Birthday Puja, Delhi

New Delhi (Indien)

Feedback
Share

Puja of the 73rd Birthday, “Mind is a mith”. Delhi (India), 21 March 1996.

Heute werde ich über den Verstand (mind) sprechen. Die Leute wissen nicht, was dieser Verstand ist. Es ist sehr leicht zu verstehen für Sahaja Yogis, dass wir diejenigen sind, die reagieren, auf alles reagieren, das äußerlich ist. Der Grund dafür ist, dass wir zwei schreckliche Tendenzen haben: die eine ist das Ego und die andere Tendenz ist, dass wir in dieser Weise trainiert sind, oder wir können es das Super-Ego oder die Konditionierungen nennen. Beides, das Ego und die Konditionierungen, handeln immer äußerlich. Diese Reaktion, die in uns angelegt ist, ist wie Luftblasen im Ozean, und diese Luftblasen halten uns von der Realität fern. Diese Blasen bestehen aus Gedanken und sie stören euch die ganze Zeit in eurem Kopf und ihr wisst nicht, warum sie kommen. Wenn ihr von diesem oberflächlichen Verstand abhängig seid, dann habt ihr kein Unterscheidungsvermögen, um zu verstehen, was gut und was böse ist. In diesem Verstand beginnen alle möglichen bösen Dinge, die verschiedensten Streitereien, Kämpfe, Besessenheit, letztendlich kommt auch der Krieg daher. Es ist nur in diesem Verstand, der nichts als ein Mythos ist. Diese ganzen konkreten destruktiven Ideen entstehen irgendwie und beginnen immer mehr zu wachsen. Dann findet man Leute, die man beeindrucken kann, setzt ihnen Ideen in den Kopf. Man lernt durch Lesen oder durch Vorträge oder durch Faszination oder was sie sonst noch tun können. Sie setzen euren Verstand in einen solchen Zustand, dass ihr die destruktiven Ideen akzeptiert. Entweder individuell für euch, oder vielleicht für die Kollektivität. Obwohl dieser Verstand nichts als ein Mythos ist, arbeiten wir ständig mit diesem Verstand. Die ganze Zeit befriedigen wir uns selbst, indem wir sagen, „Das ist mein Verstand, mein Verstand will das“.
Ein indischer Sahaja Yogi ging nach Amerika und er erzählte mir, dass die Amerikaner verrückt sind mit ihrem Verstand. Ich fragte ihn, wie er das meinte und er sagte: „Ich gab meiner Frau Geld, um mir ein Busch-Hemd zu kaufen und sie kaufte einige Röcke für sich. Sie hat schon viele Röcke, aber sie kaufte Röcke. Ich fragte sie also, „Warum hast du Röcke gekauft?“ und sie sagte, „Mein Verstand sagte mir, dass ich Röcke kaufen solle, also kaufte ich Röcke. „Das ist es: der Verstand kann euch zu allen möglichen falschen Dingen verführen, weil er erstens keinerlei Verbindung mit der Wirklichkeit hat und zweitens ist er eine fiktive Sache, absolut fiktiv. Die Menschen denken, dass alles, was sie erschaffen haben, aus ihrem Verstand kommt. Dies ist eine falsche Vorstellung, absolut falsch. Alle großen Wissenschaftler – Einstein sagte, dass er es müde war, die Relativitätstheorie zu finden, sehr müde. Er hatte ein Konzept, ich denke Wissenschaftler brauchen irgendein Konzept, und sie versuchen, ihre Suche darauf aufzubauen. „Und dann dachte ich, dass es ein falsches Konzept ist, das ich hatte. Plötzlich“, sagte er, „dachte ich, es wäre gut in den Garten zu gehen und mit Seifenblasen zu spielen, wie ein kleines Kind. Und plötzlich kam die Relativitätstheorie von irgendwoher in mein Bewusstsein.“
Viele Wissenschaftler haben gesagt, dass sie nicht wissen, von wo sie die Erkenntnis bekommen. Es gibt jetzt eine spezielle Studie, um herauszufinden, wie die Wissenschaftler diese Erkenntnisse bekommen haben, in so einer „sahaj“ Art und Weise. Sogar Penizillin wurde auf diese Weise entdeckt. Alles, was von diesen Leuten entdeckt wurde, geschah nicht durch Manipulation des Verstandes, sondern es kam durch eine unbekannte Kraft in ihr Bewusstsein und so dachten sie, es kam durch ihren Verstand. Aber nur einige dachten so, die meisten erkannten, sogar Newton erkannte es, dass es von einer Quelle kommt, derer ich mir nicht bewusst bin.
