Christmas Puja 2001

(Indien)


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Christmas Puja, Ganapatipule (India), 25 December 2001.

Es ist schön, so viele Sahaja Yogis zu sehen, die hier zum Weihnachtspuja gekommen sind. Das Christentum hat sich in der ganzen Welt verbreitet und es gibt so viele so genannte „Christen“, die sagen, dass sie Christus folgen – ich weiß nicht in welcher Hinsicht.

Christus war die Verkörperung von Param Chaitanya, Er war Omkara. Er war Shri Ganesha. Und diejenigen, die Ihm folgen, müssen sich von anderen unterscheiden. Aber es passiert in jeder Religion, dass sie aufs Geratewohl in die entgegengesetzte Richtung gehen, in das vollständige Gegenteil.

Das Wesentliche in Christus` Leben war Loslösung und Aufopferung. Für jemanden, der losgelöst ist, gibt es keine Aufopferung. Er sieht sein Leben nur als Schauspiel. Es ist eine so große Persönlichkeit auf diese Erde gekommen und schuf diese so genannte „christliche“ Religion, die in Kriege gegangen ist, alle Arten heuchlerischer Dinge tat, und nun entdecken die Menschen dies. Er stand für Wahrheit, und Christen wissen nicht, was die Wahrheit ist. Die Wahrheit ist, dass ihr der Spirit seid und ihr der Spirit werden müsst. Er ist derjenige, der über die zweite Geburt gesprochen hat, über die Realisation. Aber sie haben vergessen, worüber Er sprach, was sie erreichen müssen.

Es ist sonderbar, dass alle diese großen Persönlichkeiten auf diese Erde kamen und eine geeignete Religion für unseren Aufstieg schufen; und ich weiß nicht, wie es kommt, dass die Menschen mit diesen Lehren ihrer so genannten „Meister“ so dumm geworden sind. Alles ist geldorientiert. Abgesehen davon basiert es nicht auf der Wahrheit. Ich denke, dies ist die zweite Kreuzigung dieser Religion. Es gibt keine Religion, die wirklich ihren Prinzipien folgt, so wie es beschrieben wurde. Ich weiß nicht, wie sie es fertigbringen, die Wahrheit derart zu verdrehen – nur um Geld zu machen, oder viel Aufhebens. Solch ein ritueller Unsinn passiert im Namen von Christus. Obwohl sie so oft wankelmütig waren und so einen schlechten Einfluss auf die Welt hatten. Es ist nicht zu begreifen, warum sie mit ihren Handlungen alles auf den Kopf stellten und die Leute es auch noch akzeptieren. Es einfach akzeptieren.

Nehmt irgendeine Religion… Heute spricht der Islam von ich weiß nicht was!
Es gibt zwei wichtige Dinge im Leben von Mohammed Saab. Das Erste wird als Meraj bezeichnet, was nichts anderes als die Erweckung der Kundalini ist, ganz klar. Das Zweite, worüber er gesprochen hat, ist Jihad. Jihad bedeutet, eure schlechten Eigenschaften zu vernichten, euer schlechtes Wesen zu vernichten, alle shad-ripu in euch zu vernichten. Es bedeutet nicht, dass man ein Moslem wird und sich selbst umbringt. Das ist das Dümmste, was man tun kann! Wird man ein Moslem nur um sich selbst umzubringen und Selbstmord zu begehen? Sie nennen es ein Ritual und sagen, dass man dadurch nach jannat kommen wird, in den Himmel. Wie kann man das wissen? Als Moslems sind sie nicht religiös, überhaupt nicht. Und wie wollt ihr, dadurch dass ihr tötet, in den Himmel kommen und jannat genießen? Das macht keinen Sinn! Aber alle diese mollanas haben als Erstes aufgehört, etwas zu lernen. Sie bilden sich nicht, überhaupt nicht. Und so haben sie in dieser Welt keine Ahnung, wo sie stehen, welche Position sie innehaben. Einige Wenige sind gebildet, aber sie verlieren sich in der Vorstellung, Macht über andere zu haben. Es ist so eine Schande, dies im Namen Gottes und im Namen der Spiritualität zu tun.

