Oster Puja, Istanbul, Türkei, 2002

Kilyos, Kilya Hotel Kilyos (Turkey)


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Wir sind hierher gekommen, um heute Jesus Christus und Seine Mutter zu verehren.
 
Es ist ein bemerkenswerter Zufall, dass die Mutter von Christus in die Türkei kam und dort geblieben ist. Ist es nicht erstaunlich, dass Sie nach der Kreuzigung hierher kam? Ich frage Mich, ob Er später nicht auch hierher kam. Aber sie sagen, dass beide nach Kaschmir gingen. Es ist gut möglich, dass Sie auf dem Weg dorthin durch die Türkei kamen.
 
Wir sind hier, um Ihn zu verehren. Sahaja Yoga zufolge war Sie die Inkarnation der Mahalakshmi. Sie war diejenige, die Ihren Sohn um der Religion willen opferte. Leider verstand aber niemand Ihre Bedeutung. Niemand erkannte, dass Sie so eine große spirituelle Persönlichkeit war, die Christus geboren hatte. Nur durch Sahaja Yoga kann man das verstehen.
 
Besonders im Islam wurde Sie unglück­licherweise nicht anerkannt. Darum haben die Frauen in der islamischen Kultur keinen Platz. Ich habe sehr traurige Erfahrungen damit gemacht. Wir haben eine Organisation mit dem Ziel gegründet, mittellose Frauen zu rehabi­litieren. Traurigerweise waren alle, die sich dafür meldeten, islamische Frauen. Obwohl Moham­med Sahib sagte: „Ihr müsst euch um eure Mutter kümmern!“, kamen alle diese Frauen in das Armenhaus. Einige von ihnen hatten acht oder zehn Kinder. Natürlich müssen wir für sie einen Platz einrichten. Wir müssen uns um sie kümmern, weil wir nicht an diese kleinlichen Ideen von Religion glauben. Das Wichtigste ist eine Religion der Menschlichkeit.
 
Wir müssen alle Religionen zusam­menführen. Das ist eine ungeheure Aufgabe; denn Moslems respektieren Moslems und Christen nicht – die Christen die Hindus nicht. Es geht etwas sehr Seltsames vor. Alle sind sie für Gott, wollen Ihm dienen und sprechen von Seiner Liebe. Trotzdem haben sie keinen Respekt, keine Liebe. Im Gegenteil! Überall streiten sie sich, kämpfen und töten. Es ist sehr traurig, dass die Menschen im Namen der Religion und im Namen Gottes so grausam und so absurd werden.
 
Die einzige Lösung besteht darin, ihnen die Selbstverwirklichung zu geben, welche im Koran Miraj genannt wird. Aber sie sagten, dass niemand sonst die Realisation erhalten könnte. Mohammed Sahib war realisiert, aber sonst niemand. Sie haben den Menschen sogar verboten, sie zur erhalten. Aber das ist nicht richtig! Alle Menschen können die Selbst­verwirklichung erhalten, egal ob sie aus Afrika, England, Amerika, Indien oder woanders herkommen! Sie können alle ihre Miraj erhalten! Man sollte verstehen, dass kein Mensch auf dieser Erde dazu erschaffen wurde, um zu kämpfen, um gegen andere zu kämpfen. Nicht einmal die Tiere kämpfen. Warum sollten es also die Menschen tun und auch noch im Namen der Religion?
 
Christus kam im Namen Gottes auf diese Erde, um eine Einheit der Religionen zu schaffen. Aber sogar die Christen fingen nur an zu kämpfen und andere zu dominieren. Überall auf der Welt gibt es Unruhen, und alle kämpfen im Namen Gottes und der Religion.
 
