Shri Hanumana puja 1999

Pune (Indien)


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Shri Hanumana puja. Pune (India), 31 March 1999.

Heute feiern wir ein Shri Hanuman Puja. Was gibt es über Shri Hanuman zu sagen? Mächtig war Er und viele Qualitäten hatte er. Eine davon ist zum Beispiel Seine Hingabe. Wenn Menschen Macht erlangen, sagen wir meistens, sie sind auf die rechte Seite gegangen. Sie halten sich für etwas Besseres und stellen sich über alle anderen. Aber Hanuman war eine besondere Deität und er hatte besondere Qualitäten. Er war sehr mächtig und stark, aber gleichzeitig war Er absolut im Gleichgewicht und voller Bhakti. Seine Hingabe und seine Kraft waren gleich stark. Und so sorgte er stets dafür, in Balance zu sein. Er lebte in dieser Balance. Es ist wichtig, das zu verstehen. Wenn wir in Sahaja Yoga die Realisation und damit viele Kräfte bekommen, kommen wir ins Gleichgewicht. Wir lieben, und mit Hilfe unserer Liebe, mit Hilfe der Kraft der Liebe machen wir unsere Arbeit.

Hanuman war äußerst mächtig. Er hatte göttliche Kräfte. Er hatte die Kraft von Navadh, die Garima und Laghuma heißen. Er konnte sich so groß und so klein machen, wie er wollte. Anima – er konnte sich unendlich klein machen. Alle diese Kräfte erhielt er dank seiner Hingabe. Das zeigt, dass Demut und Kraft ein und dasselbe sind. Wer über innere Kraft verfügt aber keine Demut hat, wird zum Rakshasa. Wer innere Demut hat aber keine Kraft, verliert den Verstand. Dazwischen sind diejenigen, die in der Mitte sind. Wer im mittleren Kanal ist, hat sowohl Kraft als auch Demut. Und jede Zelle Seines Körpers war davon erfüllt.

Dank dieser Besonderheit wird in unserem Land und in vielen anderen Ländern Bairang Bali zu sehr verehrt. Ich war erstaunt zu sehen, dass in anderen Ländern Kinder, wenn sie malen, fast immer Hanuman malen.

Seine zweite Besonderheit war, daß er zur Hälfte ein menschliches Wesen und zur Hälfte Affe war. Es war eine sehr gute Kombination aus Mensch und Tier. Wir haben im Laufe unserer Evolution vieles hinter uns gelassen– Er hat sich Liebe und Mitgefühl bewahrt.

Schüler müssen ihrem Guru gegenüber „Sewak“ sein, das heißt, wie ein Hund. Ein Hund hat die Eigenschaft, er ist wie ein absolut demütiger Schüler, der einen Guru angenommen hat, und außer diesem Guru gibt es keinen anderen Meister für ihn. Zu jeder Sekunde ist er bereit, alles für seinen Meister zu tun.

Wir müssen dieses lebendige Wesen, das im Laufe der Evolution heranreift, verstehen. Das, was Er erkennt (?) ist Param Bhakti. Das heisst, Bhakti ist von Geburt an in uns angelegt. Die Samen des Bhakti wurden schon viel früher in uns gesät, als wir von unserer Entwicklung her noch keine Menschen waren. Schon damals wurde Bhakti vollständig in uns angelegt. Nehmt irgendein Tier, schenkt ihm ein wenig Liebe und es wird für immer bei euch bleiben. Es wird euch schätzen. Es wird euch lieben. Bestimmt habt ihr schon Geschichten über Pferde gehört, die, wenn der Reiter stürzt oder sich schlecht fühlt, sich vor diesem niederknieen, damit er wieder aufsitzen kann. Es gibt viele solcher Geschichten. Von Elefanten heisst es, ihre Hingabe sei unglaublich. Ein Elefant macht seinem Herren niemals Probleme. Und wenn irgendein Tier – sei es ein Löwe oder irgendein anderes großes Tier – seinen Herren angreift, gibt er sein Leben, um ihn zu beschützen, er läßt nicht zu, daß sein Herr auch nur berührt wird.
So sind die Beziehungen zwischen Tieren und ihren Herren. Diese Beziehungen sind aber auch in uns angelegt, und die Kraft einer solchen Beziehung zeigt sich beim Elefanten nur durch seine Liebe und sein Bhakti.

