Adi Shakti Puja 2004

(Italy)

2004-06-06 Adi Shakti Puja Talk: Be One With Yourself First, Cabella, Italy, 23' Download subtitles: EN,ES,FR,JA,NL,PT,RO,TRView subtitles: Add subtitles:
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Adi Shakti Puja, Cabella Ligure, 6 June 2004.

Unsere heutige Zusammenkunft ist etwas ganz Besonderes, so wie auch der heutige Tag ein ganz außergewöhnlicher, ein außerordentlich segensreicher Tag ist. Der Grund dafür ist, dass dieser Tag seine Stimme erhebt, singt und spricht von der Geburt einer neuen Ordnung, der Geburt einer Energie, des Adi, der Urkraft, derjenigen, die für die Erschaffung dieses großartigen Universums verantwortlich ist. Ihr wisst bereits, wie alles begann und wie es sich entwickelte, darüber brauche Ich nicht zu sprechen.

Sprechen werden wir heute über jene Kraft, die in euren Herzen verborgen liegt, die euch befähigt, überall dort tätig zu werden, wo ihr kreativ gestalten möchtet: eine neue Welt, eine neue Familie, neue Wertmaßstäbe – all’ das, was bis anhin unbekannt ist. Möglich ist das, ja, all das ist möglich und es ist schon im Entstehen begriffen. Schwierig hingegen ist es, Menschen anpassungsfähiger zu machen, sie miteinander völlig in Einklang zu bringen. Das scheint wirklich schwierig zu sein. Sie kommen soweit ganz gut miteinander aus, mit ihren eigenen Freunden, ihrem gewohnten Lebensstil, auf ihre eigene Art und Weise. Sie jedoch vollkommen eins werden zu lassen einer mit dem anderen, im Einklang, auf einer Ebene, das ist sehr, sehr schwierig, aber das sollte nicht so sein! So ist das nicht gedacht, sie sollten nicht so sein. Aber es ist ein Entwicklungsprozess.

Wir haben wunderschöne Menschen, wundervolle Seelen, aber das Problem liegt darin, dass sie nicht auf eine Art eins miteinander werden, wie es sein sollte. Wie kann dieses Problem gelöst werden? Die Frage wurde mir oft gestellt: „Mutter, wie kann man dieses Problem angehen?“ Ich habe nur gelächelt. Die ursprüngliche Idee, weshalb wir diese Durchleuchtung, diesen neuen Weg zu einem tieferen Verständnis, diese neuartige Innenschau eingeleitet haben, war gerade der Wunsch, die Einheit und Einzigartigkeit eines jeden Menschen zu entdecken. Und ihr solltet sehr dankbar sein dafür, dass ihr alle eins seid, eins im Wesenskern, wo kein Zweites existiert. Es gibt nur dies Eine, und wenn dies Eine spricht, wenn es in Aktion tritt, werdet ihr staunend feststellen, dass es stets auf ein und dieselbe Weise geschieht, das Gleiche ist, sich entwickelt auf genau die gleiche Art und Weise: Es gibt weder Veränderungen noch Unterschiede.

Und trotzdem, trotzdem findet unser Verstand keine Ruhe, schweift umher und verliert sich in Problemen, die keinerlei Bedeutung haben in Sahaja Yoga. Unser größtes Problem ist es zu erkennen, dass wir keine Probleme haben. Wir haben überhaupt kein Problem! Wir glauben, dass es Probleme gibt und dass wir an diesen Problemen arbeiten sollten, aber keines dieser so genannten Probleme existiert wirklich! Ich sehe nirgendwo irgendein Problem. Diejenigen, die meinen, Probleme zu haben, habe Ich gebeten, sie niederzuschreiben, und Ich werde versuchen zu antworten und ihnen mitzuteilen, welcher Art ihre Probleme sind. Zuvor jedoch möchte Ich sagen, dass unsere Sahaja Yogis immer noch nicht die Bewusstseinsstufe erreicht haben, die sie die Einheit, die Einzigartigkeit des Einklangs ihrer Herzen verstehen lässt. All das kommt aus dem Innern, nicht von außen, so dass alle äußerlichen Anstrengungen nutzlos sind.