Nun ist es unsere Pflicht, ihnen zu sagen, was die Wahrheit ist. Es ist unsere Pflicht, sie auf den richtigen Weg der Spiritualität zu bringen. Weil sie alle verloren sind. Christen sind verloren, Moslems sind verloren, Hindus sind verloren, alle von ihnen sind verloren. Sie haben keine Vorstellung, was ihre Religion sagt und was von ihnen erwartet wird. Christus wurde schließlich gekreuzigt. Ihr könnt also sehen, immer wenn die Wahrheit da war, hat die Unwahrheit versucht, sie zu zerstören. Sie konnten es nicht ertragen. Wir haben das Beispiel von Sokrates. Warum mussten sie ihn töten? Aber sie töteten ihn.
Soweit in diesem Sinne. Wir wissen, dass in der Vergangenheit alle Menschen, für die Wahrheit im Zentrum stand, zugrunde gerichtet wurden, weil man die Wahrheit nicht haben will. Sie folgen einer Religion, weil man damit Macht über andere Leute haben kann. Einer Religion, die sie gemacht haben. Meraj ist die Erweckung der Kundalini und sie sagen, dass Meraj nie stattfinden wird. Sehr gut. So viele von euch haben die Realisation. Ihr habt eure Vibrationen und die kühle Brise. Im Koran steht geschrieben, dass man die kühle Brise fühlen sollte. Aber wer kann den Moslems was sagen? Du sagst etwas – und sie werden kommen und dir die Kehle durchschneiden, das ist alles! Du wirst zum Jihad gehen!! Es ist so dumm, was sie tun!

Und wie wir sehen, haben die Menschen in diesen modernen Zeiten alle Maryadas überschritten, alles, was zu einer Religion gehört.

Als ich nach Amerika ging, war ich überrascht, wie sehr die Moral in Vergessenheit geraten ist. Sie haben keinen Sinn für Moral, und sie und schlagen Geld daraus.

Dem gegenüber stehen die Moslems, besonders die Gruppe der Wahabis. Diese Leute sagen, dass Frauen diejenigen sind, die die Moral verderben, also – versteckt sie. Sie sollen sich bedecken. Jede Frau, die in Afghanistan weiße Sandalen trug, wurde von ihnen geschlagen – tötet sie! Und so haben viele Leute in Indien, besonders im Norden, die islamische Kultur übernommen und Frauen im Norden wirklich misshandelt. Ich habe im Norden geheiratet und ich weiß, wie schlecht sie die Frauen behandelt haben. So ist Nordindien dadurch schon vergiftet, und der Süden ist durch fanatische Hindus vergiftet. Alle möglichen Rituale der schlimmsten Art, die nur für Frauen gelten, werden im Süden befolgt. Sie rasieren den Kopf einer Frau, lassen sie um einen Tempel herumgehen, gießen Wasser über sie, dass sie herum taumelt, sie geht nicht, und sie gießen weiter Wasser über sie – ich habe es selbst gesehen. Wir haben sati, es ist die Tötung der Frauen nach dem Tod ihrer Ehemänner. Das ist etwas, was keiner verstehen kann. Warum wird das ganze Dharma den Frauen aufgeladen, nicht den Männern?

Eine gute Sache ist, dass die Hindu Religion nun so sehr veraltet ist, dass man alle diese Dinge korrigieren kann. Während meines eigenen Lebens wurden überraschend viele Dinge korrigiert. Aber im Islam kann man nichts korrigieren. Sie tun ihren Frauen so schreckliche Dinge an und wann immer man versucht, ihnen zu helfen – es ist unmöglich. Zum Beispiel gründete ich einen Ort für Frauen, die von der Welt allein gelassen waren, wie Waisenkinder, und die Kinder haben. Ich war überrascht, dass die meisten Moslems sind und jede zwischen acht und zehn Kindern hat. So müssen wir nun auch ein Waisenhaus gründen. Das ist es, was sie mit ihrer Religion hervorbringen.
Man kann es rundherum sehen. Sogar die Hindus haben ein seltsames System des Witwenstandes. Es ist schrecklich, wenn eine Frau zur Witwe wird, einige von ihnen sind arme Dinger. Viele von ihnen leben in Brindabal. Mir wurde gesagt, dass sie eine Rupie pro Tag bekommen. Und was machen sie? Sie singen Bhajans. Wie kann man in diesem Land von einer Rupie leben? Sie sind gut darin, viele Bettler und Bettlerinnen hervorzubringen. Wenn das eine Religion sein soll, dann lieber nicht! Wir haben genug davon! Alle Arten von Riten durch das Brahmanentum. Diese Brahmanen sind absolut zu nichts nutze.