Wir sagen, Sahaja Yoga sei die Arbeit der Göttlichen Liebe. Das ist so. Aber wenn diese Arbeit stattfindet, ist diese Kraft in uns – ob wir es wissen oder nicht, ob wir es fühlen oder nicht. Sie ist in uns, und diese Kraft ist eine Göttliche Kraft. Jemand höheren annehmen oder ihn verehren – all das ist ein Zeichen dafür. Wenn wir unseren Guru annehmen, haben wir sowohl innere Mahima als auch die Kraft des Gurus. Denn Bhakti und Kraft sind nicht zwei verschiedene Dinge, es ist ein und dasselbe. Man kann sagen, wenn wir die Kraft in der rechten Hand halten, so halten wir Bhakti in der linken.

Diese Kombination von Bhakti und Kraft kommt in Shri Hanuman wunderbar zum Ausdruck. Er zog aus, um die Stadt Ravannas, Lanka, zu verbrennen. Gleichzeitig fiel er nieder vor Sitaji, und Sitaji sagte zu ihm: „Nein, du bist mein Sohn. Ich kann mir nicht die Kraft meines Sohnes zunutze machen. Mein Mann muß kommen und diese Person töten. Wenn er ihn tötet, kann ich zu ihm zurückkehren“. Hanuman kam heimlich dorthin und sagte: „Gut“. Er hätte sie einfach wegtragen können. Dazu hatte er die Kraft. Aber er sagte: „Wenn Mutter das sagt, so soll es so sein“. Danach fand ein großer Kampf statt, er war notwendig.

Auch Shri Rama hat ganz eigene Qualitäten. Er war sehr mächtig und sein Pfeil traf immer ins Ziel. Bestimmt wisst ihr, was er während der Hochzeitszeremonie (Sita Svajamvar) getan hat. Aber als die Reihe an Ravanna kam, verzieh er ihm nicht. Er tötete ihn.

Tulsidasji beschreibt das sehr schön. Wie Shri Rama immer und immer wieder neue Pfeile zog und wie die Köpfe von Ravanna einer nach dem anderen fielen und immer wieder neu erschienen. Sie fielen und erschienen wieder. Lakshman sagte: „Was machst du denn? Schieße ihm ins Herz. Sobald du ihn ins Herz triffst wird er tot sein. Wie soll er sonst sterben? Er kann nicht sterben. Du mußt ihn dreimal ins Herz treffen. Darauf folgte die so treffende Antwort von Shri Rama. Er war seinem Wesen nach ein Zweifler, ein großer Zweifler, auch wenn er Shri Rama war. Auch wenn er er der stärkste und mächtigste Mensch war. Er sagte: „Im Herzen von Ravanna befindet sich meine Sita. Deshalb kann ich nicht in sein Herz schießen. Seine Köpfe fallen immer wieder aufs Neue und sobald seine Aufmerksamkeit aus dem Herzen weggeht, werde ich ihn mit einem Pfeil erschießen. Immerhin hieß es von ihm, dass er immer mit einem Schuß trifft.
Seht wie schön, wie sanft er in dieser einfachen Liebe eines Ehemannes zu seiner Frau war. Er war der Ozean der Kraft und gleichzeitig so voller Liebe!

Es gibt viele Geschichten über Hanuman, die bestätigen, dass er ein Ozean der Liebe war. Dennoch zögerte er nicht, diejenigen zu töten, die andere quälten und verdarben. Bairang Balis Qualität war einerseits die Hingabe, andereseits seine Kraft. Er wusste, dass Ravanna nur das Feuer fürchtet, deshalb ging er nach Lanka und zündete es an. Aber in Lanka kam niemand im Feuer zu Tode. Niemand verbrannte. Auch Ravanna nicht. Niemand verbrannte, aber die Menschen konnten dank des Feuers plötzlich sehen, welche Sünde Ravanna begeht. Denn zuvor waren die Leute mit allem, was Ravanna tat, einverstanden. Sie sagten: „Ravanna ist nun einmal Ravanna – was auch immer er will, es ist nun einmal sein Wunsch. Er konnte tun und lassen, was er wollte. Wer sind wir, dass wir ihn aufhalten können? Schließlich ist Ravanna eben Ravanna.“ Aber – und das war sehr klug – als Lanka brannte konnten die Menschen verstehen, dass das sehr gefährlich ist. Denn wenn Lanka brannte, konnten auch sie verbrennen. Eine Eigenheit des Feuers besteht darin, dass es nach oben strebt, und nicht nach unten. Und alle schauten nach unten, wie es brannte, brannte, brannte. Ganz Lanka verbrannte, aber kein Mensch kam dabei um. Sie sollten nur erschreckt werden, um verstehen zu können, dass das, was Ravanna tat, eine große Sünde war.

Das war Hanumans Werk . Soviel Verstand und Balance hatte Bairang Bali! Wir müssen das unbedingt sehen. In der Geschichte sehen: Je mächtiger jemand war, desto stärker war auch seine Liebe.