Mühelos sollten wir zu dem werden, was wir sind. Weitere Zusammenkünfte oder irgendein Kodex, all’ das ist völlig überflüssig, alles ist bereits vorhanden. Ihr müsst es nur sein, nur werden. Vielleicht ist Einssein schwierig zu verstehen für Leute, die unterschiedliche Nasen und unterschiedliche Gesichter haben, die in allem unterschiedlich sind. Aber ihr seid bereits eins, ihr seid es, aber weil ihr euch dieser Gleichheit nicht bewusst seid, seht ihr unterschiedlich aus. Ich kann euch nur eines sagen: Ihr seid alle eins, eins in dem Sinn, dass ihr alles umfasst. Jeder Impuls, jedes Gefühl, jedes Verständnis, alles ist gleich. Es manifestiert sich zu falschen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und das erweckt in euch den irrigen Eindruck, dass es Unterschiede gibt – aber in Wirklichkeit ist das nicht so. Es gibt nur das Eine, die eine Beziehung, und das ist die Beziehung zur Adi Shakti, so dass ihr ein Bestandteil der Adi Shakti seid. Was immer ihr unternehmen mögt, ihr könnt euch nicht trennen von der Adi Shakti. Ihr seid aus Ihr geboren, ihr werdet von Ihr geleitet und Sie sorgt für euch. Mir scheint alles eins zu sein, während ihr Menschen glaubt, dass es unterschiedliche Vorgehens- oder Handlungsweisen gibt – was falsch ist.

Alles was Ich sage, muss bewiesen werden, weshalb solltet ihr ansonsten auch eine solch gewaltige Aussage akzeptieren? Mein Selbst ist eins mit euch und Ich werde stets unverändert bei euch sein, bei euch allen. Für Mich gibt es keinen Unterschied, Ich sehe nichts dergleichen. Es sind nur Äußerlichkeiten, wie eure Kleidung, euer Lebensstil; innerlich vielleicht noch euer Temperament, euer Temperament spielt eine Rolle. Wenn sich dieses Temperament nur etwas ändert, werdet ihr die Einheit unter euch erkennen und alle Unterschiede werden sehr schnell der Vergangenheit angehören.

Heute sah Ich einen sehr gefährlichen Mann, Ich dachte, er könne Mich töten oder er habe andere Absichten – aber nein, nichts geschah. Warum? Ich habe ihn nicht verstanden. Er war gar nicht so, er wollte mir lediglich seine Ehrerbietung erweisen, er wollte Mich nicht töten, er hatte keine bösen Absichten.

Es ist ganz erstaunlich, welches Verständnis ihr füreinander haben könnt. Erst wenn ihr einander wirklich versteht, könnt ihr das Echte, das Wesentliche, das Richtige, ja, die Wahrheit erreichen.

Wahrheit, sie existiert seit Urzeiten, lange bevor der Gedanke an die Wahrheit ins Leben kam. So verlor man sich in mancherlei Dingen, die nicht wahrhaftig waren, und die Wahrheit zog sich zurück. Vielleicht könnte man es am Beispiel der Schlange darlegen: Die Schlange wurde aus der Ignoranz heraus geboren, die Schlangen begannen, sich gegenseitig zu unterstützen, Schlangen über Schlangen in immer größerer Zahl wuchsen heran und füllten das gesamte Universum mit Falschheit und irrigen Ideologien. Sie glaubten daran und begannen einander zu bekämpfen, sich gegenseitig umzubringen – aber das waren alles Schlangen. Aber wie weit sollten wir an ihren Unsinn glauben, in wie weit sollten wir diesen unsinnigen Ideen folgen, wie viel von diesem Unsinn sollten wir annehmen? Das ist sehr schwierig, denn dieser Unsinn ist leichter zu akzeptieren als die Wahrheit! Wahrheit wird nicht so leicht akzeptiert wie Unwahrheit. Warum? Weil wir inmitten der Unwahrheit leben! Unser Bewusstsein ist in der Unwahrheit verankert und wir müssen uns verändern, fähig werden zur Erkenntnis der Wahrheit, was eigentlich nicht schwer ist, denn wir sind Wahrheit, wir sind die Wahrheit. Zur Wahrheit zu werden, wenn wir bereits Wahrheit sind, wie kann das schwierig sein? Vielleicht nicht – und trotzdem ist es so. Das heißt also, da ist etwas falsch, irgendwo in uns, was wir herausfinden sollten. Dies Element der Falschheit in uns ist unsere Unfähigkeit zur Selbsterkenntnis. Wir können uns selbst nicht ins Gesicht sehen. Wir sehen den Anderen, nicht uns selbst. Wir sehen nie uns selbst. Wir sind uns über unsere eigene Lage völlig im Unklaren. Und dafür war eine Mutter nötig, die euch das zeigen kann.