Als Sahaja Yogis wissen wir, dass es die Quelle der Göttlichen Kraft ist, die alles durchdringend ist, Paramchaitanya. Ihr wisst es, weil ihr es fühlen könnt, ihr wisst, dass es das gibt. Aber selbst wenn ihr das wisst, müsst ihr wissen, dass ihr jenseits eures Verstandes gehen müsst, in das gedankenfreie Bewusstsein, das ist das Minimum. Ich sage euch immer wieder, meditiert, meditiert, denn ihr solltet im gedankenfreien Bewusstsein sein, wo ihr nicht reagiert. Dann werdet ihr zum Zeugen des gesamten Dramas und ihr seid absolut zufrieden mit euch selbst, keinerlei Probleme. Dann werdet ihr ein Instrument des Paramchaitanya, der alles durchdringenden Kraft. Ihr beobachtet nur, ihr seid Zeugen, und während ihr alles beobachtet, wird euch klar, dass das, was ihr beobachtet, keinerlei Wirkung auf euch haben kann. Aber ihr wisst, was es ist, und dies ist der Zustand, in dem ihr die Wirklichkeit der gesamten Situation versteht. Ich habe es euch schon oft erzählt: solange ihr im Wasser steht, habt ihr Angst, dass die Wellen euch töten könnten, aber angenommen, ihr seid in einem Boot, dann könnt ihr die Wellen vielleicht als etwas schönes ansehen; und wenn ihr schwimmen lernt, dann könnt ihr hineinspringen und Leute zurückholen, die unterzugehen drohen. Dies ist genau, was passiert, wenn ihr in dem Zustand seid, dass ihr anderen Realisation geben könnt: ihr könnt sie in Verbindung mit der Göttlichen Kraft bringen. Aber zunächst einmal müsst ihr wissen, wie ihr gedankenfrei bewusst werdet. Einige Leute sagen, Mutter, wir werden es nur für eine Sekunde oder für 2 Sekunden, weil wir in unserem Verstand anfangs so viele Konditionierungen haben, auch wenn wir zu Sahaja Yoga kommen. Wenn ihr in Indien geboren seid, seid ihr mit Indien identifiziert. Wenn ihr in England geboren seid, seid ihr mit England identifiziert. Ich habe beobachtet, wenn Sahaja Yogis von diesem Unsinn loskommen, dann fangen sie an, ihre Art zu Leben zu kritisieren, z.B. sagen sie „Ah, das ist Indien, so sind die Inder“ oder wenn sie Engländer sind, „Ah, das ist es, wie die Briten sind, siehst du“. Sie sind dann die besten, um ihr Land zu kritisieren, andere können es nicht so gut. Die Europäer sagen z.B. „Europäer, ah, ich kenne die Europäer sehr gut“.
Der Verstand selbst beginnt zu sehen, dass es ein Mythos ist und dieser Betrug, der ständig stattfindet, dass der Verstand sich selbst betrügt, hört auf. Ihr fangt an, die Dinge in einer richtigen, vollständigen Art zu sehen, weil ihr nicht reagiert. Reagieren ist ein Zeichen für eine Person, die sehr konditioniert ist. Ihr könnt auch von vielen anderen Sachen konditioniert sein, z.B. dass ihr in einer bestimmten Religion geboren seid. Ihr wisst, was die Religion heutzutage mit den Menschen zu tun hat. Es gibt nirgendwo eine wahre Religion, sie sind zu geldorientierten Institutionen geworden, oder machtorientiert, deshalb kämpfen sie untereinander. Und ihr wisst, dass keine Religion ausschließlich ist. Aber sie kämpfen, weil der Verstand so konditioniert ist, dass ihr für eure Religion kämpfen müsst. Sie haben keine innere Religion, es gibt keine Religion, die ihr Leben verändert. Sie sind die korruptesten und unmoralischsten Leute, aber sie gehören zu einer bestimmten Religion, wie zu einem Klub. Und dann fangen sie an, sich mit etwas zu identifizieren und sie haben ein Recht, diese Dinge zu tun, denn sie gehören zu einer bestimmten Religion oder zu einem Kult.