Wer versucht, Religion zu lehren, muss ein hohes Niveau haben. In Sahaja Yoga gebt ihr alles auf. Denn es ist alles nur Schmutz! Und im Schmutz wird man zugrunde gehen. Ihr müsst es den Menschen sagen. Was werden sie tun?
Sie haben die Religion für alle möglichen, schlechten Dinge missbraucht. Wenn in England jemand stirbt, müssen sie Sekt trinken. Wenn man zur Beerdigung geht, muss man Sekt trinken. Ich war überrrascht. Wie kann man dabei Sekt trinken? Und wie kommt es, dass alle Priester ebenfalls trinken – aus religiösen Gründen, wie es heißt.

Einmal kam ein Priester zu Sahaja Yoga. Ich war sehr glücklich darüber. Aber er sagte: „Ich werde zu Sahaja Yoga kommen, aber das Trinken werde ich nicht aufgeben.“ Ich fragte: „Warum?“ „In der Bibel steht geschrieben, dass man trinken muss.“ „Aha! Das wußte ich nicht. Wie kann das sein? Wie kann Christus sagen, dass man trinken muss? Er war nicht nur das realisierte Selbst, er war die Realisation selbst!“ Er sagte: „Er hat es gesagt. Ganz egal, was du jetzt sagen magst, er hat es gesagt.“ „Wo?“ Er sagte: „Er ging auf eine Hochzeit,“ „In Ordnung.“ „Auf dieser Hochzeit hat er Wein gemacht.“ Aber er hat es nicht getan. Er ging dorthin und hat nur ganz kurz seine Hände in Wasser getaucht und es begann, nach Traubensaft zu schmecken. In der hebräischen Sprache werden Traubensaft und Wein mit demselben Wort bezeichnet. Ich sagte: „Das kann ich auch“. Aber das heißt doch nicht, dass ich möchte, dass die Leute trinken. Ich meine, wer kann solchen Unfug sagen? Es ist das Bewusstsein, das ist wichtig, chetana, ist wichtig. Und wenn man sein Bewusstsein verdirbt, wie kann man dann ein Sahaja Yogi sein?

Es war unmöglich, ihnen zu sagen, dass sie aufhören müssen zu trinken. Aber sogar in Indien ist Trinken jetzt üblich. Es geht gegen das Christentum, gegen den Hinduismus, gegen den Islam. Und obwohl im Koran geschrieben steht: „Trinkt nicht“, trinken sie. Sie alle trinken. Und anstatt ihrer Religion zu folgen, sind sie die größten Sünder geworden. Ist es das, was Christus von ihnen wollte?
Ihr müsst reine Menschen sein. „Nirmala Tattwam“ müsst ihr haben. Das ist es.

Ich habe euch auch eine Geschichte über Shalivahana erzählt, der Christus in Kashmir begegnet ist. Er fragte Christus nach seinem Namen und seinem Land. Er sagt: „Ich komme aus einem Land, in dem die Menschen malech haben.“ Mit Malech sind diejenigen gemeint, die den Wunsch nach male haben, nach Schmutz. Also sagte Shalivahana zu ihm „Warum bringst Du ihnen nicht Nirmala Tattwa bei?“ Das ist es – Nirmala Tattwam –, was ihr habt. Es reinigt euch und gibt euch Freude, Glück und Wahrheit. Das ist es, worum ihr bitten solltet. Anderenfalls ist alles Dunkelheit, ihr könnt das Licht nicht sehen. Ob ihr Christ, Hindu, Moslem oder was auch immer seid; ihr könnt das Licht der Wahrheit nicht sehen – und ihr müsst das Licht der Wahrheit finden.