Ein Beispiel ist auch Shivaji. Er war sehr mächtig, hatte aber gleichzeitig größten Respekt für andere, war äußerst mitfühlend und hatte sich innerlich völlig unter Kontrolle.

Wenn sich dieses Gleichgewicht in euch etabliert, dann seid ihr ein Sahaja Yogi. Die Tatsache, dass ihr Kraft bekommen habt, heisst nicht, dass ihr nun eure Liebe und euer gutes Benehmen sein lasst. Aber wenn ihr mächtig seid, bedeutet das, dass ihr zu Beschützern werdet, Beschützern der Hilflosen, Armen, Unglücklichen, Leidenden, all derer, die in Not sind. Mit Menschen, die belästigen, quälen, den anderen das Leben schwer machen müsst ihr nichts zu tun haben. Ihr gebt nur ein Bandhan und der Kopf wird ihnen zurechtgerückt.
Dafür müsst ihr die Kräfte, die ihr bekommen habt, nutzen. Es muss Schluss sein mit allen grausamen Menschen.

Aber wir haben für unsere Kraft keine Keule und kein Schwert wie Hanuman sie in der Hand hält. Die Keule ist nicht äußerlich, sondern innerlich vorhanden. Versteht, dass euer Feind, derjenige, der euch Sorgen bereitet, „geschlagen“ wird, egal ob ihr eine Keule in der Hand haltet oder nicht. Ihr seid absolut in Sicherheit, und mit euch auch die anderen Sahaja Yogis. Sie sind ebenfalls in Sicherheit.

Die Hand Bairang Balis ist sehr stark. Ihr wisst nicht, wo Er steht. Vor oder hinter euch. Und er hat das Verhalten eines Kindes. Er ist sehr rein, sehr einfach und er ist sehr klug. Er hat alle Arten von Qualitäten. Er ist überaus weise und sehr klug. Heutzutage ist der Verstand einfach nutzlos. Aber dieser Verstand analysiert alles vom Standpunkt der Liebe und des Verständnisses aus. Ein Beispiel dafür sind Shri Ganesha und Shri Hanuman. Beide sind sie mächtige Deitäten. Allerdings gibt nur Ganesha kühle Vibrationen. Aber beide bestrafen sehr streng, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Sahaja Yogis müssen niemanden töten. Stellt euch vor, dass beide die ganze Zeit bei euch sind. Wenn euch jemand belästigt, sind eure Beschützer an eurer Seite. Oft habt ihr gehört, dass Minister, wenn sie auf Reisen gehen, Body Guards dabei haben. Sahaja Yogis haben immer Body Guards bei sich, und es gibt noch einen zusätzlichen Sicherheitsdienst: die Ganas. Sie haben ganz andere Aufgaben. Sie erfüllen die kleinsten Pflichten und melden dies Shri Ganesha, denn Er ist Ganapati. Sie berichten ihm, was vorgefallen ist, wo das Problem ist und von wo ihr angegriffen werdet. Ihr merkt vielleicht gar nicht, wie euch jemand heimlich angreifen will. Dann sind die beiden Deitäten, die immer bei euch sind, aktiv. Ganapati spricht davon und Hanuman beginnt zu handeln.

Sahaja Yogis müssen deshalb nichts fürchten. Egal, was ist. Sie brauchen keine Angst zu haben.

Ich möchte euch eine erstaunliche Geschichte erzählen. Bestimmt habt ihr davon gehört, dass Amerika auf eine Stadt Bomben geworfen hat, weil man der Meinung war, dort würden irgendwelche Vorbereitungen getroffen. Das Ganze fand in Afrika statt. Dort lebten auch ein paar Sahaja Yogis. Die Amerikaner warfen die Bomben und alle Menschen, die dort lebten, kamen um, aber keiner der Sahaja Yogis hatte auch nur einen Kratzer. Sie waren sehr erstaunt. Noch nicht einmal ein Staubkörnchen fiel auf sie. Sie waren noch nie in Cabella gewesen, aber dann kamen sie und sagten: „Mutter, wir wissen nicht, wer uns beschützt hat. Alle Sahaja Yogis wurden gerettet, die anderen kamen ums Leben.“