Nun gibt es Leute, die diesen Verstand wirklich benutzen können, obwohl er oberflächlich ist. Heutzutage benutzen wir so viele künstliche und oberflächliche Dinge, diese Oberflächlichkeit kann sich in alles einschleichen, wie Plastik. So kann dieser Verstand in alles eindringen und er dringt in den Verstand von Menschen ein. So hat Hitler all die jungen Menschen in Deutschland manipuliert. All diese Menschen, die fähig waren, das logische Denken zu zerstören. Nicht durch den Verstand, wenn es durch den Verstand geht, ist es keine Logik. Es ist nur Denken oder Argumentieren, das wir leicht als Dummheit erkennen können. Denn dieser Verstand, der nur ein Schwindel ist, wie ich euch gesagt habe, ist so begrenzt, dass er die Großartigkeit, die Schönheit und Weite der Wirklichkeit nicht verstehen kann. Dieser Verstand ist nur eine Ansammlung von allem Müll, könnte man sagen, den wir auf die eine oder andere Weise abweisen müssen und wir müssen uns sagen, „Ich muss jenseits meines Verstandes gehen. Dieser so genannte Verstand hat mir nichts Gutes gebracht. Und dieser Verstand, der mich immer kontrolliert hat, ist nur wie die Uhr, die wir gemacht haben, und die uns jetzt kontrolliert, oder wie ein Computer, der uns kontrolliert.“
Wir müssen also vorsichtig sein und wissen, dass wir diejenigen sind, die diesen Verstand geschaffen haben, und dass er kein Recht hat, uns zu kontrollieren. Viele Leute versuchen, den Verstand zu kontrollieren. Es gibt diese Art zu sagen, dass ich meinen Verstand jetzt kontrolliere. Versucht zu verstehen: wie wollt ihr den Verstand kontrollieren? Nur durch den Verstand! Entweder durch das Ego oder durch Konditionierungen. Ihr habt keine Mittel, den Verstand zu kontrollieren, denn es ist der Verstand, den ihr erschaffen hat, und der ist einfach da und ihr könnt ihn nicht kontrollieren, auch wenn ihr vielleicht denkt, ihr könntet es. Ihr müsst jenseits dieses Verstandes gehen und um das zu tun, ist die größte Hilfe das Erwecken der Kundalini, denn sie passiert eure limbische Zone, durchstößt eure Fontanelle und trägt euch einfach weg, heraus, in den Bereich der Wirklichkeit. Und das Yoga findet statt zwischen eurem Gehirn, eurem Herzen, mit dieser alles durchdringenden Kraft. Sie ist diejenige, die verbindet, sie ist diejenige, die es tut. Viele Leute machen Sahaja Yoga, das weiß ich, aber es ist manchmal schwer für sie, wirklich in Meditation zu kommen und dieses gedankenfreie Bewusstsein zu etablieren, das ein extrem wichtiger Zustand ist, den ihr alle erreichen solltet.
Es gibt so viele Sahaja Yogis und ich bin froh zu wissen, dass sie immer tiefer werden. Aber so lange sie im Durcheinander ihres Verstandes sind, können sie keinen Fortschritt machen. Alles, was aus dem Verstand entstanden ist, hat keine Wirklichkeit, ist sehr begrenzt und ist manchmal auch sehr abstoßend. Denn mit diesem Verstand beginnen Leute zu denken, ich bin dies oder jenes. Angenommen ihr bekommt einer Position, vielleicht die des Gouverneurs, dann denkt ihr, ihr könnt machen was ihr wollt, weil ihr jetzt der Gouverneur seid. Dieser Verstand weiß nicht, dass ihr es geworden seid, aber dass ihr es nicht seid. Dieser Gouverneur- Posten bestimmt euch, nicht ihr bestimmt den Gouverneur-Posten. Wenn diese Ideen erst einmal in eueren Kopf kommen, benehmt ihr euch in einer Art, wie ihr es nicht tun solltet. Sogar unter Sahaja Yogis beginnen die Leader manchmal zu denken, „Ah, ich bin ein Leader“. Es ist ein Mythos, ein absoluter Mythos, Leadership in Sahaja Yoga ist ein absoluter Mythos. Aber wenn sie wissen, dass sie Leader sind, werden sie absolut achtsam und voll mit Gedanken. Gedanken, wie sie dominieren, wie sie kontrollieren können. Wenn sie anfangen, andere zu kontrollieren, dann müsst ihr wissen, dass es der Verstand ist, der ihnen sagt, andere zu kontrollieren. Warum sollten sie euch kontrollieren? Wenn ihr wirkliche Sahaja Yogis seid, gibt es keinen Grund euch zu kontrollieren oder zu manipulieren. Wenn die Aufmerksamkeit erst einmal jenseits des Verstandes geht – nur die Sahaja Yogis werden diesen Punkt klar verstehen – wenn dieser Verstand jenseits der Gedanken geht, dann ist die Manipulation der Aufmerksamkeit sehr wichtig. Was immer ihr dann manipuliert, – das heißt ihr richtet eure Aufmerksamkeit auf dieses oder jenes, – ihr werdet erstaunt sein, wie dynamisch ihr werdet, wie effektiv und wissend ihr werdet. Denn wenn ihr diese Aufmerksamkeit erst einmal auf alles richten könnt, was ihr wollt, dann ist sofort ein Licht auf dieser Sache, auf diesem Thema auf dieser Person, und ihr könnt sehen, wie es funktioniert, wie es hilft. Ihr sagt,“
In Sahaja Yoga, Mutter, gibt es viele Wunder mit Deiner Aufmerksamkeit“, dem stimme ich zu. Aber eure Aufmerksamkeit ist auch ziemlich fähig, Dinge zu tun, die normale Leute nicht tun können. Denn jetzt ist eure Aufmerksamkeit erstens gereinigt, und zweitens ist sie beeinflusst von der Göttlichen Kraft und manifestiert ihre Fähigkeiten.