Aus diesem Grund kam die Mutter auf diese Erde, um euch zu zeigen, was euer Problem ist. Das müsst ihr annehmen, diesen Grundsatz müsst ihr verinnerlichen und üben. Dann werdet ihr voller Staunen feststellen, wie viel ihr schon über euch selbst und über euer Umfeld wisst. Es geht gar nicht um etwas so Besonderes, nichts so Außergewöhnliches, nur euch selbst anzunehmen, das ist alles, was es zu tun gilt.

Ich denke, Menschen werden zu Sahaja Yogis, aber so ist es nicht. Sie sind keine Sahaja Yogis, sondern sie versuchen, zu Yogis zu werden. Das Gegenteil ist wahr: Sie sollten wissen, dass sie Sahaja Yogis sind und nicht erst dazu werden müssen! Dann gibt es kein Problem. Aber wenn es erst einmal Teil eures Verständnisses geworden ist, dass Sahaja Yoga eine Sache ist und Sahaja Yogis eine andere und ihr selbst seid nochmals anders, wie könnt ihr dann Sahaja Yogis werden? Es geht um die Ignoranz, die Unwissenheit in uns, die uns wie Fremde einander gegenüberstehen lässt. Völlige Ignoranz! Wir müssen begreifen, dass wir alle gleich sind. Jegliche Form von Ignoranz ist völlig überflüssig! Und wenn das geschieht, werden sich alle Probleme der Welt im Nu von ganz alleine lösen.

Die heutige Puja hat eine besondere Bedeutung, weil ihr in dieser Puja eine Wesenheit verehrt, die niemals der Transformation unterworfen war, die unverändert und ursprünglich ist und war, das gleiche Wesen von Geburt an bis zum heutigen Tag. In solch einer Puja, was gibt es da für Mich zu sagen? Warum muss irgendjemand etwas sagen? Nichts. Seid eins mit euch selbst, das ist das einzig Wesentliche. Eins werden mit unserem Selbst, uns nicht verlieren in Worten, in Stimmungen oder in Gedankengängen. Denn in dem Augenblick, in dem der Verstand einsetzt und Gedankenwellen erzeugt, verliert er die Kontrolle über sich selbst. Wie eine Schlange: Solange sie auf ihrem Platz liegen bleibt, besteht keine Gefahr; aber sobald sie sich bewegt, wird es gefährlich. Wir sollten erkennen, dass es mit unserem Verstand ebenso bestellt ist, sehr, sehr schwierig, und dass er nicht in die falsche Richtung laufen sollte.

Deshalb verehren wir die Urmutter in der Puja, denn wir sollten versuchen, in Einklang zu bleiben mit der Urmutter. Wir selbst müssen in der Ursprünglichkeit verbleiben Wir müssen unser ursprüngliches Selbst in uns etablieren und unser Wesen nicht irgendwelchen Äußerlichkeiten anpassen. Wenn wir das erreichen können, das wäre das allerbeste. Ich bin sicher, wir können es, es ist gar nicht so schwierig. Das einzige Hindernis ist unser Nationalbewusstsein, dass wir glauben Inder, Engländer, Engländer, Europäer usw. zu sein. Aber das sind wir nicht, wir sind einfach nur wir Selbst – und das gilt es zu erreichen, das Einssein mit unserem Selbst.

Möge Gott euch alle segnen!