Es ist in diesem Fall so, dass ihr Gott angenommen habt. Eure Seelen wurden durch Sahaja Yoga erleuchtet. Nur dank dieser Transformation seid ihr große Schüler und mächtige Persönlichkeiten geworden. Jetzt darf sich keiner mehr an euch heranwagen. Ich kann euch tausende von Beispielen nennen, die zeigen, dass euch nach der Realisation in Sahaja Yoga niemand mehr etwas tun kann. Es gab auch früher viele Heilige, die gequält wurden. Aber egal, wie sehr sie gequält wurden, sie wichen von ihrem Weg nicht ab. Und nicht nur das, sie waren auch immer beschützt. Dabei sagten sie Dinge, die andere verärgerten. Die Leute dachten: „Wie können sie nur gegen den König sprechen!“ Sie sagten Dinge, die die anderen richtig zornig machten. Aber dank der Kraft von Hanuman, konnte ihnen niemand etwas anhaben. Es gab einmal einen interessanten Vorfall mit Khavacha Nizzamuddin. Der König befahl ihm, vor ihm nieder zu knieen. Aber er sagte: „Ich werde mich nicht vor dir niederknieen, wer bist du, dass ich das tun sollte?“ Der König wurde daraufhin sehr böse und sagte: „Wenn du nicht innerhalb der nächsten drei Tage vor mir niederkniest, wirst du geköpft.“ Nizamuddin antwortete: „Diesen Befehl kannst du erlassen, aber ich werde mein Haupt nicht vor dir verneigen, denn du bist kein großer Heiliger, vor dem ich das tun würde.“ Der König begann daraufhin mit den Vorbereitungen für die öffentliche Hinrichtung. Aber in der Nacht vor der Hinrichtung wurde der König selbst geköpft. Wie das geschah, weiß niemand.

Wenn es im Laufe der Geschichte nicht solche Vorfälle gegeben hätte, hätte kein einziger Heiliger überlebt. Denn der Hass gegen die Heiligen war so groß und so verbreitet, dass sie alle umgebracht wurden. Aber Gott steht hinter ihnen. Und auf der einen Seite steht Hanuman, auf der anderen Ganesha. Dieser Schutz ist dafür da, dass nichts passiert.

Es gibt eine Geschichte über Rana Pratam aus Mewar. Als er in den Krieg zog, dachten die Soldaten, dass er nicht siegen könne und sagten zu ihm: „Bitte geh wieder nach Hause, wir wollen nicht, dass dir etwas zustößt.“ Er antwortete: „Nein, geht selbst nach Hause, ich gehe weiter, denn alle Ganas sind bei mir.“ Er war ebenfalls ein Sahaja Yogi. „Wenn ihr gehen wollt, geht, aber ich gehe weiter, denn die Ganas sind bei mir.“

Stellt euch vor, wie beschützt ihr seid! Was muss nun aber geschehen mit einem Sahaja Yogi, der seinen Schutz bekommt? Er muss zu einer starken, ruhigen Persönlichkeit werden, die nichts fürchtet. Er läuft niemals vor irgendetwas weg. Er bleibt, wo er ist, und besiegt die Bösen. Ihr müsst nichts tun. Ihr bleibt einfach stehen, und der andere läuft davon ohne zu verstehen, was eigentlich passiert.

Ich habe schon so viele solcher Geschichten von Sahaja Yogis gehört! „Mutter, das ist passiert, Mutter jenes ist passiert.“ Anders wäre es schwierig, Sahaja Yoga in anderen Ländern zu verbreiten. Jetzt, wo Sahaja Yoga selbst in muslimischen Ländern verbreitet wird, könnt ihr verstehen, wie groß die Kraft des Göttlichen ist, diese Kraft, die Liebe ist, und welch große Arbeit sie vollbringen kann.

Aber das heisst nicht, dass ihr gleich im Namen von Shri Hanuman irgendeine Organisation gründen müsst. So war das nie. Heutzutage ist es sehr verbreitet, mit dem Namen von Shri Hanuman, Shri Ganesha oder Mahadeva eine Organisation zu gründen. Dazu besteht keine Notwendigkeit, ihr selbst seid eine solche Organisation. Niemand kann euch etwas anhaben. Niemand kann euch etwas antun. Das ist eines Frage des Selbstverständnisses. Denn in allen Schastren wurde gesagt, Selbstverwirklichung bedeutet, sich selbst erkennen. Was heisst es, sich selbst zu erkennen? Sich selbst zu erkennen heisst, wissen, wer vor euch und was hinter euch steht: Wer euch beschützt. Und voller Liebe und Mitgefühl, beginnt ihr darüber nachzudenken, wie ihr die Menschen jetzt glücklich machen könnt.

Gestern habe ich darüber gesprochen, dass ich der ganzen Welt Glück bringe. Ich erfülle alle mit Freude. Wenn ihr dieses Gefühl bekommt, müsst ihr wissen, dass niemand euch etwas tun kann. Niemand kann euch Schaden zufügen, und ihr müsst nichts dafür tun. Ihr braucht kein Schwert und keine Keule. Sie sind bereits in euch. Sie sind bereits in euch und ihr braucht euch nicht mehr zusätzlich zu bewaffnen.