Aber vorher habe ich gesehen, dass Leute zu Sahaja Yoga kommen und klagen, “ Mutter, dies passiert, jenes passiert, mein Vater ist krank, mein Bein tut weh, meine Hand schmerzt,“ alle möglichen Sachen. Nicht nur körperlich, auch mentales und alle möglichen Dinge gehen vor sich. Manchmal schreiben sie mir solche langen Briefe, ich weiß gar nicht, wie ich sie lesen soll. Es gibt keinen Grund, so viel zu schreiben. Aber sie tun es, denn in jenem Zustand reagieren sie noch und sie wissen nicht, was sie tun sollen. Sie gehen so weit, dass sie denken, Sahaja Yoga sei eine Art Vertrag: „Jetzt bin ich zu Sahaja Yoga gekommen, jetzt muss ich dies bekommen, jenes muss passieren.“ Sie kommen nur zu Sahaja Yoga, weil sie denken, es ist ein Vertrag und dies und jenes muss passieren. Solch ein Benehmen ist nicht das eines Sahaja Yogis.
Sahaja Yogi heißt in Sanskrit “ tatast“, das ist ein sehr gutes Wort, das ich versuchen werde, zu erklären, aber es kann nicht wirklich übersetzt werden. Es meint denjenigen, der am Ufer steht, am Ufer und beobachtet. Das ist der Zustand, in dem ihr euch befinden müsst. Davon werdet ihr nicht zu einer Person, die nicht effektiv ist – ihr werdet extrem effektiv. Wenn es solche Leute gibt, können so viele Dinge passieren, dass ihr es nicht glauben würdet. Kriege können enden, Frieden kann sich ausbreiten, schlechte Menschen werden bloßgestellt werden. Jetzt, da es so ein weites (en masse) Ausarbeiten von Sahaja Yoga gibt, sollten Sahaja Yogis keinerlei Konflikte miteinander haben. Manchmal sehe ich immer noch so etwas, und ich bin erstaunt, wie Sahaja Yogis andere Sahaja Yogis oder Leader kritisieren können, während sie selbst Probleme haben. Wenn ihr erst einmal jenseits des Verstandes geht, werdet ihr automatisch introspektiv und fangt an zu sehen, was mit euch selbst falsch ist, mit eurem eigenen Verstand. Steht also besser vor dem Spiegel, oder ihr könnt auch einfach die Augen schließen und sagen, „Nun, Herr Verstand, was tust du? Was ist los mit dir?“ Schau dich selbst an und frage den Verstand, „Was ist los mit dir?“ Das ist der Weg, wenn ihr erst einmal da heraus seid, ihn zu kontrollieren.
Ich bin hier, um meinen Geburtstag zu feiern und ich bin eigentlich ziemlich alt , aber ich denke nicht so, denn ich denke nicht. Man muss jenseits sein, jenseits des Verstandes. Immer an sich selbst zu denken, oder an Dinge, die euch nicht betreffen, und euren Verstand in Unruhe versetzen, das ist heutzutage wirklich gefährlich. Um eure Gedanken zu stoppen, solltet ihr in Sahaja Yoga aufhören, etwas zu lesen. Denn was passiert, wenn ihr zu lesen beginnt, ist, dass ihr anfangt, Gedanken von dem Buch zu sammeln. Ich habe viele Leute gesehen, deren Verstand aus nichts anderem besteht, als aus Büchern von anderen, oder den Worten von anderen, oder Zitate von anderen, sie selbst sind nirgends, man kann sie nicht finden. Sie sind alle verirrte Leute, „Dieser sagt das und jener sagt das…“.
Als ich dieses Buch geschrieben habe, von dem ihr alle wisst, sagten sie, „Aber Mutter, Plato sagte dieses und Rousseau sagte jenes“. Ich sagte, sie sagten, was immer sie wollten – ich sage, was ich weiß. Warum sollte ich mich auf sie beziehen? Ich muss nicht in die Büchereien gehen und nachlesen, was Rousseau gesagt hat und was Plateau sagte. Was ich weiß, was immer ich gesehen habe in meinem Leben, das sollte ich schreiben. Klar und deutlich, ohne daran zu denken, was andere zu sagen haben, was andere beschrieben haben.