Aber was müsst ihr danach tun? Ihr müsst es anderen geben, ihr müsst andere transfor¬mieren. Ihr habt zum Teil hart dafür gearbeitet, und ich bin überrascht, wie Leute, die solch eine gute Arbeit verrichten, so bescheiden und gut sein können. Wie sie es erreicht haben, kann ich nicht verstehen. Sicher gibt es welche, die geldorientiert, andere, die machtorientiert sind, aber diese Dinge bereiten keine Freude. Was Freude bereitet, ist euer inneres Licht der Wahrheit. Welches ihr habt, ihr alle habt es, wie ihr wisst. Ihr alle habt es erfahren. Aber ich würde sagen, diese Erfahrung muss anderen weitergegeben werden, sie ist nicht nur für euch bestimmt! Sie muss so vielen Menschen wie möglich gegeben werden. Aber wie viele tun das? Wie viele Leute tun das?

Wir haben auch eine Sikh-Gemeinschaft. Sie kommen zu Sahaja Yoga, aber sie sagen: „Wir können nicht die Göttin verehren.“ Ich sagte: „Warum?“ – überrascht, da Guru Nanak über die Göttin, die Devi, gesprochen hat. Der erste Satz seines Buches ist Adya. Adya ist die Adi Shakti. Und wenn das so ist, warum haben die Sikhs eine Chandigar? Es ist so dumm, wirklich dumm wie nichts anderes.
Ihr müsst verstehen, ob ihr mit all dem Unsinn in euren Leben aufgehört habt oder nicht. Oder haltet ihr alle an den gleichen Dingen fest? Das ist sehr wichtig. So lange ihr an den gleichen Dingen festhaltet, wird es ein Problem geben. Sahaja Yoga bewirkt so viel. Ich war überrascht; in Amerika gibt es dreihundert Yogis – ihnen ist nichts geschehen! Einige waren in dem Wolkenkratzer, einige auf der Straße, alle waren da, und es ist ihnen nichts passiert! Einige von ihnen haben gesagt: „Wir hörten eine innere Stimme…“ (Applaus) „eine innere Stimme, die zu uns sagte: ‚Lauf weg!’, und wir liefen los in die andere Richtung.“ Einige andere kamen zu spät. Ich weiß nicht, wie alle dreihundert… Aber da kommen diese teuflischen Menschen daher, die die ganze Welt zerstören wollen. Das ist der Grund, weshalb ich nach Amerika gegangen bin. Und ich sagte ihnen, dass dieser Krieg noch vor Diwali zu Ende sein wird, und er war es. „Vor Diwali wird dieser Krieg enden“, und er endete. Wie dumm, zu glauben, dass sie die Schöpfung Gottes so zerstören können! Was glauben sie, wer sie sind? Woher haben sie das Recht, die Welt zu zerstören? Aber dies ist eben von Menschen hervorgebrachter Unsinn.

Christus kam auf diese Erde, er arbeitete lange, und er sollte gekreuzigt werden, also wurde er gekreuzigt. Aber unsere Glorie besteht nicht in der Kreuzigung. Unsere Glorie ist seine Auferstehung. Es besteht kein Zweifel daran, dass er auferstanden ist. Zu sagen, es sei nicht möglich und all das – wer seid ihr, so etwas zu sagen? Was wisst ihr schon über Spiritualität? Was wisst ihr darüber, was mit einem spirituellen Menschen geschehen kann, einem, der spirituell gewappnet ist, der etwas sich in ihm verändern kann? Was auch immer wir über die Menschen wissen, wir versuchen Schlüsse zu ziehen, die alle falsch sind. Schaut euer Leben an. Es gibt so viele Wunder im Leben der Sahaja Yogis, und ich habe zu jemandem gesagt: „Ihr solltet sie sammeln.“ Er sagte: „Innerhalb eines Monats sind alle diese Briefe bei mir eingegangen.“ In einem Monat! Also sagte ich: „Vergiss’ es, schreib’ nicht!“ Es sind nicht ein oder zwei; die Leute schreiben aus aller Welt.
Aber die Intellektuellen sind sehr schwierig. Es ist unmöglich, dies in ihre Köpfe zu kriegen. Was immer möglich ist, wir müssen unser Bestes geben. Unsere Aufmerksamkeit den Menschen schenken, die sie wollen. In Indien verbreitet es sich in Gefängnissen, in Schulen, überall. Mir hat neulich jemand erzählt, dass sie sogar in der katholischen Kirche angefangen haben, Sahaja Yoga zu praktizieren. Ich weiß nicht, was in ihren Köpfen vorgeht, und wie sie es geschafft haben! Aber so verbreitet sich Sahaja Yoga eben.
Aber es muss sich noch viel mehr verbreiten!
Jeder Einzelne von euch sollte darangehen und es ausarbeiten. Und darüber sprechen. Aber die Sahaja Yogis sind etwas schüchtern.