Es gibt eine lustige Geschichte aus China darüber, wie dort ein Hahnenkampf organisiert wurde. Ein König beschloss, seinen Hahn zu einem Heiligen zu bringen, damit der Hahn dort lernt, wie er in dieser Welt siegen kann, denn Heilige, das sind Menschen, die sich niemals streiten, denen aber auch niemand etwas anhaben kann. Die Menschen laufen entweder einfach vor ihnen weg oder sie verehren sie. Was haben sie nur, dass sie in dieser grausamen Welt so leben können? Der Heilige sagte: „Gut, lass mir den Hahn hier. Der König ließ also einen Hahn bei ihm und setzte ihn einen Monat später zu den anderen Kampfhähnen in die Arena. Der Hahn blieb einfach stehen und rührte sich nicht von der Stelle, während die anderen Hähne aufeinander einhackten. Und zu guter Letzt war er der einzige, der in der Arena übrig blieb.

Wenn wir also heute ein Shri Hanuman Puja feiern, müssen wir daran denken, daß Hanuman Sakshat in uns residiert. Er befindet sich auf unserer rechten Seite. Das bedeutet, er ist aktiv im Pingala Nadi. Er agiert im Pingala Nadi und verleiht uns Kraft. Daher kommt die Hitze im menschlichen Körper. Aber dieser Kanal funktioniert so, dass mit der Hitze Verehrung einhergeht. Das heisst, unsere rechte Seite bekommt Hitze oder Kraft, und wenn wir die Kraft Hanumans nicht balancieren, können wir viele Krankheiten bekommen. Zum Beispiel Leberkrankheiten, Asthma oder sogar Herzanfälle. Hanuman kontrolliert die Hitze, aber wenn diese Kontrolle aussetzt, geht die Hitze weg und es entstehen unheilbare Krankheiten. Dazu gehört zum Beispiel Blutkrebs und andere Erkrankungen der inneren Organe. Alle möglichen Krankheiten können schon alleine aufgrund von Leberproblemen auftreten. Und die Leber kann sich nicht erholen, weil wir dem Rat Shri Hanumans nicht folgen.

Nehmen wir einmal an, wir hatten Streit. Es ist nicht nötig, auf jemanden zornig zu sein. Aber gehen wir einmal davon aus, dass wir uns gestritten haben. Das geht soweit, dass wir jemanden schlagen oder quälen. Aber Hanuman sagt: „Es ist unnötig, sich zu ärgern. Ihr müsst auf niemanden böse sein. Das ist nicht nötig. Wenn ihr an Hanuman glaubt, werdet ihr niemals wütend. Aber wir sind Menschen und wegen Kleinigkeiten ärgern wir uns. Das Ego wird größer. Hanuman hat überhaupt kein Ego. Ein rechtsseitiger Mensch aber hat zuviel Ego! Ich bin einfach immer wieder erstaunt zu sehen, warum sie Ego haben. Dieses Ego ist völlig sinnlos. Ein ganz gewöhnlicher, einfacher Mensch kann ein riesenhaftes Ego haben, während so viele Könige völlig ohne Ego sein können.

Ihr innerer Zustand weist also darauf hin, dass sie nicht an Hanuman glauben. Wenn ihr an Hanuman glaubt, bedeutet das auch, dass ihr an Shri Rama glaubt.

Seht einmal. Wenn ihr eine rechtsseitige Persönlichkeit seid, dürft ihr nicht an Asthma erkranken, weil Shri Rama nach der Lehre von Sahaja Yoga im rechten Herzen residiert. Denn ihr glaubt an Hanumanji. Aber wenn ihr euch nicht so verhaltet, wie Hanuman das tut, seid ihr nicht in Balance und bekommt Asthma.

In unserem Herzen ist Shiva. Wenn Er unzufrieden ist, könnt ihr Herzanfälle oder andere Krankheiten bekommen.

Wenn ihr einmal in Sahaja Yoga seid, müsst ihr verstehen, dass Hanuman und Ganesha eure Ideale sind. Er ist die Inkarnation der Unschuld. Völlig unschuldig wie ein kleines Kind, aber mit scharfem Verstand. Hanuman verfügt über Balance, Liebe und Kraft. Ihr müsst verstehen, dass Charakter und Lebensweise eines Sahaja Yogis ebenfalls von dieser Balance gekennzeichnet sein muss. Wenn ihr euch ärgert, versucht euch wieder zu beruhigen. Ich bin niemals verärgert. Und auch ohne dass ihr euch ärgert, wird sich alles wunderbar fügen.