Und dieser Verstand hat auch noch ein anderes großes Problem: alles, was schwarz auf weiß niedergeschrieben ist, wird zur Bibel. Dadurch wird alles, was vorher getan wurde, zu etwas Großartigem. Jetzt gibt es keinen Christus, keinen Mohammed und es gibt heute keinen Abraham, keinen Krishna, keinen Rama. Aber sie denken darüber nach, was Krishna sagte, was Rama sagte, die Gita sagt das und das, in der Gita hat er kein Wort über die Kundalini gesagt, also warum spricht Mutter über die Kundalini? Man könnte auch sagen, dass man nicht weiß, wer die Gita geschrieben hat, nicht Shri Krishna, und Christus hat nicht die Bibel geschrieben, der Koran wurde nicht von Mohammed geschrieben. Warum sollten wir uns also um das sorgen, was sie gesagt haben? Stattdessen solltet ihr die Erfahrung machen, von der jeder gesprochen hat: dass ihr wieder geboren werden müsst, das hat jeder gesagt. Es hat auch jeder gesagt, dass ihr über euren Verstand hinausgehen müsst. Warum macht ihr das nicht, und schaut dann selbst? Aber die Menschen mögen es, sich zu identifizieren: wenn Christen zu Sahaja Yoga kommen, sind sie immer noch glücklich, wenn es um Christus geht; wenn es Hindus sind, sollte es um Krishna gehen oder Rama; wenn es Muslims sind, sollte es um Mohammed oder Fatima gehen. Anders können sie da nicht heraus kommen, es ist sehr schwierig. Ihr Verstand ist von klein auf so gemacht worden, „Du bist Muslim, du bist Muslim, oder du bist Christ, du bist Christ““ also glauben sie es. Angenommen, ihr wäret in einer anderen Religion geboren, was wäre dann passiert? Ihr wäret nichts anderes. Aber dieser Verstand wurde mit diesen Ideen voll gestopft, die sich in eurem Kopf festgesetzt haben, und so kommt es, dass ihr ohne Freiheit seid. Ihr seid gebunden durch diese Konditionierungen. Und das ist es, was ich auch unter Sahaja Yogis finde, eine sehr starke Konditionierung, dass sie entscheiden, dass dies oder jenes gut oder böse ist . Schaut selbst, z.B. wenn ich über Guru Nanak spreche, dann sind die Sikhs sehr glücklich. Aber wenn ich über Christus rede, sind sie nicht glücklich. In Puna habe ich über Christus geredet und sie sagten, „Sie versucht, alle zur Christenheit zu bekehren“. Und als ich in London über Shri Krishna sprach, sagten sie, „Sie macht alle zu Hindus“. Diese Identifikationen, die wir haben, sind von Geburt an so intensiv, und all diese Ideen sind immer noch da und wir sind nicht frei davon.
Das heißt nicht, dass wir nicht Vertrauen in all diese Menschen setzen sollten. Sie waren alle großartig, wir haben großen Respekt vor ihnen und wir verstehen sie. Aber zuerst müsst ihr frei sein, frei sein, sie zu kennen. Euer Verstand sollte frei sein. Es sollten nicht die Injektionen sein, die sie in euren Kopf gesetzt haben, dass ihr die Essenz nicht mehr sehen könnt. Darum genießen sie es auch nicht; ich habe gesehen, dass einige es genießen, andere nicht. Um ein freier Mensch zu werden – denn Sahaja Yoga gibt euch vollständige Freiheit und auch den vollständigen Sinn für Freiheit, so dass ihr die Freiheit von anderen respektiert. Im Großen und Ganzen versteht ihr, was Freiheit ist. Falls das nicht funktioniert, dann würde ich sagen, dass Sahaja Yoga keinen Sinn hat. Denn es sollte so funktionieren, dass ihr all diese Konditionierungen, die ihr hattet, hinter euch lasst.
Nun kommen wir zu unserem zweiten Feind: Herr Ego. Das ist ein anderes Problem und arbeitet sehr schnell in vielen Ländern, wo das Ego bereits da ist. Seht diese Ballons an, wenn sie bereits aufgeblasen waren, dann ist es sehr einfach, sie wieder anschwellen zu lassen, aber wenn sie noch niemals groß waren, dann ist es schwierig: man muss sie an die Pumpe anschließen, sonst funktioniert es nicht.