Einmal war ich im Flugzeug, und da war eine Frau, die sehr, sehr heiße Vibrationen hatte. Ich fragte sie, wer ihr Guru sei, und sie sagte mir den Namen. Es überraschte mich, dass sie nichts über Spiritualität wusste. Und diese Leute haben Riesenhäuser und große Tempel, alles, und sie pries vor mir ihren Guru. Ich dachte, sie ist sehr schamlos. Sie hat nichts ins sich, sie ist sehr heiß, und sie spricht auch noch darüber! Aber Sahaja Yogis tun das nicht. Ich war überrascht, warum Sahaja Yogis nicht darüber sprechen.
Doch neulich war ich mit jemandem auf dem Markt und ein Sahaja Yogi war dabei, und ich war erstaunt, als er anfing, über mich zu sprechen, ihnen Realisation zu geben, und sie waren sehr glücklich darüber. Überall, wo ihr hingeht, habt ihr Nachbarn, ihr geht auf Märkte, ihr solltet überall hingehen und darüber sprechen. Zum Beispiel singen sie Weihnachtslieder – wir sollten auch Bhajans singen und andere Dinge tun, um es den Menschen zu sagen. Wir müssen es ihnen erzählen. Warum seid ihr so schüchtern? Diese Schüchternheit wird Sahaja Yoga nicht helfen. Also, bitte, sorgt dafür, dass ihr anderen Realisation gebt. Ihr habt Kräfte, habt Vertrauen in euch selbst. Ich glaube, es mangelt ihnen an Vertrauen oder was auch immer es ist. Es gibt sehr wenige Menschen, die aus sich herausgehen und es tun. In Italien habe ich es gesehen und auch in Österreich und Australien – Sahaja Yoga hat sich dort sehr verbreitet aufgrund ihrer Überzeugung: „Wir müssen anderen geben, was wir haben; wir müssen es teilen.“

Am Leben Christi muss man sein Opfer verstehen. Es ist so ein großes Opfer – auf solche Art gekreuzigt zu werden, neben Dieben. Aber er tat es! Genauso solltet ihr alle, wenn ihr Sahaja Yoga praktiziert, nicht denken: „Was wird mit meinem Großvater geschehen, was wird aus meiner Großmutter?“ Ich meine, in allen Briefen, die ich kriege, geht es nur darum. Es ist sehr komisch. Sie machen sich nur Sorgen um einige Verwandte, und nicht um alle ihre Verwandten auf der ganzen Welt. Sie sind besorgt um Ehefrau oder Kinder. Ich kriege nur solche Briefe. Niemand schreibt mir, dass ihr vielen Menschen ihre Realisation gegeben habt. Sie schreiben nie darüber, wie sie es geschafft haben, Sahaja Yoga zu verbreiten. Es ist sehr überraschend. Ihr müsst es mir sagen.

Ich hoffe, ihr versteht alle die Wichtigkeit, Sahaja Yoga zu verbreiten. Wenn ich das nicht tut, dann seid ihr absolut unbrauchbar. Für mich ist das Größte – so wie hier viele Lichter sind -, viel mehr Sahaja Yogis auf der ganzen Welt zu haben; wenn ihr diese Welt verändern wollt. Wenn ihr all die Prüfungen und Turbulenzen des sinnlosen Lebens, das sie führen, vermeiden wollt, dann müsst ihr sie retten! Ihr müsst sie retten. Das ist eure Aufgabe, das ist das, was ihr für Sahaja Yoga bezahlen müsst. Nicht für euch selbst, nicht euch selbst. Macht euch keine Sorgen um euch selbst. Wenn ihr die Briefe lest, die ich kriege, wird es euch ekeln.