Ja, manchmal muss ich schon fragen: „Was macht ihr denn da?“ Das reicht aber auch schon. Die Leute aber beleidigen die ganze Welt und überschreiten sämtliche Grenzen. Wenn sie sagen, dass sie ausser sich sind vor Zorn, wenn ein Mensch so wird, dann ist das eine ernst zu nehmende Sache. Denn solche Menschen bekommen schwere Krankheiten. Alzheimer zum Beispiel. Die Krankheit Alzheimer ist ein Resultat dieses Zorns. Dieses Zorns wegen Kleinigkeiten. Stellen wir uns zum Beispiel vor, jemand hat euren Sohn beleidgit. Ihr seid wütend. Und was ist die Folge dieser Wut? Ihr müsst umgekehrt denken, was hat mein Junge falsch gemacht? Vielleicht verwöhnt ihr den Jungen nur mit eurer Liebe. Wenn ihr nicht zu dieser Balance in eurem Leben kommt, bekommt ihr Alzheimer, diese schlimme Krankheit. Der Mensch wird einfach verrückt. Es führt zu solchen Blockaden in der linken Gehirnhälfte, daß der Mensch abnormal wird.

In Sahaja Yoga kann diese Krankheit geheilt werden. Aber es ist sehr schwierig. Denn Menschen mit dieser Krankheit beleidigen alle. Wer wird sie heilen? Wem gefällt das? Wenn der Patient den Arzt beleidigt, sagt der Arzt doch, mit diesem Kranken will er nichts zu tunhaben. Genau so ist das. Sie sagen: „Mutter, ich will ihn nicht heilen.“

Andere große Feinde Hanumans sind auch Menschen, die Alkohol trinken. Hanuman verbrennt Lanka, diejenigen, die trinken. Mit Leuten, die trinken, will niemand etwas zu tun haben. Ein Trinker schart noch zehn andere Trinker um sich herum, um mit ihnen zusammen zu trinken. Sonst brauchen sie nichts und sie trinken wie verrückt.

Wer an Hanuman glaubt, kann keinen Whisky trinken. Er kann es nicht. Denn wie kann man einerseits Hanuman verehren und andererseits gegen Ihn gerichtete Dinge tun. Das geht einfach nicht. In der heutigen Zeit ist das Trinken sehr verbreitet.

Ich war einmal zu Besuch bei jemandem, der eine hohe Position innehatte. Ich war bei ihm zu Hause, denn er war ein Freund meines Mannes. Er und seine Frau tranken. Sie sagten: „Bleib doch über Nacht!“ Aber im ganzen Haus war nur eine Decke. Ich sagte: „Oh mein Gott, bei jemandem mit dieser Position gibt es nur eine Decke! Aber macht nichts, ich werde schon irgendwie schlafen.“ Jetzt standen sie vor der Aufgabe, mir irgendwo ein Bett zu machen. „Macht euch keine Umstände, ich schlafe schon irgendwie.“ Sie hatten schreckliche Konditionierungen. Ihre Tochter war völlig verdorben. Aber sie waren nicht bereit, das einzusehen. Der Mann fing an zu trinken und sagte, seine Tochter sei die Beste von allen. „Sagen Sie bloß nichts gegen sie.“ Das Mädchen war völlig verdorben, weil er die Verbindung zu seinem Bewußtsein verloren hatte. Ein paar Tage vorher war seine Tochter in Tränen aufgelöst zu mir gekommen. Das „Naschaa“ dieses Whiskys geht auf andere über. Und das größte „Naschaa“ besteht darin, dass ein Mensch völlig seine Liebe verliert. Er kann niemanden mehr lieben. Deshalb heisst es in allen Dharmas, ihr sollt nicht trinken.

Aber im Islam halten sich die Menschen jetzt nicht mehr daran. Im Hinduismus auch nicht. Sie sagen, als Jesus Christus zur Hochzeit gekommen sei, habe er Alkohol für diese Hochzeit gemacht. Das ist absolut nicht wahr. Aber „darum trinken wir Whisky“.

In England habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass man, wenn jemand stirbt, Alkohol trinkt. Wenn jemand geboren wird, trinkt man auch. Ich fragte, was das bedeutet. Ich konnte es einfach nicht verstehen. Alkohol zu trinken wurde zu einer Sitte und einem Stück Kultur. Wieviele Bücher es alleine gibt über Whisky! Darüber, welchen Whisky man zu welchem Anlass trinkt – bloß keinen anderen! Und aus welchen Gläsern man ihn trinkt. Die Trinker waren in einem Zustand, dass ich dachte, sie sind halb Menschen und halb Verrückte. Sie sind verrückt! Aber dort herrscht diese Kultur.