Unsere Religion ist global, es ist eine einheitliche Religion. Wir respektieren alle Deitäten, alle Götter und Göttinnen. Wir respektieren und verehren Sie. Wir sind nicht so dumm, nicht zu verstehen, dass Sie alle eins sind. Über unser zentrales Nervensystem erkennen wir nach der Realisation, dass Sie alle existieren. Sie existieren innerhalb unserer Chakren. Sie sind nicht deshalb da, weil uns das im Geschichtsunterricht gesagt wurde, sondern weil es tatsächlich ein Faktum ist, dass Sie alle hier beisammen sind, und die Auferstehung der ganzen Welt ausarbeiten.
 
Das Größte, was Christus tat, war, die Möglichkeit zur Auferstehung zu schaffen. Dabei litt Er sehr viel. Er musste sehr viele Qualen erdulden, aber dann erstand Sein Körper selbst wieder auf.
 
Genauso funktioniert Sahaja Yoga. Ihr erhaltet eure Realisation, eure Auferstehung. Dann verschwinden alle eure falschen Ideen und der ganze Unsinn und nichts außer Liebe und Verständnis tritt an diese Stelle.
 
Ich weiß, dass es am Anfang schwer war, diese Arbeit in Indien oder anderswo zu beginnen. Überall habe Ich gesehen, dass die Menschen ignorant sind und sich gegenseitig hassen. Ich weiß nicht warum, aber sie hassen sich unter dem Vorwand irgendeiner, wahr­scheinlich historischen Idee. In Indien gibt es diesen Hass und auch anderswo, z.B. als Hitler auftauchte.
 
Hitler kam, weil er die Menschen hasste. Er war eine teuflische Kraft, die inkarnierte und schreckliche Dinge tat. Die Art, wie er Menschen tötete – es ist unvorstellbar, dass ein Mensch so etwas tun kann. Er brachte Kinder um. Er tötete die Erwachsenen in Gaskammern – so etwas Schreckliches. Als Ich nach Deutschland kam, wollten sie, dass Ich Mir das alles anschaue. Ich sagte: „Das kann Ich nicht. Dazu bin Ich nicht fähig.“ Aber Mein Mann ging dorthin, und als er zurückkam, war er sieben Tage lang krank. Es macht so krank. Es ist so unmenschlich, so etwas zu tun, Menschen auf diese Art und Weise umzubringen – aufgrund von bestimmten Konzepten und falschen Ideen.
 
Ich weiß nicht, warum Hitler hinter den Juden her war und anfing, sie umzubringen. Alle möglichen Dinge sind schon auf dieser Erde geschehen – im Namen der Religion. Das ist das Schlimmste. Überall töten sie im Namen der Religion. Religion lehrt euch Liebe, sie lehrt euch, Gott und andere zu lieben. Wie sollte sie euch lehren zu hassen und zu töten? Es ist sehr erstaunlich, dass dieser Unsinn immer noch praktiziert wird. Nur Sahaja Yoga kann und sollte das beenden, denn wir sind schließlich alle Menschen.
 
Dazu müsst ihr eure Auferstehung haben, wie Christus sie hatte. Und jetzt ist es durch Sahaja Yoga sehr leicht, auf dieser Erde diese Auferstehung zu erhalten. Mohammed Sahib nannte es Miraj. Er hat es sehr gut und klar beschrieben. Aber wer möchte sie haben? Sie wollen ihre Miraj nicht haben. Wenn jemand versucht, es auszuarbeiten, fallen sie über ihn her und sagen, es sei lächerlich. Aber das ist falsch.
 
Allen ist es so ergangen. Sie litten an der Ignoranz der Menschen – alle. Mir geht es genauso. Sie kritisieren Mich – dies und jenes. Aber Ich bin viel stärker, denn Liebe ist viel stärker als alles andere.
 
Und es geschieht nun überall auf der Welt. Die Menschen verstehen, dass Hass, diese falsche Idee über andere, etwas sehr Gefährliches ist. Und deshalb bin Ich sicher, dass der Hass aufhören wird, sobald genügend Menschen das begriffen haben!
 