Es gibt noch eine andere Art von Briefen, die ich bekomme. Briefe, dass alle heiraten wollen. Es gibt viele Mädchen, die behaupten, sie versuchen es seit Jahren und konnten nicht heiraten. Erstens müsst ihr wissen, dass viel mehr Frauen als Männer heiraten wollen. Sie sind sehr gut. Auf, sagen wir, vierzig Jungs, kommen mindestens 120 oder vielleicht 150 Mädchen. Mit wem sollen wir diese Mädchen denn verheiraten? Überlegt doch nur mal. Aber sie schreiben Beschwerdebriefe wie: „wir haben es viermal versucht“. Wir können nicht. Wir können das nicht ändern. Geht und heiratet außerhalb, wo immer ihr mögt. Oder aber wartet und widmet euer Leben Sahaja Yoga. Es ist sehr schwierig, wenn sie sich weiterhin beschweren, dass sie verheiratet sein sollten und bis jetzt nicht verheiratet wurden.

Diese Hochzeiten waren nie unsere Idee. Aber dann mussten wir sie erlauben. Und jetzt ist es für jeden zum Hauptanliegen geworden. Entweder sie sind nicht verheiratet oder sie sind verheiratet, aber unglücklich. Sind sie geschieden, dann müssen sie wieder verheiratet werden… Alle möglichen Komplikationen, auf die ich nicht vorbereitet bin. Sahaja Yoga ist nicht dafür da! Wenn eure Ehe nicht erfolgreich ist, ist das nicht meine Angelegenheit. Und wenn das so weitergeht, werden wir die Heiraten lassen müssen.

Ich möchte nicht, dass ihr mir all diese Dinge schreibt. Das zeigt, wie schwach ihr seid in Sahaja Yoga. Warum schreibt ihr mir nicht, wie vielen Menschen ihr Realisation gegeben habt. Das würde mich glücklich machen. Anstatt euch über eure Frau zu beschweren und … – das ist nicht mein Job. Es ergab sich so, dass wir euch verheiratet haben. Wenn ihr nicht weitermachen könnt, ist es eure Angelegen¬heit.
Und das ist das Problem in Sahaja Yoga. In allen religiösen Bewegungen sind so viele falsche Dinge geschehen. Und in Sahaja Yoga, glaube ich, dass die Heiraten eine sehr große Hürde sind. Außerdem kommen keine jungen Männer, denn in Indien ist es sehr einfach, junge Männer zu verheiraten. Man kann dabei auch zu Geld oder diesem und jenem kommen. Aber Frauen gibt es fünfmal so viele wie Männer. Männer wollen nicht heiraten, sie heiraten außerhalb, obwohl sie Sahaja Yogis sind. Ich kann nicht verstehen, warum ihnen in Sahaja Yoga, nachdem sie ihre Realisation bekommen haben, das Heiraten so wichtig ist.
Das Wichtigste ist, wie vielen Menschen ihr Realisation gegeben habt. Das ist euer Leben. Eine Lotosblume wird aufblühen. Aber sie muss duften – selbst ein Lotos hat eine Verant¬wor¬tung. Wie ist es dann erst mit euch? Ich rede nicht davon, dass ihr euch kreuzigen lassen sollt, wie Christus, nein. Ich sagte euch, dass ihr euer Leben genießen sollt, mit Frieden, Stabilität und Ausgeglichenheit. Aber gleich¬zeitig müsst ihr Sahaja Yoga verbreiten. Das ist jetzt eure Aufgabe. Euer Job ist nicht wichtig, nur das ist wichtig: wie vielen Menschen ihr Realisation gebt.