Noch mehr in Frankreich. Trinken wurde zur Kultur in Frankreich. Wir können von ihnen nichts lernen. Was sie über Alkohol und Jesus sagen! Auf hebräisch habe ich gelesen, dass die Leute dort Drakasch-Saft getrunken haben, das ist Traubensaft. Er machte Traubensaft, indem er seine Hand in Wasser tauchte. Kann man etwas Whisky herstellen, ohne dass er lange gären muss? Kann man in Sahaja Yoga innerhalb von zwei Minuten Whisky machen? Und je älter der Alkohol ist, desto teurer ist er auch noch. Fünfzigjähriger Alkohol ist der beste und hundertjähriger ist überhaupt unübertroffen.

Diese Vorstellungen, die Alkoholiker verbreiten und sich anhören! Es gibt viele Menschen, die verrückt geworden sind, weil sie auf Alkoholiker gehört haben. Aber in keinem Land habe ich auch nur ein einziges Denkmal für einen Alkoholiker gesehen!

Diese Leute sind nicht nur gegen Hanuman, sondern sie greifen Ihn auch an. Sie greifen Ihn an, und wir sehen Seine Reaktion. Er sorgt für eine solche Hitze im Bauch, dass Krebs und ähnliche Krankheiten entstehen.

Aber es muss immer mehr getrunken werden. Diese Trinktradition hat sich so in die Menschen eingegraben, dass ich befürchte, wenn Shri Hanuman nicht kontrolliert wird, kann alles mögliche geschehen. Welche Probleme wird er schaffen?

Ich fürchte, eines Tages wird er sämtliche Säufer im Ozean ertränken! Er ist gütig, demütig und so weiter, aber nicht gegenüber denjenigen, die gegen ihn sind. Wenn jemand charakterlos ist, blockiert Shri Ganesha dessen Mooladhara-Chakra. Wenn Shri Hanuman jedoch sieht, dass sich jemand sein Bewusstsein zerstört, macht er es anders. Das Bewusstsein wird geschädigt von Alkohol. Und Hanuman beginnt, einen solchen Menschen zu verfolgen. In seinem Haus beginnen Probleme und es kommt zu Streit. Wenn ihr einen Streit auf der Straße seht, so ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Streit zwischen Betrunkenen. Sahaja Yogis sollten nicht an Orte gehen, an denen getrunken wird. Denn diese Orte sind gegen alles, was heilig ist. Unterhaltet auch keine Beziehungen zu Trinkern. Es ist sehr gefährlich für Sahaha Yogis an Orte zu gehen, wo getrunken wird, denn ihr verehrt Hanuman. Besonders in Puna. Es gibt hier soviele Verehrer Hanumans. Maruti, Dulia Maruti.. Die Menschen in Puna müssen sehr vorsichtig sein.

Es sind einmal Anhänger von Hanuman zu mir gekommen und baten mich, zu ihnen zu kommen und eine Rede zu halten. Ich sagte, dass ich nicht kommen werde. Sie fragten, warum. Ich sagte: „Weil ihr getrunken habt, unanständige Lieder aus Filmen gesungen und dazu getanzt habt.. Wisst ihr, was Maruti ist? Wenn Er euch am Kragen packt, werdet ihr es verstehen.“

Kürzlich habe ich gehört, dass Trinken an diesem Ort verboten ist, weil es ein Ort von Ganapati ist. Wenn irgendwelche Trinker dort auftauchen, werden sie rausgeworfen. Daran seht ihr, wie groß die Kraft von Shri Hanuman ist. Und die Leute denken, dass sie am Alkohol Geld verdienen!
Alle diejenigen, die damit zu tun haben, alle Trinker sind nutzlos. Sie sind alle bankrott. Sie werden keinen Pfennig haben.

Die Leute fragen, was denn so schlecht sei an Whisky. Er geht gegen Hanuman. Muss da noch ein anderer Grund her? Ihr handelt gegen Hanuman. Seine Kraft fließt in eurem rechten Kanal. Nutzt sie in Balance anstatt mit Alkohol eure Leber zu ruinieren. Die subtile Aufbauarbeit von Hanuman zu ruinieren.

Die Leute verstehen das nicht. Wer in der Öffentlichkeit etwas gegen Whisky sagt, riskiert, geschlagen zu werden, und wer nicht trinkt, bekommt zu hören, er sei ein Simpel.

Aber Hanuman ist immer da und wenn Er euch auch nur einmal eine Lektion erteilen will, mit eurem Leben…
Die Leute treffen sich und reden wie verrückt miteinander. Die Party geht weiter und die Verrückten finden einander.

