vieles kontrollieren können.

Es gab viele Heilige dieser Art, aber manchmal fielen sie sogar von da herab und sie entwickelten ihr Ego. Sie hatten nicht ihre eigene Demut, die sie haben sollten, diese Verehrung, diese Hingabe, diese völlige Aufopferung. Sie fielen um und ihr könnt sie sehen. Ich habe einige von ihnen gesehen, wie stolz sie auf ihre Leistungen werden und sie wollen sie mit niemandem teilen. Sie denken, sie haben es unter großen Schwierigkeiten erreicht, warum sollten sie andere teilhaben lassen. Solche Menschen werden nicht höher aufsteigen. Aber ihr, die ihr die Realisation erhalten habt und die ihr bescheiden seid, nur ihr wisst, dass ihr nur durch Demut eure Hingabe erlangen könnt.

Islam heißt Hingabe. Mohammed Sahib hat über den Islam gesprochen, was bedeutet: „Gebt euch hin!“. Wenn ihr das nicht könnt, werdet ihr Gott niemals kennen. Er hat das klar gesagt: „Wenn ihr nicht euch selbst erkennt, werdet ihr nichts von Gott wissen!“. Als Sahajis müsst ihr all die vielen kleinen Dinge wissen, all die großen Dinge und all die großen Visionen kennen. Ihr könnt das tun aufgrund der Gnade Gottes,  Seines Segens, Seiner Liebe zu euch, weil ihr in das Königreich Gottes eingetreten seid.

Ich möchte sagen, dass ihr eingetreten seid und ihr dieses Stadium erreicht habt. Das möchte Ich sagen. Aber ihr seid noch immer nicht dort. Es ist, als ob Ich jemandem sage: „Nun bist du in Australien!“ Er ist nicht in Australien, aber Ich kann sagen, dass er in Australien ist. Also glaubt er, dass er in Australien ist. Das ist nicht der Weg! Ihr müsst in Australien sein, dann müsst ihr auch über Australien Bescheid wissen. Ihr müsst über das Klima Bescheid wissen, über all diese Dinge.

Ich finde auch, dass die Eltern mit ihren Kindern darüber reden sollen. Es gibt keine harmonische Beziehung der Eltern zu den Kindern. Sie werden in der Schule gut versorgt und sie wollen eine Menge tun, aber die Eltern müssen sich auch einbringen, wenn die Kinder hierher kommen, um sicherzustellen, dass sie ordentliche Disziplin entwickeln und Vernunft. Bindet sie nicht an euch, damit ruiniert ihr sie. Wenn ihr aneinander zu sehr hängt, dann ruiniert ihr sie.

Eine der Qualitäten Shivas ist völlige Losgelöstheit, und das sollt ihr entwickeln, vollkommen losgelöst zu sein. Losgelöst sein bedeutet nicht, dass ihr etwas vernachlässigt. Ich habe euch das so oft erklärt. Es ist so wie bei einem Baum, wenn der Saft aufsteigt, fließt er zu den verschiedenen Stellen und verdampft dann oder zieht sich zurück in die Mutter Erde. Genauso sollte euer Losgelöstsein funktionieren. Wenn ihr euch bindet, weil es euer Sohn ist oder eure Tochter, wenn ihr an jemandem hängt, weil er Australier ist oder Angehöriger einer bestimmten Familie oder einer bestimmten Klasse, dann seid ihr noch begrenzt. All diese Begrenzungen/Beschränkungen müssen fallen gelassen werden, wenn ihr (das Agnya) überqueren wollt. Diese Beschränkungen werden zu so einer schweren Last, dass Ich, was immer Ich versuche, was immer ihr versucht – ihr nicht im gedankenfreien Zustand verweilen könnt.

Das ist ein sehr schöner Zustand, in dem ihr alle sein sollt. Dort seid ihr nicht dominierend, noch geht ihr Kompromisse ein. Ihr steht auf euren eigenen Beinen und seid sicher, dass euch keine Idee zu Fall bringt oder keine Dominanz oder Unterwerfung/Abhängigkeit von euch an jemand anderen beirrt. So werdet ihr zu einem vollkommen freien Vogel, ein absolut freier Vogel, – und dann ist es eure Aufgabe, zu fliegen. Ein Flug geht ins gedankenfreie Bewusstsein, der zweite ins zweifelsfreie Bewusstsein und der dritte zur Gottverwirklichung.

Ich habe gesehen, dass Leute, die sehr nahe bei Mir sind, auch nicht verstehen. Sie benehmen sich derart, als wären sie jetzt Götter geworden. Sie sind so egoistisch, dass Ich mich über sie wundere. Dann müssen sie Sahaja Yoga verlassen. Seht, sogar wenn Ich euch zu sehr lobe, wenn Ich etwas zu viel sage, sollt ihr euch nicht geschmeichelt fühlen. Das ist ein Test.

Andererseits auch, wenn Ich euch  sage: „Das ist nicht gut, das sollt ihr noch verbessern!“, dann sollt ihr es euch nicht zu Herzen nehmen, denn Ich muss das tun, das ist mein Job! Euer Job ist, auf mich zu hören, denn Ich kann von euch nichts gewinnen und Ich verlange nichts. Was Ich will, ist, dass ihr alle all Meine Kräfte erhaltet. Ihr könnt nicht werden was Ich bin, da stimme Ich zu, aber bitte versucht, all die Kräfte zu erlangen, die Ich habe, was nicht schwierig ist. Das ist Gottrealisation. Das ist Voraussetzung, um Shiva zu kennen und Sadashiva.

Durch Shiva kennt ihr Sadashiva. Ihr seht die Reflexion und von der Reflexion erkennt ihr, wer das Original ist. Von der Reflexion lernt ihr. Auf diese Weise erzielt ihr das Stadium, wo ihr denkt, dass ihr nun endlich sesshaft seid im Königreich Gottes und ihr Gott sehen könnt, fühlen könnt, verstehen könnt. Und ihr könnt Gott lieben.

Möge Gott euch segnen!