Es gibt viele Vorfälle dieser Art, sogar erst vor kurzem. Man wird gehasst, weil man einer bestimmten Religion angehört. Ich kann das nicht verstehen. Man kann nicht erklären warum, aber es geschieht. Es ist völlig falsch, jemanden im Namen Gottes, der euch erschaffen hat, zu hassen. Sie verstehen Gott und Seine Liebe nicht.
 
Seht euch das Leben von Christus an. Er war kaum 33 Jahre alt, als er gekreuzigt wurde. Seine Mutter musste so viel leiden – warum? Warum haben sie Ihn gekreuzigt? Weil er Liebe gelehrt hat. Keiner mochte diese Idee, andere zu lieben. Wie kann man den Menschen helfen, wenn man sie nicht liebt? Unter welchen Voraussetzungen hilft man anderen? Wenn ihr liebt! Deshalb wollt ihr gerne mit anderen zusammen sein und sie verstehen. Sobald man anfängt, andere zu lieben, ist dieser Mythos beendet.
 
Angenommen, ihr wurdet als Christ, als Moslem oder Hindu oder was auch immer geboren. Warum glaubt ihr, dass ihr anders als andere seid? Ihr wurdet auf dieselbe Art geboren und von eurer Mutter empfangen. Ihr seht gleich aus, eure Nase, eure Augen – alles ist gleich. Was unterscheidet euch? Ich glaube, dass dies auf etwas Politisches zurückgeht, etwas sehr Böses, was darauf abzielt, die Menschen im Namen Gottes und der Religion voneinander zu trennen.
 
Im Gegensatz dazu versucht Sahaja Yoga, die Menschen im Namen Gottes zu vereinigen, sie eins werden lassen. Angenommen, jemand, der in Südafrika oder einem weit abgelegenen Ort wie Benin lebt, wurde zu einem Sahaja Yogi. Es gibt dort Tausende Sahaja Yogis. Sie sind alle eure Brüder and Schwestern. Sie gehören zu euch. Wenn ihr zu ihnen geht, dann werden sie euch wie ihre eigenen Kinder, wie ihre eigenen Verwandten behandeln. Sie werden nie danach fragen, in welcher Religion ihr aufgewachsen seid oder welcher Sekte ihr angehört habt. Ich war überrascht über die Liebe, die sie haben.
 
Eigentlich ist die Fähigkeit zu lieben den Menschen angeboren. Jedem Menschen wurde dieser Schatz der Liebe mitgegeben – die Fähigkeit zu lieben. Aber diese Fähigkeit hat sich so reduziert, wurde zu minimal, dass die Menschen sich jetzt bekämpfen und töten. Es ist eine der größten Sünden, Menschen im Namen der Religion zu töten.
 
Ich weiß nicht, wie sie glauben können, dass man dadurch, dass man sich gegenseitig tötet, in den Himmel kommt. Sie werden in die schlimmste Hölle kommen! Diese Vorstellung ist jetzt nicht mehr so stark verbreitet, aber sie existiert immer noch. Man kann diesen Unsinn jeden Tag beobachten, aber sie machen immer noch weiter damit.
 
Was können wir als Sahaja Yogis dagegen tun? Wir sollten einmal nachdenken. Lasst uns sehen, was diese Religion, in die wir hineingeboren wurden, ist. Ihr müsst in irgendeiner Religion geboren werden, man kann nicht einfach so vom Himmel fallen. Aber in welcher Religion auch immer ihr geboren wurdet, ihr seid nicht daran gebunden. Ihr seid an die Religion der Liebe und der Freude gebunden.
 
Und dann jammert und klagt ihr weiter und lehrt (…) unglücklich sein und kämpfen. Wie kann das sein? Wir sind Menschen. Die anderen sind keine Tiere. Nicht einmal Hunde tun das. Warum sollten wir als Menschen uns gegenseitig töten und uns und andere unglücklich machen? Wenn ihr andere hasst, dann werdet ihr hasserfüllt sein. A wird B hassen und dann wird B A hassen. Das ganze Leben der Menschen und die Zivilisation besteht nur noch aus Hass!
 