Dieses Ego kommt von verschiedenen Arten des Ärgers und ihr werdet überrascht sein über die Missbildungen unserer Chakras. Für einige Leute ist Geld sehr wichtig: wir müssen Geld machen, auf die eine oder andere Weisen, wenn wir kein Geld machen, warum sind wir dann in Sahaja Yoga? Geld ist sehr wichtig. Wir leben ohne Zweifel in einer Welt, die auf Geld ausgerichtet ist. Aber ich habe euch gesagt, wo liegt der Sinn, wenn man Geld hat, das euch zu einem Dummkopf macht? Seht euch die Länder an, die so am Geld orientiert sind und die als so reich angesehen werden. All die skandinavischen Länder, die Schweiz, was sie auch getan haben, um dieses Geld zu haben, spielt keine Rolle, aber sie haben Geld. Junge Leute begehen schon Selbstmord, es ist wie ein Wettbewerb. Warum? Es bedeutet, dass Geld kein Glück bringen kann. Geld, Geld, Geld, wenn das auch in euren Kopf kommt, dann könnt ihr kein Sahaja Yogi sein. Das Geld ist für euch da, damit ihr es dazu benutzt, eure Liebe auszudrücken.
Ihr geht in einen Laden und seht etwas: „Oh, das wäre sehr schön um es dieser oder jener Person zu schenken“, so denkt ihr. Es ist ein sehr schönes Gefühl, ah, ihr könnt es dieser Person geben, sie braucht es sehr. Wenn euer Verstand umgedreht ist, ich meine, wenn ihr gedankenfrei bewusst seid, dann werdet ihr etwas kaufen, das Freude gibt, etwas künstlerisch Wertvolles, etwas Schönes, etwas Brauchbares für diese Person. Ihr werdet einen Verstand haben, der voller Großzügigkeit ist und sich daran erfreut. Er wird euch immer wieder dahin führen, eure Aufmerksamkeit auf Dinge zu geben, mit denen ihr anderen Freude bereiten könnt: Kleinigkeiten, es müssen keine teuren Sachen sein. Wenn ihr Geld habt, dann gebt es lieber für Sachen aus, die ihr verschenken könnt, mit denen ihr eure Liebe, eure Dankbarkeit ausdrücken könnt, euer „tatast“.
Es ist erstaunlich, wie die Leute diesen Sadhus und Babas so viel Geld geben. Denn ich denke, sie meinen, um ihren (…shraddha) zu befriedigen, müssen sie Geld geben, also geben sie es. Sie haben keinen Sinn für Geld, für sie ist es nichts als Geld.
Heutzutage ist der schlimmste Teil des Egos das Geld, denke ich. Ich habe Leute gesehen, die sehr reich sind, die als Geschäftsgrößen gelten und so. Sie müssen mich allein treffen: „Ich werde kommen, Mutter, um Dich zu sehen“. Aber sie sind nutzlose Leute, absolut nutzlos. Sie kommen und erzählen mir, „Ich habe Verluste mit diesem und mit jenem, kannst Du uns helfen?“ Ich habe ihnen einfach nichts gesagt. Aber sie sagten, „Mutter, durch Deinen Segen geht es uns besser“. Vielleicht ist es so, aber es ist dumm. Wie LaoTse beschreibt, wie man durch den Yangtse – Fluss geht, ist es so schön an den Ufern, man sieht wunderschöne Szenen. Aber es ist besser, im Boot zu sein und den Ozean zu erreichen. Genauso ist es, angenommen, wir wollen ein Flugzeug erreichen, und unterwegs sehen wir etwas Schönes am Straßenrand und wir steigen aus, wie können wir dann das Flugzeug erreichen?
Die Nebeneffekte dieses Verstandes sind also, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf falsche Dinge legen und unsere Energie damit verschwenden. Letztendlich sind wir nicht glücklich. Ihr wisst, dass Wüsche im allgemeinen nicht zu befriedigen sind. Es ist die Liebe, die ihr gebt, und die Liebe, die ihr erhaltet. Es ist nicht eine Liebe, die in irgendetwas verwickelt ist, mit einer Absicht oder einer Vorstellung. Sondern diese Liebe, die reine Liebe, nur zu fühlen, in euch und in anderen, ist das größte Geschenk des Göttlichen. Ihr werde herausfinden, dass alle anderen Dinge nutzlos sind. Ihr seht es jeden Tag: heute wollt ihr ein Auto, habt es, dann wollt ihr ein Haus, habt es, aber jetzt kümmert euch das Auto nicht mehr, jetzt wollt ihr ein Haus. Habt ihr das Haus, seid ihr immer noch nicht zufrieden, dann wollt ihr etwas anderes und noch etwas anderes.