Ein Mensch, der zuviel arbeitet, plant und denkt, verliert die Liebe. Er hat für niemanden mehr ein Gefühl der Liebe. Auch er bekommt seine Probleme. Denn der große Diener von Shri Rama, Shri Hanuman, hört auf zu kontrollieren. In der Arbeit seid ihr auf allen Gebieten gut, aber ihr liebt niemanden. Das darf nicht so bleiben. Ihr müsst alle lieben. Jesus Christus sagte: „Vergebt allen“. Wer seid ihr, nicht zu vergeben? Ihr seid nicht Shri Hanuman.

Ja, Hanuman ist bei euch. Er ist euer Vorbild und mit der Kraft Seines Bhakti erreicht Er den höchsten Zustand, in der die Hitze aus den Köpfen der Menschen entweicht und die Freude der Liebe einzieht. Vor einem solchen Anhänger von Shri Rama – Bairang Bali – muss jeder Namaskar machen und jeder muss verstehen, dass alle Kräfte, die wir in Sahaja Yoga bekommen haben, in Balance sein müssen.

Die Liebe ist so eine Sache. Im Netz der Liebe könnt ihr viele Menschen fangen. Ich tue viel, weil einige sehr komische Leute auftauchen. Aber ich gehe mit so viel Liebe auf sie zu, dass sie in Ordnung kommen.

Ich ging einmal an einen Ort, an dem ein Heiliger lebte. Er was sehr verärgert. All diese Leute sind sehr aufbrausend. Und als ich kam, schüttelte er zornig seinen Kopf, weil er Ego hatte und den Regen nicht hatte anhalten können. Als ich ankam, war ich völlig durchnässt. Er setzte sich und war zornig. Ich setzte mich zu ihm in seine Höhle. Er sagte, ich hätte ihm nur nicht erlaubt, den Regen anzuhalten, um sein Ego zu zerstören. Ich antwortete: „Überhaupt nicht. Schau, du bist ein Sanyassi und du darfst mir kein Geschenk machen. Deshalb bin ich nass geworden, damit du mir einen Sari schenken kannst.“ Als er das hörte, fing er an zu weinen und fiel mir zu Füßen. Ich sagte: „Was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich mußte nass werden! Du hast mir einen Sari in den Farben Bhagwa und Nauwar gekauft, und ich kann ihn anziehen. Er war ganz glücklich. Die Liebe ist also eine Sache, die viele Menschen mit schlechtem Charakter auf die Erde zurückbringen kann.

Es gibt so viele Beispiele, ich könnte die ganze Nacht davon erzählen. Liebevoll sprechen. Wenn ihr liebt, kommen die guten Eigenschaften der anderen zu euch, wenn ihr jemanden hasst, so kommen dessen schlechte Eigenschaften zu euch. Es ist ein Austausch. Der eine ist so und so für euch, der andere so und so, und alle sind schlecht. So ist das bei vielen üblich. Jemand kommt zu euch zu Besuch: „Bitte setzen Sie sich, essen Sie mit uns“, der nächste kommt: „Kommen Sie nur herein, wie schön“, und kaum ist er wieder weg: „Er ist ja so ein…“ Diese äußerliche Liebe bringt nichts. Wenn ihr versucht, jemanden mit dieser äußeren Liebe glücklich zu machen, wird man euch nicht verstehen. Ihr habt die Kraft, von innen heraus zu lieben, denn ihr seid Sahaja Yogis. Wenn sich das in euch etabliert, wenn der Baum der Liebe wächst, schenkt ihr den Menschen um euch herum Freude und ihr riecht diesen subtilen, süßen Duft. Ihr werdet nicht mehr wollen außer diesem Ozean der Liebe.

Deshalb ist es so wichtig von Bairang Bali zu lernen, von Seiner Verehrung, Seinem Bhakti und den Kräften, die Er euch gegeben hat. Neimand kann euch etwas anhaben, wenn eure Verehrung echt ist. Es gibt tausende von Beispielen dafür in Sahaja Yoga. Die Menschen sprechen dann von Wundern. Ich sage: „Nein, das sind Blessings von Shri Hanuman.“ Und ich gebe euch meine unendliche Liebe und meinen Segen. Es gibt keinen Unterschied zwischen der Liebe für sich selbst und der für andere. Es heißt nicht: „Mein Sohn“, „das ist mein und jenes ist mein“, sondern das ist Nirvaya Liebe. Liebe, die keiner Antwort bedarf, die an nichts gebunden ist. Die Kraft einer solchen Liebe ist jetzt in euch. Benutzt sie!
Gott segne euch!