Sahaja Yoga ist so ein Segen für euch. Ich muss es sagen, denn es hat alle Gottheiten in euch erleuchtet, und ihr wisst jetzt, dass ihr ein Teil des Ganzen seid. Ihr hängt jetzt nicht mehr irgendwelchen dummen Ideen an.
 
Es ist sehr bemerkenswert, dass Ich, als Ich hierher kam, wusste, wann Er hier gelebt hat. Ich wusste, dass Mutter Maria hier lebte. Es gibt hier ein Haus der Mutter Maria. Es hat Mich sehr gefreut zu wissen, dass Sie hier lebte, und deshalb habe Ich gesagt, dass wir Sie verehren sollten. Schließlich war Sie die Mutter von Christus! Eine Mutter ist eine Mutter! Was macht es, ob Sie eine Christin, eine Hindu oder eine Muslimin war? Es bedeutet nichts. Aus Ihrer Liebe heraus erlaubte Sie es, dass Ihr Sohn zum Wohl der ganzen Welt und des Universums geopfert wurde. Was für eine Mutter! Wird man auf der ganzen Welt so eine Mutter finden, die zuließe, dass ihr Sohn gekreuzigt wird? Was für eine mutige, liebende und globale Persönlichkeit!
 
Wir sind hier. Es ist ein Zufall, denn, wie Ich sagte, hat Sie hier gelebt. Warum kam Sie hierher? Sie hätte doch den direkten Weg nehmen können. Sie kam hierher, lebte hier, und es gibt Ihr Haus. Nun werden die Christen mit diesem Haus einen Kult beginnen. Sie werden mit den Moslems kämpfen und die Moslems mit den Christen. Was auch immer man tut, sie werden kämpfen. Das ist ihre Haupteigenschaft – nicht, anderen zu helfen, nicht, sich gegenseitig zu helfen, nein – unter keinen Umständen. Sie versuchen nur, sehr, sehr seltsam und gemein zu sein.
 
In Indien gab es so viele Menschen, die Nächstenliebe lehrten. Trotzdem bekämpfen sich die Menschen in Indien. Hier gab es so viele Sufis. Auch in Indien gab es sehr große Heilige, sehr große – überall. Einige waren Moslems, andere Hindus, und die Menschen singen ihre Lieder. Alles ist da. Aber sie werden getrennt voneinander verehrt, und es wird sogar in ihrem Namen gekämpft. Sie brauchen einen Grund, damit sie kämpfen können. Ich sage euch, es sind wahre Kampfhähne. Sie haben keine menschliche Qualität in sich – Liebe und Zuneigung und Freude daran, andere zu lieben. Die Sache ist, dass sie die Fähigkeit verloren haben, andere zu lieben. Was macht es, ob jemand in China, in Indien oder anderswo geboren wurde? Es ist ein Mensch. Auch er hat die Fähigkeit zu lieben, und ihr solltet es auch können.
 
Meine Erfahrung ist eine andere. Mit Meinem Mann bin Ich nach China gereist. Zu dieser Zeit mochten sie Inder in China überhaupt nicht. Ich weiß nicht warum, aber zu Mir waren sie so freundlich, dass man es kaum glaubt. Sie waren so nett zu Mir, und jeder war überrascht über die Art, wie sie Mich behandelten. „Was ist denn da los? Warum sind sie so nett zu Ihnen? In China mögen sie doch keine Inder.“ Ich sagte: „Das ist ein Mythos. Ich konnte diese Einstellung bei den Chinesen nicht wahrnehmen. Zu Mir waren sie sehr höflich und respektvoll. Und dabei habe Ich nichts für sie getan!“
 