Der Wunsch, der zufrieden stellend ist, ist die Liebe, die reine Liebe, die ihr für andere fühlt und andere für euch empfinden.
Wir haben auch noch viele andere Konditionierungen des Ego. In unserem Land, Indien, ist es das größte Ego, die Ehefrau zu dominieren. Ich habe gesehen, wie die Leute ihre Frauen gequält haben, ihre Ehefrauen, die Kinder anderer, nur weil sie denken, „Ich bin ein Mann“. Was habt ihr davon? Ihr könnt davon keine Freude bekommen, ihr könnt niemals voller Freude sein. Wenn ihr versucht, eine andere Person zu dominieren, könnt ihr niemals voller Freude sein, niemals. Es geht nur durch Liebe und sich hingezogen fühlen und sich kümmern, dass ihr die Freude fühlen könnt, denn Freude hat diese Symptome. Freude ist nicht Dominanz oder Fordern, dies sind nicht die Anzeichen dafür, freudvoll zu sein. Ein freudiger Mensch ist derjenige, der es genießt, sich um andere zu kümmern, zu lieben, freundliche Beziehungen zu haben. Und dies ist ein anderer Punkt, den ich besonders im Norden gesehen habe, vielleicht kommt es durch die Muslims, oder was es auch ist, im Norden sind die Männer ihren Ehefrauen gegenüber extrem dominant . Sie beleidigen die Frauen auch sehr. Jetzt sind die Frauen hier auch extrem dominant geworden. Natürlich hat die Aktion eine Reaktion. Dieses ist eine falsche Vorstellung und diese Reaktion sollte sich einfach in dem Gefühl der reinen Liebe auflösen, dem Ozean des Mitgefühls.
In den Straßen von Delhi sehe ich z.B. so viele Bettler, kleine Kinder schon, nun, das Gefühl das ich dabei bekomme, ist nicht, dass ich mit ihnen schimpfe oder ärgerlich über sie werde. Mag sein, dass sie betrügen oder rauben – jeder betrügt, auch die, die viel Geld haben, was macht es also, wenn diese armen Leute betrügen, das macht nichts- sondern das Mitgefühl ist in mir so angelegt, dass ich denke, „Lass mich einen Platz finden irgendwo, dass all diese Leute, die auf der Straße sind, hingebracht werden können und ihnen alles gegeben werden kann, alle Hilfe.“ Und vielleicht werden aus diesem Sumpf von Unglück und Armut viele Lotusse herauswachsen. Aber dieses Gefühl muss kollektiv sein. Ich spüre, dass dies der Weg wäre, die Probleme Delhis zu lösen. Aber das bedeutet nicht, dass andere Sozialarbeiter – ich habe einige Sozialarbeiter getroffen, und ich war erstaunt, dass es nur ums Ego ging und es nichts mit Sozialarbeit zu tun hatte. Es gab keine Tiefe in ihrer Aufmerksamkeit, sich um diese Leute zu kümmern.
Wir alle können dieses großartige Gefühl von Liebe und Mitleid haben, wir alle können es und wir können es ausarbeiten. Einer meiner Wünsche ist: wenn es zu einem Wunsch von euch allen wird, dann wird es ausarbeiten. Das ist sehr wichtig, sie sind auch menschliche Wesen und wir müssen uns um sie kümmern. Aber dafür solltet ihr nicht denken, „Ich werde der Präsident sein, “ oder ähnliches, all diese Gedanken sollten aus dem Kopf ganz verschwinden, sonst seid ihr nicht frei, ihr seid nicht frei. Es gibt einen netten Witz darüber: Jemand wollte den Minister treffen, und der Private Sekretär empfing die Leute und war sehr ärgerlich über sie. Und jemand fragte: Wer sind Sie? Und er sagte, „Wissen Sie nicht, ich bin p.A.“. „Ah, peer, oh“, das heißt, man ist betrunken. „So ist das, dann sagen wir nichts mehr.“
Eine Person mit Ego benimmt sich eben wie eine Person, die Ego hat, das heißt wie ein Betrunkener kann man sagen, manchmal sogar wie ein Irrer, wirklich wie ein Irrer. Manchmal muss man sie mit einem … treffen, ich habe euch schon gesagt, dass man mit manchen von denen, die Friedenspreise bekommen haben, mit dem … sprechen muss, denn sie könnten dich anspringen wie ein Katze, oder wie ein Leopard. Man weiß nicht, wie sie sind. Ich weiß nicht, wie sie diese Friedenspreise bekommen haben, aber sie haben sie.