Es ist sehr, sehr schwierig, denn sie haben die Lehren all der großen Inkarnationen, der großen Sufis und Heiligen auf den Kopf gestellt. Aber wenigstens tut ihr das nicht. Versucht bitte zu überlegen, wem ihr Realisation geben könnt. Mit wem ihr über Sahaja Yoga sprechen könnt. Ihr müsst Sahaja Yoga verbreiten. Und das nächste Mal höre ich hoffentlich von euch, wie vielen Menschen ihr die Realisation gegeben habt. Das ist die größte Rechtfertigung für die Kreuzigung Christi, für seine Geburt, für sein Kommen auf diese Welt, für sein Agnya. Und wenn ihr ihnen Realisation gegeben habt, haben sie das Agnya durchbrochen. Sie sind jenseits davon und sind im Sahastrara.

In Sahaja Yoga versteht ihr alles. Es ist sehr einfach zu verstehen. Sahaja Yoga ist das einfachste auf der Welt – aber erst nach der Realisation! Ihr müsst also losgehen und herausfinden, wie vielen Menschen ihr Realisation geben könnt. Alles ist in Ordnung, eure Verehrung ist in Ordnung, euer Puja ist in Ordnung – aber das Wichtigste ist, wie vielen Menschen ihr Realisation gegeben habt. Ich würde gerne wissen, wie viele es sind.
Besonders bei den Frauen. Frauen sind eher schwach darin, Realisation zu geben. Sie können vieles erreichen, ich weiß, dass sie es können. Schließlich bin ich auch eine Frau. Aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob die Frauen in Sahaja Yoga nicht auf diesem Niveau sind. Sie können so vieles erreichen, doch irgendwie begreifen sie die Wichtigkeit ihres Lebens nicht. Ihr seid sehr wichtig!

Wie viele Menschen gibt es, die die Realisation von euch bekommen haben? Es gab so viele Sufis, die Realisation bekamen, und sie schreiben Gedichte, aber das ist auch schon alles. Es gab so viele Heilige, die so vieles getan, so vieles geschrieben haben. In Indien hatten wir so viele Heilige; sie haben alle über diese Dinge geschrieben, und die Menschen lesen es, doch es passiert nichts. Ihr, ihr kennt die Kunst, Realisation zu geben. Ihr wisst Bescheid über die Kundalini, ihr wisst alles darüber – geht und sprecht zu den Menschen.
Ich war allein, als ich mit Sahaja Yoga angefangen habe, und ich bin eine Frau. Wie steht’s also mit euch? Das ist jetzt eine Herausforderung für euch alle. Wie viele Menschen habt ihr zu Sahaja Yogis gemacht? Nicht einmal in euren Familien sind sie Sahaja Yogis. Eure Tochter ist es nicht, euer Sohn ist es nicht. Was bringt es also, die Glorie Christi zu besingen? Wenn ihr seine Glorie besingt, müsst ihr die Menschen dazu bringen, ihr Agnya zu durchkreuzen. Er hat einen so hohen Platz in uns, aber ihr habt ihn nie respektiert. Ihr habt es geschafft, das Chakra einer so hoch gestellten Persönlichkeit zu durchbrechen, warum nicht auch andere?

Lasst uns nach dem heutigen Puja sehen, wie entschlossen ihr seid. Ihr solltet wissen, dass eine Göttin nicht kommt, wann ihr das wollt, sie kommt, wann sie selber will. Sie hat ihr eigenes Timing. Aber wenn ihr wirklich in der Mehrheit Heilige seid und andere zu Heiligen macht – dann bin ich ganz für euch da! Ansonsten stehe ich euch zur Verfügung – ihr könnt meine Vibrationen haben, ihr könnte meine Pujas machen, all diese Dinge sind erlaubt, kein Zweifel. Aber dazu seid ihr nur fähig, seid ihr nur dann befugt, wenn ihr Sahaja Yoga macht. Wenn ihr Sahaja Yoga verbreitet. Wenn ihr es anderen weitergebt. Erst dann werdet ihr wirklich als fähig betrachtet, die Vibrationen der Göttin zu empfangen.

Wenn es sich in manchen Ländern mit solcher Macht ausbreitet, warum nicht auch in eurem Land, in eurer Nachbarschaft, bei euren Freunden, bei euren Verwandten? Es ist möglich!
Heute Abend müsst ihr beschließen, dass ihr alles tun werdet, um es anderen weiterzugeben. Es macht so viel Freude! Und sprecht über Sahaja Yoga!

Gott segne euch !