Weiter war es bemerkenswert, als Ich in einem Hotel meine silberne Fußkette verlor. Nachdem es passiert war, reiste Ich weiter an einen sehr weit entfernten Ort. Doch sie schickten Mir diesen Fußschmuck in einem Umschlag nach. Könnt ihr euch das vorstellen – den ganzen Weg? Ich war wirklich zu Tränen gerührt. Deshalb sagte Ich: „Diese Chinesen sind sehr liebevolle, sehr liebevolle Menschen.“
 
Ich war auf dem Weg zu Meinem Programm. Wir mussten zu einer Frauenkonferenz. Ich weiß nicht warum, aber am Flugplatz holten Mich nur diese jungen chinesischen Männer ab. Sie nahmen Mein ganzes Gepäck. Ich war ziemlich spät dran. Die Veranstaltung war um 10.00 Uhr, und Ich kam gegen 8.30 Uhr an. Sie setzten Mich ins Auto, luden das Gepäck ein und sagten: „Wir müssen direkt zur Konferenz.“ Ich sagte: „In Ordnung.“ Ich fuhr zur Konferenz und in dieser kurzen Zeit waren die Jungen Mir gegenüber so anhänglich. Als die Konferenz beendet war, konnte Ich nicht glauben, dass sie draußen auf Mich warteten – dieselben Chinesen, die gegen Inder sind. Und es hörte nicht auf. Sie brachten zwei Autos, eins für Meinen Rollstuhl und eins für Mich. Sie brachten Mich zu den besten Einkaufsmöglichkeiten. Ich fragte Sie: Was werdet ihr tun?“ „Wir werden Ihren Rollstuhl nach oben tragen.“
 
Könnt ihr euch das vorstellen? Sie waren keine Verwandten von Mir. Ich hatte sie vorher noch nie gesehen. Einer von ihnen sagte: „Mutter, morgen kann ich nicht kommen.“ „Warum?“ fragte Ich. „Ich werde heiraten!“ „Was hast du dann heute hier den ganzen Tag gemacht?“ Er sagte: „Ich habe Ihre Gesellschaft so sehr genossen.“ „So eine alte Frau wie Ich – ihr seid junge Leute?“ „Nein, nein, nein, nein, es hat mir Freude gemacht. Meine Braut werde ich Ihnen auch vorstellen.“ Ich sage euch, Ich war zu Tränen gerührt. Ich sagte: „So viel Liebe, so viel Freundlichkeit.“ Ich habe nichts für sie getan. Ich habe ihnen kein Geld gegeben – nichts. Zum Schluss waren diese Jungen, die kaum 25 Jahre alt waren, so aufmerksam, Meinen Rollstuhl drei Stockwerke eigenhändig nach oben zu tragen. Ich bat sie: „Tut das nicht, Ich möchte das nicht…“ Sie sagten: „Nein, nein, nein, nein, wir möchten, dass Sie sich das ansehen. Wir möchten, dass Sie kommen.“ „Warum?“ fragte Ich. „Es wäre für alle sehr schön.” Ich weiß nicht, warum sie so dachten. So erleuchtete Menschen, sage Ich euch. Durch Liebe werdet ihr erleuchtet. Durch Liebe versteht ihr. Und diese tiefe Liebe ist in euch.
 
Nun, die Politiker werden kommen und euch eine Geschichte erzählen. Dann wird jemand anderes kommen und sagen „kommt und kämpft“ und all das. So haben sie die jungen Leute in Deutschland manipuliert. Aber jetzt ändern sie sich. Die ganze Welt muss sich ändern, denn sie hat soviel gelitten. Das ist keine Religion. Das sind nicht die Lehren von Heiligen – nein, das sind sie nicht! Es ist teuflisch. Das, was euch lehrt, andere zu hassen, ist teuflisch, es ist das Schlimmste. Die Freude, die die Liebe bereitet, die Freude der Zuneigung – alles das kennt ihr nicht.
 