Der Frieden ist also innerhalb von uns. Und dieser Frieden muss erhalten werden und beschaulich sein. Wir müssen sehen, sind wir friedlich? Oder reagieren wir? Falls wir reagieren, sind wir nicht friedlich. Aber die Leute sagen, „Ja, ja ich bin sehr friedlich, aber ich muss reagieren“. Aber dann seid ihr nicht friedlich. Tretet euch selbst ehrlich gegenüber und schaut selbst, ob ihr friedlich seid. Wenn ihr friedlich seid, wird dieser Frieden sich überall ausbreiten. Es wird anderen helfen und ihnen körperlichen, mentalen, emotionalen und spirituellen Frieden geben. Ihr habt also eine große Verantwortung, in Sahaja Yoga. Es ist nicht einfach ein Zertifikat oder Mein Abzeichen, dass ihr ein Sahaja Yogi seid.
Ich möchte auch, dass die Frauen sich um diesen Punkt kümmern, denn meist sehe ich nur, dass die Frauen sich um ihre Kinder sorgen, um den Job des Ehemannes, etc., aber sie sorgen sich nicht um andere, um Leute, die um sie herum sind. Sie müssen auch mehr den Sahaj-Lebensstil annehmen, in welchem sie ihre Liebe und Aufmerksamkeit auf andere Leute ausdehnen und sehen, wie sie andere zufrieden stellen können. Dies ist in den westlichen Ländern nicht der Fall. Ich denke, sie wussten bisher nicht, dass man andere ohne einen Grund oder eine Belohnung zufrieden stellen sollte. Wenn man jemandem ein Geschenk gibt, sagt er, „Oh, was willst du? Du willst Kaffee oder was?“ Sie können nicht verstehen, dass jemand seine Liebe ausdrücken will.
Dies könnte sich jetzt ändern, weil es Sahaja Yogis gibt und sie andere Menschen sind. Aber was ich vorher gesehen habe war so erstaunlich, sie dachten, es ist eine Schwäche, Geschenke zu geben, weil sie sich schwach fühlen. All diese Vorstellungen ändern sich jetzt im Westen. Wir sollten auch nicht diese dummen Ideen übernehmen, dass wir Menschen kontrollieren können, indem wir Dinge oder Versprechungen geben. Tatsächlich müssen wir uns selbst kontrollieren und diese Kontrolle wird möglich, wenn ihr eurem Verstand nicht erlaubt, euch zu kontrollieren. Diese Kontrolle ist die vollständige Freiheit.
Nehmt z.B. ein Flugzeug, das perfekt gebaut ist, absolut in Ordnung ist, nur dann kann es fliegen. Genauso werdet ihr keinerlei Schwierigkeiten haben, mit irgendwelchen Problemen, Umständen oder Personen zurechtzukommen, wenn ihr perfekte Sahaja Yogis seid. Es gibt viele Sahaja Yogis im Westen, die sagen, „Mutter, wir wollen keine aktive Arbeit übernehmen, weil sich unser Ego entwickeln wird.“ Sie denken, dass ihr Ballon bereits so aufgeblasen ist, dass sich ihr Ego vergrößert wenn sie eine Arbeit übernehmen. Also wollen sie es nicht. So ist es nicht, es ist die Liebe, ihr arbeitet für die Liebe. In euch ist so ein Ozean der Liebe, wie könnt ihr ohne ihn auskommen? Und dies muss auf jeder Ebene funktionieren, ob es eure Familie ist, eure Stadt, euer Land, oder die ganze Welt. Dies ist die neue Generation, die wir erschaffen müssen, eine Generation von Menschen, die an die Liebe glauben, die die Wahrheit ist. Ohne Liebe kann man keine Wahrheit haben, denn wenn man jemanden liebt, weiß man alles über diesen Menschen. Genauso weiß man alles über sein Land, wenn man es liebt. Aber zuerst muss man lieben.
Warum haben die Menschen jetzt solche Probleme? Weil sie ihr Land nicht lieben. Wenn ihr euer Land liebt, dann werdet ihr die Essenz und die Probleme eures Landes kennen, und wissen, wie es darum steht. Und dieses intensive Gefühl von Einheit selbst wird ausarbeiten, denn schließlich seid ihr mit dem Göttlichen verbunden. Aber mit Intensität solltet ihr all diese Dinge empfinden, die so destruktiv und problematisch sind in unserer Zeit.
Ich möchte euch noch einmal dafür danken, dass ihr diesen Geburtstag feiert und für all die Süße, die ihr mir erweist. Ihr seid für mich wie diese schönen Blumen, die euch ständig glücklich machen wollen. Genauso sehe ich euch vor mir: schöne Blumen, mit dem Duft der Göttlichkeit. Ich hoffe, ihr werdet alle euren eigenen Wert verstehen und es ausarbeiten.
Möge Gott euch segnen!