Heute gibt es dieses und jenes Problem mit den Kirchen. Ich kann es nicht verstehen, diese dummen Menschen. Sie haben so viele Gesetze gemacht und trotz dieser Gesetze – oder was auch immer die Gründe dafür sein mögen – Tatsache ist, dass die armen Kinder leiden. Sie haben keinen Sinn für reine Liebe. Niemand versteht, was diese reine Liebe ist, die ihnen eigentlich angeboren ist, die sozusagen ihr angeborenes Eigentum ist. Aber sie wissen nicht, wie man jemanden auf reine Art lieben kann. Es ist alles etwas sehr, sehr Elendiges. Es ziemt sich nicht für Menschen, so etwas zu tun. Nicht einmal die Tiere sind so, aber Menschen können in jedes Extrem gehen. Die ganze Fülle der Schönheit, der Kreativität, der Reichtum der Kunst und künstlerischer Talente, der Reichtum an Lebensfreude wird zerstört.
 
Wenn man ein Kampfhahn ist, dann kann man in nichts etwas Gutes sehen, in nichts. Sie werden gegen andere und untereinander kämpfen, das ist eine Tatsache. Sie werden sagen: „Wir müssen kämpfen.“ In Ordnung, kämpft. Aber dann kämpfen sie auch noch untereinander. Sie quälen ihre eigenen Brüder und Schwestern. Sie lieben niemanden. Das ist der Punkt. Warum wird dafür der Name der Religion missbraucht? Was hat Religion damit zu tun? Wie konnten sie das lernen und wie können sie etwas so Schreckliches wie Hass auf die eigenen Leute lehren?
 
Nicht nur unter den Christen, den Hindus, den Moslems ist das so, sondern überall sind die Menschen sehr schmutzig und obszön geworden. Sie sagen, dass dies das Kali Yuga sei. Ich kann nicht verstehen, wie man die Kraft zu lieben verlieren kann.
 
Christus hat darüber gesprochen. Er sprach sehr deutlich über die Liebe. Er sagte: „Liebt euren Nächsten wie euch selbst.“ Habt ihr so jemanden schon gesehen? Nein. Solche Menschen findet man nicht. Was taten die Christen, die Christus folgten? Was taten die Anhänger von Mohammed Sahib? Was taten die Hindus, die Shri Rama folgten? Kommen sie ihren Vorbildern, den Inkarnationen des Göttlichen, in irgendeiner Weise nahe? Keinesfalls! Ich gebe ihnen dafür keine Schuld, aber der Grund dafür ist, dass sie die Selbstverwirklichung nicht hatten. Sie kannten ihren Spirit nicht. Wenn man keine Realisation hat, kann man nichts verstehen. Man versteht es nicht, sich an irgendetwas zu freuen.
 
Wenn man nach Deutschland kommt und sieht, was sie alles getan haben. Man verliert dabei das Bewusstsein, wenn man noch irgendwelche menschlichen Qualitäten hat.
Sogar wenn man nach Japan kommt und sieht, was in Hiroshima passiert ist – meine Güte, Ich fing an zu zittern, weil Ich es nicht ertragen konnte. Ich sagte: „Wie können Menschen so grausam sein?“ Entsetzlich! Jetzt ist die Zeit gekommen, wo sie ihre eigenen Kinder töten. Es ist extrem.
 
Die andere Seite ist Sahaja Yoga, wo man alle Menschen liebt, weil sie Menschen sind. Sie wurden mit euch zusammen in dieser Zeit geboren. Ihr müsst einander helfen und euch lieben. Das ist das Wichtigste. Wenn ihr das könnt, dann werdet ihr sehr starke Sahaja Yogis sein und vom Göttlichen unterstützt und gesegnet sein. Das Göttliche wird euch helfen und euch aus allem Ärger, allen Sorgen und Schwierigkeiten herausführen, wenn ihr eine liebende Persönlichkeit seid. Das ist der Segen des Kali Yuga, der so vorher nicht existierte.
 
Wenn man ein liebender Mensch ist, dann wird das Göttliche sich ins Zeug legen, um euch zu helfen, um eure Probleme zu bereinigen und die zu bestrafen, die euch Ärger bereiten. Das ist Meine eigene Erfahrung. Ich tue nie irgendetwas. Ich verfluche nie jemanden. Ich kämpfe nicht. Ich schimpfe nicht. Es arbeitet automatisch. Ich sage dem Göttlichen noch nicht einmal, dass Es etwas tun soll. Ich möchte sagen, das Göttliche ist die größte, gerechteste Persönlichkeit. Das Göttliche bewirkt alle Gerechtigkeit. Niemand kann unter der Führung und unter der Liebe des Göttlichen leiden. Glaubt Mir das! Das ist der Segen des Kali Yuga.
 
Ich stimme zu, dass das Kali Yuga schrecklich ist. Die Menschen sind schrecklich. Das ist das Eine. Aber Tatsache ist auch, dass das Göttliche sehr wachsam geworden ist. So wachsam war es vorher noch nie. Wenn Christus in der heutigen Zeit geboren worden wäre, wäre Er nicht gekreuzigt worden. Aber Er wurde nicht im Kali Yuga geboren.
 
Es ist für uns ein großer Segen, dass niemand gequält und niemand in Schwierig­keiten gebracht werden kann. Das einzige ist, dass man demütig sein, einen guten Charakter haben und eine sehr liebevolle Persönlichkeit sein muss. Das ist alles. Ihr werdet diese liebevolle Persönlichkeit genießen. Ihr werdet aufgrund eurer liebevollen Persönlichkeit geseg­net sein, durch die Art, wie sich das Göttliche um euch kümmert. Es gibt so viele Wunder, die Mir berichtet werden. Mich wundert das nicht, weil Ich weiß, dass das Göttliche sehr wachsam hinsichtlich der guten und freundlichen Menschen geworden ist. Es wird nach euch schauen und euch unterstützen und alles tun. Es ist sehr erstaunlich, dass Es so wachsam geworden ist.
 
Mohammed Sahib litt so viel. Alle litten sie sehr, aber heute ist das nicht mehr so. Heute werden die Sahaja Yogis nicht mehr leiden. Glaubt Mir! Sie werden vom Göttlichen selbst umsorgt. Es kümmert sich um alles. Ich kann euch sagen, dass viele Mir in unzähligen Briefen aus aller Welt immer wieder berichtet haben, wie sie unterstützt wurden und wie ihnen geholfen wurde. Es ist sehr erstaunlich, wie sie gerettet wurden.

Wir müssen uns selbst vertrauen, und wir müssen die Menschen wirklich lieben. Wir sollten demütig sein und lieben. Diese Liebe wird euch euer ganzes Leben lang helfen. Das ist die Botschaft von Christus. Er sagte: „Vergebt Ihnen.“ Und wie liebevoll sagte Er weiter: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Sehr liebevoll bat Er für die schlechten Menschen, die ihn kreuzigten: „Oh Gott, bitte verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Könnt ihr euch diesen liebenden Charakter von Christus vorstellen?

Wenn wir Ihn heute feiern und verehren, dann müssen wir Seinen Charakter in uns verehren – dass auch wir liebende Menschen sind. Wir lieben einander – auf der ganzen Welt. Alle Sahaja Yogis lieben einander. Natürlich gibt es ein oder zwei, bei denen das vielleicht nicht so ist, aber die meisten, 99 Prozent der Sahaja Yogis, lieben einander.

Mein Segen für euch ist der, dass Gott euch heute viel Liebe schenken möge, und dass ihr fähig sein solltet, andere zu lieben. Dies wird euer Leben völlig verändern, und ihr werdet zu sehr starken Persönlichkeiten werden, zu sehr starken Sahaja Yogis. Ihr werdet Erstaunliches und Wunder vollbringen können, wenn ihr das Verständnis für die Liebe entwickelt habt.

Möge Gott euch segnen!